Ausgabe 
9.6.1921
 
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baff 10 000 ffffchfirmr untCTgtbratfa tortben trrnk* ten uhd 3000 IM&rerirawn ifnb beute rod> -auf adjrcrftrilen bernxwbet Ange vtt» der ntrdx- foaren 9tot der 8000 stellenk» en unter denen Hd) rrrtnrre Imi'enb fttwg.r ü neuner befinden, Vro testiert bu deutsche Iunglckrerschast mit gröfftrr Ensickuedenbrit bagegen,^datz man letzt fogar noch bk vechewrtete Lehne i« aibtcilt, indctz der Lehrer mit ferner jfamilte brjtlo» ist

vermischte».

Em interessantes Experiment.

Berlin, 9. Iunr. Die gestrigr Vorstellung der Berliner Staat eoper tourbt* auf drahtlosem Wege gan » Europa zugänglich g-maxfit. In dem Spielraum der Over wurden Musik und (tiEfano von nukweren MtffvplZnicn aufnefangcn und aus Drahtletunflcn nach her Groizfunk- fiel Ie 5Tö n i n d ro » fter häufen getötet D-nch eine Lkbcrtragimp»nomditunn nnirk die Aus­nahme der Oper ordhttoö in einem Umkreis von 1200 ftm weilergegeben. Aus dreie Werse war e- möglich, nicht nur in aan& Deut ft'land, sondern, auch in London, Paris, Rom und 'licrn: bin <i den (Mana und die Musik der Berliner Oper au hören

Einstein in England.

Lon dvn, 8 Sinti Wie die Blätter melderr, anrb der heute aus den Bereinigten Staaten in Liverpool eingetrvffenc Professor Einstein mit Llond (Vxarrgf und bent Erchi'ch^s Don Canterbury zusammen treffen und daraus eine Vorlesung halten, bei der Lord Daldane den Vorsitz führen wird.

Einbruch bei der interalliierten üontroll- kommisston in Berlin.

Berlin, 8. Imn. (Wolff.) Im photogra- phisären Atelier der interalliierten Kon­trollkommission wurde in der 'Ziert vom vergangenen Samstag bis '.Phonton e i n ge­brochen und kür über 100000 Ml. Objektive und photographische Art'lei entwendet. Täter­schaft und Verbleib der Beute tonnten bisher nicht ermittelt werden.

Zusammenstoß eines Dampfers mit Eisbergen.

Parts, 9. Irnn. (WTB.) Nach einer LxnxrS- meldrmg aus Nrniyark ist kirn Mnrinear'enat in Boston ein drahtloser Äilferro eines Dampfers eingegongen, der auf dem Atlantischen Ozean mit Eisbergen autammengeftofkn ist. Man gla-.ibt, das; es sich um den englischen DampferSeapool" (4.5 000 Tonnen) handelt.

Ein Dors in Flammen.

Chur, 9 Jttnr. Das Dorf ©ent im un­teren Engadin steht in Flammen. Infolge DassermangelS sind die Lösä»rboitcn äufeerft er*

Hamburg, 8. Ium -Wolff.' Seit beute früh Vj4 Uhr ftrbt der lmitaus qröfcr Test M Betriebes der Kakao-Kom pagnze Theo­dor Rerchardt ©. m. b £>. tn Dandsbeck in Hellen Flammen. Die AkutsteoungLrr- ack: ist unbekannt. Das Feuer tonnte bis 6 Uhr früh auf seinen Brandherd nicht l*"f<6räntt werden. Menschenleben sind nicht »u beklagen Mehrere Personen wurden VdA verletzt

Was daS Reick beschlagnahmt. Waren im Werte von 13,7 Millionen Mark sind im April durch diS Uchcrwactuutgsorgane des Reichs- beauftragten für die Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr für verfallen erklärt worden. Außerdem wurden Sicherstellungen für Waren ausgesprochen, die etwa einen fScrt von 47 Millionen dar stell.m. Unter den verfallenen befinden sich Schmu ckfackm für 1 740 000 Mt, Wemüfc unö Obst für 1 300 000 Mark und Kaffee mit rund 1 Mil ion Mark Drin und Sotrituvien wurden mit einem Werte von je 880000 Mk. für verfallen erklärt, Zigarren unb Zigaretbm von 860000 Mk., lebendes Vieh mit 630000 Mk. Zollverfallerklärungen und Zoll­verwertungen stehen diesem Erfolg nur mit der bescheidenen Summe von 300 000 Mk. gegenüber. Am meisten beschlagnahmt hat die Inspektion West mit 975 Fällen von Verfall.', k ör.m-eu und Sicher- stellungeu. 3m ganzen bat diese Inspektion Waren mit einem Werte von 5Vs Millionen angefastt.

Cingeian&t

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

DaS Musizieren bei offenem Fenster.

Im Giebener Aöueiger wurde tünXich eine Pvluzeivevordmmg in Erinnerung gebraclu, wonach längeres Mulinieren und Singen bei offenem Fen­ster verboten ist. Dieses Verbot gilt sicherlick, auch für ftubentifdie Verbrndungen, scheint aber nickt allgemein beachtet zu werden So wird tn einer Studentenkneipe in der Mlhelmstraste lgs in die späten Abendstunden ausgiebig musiziert und gefangen: dm Samstagabend wurde noch um 12'/- Uhr das Klavier in Betrieb gesetzt, unb bei den M Gehör gebrachten Liedern spielte das Pia- nisstmo eine sehr untergeordnete Rolle. Es mag ja unbequem sein, bei Heistern Wetter die Fenster geschlossm- zu halten. Aber das Opfer must gv- bracftt werden aus Rücksicht auf Kranke und Ruhe- bedürftige.

Ein Anwohner der Wffhelmstraste.

Wie wir hören, sind auch aus anderen Stadt­teilen bei der Polizei ähnliche Beschwerden mit langen Namenlisten der belästigten Anwohner ein­gegangen, m denen ein fcbarferfrS Eingreifen der Polizei nächtlichen Ruhestörern gegenüber gefor­dert wird.

kchwert.

Märkte.

o. Friedberg, 8. Juni. Am dem letzten Ferkelmarkt wurden bn schleppendem Ge­schäftsgang folgende Preise verlangt: für 3 bi5 4 Wochen alte Ferkel 160203 Mk., 46 Wochen alte Ferkel 250350 Mk , 8 Wochen alte Ferkel 450 Mk.

yanvet.

Berlin, 8.Junr. Börsenstimmungs- bild. Dte Börse eröffnete tn ziemlich reger Tätig­keit, bie lkurSbcwegung nahm aber Time einheit­liche Ricktung, da auster w.iterm Raufen auch Ge- wftrnreali terungen erfolgten. Werte, wie Farb­aktien, Darpener, blieben bcHauptet. Erhebliche Besserungen, nanttnNich um 12 Pv.^. erfuhren Geilenkirchener Bergwerk, während vöck sick an­fangs 21 Pro-, nikdrrger stellten, den Verlust späterhin aber gröstt"nte:ls toteber einlulten. Sei­tens deS Privatpubli üms t at rege Stau Ruft für Industriepapiere zu Einlx-itskur en berrur. Men- kanische Anleihen leb!»st höher aus Neuvorker An­regung. Ter BanSakttenmarkt betnuptete i'etne Festigkeit, die Be ierungat waren febod) unwesent­lich. Teuffche Anleihen gut gehalten. Im späte­ren Verlause waren die Papiere des irrten Ver­kehrs im allgemeinen nur mäfctl fdtwmfeni>. We­sentlich gebessert waren Anglo Continental Guano, die 14 Pro- gewannen. Tevi enlurse nrtiten zur Schwäche im Einklang mit der Befelttgung des MarffurseS in Neuyork.

Frankfurt a. M., 8. 3uni. Börsen- stiw m u ngSbild. Die Gesamt Haltung war fest Namentlich auf dem Einheitsmarkt machte sich in verschiedenen SpHialpaperen eine rege Snuflust bemerlbar. Starke Nachfrage war nach Lackfabrik Sdyrannn, welche mit 40d 20 Proz geftetgert wurden. Höher stellten sich L'anfwerke Füssen, Spiegel und Spiegelglas. ChTMische Aktien ruhiger aber gut b'hauptet Clektno Licht und straft feuer. Montanaknen fest unter Bevvrrugung tx>n Gel><m- firebener u. Zarpener, .»pro7 Gotbmrxfuner batten ein bewegtes Geschäft 762, plrrs 11 P.oz eoösinend, geben diese auf Angcbol wreder aus 755 bis . ,, nach Im freien Verkehr VH. Lvkzmann -kJ.

I Kunstseide 1510.

Ein fraglicher Grabstein in Klo­ster ArnSburg. 3m neuesten Bande der hessi­schen Kunstdenkmäler, Bd. II, Kloster Arnsburg, von Prof. Dr. Walbe Darmstadt, hat Reg.-Rat Tr. Würth die erhaltenen Grabsteine beschrieben. S. 94. Nr 2, (von W'sten beginnend) lesen wir: Gfcabtfattc Höhe 1.76 Meter, Breite 0,85 Meter. Rand an der Innenkante mit Rundstab abgesetzt, so daß daS Mittelfeld vertieft ist. Im oberen Trittei gestürzter Schild: drei Früchte Mohn­köpfe? im Trcwag stehend an gefedertem Stiel. DaS Wappen ist noch nicht gedeutet. Steine Inschrift." InKindlrngers Verzeichnis der Grabdenkmäler in Kloster Arnsburg." (Walde, Kl. A. Anhang, S. 177) dagegen lesen wir:In- trigne puius modi: Allium oder Knobelach per modum cracis transversa m. Tiefe Deutung beliebt sich auf den fraglichen Grabstein. Tob indessen dieses Wappen sckion vor Jahrzehnten richtig gedeutet wurde, ersehen wir aus. August R 0 e S ch e n , Wanderung durch die nördliche Del- ter au, G;effen 1897, S. 68, wo wir diese Fest­stellung finden:Der zweithintersle (dieser Grab­steine, von Westen) trägt das redende Wappen der Familie Knoblauch (Allium sativum)." Dasselbe Wappen finden wir auch an anderen Orten der Prooin;, so auf Schloß Eisenbach bei Lauterbach, am älteren Burggebäude. N.

la. Aus dem Kreise Fulda, 8. Juni. Die Higeunervlage nimmt seil einigen Tagen besonders im westlichen Teile unseres Krei'es wieder Lberhand. Kein Tag vergeht, an dem nicht einige Trupps sich bei Ortschaften unlieb am bemerfbar machen. Die dortige Presse schreibt dazu: Es dürfte ratfam sein, wenn die Einwohner sofort mobil machten und diese Gesellschaft -um Abmarschieren veranlassen würden, eventuell unter Benutzung der Feuerspritze.

Berlin, 8. Ium. (Wolff.) Deute vormit­tag tam es in einem £xmfe der Ackerskraße zwischen helfen Besitzer Schuster und mehreren Mietern fru einem Streit, in dessen Verlauf ein Mieter dem Hausbesitzer mtt einem Messer die Lalsschlag- aber durchschnitt. Schuster verblutete in we­nigen Minuten. Der Täter wurde Der haftet

Behördliche Anzeigen

Bekanntmachung.

Die Verteilung der Zinsen aus der Wolf von Todtenw art-Stiftung findet sttf- tungSgernäß Freitag, den 10. Juni ds Is, mor- :enS um 5 Uhr, in der Stadtkirche itntt. Es »-rden sämtliche Bewerber bedacht.

Gießen, den 7. Juni 1921 6529B

Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.!

Bekanntmachung.

Aus der Start Ludwig Äirf ck-Stiftung find 97,71 Mart an bedürftige im Ditwenstand lebende G eßener Bürger und Witwen au vergeben.

Me dungen nimmt das D.chffavnsanrt, Garten- iraße 2, bis 30. Iitnr ds. Is. entgegen.

Gietzeil, den 6. Ium 1921. 65288

Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.)

Bekanntmachung.

Aus rer Christum Gerl«rd Ha st-Stiftung sind 205,70 Marr an :,elm ('c^ürfttgc Farmlien vzw. Witwer ober Witwen zu vergeben.

Me. düngen nimmt das Wohlfahrtsamt, Gorten- straße 2, bis 30. Ium ds. Is. entgegen.

Gießen, den 6. Juni 1921. 65278

Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.

Bekanntmachung.

Tie in Gemästheit des Reichsoieh- feuche nge sc tze s ausgestellten Listen der bcrtragspfticktngcn Pferde» und Rind­viehbest tzer der Stadt Giesten unb der Ge­markung Schiffenderliegen wähnend 8 Ta'<w vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung ab auf dem Stadthau- Bergstrafte 20, 3immer Nr. 3, zur Einsicht offen.

Einwendungen gegen die Einträge können'nur während dieser Offenl^ungsfrist und nur von den beteiligten Äehbesitzern oorgcbracht werden.

Gießen, den 6. Ium 1921. 65308

Der Oberbürgermeister. I. V.: Tr. Rosenberg.

Wegen Geschäftsanfgabe wirb zur alSbalblgen Räumung die gesamte Ein. richtiing her Fabrikation für Aevirlweiu, EelterS- waffer, Sekt, Lenk »iw. oollstänbig betriebs­fertig auch einzeln, verkauf!, al-:

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Außerbem: 1 Fankarreu, 1 Billard (Torfelberl mit allem <;ubcoör. 1 Ladcncinrichtuas für Svez.-Geschän unb vieles anberc. 6522

Beffchtigung jederzeit.

Frau Wilhelm Mayer

Kaiser^Allee 27. Telephon 1348.

5 r an h f »rt a. UL. 9 Juni, vtrlurer Tcvitenmarkt.

112-3^5 1132,151137,35 1139, GS

856,60

858,40

849,15 850,85

Berlin

Abend- Ädend» Schlutz- Sckluh-

259,

164,

243,

195,

246,

450,

450,

gezahlt:

950,50 955,50

715,-

570,-

458,75

563,

457,

Lur»

8.6l

77,50

8.6.

830

4,49

8 75

106,75

6.85

7.76 18,75

1,50

164,

160,

Kurs 7. 6.

77,50

122,10

319,65

250,70

66,28

529,45

88,83 117,88

97,8) 125,40

23,80

14,83

93,40

27,42

122,40

324,35

252,30

66,44

535,55

318,

530,

307,

Börsenkurse. Frankfurt

122,10

323,65

251,70

81

533,95

14,87 93,60 27,48

314,-

330,25 530 -

240,25

565,50

594, - 248,-

71,50

448,-

122,40

320,35

66,37

530,55

Datum: 1 7.1t. . . . Fr. 125,10 . . . Fl. 59,20 . . . Är 88,80 . . . str. 117,80

320,- 260,- 231,50

Kürs 76.

77,50 75,83

73,10 70,25

182,- 317,- 25850 228,- 183,75 164,- 164,- 145,84 474* 305^0 314, - 526,- 308,- 271,75 717,- 572,- 467,50

529,45 530,55 534,45 535,55

986,50 983,50 980,- 982,-

1146,35 1148,65 1151,301153,70 1481,- 1484,- 1488,50 1491,50

18,84

1,50

8,80

8,90

105,84

6.85

Vrblsel-Snttoerpe» . Cbriftiania Aopen t>age» Stodtholm ....* helsingfvr» Italien London. ...... Jleunorfc . .

Paris . . Schweiz Spanien Wien (alter). Deutsch Oesterr. . . . Trag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . .

Marknotierungen.

Für 100 beutfdje Mark wurden

14,78 14,82

27,27 27,33

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag Staatholm. Wien.... Landon . . Paris . . . Neuyard. .

Ibir»

8.6.

77,50 75,80

72,70

70,60 182.-

318,25 259.50

229,50 183,75 165,-

164,12 146,- 470,-

310,12 327,-

309,50 269,- 715,- 569,- 460,-

288,25 241,- 569,- 193,- 585,-

247,50

71,50 451,-

73,-

70,50

Ar. Ar Sh. Fr

Geld Vnei Geld Brief Datum: 7.3»nL 8. Juni.

Amsterdam. Notterd. 2217,75 2222,25 2222,75 2227,25

Datum. 5e/e Dtsch Ariegsanl. 4/. Dtsch. Rrich^anl. 3*. Dtsch. Beichoanl. 4% Preuh flonfole Darmstädter Banst . Deutsche Banst Disco uta« Gesellschaft Dresdner Sami . . . Jlationalbank f. D. . Mitteld. (IrebitbanN. H.-Amerist Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch Buststahlwerk D-Luremd. Bergw. (öelsenkirch.Bergw. . harpener Bergbau . Oberlchlei. Lisenb.-B. Oberschles. CEifeninb. . Phönix.Bergb »Akt.. Bad. Antlin. u. Soda Höchster Farbwerke. Elesttr. A. L.G Schuckert-Werke. . . Felten.Guilleaume. . Daimler Bud.. Eisenw .Akt. . Adlerwerke 4°. Hesf.Staatsanl. . Elektron Griesheim.

Züricher Devisenmarkt.

8.6. 9.6.

Wechsel auf: Schweizer Franken

Holland 100 Fl. = 196.50 198.-

Deutschland 100 MK. 8.90 8.75

Wien 100 Ar. --- 1.325 1.30

Prag 10O Ar. --- 8.35 8.25

Pans 100 Fr. = 47.40 46.65

London ....... i £ = 22.23 22.20

Italien 100 ß. - 28.40 28.20

Brüssel 100 Fr. - 47.40 46.65

Buda pest 100 Är. --- 240 2.40

NeuyorK 100 $ = 583.- &90.-

Ägram. .« . 100 Ar. 4 20 4.20

Bukarest 100 L. 9.50 9«30

Müller'sche Badeanstalt. Wasserwarme oer Lahtt am 9. Juni: 189 R.

Qn einem Teil her Auflage wieder holt.)

Jnterpiews der Reichskanzlers.

Paris, 8. Ikon. RcickSkaTtzler Dr.

Wirth hat dem Berliner Sborve txmbentrn des ,Matin" kine Unterredung gewälnft unb u. a. gejagt, die Kon seren- von Spa fei rme schwere Prvbe für Frankreich und Deutschland gewesen. Tas dattsck» Reich habe den Allfterdm damals in einer vollen wt.^ichaftlichen S*rifi5 einen beträchtlichen Teil feiner Kvhlenprvbudivn abtreten'sen. Wenn er damals die deutsche Politik geleitet hätte, hätte er der Entente eine sehr große Summe als Reparation an geboten Tann hätte sich der politische Horizont ein wenig früher auigehellt und man hätte eine kostbare Zeit gewonnen. Seit Spa hätten fit) die Bez, e- fyintgcn zwi'ckZm Frankreich und Deut'chland immer mehr und mehr verschlechtert: deshalb glaubt Reü^kanzler Dr. Wtrlh, datz btt Londoner

5?onserenH unter unmbrftigtsi pitxtriDmWfii Bedingungen begom«: nxrttm fei. c4 frt aber lebaualKlx bau Sctxianbtangm genhi ert seien Die lebige deutsche Regierung, untm'tüw txm der na>um IRdKbat deut.chen Bol krv e Bedingung cn de > II! 11

matumS au*fübreu. Rack mehr oder tw» Niger ;uvetb: Gtotuii'en könne man

unmöglich bu ProdukrtonsfÄnstou Druttchtands sestsetzat Tas fei em Heines atadenn^hnS Spiel, an dem goxRiie Bolkstmrtschaftler Geiatlm fänden, das aber n.m den Politikern ntitit enut »Kiummnt ju werden Ixraudj!, die tians genau nniiunt, wel­chen Ueberrai(tiun<h*n man sich mtSietze, nxam man ün turauxx ine iibuftriellen »uhbihw strtrse TeulKälaiiM fcfticgoi wolle. Die Recherung nx-rte sich darauf t>eschränffm, tnr b r a T11 i d> ft c e - tbobe »ii nrchcn, um die ÄeHamruntdiiflfclx ut xxjllein Umfange 3U erfüllen. Mehr als gtle MtvOcn seien ÄeldVohtiu>.'«t und SadXWirrungen gvetgnri, box S9eu M einer Ännäbcamg xu neben, /ansbe- ijnbrrc werde er alle Sorgfalt darauf vcmvnOnt, bafe m bem angeftchrtrn Zeitraum daS Ulti­matum eingeballen tonte

Der Reicksstlm-ler sprach bann über die En t- waffnungSlrage m Baorrn, d» er tot «ün- ftioer Weise beurteiltt. Er sagte, er jet nbcrjrjgt, das» es in Bavern keine gchern»2r SBahenbautf gebe und das; er irt eünnen 'Tagen ine Bürger- Waffen und die sctevevot Waffen ablufern nerve.

Wa-> Oberschlesien betrifft, erklärte Tr. Dirck, 0*encTxil DSffer fn Olerfdirvr. Er verteidige ferne tun den polnischen Aufständi­schen I^etoxibtni VanbÄortr (Fr fa ein tapferer Soldat und cut sehr enxoegentommenber UKoiul habe tue feste xxjffmnw, daff die mtrmllüerte ztannnissnm in diesen Tagen mit ibm ein Abtom- men trefren toetbc. Er l^itzr fctnc Autorität Über bcu ('lateral ober über feine Tnutont. Er werde ictud) das MrVütchftr tun, um ein EtnderftändurS ,iui)dxm den Parteien zu edfttl*tent Besondere ivvcreduigrnt müsse er der beutidxn Benölterunn in Oberschlesinr «nmebetben lassen. Sie habe Be- mnie einer inaljilxiitrn En.ielSqebuld gegeben, nn- lcr stützt txm der Hoffnung, doff Oberstes'en deutsch Hribai würde. Tie Cl<ridie,fer glaubten ttüht mehr ml dir Gerechtigkeit: ters fet eine sehr ge­fährliche Geist.-.^vena sniig. ES letzt mdltck Zeit, dah die iitenilliiertv Ätimnu sion die Rechte imb das Leben her bcntidjm Bevölterung fdjiOgt Tue fie ba*.' nidy, burai fa Oberscklesten vom Bürgerkriege bedroht Vhemanb fet v*TOTiM*t, feinen Lxrls dem Bürgrr darzubtttm.

iUddrftan^lcr Dr 9Mb erNätt. iud) vor Weffrnachten 'verde das erste Drittel des ReichSnotopferS eingegangai (an Icu iwt- wendigen Teil bet Einnahinen für tne AuSsührung der Reparationen werde er durch direkte Steuern verlangen. Das einzige ZZel seiner Politik fei. Die ^Wngungen deS UlttmatumS 91 erfüllen Er wünsche mit allen Parteien tn der fllegimmg luiammerctuarbritm.

London, 8. Juni. (WTB > Der deutsche Reichskanzler erklärte gegenüber dem Benckt^r- ftnttcr der Daily 9kews über tne oberschle.tsche Frage, eS sei zwecklos, die Tatsache zu verhktm- üdr:i, ba& das gesamte deutsche Volk sehr entt äuf <6t fei Tas datts<l»e Volk habe ermattet, baft die intcralliicrtfli Truppen in Obencklesr« die Sache ber Gereckttgstäc vertreten wütten. Er sehe jeexxb, bafe btflier kein Versuch gemacht we­ben fet, um tne Polen zu zwmgen, hie Autorität ber interallirertäi Mumnnifwn anzuerkennen. Erno Uarc Politik von fettm der Alliierten fei in Obev- fdjefien njhncmng.

Eine ftanzösische Note über Englands HandclSbezichnnqen za Rußland.

Loudon, 7. Ium. lWvlff.,Daily Ehro- nicle" erfährt, datz am 26. Mm der tratet,dx Aubemniiiffder dem britischen Botschafter in Patts eine sehr undyi>e von Briand unteriridjntÄ Note über ine >)andelsbe»rehungen m« Räte-Rufflaud überrcidx habe. Die 3tott enthalte einen energischen Protest gegen btc in Artikel 9 deS britischen AbtommsiS mu Rutz- land niebernclegten 0)runbsätze unb ci<nfa!15 fu-ffrtt tne durch du Entickilttbung deS brütidxn Appel- lationsgeridüs c,echaff<-ne Lag--. Briand legt bar, baß er den 'MdrmniieH gestatte, nach England nicht nur Gold, sondern auch lEHrrtoainere und Waren aus;uiühren, die nicht alS Eigentum der britischen Regierung mdenttftziett werden könn­ten Brianb er flirt, dadurch würden tne Fran­zosen ihres E-igentums, bas von den Bolsche- Tviftcn Imd^aqna^nt worden sei, verlustig gehen. Tie fran^ö ffche immg begreife voll Sommen die Notwendigkeit der Arefferaufnahmc wirt­schaftlicher Buchungen mit Rußland. Tir e fihnr jebodt nur erfolgen, wenn die frühere Schuld anerkannt und wenn die räuberische Gesetz­gebung der Sowjets für nichtig erklärt wecke Daher halte es tne fvanHösische «cgmmg in voller UebereWtirramniq mit der ErNc-ttint des ameri­kanischen Staatssekrttärs Hnghes für njfcg, bw englisckie Regierung su beradnibtigen, datz FranS- trid) ljch weigere, die in ÄrtiM'J auszedrücktc An- i<1n crsimt^mm und sich btt Rechte der ftmi- Kösffchen Bürger in aller Fnmi Vorbehalte

BEI EINIQEH

NACHDENKEN

Ätrt sich jeder, ee crlbt für die Schneiderei nichts besseres als die vorzüglichen, zuver bissigen, sparsamen Favorit-Schnitte.

Bullenverkauf.

Die Gemeinde Lollar beabsichtigt einen zum Sprung untauglich gewordenen gut genährten 2jähr. Simmentaler Bullen auf dem Wege des schriftlichen Angebots zu verkaufen.

Angebote auf per Zentner Lebendgewicht find bis zum 15. Juni 1921 bei der unterzeichneten Stelle ein« zureichen.

Iuschlagsfrist 3 Tage.

Lollar, den 7. Juni 1921.

Hessische Bürgermeisterei Lollar

Schmidt.6536V

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Ein deutscher Abend

unter freundlicher Mitwirkung von

Frai Konzert- B.Opentiigerii 0s LuM (topru), Bein Btm hrtrapanster Wilheta laßemaM, Karixmbe (Ehrenmitglied des Badl-chen Landeetbeatetnl.

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