Samstag, 9. Zull 1921
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheßen)
Drittes Blatt
M.158
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QNtrfeHtnrfe.
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Brüssel-Antwerpen Christiania . . - Kopenhagen . . . Stockholm . . . . ' Helsingsors. . . . Italien...... London......
Datum: . Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag Stockholm. Wien.... London . . Paris . . . Neuyork. .
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100 Mk. verurteilt.
Eine Reihe von Privatklagen wurde teils durch Urteil, teils durch Vergleich, teils durch Rücknahme erledigt.
Ans dem Amtsverründigungsblatl.
L. - Fr. - Äi. =- r - Äx. —
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Berliner Devisenmarkt.
Geld Dries Veld Dries
. . 100 MK. = . . 100 Kr. = . . 100 Kl. - . . 100 Fr. - .. \ £ =
•• DaS Amtsverkündigungsblatr CHr 98 vom 8. Juli enthält: Regelung des Verkehrs mit Getreide. — Mitgliederversammlung des Hessischen Schutzvereins für entlassene Gefangene. — Feldbereinigung Londorf. — Dienstnachrichten — Ausführungsverordnung zu dem Gesetz über die Regelung des Verkehrs mit Getreide.
Regelung des Verkehrs mit Getreide Wer mit Beginn des 15. Juli d. H. in den landwirtschaftlichen Betrieben Vorräte aus der Ernte 1920 oder aus früheren Ernten an Brotgetreide, Gerste. Hafer und Erzeugnissen hieraus in Gewahrsam hat, oder für wen solche zu dieser Zeit unterwegs sind, hat dies bis spa- testens 20. d. Mts. der Bürgermeisterei seines Wohnortes anzuzeigen. — Mit ®efängntö bxä zu einem Hahr und mit Geldstrafe bis zu 50 000 Marl oder mit einer dieser Strafen wird bestraft soweit nicht nach anderen Vorschriften eine schwerere Strafe erwirkt ist, wer die Anzeige nicht in der gesetzten Frist erstattet, oder willentlich unrichtige oder unvolMändige Angaben macht.
Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Hess ^i scheu Schutzvereins für entlassene G e s an- gene findet Dienstag den 12. Hust d. Hs. nachmittags 4i i Uhr zu Darmstadt im Sitzung-- saale des 2 Zivilsenats des Oberlandesgerichts (altes Gerichtsgebäude am Mathildenplah, zwei
triebSrätegelehes.
Schöffengericht.
Giehen, den 7 . Huli 1921.
Ein früher hier, jetzt in Frankfurt sich in Stellung befindliches Dienstmädchen hat seiner Herrschaft mehrere Blusen. 1 Kleid und Stoffe toi Werte von etwa 1300 Ml. entwendet. Wit Rücksicht darauf, dah alle Gegenstände wieder zurückgegeben wurden, und dah die noch sehr junge Täterin ihr Verhalten anscheinend aufrichtig bereut, erhielt sie eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen.
Sin Bergarbeiter und ein Kaufmannslehrling von hier find beschuldigt, im vorigen Jahre eine Waggvndecke. einen Steinbohrer und einige Schippen und Hacken entwendet zu haben, wahrend chr Vater diese Sachen seines Vorteils wegen an sich gebracht haben soll. Mangels ausreichenden Beweises wurden die Angeklagten fretge- sprochen. Lediglich der Vater wurde wegen unerlaubten Waffentragens zu einer Geldstrafe von
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gäbe gelangenden 350 Millionen Mark mündet- sichere Teilschuldverschreibungen der Aeaar- Attiengeseiischaft in Stuttgart findet vom 11. Zuu bis 15. September d Hs statt. Bekanntlich ist das Aktienkapital der Gesellschaft von 300 -Itu» Honen Mark vom Reich, von den Ländern Wurt- temberg, 'Baden und Hessen und sonstigen öffentlichen Körperschaften sowie namhaften Znduslne- und Handelsfirmen gezeichnet worden. 5ür Teilschuldverschreidungen haftet das ganze Vermögen Der Gesellschaft. Sie werden autzerde» durch Eintragung einer Sicher Heils Hypothek auf den zu erstellenden Kraftwerken sichergeNeUt. Zudem haben das Reich, sowie die Ufcrftaatcn Württemberg, Baden und Hessen für die Teilschuldverschreibungen und zwar für Kapital und Zinsen die Garantie übernommen Die Einführung der Teilschuldverschreibungen an den Börsen in Berlin, Frankfurt, Mannheim und Stuttgart ist beabsichtigt. Der ZeichnungSpreis ist 99 pn. die Zahlung kann sofort erfolgen, wodurch der Zeichner jetzt schon in den Genus; der 5 Mgen Verzinsung tritt Zeichnungen werden ander Dee offiziellen Zeichnungsstellen von allen deutsche« Danken Bankiers und Sparkassen entgegengenommen. Die Tellschuldveischreidungen sind tm ganzen Reich zur Anlegung von Mündelgeld zu- gelassen. Ausführliche Prospekte sind bei de» Zeichnungsstellen erhältlich.
Neuyork . . . . Pans......
Schweiz. . . - Spanien . . .
Wien (altes). . Deutsch-Oesterr. 'Prag.....
Budapest. . . Bulgarien . .
Konstantinopel
Landwirtschaft.
"Schafbockversteigerung. Die Versteigerung der Hährlingsböcke aus der ctamm- schäferei Sich findet nunmehr bestimmt am Donnerstag den 14. Huli, vormittags 10 Uhr in Lich statt. Die zur Versteigerung kommenden Docke stnd von einer Sachverständigen-Kommission ausgesucht. 16 Böcke sind der ersten und 14 Böcke Cer zweiten Klasse zugeteilt. Auster diesen 30 Hährlingsböcken kommen noch die beiden Stamm- böcke, die bisher mit Erfolg in Lich gedeckt haben, zur Versteigerung. Die Lannnböcke der Stamm- Herden des Landwirtschaftskammer-Ausschulles rm Vogelsberg werden am Mittwoch den 20. Huli, vormittags 11 Uhr in Götzen versteigert. Siehe Anzeige.
mc. Frankfurt a. W., 7. Huli. Die Ernte ist an ganzen unteren Maingau im vollen Gange. Heberall wurde mit dem Schneiden des Roggens und Weizens begonnen, während die Gerste schon
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330' — 290,- 813,- 403,- 337,- 318,50 283.- 522,50
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Gelsenkirch. Vergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Tisenb.-B. Oberschles. Tisenind. . Phönix-Bergb.-Ldt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Ettktr. A. E. l8.....
Schuckert-Werke. . . Felten-Guilleaume, . Daimler.......
Bud.- Eisenw - Akt. . Adlerwerke......
4e/„ Hess. Staatsaul. . Elektron Griesheim
Paris 8. Huli. (Havas.) Rach dem Hr«r- nal soll'die'Regierung von Angora die Abdankung des S u l t a n s gefordert ha!den^Dief« soll erllärt haben, er sei geneigt, zu Dunst« irgend eines Mitgliedes der kaiserlichen Familie atotudanken mit Ausnahme des rechtmästigen Thronfolgers, des Prinzen Abdul Wesched, bet der nationalen Partei angehöre^
geraume Zeit eingefahren ist. Wan ist »it der Qualität der Ernte nicht immer jufrwöen. Jiw- besondere wird über die Kürze des Strohes ge- flagL auch die Körner sind nicht immer mrsge- machsen und vielfach Nein und unansehnlich geblieben. Wenn übrigens nicht in den nächsten Tagen ein starker Regenfall eintritt, sind die Aussichten für eine einigermaßen günstige Grummeternte vernichtet. Die Wiesen zeigen tm Wuchs gegen den Heuschnitt nur ganz geringe Derande- rung, da durch die Trockenheit die ganze Dege- tation stehen geblieben ist. Das Obst f^t massenhaft von den Bäumen, insbesondere sind Zwet- schen zu hunderten unter den Bäumen aufzulesen.
Schlichtungsausschutz der Provinz Oberheffen.
Frankfurt a. M., 8. Huli. D ö rs en« stimmungSbild. Wemi sich das Geschäft bet Beginn nicht so lebhaft gestaltete so blieb Dte feste Grundstimmung aus den meisten Markten bestehen. 3m freien Verkehr vollzogen sich Srotzere Umsätze in Ph. Holzmann, welche von Setten einer gröberen Dank ansehnlich gesteigert wurden, 356.— 364.—, 365.—. Hulius Sichel konnten ihren Höchstkurs der Mittagsbörse mit 625 nicht behaupten, sie bewegten sich auf ermafagtem Jli- veau mit 613 - Deutsche Pettroleum schwankend, 850—, 855. Gebrüder Fahr 351.—. 3n Wontanwerten blieb das Geschäft ziemlich lebhaft- Es waren wiederum Phönix Bergbau bevorzugt, welche 16 Prozent auf 820 gesteigert wurden. Mannesmann, 655-, leicht abgeschwacht. Ober, bedarf zogen etwas an. 334V.. Kali Westeregeln, 560 - schwächer, Aschersleben lagen im Angebot. Chemische Aktien ruhiger, aber 6cbetbeanftalt gewannen 4. Farbwerke Höchst 2 Dozent. Lack- rabrit Schramm niedriger genannt Datt^ore bübten mit 470- 10 Prozent ein Hirsch Kupfer bei grobem Geschäft 400 plus S Prozent 2m Einheitsmarkt war die Ilmsatztätigkeit lebdaft Es wurden besonders stark gesucht 3ellfti>flAr Hindrichs Auffermann, Lüdenscheid-Metall. Der Schlutz gestattete sich auf Deckungen rege, bei allgemein fester Tendenz.
Frankfurt a. tUL, 9. Juli.
Datum:
5'/, Dtsch. ÄriegsanL 47, Dtsch. Neichsanl. 37 Dtsch. Reich sanl. 47, Preutz. Konsols Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Treditbank. H.. Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Bock.Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Bergw..
— 5 Teil schuldverschr erb un gen per Reckar - Aktiengesellfchaft m etuttggrt. Die Zeichnung auf die zur Aus-
Kr. 117,80
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Kr 117,88
Sh. 97,8)
Fr. 125,40 i 2330
und dann weitere 55 Prozent gewannen. Am Montanmarkte hoben sich die Besterungen meist nicht über 6 Prozent hinaus. Rur Harpener gewannen 9 Prozent. Rombacher 8 Prozent Am Markte der chemischen Werte fliegen -Lh. Goldschmidt um 30 Prozent. Slettrizitätswerte ftan- den auch heute mehr im Hintergrund, -^b^ftcr ging es in den Spezial werten zu, wo Deutsche Waffen 13, Hirsch Kupfer 15, Orenstein u. 5toppel 11, Stettiner Vulkan 21. Deutsche Katt lv und Westeregeln 15 Prozent gewannen. ‘^ctE*c* gung am Devisenmärkte war ohne groben Umfang. Rach der vormittäglichen Abschwächung trat an der Wittagsbörse eine Befestigung ein. Bon Schiff- fahrtSaktien waren nur Hamburg-Südamerilaner lebhafter und 10 Prozent höher. Der Rnlage- martt war nach wie vor ziemlich ruhig. Preutzische Anleihen teilweise um Bruchteile eines Prozentes niedriger. — Die Börse bekundete auch lebhaftes Hnteresse für Petroleumwerte. Deutsche Petroleum stiegen etwa 25 Prozent. Trotze Umsätze sanden nur in zu Einheitskursen Zndustriewerten zu vielfach bedeutend erhöhten Kursen statt.
Für 100 deutsche Mark wurden gezahtt: 1.7.1«. 7.7.
?2rr'9StoeftoT Schnell in feinen Ausführungen über den Wbau der ^ickchulen <n»r 121 des G. A.) die Leser gegen die Volk-- Aillehrerschaft scharf zu ^^en suchte.
„ «aot» Ob die gemeinsame Grundschule irgend- 5n «Sache auf der Welt etwas zu nutzen ver- tnan — nutzer den Standesbestrebungen der Botts E&efcr^toaft - weist ich nicht." versucht er M^ Ser to Rr 140 des G. A von neuem vor k— CBeftrebungcn der Dottsschullehrerschaft V Mn>«»rSrri6t .Di- Sinbeit»!<f>utc »urbc durch die Sozialdemokratie und die B«ttsschullcbrerschast. Für die Sozialdemokratie fotot die Forderung aus dem Gleichheitsgedanken
Die Vottsschullehrerschaft wird dagegen in der Hauptsache von Standesbestrebungen geleitet.
D^eiSführung für die letzte Behauptung SLrt bm Anfang des Beschlusses, den die
w .ÄÄ«-
er angeblich Warn- und Mahnrufe
wichtigen Teil des Beschlusses, den ich doch em- fügen möchte. Der Deschlutz lautet nSnilich. .Die ®nitf<bc Lehrerversammlung fordert die organisch gegliederte nationale ^nheitsschule. die mnen einheitlichen Lehrerstand zur notwendigen Bor «.«utu.nfl hat. und in der jede Trennung nach sozialen und konfessionellen Rücksichten beseitigt e.“ Der Deutsche Lehrerverein solgi blermit Kn grössten Pädagogen, benen auch Herr Di reftor Schnell wohl nicht nachsagen wird, datz sie hauptsächlich im Interesse der etanbe«beürebun- g?n der Vottsschullehrerschaft gelebt «nd gewirkt Haden. So sagt Diesterweg: „Wer den Fortschritt tn der allgemeinen Kultur will must die Aus- gseichung wollen und mit ihr das H^?p^^el Krselben die gemeinsame Erz i e h u n g n n b Bildung, must verwerfen die Monde- rang der Menschen nach den Vorteilen der Geburt desODesitzes und der DerusSarten, mub erhöhte Bildung, namentlich der sogenannten unteren Massen, wollen. Absonderung und Trennung führt nicht zum Heil, sondern Gemeinschaft Hat unS der Zusammenbruch unseres Volles und Vaterlandes nicht mit erschreckenderDeutlichkest Mc Wahrheit dieser Worte gezeigt? Ware es vielleicht nicht anders und besser gekommen, wenn alle Glieder, alle Stände des groben deutschen Volles sich besser verstanden hatten? Zu einem besseren gegenseitigen Verständnis ^djen ben verschiedenen Berufsständen und zu einer liebet brückung der sozialen Gegensätze inner^lb un. Vte* Dolles hätte aber sicherlich die Einheits° schule mehr beigetragen uls die Vorschillen und sonstige Sonderschulen. Selbstverständlich kann auch die SinheitSschule nur ein Faktor von vielen sein, die einen Llusgleich der Rialen Gegensätze herbeiführen sollen. — Herr Direttvr Schnell besitzt nun zum zweiten Male die „ Kühn beit**, uns im Kampfe um die Einheitsschule un- taatere Motive (StandeSinteressen die hier mir gleichbedeutend mit Egoismus sein können) unter- »schieben Die Vottsschullehrerschaft erkämpft die GinhettSschule und eine
düng, einen einheitlichen Lehrerstand nicht aus Standesinteressen, sondern tm Sntrnreffeter Schule und des Volles. Hedermann weist mtt uns datz letzten Endes das Wohl des Volles nicht blost von der Erziehung und Bildung einzelner Stände oder Schichten, sondern von der Hebung der Masse abhängig ist. Dast die durch die höheren Schulen Gegangenen daS Vaterland nicht allein retten Birnen (trotz aller Opfer) ist uns dtxh deutlicher und klarer geworden, als uns lieb ift. Diese Erkenntnis, die der Vottsschullehrerschaft aber nicht erst durch den fürchterlichen Zufarnmenbructz unseres Volles gekommen ist, trieb uns m Den Kampf um die Einheitsschule. — Rach den Ausführungen des Herrn Direktors Schnett kann die Einführung der Grundschule nur mit der Herav- Minderung der allgemeinen Dildungshohe erkauft werden. Riemand würbe das mehr bedauern als die deutsche VollsschuNehrerschaft. Keine Herabminderung, sondern eine Dettiefung und Vervollkommnung der allgemeinen Bildung fordern wir. Herr Direktor Schnell befürchtet die Herabminderung der allgemeinen Bildinigshohe der Akademiker: der Bildungsstand der Masse ist tont Rebensache. - Zum Schlüsse must ich noch ben durch nichts gerechtfertigten Vorwurf des Herrn Direktor- Schnell, die DollSschullehrer- schäft arbeite mit Schlagworten, entschieden zu- rüdtoeifen. Herr Direktor Schnell sollte wissen, dast die Einheitsschule kein Schlagwort ist. sondern ein soziales Problem, dessen Losung sich die Besten unseres Volles zur Aufgabe gemacht haben. Und an der Lösung dieser Frage arbeiten xmto wir aus innerem Qlntrieb mit. ilnb ich must Herrn Direktor Schnell weiter sagen, datz feine Ausftihrungen nicht nur bei einem Teil der Herren von der Vottsschule" — wie er sich fv tckktvoll auszudrücken pflegt — wenig Beifall finden, sondern bei allen Vvlksschullehrern: uns allen liegt bas Wohl und Wehe des gesamten deutschen Volkes am Herzen.
Rachdem der Schlichtungsausfchub am 24 Wai 1921 einen Schiedsspruch über die von mehreren oberhessischen Ziegeleien zu zahlenden Löhne gefällt hatte, kam es in den meisten Betrieben zu einer Einigung. Dagegen fand über die Lohne der Gallschen Tonwerke und des Tonwerks Abendstern auf Veranlassung des Staats- kommissars für die wirtschaftliche Demobilmachung sowie auch wegen des beim T^werl Abendstern inzwischen ausgebrvchenen wtrettS neue Einigungsverhandlung vor dem Schlich- tungsausschust statt, nachdem Die Verhandlung vor dem Staatskommissar und der von diesem gemachte Vermittlungsvorschlag nicht zum Ziel geführt hatten. Die Bemühungen, die Parteien zu einer Verständigung zu bringen, waren ergebnislos. Der Schiedsspruch vom 24. Mai 1921 wurde darauf für die beiden Betriebe aufr«ht erhalten, dem Tonwerk Abendstern wurde aber empfohlen, mit Rücksicht auf seine blonderen Verhältnisse toi Einvernehmen mit dem Betriebsrat und dem Fabrikarbetterverband ein ANord- system auf der Grundlage des vom Staats- kommissar vorgeschlagenen Spitzenstundenlohnes von 5 Mk. zu vereinbaren. Der Schiedsspruch wurde alsbald vorn Fabrikarbeiterverband angenommen, das Tonwerk Abendstern entschied ich jedoch für die Fortdauer der inzwischen er- vlglen Stillegung des Betriebes. .
Die durch Schiedsspruch vom 15. Hum 1921 für den Betrieb Wieseck der Zigarrenfabrlken H. B. Roll festgesetzte Arbeitsordnung wurde auch für den Betrieb Sieben der Firma Gg. Ph. Gail estgeseht. nachdem in einer Reihe anderer Dem Derein Der Tabakindustriellen von Gietzen und , Umgegend angeschlossenen Zigarrenfabriken in Oberhessen die Arbeitsordnung auf Grund dieses i Schiedsspruches vereinbart worden war und in i dem Gailschen Betriebe in Giesten keine befon- 1 deren Verhältnisse festgestellt wurden, die abweichende Besttoimunaen nötig erscheinen lieben. Die Entscheidung ist bindend nach § 75 des Be-
£arum tiämpft die Volksschul- Srerfchaft für die «inheits-
W schule?
3m Auftrag und Hamen des Kreisle hier- wtoA Giesten übersendet unS Herr D est - S7l - Wieseck folgende Erw^ung auf die Aus Mrungen des Her^ Direktors Schnell m Rr.140
Züricher Devifemnark^
Frankfurt --- - .
Abend- Abend- Schlust- Schlust- * KurS
Datum 7. Juli. 8. Juli.
.* 1058^90 1061,60 1060,90 1033,10 . 1258 70 1261,30 1253,70 1256,30 . 1640,85 1644,151640,35 1643,65 . 125,10 125,40 128,85 129,15
. 363,60 364,40 362,10 362,90
. 279,45 280,05 280,45 281,05
. 75,29 75,45 75,42 75,58
. 599,40 600,60 600,35 601,65
. 1268,70 1271,30 1266,701269,30 - — 964,- 966,-
Märkte.
Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.
Frankfurt a.M.. 8. Huli. Der Obstmarkt war sehr gut mtt allen der Hahreszeit entsprechenden Obstsorten befahren. Die Kirschenernte geht ihrem Ende zu. die Zufuhren lass« merllich nach. 2luch die Kauflust liest zu wünschen übrig. Es blieben Ueberftänbe besonders in Sauer- lirschen. Hohannisbeeren, reichliche Zufuhr«, Preise nachlassend, grobe Hebcrstände dasselbe bei Dirnen. Pfirsichen und Stachelbeeren. Hetdel- beeren grobe Zufuhren, starke Kauflust, Preise steigend, kein Ueberftand. Der Gemusemarkt war in den Hallen und auf dem Börneplatz aut befahren. Die Kauftuft war sehr rege und die Preise fest. Kartofteln reichlich angcfahre», Preise nachlastend. 3m Grvbhandel wurden bezahlt. Kirschen 3^0—4.50; Dirnen 2.80-^50; Pfirsiche 6.00—7,50; Aprikosen 8.00—9.00. Spit- tinge 5,50—6,00; Aepsel 2,80-3^0; Johanni», beeren 2.80 3,50; Stachelbeeren 3,00—3,50; SS* beeren 3^-3,60; Himbeeren 5 5^-7 00^ maten 3,50-8,00; Gurkni hollärtotsch«. 3,50-W deutsche. 180—6,00; Blumenkohl, holländisch«, 580-6,50, deutscher. 2,00-8.00. Erbsen 1^0 biS 220 Wirsing 1^0-1,60; Telbkaut 1^0—1,60; Bobnen grüne, 3,00—4,00, gelbe, 3,50 4,00, gÄ &ben. Pfund' 1.20-1,80, ^ad 0.^-0 70; Kohlrabi 0,50—0.80; Salat 0,50-0,90; Zwiebel» 1.30—1,80; Kartvffe/n, italienische, 1,30—1.60. hiesige. 1,30—1,50.
Mütter'sche Badeanstalt.
Wasserwärme Der Lahn am 9. Hüll. 17 Grad
(3n einem Tell der Auslage wiederhoki.)
Die Friedensvorlage Amerikas.
Paris, 8. Hüll. (WTB.) Rerchort He«V meldet auS Reuyork, dast Staatssekretär Hughet im Senat eine Fr ieden s v or lag e m« Deutschland vorzufchlagen beabsichtige^die derwck stark von Dem Versailler Vertrag abwetche, dast er aus eine Annahme Im Senat hoffe.
Anfrage der Deuftchen DollSpartei Wege« der schwarzen Schmach.
Berlin, 7. Huli. Bon verschiedenen 2W» geordneten der Deutschen VolkSpartei wurden W» Reichstage folgende Anfragen ^ntz^drachN. Rach verbürgten ZeitungSrneldungen ist in. d« letzten Tagen deS Monats Ouni mittags zwi ch« 12 und 1 Uhr auf Der LanDftraste GrieSheim— Darmstadt eine 72jährtge Frau von einem farbig« Soldaten Überfallen. In den die Landabe fän- menDen WalD geschleppt unD vergewaltigt wor- Den Wir fragen an: 1. Sind Diese 3eitung«mel* d7ng« richtig? 2. WaS hat die ^eichsregierimg getan, um Dem so schwer verletzten Recht Gem^ tnuna xn verschaffen unD vor allem die Bestrafung ^ Lätors zu fordern. 3. Ist die ^eichsreg.CTUNg bereit, eine Liste aufzHellen und der französischen Regierung tote Den übrigen ^^unglt- truppen unD auch Der OesfenMchkett zu ubrrged« Die alle Fälle enthalten in Denen Deutsche an Leid unD^ Leben, insbesondere deutsche Frau« in ihrer Ehre durch $ n g e D ö r 1 g e D er De- sahungstruppen angegritfen worden sttw. 4 Was gedenkt Die Deutsche Regierung zutun, um Die öffentliche Sicherheit auch in Den Gebietsteilen vor so schwerer Beein trä chtigurtotoie Den erwähnten zu schützen, die von ftanzösischen Trup- ! pen beseht sind?
Abdankung des Sultans.
Holland. . Deutschland
I Wien . . . Prag . . . Paris . . . London . . Italien . . Brüssel . . Budapest . Neuyork. . Agram. - . Bukarest .
g.Krenxpletz, 8. Wedel, Krenen-Drenerl», WallUrit».
Bur Zelbttbebandlnrra vieler Krankheite« emuneblt die ^trmn ©o&lmutb&Coj fdafi. .^urlwanaeniBad. Schwarzwald) tbre_»eii W ren roeltbetnnnten eiekiro-galvanischen ^lhwach ,'irom-AvvaraieL'iarkeRemeco, ^roschur.u.Prospekte und bei bet hiengen General-^erireiunllFrom Franz Tikomeit, Walllorstr. <■.>, koitenloö erbaulich.
Sitzung vom 5. Huli 1921
Dem Antrag einer Schwester auf Weiterbeschäftigung beim Dersorgungokrankenhaus m Gieben. das seinen Betrieb fett einiger Zmt hat wesentlich einschränken müssen- konnte mcht
«nslüsin- VssMle»
iet DtetofdOoe d« rtatrt- Re*f1**Ä bdonfce» **
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100 Fl. = 195. -
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KurS Kurs KurS
Treppen) statt. s m a
Dien st nachrichten des Krersamts. Das Ministerium des Innern hat der Münchener Zkünstlergenottenschafl und dem Verein bildender; Künstler Münchens ^Sezesston" die Erlaubnis er- teilt 6000 Lvsbriefe Der aus Anlatz ihrer in Der Zett' vorn 15. Huni bis Oktober Ds. Hs. stalt- finDenDcn Kunstausstellung im Glaspalast in München zu veranstaltenden Sach- unD Geldlotterie innerhalb des Bollsstaates Hessen zu vertreiben.
Handel.
Berlin, 8. Huli. Börsen st immungs- bild An der Fondsbörse herrschte anfangs r^e Kauflust für Zndustriewerte aller Art. Die erste Rolle spielten Augsbucg-Rürnberger Maschinen, die mit einer 31prozentigen Steigerung einsetzten
'M- cWihleii er Bauart, hmeiser
। Marke is glänz, beurteilt ostenlos durch die
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