In linier em gestrigen. Bericht über ben hessischen Finanzausschuß ist ein sinn- entfteflenber Fester entstanden (55 muß heißen: Die Vorlagen, bett, den Umbau des Alten Palais, die Diensträume für die Kran- len lasse, und die Kraftwagen linie Mücke— ßitbem wurden einstimmig genehmigt.
7lu$ bm beMbn
Die Blhrnrluna d-S Saargebietes.
Berlin. n- Fevr. (Wolff.) Wie wir erfahren. beantragte die Regierungskommisfion des Saargebietes vor einiger A il den Beitritt btef Saargebietes zu den drei großen interna io ölen Verkehrsgemeinschaf ten, dem W l posttr-r in, dem W ltt> >egra phenoerern und der bi? durch ein '2ib ouimen über den inter alronalen Eis-rbilnfrachtvei lehr gebildeten Union. Diese An'rage w i d e r-> sprechen dem Friedensvertrage, weil nur Staaten Mitglieder der internatio^ nalen Berlehrsgemeinschaften we den firmen. DaS Saargebiet ist lein selbständiger Staat, sondern ein für eine beschränkte Zeit der Regierung des Wfetbunb-5 unterstellter Teil Deutschlands Als Teil Deutschlands hörte das Saargebiet auch nicht auf, zu dem Geltungsbereich des internationalen BerkehrS- abkvmmens zu gehören. Sein Vertritt zu Derlehrsgemeinschasten ist also weder praktisch erforderlich, noch rechtlich zulas ug. Er würde die Grundlage des im Versailler Vertrages niedergelegten Rechtsordnung für das Saargebiet verschieben, sowie die Rechte Deutschlands beeinträchtigen. Aus diesen ?jründen erhob die Re ich s r e g i e x u n g n mehreren Roten bei den zuständigen stellen gegen den Beitritt des Saargebietes zu den internationalen Derkehrsgemeuischasten Einspruch und erklärte, daß sie chn nicht anerkennt.
Das 6e;uitM;tifs3engnis vor der Lhe- i(t!thuna.
Son Amtsarzt Tr. Schupp ert.
Seit 3abwbrtkm bewegt die Frage, ob es nicht im Interesse der Rassennerbesierung geboten Ri, von Ehckandidatcn eine ärztliche Untersuchung zu fordern, von deren Ergebnis die Heiratsettaukmis nbzuhängen habe, iveite Steife. Nachdem schon im Fahre 1906 Pi ofessor Tr I. Schtoübe tn Berlin für einen gesetzlich beftimmten Austausch von Gesundheitszeugnissen vor der Eheschließung eingette- ten war. wuce. n in den Jahren daraus von dem Bund für Mutterschutz, dem deutschen Monisten hunb und dem 'Bund zur Erhaltung uno Wah ung der BoNskrast ähnliche Forderungen gestellt. Kurz vor dem Stiege faßte tne deiitsche Gesellschaft für Rassenhyaiene zur Sicherung eines nam Zeh und Tüchtigkeit ausreichenden Nachwuchses die G sichts- vmrkte der raskeuhngienischen Aufgaben in Leitsätzen Zusammen, unter denen der obligatorische Austausch von Gesundheitszeugnissen vor der Eheschließung als besonders wichtig hervvrgehoben wurde. Wal; cenb des Arien es trat ün Fahre 1916 der Aerztliche Verein -u Miuichen mit der Forderung hervor, es sollte nicht nur der gesetzliche Zwang zur ärztlichen Untersuchung der Ehetandidaten, sondern auch ein Eheverbot bei beftimmten Krankheiten angeführt wTvden. eine Maßnahne, die bereits d-r tzeid'lVerger Arzt F. A. Mai in seinem noch heute vorbildlichen wzicrl- und ranchngicml>cn Gesetzentwurf Dom Jahre 1803 angeordnet wissen wollte. Run gibt es an besonderen Krankheiten Leidende, die auf Grund der bisherigen wissenschaftlichen Er Nahrungen als für eine Lheschlstßung unbedingt uib- aeeigiret bejridmet werden müssen, wie B. Geschlechtskranke, Schwindsüchtige, erb> 1 t <f) belastete Geisteskranke, SrfiipadP sinnige. Epileptiker, rück'älligc und fraif hast hcixmliiflte Verbrecher. Für diese Gruppen bestehen bereit-.' in etwa einem Dutzend Staaten der NordamarifaNischen Union Eheverbote, in drei wei teren Staaten haben die Brautleute ärztliche „Ge^ sundheitSsäreine" beizubringen, um die staatliche Ehest im ligung zu erlangen
Bei uns in D e utschlqnd übern'ieg'en stet- die Stimmen berjenttrn. welche die Schtvierick iten einer derartigen Einrichtung für zu most hielten. ES führten jedoch die unter dem Einfluß der Kriegs-' Wirkungen mit immer größerer Deutliche t sch anf- drängeiUrn Fovderunflen quf dem Geli te der Be välkerungSposttik zu emem greifbaren Resu'tat, als auf Grund der von hex Deutschen Ge'eT.chast für Rassehygiene int Jahre 1917 veranstalteten Be- tatungen zahlreicher gefunth itspolilischer Bereinigungen hcsclftos'en wurde, an di' Regi'rungen eine ‘Angabe zu ruhten, in der ein Merkblatt für Ehe- schlirtz nde -ur Stualunn durch die St'ndesbeam- tut beim Aufgebot empfohlen wuche. Dieser Eingabe entsprecdcnd hat nun auch die Btrfoffnng- «bende De Usch'. 'Xcattonalrettammlung Un ll3r.fi 1920 ein Gesetz über den Personenstand verabschied het, wonach in das Gesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung r§m
(Siebener Staöttbcater.
Der lartüft — Die (Mtertcn.
Gießen, 9. fteüc. 1921.
Man tarnt Molch re io oft sehen, als man mag, anmer rotz her ist man npu neuem entzückt und hinge risl« Darum wohl gemd.> h e er Fr anrose. den man .iss ein huufaui aiUiM fcexznn eiu anpruitti. untenan Bcrst.äidnis so nahe
l'J» tfr Uuitf alabemiWy Poeiie. tue ec uns ex, iwa non ’inem franjöfti'dwn Literarhistoriker ..bei ।ticd-tcfU SchriUsteAer, een man sich denken kann aauiuu wurde und dem man BarbanLmuL. Ungenauigkeitm, langweilige Die- derholungcn und einen uuooyaniscki.m Stil v?i> warf Uns ist bei ihm gerate keine ungaunungetie Echreibwcise irertnou. Du dem Botkr . autv Maut steht", um ihui feine dxualtn uti.'cfrin Nedew n- mmsen ab.vildu|ir?iv " v u’em cuu t.T v - ii'i j: Resetn und «uft das Lesteu icttft m exuVvv
Sau hai ihm selbst da- C.-b-n unr^ v lt, dem armen So.ruspittcr, T') ate bir.'Ttoi, 2 in- QtQer und ung'üd. t-fzu Epe manu, der seine ^tü.te Msttep tmifenbcr.ei Abhaltung-it hinb.tuei " art’, ohne sich habet zu scheuen, 'eme eufi:, u 3. Diäten, von ankeren zu übernehmen imb her sich mir seinem Freimut mebr Feinde als mnint< Üfaif. Moliärr war kein lulttocr Bogel und s.me Stücke sind im Grunde genommen chensvroemg
6. Februar 1875 rolgenbe Bestimmung emjufugen ift: „Ter Standesbeamte soll dm Verlobtm und bmieriißen. deren Einwilligung nach dem G setz er- icr: 'rfuf) ift, vor Anordnautg des Aufgebots K w Merkblatt aus Händen, in welchem auf _by Wichtigkeit einer ärztlicr-en Beratung vor bet Ehe- schlietzung hingavieien wird- Ten Dort aut des Merkblattes bestimmt daS Reichs 1 jnbb-r'äamt.
Tiefe- „Merkblatt für Eheschki'i.ende" it nun feit ernt (fr.1 fflodieu erschienen und wird von den Standesämtern nach der gtfetliden Sorfdm t au&- gegtben. Tie in dem Merkblatt ausgestihrten Dar- lessunien gehen Davon aus, daß Gesundheit von Mann und 7)rau ein Grundv eiler für das G-mi der El>r sei. daß aber Ärankheu. Kummer und -sorge ins .Haus bringe. Dm dem Zusammenl-ebe.i in der iS he wurden Krankheiten übertrage- und ganz be» sonders konnten Binder von Armikhei'eit der Eltern beiroiien loerden, besonders unh ilvo l ’nen ^uber- tut eie. Okid-lu» 4 und Eei.'Lskrankleit n. urunk- juckt und der chronu'ck< Gebrmuh geivister Gifte. " 7ödalb sei es für ,edm, dec betraten wolle, heilige Bi licht, sich vorher über e.nen Ä stm h itSzuUaud zu vergewissern: für eine solche Prüfung trugen auch die Eltern der Brautteuch ,owie die Vor. mundschästsversonen und sonstige El ern»ertte:er tnr Verantwortung Ob eine Krankheit vorliege. die zur Zeit das heiraten nicht ratsam erscheinen lasse, das könne nur ber Ärztsage n. es sollen daher Verlobter und Ver^ l. bte zu einem Arzt, der ihr Bectrauen genieße, flehen und ihn um sein sachverständiges Urteil fc-tten Äon d-m Ergebnis der ärz.lichcu Befra- fluna sollten sich die Brautleute gegenseitig, bevor sie den endgültigen Entschiuß zur Verehelichung fassen, unterrichten oder sich durch Vermittlung ihrer Eltern, Vormünder über sonstiger Ei ter n-- uertreter Kenntnis gehen, wer dies unterlasse, begehe schweres Unrecht, bas sich bitter rächen könne. Es ist ferner noch auf die §§ 1333 und 1.334 des Bürgerlichen Gesetzbuches bmgewiesen. nach denen eine Ehe für nichtig erklärt werden tonne, wenn einer von beiden Teilen bet der Ehe^ schliestung nicht hinreichttid über die Persönlichkeit und die eiUichmden en Eigenschaften des ankeren unterrichte, gewesen sei. —
Es kann keinem 3wei'el unterliegen, baß diese fakultative Einführung des Gesundheitszeugnisses vor der Ehe gerade in der jetzigen Seit von besonderer Bedeutung ift und mit dem Bevölkierungsvolitiker und Sozialhygieniker werden manche für die Zukunst ihrer Kinder sorgenden Eltern diese neue gesetzliche Maßnahme mit Freude begrüben.
2Xtts Stfiöt und Land.
Gießen, den 10. Febr. 1921.
Hier Redaktion!
Den meisten unserer Leser ist es noch nicht genügend bekannt, daß die R e d a k t i 0 n nur den Textteil des Blattes leitet, während der Anzeigenteil (Annahme von Inseraten, Abonnements, Zeitungszustellung) von der (Geschäftsstelle bearbeitet wird. Die Redaktion wird durch falsche Anrufe kauernd in ihrer Arbeit behindert unk auch dem Anrufenden selbst entsteht ein Zeitverlust, wenn er sich erst mit der unrichtigen Stelle verbinden läßt. Leider ist im amtlichen Fern- prechbuch unter „Gießener Anzeiger" nur der Anschluß ber Redaktion 112 verzeichnet, während man die Geschäftsstelle unter Brühl'sche Universitäts-Buck- unb Steindruckerei mit Nr. 51 suchen must. Wir bitten daher unsere Leser, im beikerseitst- gen Interesse im Telephonverzeichnis unter Gießener Anzeiger einzutragen: Geschäfts-- st e l l e 51, und sich bei Annoncen, Offerten, Zcitungsreklamationen usw. nur dorthin zu wenden.
Die Umsatzsteuer für ,Zimmervermieter.
Mit Neberraschung werden, zahlreiche Wobnungsinhaber vernehmen, daß die durch Bermictung möblierter Zimmer erzielten Ein^ nahmen ber Umsatzsteuer unterliegen. In ber Tal war diese bereits im Jahre 1919 geschaffene Bestimmung bislang fast überall unbekannt ober vielmehr unbeachtet geblieben, zumal da früher die inzwischen aufgehobene Bestimmung bestand, daß die Umsatzsteuer nur von denjenigen erhoben wurde, die im Sälen» verjähr mindestens 3000 Mk. umsatzsteuer- pflichtige Einnahmen gehabt hatten. Dieser Fall lag wohl meistens nur bei Geschäftsleuten, Gastwirten und Pensionsinhabern vor. Seit dem 1. Januar 1920 besteht jedoch diese Stenerpflicht, auch wenn die Vermieter keine anderen, der Umsatzsteuer unterliegenden Einnahmen haben. Dio Steuererklärungen für das abgelaufene erste Veranlagungsiahr müssen nunmehr abgegeben werben. Diese neue Stenerpflicht ist geeignet, an die nun einmal nicht mehr zu dnbctitbe Tatsache zu er- trnern, daß bas Reich zur Bestreitung feiner schweren Lasten auf jeden erreichbaren Pfennig angewiesen ift._________
luftig. Fehler, Sckuvächen unb Leidenschaften, hie rr zum Gegenstand feiner Komödie 1 nimmt, drangsalieren ganze Familien unb bte Grenzen ber Rv- möbie merken, wie in Tartüfft, oft hart geftrnft
Unb wieder ist cs ber rragtichc Untergründ, ber bem Deutschen die Lust’viele Ptolisres w wertvoll macht Schlummert nicht auch bei Shakespeare die arag •üui unter bei Komödie? Unb gHxave wie Myli^re die tragische Stimmung über nun bet, unb nut welcher Feinheit er ihr das befrtienbe Lachen ab nötigt, ift bezwingend. Fn iedcr tragischen GesloU unb Situation erfntiu er fofori die verborgene Lächerlichkeit unb fröhlich zieht er sie ans Tageslicht Denn Malis re aber lacht, so verzerrt er rickr mir bü Lipven. um ein ©einen m verbe.gcn, sondern er lacht oon ganzem Herzen, und mit anftetfenker Unmittelharten
Man nennt Molchves tlomobien CtMTofter* lonuibieu. weil er feine $)<niptf.»*,<itt2n bvtu anleyt und ui ihren oerbo genften Tiefe i schürft. Du äußerlichen Borgon« vntcreifieren Um weniger, ci-5 bu bliche." Ünur? inbe. bu verborgenen Beziehunvn unb hie eteimen ®unelu deS dan- btlni Ec ichi'dert nicht nur ben Chamfter felbft, sondern aut lei ten Ei ’Nuß aut feine Umgebung. T-t Mcistertzevchter Tartüfte färbt nicht allein ai3 VktbuC - auf O gan ab. er macht ihn e^ntftisch. 611mm jitb hart, vernichtet m ihm bte Liehe ju jeaier (\tgu. leinen SiitUm, venäucht in die ..i-sprünglichsten Gefühle nh Güte. Gerechttg-
von der Fremdenlegion.
Der Zulauf zu ber Fremdenlegian har tm vergangenen Jahre derartigen Umfang angenommen, daß neuerdings angeworbene junge Leute w eder nach Hause geschickt werden. Die Fremdenlegion ist also allem Anschein nach überfüllt.
.Wettervoraussage
für Freitag:
Wolkig bis heiter, twcken, kälter, östliche Winde.
Unter bem Eirnluß östlicher und TwrboiUuöer Dochwinde ist mit Zunahme der Kälte zu rechnen
Veranstaltungen.
Donnerstag: kokel Etnborn, 8 Uhr, öffentliche Versammlung ber Deutschen demokro- kischen 3tubentenaruj>ve f-iicßen — Hörsaal d s PhM'ibalifckvn Infticutc-, 8>,» Ubr. Bort ag-.a^si > ber Oberhe,fischen Ge ellschoit für Namr-- unb Heilkunde, — Eafe Leib. 7l/t Uhr, Konzert und Sop Heilung ber Ehiemseer. — Lichtspieltheater wie gefteni.
♦♦ Amtliche P er sonalpach richten, Ernannt wurde am 3 Februar der 3t.ibientet an bem Wolsgang-Ernft-Gr-m asiann zu Büd ngen Dr Georg Appel turn Studienrat an bem Rea^ gnmnasium zu Gießen mit Wirkung vom l. Amnl 1921 ab. — Erledigt ift die mit einem evangelischen Lehret »u besetzende Schulftelc zu Tir- (ammen, Kreis Lauterbach Mit ber stelle war bisher Organiftenbienffc verbunden.
•' Eine 2 itzut, g der Stadtverordnete n-V e r sa m m lu n g ist aui Freitag den 11. Februar 1921, nachmittags 5 Uhr. anberaumt. Aus bet öffentlichen Tagesoronnng fleht: 1. Mitteilungen. 2. Erlaß einer gemeinsamen Prüfungsordnung für die fünf größeren hessischen Städte. 3. Benetzung des Slraßenaufsehets Ro.h in d«n Ruhestand 4. Gesuch ber Kriminalbeamten um Gewährung einer Stellenzulage, ö. Gesuch bet Garten- bauschule um Wcitergewährung eines 3ufmufp von 500 Mk. 6. Organifatio nber Gießener Wald- büfme; hier: Erhöhung der Garanliefumme. 7. Antrag der Streitleitung um Gewährung eines Zuschusses von 5000 Mk jur Bestreitung ber ent- ftanb.'nen Kosten gelegentlich des Generalstreiks am 13. März 1920. 8. Telephonanlage im etak bau* Bergstraße 20. 9. Brunnenanlage im Schlacht Hof: hier. Geav-ähtung von Kredit zur Bomahme von Bohrversuchen. 10. Beschaffung einer selbmchreiben- ben (fVasroage. 11. Mnebmigung einer Rechnung der Firma ^ack & JugHardt unb Tern & Eomp. 12. B.schasfung von Bur airräumen für das Arbeitsamt in ber alten Klinik 13. Umbau bes Geschäftshauses aui dein Grundstück des H. W.Rtnn an der Marburger Straße: hier: Gewährung etne* zinslosen Tarlchens. 14. Tispensgcfucke der Bau- genosfenschast 1894. 15 Erweiterung ber Fabrikanlage der Firma Bänninger G. m.v. H. 16. Erweiterung des Kredits jür bi- Beschaffung von WandtasJn für die Bezirksschule.
** „Wie wert e* bei uns kommen konnte!" Wohl niemand wird an tne Möglichkeit eines Däckerstr-iks glauben, aber, so märchenhaft es auch Ringen mag. Hamburg I>att< einen Bäckers,reik, wie bte von der Ortsgruppe Gießen ber Technischen Nochüsc im Schaufenste: der Fer- berfd)en Universnätsbuchhandlung im Seltersnxg ausgestellte Bilderserie beweift. Wovon btt Hamburger gelebt haben? Auch heute noch gibt ei „Heinzelmännchen", sogar . Hein^lfrancho 1", die selbstlos, aus wahrer Mmsckckick^eü und Nächst.n- Itebe in die Bvesch: springen, ine über die Lebens^ Notwendigkeiten ber ?lllgemeinl>eit anders denken, benen des Volkes Wohl höch>s Q^ot tm Denken unb Handeln ift Die „Heinzelmännchen" und ,,-iraucben" lieferten arut->3 Brot, rote allgemein anerkannt wurde unb sicher Missen deute noä> viele Hamburger nühl. wer für ihre Mägen sorgte. Auck- bet uns in Gießen haben bte „>5ernzelmcum- chen" und ,,-feauchen" eine Arbeftsgemetnschaft uno steilen nort-- Meisier. Gesellen unb Lehrimge beiderlei Gescheckus nicht nur nom Bäcker Hand- wett, sondern wu allen Berufen ein. Auskunft und "Anmeldung: Gießen, Oft--An1age 11, Fernsprecher 2034.
** Evangelischer Bund. Der Familien- abend am letzten Sonnlag war gut besucht. Nach einlcitenben BearüßungSroorten des Borsitzeuden. ber die RotivLnbigkeir ber Bunkesard^it hervorhob. hielt Geh. Kirchmrak Bro'esor D. vr^ Krüger den angekündigte'.i Fortran über bie e r b r e n- nung der Dannbulle". Jnd-nn der Rener aus t<i\ reichlich fließenden zeitgenö fischen Smnf- ten Luthers und seiner Gegner schöpfte, entmar er ein lebensvolles Bild ber inneren Entrorcklung Luthers seit 1513 unb rote* in Rarer Wn>e nach, daß die Verbrennung ber Bannbulle am 10. Te> itmber 1523 dos Ergebnis dieser innerpi Entwicklung war- baß bzr dawrck voslzagv« Bruch mit bet römischen Kirche um des Gewi sens und der Wahrheit roificn erfolgen mußte. Mit größter innerer Anteilnahme unb ^vannung lauschten die Sörer den etwa etnftunbtien Aus- fühn.ngen, die auf rotfknfrbdftliAer tfohe gt> halten, doch allgemein verftandftm b.ie^en unb leit und Ehre. 'D« brave (Hmirn wirb gezwungen, ihren (Satten in ein schmähliches <stref zu verwickeln. baS ibn auf immer ernvdrngcn mug unb auch Marianne mürbe ihrem Qfelxbten "hnt Tar. tüfses Einfluß nat;it kf>er m-g^en!omire 1 Selbst die gute alte Madame Per-e V: dehnt scmelwiRen ihre Begriffe von Schicklichkeit reichlich roe:t. Ein im unberührt von ihm bleibt das mrzüchende Kammermädchen To1 int. das mü unverwüMichtn» Quinär allen Mitgliedern ber Fami.« die Dohr« hell zeigt.
Die Lufführun- war unter hat Zerrung oon Adolf Lelekn ganz dem Äers^ Les Dichttrs angemessen unb at i#4em Betracht g'lunaen Mols Teleky selbst bot in tartüfft :ine Snttung non fei toter die 1*1 Lharolte i.iscr mi tie Matte waren Dorr und Geste, seine widertiche ScnnlufJ it, ferne Übertritt'-1" ■ytinraulu unb der olötzlich durch- bte<f«ibt Ha'v über dir immer untrer der hauch- lerisä e Stf icur der äot er^ batbeu glitt- Nack ihm baue Elärc Turf als Lammermabcken Donna TZoliäre» Geist am be" in e faßt Zn ihrer eiaenarr.- '-n Stellung, bte ihr mehr Ernfluß gt-» ro^ri, als den sinbern des Hauses, war lte der bdebmt« Schall, der immer »ut StR« ist, um rnnperamouoo'te B-nne turg n trmrer« »e.i tootl anzubriitgim Si' sprühte Humor imb Laune in ck r Spiel Demger lag ihr die Rolle der „ge- .■men1, Ealhos. wenngleich auch bett ihre Jar- svttlmisskraft auf durchaus künstlerischer Hohe
auch oem Standvunkt ber Gegner 2mhar- durchaus gerecht wurden Sie legten dm Wunsch nahe, ouck: in ähnlicher Wei e des Reichstages in Worms zu geb.nten. besten 400iibnflL Archertehr un Avril bevortzeht. — Line roeientlitbe Berfchöno» tung unb Bereicherung erfuhr bte BeraustaUimg m»ck hird) die Mitwirkung des ükmi ai en EHördes Evangelischen Arbeiier-Bereins. der unter Leitung seines rührigen Dirigenten, MufiklehrerS Gernhardt, mit schönen Olef an gen den Vortrag umrahmtc unb durch zwei Sätze, welche das Quintett des Vereins (Die Herren Gernhardt. Bavcrsdors, HeN'el. Junker. Dährum 1 wirkungsvoll und klangschön zu Gehör brachto’ sl Mi' b' ünbettm Tank an alle Mitn'irfenben rouib- 1 ttx Familienab nd ür den in ent e a ttomren <r ' We.s. wieder die Stadtftrche zur Ber Üsung gefteITt worden war, von bem Vorsitzenden geflossen.
** Hslzau-gabe Das Br^vstastrmt weift nochmals in enter Aekanntmackmng darau' Hin, daß die Bevölkerung jede Menge Holz erhalten kann zu den bekannten mäßrgen Preisen Tie hezittsrorise 'Äbfmiyma ist aufgehoben nerbai .unh ef bestehl die Mögiubleit, daß teber B'zugs berechtigte an jebem Lage in den Vormittags- ’ standen von 8—12 Uhr Zahlung auf bem Brenn tloifamt triften kamt Auch die Holzausgab« findet nickt mehr bezittSfveise statt. Der Devölk runa rotib einvfoblen. sich mit Holz auck für den n Lchsten Winter zu versehen, da nicht vvrausiusebea ist, wie tick die Kolftenversorgung für den nächsten Winrervurch eventuest erhöhte Kodl.mabliefeiun'ten an bte Entente gestalten wird
*♦ Rentnei-Bereiniguna. In einet am Mittwoch nachmittag im Hotel Köhler abge- balteneu Zu ammenkunit einer größeren Anzahl Rentner unb Rentnerinnen wurde nach einem »Heferat des EinberuserS die Gründung einer RenNicr-Bereinigung beschlossen. Ihr Zweck ist Die Wahrnehmung ber sowohl durch 011_ Per tenerung des Lebens Unterhalts rote die Steuer grsetzgebun-f sehr ins öinterUefren geratenen Interessen berjenigen. die weder Siaat-venuon noch sonstiges Einlommen b^ziel en. Es wurde etn vieviwrismer Ausschuß eingesetzt der einer 01 etwa 14 Tagen ftattfinhmben roci-eren flenemm- lintg, in ber auch ber Vorstand gewählt roeroen fall" weitere Vorschläge unterbreiten wird. Ter Verein wird sich t*r hessischen Lan^sveretntgvng m Tarmftabt anschlirßen hie ein Glied 1*3 über ganz Deutichland verbreiteten Verbandes ist.
" Kleine Mitterinngen. Vor einigen Tagen wurde ber Dieb festgenommen und in Unter- fumungshost gebracht, der im Wartezimmer einer hiesigen Klinik einen Mantel unb eine Ledertasche entwendet hatte. Tie Gegenftände ftänbe hatte er bereits verkauft, sie konnten aber Ivieber zur Stelle gebracht werden. Nur durch die Leichtgläubigkeit der Bevölkerung, bte von ledern unter ber Hand Sachen kauft, to rb den Ti'bstäh en Bottckub geleistet. Tabei setzen 'ich bie Käu er nodi der (Gefahr ber Hehlerei aus unb verlieren beu ge- .'.ahlten Preis. — Außerdem wurde ein lugerevtee Pärchen sestgrnommen. w Ickes von einem B-n ton zurn Trocknen aus^hängte Wäsche entwendet und bereits einenTril an denMaiiii gebracht hatten - - Das Haus Linbenplatz8 Heittx-r «Filiale ber Molkerri Griebs ging für 30000 Mk in den Besitz des Papier^ nub Schverbwarenhindlers L ™ Bingel über.
* Bornvtizen Die Literarisch, Qkfdl sckast teilt uns soeben mit. baß der voigeschene BottcagSabend von Kasimir Ed- schm id über Knut Lamsuw lrider im '«Vten Augenblick auSfallen muß, ba Edsckmid moälick schwer erkrankt ist Do eine spätere Dteberhofung brs Bott-agsabends unberimmt ist. fo nimmt Mf Wufitolicnb-inblung ChaNier etwa schon gelüst? Eintrittskarten wieder zurück. -- Eni »unter Abcud Frankfurter Künstler h -det am SamStag 71/, Uhr int Etnhorn statt «efriltgt ftnb bte bc tonnten Künstler Richarb von airnrf, Ol« Kehl. Mattin Pietsch, Frl Aenne O-born und Frau Lotte Wilter Ter Abend bringt Sv der, Tänz- unb Rezitationen -- Der Evanp Arbeit«rver c t it. ber erft kürzlich durch eine größere Rtwri- aufführung in der Stabthrd* bewiesen hat. baß « ihm ernstlich darum *u tun ist. VollsbtldungOarveu »n leisten, steht bereüS vor nnrr neuen äußeren Aufgabe. Am Sonntag ven 27. I. Mts fmbet tu der Turnhalle ein « olk-unter h a l t « n g s abend statt, an dem N-^Wtoftwl .,Der Mein- eidbauer" von Anzengruber 11 tr Aufführung flttangt. Die Vorbereitung^ fmb ’e^t Mvuaten im Gonge, fron her auhennbentlwtmi 34roKn(rftüen, bie bie AufMbrung auch in technischer Hm'Adt mit fick bringt, erscheint eine erfolgreiche Durchführung gesichett.
Kreis «lSfrld.
Up. Aus bem Bog-lsherft,9.Febr. Die P e l z p r e i s e sind gegen die qlziche Zeit deS Vorjahres gewaltig ^urückgeg'na n. Iw vorigen Fahre bezahlten bie Händler für bas Fell einet großen Stallhasen hls zi 15 Mk: heule gehen sie nicht mehr übet 1 Ml hinaus Für bie Maulwurfsfelle gab man bis iu 30 Mk daS Stück, heute zahlt man kaum 2Mk. dafür Aeußerft gefucklIm« ber Fuch-dalg- man ^-hltc Ger 600Dtf dafür, jetzt höchftenS 200 Mk ___
blieb Den gutmütigen Organ machte Kort Vv t ck durch überzeugendes Spiel glaubwürmg Sein* Gere^theit. feine vorring nommenb<tt, f p über bett Mißbrauch seiner Guimui^ett tanken glänzende Dichergate Karla Kell e r überraschte al- Fmu Llmire, bie sie »mz entzückend fP-dle Keine Rolle laa t>r bitzher fo am unb nrrnwHi ihr graziöses Smtt fö glücklich i cTau6*uiteO<u Erne ’dn ichöne Leistung zeigte H^rz v e ck ft et n hx der Tariüfie ähnlichen ük « t M ladalen Äe. ricku-dieners Sltinmn Brande» unb <e°rg Heding , mellen in bethm otuAtbtt hoher mit fcköner Einfügung «S Gemmrunel Lm t Rammel rtrtiwe rv Permlle.
fnroie bte Dtenerr» kannte gleich Maraktcriin’ck Vera Bonbzie, berodhrtt fick als Msrmmv. ebenso Oskar Fe i«e l al- Ldwaacr Oleanf
Fn be« Gezierten trat Else Loop et» beton abermals mtt mrf Glück ye.par unb strntt» m einer köstlich gefpvetzt TieuereOen uberbotnt ftch gegenfeuig Richartz Hellhorn unb Pau! V e h n e r t, der nqch^r als zerupftes Hütet durch feine femr.Tk* Gangart Loch^lven ourtölte. Gesctenacko5tt war barrt Ho e Bett al- Qnltt ber Zberpupren.
Ter gen« oorttcfftkftn AuMhrung fcxbawh fut bie aiebahotunflcn volle Häuser zu wünschen


