Ausgabe 
9.8.1921
 
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btifj bei ihrer Durchführung tn gemilberter oder

Berlin, 7.2lug. lieber den Zwischen

ten>

fall im O-Zug BerlinNorddeich, der zur Ueberreidiung einer französischen Bote mit

20,33

die

Kurs Kurs Kurs

255,

335.

Ar.

83,3)

6,65

6,

9.8.

Schweizer Franken

100 Fr.

100 Ar

100 L

100

100

Fl. =

ML. =

400

412,

164,50

157*50

338,

339,

8. R.

77,50

304 50 261,-

5.8.

77,50

6.05

16,87

1,22

8.8. 7,35 3,95 8,10

100

100

100

100

100

1 100

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Derbeleidigte" Herr» Langevin.

331, 294

935,

r

Kr.

5,25

15,75

1,23

124,90

349,35

292,80

81,21

629,65

165,

179,

159,

69 80 346,-

Ar. = Fr. = £ = ß. -

414,-

424,-

649,-

350,- 303,60

1015,-

123,35 352, 0

295,20

8',53

637.35

20,22 20,28 20,27

353,40

295,80

81,71

698,65

Ar 117.88

Sh 97,8)

Fr 125,4)

I 23,8)

verschärfter Form eine neue Periode der Preis» und

dem Ersuchen um Genugtuung für den be­leidigten Kapitän Langevin geführt hat, bringt heute derBerliner Lokal-Anzeiger" eine eingehende DarstellunaeineS der Haupt- beteiligten, des Majors Wtltz. Schweiß.

Major Schweif) erklärt: Ich bin der Pasia-

Satum: 3ürtd) . . . . Amsterdam . Kopenhagen. Prag Stockholm . . Wien London . . Paris . . . NeuyorK. . .

181.25

7.375

0.625

7.525

46.95

21.78

26.30

45.-

1.50

588.-

3 50

7.625

Markte.

Frankfurter Prodvltenmarkt.

Frankfurt a. M., 8. Aug. Die Klagen, aus landwirtschaftlichen Kreisen über den un»

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Dries

5.8. 77,50 79,40 76,80 71,- 170,- 3C3, 262.50 214,- 159,50 164,75 176,84 158,- 529,- 400,- 411,- 617,- 335,- 293,- 935,- 405,- 337,- 336,50 2,3,- 617,- 255,- 611,- 276,- 70.- 338,-

fteiflcrungen, eine allgemeine Verteuerung damit natürlich auch eine Vermehrung des No Umlaufes und infolge hiervon eine neue Mark­entwertung ein treten werden, also alles Erschei­nungen, auf denen bereits jetzt zu einem toelent«

333,

335,

6.7.

7,40 4,- 8,15

124,60 348,65 292,20

81/3

628,35

181.50

7.37

0.62

7.50

46.65

21.61

25.85

44.90

1.50

601.-

3.50

7.60

Kurs

8. 8. 77,50 76,50 77,25 70,75

170,- 303,- 262,50 214,75 190,-

161,75 176,75 157,36 535, 416,- 420,- 650,- 349,- 360,-

1010,-

4 8,- 339,75 342,- 286,-

6.5,- 260,- 615,-

Wechsel auf fioGanb .......

Deutschland.

Wien........

Prag

Pari» .......

London

Italien .......

Brüssel

Budapest .....

NeuyorK . .

Agram......

Bukarest......

Züricher Devisenmarkt.

8. 8.

1.7.11. Fr. 125,4) Fl. 59,?) Ar. 88,8) Ar. 117,10

Datum. 21m|ierb<rm» Noti erd Brüssel-Antwerpen Christiania Kopenhagen .... Stockholm . . . . ßelftngfors Italien London NeuyorK Paris ...... Schweiz Spanien Wien (altes). . . . Deutsch-Oesterr. . . Prag Budapest .

Bulgarien ....

Konstantinopel. . .

5. August. 8. Slugust.

24 7,50 2487,55 2499,95 2505,55

665,85 6 6,65 612,35 613,65 193^,45 1 38, 5 1043,95 1046,05 1246,25 1244,7") 12 2,20 1254,80

1663,30 1666,70 1678,30 1681,70

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

gier, der dem französischen Kapitän die bren­nende Zigarette aus der Hand geschlagen bat Der Sachverhalt war folgender: Ich hatte ein Bett neben seinem Kupee Nach Abfahrt des Zuges hörte ich eine sehr erregte Auseinander­setzung deS Franzosen mit dem Schlafwagen- schofsner. In seinem Kupee fast auf dem unteren Bett ein deutscher Acrr mit einer jüngeren 3>afic. die Polin zu fein schien. Später entspann sich eine weitere heftige Debatte zwischen dem Franzosen und einem Herrn des anderen Neben» abteils, der mit einem Kartenwechsei dieser Herren endete. Die Auseinandersetzung zog sich bis kurz vor Spandau hin. Dort zog der Franzose ein Zigarettenetui hervor ugd ft e cf t c s t ch t m Gange des Schlafwagens eine Ziga- rette an. Die Erregung der Mitreisenden halt» schon den Siedepunkt erreicht. Auf meine Auf­forderung bin trat der Schlafwagenschaffner zu dem Franzosen und erklärte ihm, auf dem Gange scj daS Nauchen verboten: er solle entweder in lein Abteil zurücktreten und die Türe schließen oder die Zigarette ausgehen lassen. Der Fran­zose trat darauf rückwärts in sein^Abteil, bli?b

; aber in der Türe stehen und fließ Die Türe, die der Schaffner mehrmals schloß, immer wieder auf. Nunmehr forderte ich den Franzosen auf, die Türe zu schließen oder die Zigarette zu löschen. Der Franzose reagierte nicht darauf. Ichwt c t> er­holt e meine Aufforderung noch mehrmals. Seine heftigen Erwiderungen in französischer Sprache habe ich nicht verstanden. Schließlich blieb nur nichts weiter übrig, als im Einvernehmen mit den anderen Mitreisenden zur Selbsthilfe zu schreiten. Ich holte mit der rechten Hand auS und schlug dem Franzosen mit einem kräftigen Hieb die brennende Zigarette aus der Hand. Der Mitreisenden hatte sich eine immer mehr steigend» Erregung bemächtigt Man rief, der Franzos« müsse unbedingt hinaus. Herr Langevin zog daraus die Notbremse. Nach Feststellung des Tat­bestandes wandte sich der Zugführer an den Fahr­dienstleiter des Vahnhoses Spandau, der zur Schutz Polizei schickte. Der Schutzpolizist, bei dann die Entfernung des Franzosen aus dem Schlafwagen vormthm, hat mit vorbildlicher Ruh, und Korrektheit gehandelt. Er forderte ihn mehr­fach auf, ihm freiwillig zu folgen, und legte ihm schließlich die Hand auf die Schulter. Durch Ver» mittlung eines deutschen Verbindungsoffiziers wurde erreicht, bah der Franzose der Aufforderung Folge leistete und der Zug weitersahren tonnte.

Die erste Auseinandersetzung des Schaffners mit Kapitän Langevin drehte fich, wie Maior Schweiß später von dem SchlafwagensHaffner Hörle, um das Verbleiben der schon erwähnten Seme in dem Schtafkupee deS Franzosen. Lange­vin hatte das Bett Dr. 7 bestellt gehabt, er­klärte aber, er nehme Bett Nr. 8, welches an­derweitig bestellt gewesen sei. Bet der Unterhal­tung darüber habe der Franzose den Schaff ner vor d i e Brust gestoben Wie sich dann herauSgeslellt Hai, ist der Inhaber des Bettel Nr. 8, also der Schlafwagengenosle von Langevin, überhaupt nicht erschienen. Der deutsche Herr und die Dame, die ursprünglich tn dem Aotri' des Franzosen sich aufgehallen hatten, haben nach dem Wiederanfahren des ZugeS den Schlafwagen verlassen.

Deutsche Techniker in Spanien.

Madrid, 7. August. (WTB.) Ente deutsche technische Kommission be­fährt die Südwestgestade Spaniens auf der Suche nach geeignetem Gelände für die Aufstellung von Luftschif sh allen für Zep­peline, die eine bedeuienoe Gesellschaft für die Beförderung von Passagieren -wischen Spanien und Buenos Aires benutzen will. Die Aeberfahrt würde weniger als vier Tage dauern. Sa8 britisch« Königtum.

London. 7. Aug. (WTB.) Neuler. Die Premierminister des britischen Neiches

1 richteten an den König eine Adresse, die ihre loyale Ergebenheit dem Throne gegenüber

1 zum Ausdruck bringt und erklärt, sie seien sich ! im Verlaufe ihrer Beratungen stets dessen voll bewußt gewesen, dah das wichtigste Bindeglied, das ihre soweit voneinander entlegenen Völker , zusammenschltehe, die Krone sei. .Unser Vorsatz ist" so heiht es wörtlich Wetter,daß keine Ver-

1 änfcerung tn unserem völkischen Bestände ober in > der Negierungsform die uns allen gemeinsame . Treue dem Reiche und feinem Souverän schwächen 1 foH.

Vränd*.

Berlin,» Dio. Auf dem Siedlungsgelände kVrdwestlich von Müncheberg brannte ehre dem tO6ft» und HeimstättenDercin Freiland in Neukölln S*' ige Dampsfägereimtt Hvlzvvrräte völl­

ig nieder. Dec Schaben wird auf rund eine Million Mark geschätzt.

Berlin, 9. August. Wie derBerl. Lokal-Anzeiger" aus Königsberg t. Pr. mel­det, entstand in dem unweit der Grenze im Kreise Ottelsburg gelegenen Dorf Fürsten­walde Grohseuer, das 10 Wohnhäuser eiaäschette. 15 Familien sind obdachlos.

sd Edenkoben, 8. Aug. Bet dem Aus­brennen eines Wespennestes in den Stillungen des Landwirts Weiskovf schlug die Flamme durch eine Wandöffnung und setzte im Nu «n 2lachbargebäude in Brand Innerhalb toe- nlaer Minuten stand eine Anzahl Gebäude in Flammen die vollständig niedeibrannten, da die Feuerwehren wegen Wassermangels nicht mit dem nötigen Nachdruck arbeiten konnten. So­gar die Dunggruben der Strotze muhten ihren In- balt zu Löset zwecken heraeben. Insgesamt brann­ten 3 Wvhnl>äuser, 4 Scheunen und 2 Werkstätten nieder. --

ltchen Teile die anhallenden Kurssteigerungen an der Börse beruht haben. AuS dieser Aussaifung heraus und wegen der unaufhörlichen Kauflust des Publikums setzte sich heule die Aufwärts» betoegung der Kurse, besonders in Industrie- und Montanwerten, in verstärktem Mähe fort, wobei von den letzteren oberschlesische Werte ebenfalls mit kräftigen Erholungen genannt wur­den. Im Durchschnitt hob sich der Kursstand um 10 bis 20 Prozent, für Harpener und Akkumula­toren um 30 Prozent, sowie für Phönix und Nheinische Braunkohlen um rund 15 Prozent, wobei erstere den Rekordpreis von 1000 erreichten Das Geschäft war namentlich anfangs im Groß» verkehr bedeutend, wurde aber später auf Schwan­kungen ruhiger und das Interesse wandte sich vor­nehmlich den genannten Papieren zu.

Franks url a. M., 8. Aug. Bors eil­st i m m u n g s b i l d. Am Devisenmarkt wurde die Tendenz im Lause deS Nachmittags unsicher, auch Noten unterlagen Schwankungen. Die Folge da­von war, dah sich die Tendenz an Der Admdbör'e bei ruhigerem Geschäft unregelmäßig gestaltete. 3n Phönix Bergbau erhielt sich weitere Kauflust und der Nekordkurs von 1000 erhöhte sich auf 1015. Oberbebarf fanden wettere Beachtung, 350. Besondere Beachtung fanden Mans elder Kuxe, welche in großen Posten zwischen 6025 biS 6415 umgingen. Lahmeyer, welche im Arg bot lagen, gaben 5 Prozent nach. Siemens u. Hallte, AEG lagen fest Nordd. Lloyd schwächten s.ch auf 1 9 ab Metall Bing, 375, fester. Entingerwerte stärker gefragt, besgleichen Zellstoff Aschafse.b rg. In regerer Nachfrage stanben ferner Feinmechanll Ratter, Siegener Eisen. Maschs. Karlsruhe, 76?, stiegen 14 Prozent. Brauerei ©inner 260, Filz- fad rll Fulda 579. Sehr begehrt waren Zucker- fabrif Offstein, 530. Der Schluß gestaltete sich fest.

Frankfurt a. M., 9 Augnst. Börsenkurse.

Franlfurt Bersin 2Ebenb- Abend- Schluß- Schluß-

günstigen Einfluß der trockenen Witterung ge­kommen sind, haben viele Hoffnungen auf eine gute Ernte zerstört. Es läßt sich anberfeitd aber noch immer erwarten, baß die jetzt häufiger aus- tretenben Negenfälle bald eine Aeaberung herbei­führen. Dies mag wohl auch ber Grunb dafür gewesen sein, daß sich die Preise in Futter Mitteln mir wenig veränberten. Die rege Nach­frage blieb bei fester Tendenz aber bestehen. Sehr begehrt waren Hülfenfrüchte neuer Ernte. Sä­mereien waren zur Nachsaat verlangt. Weizen unb Roggen erzielten höhere Preise. Besonders, trockenes Heu war begehrt. Auch Stroh sanb gute Aufnahme.

Frankfurter Obst- und Gernüfemarkt.

Frankfurt a. M., 8. Aug. Der heutige Marit zeigte dasselbe Bild wie immer: Gute Zufuhren an Obst und schwache an Gemüse. An Obst waren in erster Linie die Bühler Frühzwetschen vertreten. Die Preise er­fuhren eine kleine Senkung. Als Kurio­sum mag erwähnt sein, dah Bühler Händler, welche dort die Zwetschen für 3,30 Mk. nach Frankfurt verlauft hatten, heute hier dieselbe Ware für 2,60 Mk. aufkauften und nach Köln, Bochum und Hamburg verluden. Ebenso wur­den die Birnen, besonders gute Tafelsorten zu hohen Preisen nach genannten Plätzen ver­laden. Das Platzgeschäft war heute in Obst sehr flau, mit Ausnahme von Falläpfeln, welche zu Kelterzwecken zu anziehenden Prei­sen flott gekauft wurden. Am Gemüsemarkt waren heute seit langer Zeit wieder einmal holländische Gurken angerollt Die Preise stellten sich auf 6,00 Mk. das Stück und war keine rechte Kauflust dafür vorhanden. Das­selbe gilt für holländischen Blumenkohl, Preise hoch, feine Kauflust: Rotkraut wurde bedeu­tend höher notiert. Nachfrage lebhaft. Ein größerer Posten holländischer Stangenbohnen war eingetroffen und wurde trotz dem hohen Preise von 5,00 Mk. für das Pfund sehr schnell geräumt Weißkraut war reichlich angefahren und wurde zu anziehenden Preisen lebhaft ge­kauft. An gelben Rüben waren wieder nur geringe Zufuhren eingetroffen. Preise an­ziehend. Frisches Gemüse war von den Gärt­nern in kleinen Mengen angefahren und wurde zu ständig steigenden Preisen schnell geräumt. Einlegegurken waren reichlich angefahren, doch war die Qualität infolge der Trockenheit keine gute. Preise fest.

Frankfurter Schlachtviehmarkt

Frankfurt a. M., 8. Aug. Bei einem Rekord-Auftrieb an Großvieh hält für ge­ringere Qualitäten die sinkende Preistendenz an. 3n den übrigen Biehgattungen lagen Waren und Preis ohne wesentliche Verände­rung. Bei regem Handel wird der Markt ausverkauft Aufgetrieben waren: 1976 Stück Großvieh, darunter 31 aus der Tfchecho-Slo- wakei. 251 Ochsen, 81 Bullen, 1644 Ferkel und Kühe 562 Kälber, 64 Hammeln und 950 Schweine. Für Ochsen 400,05700,CO Mk.; für Bullen 350,00550,00 Mk.; für Ferkel und Kühe 180,00675 Mk.; für Kälber 400,00 bis 750,00 Mk^ für Hammeln 300,00500,09 Mk.; 625,00 Mk. für beste Kühe; für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1075,001300,00 Mark; von 80120 Kilogramm 1300,00 bis 1425 00 Mk. und über 120 Kilogramm 1300,00 bis 1400,00 Mk.; Säuen und Eber 1275,00 bis 1300,00 Mk.

Saturn:

6 e-e Disch. ÄriegsanL 4e/e Disch. Reichsanl. 37, Disch. Neichsanl.

4 70 Preutz Aonsols Darms'.ä.'ier Dank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gefellschaft Dresdner Dank. . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Ereditbank. H..Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Dergw.. Gelsenkirch. Dergw. . Harpener Dergbau . Oberschles. Eilend.»D. Oberschles. Eisenind. . Phönix-Dergb »Akt . Bad. Anilin» u. Soda töchster Farbwerke.

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1341,15 1343,05 1367,101369,90

193°,45 1033,55 1051,40 1053,60

8^58 8*62 8J3 8,77

101,95 102,' 5 101,95 102,25

Vermischtes.

Sin Raubmord im Harz.

* In Braunlage (Harz) ist der mit seiner Gattin zur Kur weilende Prokurist Brand aus Berlin ermor bet unb beraubt worben. Die Leiche würbe mit drei Sckußwunben im 'Salbe aufgefunben. Als mutmaßlicher Mörber wurde ber 20jährige Walter Kurt aus Lehe ver­haftet bei dem die Brieftasche unb anher? bem Grrnorbeten gehörige Sachen gefunben würben.

DaS Dampferunglück vor Kalifornien.

San Francisco, 8 Aug. (WTB) Der Dampfer .Alaska", ber bei Gureka (Kali­fornien) gesunken ist, war von Portland (Ore- | gon) nach San Francisco unterwegs unb mit Fahrgästen besetzt, deren Zahl vermutlich seine Ladefähigkeit von 200 Personen überstieg. Er ist -geaen eine Klippe 40 Meilen südlich von Gureka gestoßen und sank innerhalb einer Viertelstunde. In dieser Gegend ist die Küste sehr klippenreich unb bietet keine Gelegenheit für die Qanbung klei­ner Boote. Mehrere Dampfer mit Aerzten unb Krankenpflegern sink) sofort an den Ort beS Un-

glücks abgefahren.

Gureka, 8. Aua. (WB.) Bei bem Schiff­bruch beS Dampfers ,A laska" fanben 3 6 Rei- fen"beundl2Mannber Besatzung ben Tob. 166 lleberlebenbe würben hier an Lanb gebracht, bavon 30 mehr ober weniger schwer verletzt. Bis­cher würben 12 Leichen g.borgen. Das llnalück Uwrbe durch plötzlich cintretenben Be­bel verursacht. Beim Ausfahren aus Das Rifs erlitt baS Schiss sehr schwere Beschädigungen unb lauf inne, halb 30 Minuten. Bier Rettungsboote berAlaska" konnten zu Wasser gelassen werben, aber eines bavon stürzte um, so baß feine In­sassen inS Meer fielen. Mehrere Reisenbe, bie mit Nettungsgürtel versehen waren, würben mehrere Stunben später aufgefifcht. Sie f).eilen sich nur mit Mühe über Wasser, inbem sie sich an bie Trümmer des Wracks Hämmerten. Der Kapitän ber .Alaska" wurde zum letzten Male auf ber Brücke gesehen, alS das Schiff in ben Wogen derschwanb. ---------

Aus dem Amtsverründigungsblatt.

* DaS AmtSverkünbigungsblatt Ar. 114 vorn 8. August enthüll: Neifeveraünstigun- gen für Erwerbslose. Bezug von Nährmitteln. Straßensperre. Viehseuchen. Feldbereini- gung der Gemeinde Heuchelheim.

Für die Landgemeinden des Kreises sollen auSgegebcn werden: für brotgetteideversorgungs- bered)tigtc Kinder bis zu 12 Jahren aus die Marke 74 ber Nährmittelkarte B (rote Karte) 125 Gramm Grieß, bas Pfunb 1,90 OKE.; für die übrige brot- gttreibeversorgungSberechtigte Bevölkerung auf die Marke 84 der Nährmittclkarte C (blaue Karte) 125 Gramm Grieß, das Pfunb 1,90 Mk. Der Bezug bes Grieß kann in ber Zett vom 10. bis 20. August btreft gegen Abgabe ber Marke 74 der Nayr- mlttellarte B (rote Karte) unb 84 der Nährmittel- karte C (blaue Karte) bei einem Kleinhändler deS Wohnottes erfolgen. Dabei ist die Nährrnittel- fatte mit vorzulegen. Ginzeine abgetrennte Mar­ken sind wertlos. Mit dem 20. August ds. Zs. verlieren die Marken 74 unb 84 ihre Gültigkeit.

Straßensperre. Die Kreisstraße@6er- HabtOberhörgery" (Kreisgrenze) wird vom 8. bs. Mts. ab wegen Vornahme von Wallarbeiten ge­sperrt. Der Durchgang.verkehr ist über Münzen­berg. Nockenberg, ©ricbel zu leiten.

Der Nauschbrand bei einem Rind beS Heinrich Stark IV. zu Saasen ist erloschen. Die Sperrmaßregeln werben ausgehoben

Handel.

Berlin, 8. Aug. B ö r sen st im m u n gS- bild. Von ben neuen Steuervvrlagen ber Regie­rung wird an ber Börse allgemein angenommen,

Beklinntnm<tznnq.

Das Backen von Arankenbrot mutz in den nächsten Tagen eingestellt werden, da das erforder­liche Mehl seitens des Kommunalverbandes nicht mehr zur Verfügung gestellt werden kann.

Gießen, den 9. August 1921. 8690B

Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt.)

Vergebung von Sauarbeiten

Die zum Umbau des .Brauhauses" tn Grünberg in ein S^chSfamilienwohnhauS ^forderlichen Dachdecker-, Spengler-, Schreiner-, Schlosser-, Schrniri)e- (Trägerlieserung), Weiß- bindeo-, Glaser- und Ins.allotionsarbeiten sollen im öffenllichen Wettbewerb getrennt vergeben werben.

Pläne unb Vertragsbedingungen liegen vom 6. ds. Mts. ab bei bem Unterzeichneten, Regie- rungsgebäube, Lanbgraf-Phllipp-Platz 3, Zim­mer Nr. 18, sowie aus der Hess- Bürgermeisterei Grünberg offen.

Angebote, die gegen Erstattung der Selbst­kosten bei dem Unterzeichneten (Zimmer Nr. 18) erhältlich sind nach auswärts auch gegen Nach­nahme. sind mit entsprechender Aufschrift ver­sehen verschlossen und poft frei spätestens bis zum 16. August d s. Zs., vormittags 10 ll h r. an ben llnterzeichneten einzureichen

Die Eröffnung der Angebote erfolgt auf dessen Amtszimmer zum gleichen Termin in Gegenwart erschienener Bewerber.

Zufchlagsfrist: 14 Tage.

Gießen, ben 3. August 1921. 85510

Der obere BauBeamie ber Kreisverwaltung Gießen.

Eellarius, 3aur«K

Bullenverkauf.

Die Gemeinde Gröningen beabsichtigt einen fetten Dullen zu verkaufen. Schriftliche Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Freitag, den 12. August bs. 3s., nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen. 8677V Gröningen, den 7 August 1921.

Hessische Bürgermeisterei. Dingel.

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