Mittwoch, 9. März 1921
Erstes Blatt
M. Jahrgang
llr. 57
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I ZsnR» wnb geierleat Hoeatfl*«»tteeiwrf le: S ar 5. - Hw’4li<6!id) Irdqcrfo^w, bard) btt Post de;oqen Mark 5.75 «tichli-blich VtflcDgtlb. j 3«rn pr<d).»nfd)lui|e: firblt Sdpiftlriiunq 112f fit Dru*erti, Verlag j*b (Äeid)ati*fteDe 51. |idd)rift für Drahtnad>« richten Hiqelaer •lt|en-
PostlLe/toit»: Sranhart a. Dl. l|M6.
liaapMt Seifkee Hrbu lageanuemfr b» j«n HaAm tag vo'hiT ob*t jede Verdiitdlichkett. Prtl» tür l mm hobt tic ln\riqfn d 34 mm Drrit« önl.ch 35 DI. auswärts 45 Df: fbr Ntkl amt» Anzeigen non 70 mm Breite 150 DI VeiPlaY. vorichr |t 20 . Ruf chlag, ftaup:|4riftleher '3> g. »6fh Verantwortlich für Doli''k fleq ®oetj; |flr ben übrige» tril Dr. Veinbolb 3*n3i für be* Anzeigenteil; IS. Btch,
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
vnick und Verlag: vrühl'lche Unfv.vuch. und Steinöriicferei R. Lange. Schriffleltung, Gefchäflsfielle und vruckerel: Zchulftratze 7.
Dr. Simons und Fehrenbach über die Schuld am Kriege.
Das
aber
längs neuen
ttümmetun erreicht Ta
3chlüsfe cu1 dem Verhalten bei r’er cerxmtKort» lichen btigfeben DartT5rrof>cn i eb*.
2Sz te.e Bläßer oon tuiiÄnbiaa Stelle hören.
einen 39 Äiknrrter breiten ©dänbrlie f it irt Rheins und auf dreier Linie nahten tnt Zollposten erriditä werden.
Tie Belegung Püfitlöorfs.
Die -lbrcife der deutschen Delegation aus London.
Berlin, 8. März. l'Wolsf.) Die Blättermelbungcn, daß sich einige deutsche Sachverständige zur Wcilersührung von Pec- Handlungen in London noch aufhaltcn, entbehren jeder Grundlage. Die ganze Delegation verläßt heute nachmittag 2 Uhr London.
Wer tieied Ziel wird nicht bürgt der ariunbe 3rin i.<s
bte il a. bestimmt: Ter Belagern ngs- ßustand wird Der hingt. Die Ordnung barf unter innen Umständen gestört merken Die deutschen Behörden und öffentlichen Dienststellen werden unter brr Kontrolle der Besatzungsbebörde ihren priemt weiter versehen. Die Beamten bleiben an' ihrem Posten. Sein Streik wird geduldet. Jede Per,on muß ihre Identität nadwrisen können Jeder 9hr- lauf und jede Smtpgrbimg auf der Straße ist untersagt. Tie Ein- und KuSrtife in und aus oer befehlen Zone ist bti auf Weiteres unUragt. ausgenommen für die. welche auf ihrem Dege jur ar* bat die Grenze überschreiten müssen. Beim Erfen- bcbnt*-rfcbr ist ber Personenverkehr tmtoing nitcrfagt. Ärbeiierjüae und internationale T-Zugt sind ausgenommen. Der Güterverkehr wird durch eme Verordnung der Verkehrs* une» Verpstegunas- Scncralbircltion ber Ärmee geregelt.
Zensurmaßnabmen.
Koblenz, 8. März (DTB.) Die interalliierte Rheinlandkommission hat zwei neue Verordnungen Nr. 76 und 77 erlassen, die sofort in Kraft treten. Nach Verordnung 76 Tritt die Telephon* und Telegraphen- tenfur durch die Bcsatzungsbebörde während eines Zeitraumes von 8 Zögen, der immer wieder um dieselbe Zeit verlängert werden Tnnn, in Kraft. Ebenso werden die Dachrichten, die sich auf Bewegungen der Truppen beziehen, unter diese Zenfur gestellt.
Zu ber »efeBunj Düsseldorf» durch belqiitbe Truppen auf Befehl der belgischen Regierung fragt ber ..Vorwärts': S a_B lagen hierzu die belgischen S o 11 a 11 »t e n, vor allem bte vrer Sozialisten, bte Mitglieder oer be£gifd>en fioaltoniregrming sind? 3eu flneq> ende haben rmr uns fci ähnlichen Fragen, dte die Haltung ber belgischen Soziale len beriefen. stets ror.tcKgctcnber Zurückhall^ng auf erlegt 3 y aber ist ba; Maß doU! Tie belgischen Sozalinen heb n mit keinem Dort gegen die Par ser B-fchkü V- po* tefhert. tx>i denen die belgischm Gewerffcha'ten anerkannt baden, daß sie das deutsche Proletariat zu einem Sklavendasein verurteilen Um nun ty Turcb'übrung dieser Beschlüsse zu erzürn gen. laßt das belgische stab nett nul feinen vier sozialrimchen Mitgliedern, umer Durchbrechung des Fr.e.uns* vertraa^s neue deutsche tt :tt? beirre i SM d r soiralnuichcn Konferenz nre? der deuricke Una5- bär.^:;e Tr Hiller ding, um die »wette .stnternatw- nale zu biiheVrieren. auf bad Verhalten b r betin- >rfrm 3eitaIifTc?t zu ben Pariser Be'ch'ü' m b n 3a Inb e: uns tut, fv mflh'en wr sagen, rüter^ing bat durchaus recht! Dir erwarten oon :<m Bureau der Internationale. daß es zur Lahrur^ dcr Ebre der zmeiten Internat onale dir rötigm
Ueberraschendc englische Prefsekoutmeutare.
London, 9. Mär». (WTB.1 3um ©»eitern ber Londoner Konferenz schreibt „Manchester Guardian", Llovd George tobe einem Wea eingeschlagen, der in direktem Widerspruch zu oen nationalen Interessen Englands ftche imo einen offenfunbigen Bruch des tyrtc- denSvertrages bedeute. Der ^.tebatlrertrag berechtige nicht »ur Anwendung dieser Zwangsmaßnahmen.
„Westminster Gazette" ichrnb', die Regelung der Revarationssrage scheine weiter entfernt als je zuvor. Tas britische Volk glaube, daß der .Weg, ein 6 5-M illionenvolk zu vernichten, in einer Katastrophe cn dt- o e n werde, deren Hauptgewicht auf Frankreich fallen werde. , . v
Der „Star" schreibt, mit bem eritrn odtritt ber ersten Soldaten beginne die Eröffnung einer neuen Kriegsschuld und die S ch a f f u n a einer neuen Gelabt. Zu.,l ich 5erl^’J,oro°^ der Wille als auch tne FähtgkeU Deutschlands, zu bezahlen, verringert.
„Corning Standart memt.d^Besetzung von drei rheiinschen Städten werde tut exc Entente kein Wunder wirken.
Deutsche Pressestimmen.
B e r l i n , 8. März. (Priv.-Tel.) Tie Abe n b- blätter heben einstimm g beroor, bau das Zn- krait.etzen ber Sanktionen den B ru ch des Fr\ie- densvcrtrageS von Versailles und ben Beginn eine- neuen £riege6 bebrütet, in dem wir nur mit den Dosten ber Moral und des Rechts kämpfen können Selbst m der kommu* nistischen „Roten Fahne" finbet ftdi der satz: Tie weltgeschichtlichc Tat'ache der Zerreißung des Friedensoertrages ist volzogen Vtus bte Frage. Das nun? antwortet Ne „5mbeü , trotz ber Sanktionen müßten die Verhandlungen iortgeietzt werden. Auch das „Verl Tageblatt sagt, daß keine Stunde ungenup oorübergeben sollte, um eine neue VerHandlungsbasiS zu schasnn, und teilt mit, daß die sachverständigen bereit# zu neuen Beratungen »ufammengßMrrt n lesen, um eine solche derbe,zuführen. Tie „Germania per- lanat daß man ;eßt eine Parole finden muf e. bt?°Lni« vÄ verstehe. Wir inüßten un» selbst über den Sinn und das Ziel uni er er Politik
deutschen Volkes, sein unzerstörbarer Lebe sw'l.e Ta# letzte und rinii t. was uns e blieben ist. unser Va^ricmd und unsere Einheit, werden wir uns nicht ra-len lef en. Äbeutlänbcr! Rb-inhessen! P älzer! Ihr f.ib ro: allen anderen Stämmen berufen, brr Seit zu zeigen, daß nichts imstande ist, in bem beitsffcn Polk brn DillenzurnationalenEinheit zu Krnären. Länger als uret Iatze schon tragt bie schwere Last der feindlichen Besetzung 3i: bat des Bond, das Euch mit Ten'fl lanb eint niti gelodert, fonb m en^er und '-ster gestalte:. Nuri toll men zu r.ir iam rrn Mit eln ar iet. 3br w Et Das Lud -üg Lvcht UL Mau will am Rhein eine
Ze stärker der Truck, je enger die Reihrn! — Ter Hau ^halurigSauSscliuß brültc in ei.icr bo- lonbcrni EiitMießung seis.e ZusümnrungoauS.
Kundgebung öes badischen Landtages-
Karlsruhe, 8. März. fDTB.) Tie heutige Nachmittagssitzung des badischen Landtags erhielt dadurch beionbcti Bedeutung, daß Staatspräsident Trunk zu den Londoner Vorgängen in einer Ansprache Stellung nahm. Haus und Tribünen waren außerordentlich gut besucht. Ter Staatspräsident bezeiämete es unter allseitiger Zuti mm ung .als Pflicht des badischen Landtages, auch seinerseits auszusprechen, daß die Zwangsmaßnahmen des Feindbundes unberechtigt sind und baß er dagegen ausdrücklich Verwahrung ein- legc. Erneut komme erhebliches Leid über die deutsch Bevölkerung, die deutsche Wirtschast und den deutschen Arbeitswillen. Der PrasideM schloß: Wir wollen in ernstester Stimmung verharren, ent- chlosfen, alles zu tun, was wir können und müssen. 2lber auf ber anderen Seite unersclzütterlich b:eiben gegenüber dem, was über das Mögliche hinaus uns mgemutet und abacpreßt werden sollte. (Bravo!) ßhr haben die Verpfliclitung, ber Bevölkerung, die die Besetzung zu erleiden hat, ein Wort des herzlichsten Mitempfindens zu sagen und auch ein Dort der entschlossenen Tat, daß wir bereit sind, ihnen unsere Unterstützung zu leihen, "nd wie wir könnesi. (Bravo!) Zu ber ba^ischrn Devöl e ung sagen wir: Wir wollen in Würde uns Be onnen- heit die Dinge von heute, von morgen und übermorgen ertragen.
Präsident Kops erklärte: Ich weiß mich aller Ihrer Zustimmung sicher, wenn ich b er seststelle, daß das ganze Haus sich eimnüt:g der feierlichen Verwahrung anschließt, die soeben aus bem Munoc deS Herrn Staatspräsidenten gegenüber den Lon^ btmer Bestttü sm anägefp.ptc.i wo.den fit. Tic nationale Einigkeit und Würde muß uns über alles gcchm.
Ein Aufruf an die Bewohner der besetzten Gebiete.
Berlin, 8. März (DTB.) Die Abgeordneten der besetzten Gebiete dab-Tn folgenden Au srni an die Bewohi.er der bmyten Gebiete erlas en - R h e i n l ä n d e r ? R h e i n d essen' Psältzer! In ein er ent dribuug^dcverer Stunde wen dm wir in feier Wadi «rkorenm Vertreter des rbi iniidvm Volk s im Teatsch n R iä?stag uns an Gndi Ihr kennt die Panier Be,chlline und wißt, waS ihre ^üinähme für bas tvuifd« Volk beheuten würden: cm SUaomloS. wie e? noch i jemals einem gno en fl ul tu mall auixbürbt ward Tic N^ichsrngierung bat diese Ior ernn'm ab gelehnt Hätte (r anders g.banbdt, io wie iie nicht nrn, ein Volk zu rrrtrrt n, daS auch hm Unglüd nickt vergüt, was eS sich und ieiizr Eh.-e und Zukunft ich-ildi) ist. Sie war bercii. namens des deutick-m Volkes schwer: Safer »u üb-rnelmni. Was sie m London anbot, war das fcödr maf: bei ."en, was Deutschland tragm katrn. M<r> hat unser Angebot zurüägewie m und 'ich g-: we gen, es auch nur zu ertragen. Man ap;rll ert an die Gewalt xyn cüi wehrlofes Boll. 'we. Jahre nach Friebens <1>lnß! Ihr kennt the Sankt a. en und die ZwargSma''nahnten, bte über uns verhätigt worben find Sie reden eine deutliche Sprache und entbülkcn das letzte. cig.-ntlkbe Zie. der Eurentc- vvlitst. Dieses Ziel ist Teutscklanbs 3er-
Die Verordnung 77 bestimmt, daß die an der deutschen Westgrenze erhobenen Zölle beschlagnahmt (perben. Weitere Weisungen hat sich die interalliierte Rheinlandkommission Vorbehalten. Bis auf weiteres werden die bisherigen Kostensätze erhoben. Die Zollverwaltung der beutfd>cn Ein- und Ausfuhr, die zur Verhütung der Kapitalflucl>t in den besetzten Gebieten eingerichtet ist, wird dem Befehl der interalliierten Rheinlandkommis- sion unterstellt.
Kundgebung Bayerns.
München, 8. März (WB) Im 3taote- hausbol.S. u.schtid gab h.u e mitxig i i Ar.wese..- bcit der gefamzn Regierung brr Ministerpräsident Tr. v. Kahr sv.'gende Erllarung ad: Wir protestieren inSbesonde e dagegen, datz bem beurfdm Volke immer noch allein dieSchuId am Weltkriege ausgebür^et werden soll. (Bravo ) Indem wir in London Nein! sag.en, waren nm alle zugleich — und vor alai trt beuridxm und bat)eri|d)at Brüd'r links und rechts des beu'.fdxni R e nes, toddw b.c neue ©nvalt am uitrnittclbarsten trifft — entsllztosien, a.Ic Folgen out uns Ft ncchmcn. In tneicin Entschluß wollen wir die Reihen noch enger fd^iefm, überall durch das ganze bcurtoe Vaterlaw>, ü er alle Grenzen hinweg, die die Gegner auszurichten vermchen. Nickis kmm mts trennen, tei:ie Not und Gefahr:
Zollschranke errichten, um Euch wi.tscl« tlich von Teutschland abzuschnüren Tie nhnfdhiitlidx Trcnmm.1 bdvuivt txr.i iTf:et Sck üt zur politiid>Ji Losreißung und Annektion. Eure schöne Heimat, dtcPerlederdeulfchenLän der, ist in Gefahr' Tas Vaterland kann sie nickt schützen Ihr allein könnt sic retten. Was auch fcnimm mag wahrt Euer Teutscktuin! Haltet sest am Reich! Sei e Marie der Erde ist s.ark genug. Euch gegen Euren Willen von Teutschlwid loZzureißeti. Vor allem: Seid einig! Schließt Eure R.ihen! Was immer auch kommen mag r icht Euch die Hände zu dem einmütigen Gelöbnis: Komme, was kommen mag D r bleiben deutsch! Rheinländer! Rh.'inh ssen! älier' Tie A. igen d.-r ganzeti Welt sind aus Euch gerichtet Zeigt, daß die deutsche Treue kein leerer Wahi ist, und daß Ihr c^.t alles ertragt, als daß Ihr T«usch!and iemal-5 tnc Treue brach, t Haltet Wacht am bcutfd)en Rhein. Tas Vaterland vertrant aut Euch!
Tic im besetzten rher iischen Gebiet gewäh ten Reichstaasabgeordneteti der Deutschen Demokra- tischerl Partei, der Tcutschen VolkSva lei der TentschnatioTmlen Bol!Spart i. der Sorialdemokra- tischen Partei, der 3aitrum:pjrt6
Die ZwangSmaßnahmcn der Entente sind venmrllicht worden, und daS ganze t»eutfdK Volk erblickt darin eine Zerreißuirg des Versailler Vertrages. Dor uns liegt heute hie große Rede unseres Ministers SimonS, tu der er Herrn Lloyd George auf dessen Kmogogische Künste erwiderte. Diese Rede, sich anpassend an die isolierte Sage der deutschen Delegation in der Londoner Konferenz, ist äußerst maßvoll und zurückhaltend. Ta- gegen jprerhen die sachlichen Widerlegungen um so tyeutlidxrr. Dr. SimonS wies vor allem tressend zurück, daß der deutsche Steuerzahler weniger belastet fei als derjeirige in den anderen Ländern. Vornehmlich tnter- rffieren unS aber die Satze, mü denen unser Eiertreter den Vorumrf der alleinigen schuld Deutschlands am Weltkriege zurückwieö. Dr. Simons tvählte eine milde Ausdrucksweise, in der jedoch sck>arfe und unanseckitbare llechtssätze vonzentriert sind. Die Weltgeschichte wird über die Schuldfrage das letzte Wort sprechen, so erklärte er. Lloyd -George fragte dagegen höhnisch, wann denn die Weltgeschickste in diesem Falle beginne Die Anllvort hieraus f)at leider gestern der Reichskanzler Fehrenbach im Reiä)Stag nicht gegeben, obwohl er ebenfalls mit sehr treffen ben Worten die Anklage alleiniger Schuld Deutschlands »uruckwieS und ebenfalls das 'Irtcil der Gesclstchte anrief, die nicht bloß tlber die Sdnrld am Kriege, sondern aiuf) über daS Diktat des Versailler Friedens zu urteilen haben werde. Die Antwort auf den Einwand deS Herrn Lloyd George ist tldrigenS wirklich nicht schwer. Die Geschichte ’weginrtf bei der Beurteilung der Schuld- mge in dem Zeitpunkt, in welchem die • Staatsmänner und Gewalthaber, die den Krieg entfesselt und zu Ende geführt lieben, durch andere Menschen ersetzt sind! Heber den Gräbern der heute noch lebenden Svlittschen Hauptkämpscr im Kriege wird die Weltgeschichte ihre Inschriften zu setzen haben. Herr Lloyd George m ock t wohl augenblicklich Weltgesckilchte, er darf sich aber nicht cinbilben, daß er der ftrafenbe und richtende Gott der Gerechtigkeit selber wäre! Die Sprache, die er iS London geführt hat, war im Gegenteil bte- r fertige eines von ben Ereignissen geschobenen, geistig und moralisch kleinen Menschen.
Dlt Zollgrenze am »Hein.
T? a t n *, 8. März. WTB ) einem auanv Idrinltd) impinertai Artrlel teJ „Ecdo du Rhin" über bas Inkrafttreten der oanttioiren h-riu es unter anderem: Tie Frage der Bildung ener Zoll- amw am Rhein unterliegt dem Studium. Da die Städte Köln, Koblenz und Mainz in hfk Zone einbegriffen fein müßten imb diese drei Brückenköpfe UnterbvcchungSl in der üv'.'tinnitäl unter sich mifwei en, die ernste Uiyurräfllidifeiten bieten würden, würden sie umuiwcnexIn sein in
Düsseldorf, 8. März. (Dolfs.)
Ä o m m anoo über die alliierten Truppen in Düsseldorf hat der französische General D e g o u 11 e.Jim 12 Uhr wurden von ihm die Spitzen der Stadtvem>altung und der staatlichen Behörden empfangen. In der Mittags- ■fhinbe trafen auch noch zwei britische Marine- Flugzeuge auf dem Rheine ein.
T üffclborf, 8 März. (®CT.l DaS Ober- tmtmanbo ber alliierten BesatzunaS- truppen bat eine Proklamation erlassen.
wird der Eisenbahnverkehr nach den nee bese'.len Stödten bis aus weiteres in gfmoteuer Weise ausrechterhalten.
Vie Antwort Dr. Simons’ auf £ioi)b fitorges Rcöe.
London. 8. März lWTB/> Die Rede des ReickSministrrS Tr. SimonS in der gestrigen BormittagSsitzuna der -bon'erenz lauid nad) einer kleinen EinleiNmg wörtlich:
Herr Präsld-nt! Pleme He.ren^ Der bei i'ck, Herr Premierminister bat zum Scklu-se iliier Rede vom vorigen Donnerstag im Ra men der verbünd.ten Re-trerungen erklärt, daß vom leuirgen Tage ab gewisse Zwangsmattnabme i ergri.ien werden roürbim. wenn nicht bt8 bobin Te:i!id>* land eine Erklärung abpbc, biß eS bereit sei. enlwcder die Panier Emickeioung amunebinen ober Von'chlägc zu untrrbre.ten die auf a.ibenin Wege, aber aus einer gleich befriedigende.\ Werke wie die Pariser Vorschläge seine VervlUdstungert au5 dem Vertrage bon Ver arlles erfü.lm.
Ich criniu-Tc daran, daß tie 3af om" ä il igen bei Alliierten einstimmig ihren Regierungen emv- fobkn habi-n aus der Darier fio.ifercm bie oeut- ,'ckmEntsd>ädigurrg-zal,l^n nurfürfünsIabre festziiscven. weil sie in längerer gründ.'icker xltbfd1 die llebcrjeugung gewonnen hatten, da i die gewaltige Ausgabe nicht schnell iu lö et ifl Ick erinnere ferner daran, dog auch einige der alliierten Regierungen lelbft unmit eibar vor den T a i ec Besd)lüssen die Möglichkeit einer sofortigen Fest- sctznna der Gesamtickuld Deutschlands e.itich e en verneint haben und ein Provisorium von drei he fünf fahren in Aussicht nahmen Um »u beweisen, drß wir uns ben Forderungen der Alliierten soweit als nur irgend möglich an schießen wollen, würden wir bereit fein, joioohl die für die ersten fünf Jahve verlangten festen Zahlungen iir übernehmen, als auch ein vollwertiges Acquiva 1 ent für die verlangte, aber von un< nicht für praktisch gehaltene Ausfuhrabgaba zu gewähren Wir find uns bewußt daß die»'e gewaltigen Zahlungen nur bann möglich find, wenn ein großer Teil davon im Wege bet 91 n I ei be begehen werden kann. Wir würden aber einen: solchen Vorschlag nur dann vorlegen, wenn er Aussicht hätte, von den Alliierten berüdiichtigt zu werden. Wir können diesen Vorschlag aber auch nur für den Fall machen, daß Oberschlesien auf Grund der Abstimmung bei Deutlckla >d verbleibt, und daß die unS auferlegten Beschränkungen im Welthandel lallen. Skto.-J wäre nd ig, damit Teutfdjlanb in efcrlidjer Weise Io fr he Zahlungen verbrechen kann. Die Entich.ibung darüber, ob wir Ihnen heute einen derartigen Vor- schlag vorlegen sollen, liegt ganz in Ihrer Hanh Falls Sie darauf ringeben, würden wir unler Bestes tun. um grmrtniam mit Ihren Sachverständigen die Ein»ckheiten des Voncklages anSiu- arl»eiten, und dann so bald mie mög rch den Gesamtplan der Entschädigung sür die Tauer oon d:e Hip Jahren aufzustellen. Sollten Sie trotz meinet Ausführungen daraus bestehen, daß wir Ihnen unverzü .l.ch einen testen Ge amriorick ai machen, io müßte ich um etwa eine Woche Frist bitten, um die Angelegen beit persönlich mit dem Kabinett in Berlin zu bera'en.
Und nun darf ick bitten, mir noch für einige Zeit Gehör zu schenken, damit ich aus die Aus- jutrungen antworten kann, mit denen der Herr Päs.b-n: dm LVnferenjbeschluß der Verbündeten begründet bai Born Txmner.’tag an habe ich nichts unoerfudtt gelassen, um ben Geist, in d?m unsere Gegenvorschläge gemacht tra en, dartu- legen, be Irnümer auszullä.'en und andere l:ege der 3verständigung zu suchen. Ich möchte noch einmal betonen, da',; uniert Gegen Vorschläge von bm aumditigen Britrrben getragen waren, auch für untere Gegner eine annehmbare ihren B.duif- mini entsprechende Regelung zu iinben Es ist ein Irrtum des Herrn Prä ck-n!en t«r «onseren». toß wir dos Geld für nne Mobui ierungca.ileihe aus den Tai(ben innerer Gegner holen wollten. Tie Anleihe sollte noch unteren Vorschlägen in den» jrn am £änh.-m, die sich fcteiligen wollten und lelhivfritänblid) auch in Deut cbland aufgelegt wertem Gerade die Ausgabe m Deutschland, würde das Mittel geboren ta.cn. das steuer lüchtige Üa- pital zu erialm und den Äeparo lonszweden temflbar zu machen. Venn ein aLitned Land die Veterligung an der Anleihe adaelehnt hätte, so würd' ihm tees swigestanden habrn.
Sa tzaben uns überzeugt, daß anariicktS bet gewaltigen Verschieden beiten in der Beurteilung r-m TeutidUands Leistungsfähigkeit eine Verein* Larung endgültiger Natur nicht zu erreichen fein würbe. Dir haben deshalb versucht. Wieder auf einen Gedanken zurückzukommen, der der deutschen Regieruna bereits früher von der englischen und iioniönschen Regierung nahegelegt norden ist, nämlick auf den Abschluß eines Promioriums ’ür fünf Jahre Lowobl ein folches Pwvi- iorrutn für Deutschland schwere Cpier m l sich bringt und vor allem den Fehler hibtn würde, b i c Last ber Unsicherheit über die endgültige Gesamrichulo bestehen iu lassen, waren wir doch;m Interesse einer friedlichen Verständigung bereit, aut diesen Boden zu treten. Wir würden iowert aegangen fein, ben Grundsatz der Pariser Beschlüsse anzunehmen. daß bte Gesamtenticha- btgung aus festen Annu täten und aus ber mit v*- LeiNungs'Lb akeit Temi4/.ati-5jrad-i_rn:en mobilen Faktur besteht. Für de ersten fünf 3=Urw wären wir in der Lage gewesen, feste Ann-nla'en m bc gleichen Höhe wie die Pariser B:schlü 'e >'w band>en rinai Dollwezriara Ersatz für bie in '"s


