Vornotizen.
Die Probleme des Stillen Ozeans.
। balle, schärfste Verwahrung cinzulegen. wirb mth 1 allen gegen 6 Stimmen der USP. Genehmigt.
NÜcktrittLeronds?
Pari-. 10. Juli. (WB.) Emile Bure teilt hellte im , Eclair" mit, General 2 e r o n d habe aus Gesundheitsrücksichten um seine Abberufung gebeten.
Zu einem Märchenadend fand sich am SamStag abeüd auf Einladung deS (Siebener Jugend rings eine größtenteils jugendliche Zuhörerschaft ein. war doch dem Einlaüer ein Wandervogel auf feinem Flug durch Deutschland ins Garn gegangen, der schon an vielen Orten in Stadt und Land, durch die Kunst deS Märchen- erzählens die ihm zuströmende Jugend beglückt hatte. Der junge Erzähler. Werner Fink, bot auch _ diesmal genug deS Reizenden und Märchenschönen aus dem Schatz der Bruder Grimm und vor allem aus Vollmann-Leanders „Träumereien an französischen Stammen", wobei auch der Humor vollauf zu seinem Rechte tarn ®r erfreute dabei durch die ferne.-.so ganz zum Stoffe passende Vortragsweise. — Hiesige Wandervögel trugen durch ein- und mehrstimmtgk Lieder zur Rundung deS schön-fröhlichen Abends bei.
— Tageskalender für Montag Postkeller, 8r/4 Hör, Generalversammlung der Oberschlesier. - Postkeller. 8»/, Uhr. Hauptver- fammlung des deutschvölkischen Schuh- und Trutzbundes. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Das Fest der Rosella" sowie „Leo und feine Kammer- W« • — Lichtspiele SelterSweg: „DaS Recht
Aus Stadt und Land.
Dieven, den 11. Zuli 1921.
Ein Besuch in Butzbach.
Der Oberhessische Geschichtsver- ein richtete seinen diesjährigen Sommeraus- auSflug am 9. Juli unter zahlreicher Beteiligung nach dem alten Rachbarstädtchen Butzbach, das sich bekanntlich anschickt, am tommen- den Sonntag sein SOVsähriges Stadt- jubiläum In würdiger Weise zu begehen. Die Gegend freilich ist schon viel länger durch dichte Besiedelung belebt. Wenn man die älteste Geschichte Butzbachs berühren tollt, spricht man ja gern von dem Lagerdorf, das beim 24-türmigen Römerkastell Hunnenburg entstanden war. Doch bereits 2000 Jahre früher zog mancher Kaufmann und manche Völkerschar durch die Wetterau. die uralte Rordsüdstrave entlang, die Vorläuferin der Main-Weser-Dahn. Schon damals nährten die fruchtbaren Gefilde viele Bewohner, und ihre Dörfer haben zum großen Teil die Römerzeit überdauert.
Aus dem besetzten Gebiet.
Die Leiden einer unbesetzten Rbeinstadt.
Ganz Unglaubliches wird aus W e s e l berichtet. Die Stadt ist bisher von einer Besatzung verschont geblieben, nur der rechtsrheinische Brückenkopf der Weseler Brücke ist von belgischen Truppen beseht. DaS Benehmen der belgischen Brückenwache gegenüber den deutschen Passanten ist aber derart frech und beleidigend, daß es bereits eine schwere Plage für die ganze Stadt bedeutet und daher nicht scharf genug gerügt werden kann. Wie aus zahlreichen einwandfreien Aussagen hervorgeht, werden vorübergehende Personen ganz grundlos mit den ärgsten Schimpfworten bedacht, bespuckt und mit Steinen beworfen. Selbst Damen sind den gemeinsten Beleidigungen und tätlichen Belästigungen ausgesetzt. Junge Leute werden vielfach bis weit in das unbesetzte Gebiet hinein von der Wache mit gezogenem Seitengewehr und unter Bedrohung mit der Pistole verfolgt. Einem Po- lizcibeamten in Zivil, der in Begleitung von zwei Damen vorbeikam und gegen diese Behandlung protestierte, widerfuhr es sogar, daß die Belgier ihre Gewehre gegen ihn in Anschlag brachten. Die Krone wird diesem Treiben aber dadurch aufgesetzt, daß die zur Feststellung des Tatbestandes entsandten Polizeibeamten an der rechtmäßigen Ausübung ihres Dienstes unter Bedrohung mit der Schußwaffe verhindert werden.
Sollte es nicht Sache des Selg^chen 06er- kommissars sein, dieses wüste Treiben zu kontrollieren und zu verhindern? Herr Collin Iacqueltn wird vielfach als ein rechtlich denkender Mann gerühmt. Wer gerecht denkt und die Macht besitzt, seine Ansicht durchzu- setzen, dürfte hier nicht untätig bleiben.
btc äußerlichen und zufälligen Schrämen der Berufe sich erheben. Die Ausdrucksweise Dr. BojungaS ist sehr rein und farbig und durch feine schmuck reichen Lätze klang befreiend der Anteil, den fein Herz an diesem fast übergroßen Plane und Streben nimmt. Sine Aussprache wurde nicht gewünscht.
Die ..Weinstraße", wie sie im Mittelalter genannt wird, und ihre Abzweigungen haben „DotineSbach". das zuerst in Lorscher Urkunden aus dem 8. Jahrhundert erscheint, zu einem Haupthandelsplah gemacht für die Erzeugnisse der goldenen Wetterau. Als geschätzter Besitz wechselt eS im Laufe der Zeit oft Den Herrn durch Erbschaft oder Kauf. Philipp Vf. von Falkenstein verschafft ihm Stadtrechte. Seine Blüte erlebte es wohl im 17. Jahrhundert als beschauliche Residenz b'6 Landgrafen Philipp.
Geben und Treiben im alten Städtchen. Handel und Wandel, aber auch die Kunst im Handwerk wurde«, den Ausflugteilnehmern zum unmittelbaren Erlebnis bei der Führung durch Pro-
stolzen und behäbigen Patrizierhäusern, die den Charakter verschiedener Zeiten widerspiegeln, mit Dem Rathaus, der Schirm und dem Brunnenstock «st. wie sonst, auch in Butzbach ein sicherer Maß- ftab für jbie alte Bedeutung der Stadt. Die Bauten hier im Zentrum, nicht minder in den angrenzenden Straßen, zeigen das zünftige Handwerk in feinem Glanze. Unb nur mit Bedauern fap man Spuren, die ankündigen, wie das alte Städtchen, erwachend auS Dem Schlafe, den der Wechsel in ten Verkchrsm tteln ihm ausgezwungen, dem erfreulichen Aufblühen seiner Industrie auch die ..vornehmen" Allüren folgen laßt, die seine alte trauliche Schönheit bald erdrücken werden.
Weiter führte der Gang durch die Stadt zur M a r k u s k i r ch e. deren bis in die romanische Zeit zurück sich erstreckende Baugeschichte und deren Denkmäler von geschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung durch treffliche Erklärungen dem Verständnis erschlossen wurden. Don einer anderen Seite stellte sich das städtische Leben bann ferner bar in bem Solmser Schlößchen und in ben Vesten ber Ötabtbefeftigung mit bem Wehrgang und ben Türmen.
Der türkisch-griechische Krieg.
Konstantinopel, 10. Juli. (HavaS.) Die Griechen haben V a l o v a geräumt.
Die Türken haben auf der Front von Brussa die Offensive ergriffen.
In I s m i d fanden die Kemalisten amerikanische Marinesoldaten vor, mit denen sie gemeinsam die Ruhe und Sicherheit wiederherstellten.
Paris. 11. Juli. (WTD.) Rach einer Depesche deS „Exchange Telegraph" aus Athen sollen die Kemalisten am 9. Juli einen heftigen Angriff gegen die Griechen bei Asa Cheir und Uschak unternommen haben.
L . ~ DaS <5 o m m e r f e ft deS Vereins lür Deutschtum lm Ausland ist wegen des Tennisturniers auf Freitag ben 15. Zull. Vs? älhr, verlegt. Siehe Anzeige.
KrciS Friedberg.
A c Zugentgleisung.
D Butz 5 a ch, 10. Juli. Auf ber Strecke Bad-Rauhcim-Griedel ber Butzbach-Sicher Eisenbahn e n t g I e l ft e gestern mittag an ber S^urbe bei Steinfurth ein Personenzug. Der Un- fall ist Aum Glück noch gut abgelaufen. Die Fahrgäste, die zum Teil ja über bie weggelaufene Milch ober bie zerbrochenen Eier jammerten, baben außer bem Schrecken keinen körperlichen Schaden boDongetragen. Die Strecke hat aber etwas gelitten, da bie Mafchine und vier Wagen vom Gleise abkamen und bei der großen Geschwindigkeit noch ein gut Stück WegeS auf bem Fahrdamm weiterfuhren, bis sie *um Stehen gebracht werden konnten. Der Verkehr wurde für gestern auf der Strecke völlig unterbunden. Rach- dem die ganze Rächt fleißig an ber Wieberher- Heilung deS Gleises und beS Fahrdammes gearbeitet worden ist, konnte der Verkehr heute früh wieder in der alten Weise ausgenommen werden. Man nimmt an, daß durch die Einwirkung der großen Hitze auf Schienen und Schwellen die Spurweite vergrößert worden und babur* daS Unglück entstauben ist.
Aus dem Reiche.
Die Einigungsbestrebungen in der Sozialdemokratie.
Leipzig, 9. Zull. Heute vormittag begann im Leipziger BolkShauS die Landes- ronferenzderA. S. P. Sachsens. Heinrich Fleiß ne r, der über die Organisation berichtete, erkannte an, daß die Sehnsucht nach einer Bereinigung des Proletariats lebendig werde. Die Einheitsfront sei aber an bestimmte Voraussetzungen gebunden, d. h. die Arbeiter müssen sich alle auf den Boden des Klassen- kampfeS stellen. Sie dürften nicht mit den Bür- aerlichen in der Regierung zusammensitzen. (Beifall.) Dem gemeinsamen Bürgerblock, wie er sich in Sachsen zeige, müsse ein gemeinsamer Arbeiterblock entgegengestellt werden. Ludwig (Berlin) betonte, daß die Einigungsbestrebungen sich nicht nur in Sachsen, sondern im ganzen Reiche zeigten. Es handle sich aber nicht darum, eine Einigung herbeizuführen, sondern eine gemeinsame Kampfbasis zu finden. — Ein Zusatzan- trag Liebmann wurde gegen einige Stimmen in der Form angenommen, wonach die Befreiung des Proletariats nur durch die Eroberung der politischen Macht zu erreichen sei, die erkämpft werden müsse unter schärfster Anwendung aller Mittel des Klassenkampfes. Putsche und sinnlose Gewalttätigkeiten führten ebensowenig zu diesem Ziel wie ein Zusammenarbeiten mit den bürgerlichen Parteien. Der Kampf des Proletariats werde erschwert durch seine Zersplitterung in verschiedene Parteien; es müsse daher alles getan werden, um eine Einheitsfront des Proletariats herzustellen. Die A.S. P. Sachsens bekundet ihren festen Willen, an der Schaffung einer proletarischen Einheitsfront auf der Grundlage des wtssen- chaftlichen Sozialismus mitzuarbeiten. Sie er- läre sich bereit, unter Wahrung ihrer Sellb- tändigkeit im Landtag und den Gemeinden mit den anderen sozialistischen Parteien A r - beitsgemeinschaften zu bilden. — Minister Lipinski berichtete hierauf über die politische Lage in Sachsen. Die sächsischen Minister müßten versuchen, ihre Politik mit der Reichspolitik in Einklang zu bringen. Die sächsische Regierung habe einen Zweifrontenkrieg zu führen, gegen die Bureaukratie und den bürgerlichen Block und gegen die eigene Datei. (Frkf.Ztg.)
Der Hetzer Poinear^.
Paris, 10. Juli. (WTB.) Der ehemalige Präsident ber Republik Poincare schreibt in seinem heutigen Artikel im ..Temps": Die Aktenzurückziehung vom Leipziger Gerichtshof, das ist flut; in Frankreich eine Untersuchung in absehbarer Zett einzuleiten, ist noch besser. Aber bas ist nicht genug. Deutschland hat sich durch den Vertrag verpflichtet, uns die Schuldigen au-zu- liefern. Gs muß sie uns ausliefern, sonst verleugnet es noch einmal seine Verpflichtungen. Wir sind also nicht nur berechtigt, Düsseldorf, Ruhrort und Duisburg nicht zu räumen, sondern stärker denn je bie These wieder aufzunehmen. die Millerand im vergangenen Jahre vor der Kammer vertreten hat. Da Deutschland sich in ständiger Auflehnung gegen den Friedens- Vertrag befindet, haben bie Fristen über bie Desahungsbauer bes linken Rheinufers noch nicht zu laufen begonnen. Wenn man Deutschlanb die neuen Verfehlungen nachsieht, bann kann man nur erwarten, daß bie Schwäche immer mehr ermutigt, weil man an unsere Ohnmacht glaubt Bis jetzt macht sich Deutschland über unS luftig. Lassen wir es gewähren, dann wird eS uns schließlich demütigen.
Eine englische Stimme.
London, 9. Zull. (Wolff.) Unter bem Titel ,.Komödie in Leipzig" schreibt „Daily Mail", die öffentliche Meinung in England teile die Entrüstung vollkommen, die in Frankreich wie In Belgien herrsche. Es ist nunmehr Sache ber VerbandSmächte. die Leipziger Prozesse sorgfältig nachzuprüfen und bann ihre Beschlüsse zu fassen. Die VerbandSmächte haben sich ausdrücklich bas Recht vorbch^lten, die An- geschuldinten vor bie eigenen Gerichte zu ziehen. Wenn bie Regierungen bie Auffassung ihrer Völker teilten, baß nämlich die Verhandlungen in Leipzig eine reine Posse sind, so werben sie sich über ihre Pflicht klar fein.
SFriebberg, 9. Juli. 3n ber letzten tberorbnetenDerfammfung kalte das Stär tische Schwimmbad A-G. das Gesuch um Bewilligung eine« DarlehensdorschusseS von 100 000 Mk. zu einer Abschlagszahlung an die Firma Imhoff in Bad-Rauheim elnaereicht. Rach- bem die von dieser Firma eingerichtete Fernheizung nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten nunmehr zur Zufriedenheit funktioniert wird das Gesuch bewilligt — Die Beschaffung eines Turnplätze- für bie Augustinerschule wirb der zu hohen Kosten (55 000 Mk.) wegen abgelehnt. — Die Stadtkasse wird aus bem Rathause in das Gebäude der alten Post" verlegt; bie baburch ent- ftebenben Unkosten von 29 000 Mk. werden be- Pltor1! ~ DaS Gesuch um Bewilligung eines städtischen Zuschusses für den Dau von Wohnungen für Reichsbeamte wird abgelehnt. — Der Dlumentag für die Kriegerehrung, der am letzten Sonntag stattfand, ergab eine Einnahme von 5839 Mk. Der Antrag des Finanzausschüsse« gegen einen Einsender, der sich in mißliebiger Weise über diese Veranstaltung ausgesprochen
Die „friedficheNtmosvliäre" inIrland.
London, 9. Juli. Hadas. Amtlich. Das Departement für Irland hat folgende Botschaft aus dem Hauptquartier von Dublin erhalten: Rachdem be Valera beschlossen hat- bie Einlabung Lloyb Georges an ber Konferenz in Lonbon anzunehmen, hat er seinen Anhängern Anweisung gegeben, jeben Angriff gegen bie Regierungstrupppen und gegen Zivilisten etmu» stellen. Er hat ferner angeorbnet daß ber Gebrauch von Feuerwaffen zu unterlassen ist, baß sämtliche militärischen Bewegungen jeber Art einzustellen sind, daß von jedem Eingriff in das öffentliche ober private Eigentum abzusehen ist. baß jedes Vorgehen zu vermeiden ist. daS geeignet wäre, den Frieden zu stören und einen militärischen Eingriff notwendig zu machen. Alles dieS zu dem Zweck, eine friedliche Atmosphäre zu schaffen, die eine Erörterung ber schwebenden Fragen erst möglich machen kann. Die Regierung ihrerseits hat bie Einstellung - jeber Haussuchung durch die Polizei ober Truppen angeorbnet Sie hat außerdem angeorbnet, l daß bie Tätigkeit bes Militärs sich auf bie . llnterftühung ber Polizei In ber Erfüllung ihrer * gewöhnlichen Aufgaben beschränken soll, bah bie f Sperrstunbe aufgehoben und der Rachschub von Verstärkungen eingestellt wird und bah ber Polizeidienst in Dublin nnr durch die städtische Polizei versehen werden soll. Damit diese Anweisung allen in Frage kommenden Stellen recht- zeitig zukommt, ist als Tag der Inkrafttretung Montag ber 11. Juli, mittags 12 Uhr. festgesetzt worden.
Wetterauer Rosen.
, Dab-Rauhet m. 10. Juli. Hier fand heute ein Rosen fest de« GärtnervereinS statt. In ber Turnhalle, wo über 4000 Rosen aller Farben und Sorten ausgestellt tooren. bot sich bem Raturfreunde ein farbenprächtige« Bild. Rächsten Sonntag findet eine große Rosenausstellung in bem bekannten Rosenorte Steinfurth statt. Dem Besucher ist an bem Tone auch Gelegenheit geboten, bie weltberühmten Rosenkulturen des Ortes, die jetzt in voller Blütenpracht stehen und dem Land- schaftSbild einen eigenartigen Eharakter verleihen, unter fachmännischer Führung zu besichtigen.
Veränderte Briefbestellung. Vom 11. d. MtS. ab beginnt bie 1. Briefbestellung um Zi/3 Uhr vormittag-, statt 8 Ahr vormittag«. und die 3. Briefbestellung um 41/4 Ahr nachmittags, statt um 4 Uhr nachmittags. Die Briefempfänger werden dadurch morgen« ihre Sendungen eine halbe Stunde früher erhalten, und nachmittags werden die mit Den gegen 3'/, Uhr einlaufenden Zügen von Frankfurt a. KL und Gelnhausen ankommenden Sendungen noch am gleichen Tage abgetragen werden, statt — wie bisher — erst am folgenden Tage.
•* Die Gesellschaft für deutsche Vildung hatte Freitagabend eine Veranstaltung. zu ber sie Oberftudienbirektor Dr. Llaubius 1 Dojunga aus Frankfurt a. M. als Redner gewonnen hatte. Rach kurzer Eröffnung durch Studienrat Dr. Faber, der den Vorwurf der Feindschaft gegen das humanistische Gymnasium wieder scharf zurückwies, ergriff Dr. Bojunga das Wort. Er führte die Rotwendigkeit der Arbeit der Gesellschaft auf da- völkische Elend und den Zwang, sich daraus zu retten, zurück. Den Grund, warum es nicht besser wird trotz der Einsicht aller Parteien und Stände, sieht er darin daß jeder Stand, jede Partei ihre enge Grundlage und ihren Heinen Gesichtskreis zum Maßstab der Einigung machen will. Abgründiges Mißtrauen und Unverständnis beherrschen die Gruppen des Volles. Wie dies zu beteiligen und an ihre Stelle Liebe und Verständnis füreinander zu setzen ist. entwickelte er kurz in einem Plan einer wesentlich auf die Erfahrung des deutschen Lebens gerichteten Schule. Eindringlichste Anschauung und tiefste« Erleben ber engeren Heimat, des Schrifttums unb ber Sprache. Der Kunst, LanbeS- funbe unb Geschichte be« beutschen Volkes sollen allen Deutschen, ob VolkSschüler ober nicht VollS- chüler, bie breiteste Grundlage verschaffen für ben Aufbau ihres Lebens unb Berufs. In blefer Gemeinsamkeit wirb erst die so arg vernachlässigte herzliche und sittliche Kraft des Volkstums über
Wettervoraussage für Dienstag:
Wollig, Gewitterregen, warm, südliche Winde, später etwas kühler und Nordwestwind.
DaS Hoch hat sich in südlicher Richtung bewegt und liegt mit seinem Zentrum heute Jubltcf) der Alpen. Unter dem Einfluß von Randwirbeln des nördlichen Tiefs ist Gewitterbildung zu erwarten.
Ihren glanzvollen Abschluß sand bi» Führung in ber H 0 spitalkapelle vor bem Altarschrein bes Heiligen Wenbelin, wo ber meisterhafte Vortrag baS erhabene Kunstwerk zu feierlichster Wirkung auf die Teilnehmer kommen ließ Unb alle waren sich einig, daß Besitztümer wie dieses, unserer Provinz erhalten werden müssen, bah es ber geschichtlichen und kulturellen Gntwicklling widerspricht, wenn oberhessische Kunst- und Kulturdenkmäler. tote es schon öfters geschah, ihrer Heimat ohne Rot entfremdet werden. . „ ____
Sn der Ruhepause lm Bahnhofshotel bei öcr ’rc*™ Liebe
Kaffee und Kuchen richtete Deheimerat De- ~ u« demStadttheaterbureau haghel als Vereinsvorsitzender an Professor 'et nochmal- dringend auf bie morgige Auf- Ra u ch herzliche Dankesworte. Unb sicherlich ge- 'u9ruJ26 ie deutschen Kleinstäbter" hören Veranstaltungen tote diese zu den dringend- PDn_ Kotzebue hingetotesen. da diese im Sommer ften Aufgaben unserer Geschichtsvereine.' denn eS tn 'einem datl wiederholt werden kann.
ist höchste Zett, weiteste Kreise mit Verständnis ~ Wa ldbühne. Zur Aufführung am zu erfüllen. Für bie Werte glücklich erhaltener nächsten Mtttwvch «Anfang 8 älhr abendS). bie Denkmäler unserer alten heimischen Kultur unb um von ber Witterung unabhängig zu fein, sie mobil zu machen gegen bie Gefahren, die un» ?teoer im K a t h. V e reinShauS statt- schätzbarem Kulturgut drohen, sofern sie auf miß- I sindet werden Karten außer an ber Abenbkasse verstandenen Erfordernissen unserer Tage beruhen. r?on 1/fß älhr ab) auch lm Vorverkauf — aller-
oing« nur in beschränkter Anzahl — bei Herrn
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SyÄ'iÄ Sfc =Äfc: KWÄ lÄ »Ä Scheine herzustellen unb mit Illustrationen Alt» I hübne" _ Kn hon ".nnr.,,
toidüh^d (frei f°ntm *“9^$ an diesem Sommer ungefähr 100 Kinder beteiligt, die
wichtige Greignlffc unb an hervorragende Rio» I sich (j» nad> ben Stücken in spn-»n n» \
mente aus Butzbachs Stadtgeschichte erinnern. Die „ itoet ©mVobe^ anehertn bi» & »n 50-Pfennig-Scheine weisen 7 verschiedene Abbll- sind«" utch KeKillN
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tourbe, 1321, öa e« sich mit Mauer unb Türmen eine Neunjährige ein ober zwei Lieber (innen versah und Stabttore ben Verkehr ermöglichten, Siehe Ameiae.^ 8 L ' nflC ’
gemahnt bas Griebler Tor. wie es einst zu — Uni er ®anxin in Olnt" R-ih» feben war und der noch heute erhaltene Diebs- Thema,' über bas Pf^rer D?a u f ekeltet ^abrhiT>nbprftUr2hi£> ^iadtkirche hat im 15. am Donnerstagabend um 8 Uhr im großen Saale galten, be3 Hotel Einhorn spricht. Während in Ober-
J b/n, 2ln,fan9 fireften die Polen mit ber Waffe in ber Hand
des 16. Jahrhunderts hinweist. Das imposante die SnbuftriebeUtfe an fiA *u rrfh»n
'n b QDeiffI?r Atratze mit seinem geben sie in Dmizig daran. auf dem Wege fried-
haben unb 1641 erbaut worden sein. Das Bild deS Marktplatzes von heute, bas ehrwürdige Zeugen vergangener Tage neben modernen Umbauten besitzt. stellt gleichsam eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart dar unb lehrt' ..Dem alten Grund sollst du vertrauen und mutig auf ihm weiter bauen!" Die Bilder zieren die Vorderseiten der Wertzeichen. Aus ber Rückseite erblicken wir neben dem Porträt des Landgrafen Philipps be« Dritten da- Stadtwappen und die Urkunde, die von Kaiser Ludwig dem Daher verliehen, bem Dorfe Dutzbach im Jahre 1321 Stadtrecht gab. — Die einstige Deschäftigung ber Dewohner beuten bie Darstellungen ber Handarbeit, ber Gerberei bie heutige bie ber Inbustrie landwirtschaftlicher und anderer Maschinen an. Die fruchtbare Wetterau umrahmt das freundliche Städtchen. Ihr Getreide- und Obstsegen Hilst uns die Rot heutiger Zett ertragen. — Die Vorder- 1 feite der 25-Pfennig-Schelne ziert ebenfalls das Dill) des schönen Marktplatzes, während die Rückseite eine Hüttenberger schmucke Trachtengrupppe mit dem Spruche zeigt: ,Wollt'r uns Inwendig sihg. bann müht er hin nach Doutschbach gihn."
Hansestadt eine polnische Hafenstadt zu machen. Roch werden diese Gefahren bei uns lm Westen viel au wenig erkannt, und beß- balb hält eS der Hochschulring deutscher Art für feine Pflicht, alle Kreise der Bevölkerung über die gefährliche Lage des Deutschtum« In Danzig aufautlären. Karten für den Vortrag sind in den Buchhandlungen FreeS, Rickert und Ferber zu erhalten.
London, 10.3ult (WTB.) Der „Observer" schreibt: DerKönigvonEngland habe persönlich innerhalb der konstitutionellen Grenzen zur Beseittgung der Schwierigkeiten eingegriffen, die infolge eines Irrtums im diplomatischen Vorgehen in der Frage des Stillen Ozeans entstanden waren, eines Irrtums, der auf die englisch-amerikanischen Beziehungen hätte ungünstig einwtrken können. Auf dem am letzten Donnerstag zu Ehren des belgischen Königspaares gegebenen Balle hätte sich König Georg längere Zett mit bem amerikanischen Botschafter unterhalten. Jetzt sei der Weg vollständig frei für die Einberufung einer Konferenz über die Probleme des Stillen Ozeans. Die britische Regierung sei bereit, die Konferenz an dem Ort und zu der Zett anzunehmen, die Präsident Hardtng wählen wird. Man glaubt, daß auch Japan und China in gleicher Weise dazu geneigt sind.
L 0 n d 0 n. 10. Juli. (WTB.) Reuter. Infolge des Meinungsaustausches mit ben Vereinigten Staaten, Japan und China, der nach der Erörterung über die Politik im fernen Osten und im Stillen Ozean seitens der augenblicklich in London tagenden Reichskonferenz der Premierminister eröffnet wurde hat Präsident H a r d t n g die Inttiative ergriffen indem er eine Konferenz auf Beschränkung der Rüstungen vorschlägt Dieser Konferenz sollen Besprechungen über die Lage im fernen Osten und im Stillen Ozean zwischen den am meisten beteiligten
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