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. ' , . . . Die -zteiajeregitiuiiy uuuj

u n g galt, fehlte jebe. oeffentlicf)reit Aufklärung schuldet. Wie steht Woher sollte sie auch ' Fall Langewin? WaS wird

gderfttmmung.

Die entscheidende Sitzung.

die uns als Rest der Pariser Auseinander­

alliierten und assoziierten Hauptmächte vorae men werde und nicht durch den Völkerbund.

t im I tief* ant-1

Die Feiersitzung im Berliner Opernhaus, die kein vaterländisches Ereignis war. son­dern 'sich als ein mäßiger parteipolitischer Propagandaversuch auswies, hat mitsamt den auch in einigen anderen Städten veranstal­teten gleichartigen Versammlungen, in denen noch aufdringlicher die demokratische Werbe­trommel gerührt wurde, einen unerwarteten Dachklang gehabt. Wie das Erwachen aus einem Rausch nimmt es sich aus, daß Herr Dr. Wirch, eben noch in Festeslaune, die Herren Lobe und Stresemann telegraphisch

ES gibt in der Tat mancherlei, worüber die Reichsregierung auch der größeren

alliierten und assoziierten Mächten obliegt. In Anbetracht der Lage OberschlesienS wird der Dölkerbundsrat gebeten, das Verlangen a l S

linie felbft zu ziehen. Er habe sich im gälte Albaniens bereits geweigert.

Vorschrift 20' . Aufschlag. f)aupi|d)riftleiter :Jlug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Ke.nhoid Ienz; für den Anzeigenteil: tzan» Geck, sämtlich in »itfeen.

Die Einigkeit im Pariser Ministerrat.

Paris. 12. Aug. (WTB.) Erst als Vriand dem eng'l chen Ministerpräsidenten Lloyd Ge­orge mitteilte, daß der französische Ministerrat tec Qlnfitl ei. Zi geständnlssr über die Ssor ali lie nicht machen zu können, schlug Lloyd George vor, den Schiedsspruch tesDölkerbundsratsan- zurusen, um es nicht zu einem Druch der Entente kommen zu lassen, da die öf­fentliche Meinung der beiden ßänber dagegen auf daS Entschiedenste Stellung genommen hatte.

Paris, 12. Aug. (WTV.) Heute abend 6 Llhr 30 wird rin neuer Ministerrat un­ter dem Vorsitz Millerands stattfinden.

Ein Bruch der Entente?

Paris, 12. Aug. (Wolfs.) 2'Oetore schreibt, ob zwar Lloyd George Lord Curzon und die englischen Sachverständigen in Paris zurücklasse, könne seine Abreise nicht ver­fehlen, als ein Abbruchder interalliierten Ver­handlungen, ja vielleicht als ein Vruch der Entente gedeutet zu werden. Das Bstill sagt, das gestrige Mittagessen in Rambouillet sei stell verlaufen. Bei einem Spaziergang habe Millerand Lloyd George sein Bedauern über die Lage aus­gesprochen. Lloyd George habe gesagt: ,3^ bin

nach Berlin beruft, um mit ihnen den Ernst der politischen Lage zu erörtern.

setzungen angekündigt wird. Vielleicht kommt auch diese Frage vor den Völkerbund.

Wir Deutsche haben keinen Anlaß, die

P a r i S. 12. Aug. (WTV.) Aus der Sitzung des Obersten Rates, in der heute vormittag die ilebertoeifung der oberschlesischen Frage an den Dölkerbundsrat beschlossen wurde, erklärte Lloyd George: Die englische Regierung sei mit dem Vor­schlag Vriands einverstanden. Gestern abend hatte die englische und die italienische Delegation an­erkannt, daß hierin die beste Lösung liege, dem

Wochenrückblick.

Der Veranstaltung Im Berliner Opern.

A a t nahm heute vormittag folgende Resolu­tion an: Der Oberste Rat beschloß, bevor er über die Grenzfestsetzung zwischen Deutschland und Polen auf Grund des Artikels 86 des tfrte» densvertrages entscheidet, die Schwierigkeiten, die bei der Festsetzung der Grenzen entstanden, dem Dölkerbundsrat zu unterbreiten. Der Oberste Rat wünscht ein Gutachten über die Grenzlinie zu hören, deren Destimmung den

hause, die der Erinnerung an das zwei- zLhrige Bestehen der deutschen Deichsverfafsun

Der Eindruck in London.

London, 12. August. (Wolff.)Daily Telegraph" zufolge hat die Nachricht, daß ein S t i l l st a n d in den Verhandlungen zwischen Großbritannien und Frankreich über Ober­schlesien entstanden ist, in diplomatischen Krer» sen große Aeberraschung und Nie­dergeschlagenheit verursacht. Dem par­lamentarischen Berichterstatter des Blattes zufolge ist gestern eine Mittellung von Lloyo George über die Verhandlungen des Obersten Rates in der oberschlesischen Frage hier troffen. Chamberlain berief darauf einige Mitglieder des Kabinetts zu einer Konstrenz zusammen, auf der das Schreiben Llohd Geor­ges erörtert wurde. ,

DieTimes" schreiben über die Verhand­lungen, man nähere sich einem Bru ch. 3n gut unterrichteten französischen Kreisen befurch e I zwei Stilen: Die De, Shrd ungderE ntente und den Zwang eines Vklnisterwech Frankreich. 3n feinem £eUartdeI erllarte Dar

reich und England zu geben.^Da Llohd George und Vriand den Bruch vermeiden und sich ^ur Behandlung der Frage Zeit lasten wollten, hüllen sie vorgezogen, die offizielle Diskussion unter dem Vorwande abzubrechen, um später mit ruhigeren Köpfen die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Die Schlußsitzung.

Paris, 12. Aug. HavaS. Der Oberste Rat wird morgen seine Arbeiten been­den. In der Sitzung am Vormittag werde er, wie HavaS meldet, die Frage der nach Ober- schlesien zu entsendenden Verstär­kungen regeln und ebenso die Frage der Aufhebung der wirtschaftlichen Sank- t i o n e n. Die in Paris verbliebenen eng­lischen Delegierten werden am Sonntag nach England zurückkehren.

Französische Prcsseftimmen. .

werden, soll die Parteien zu gemeinsamer Arbeit zusammenführen. Aber die de­mokratische FeicrtagSpredigt des gegenwär- ttgen Reichskanzlers weckte nur gemischte Ge- fichle und keineswegs die besten Erinnerun­gen. Wo war denn der Glanz der beiden ver­flossenen Jahre? Hat daö Reich nicht ost die Führung wechseln müssen, und hat das neue i und aCtgeix, ob der Bruch der Entente endgul- parlamentarische System uns dabei nicht ost in bevorsteht. Dann tritt die deutsche Politik Tage dumpfer Verzweiflung gefühtt? Wie tnö ein Stadium über, das Männer wie Herr kläglich die Bildung einer sogenannten Mehr- <$-. Wirth und seine Mitarbeiter nicht mehr heitsregierung meist verkümmerte, davon ist bewältigen können.

das Kabinett Wirth selbst der sprechendste

X6ÄDruch And.,.

Denn nach allem, was über die engUfd)-rran» bcn Vertreter der Vereinigten Staa- zöstschen Verhandlungen bisher verlautete, ist tcn beim Obersten Rate erflärte, es scheine ihm es doch Wohl ein Bruch im Einvernehmen immer mehr, daß diese Frage einen rein cur o- der verbündeten Länder, wenn Lloyd Ge- pzischen Charakter habe. Er beteiligte sich orqe unmutig die französische Hauptstadt ver- an der Debatte nicht weiter. Rach der Slbreife Wt unb bei den langen Anstrengungen, ^. > Lloyb ^a^^utben ^er^ngen^foti-

Pariser Ereignisse etwa mit Freude zu be­grüßen. Die VerschleppungStakttk der Franzo- son ist chnen einstweilen gelungen. Aber in der Gestaltung des neuen englisch-französischen VerhälMisses ist noch nicht aller Tage Abend, und die nächsten Tage und Wochen werden ob der Bruch der Entente endgül-

Ersreulichelweise ist der Widerhall di^er > w e i s u n gje r°ber,chle NI 4 Frage Ministerpräsident mit einer Sprache, die nicht mißzuverstehen ist, nach dem Zerwürfnis be­antragte, bedeutet doch so viel, daß der Oberste Rat als unfähig zur Lösung einer wichtigen Friedensstage betrachtet wird und daß an seines Stelle ein Kollegium von enanni, oeu gienn uie ueue

.zv , Vertretern herangezogen wird, das in seiner 6treit Ein Ende zu machen, aber es handle sich »eint. Gesamtheit nicht so unmittelbar Von stegbe- ^cht um eine Meinungsverschiedenheit zwischen kurz rauschten Dittawren beherrscht ist. ES ist sehr Englund unb Frankreich. Die italienischen Sach- zu- charakteristisch, daß die Attikel 11 und 12 verständigen wie auch der japanische Delegiere des DölkerbundsstatutS, die in der Ent- feien derselben Ansicht, wie die englischen Sach- Krieg, von einer möglichen Störung bei toMben^ab

guten Einvernehmens zwischen den Nationen, England, indem es sich der Auffassung widersetze, von einerentstehenden (Streitfrage, die zu ni$t aQein fte&e Die Schwierigkeiten rührten nicht einem Pruche führen könnte", die Rede ist. au$ 5er Frage an sich, sondern von der N e r v o - in der letzten örama* fität de r öffe " '

sehr dringend z u betrachten.

In der Frage der Aburteilung der KrlegS- beschuldigten beschloß der Oberste Rat, die Justizbehörden der verschiedenen beteiligten Länder zu ersuchen, daß ihre Beamten, die den

- , . , _________ v, Verhandlungen vor dem Reichsgericht in Leipzig

kommen, wie sollte eS frohe Gesichter foem französischen General Masterman, der beiwohnten, Vorschläge über die einzunehmende geben in dieser Zeit, die uns nur in ernste daS anstößige Benehmen seines Untergebenen Haltung machen. Die nächste Sitzung findet heute Sorge peinvolle Spannung und in unerquid- in Schutz nehmen möchte und in so herrischen vormittag halb- elf UhrAus der Tages- W politische ^ina^etiungen Sonnen W 12 lu^ Äj oVeVfU

stellt? Statt einer Kanzlerrede, die sich mit den witett französischer Her- ^^t entschied, die oberschlesische Frage dem

6renn«nb«n Tagesjrag-N .Me ^f^erüng^n L° n^u? bAn

auf die tragischen Iichalte und die Len Derhandlungen des Obersten Rates in Paris dieser Organisation zu der ©einigen gen heutigen und künftigen Geschehens pog)i. geftatlet e6 nunmehr unserer Regierung, die m a ch e n werde. Man einigte sich also offiziell Hütten wir ein Langes und Breites von Be- 6^er geübte Zurückhaltung aufzugeben und auf einen Schiedsspruch. Die alliierten juristischen lenntnlHen eines redseligen PatteipolitikerS, zu den Geschichtsverdrehungen des Herrn Sachverständigen beschäftigen sich jetzt damit, eine bei den Forderungen und Gefühlen der Volks- gesamtheit fremd gegenübersteht, well er mir den theoretischen Faden formaler, sehr anfechtbarer Grundsätze spinnt. Dabei han­delte sichS um eineFeier", die allzu auf­dringlich der Volksbelehrung galt. Wenn Herr Dr. Wirth über diejenigen schalt, die sich dem Strom seiner Anschauung abseits halten

itichlÄ etonc«» ®e?äCnL dn "er® dtcrilng I g'emeinfäm« Ziel zu "finden, lüchi daS De-IA-A oct

der bellagten Kluft im Volke hinauszulaufen? ringste herauSgekvmmen ist. Die Ueber- Abutte g g cy ^g

sonderbaren Dollsaufmunterung durch die Re-1 gterung in den Kreisen ihrer Widersacher nicht laut und lärmend. ES ist geltend zu machen, daß der Entwurf deS Herrn Hugo Preuß, wie er vor zwei Jahren von der Nationalversammlung angenommen worden ist, keineswegs das Idealblld einer Verfaf- fung darstellt, wie es dem politischen Cha-1 rakter des deutschen Volles angepaht erscheint. Zwei Jahre sind in jedem Falle gar zu f um eine Erinnerungsfeier zu rechtfertiaen, zu> mal in einer Zeit, die von erschütternden und ernüchternden SchicksalSschlägen erdröhnt. Die! geschichllichen Tatsachen der kurzen Spanne, mit denen daS DerfassungSwerk umwunden er­scheint, sind doch auch allzu umstritten, und man darf eS offen sagen: zu unzulänglich und GedeÄe^^zu ^treuen ^n ^nem ^l 1 .^August I Lloyd George hat in der letzten drama- I ft t ä f de r° öffe n t'l ich en Meinung her. ^Iab^ 1919 aewiß kxi haben wir alle ttschen Sitzung als Anttagsteller darauf Wert Die Mehrheit des Obersten Rates habe sich einer nämlich, daß daS Chaos der RevoluttonS- tm Sinne der Vollerdulwssatzung eme svicye ngelegenheit voreinanderesTribu- monate sich allmählich Hätte und einer Er- Onttwtive zu ergreifen, daß ^vielmehr nur I { ,um zu einer Lösung zu gelangen.

Nüchterung wich. Der demokrattsche Gedanke bestrebt sei, den endgülttgen Zerfall der En- Ser die Frage an den Völkerbund zu

Var unS entschieden lieber als die Diktatur der tente nach Möglichkett zu verhindern. Der eng- Dertoetfeni fei nicht Sache einer, sondern der Ge- Soldaten- und Arbeiterräte und die parla- lische Staatsmann stellte erhobenen Tones sarntheit der im Obersten Rate vertretenen Machte, mentattsche Neuregelung versprach die Wie- Frankreich als halsstarrigen Eigenbrodler hin, Paris, 13. Aug. (WTB.) Wie. derMa-

bertebr baTbtoegö georbnetet Zustände. Wir der sich der MehrheilSmeinung im Obersten meldet, wird Polen -lS Mrlglied des ^llen uns auch heute Dom Doden des da- Rate widersetzt habe. üUab «u'

malö beschlossenen V-rs°ssungSw°r!-s keines- Ion der Fvtisetzung der Pariser Dera. 'ch -v ch- Setirüe gehoti \i

Wegs entfernen. ES mag den Rahmen abgeben tungen unter der Teilnahme von Lord Curzon 2lufnahme eines der11 chen

für einen allmählichen Wiederaufbau. Nicht an Stelle des abgereisten Llohd George darf I ^teme'rten toirZ> jedenfalls angenommen werden. Innerer Stteit und Zersplitterung führen uns man sich nicht viel versprechen. Die Englän- Das Blatt sagt, es sei nicht sicher, daß der weiter, sondern Einhett und Einigkeit, lieber der sind offenbar durch die Tatsache eines I Döllerbundsrat es übernehmen werde, die Grenz- den rätselhaften Sinn des von Herrn Dr. polnisch-französischen Geheim- Witth Lerührnten Verdienstes,dem reinen Vertrages peinlich überrascht worden, und Pttnzip zur Form verholfen zu haben", wol-I fn der Gewitterschwüle der Konfliktstimmung Len wir nicht toCTter nachgrübeln. Wir er- nähert sich nun noch die düstere Wolke der blicken ein Verdienst darin, alle unnützen und sogenannten Sanktionsfragen. Es ist kaum am» gegenwärtig nicht zu lösenden Streitfragen in zunehmen, daß eine Entscheidung hierüber in unserer inneren Politik vorläufig zu begraben, der kurzen Schlußsitzung gefällt werden kann. Die ßöfung der wichtigen, sich heute jeder­mann aufdrängenden nationalen Probleme, die uns von außen her in den Weg gewälzt

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Beweis. Die heuttge Methode verfasfungS-***

mäßiger Bestallung unserer Kanzler und Mi-1 nister ist noch recht willkürlich uiw unvolllom- T)tC 00erschlesisa)^ tjTQ9^ ÖCTTt men. Gesinnungstüchtige Patteimänner habenI Völkerbund Überwiesen! .------ o . _

tn der Regel keineswegs schon das Zeug zum I m n r OTn_rt frm,nx« \ ist »u einem Abkommen bereit; Brianv weigert sich'

Staatsmann, und ihre Marschlinie steht zu Parts, 12. August. (Wolffs f Man ist I toorauf cBnanb gesagt habe: .3» gebe m dem

r_i.r 1inf,r Qmnnn nnh 1 uberetngefonnnen, die oberschlesische! aach Entgegenkommen |o weit, wie ep

unter Zwang u^ ^hiebung, <llS daß § g e auf Grund von Attllel 11 und 12 des östentliche Mei^ng Frankreichs und Die Sorge

^rterlanb »n he* ^DIIerbunbß^^atut^ dem Völkerbund zur um feine Sicherhest gestatten!" ^ei der Rücttehr

^rtCl! 3U schiedsgerichtlichenErledigungzu von Rambouillet habe jedermann unter bem (Sin-=;

Vahren vermochten. | 9 brua gestanden, daß der französtsch-enMche K o n-

Ä s ä f lilt unvermeidlich fei 6in

Die Entschltestung des stanzöfifchen Delegation habe einem Mitarbeiter

CBerftcn Rates. des Oeuvre" erflärt: ,Zch erblicke keinen Host-

is..u. 2Iug. Ser Oberfte | « Hube

durch Flugzeug aus London einen persönlichen 3rief de Valeras erhalten, ^?er eme f o- fortige Zufammenberufung des Kabinetts notwen­dig mache, wodurch er gezwungen fei, Parts zu tyertonen/Tcbreibt der .Matin", Lloyd George habe sich diefes Vorwandes bedieM, um im Obersten Rat nicht das Schaufpiel emer t' -

Paris, 13. Aug. (WTB.) Die gefamte Morgenpresfe beschäftigt sich mit der tteberweifung der obcrfchlcfifchen Frage an den Dölkerbundsrat.

Pertinax sagt im .Echo de Poris": Einzig und allein unter den Mächten, die am Obersten Rot teilgenommen hätten, habe Frank­reich eine ernste Anstrengung gemacht, um mit dem Doaman der Unteilbarkeit des vberschle- chlestsMn Industriegebietes zu breyen. Frant- ieich habe die Rotwendig'eil einer Teilung gemäß den Ergebnissen der Volksabstimmung zu- gelaßen. Die britischen Delegierten aber hätten »zum Schluffe wieder weggenommen, was sie schein­bar gegeben hätten. Die Tatsache, daß Zapan und Italien scheinbar den gleichen otandpuntt vertreten hätten, könnte die einmütige sranzö- ische Meinung darin nicht erschüttern. Wenn aber Frankreich das Recht und die Veimunst für ich zu haben glaube, wenn es sich weigere, sich >em anzuschließen, was es für eine falsche Aus­legung ansehe, dann könne man ihm nicht den Vorwurf machen, durch seine eigene Halsstarrig­keit die Krisenstimmung in Europa verlängett zu haben. Die französische Regierung scheine im voraus geneigt zu sein, sich dem Verdikt zu fügen, das der Völkerbund fällen werde, selbst, wenn dieses Verdikt nicht einstimmig, sondern mit Stimmenmehrheit abgegeben werde. DaS sei rip wesentlicher Punkt, der unterstrichen werden muffe. Das Blatt tritt für die Entscheidung durch ein, Mehrheit em. Frankreich könne ja, wenn es wolle, eine Art Obstruktion unternehmen. Das werde es aber nicht tun. Periina? lagt weiter, am zu einem Ergebnis in der Teilungsfrage za gelan­gen, hätten sich Lloyd George und Vriand übet eine Prozedur geeinigt, die über kurz oder lang die Ausgabe ihrer Standpunkte nach sich ziehen werde. Es sei verletzend, daß die Regie- r u n g von Peking, deren Autorität sich nur über einen kleinen Test des himmlischen Reiche- erstrecke, dazu beitragen solle, das Schicksal deS wichtigsten Bezirkes von Europa festzulegen.

P a r i s , 12. Aug. (WTB ) Die Entscheidung , des Obersten Rates, die Lösung der oberschlesi­schen Frage dem Dölkerbundsrat zu überweisen, wird bon der Llbendpresse zum Teil sehr skep­tisch ausgenommen. Zustimmung findet der Be­schluß bis jetzt noch nicht. Auguste G a u D a i n sagt im .Zournal deS Debats". die hinkende Losung, auf die man sich geeinigt habe, sei ein Notbehelf, aber es sei die einzige Lösung, die einen Bruch habe verhindern können.

IaqueS Bainville sagt in derBiber 16 , ' hie Wahrheit müsse öar ausgesprochen werden, die sich aus der oberschlesischen Frage Dar er­geben habe: Frankreich ziehe hüh, England Hot. Heute morgen sei der Wpgen regelrecht stecken ge­blieben. Hm ihn wieder flott zu machen, hab«, man zum Spruch deS Völkerbundes gegriffen, das sei ein Verlegenheitsmittel Bainville hat Beden­ken ob der Spruch deS Döllerbundes genügend Autorität besitze und wieviel Zeit der Bund brauchen werde, um ihn zu fäUtm Durch das Aushilfsmittel des Schiedsspruches hatten die Regierungen zwar das Gesicht gewahrt, aber die schlesische Wunde bleibe offen.

Sehr kritisch verhält sich ter -Tem Ps". Frankreich habe zuaestimmt, dem Obersten Rat die, Lösung der oberschlesischen Frage zu entziehen auS Gründen ter äußeren Politik. Es habe einer ena- lifch-franzöfifchen Meinungsverschiedenheit eia Ente bereiten wollen. Das Blatt zweifelt eS an, daß der Völkerbund berechtigt sei, die Mission an» zunehmen, die ihm der Oberste Rat übertragen habe Das Blatt ist der Ansicht, daß ter Vertrag erfordere, daß die Teilung Oberschlesiens durch die rGioT-t-n und assoziierten Hauptmächte vorgenom-

Ht. 188 Erstes Blatt IN. Jahrgang

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MW General-Anzeiger für Gberhefsen

vnick Mir, Verlag: »riihl'Iche llmv.-vuch- e*ö Sleintzruckerel H. lange. S^riftletlniq, »e,chätl5tzell- und Praierel: rchu"tta»e 7.