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wartet werden.

.tfocbenber Arbeitszeit unb auf] 48 Stunden wöchentlich bei geteilter Arbeitszeit festgesetzt. Das Entlohnungssystem wird un.er Bei­behaltung der Berufsa.tcrs»u-<rgen unb Ab dxinung Der Lebensalterzulagen gän-tich neu geregelt Die Erhöhung der Gehaltsbezüge gegen das letzte Ouar- tal 1920 beläuft sich auf durchschnittlich 8 bis 12 Prozent. Dazu kommt die Wiederherstellung der Verheirateten zulagen auf jährlich 2000 Mk. Die gleiche Bezahlung männlicher und weiblicher Angestellter roirb aufrechter halten, ebenso sollen Die Bestimmungen über Urlaubsgewährung und Fortzahlung der Gehaltsbezüge während der Er­krankung eine Verschlechterung nicht erfahren. In­folge des einstimmig ge astten Schiedsspruches kann Dessen Annahme durch die Parteien und eine als­baldige Verständigung über die noch verbleibenden Punkte des Reichstarifes, der die Regelung der Gehalts- und Arbeitsbedingungen für über 80 000 Angestellte im Versicherungsgewerbe enthält, er-

Hus dein Neicve.

Konfevenz der Reichsminister.

Berlin, 11. Jan. (Priv.-Tel.) Wie dieB. Ztg. am meldet, werden heute nachmittag die beteiligten Reichsminister mit dem Minis'er Tr. Simons zu emer Konferenz zusammen- treten, in der Staatssekretär Bergmann den ersten eingehenden Bericht Über die bisher in Brüs­sel wie in Paris geführten Verlandlungen über die Wiickergutmachu'-gZfrage erstatten wird. Ern Tag für die Wetterführung der Verhandlungen in Brüssel wurde bis zur Stunde noch nickt be­stimmt. Wenn man auch nach dem bisherigen VerLrut der Brüsseler Verhandlungen auf ein ge­wisses Verständnis der Entente, für unsere wirt­schaftliche Lage ^hoffen dürfe, so toürben sich doch, wie dieB. Z." meint, große Schwierigkeiten daraus ergeben, daß die deutschen und ftinzösr- schen Schätzungen über die Leistungsfähigkeit der deutschen Produktion locit omseinandergehen.

Aus den ReichstagSarrSsch ffen.

Berlin, 11. Jan. (Wolff.) Der Aus- schuß für ztu§märtige Angelegen­heiten trat heute vormittag zu einer Sitzung im Reichstag zusammen. Der Reichskanzler unb der Minister des Auswärtigen waren anwesend. Der letzte Notenwechsel mit der En­tente, insbesonoere die oberschlesische Frage, wurden erörtert Die Verhandlungen und vertraulich. Es bestand unter den Par­teien Uebereinstimmung darüber, daß die ge- aenwartigen Verhältnisse in Oberschlesien und oaS eben veröffentlichte Abstimmunysregel- ment alsbaL nach dem Zusammentritt des Reichstages in einer Vollsitzung zum Ge­genstand öffentlicher Aussprache gemacht wer­den sollen. Die nächste Sitzung wird voraus­sichtlich $unt 20. oder 21. Januar einberufen.

Im Hauptausschuß des Reichstages gab R e i ch s m i n i st e r K o ch Auskunft über den Stand der in seinem Ministerium auszu­arbeitenden Gesetze. Danach ist das Reichs- schulgesetz fertiggestellt und wird in der nächsten Zeit dem Kabinett und alsdann dem Reichsrat zugehen. Dasselbe trifft bei dem Ju­gendwohlfahrtsgesetz zu. Das Gesetz pegen die Schundliteratur ist in seiner Bearbeitung ab­geschlossen. Das Fortbildungs- und Schul­gesetz ist in Vorbereitung.

Auflösung der Reichszentrale für Kriegs- und Zivilgefangene.

Sus dem besetzten Gebiet.

Belohnung für entsprechendes Verhalten.

fd. Die französische Behörde versucht in letzter Zeit durch besondere Methoden bei den Elsaß-Lothrinqern sich beliebt zu machen. Sie zahlt allen denen, die vor oder während des Krieges sich durch besondere Deutschfeindlichkeit auszeichneten oder Freiheitsstrafen aus diesem Grunde er­hielten, für ihr treues Verhalten zu Frank­reich hohe Entschädigungssummen. Ein Fräu­lein in Mühlhausen erhielt 25000 Franken, ein älterer Herr in Kolmar 10000 Franken.

An» Hessen.

Kleine Anfragen in der Volkskammer.

Abg. Dingeldey (T. Vp.) hat folgende kleine Anfragen"" im Landtage em geb rächt:

D i e Ruhegehälter undVersor- gungsansprüche der Minister des hessischen Staates regeln sick immer noch nach den Grundsätzen des Gesetzes betreffend die Ruheaehaltsverhältnllse und Hi.tterbliebenenver- soraung ber Mitglieder des Gesamtministeriums vom 16. Juli 1919. Inzwischen srnd sowohl für das Reich, wie für die übriaen deutschen Länder oesetzliche RegelunMN dieser Fragen vorgenommen worden, die sehr wesentlich von der tn Hessen beliebten Form Der Gewährung von Ruhegehältern an die Minister ab weichen. Das Ergebnis ist in allen Fällen das, daß die sinanzrÄlc Belastung der Staaten und des Reichs gegenüber der durch das angeführte hessische Gesetz aller Voraussicht nach entstehenden finanziellen Belastung des hessischen Staates wesentlich geringer ist. Die Grundsätze des Gesetzes haben im übrigen mit Reckt wieder­holt Anlaß zu Beschwerden und Angriffen in der Oeffentlichkert imb in der Bevölkerung gegeben. Eine Reform des Gesetzes ist sachlich dringend not- wendig und aus allen politischen Kreisen der Be­völkerung begehrt. Ich frage deshalb: Ist die Regierung bereit, mit möglichster Beschleunigung dem Landtag einen Gesetzentwurf zur Abänderung des Gesetzes über die Ruhegehaltsverhältnisse und Hinterbliebenenversorgung ber Mitglieder des Ge­samtministerrums vorzulegen.

Eine zweite Anfrage betrifft die bekannten gewaltsamen Reguiftttonen in Hof- Heim.

Ein? Anfrage über Vereinfachung der Staatsverwaltung hat folgenden Wortlaut: Die stnanztelle Lage des Staates zwingt, die Frage ber Vereinfachung der Staatsverwaltung in allen ihren Zweigen, namentlich aber bei der Spitze der Behörden, mit allem Nachdruck in Angriff zu nehmen. Die aus den parlamentarischen und parteipolitischen Verhältnissen des Landes entstan­dene Neubildung der Aemter und die dadurch er­wachsene große Zahl von leitenden Spitzen der Verwaltungszweige imb Ministerien ist auf die Dauer für den hessischen Staat weder finanziell tragbar, noch sachlich geboten. Ein Abbau erscheint dringend notwendig. Ich frage deshalb: Ist bte Regierung bereit, dem Landtag mit größter Be­schleunigung Vorschläge über die Vereinfachung der Staatsverwaltung zum Zwecke finan-ieller Erspar­nisse und über die Verminderung der Zahl ber Minister und Präsidenten selbständiger Landes­ämter vorzulegen?

mit aller Energie zu widersetzen. Entsteht trotzdem trgznb ein Teilstreik, so haben sie die Verpflichtung, jede Verantwortung dafür abzulehnen. 3. Du er* writerte Vor'tand des Deutschen Eisenbahner Ver­bandes legt Verwahrung gegen bi: unwahr.' Be richterstatrung über die Verhandlungen d:s Sech zehnerausschusses mit der Regierung ein, wie sie in derRoten Fahne" beliebt wird. Jnsb-sondere weist der erweitert'. Vorstand die in dem ArtikelDie verratenen Eis'nbahn-cr" ber Roten Fahne" vom 11. 1. enthaltenen unwahren Behauptungen ganz energisch zurück. Der erwei­terte Vorstand hält die Pressehetze derRoten Jahne"" für um so bedenklicher, als sie geeignet ist, die Einheitsfront ber Eisenbahner zu zer­schlagen. Er ersuchte bte Eisenbahner, sich durch dieses Treiben nicht beirren zu lassen und sich um so fester um ihre gewerkschaftliche Organisation zu scharen. Im Anschluß an die vorstehenden Beschlüsse können wir noch mitteilen, daß am 12. Januar vormittags Verhandlungen des Sech­zehnerausschusses mit dem Vorstand des Allge­meinen deutschen Gewerkschastsbimdes stattfinden. Der erweiterte Vorstand des Deutschen Eisen­bahnerverbandes tagt aus diesem Grunde weiter.

durch ein gemeinsames Bvrgchm den unbefriedigt-1 beitsstunden bei buti den Teilerfolg zu einem Ergebnis zu führen, das es den Leitungen ber Eisenbahnierverbände ermög­licht, die BeweMNg in gcvckneter Weise abzu- schtießen. Der erweiterte Vorstand beauftragt den gesäMtssührenden Vorstand des Verbandes, unter Beruckfich.igung der vorstehend angeführten Gcürcke die Verhandlungen weiter zu führen und im Be­darfsfälle auch vor dem letzte« gewerkschaft­lichen Kampfmittel nicht zurückzu­schrecken. 2. Die verantwortlichen Dwbands- insranzen, Bezirksleitungen und Ortsoerwal tmigm fino verpslichet, sich den angckündigten T'ilstreiks

Berkin, 11. Jan. (Wolff.) Durch Er­laß des Reichskanzlers vom 7. Dezember 1920 wurde dieReichszentralefürKrieas- undZivilgefangenejaufgelöft. Ihre Geschäfte gehen auf den Reichsabwicklungs­kommissar über. Die Angelegenheiten der aus dem Ausland in Deutschlatch eingetroffenen Zivilgefangenen werden dem dem Reichsmini­sterium des Innern unterstellten Reichskom­missar für Zivilgefangene und Flüchtlinge übertragen.

Der Reichskanzler hat an den bis­herigen Leiter der Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgefangene, Abgeordneten S t ü ck le n, folgendes Schreiben gerichtet: Nachdem die Rückführung der kriegsgefange­nen Deutschen in die Heimat in ber Haupt­sache beendet ist, wurde die in Ihrem Einver­nehmen im Januar 1919 errichtete und unter Ihre Leitung gestellte Reichszentralftelle für Kriegs- und Zivilgefangene von der Reichsre­gierung aufgehoben. Unter schwierigen Ver­hältnissen hat die Reichszentralstelle ihre Aus­gaben gelöst. Wenn die Rückführung unserer Brüder aus harter, langer Gefangenschaft ver­hältnismäßig schnell von statten ging, so ha­ben Sie daran ein besonderes Verdienst. Na­mens des Reichsministerium spreche ich Ihnen und Ihren Mitarbeitern für die zum Wohle der Zurückgekehrten geleistete Tätiget meinen aufrichtigen, herzlichen Dank aus.

Die (Erneuerung des Reichstarifes für das Versitherungsgewerbe

bildete den Gegenstand eines Schlichtungsverfab- rens im Hteicheartxcksministerium. Rah vierkäft gen Verhandlungen unter dem unparlciischen Vor­sitz des Staatsministers a. D Dr. Südekurn, bej Regierungsrats Dr. M. Weigert vom Reirhs- arbeitsministerium und des Regierungsrats Dr. Weegerdt vom Reichsaufsichtsamt für Privatver- fickcrung wurde am 11. 1. morgens geien 2 Uhr folgender einftimmiaer Schiedsspruch vw- küudet, der sich auf die Hauvtsragen des Tarif­streites erstreckt: Die Arbeitszeit wird auf 46 Ar-

fd. Koblenz, 11. Jan. Die Besatznngs- behördett lassen mit fieberhafter Geschwindig­keit Bauten aufsührerr. Um die Fertigstel­lung noch mehr zu fördern, sollen iv den nächsten Tagen weit über hundert neue Bau­arbeiter eingestellt werden. Daraus ist zu schließen, daß die Entente kaum daran denkt, das Gebiet wieder freizugeben.

Aus Stadt uttfc Catifc.

Greßen, den 12. Jan. 1921

Bezug von Braunkohlen.

Die herrschende Kohlennot wird duvchBetrrebs- sckwierigkeiten aus den Wasserstraßen und Eisen­bahnen verschärft. Es empfiehlt sich daher, hessi­sche Braunkohlen unmittelbar ab Grube ab- zufahren oder absahren zu lassen (sog 'Landabsatz). Aus diese Bezugsmöglichkeit wird im allgemenein viel zu wenig geachtet. Ein jeder Bersorgungs- bezirk in der Nähe von Braunkohlengruben hat Anspruch auf Bezüge im Lanvabsatz, doch machen die meisten Verbraucher fernen oder nur sehr ge­ringen Gebrauch davon und warten auf Stein­kohlen, deren Mengen bei der heutigen Lage doch nicht voll beschosst werden können. Was berang^ leitet werben kann, wird verteilt, daneben aber sollen sich die Verbrauchter, die jederzeit durch die Bürgermeistereien oder trie Ortskohlenstellen sowie durch die Kreiskohlenstellen erchättllckvn Landab satzbetzug scheine füe Hessisch- Braun kohlen zu Nutze machten.

Veranstaltungen.

Mittwoch: Sladtth^ater, 6V3 Uhr.Tief­land"", Operngast-ipiel ds h s scken Landesttotters. Hotel Einhorn, 8 Uhr, öffentliche Versomm- (ung des Zentralverband^ der Angestellten. Eafo Leib, ?i/2 Uhr. Kvn-ert und Vorstellung der Ehiemseer. Licht'pieftheater wie gestern.

Wettervoraussage für Donnerstag:

Vorwiegend bedeckt, zeitweise Nieder­schläge, Temperatur wenig geändert, Winde aus westlichen Richtungen.

Eine neue Depression folgt den in un­unterbrochener Reihenfolge nach Osten ziehen­den Tiefdruckwirbel.

** Amtliche Personalnachrrchten. Dem Pfarrverwvlter iDarf Vo lp zu Als rid wurde am 5. Januar lfv. Js. die evangelische Pfarr- stelle zu He Lelbach übertragen.

" Reichsban k Gießen. Ter erst? Vor­stands beamte der hiesigen Rrichsbankstelle, ReiäK- bankdircktor Arthur Müller, hnnrie vom Reichs­kanzler zum Leiter de rReichsbank ha upt- stelle in Dortmund ernannt. Bei der Wrrt- sck^äyung, deren sich Herr Müller in allen brtei- tigten Kreisen zu erfreuen hatte, wird sein Scheiden von hier allgemein bedauert.

** O-uäkerspeisung. Die Quäker­speisung hat -am Montag, den 10. Januar, begonnen. Die Speisen werden um 9 Uhr vor­mittags von der Küche im GasthausZum Löwen"" in die einzelnen Schulen verbracht. Die Ausgabe der Speisen in der Speifestelle Zum Löwen"" erfolgt zwischen 10 und 11 Uhr. Das Wohlfahrtsamt ersucht die Teilneh­mer -der SpeifestelleZum Löwen"" pünktlich zu erscheinen und unter allen Umständen ihre Karte mitzubringen.

** Stadt. Seefischmarkt. Morgen, Donnerstag früh, trifft wieder lebendfrische Nordseeware, wie Cabliau, Seelachs, große Schollen, große Rotzungen und Rotbarsch ein und lammt von V29 Uhr ab zum Ver­kauf.

^*JstdieWeihnachtsgratifikation einkornrnensteuerpslichtlg? Ja! Nach §8 des Reichseinkommensteuergesctzes gc hören zum Einkommen: Gehälter, Besoldui gen, Löhne, Tan­tiemen, Gratifikationen ober unter sonstig-r Benen­nung gewährte Bezüge unb geldwerte Vorteile der in öffentfiden oder privaten Dienst angestelltcn Personen (Arbeitslohn).. Temnack- gehört zufolge § 5 des EStG, auch, die Weihnachtsgratifikation zum fteuerbaren Einkommen. Es entspricht drs and) dem Charakter der Weihnachtsgratififatio!, die als Vergütung für die üerftungen des Ange­stellten tu Betracht kommt unb sehr oft sogar ver­tragsmäßig festgesetzt ift

Gefährdung von Automobilen durch Schulkinder. Der Krastwagenvcrkehr wird nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Lande durch Schulkinder dadurch gefällt bet, daß diese nach vorüberfahrenden Fahrz-mgen mit Sand, Steinen oder anderen G:genstä->iben werfen oder beim Herannahen von Kraftfahrzeug m Gegenstände auf die Straße wwsen, die den Wagen in Gefahr bringen. Ter preußische Minister für Volksbildung Hal jetzt die Regierungen unb Pro­vinzialschultellegien auf ältere Verfügungen seines Bereichs zur Bekämpfung dieses UebÄstandes auf­merksam gemacht.

** Eine LandeStagung des Zen- tralverbandes deutscher Kriegsbe­schädigter unb Krregshintecblie- bencr im Freistaat Hessen fand am 9. Januar zu Offenbach statt. Nach kurzer Be­grüßung durch Kamerad Emil Fuchs-Offenbach referierte der Bezirksleiter Samer ab Hecker- Franksnrt a. M. über das neue Reichsver- sorgungsgesetz unb die neuere Entwicklung in der Kriegsbeschädigten- und -hin!erbliebenen- bewegung. Seine Ausführungen ernteten unge­teilten Beifall. Weiterlfin wurde ber endgültige Landesvo rstand gewÄh.t, 'wobei das ge­samte hessffche Land berücksichtigt würde. Als erster Vorsitzender ging aus der Wahl hervor: Kamerad Emil Fuchs-Offenbach a. M., Dieser verbreitete fich bann eingehend ü&tr die nächtigsten Arbei­ten in den Ortsg r uppen Nachstehende Entschließung fand einstimmige Annahme: Die Landestagung des Zentralverbandes deutscher Kriegsbeschädigter und -Hinterbliebener, Landes­verband Hessen erkennt an, daß das neue Reichsversorgungsgesetz einen bedeutenden Schritt nach vorwärts in der 5krforgimg der Kriegsopfer darstellt und wesentliche Verbesserungen gegen­über den früheren Versorgungsgesetzen enthält. Sie erttärt aber, daß manche durchaus berechtigte Wünsche der Krtegsbeschädigten unb --hinletttlie- benen unerfüllt geblieben sind. Als ungerecht be­zeichnet sie die Paragraphen 25, 28, 63 und 64 des neuen Reicksversorgungsgesete'. Die Lande'- ta<rung hofft bestimmt, daß diese Paragrap.'-en a.s- bald auf dem Wege der Gesetzgebung geändert werden. Die Bemessung der Teuerungszulage nach 8 87 des N.VG. mit 25 Proz ist durch die seit der Schaffung des Neichsrersorgungsge'et:es writer fortgeschrittene Teuerung durchaus unzureichend, und die Landestammg ermartet, daß um gebend eine Aenderung des Paragraphen i.t der Wciic eintritt, daß eine Erlwhmrg jeweils auf bte gleichen Sätze erfolgt, wie sie für die Reich5besoldungs- ordnung maßgebend sind Dies dürfte um so leichter sein, da ja der Paragravh 87 selbst die Möglichkeit bietet. Die Landes.agung fvricht der Reichsgeschäftsstelle in Berlin ihre volle Aner- lennung aus über die erfolgreiche Tätigkeit im Interesse ber Kriegsopfer und die Versammelten versprochen ihrerseits volle Unte-sbützung der Der- bandsleitung und der Reichsgeschäftsstelle.""

Tie Männer- und Frauenver­einigung der Matthäusgemeinde -w- öffnete ihre VenaMteftwigen im neuen Jckdre mit einem Familienabend im ®emriniK'fna(. Nack herzlichen Degrüßungsworten durch den »rstm Vorsitzenden Rektor Knauß sprach Garteninfepk- ter Rehnel t vor einer dichtgedrängten Zuhörer­schaft etnxi andctthnlb Stunden über sein? Reife nach Ceylon und die dort g wvnnenen Eindrück:. Neben der Erforschung der tropischen Pf^an^-.'nwelt mit ;iTnt herrlichen Gewächsen, hatt^ es sich der Dortragemde angelegen s ün lassen, die Sitten und Gebräuche der Jnselbewohn w als den Ausfluß ihres religiösen Lebens gmo-ier zu studieren. Ihre Schilderung stand darum auch im Mittelpunkt des Vortrages. Ws Illustration zu den interessanten Airsfühnmgen gingen von ihm selbst anaefertigt*, mit eigner Hand sorgsälftr kolorierte Aumockrnen vor dm Augen der Zuhörer über di? Leinwand. Gern hätte man noch länger den Schilderungm aus dem Wunderland getauscht. Reicher Brimll lohnte darum auch den Vortragenden für fein: fessrinden Worte. Herr Pforrt Mahr gelachte am Schluffe noch unserer eriolgveick'n Missions- «tätigleit inti> ihres Zusammenbruches durch den Weltkrieg und forberte die Anw'senden auf, auch in den Tagen des Unglücks dem Werk chv: Hilft »richt zu versagen.

* ll ebe r Techn iker und Wiederauf­bau sprach gestern abend im Saal desf, Aguartum" Jng. Tubach aus Mannheim. Der Redner führte

aus, daß die Frage des Wiederaufbaus vom Stonb* prmkt des Technikers aus eine andere Beantwortung erfahren müsie, als man sic form gcwShnlich er­fasse. Der Techniker habe den kcitiichen Düißstib anzulegeri, ob das Zerstörte, denen W^deraufbau buaosichtigt sei, an Kpustru.ttons- ober Sy sie m- fehler gelitten habe, ob die erbalienen Reste eine Rekonstruktion reckftfertigen oder ob zweckmäßiger etwas ganz Neues g fdxxfien w:rben müf.e, das einer Zerstörung weniger unterroorien sei. Der Redner schilderte die Tendenz und Entwickelung der priratfcyntali Wi tschasts- unb Sttals onn unb kam zu bem Ergebnis, daß das System dieser Wirtschaftsweise den Keim seiner Zerstörung m sich trage. Er verlange keine Rekorrftruktion, Ion* bem einen Neu'au unseres ganzen wi.tschafts- und sbaatspolitischen Systems. Besonders die Tech­niker fordert er als die berufensten Mitarbeiter hierzu aus. Du Schulung unb Bllduna jur reisen Erkenntnis dieser Sachlage erfolgt in den Berufs­organisationen und den DotttiMxn Pari «n, denen sich jeder anschließen nrüffe. Der Vortrag wurde mit Beifall ausgenommen. Tie arrschlreßenbe Trete Aussprackte zeigte keine gegensätzliche Austastung.

**OeffentlicheVorträgeüberPhy- f r o l o g i e. Ter 9. Vortrag: Geftchtsempsrn- bung III. findet am Sonntag, dem 1b. Januar, nackMifvgs 5 Mr, im Physiologischen Institut, Senckenbergstraße 15, statt.

"Obcrhessischer Geschichtsverein. Morgen, Donnerstag abend, 8'/, Uhr, spricht Pro- sessor H e l m k e im Hörsaal des Physikalischmr In­stituts (Eingang Stephanstraße) über die Stetig­keit vorgeschichtlicher Besiedelung in ber nörblichen Wetterau (mit Licht­bildern). Ter Vortrag ist bei freiem Eintritt allgemein zugänglich

** Literarische Gesellschaft. Zur nächsten Vermrsialtung ist es her Geiellschast ge­lungen, den berühmten deutschen Rezitator Dr. Ludwig W ü l l n e r aus Berlin >u einem Rezi- tationsabenb zu grwvmen. Wüllner, einer ber besten Rezitatoren, bte Teutschlanb je besessen hat, steht in seiner Vortragskunst heute unerreicht da. Wüllner befinbet sich auf einer Vortragsrrise durch Mittelbeutfchland, um bann einer Einladung nach Schweben, Dänemark, Norwegen und ber Schweiz Folge zu leisten. Es ist anzueckennen^ daß bie Literarische Gesellschaft ihn auch für unsere Uni* versitätsstadt gewonnen hat. SBenn bte Eintritts­preise für biesmal etwas infolge der hohen Unkosten erhöht werden mußten, so wird ber genußreiche Abend dafür entschädigen.

** F i d u s, der eigenartige Maler und Natur­apostel, ber als Prophet einer neuen in ber ger­manischen Urkraft verwurzelten MenschenschöAeit gilt, wird am 20. Januar in ber Neuen Auls einen Lichtbrlbervortrag über feine Werke halten. Aus einer Zuschrift seien folgende Sätze entnommen:Fibus, anfänglich Dreffenvachs Schüler, hat lichte, frühlingshafte Bi.der geschaffen, frohe Gestalten, fiinber, selig und frei, iric wir unsere eigenen sehen möchten, unb Jchrglinge, nicht entnervt, mübe unb genußsüchtig, sondern von keuscher, herber Lebenskraft, rauft, rein, willig zu großer Aufgabe und Berantworttma: er hat Männer geschaffen, die wissen, daß das Leben hart ist, daß man nur Hinei itreten farm ins Heiligtum des Werkes und ins Allerheiligste seines Volles, wenn man ohne Selbstschonung sich bewährt hat auch im dunkelsten Kampf; er hat Frauen ge­schaffen, bie schicksalsvoll srnd, tragend unb groß, und aus deren Augen unb Herzen ein unheriteg^ barer Strom von Schönheit unb Trost, von Güte unb Seelenleidschaft flutet, so daß ohne Ernied­rigung der Mann tn ihnen das Geheimnis der Dopvelseele in ihrer ganzen fordenm-gsvollen Hei­ligkeit erleben darf Er schuf Bilder der Arbeit, des Ringens, der Ruhe, des löblichen Spiele-, der Berklämna und neuer, erhöhter, freudiger Volks­gemeinschaft."

Deutsche Volkspartei. Am Morttag. abend behandelte Tr. Krause im Dwrin Gießen^ der T. V.P. bas ThemaWirtschaftsfragen'" in Anlehnung an Tr. Angos wirtschaftspolitisches Referat auf bem Nürnberger Parteitag Tie recht interessante Aussprache zrigte, wft abhängig die Wirtschaften ber einzelnen Völker vow inander sind und wie empfindlich die Außenpolitik auf das Wirt­schaftsleben eimvirkt. Ter nächste DisTussionSabmd bürste in 34 Wochen stattfinden und fich mit Fragen ber englischen Politik beschäftigen.

* * Der Alldeutsche Verband vencrn- stalltet am Samstag, 15. Januar, einen Vortrags­abend.

* * Die So^ialdemokratrsche Par­tei Gießen (S.P.D.) hält am Donnerstag den 13. Januar eine öffentliche Versammlu'ng im Ge- werkstlaftshause ab, in ber ber ReichStag?abgeord­nete Giebel, Berlin, überDer Kampf um die Republik" sprcck.en wird.

* * Ern Carnera-Klub Gießen ist rm Dezember des verflossenen Joch es gegründet wor­den und hat sich die ^Eursalr gestellt, ferne Mitglieder für die Sckmchrit der enacten Imb weiteren Umgebung irilerer Hermotsiwt zu tn* teressieren. Er veransLltet zu bte^n Zweck häu­fig gemein "ame Wanderungen zum Suchen tüml* le rischer Motive. Dwreben sollen an den Winter­abenden Lichtbilder-Bors^ührungen be­sonders gut gelungener Aufnahmen den Mitgtre- becn des Klicks Anregung unb Belehrung bteten. Der erste dieser Vorträge wird im Laufe tretet Woche stattfinden. Zeit ufro. wird noch rm An- zeigsnteil 'näher bela.mt gegeben werd«. Eine kleine Ausstcl.ung von Ersllmgiarbeiten der KLck- Mitglieder ist rm Sa'-aufcnster bet PhotohandümE Wiutevhoft am VreuzpÄtz ausgeestllt. Wmtcchon am KreuzpLtz ausgestellt.

Landlrtis Gießeir.

Beuern, 11. Jan Die Volksspende für bic vertriebenen A uSlandSdeut? s ch e n (Hessische Rückwanbererhilse) hat 197 Mark ergeben.

x Wieseck, 11. Jan. Ter Obst- ttnb Gartenbau vere i n hielt heute eine zahlreich besuchte Versammlung bei Wilhelm Br.mau ab, dft ber Borsitzenbe, L.chver Brau n :wel l leitete, dec bei feiner Begrüßung ein1 regere Vortrags tätige feit für die nädyten Jahre in Aussicht stellt-:. Eme Verlosung brachte 40 Gewinne im Wert bis »u r 18 Mk., befdjant ckus einer 100 Mk. Spende b4 Kreisvereins. Neue Mftglick^r meldeten sich Dec Vorsitzende hielt einen Vortrag überWeinstock- bchandlung am Spalier"". Für uns empfiehlt er frühe Sorten an der Südseite. Ertrag ist bei rich­tiger Behandlung vom fünften Jahr ab zu ttroev ten. Als früherer Rheinh.-sft beanstandet er, daß unsere Weinstöcke hier zu wenig £>o?* haben. Hilst bringt rechtzeitiaer Frühjahrs- und Sommeffchnitt März und Ende Juli). Blätter als Lunge und Magen braucht der Stock zur ZueferbiLuna. Eine rege Aussprache, die Pfarrer Sattler mit Worten des Tankes eröffnete, rrigte die BerrttViMgkeit d