Samstag, 10. September 1921
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen)
Zweites Blatt
Nr. 212
9. Sept.
8. Sept
Frankfurter
259,
680,
525,
500,
488.
655,
450,
4.85
8. 9.
Schweizer fronten
Ser
Wechsel auf
. . 100 Fr.
. . 100 fix.
100 L
100
100
259,
241,
630.
690,
Beginn des 1. DienstjahreS
Beginn des 2. Dienstjahres
Beginn des 3. Dienstjahres
75
75
80
80
85
90
95
820,
570,
fix. fix. fix.
1.30
584 -
3.-
5.50
$ fix.
vom vom vom vom vom vom vom vom Der
800,
442,
533,
477,
480,
375,-
780,-
480,50
65,75
5,37
13,36
1,03
die noch aus zurück.
Märkte.
Obst- und Demüsemarkt.
ab ab ab ab ab ab ab
Saturn: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm. Wien. . . . London . . Pari» . . . Neuyork. .
8.9.
5,95
3.23
5,90
Handel.
englische Außenhandel.
10,08 10,12
117,85 118,15
22,07 22,33
London, 9. Sept. (Wolff.) Der Bericht des englischen Handelsamtes für August besagt, daß der englische Außenhandel der letzten Monate sich noch nicht von den Rachwirkungen des Kohlenstreiks erholte. Die englische Ausfuhr betrug im August 1921 51 346 307 Pfund. Das bedeutet im Vergleich mit August 1920 eine Abnahme von 63 557 028 Pfund. Die englische Einfuhr betrug im August 1921 88 581 060 Pfund, was verglichen mit August 1920 eine Abnahme von 64 762 265 Pfund bedeute. Die Kohlenaas- fuhr zeigt eine Verminderung von über zwei
Marknotierungen.
Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:
Holland . . Deutschland Wien . . . Prag . . . Paris . . . London . . Italien . . Brüssel . . Budapest . NeuyorL. . Agram. . . Bukarest .
1.7.1 L
-r. 125,41
Berliner Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Brief
Sh. 97,8) ?r. 125,43 23,83
59,23
88,33
117,30
88,83
117,88
258,75 246,50 742,- 639,- 750,- 795,- 500,- 410,-
809,-
Man eänglingt durck irgcildnMklliMde nicht die Shitterbruft erhalten können, so reiche man ihnen daS bereits durch Generationen bewährte Nestle iche Kindermehl, welches durch feine itet9 aleichbleibende Reinheit und Güte die absolute Sicherheit bietet, dem Wachstum und Gedeihender Kinder förderlich »u sein, «Ws,
3056,90 3063,10 3031,95 3038,05
719,25 720,75
1266,20 1268,801258,70 1261,30 1743,25 1746,75 1688,30 1691,70 2107,85 2112,15 2062,90 2067,10
129,60 129,90 128,85 129,15
418,55 419,45
362,10 362,90 357,10 357,90
97,15 97,35 95,90 96,10
760,80 726.75 728,25 1698,39 1701,70 1643,35 1646,65 1288,701291,30 1248,75 1251,25
Millionen Pfund, die Ausfuhr vvn Eisen- und Etahlwaren von neun Millionen Pfund, die von Daumwollwaren fast 25 Millionen, von Wolle fast acht Millionen Pfund.
.Daily Mail" meldet aus Inverneß, daß der Sparfamkeitsausschuß unter dem Vorsitze vvn Sir Eric Geddes beschlossen habe, aus Sparsamkeitsgründen die Abschaffung der Ar- beitsbörfen anzuempfehlen. 'Desgleichen werde der Ausschuß die Beendigung der mesopotamischen Unternehmung und eine Herabsetzung der großen Ausgaben in Palästina empfehlen
Em Beschluß des Derbaudes deutscher Et- porteure.
'Nürnberg, 9. Sept. (Wolff.) Ser Ver - bandDeutscherExpor teure faßte in einer hier abgehaltenen Delegierten-Konferenz folgende Entschließung: Ein Zwang zur Fakturierung in einer ausländischen Währung würde die Vach frage nach deutschen Waren start einschränken und müßte, weil er die Besitzer der im Auslande befindlichen großen Marlbeträge zwingen würde, dieselben auf den Markt zu werfen, eine weitere verhängnisvolle Entwertung der Mart bewirken. Ein Zwang zur Fakturierung ausländischer Währung ist deshalb unter allen Umständen zu vermeiden Andererseits erkennt der Verband an, daß angesichts der politischen und wirtschaftlichen Lage es notwendig ist. möglichst viel Devisen durch die Ausfuhr zu beschaffen: er richtet daher an die deutschen Exportfirmen die Aufforderung, die Geschäfte, soweit als irgend möglich, in ausländischer Währung abzuschließen. Die durch den Export ausfallenden Devisen sind, soweit sie nicht für Importzwecke benötigt oder von Fabrikanten, die durch die Verbände gezwungen werden, in ausländischer Währung zu fakturieren, absorbiert werden, der deutschen Volls- wirtschaft zuzuführen. Die Ablieferung der Devisen an Privatbanken muß der an der Reichs- bant gleichgestellt werden, da sich die Veichsbant auf die Bedürfnisse des Exporthandels nicht einstellen kann und die Zuführung an die Privatbanken für die Volkswirtschaft gleichen Vutzen bringt, wenn die Rechsbanik mit den Privatbanken sachdienliche Vereinbarungen trifft.
185.50
6.225 0.60
7.05
44.75
21.79
25.55
44.-
1.375
586.- 3.- 6.20
9.9.
6,07
3,29 i 6,10
84,50
4,85
1317, —
5,48 i 13,75 I 1,03
. 100
. 100 . 100 . 100 . 100 . 1 . 100
Fl - Ml.
fix. = fix. = Fr. = £ = L. -
185.20 5.85 0.60
7.-
44.55 21.78
25.55
Beginn des 4. Dienshahres Beginn des 5. Dienstjahres
Beginn des 6. Dienstjahres
Beginn deS 7. Dienstjahres Beginn des 8. Dienstjahres ab 100
10,33 10,37
115,85 116,15
22,36 22,43
v. v. v. v. v. v. v. v.
Datum:
Slmlt erben • dotiert) Brüjjel.Antwerpen Christiania Kopenhagen ....
Stockholm . . . . • helsingfors Italien.......
London Neuyork Paris........
Schweiz Spanien Wien (altes). . • » Deuifch-Oefterr. . . Prag Budapest Bulgarien .... Konstantinopel. . .
lern ufto.) wett gehende zivilrechtliche Schadenersatzverpflichtungen entstehe».
Landkreis Gießen.
is. Steinbach b. Gießen, 9 Sept. Wenn auch die Grummeternte überall nicht aus- allen dürfte wie in normalen Jahren, so zählt unsere Gemeinde aber zu denen, wo in diesem Jahre überhaupt kein Kegel Grummet zu sehen ist. Die Wiesen, auch im besten Grunde, sind total verdorrt. Die Heuernte war schon eine halbe Ernte und ist durch den dauernden Futtermangel schon zum Teil verfüttert, da bei den meisten Landwirten keine alten Bestände vorhanden waren. Die Stoppelsaaten gehen infolge Mehltau und der weiter anhaltenden Trockenheit ein und somit ist die letzte Hoffnung auf Herbst- üterung h n äl ig Kartoffeln und Bunte I- rüben fallen auch zum großen Teil recht mäßig aus. Der für das kommende Jahr gesäte V o t - klee steht schlecht oder fehlt ganz. Als Ersatz wurde' sehr viel Inkarnat auägefät, aber er gebt anscheinend auch verloren. Wenn auch die Fruchternte gut ausgefallen ist, so kann sie alles andere nicht ersehen. Durch den bestehenden Futtermangel und die schlechten Aussichten auf das kommende Frühjahr werden die Viehbestände stark vermindert. Stroh wird hier in diesem Winter die Hauptnahrung für das Vieh sein müssen.
Mrcie Büdingen.
* Lißberg, 9. Sept. Das Fest der silber- nen Hochzeit feierten die Eheleute Schlosser- meister Julius Weih. — Trotz des trockenen Jahres zeigen die Obstbäume einen reichen Behang. Das gilt besonders von den Apfelbäumen an der Straße nach Ortenberg
ed. Aus dem oberenViddatal, 8. Sept. Der trockene Sommer hat fast überall den Bienenzüchtern geringe Honig ertrüge gebracht. Die hiesige Gegend scheint eine Ausnahme zu machen, da noch täglich Honig eingetragen wird, der aus Votkleeblüten stammt, die in normalen Jahren von den kurzrüsseligen Bienen nicht beflogen werden Kimen. Infolge der Trockenheit sind die Blütenröhren so kurz geblieben, daß ihr Honig von den Dienen gesammelt werden kann. Die höher gelegenen Gemarkungen des Vogelsbergs, die kaum Stegen bekamen, haben keinen Klee, also auch nicht diese einträgliche Spättracht. Dort kommen die Bienenzüchter nicht auf ihre Rechnung und müssen bei den hohen Zuckerpreisen erhebliche Summen zulegen.
Kreis Wetzlar.
* Hochelheim, 8. Sept. Am letzten Sonntag fand eine Vertreterversammlung des Kriegerverbandes .Hüttenberg" im Lokale unseres Kriegervereins statt. Erschienen waren Vertreter der Kriegervereine Großen-Linden, Lützellinden. Hörnsheim, Hochelheim, Groß-Rechtenbach, Dorn
holzhausen. Riederlleen und Ebersgöns. Von den früheren Bundesvereinen fehlten Volpertshausen und Oberkleen. Es wurde einstimmig beschlossen, den Verband weiter bestehen zu lasten. Die nächste Sitzung findet im Herbst in Grvß-Vechtenbach statt, verbunden mit Dorstandswahl.
Hessen-Nassau.
Chlorodont
Teuerungszuschlag zu den Kinderzuschlägen beträgt vom 1. August 1921 ab: in der Ortsklasse A 200 v. H., in den Ortsklassen B und C
Datum!
i '/. Disch, firiegsanl. 47. Disch. Reichsanl. 37. Dtsch. Reichsanl. 4 7. Preuß. stonsols Darmstädter Dank« . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellfchast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Treditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch.Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Dergw.. Gelsenkirch.Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Lisenb.-B. Oberschles. Eisenind. . Phönix-Dergb-Akt. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A.G.G Schuckert-Werke. . . Felten-Guilleaum«, . Daimler Bud.- Gisenw.- Akt , Adlerwerke .
47.Hess.Staatranl. , Elektron Griesheim.
Vermischtes.
• Die Japaner kaufen ihre Kunst- schätze zurück. Während die Japaner in den ersten Jahrzehnten der Europäisierung ihres Landes sich weniger um ihre alten Kunstschähe kümmerten und so viele hervorragende Werke ins Ausland gelangen konnten, ist gegenwärtig wieder eine leidenschaflliche Liebe zur altjapanischen
Aus Stabt und Land.
Gießen, den 10. Sept. 1921.
•* D ie Straße als Spielplatz. Da in letzter Zeit Klagen über Belästigungen des Publikums durch Fußball-, Schlagball- und andere Spiele auf der Straße laut geworden sind, sieht sich das Volizeiamt veranlaßt, darauf hin- zuweisen, daß Derjenige mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft wird, der auf Straßen ober öffentlichen Plätzen mit Steinen oder anderen Gegenständen wirft, wodurch Menschen beschädigt ober verunreinigt werben können. Ist die Handlung- vvn Kindern begangen worden, so werben die Eltern oder andere auf» fichtspflichtige Personen, die es an bet erforderlichen Aufsicht haben fehlen lassen, beim ersten Fall polizeilich verwarnt, im Wiederholungsfälle mit Geldstrafe bis zu einem ®rittd ber auf bie üebertretung selbst angedrohten ötrafe belegt Bei Körperverletzungen können auhndern für Den Täter und aufsichtspflichtige dritte Personen (El-
Kunst in der Heimat erwacht, und die Japaner laufen jetzt alles, was sie nur bekommen können, in Europa zurück. Dies mag ihnen in Ländern mit schlechter Valuta wie bei uns leicht werden, aber es ist auch in England der Fall. Darauf macht O. L. Marlow in einem Londoner Blatt aufmerksam. Japaner durchreisen das bereinigte Königreich und erwerben von privaten Sammlern wie von Händlern kostbare altjapanische Sachen, z. T. zu lächerlich geringen Preisen. So kaufte z. D. ein Hapaner in einem Antiquitätenladen für 10 Schilling eine japanische Schnitzerei, die der Engländer als ein „Puppenhaus oder etwas ähnliches" bezeichnete. Es war aber eine wundervolle kleine Pagode, die mindestens das Hundertfache des bezahlten Preises wert war. Da sich die Untertanen des Mikados heute auch bereits mitten im „Maschinenzeitalter" befinden, so sind für sie alle die Gegenstände vvn hoher Bedeutung, bie in früherer Zell von ausgezeichneten Arbeitern mit der Hand gefertigt würben, unb deshalb kaufen sie nicht nur kostbare Kunstwerke, sondern auch alle möglichen Gebrauchsgegenstände, * der guten alten Zeit stammen,
mc. Frankfurt a. M., 9. Sept. Die gesamten hiesigen Kleinproduzenten und Heckenwirte sowie solche aus der näheren Umgegend hielten gestern abend eine Versammlung ab, um gegen den Wucher, der dieses Jahr mit Kelterobst, hauptsächlich mit solchem aus dem TaunuS und Oberhessen, getrieben wird, Stellung zu nehmen. Es werde für Keltervbst, worunter auch das sogenannte Fallobst einbegriffen sei, hundert Mark für den Zentner verlangt, ein Preis, den die Produzenten niemals zahlen könnten, da es fönst unmöglich fei, den Aepfel- toein als Volksgetränk zu annehmbarem Preise auszuschenken. Vom Ausland lägen well günstigere Offerten vor und wenn bie beutschen Lieferanten fein Einsehen hätten, würde demnächst unsere Gegend mit vielen tausend Waggon Aepfel überflutet werden. Man wolle vorerst noch eine abwartende Stellung einnehmen, fei aber bereit, gegen den Obstwucher entschieden vorzugehen.
Züricher Devisenmarkt.
mc. Frankfurt a. 1, 9. Sept. Der heutige Gemüse- und Obftmartt war sowohl von auswärtigen Erzeugern, wie auch solchen auS dem Frankfurter Gebiet reichlich beschickt. Sehr häufig sah man vor allem Bohnen, ein Zeichen dafür, daß die Rachernte besser ausgefallen ist, als bie Vorernte Bei dem GroßhandÄ wurden Kartoffeln mit 73—75 Mk der Zentner bezahlt. Weißkraut 100 Mark, Rotkraut 120 Mk., Einlegegurken das Hundert 16—30 ML. Zwiebeln 100 bis 120 Mk. bet Zentner. Don hiesigen und auswärtigen Erzeugern wurden angeboten Wirsing zu 120—140 Mk., Spinat (sehr reichlich) 230—250 Mk., Weißkraut 100 bis 120 Mk., Stangenbohnen 350—400 Mk., Duschbohnen 300 —380 Mk.. Römischkohl 60—80 Mk.. Tomaten 120—150 Mk. der Zentner. Kopfsalat 60—80 Pf. das Haupt, Escarvl 50—110 Pf. — Am Obftmarft war ebenfalls reichlich Ware angefahren. Es kosteten: Kochäpfel 70—90 Mk. der Zentner, Drechäpfel 120—160 Mk., Dirnen 140—240 Mk., Zwetschen 240-250 Mk.. Pfirsiche 300—400 Mk. — Flußfische je nach Größe 3—9 Mk. das Pfund. — Lebendes Geflügel 8—9 Mk. — Sier unb Butter hielten die bisherigen Preise.
Mainzer Produkten-Dörse.
Mainz, 9. Sept. Die Börse war äußerst stark besucht. Futtermittel waren gegen die Vorwoche lebhafter, die Preise etwas höher. Kleie, Biertreber, Malzkeime und Roggenschnihel waren infolge der anhaltenden Dürre sehr gefragt Ebenso bestand großes Interesse für Futter, Hafer und Futtergerste. Sämereien waren, da die Rach- faat beendet ist, vernachlässigt; nur Luzerne und Rotklee waren bei etwa- höheren Preisen noch gefragt. Weizen, Roggen und Hafer sind gegen Die Vorwoche etwas fester. Das Geschäft in Rauh- futter und Kartoffeln war unverändert Daß sämtliche Artllel im Preise etwas anziehend waren, ist durch daS starke Smporschnellen der Devisen veranlaßt
na. Ridda, 9 Sept Der Viehmarktam Montag war verhältnismäßig recht gut befahren. Es waren 450 Schweine, 52 Ziegen und 62 Stück Rindvieh aufgetrieben. Die Preise der Ferkel waren recht wohlfell zu nennen; eS blieb etwas ücberftanb. Mehr begehrt waren Läufer und Einleger. Ferkel von 4—6 Wochen kosteten 60—80 Mark, 6—8 Wochen 100—140 Mk., 8—12 Wochen 180—300 Mk., Läufer 350—500 Mk., Einleger ZOO bis 1400 Mk.
175 v. H., in den Ortsklassen D unb E 150 v. H. Für bie Ruhegehaltsempfänger und die Hinterbliebenen werden die auS der Erhöhung dieser Teuerungszuschläge nach § 5 des Pensionsergän- zungsgesetzes sich ergebenden Folgerungen gezogen.
Im Hinblick auf die andauernden Teuerungs- Verhältnisse glaubt die hessische Regierung, auch für ihre Beamten ufto. eine weitere Erhöhung der Teuerungszuschläge zu den Besoldungen ufto. und den Kinderzuschlagen beantragen zu sollen. Wir beabsichtigen deshalb vom vorgemerkten Zeitpunkte ab auch für die planmäßigen und außerplanmäßigen hessischen Landesbeamten die Teuerungszuschläge zu dem Grundgehalt und Orts- zuschlag sowie zu den Kinderzuschlägen in der gleichen Weise neu z u regeln, wie es stlr die Reichsbeamten geschehen ist.
Die Teuerungszuschläge zu den Ruhegehalten und den Hinterbliebenenbezügen würden nach den Bestimmungen in Art. 46 Aos. 3 des vom Landtag bereits verabschiedeten neuen RuhegehaltS- gesehes sowie Art. 23 Abs. 3 des neuen Hinter- bliebenenversorgungsgesehes ebenfalls auf Die angegebenen Beträge zu erhöhen fein.
Die zur Durchführung vorstehender Maßnahmen erforderlichen Mittel belaufen sich auf annähernd 34 Millionen Mark jähr - l i ck. Der tatsächlich aufgewendete Betrag soll nach der Begründung zu tz 1 des Entwurfs eineS Gesetzes über die Feststellung eines zweiten Rachtrages zum Reichshaushaltsplane für das R Z. 1921 (Reichsratsdrucksache Rr.222) vom Reich ersetzt werden. Wie im Reich sollen die erhöhten Teuerungszuschläge alsbald zur Auszahlung kommen.
Wegen Dringlichkeit der Angelegenheit beehren wir uns Sie ergebenft zu ersuchen, gemäß Art. 56 der Hessischen Verfassung vom 12. Dezember 1919 möglichst bald eine Beschlußfassung . des Finanzausschusses herbeizuführen, vorbehältlich der von dem Landtag später zu erwirkenden Genehmigung.
Eine hessischeReyierungsvorlaqe über die Erhöhung der Teuerungszulagen.
Dem Präsidenten des Finanzausschusses des Hessischen Landtags ist folgende Regierungsvorlage ^gegangen
Aach der Regierungsvorlage vom 4 März 1921 ist der Teuerungs zuschlag zu den Grundgehalten und Ortszuschlägen dem Vorgehen des Reiches zufolge mit Wirkung vom 1. Januar 1921 ab in den Orten der Ortsklasse A auf 70 n Ä. in den Orten der Ortsklasse B auf 67 v. Sy, in Den Orten der Ortsklasse C auf 65 v. Sy, in den Orten der Ortsklasse D auf 60 v. Sy, in den Orten Der Ortsklasse E auf 55 v. Sy festgesetzt worden. Diese Festsetzung hat auch auf die Vergütungen und die Ortszuschläge der nichtplanmäßigen Beamten ufto Anwendung zu finden. Die Teue- rungSzuschläge für die Ruhegehalte und die Hinterbliebenenbezüge werden in der gleichen Höhe auSgezahlt.
Die Teuerungszuschläge zu den Kinderzuschlä» gen für die Beamten,Staatsdienstanwärter, Lehrer ufto sowie Ruhegehaltsempfänger und Hinter- blieb en en betragen nach der Regierungsvorlage vom 23. Dezember 1920 vom 1. Oktober 1920 ad in Ortsklasse A 150 v. Sy, in Ortsklasse b 125 v. Sy. in Ortsklasse C 100 v. H, in Ortsklasse D unb E 75 v. H.
Durch die fortgeschritten eTeuerung ist eine Erhöhung dieser Sätze notwendig geworden. Der Reichsrat hat bereits einem von der Reichsregierung eingebrachten Gesetzentwurf -ugestimmt, der eine entsprechende Erhöhung der Teuerungszuschläge vorsieht. Mit Wirkung vom 1. August 1921 ab beträgt hiernach der Teuerungszuschlag zum Grundgehalt und zum OrtSzuschlage für die planmäßigen Reichs beamten: in der Ortsklasse A 93 v. Sy, in der Ortsklasse B 91 v. Sy, in der Ortsklasse C 89 v. H., in der Ortsklasse D 87 v. H., in der Ortsklasse E 85 v. H. Vom gleichen Zeitpunkt ab erhalten zu ihrem bisherigen Dienst einkvmmen nebst Teuerungszuschlag :
Die männlichen außerplanmäßigen Reichsbeamten einen weiteren Teuerungszuschlag in der Höhe, daß ihr Diensteinkvmmen nebst Teuerungszuschlag das Diensteinkvmmen nebst Teuerunas- zuschlag eines planmäßigen Reichsbeamten Der ersten Besoldungsstufe ihrer Singangsgruppe erreicht.
Die weiblichen außerplanmäßigen Reichs- beamten einen weiteren Teuerungszuschlag bis zur Erreichung eines Gesamtbetrages, wie er sich ergeben würde, wenn unter Zugrundelegung des Teuerungszuschlags für die planmäßigen ReichS- beamten sowie des Ortszuschlags für die erste De- soldungsstufe ihrer Eingangsgruppe die Diäten- sähe betragen würden:
Frans burt a. M. 9. Sept. Dörsen- stimmungsbild. Im heutigen Börsenverkehr machte sich anfänglich wieder eine erhöhte spekulative Kauflust des Privatpublllums bemerkbar, die unter Schwankungen zu erneuten Kurssteigerungen für die in erster Linie bevorzugten.Sonderpapiere des lokalen Industriegebtetes führte. Das Gebiet der Valutapapiere konnte sich dem Einfluß des Devisenmarktes nicht entziehen. Es tagen nach festerem Beginn Deutsche Petroleum schwächer. Im Gegensatz zu den letzten Tagen war die Tendenz auf Dem Markte Der unnotierten Werte stark schwankend. Die Spekulation schritt zur Abgabe. Es wurden in vielen stark gediegenen Werten Glattstellungen vor genommen. Benz auf starkes Angebot 375. Hansa Lloyd 275. Chemische Rhenania ca. 630. Mans^elder Kuxe 6930. Am Montanmarkt war es ruhig und Die Speku- lation zeigte sich verschieDentlich realisationSlustig. Schwächer- lagen Harpener unD Gelsenkirchener Oberbedarf, die gesucht waren, stellten sich bei erster Rotiz auf 525. Ebenso zogen Elektro, Lahmeyer, Fellen & Guilleaume erheblicher an. Chemische Werte hatten mäßigen Verkehr bei uneinheitlicher Tendenz. Verhältnismäßig gut gehalten haben sich Bankaktien, wobei Dresdener Bank in reger Rachfrage standen. Schiffahrtsaktien blieben fest. Die Börse schloß unregelmäßig. PrivatdiSkvnt 37< Prozent.
Frankfurt a. TL, 10. September.
Börsenkurse.
verleibt rosige«, Jogendfrlidiee
I Antlitz a. ein rein, zarter Teint,
tf ■ KB Hw M» ■ 8 Alles dies erzeugt die echte
F.L " L _ AStedanDferd-SefB 8*ehHSl'lRflrCIKl öle beste Llllenmllcbsetfe HiBBi Will 116D8 ’• Bergmann » Co., Radebeul, überall zu haben
Büchertisch.
— Amecke, Dr. Marie-Charlotte. Praktische Schönheitspflege. Sin täglicher Ratgeber für Frauen. Mit 10 Kunstdrucktafeln. Verlag von Ernst Heinrich Moritz (Inh. Franz Mittelliach), Stuttgart.
— Trumpp, Prof. Dr. I.: Klein» kinderpslege. Körperliche Entwicklung und Körperpflege des Kindes im zweiten bis ficbenten Lebensjahre. Zweite, verbesserte Auflage. Mit 84 Abblldungen und 2 Tabellen. Verlag von Ernst Heinrich Moritz (Inh. Franz Mittelbach), Stuttgart. — Prof. Trumpps „Säuglingspflege" ist bekannt und Taufenden von jungen Müttern Der nie versagende Ratgeber gewesen. Zu diesem Werk bildet das jetzt vorliegende die Fortsetzung und notwendige Ergänzung. GS behandelt das Spielalter des Kindes, also die für das spätere Lebensalter ungemein wichtige Zeit vom zweiten Lebensjahre bis zum Eintritt in die Schule.
{3n einem Teil Der Auflage wiederholt.)
Dor einem Streik in Lille.
Paris, 9 Sept. (WTB.) Rach einer HavaS- rneldung aus Lille haben gestern Die Besprechungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern begonnen. Die Arbeitgeber lehnten die Vor- schlüge der Arbeiter ab. Die Besprechungen wurden als ergebnislos abgebrochen und die Arbeiter beschlossen, die Verhandlungen nicht Wetter fortzusetzen.
Gin Dergarbetterstreik in Amerika.
Paris, 9. Sept. (WTB.) Rach einer Meldung des „Rewyort Herald" aus Phlladelphia marschieren 800 streikende Grubenarbeiter aus Illineis auf Elifabethtown und Resirlar. Die Bürgerschaft dieser Stadt rückt« ihnen entgegen.
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Berlin
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