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nr. 35
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Erster Vlatt
UL Jahrgang
Mittwoch, 9. Zedniar s92s
GiehenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Drurf and Verlag: vrühl'fche Untv.-Vuch. und Steinbruderei R. Lange. Zchriftleitang. OeschSftrftelle und vruckerel: Zchulftraße T.
Sau.^ie von aeifhti f*r bw Tagetnewmct bi« zum Da« nu:ag vorder ebne jede Derbendt'chkeit. Prell für l mm Q4t}t tlr Anzeigen o -4 mm Breil« örtlich 35 DU eu*»5rt» 45 Df.; t*r Reklame. Anzeigen von 70 m n Treue 150 DI Bei Dlatz» Vorschrift 20 , Anssch a- Aouptldinlt.eiter; -tu-, fllorix BerantwaN ich für Do'ittk: Aug. Goetz; firben ubnqen teil: Ur. Tteinholb i}enj; für de» Anzeigenteil A Dech,
Neuregelung der Getreidewirtschaft.
Die Unhaltbarfeit deS jetzigen Systems xr Ge treibe vewirtschaftung, n-clck-es furz vor rin Zusammenbruch steht, hat dazu geführt, ■»6 jetzt bei asten maßgehenden Stellen ernst- ."ich über die Neuregelung der Getreidewirt- chaft beraten wird Greifbare Ergebnisse sind bisher durch die Verhandlungen noch nicht «zielt worden, aber es ist zu hoffen, daß ,och in diesem Monat die endgültige Entscheidung fallen wird.
Nach Ansicht aller Sachverständigen kann m Interesse der minderbemittelten Bevölke- 2ung das Getreide im kommenden Wirtschaftsjahr noch nicht völlig freigegeben wer- den Aussicht auf Durchführung l>at vielmehr das Umlageverfahren; auch in der Konferenz der Ernährungsminister am 17. Januar in Dre-den hat diese Ansicht vorqeherrscht Bei -er Ausgestaltung des Umlageverfahrens muß als oberster Grundsatz gelten, daß nur solche Bestimmungen erlassen werden, »vclck-e ruck wirtlich durchgeführt nxrden können; deshalb darf die Umlage nicht zu hoch sein. Zn diesem Rotte ist e4 dann aber auch an- angängig, für die nicht abgelieferte Pflichtmenge empfindliche Strafen zu verhängen, indem für das zu wenig abgelieferte Getreide beispielsweise der WeltmarftpreiS ver- langt wird.
Die-größten Schwierigkeiten bereitet die Festsetzung des Preises für die pflicht- mäßig abruliefernden Mengen. Unbedingt muß den Landwirten ein toterer Preis als bisher gewährt werden, weil die Produktionskosten in dent letzten Jahr bedeutend gestiegen sind. ES ist bedauerlich, daß nicht — wie von verschiedenen Seiten schon nnederholt verlangt wurde — Mindestpreise bereits jetzt kestgesettt sind. Der Landwirt befindet sich infolgedessen in der schwierigen Lage, daß er bei seinen Dispositionen nicht den zukünftigen Getreidepreis auch nur annähernd kennt Dringendstes Gebot ist, daß die Mindestpreise noch vor der Frühjahrsbestellung bekannt gegeben werden, um wenigstens bei dem Sommergetreide einen vermehrten An- bau und bei dem Wintergetreide eine größere Kopfdüngung dem einzelnen Landwirt ren- abel zu machen. Wie hoch die Mindestpreise lein werden, läßt sich zur Zeit noch nicht tagen: auf alte Fälle werden sie — und das ist auch die Forderung der Landwirtschaft — weit unter dem Weltmarktpreis liegen. Ihre Festsetzung wird auf Grund der Berechnungen der Indexkommission, in der auch Konsumenten vertreten sind, erfolgen, wobei die Preise von achtzig der wichtigsten landwirtschaftlichen Produktionsmittel zugrunde gelegt werden.
Da eine völlige Angleichung an den Weltmarktpreis vorerst noch) nicht durchführ, bar ist, erscheint gegebenenfalls auch der Umtausch deS abgelieferten Brotgetreides gegen staatlicherseits verbilligte auSländischze Kraftfutbermittel (Mais, Oettuchen ufiv.) als der richtige und beste Weg, um der unerlaubten Berfütterung eine wirksame Schranke entgegen zu setzen. w. w.
Vie Annahme der Einladung nach London.
Berli n , 8. Febr. Wolff.) Das A u s - wärtigeAmtbat der hiesigen französischen Botschaft mitgeteilt, daß die deutsche Regie* rung die Einladuna für die Londoner Konferenz unter der ausdrücklichen Voraussetzung annimmt, daß auch die deutschen Gegenvorschläge auf der Kon- fcient zur Beratung gestellt werden.
Lo ndon , 9. Febr. (DTB.) Reuter meldet aus Berlin: In dortigen britischen und französischen Kreisen wird die Antwort D e u t s ch l a n d s auf die Einladung zur Deil- naEmre an der Konferenz von London für befriedigend angesehen. Der Ton der deuffchen Note sei versöhnlicher als ursprünglich erwartet worden war. Dies wird dabin ausgelegt, daß Dr. Simons sich in feiner Haltung von bedachtsamen und einsichtsvollen Erwä- gimgen habe leiten lassen.
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Weitere deutsche Proteste.
Berlin, 8. Febr. (WTB.) Die Ent- schließung derGesellschaftfürsvziale Reform, der deutschen Sektion der internationalen Bereinigung für gesetzlichen Ar- beiterschutz, die schärfsten Protest gegen die maßlosen Kriegsentschädigung S for d e r u n g e n der (Entente erhebt, erklärt, die Pariser Beschlüsse müßten den Untergang wesentlicher Teile der deutschen Sozialpolitik und die völlige Entwerrung des verbleibenden Restes im Gefolge haben, da sich der Arbetterschutz nicht völlig aufrecht
erhalten ließe. Da die Sozialversicherung aber dem Bankerott zugetrieben würde, wäre die völlige Verelendung der ohnehin bereits zu nie geahnter Tiefe lrerabgedrückken Le bensbaltung loeitefler Teile der Arbeiter, Angestellten und Beamten unaufhaltsam. Die öfcfettfdxift für soziale Reform appelliert an das Gewissen der sozialreformerifck)en Streife aller Kulturstaaten und fordert sie auf, aus sozialpolitischen Erwägungen heraus, dem ungel-euerlichen Diktate der militärischen Sie- ger entgegenzutreten.
Berlin, 8. Fchr. (WTB.^ Der ständige Ausschuß der vreußischen Landes- verfammlung beschloß folgende Erklärung: Die unerhörten Fordern.«gen, die dem deutschen Volke von den Alliierten in der Wiv.er- gutmadnmgß rage zugemute! werden sanden den entrüsteten Widerspruch aller VolkSlreise Tie preußische Bolisoertretung schließt sich dem in vollem Maße an. Was mit den Lebensmöglichkeiten deS deutschen Volkes vereinbar ist, muß übernommen und dm übernommenen Verpflichtungen tr sprechend für die Wiederherstellung der verwüsteten Gebete geleistet werden. Darüber hinaus aber kann feinem Volke nugemutet werden, sich freiwillig in Sklaverei zu begeben. Diese Erniedrig guna weist daS deutsche Volk von sich, zumal damit zugleich seine Kinder und Kirdeskin.<r dadurch pt einem Sfavendafein verurteilt würden. Ti? preußische Volksvertretung erwartet von der NeichS- regierung. das» sie ihren ablehnenden Standpunkt »merschüttert beibebält und ordert in dieser ernsten Stunde, in bn: eZ sich um Sein o'er Nichtsein oes txutschen Volkl'S handelt, alle Volkskreise auf, in d'c Abwehr dio'er unmöglichen Fordenmaen ver E tne geschlossen zusammenzustehen. Die Annahme der Ent'chließung geschah mit den Stimmen der bürgerlichen Parteien. Die Sozialdemokraten. die Unabhängigen und die Kommunisten gaben Sondererllärungen ab.
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Tie bayrische Politik.
Nürnberg, 8. Febr. (Wolfs.) Die sozialdemokratische Parter Frankens ver» öffentlicht einen Aufruf an die nordbaperische Bevölkerung, in der eS u. a. heißt: Das Interesse NordbayernS liegt nicht bei den Separatisten, sondern in der Einheit deS Deutschen Reiche«. Die werktätige Bevölkcrmrg Norddaverns hält die Zersplstterungspolitik für verl»ängnisvoll und katastrophal. Kommt die Regierung in München nicht in letzter Stunde zur Besinnung, läßt sie es aut einen Bruch mit dem Reiche ankommen, bann wird die arbeitende Bevölkerung Nordbayerns ebenso wie die Bevölkerung Württembergs und Badens das Tischtuch mit München zerschneiden und sich auf die Seite des Reiches stellen.
M ü n ch e n , 8. Febr. (Wolfs.) In Besprechung der Ministerpräsidenten - Konferenz schreiben heute die „M ünchener Neueste Nachrichten" u. a.: „Der dauptvorwurf, der -in den letzten Tagen erhoben worden ist, der Vorwurf des Wiederaufflackerns derSeparations- bestrebungen in Boyern, ist völlig hinfällig. Die feierliche Art, mit der Herr v. Kahr seine und ganz Banerns unbedingte und unerschütterliche Treue zum Reich betonte, müssen solche Borwün'e zum Verstummen bringen. Damit ist aber zugleich teber Anlaß geschwunden, irgend etwas ui den hundertmal wiederholten Gründen für Bayerns Haltung in der umstrittenen Frage der S^lbst- schutzorganisationen noch weiterhin zu sagen."
München, 9. Febr. (Wolffs Tie U S P bat im Landtag über die Stellurmnabme des Minister- präsidcmten v. Kahr in Berlin eine Interpellation eingebracht, in der vom Ministerpräsidenten Aufschluß über seine Stellung verlangt wird, die er am 5. Februar rn Ber'in eingenommen bat Tie Interpellation wird damit begründet, daß aus der amtlichen Presse keine Klarheit über die Haltung der bayerischen Regierung zu gewinnen sei, da ein Widerspruch zwischm den offiziellen Meldungen der D-nliner und der Münchener Regierung best-be. Der Ernst der Lage erfordert Klarheit über diesen Widerspruch und Gelegenlreit für den bayerischen Landtag zur Stellungnahme.
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Tie zu erwartende Entscheidung BmerikaS.
Varis, 9. Febr (WTB.) Laut einer „Tetnvs"-Meldung aus London verbindet die öffentliche Meinung in England die Frage der deutschen Entschädigung immer mehr mit der Frage der interalliierten Kriegsschuld. Die neue Regierung in Washington werde zu entscheide t haben, ob sie sich vorn Vertrag von Versailles lossagen und infolgedessen auch von der Zahlung der Reva- rationsschulden. Man glaube, daß die Reva- rafionen einen wesentlichen Teil der Aktiven der Alliierten darstellen würden. Es sei deshalb schwierig für Amerika, sich von den Passiven loszusagen, die d-e Schulden lder Alli- ierten bei Amerika darstellten
Tie Meinung Lord Cecils.
Lvn d o n, 8. Febr Wolfs.) In einer in Sheffield gebotenen Rede erklärte Lor> Robert C e- c 11, man w?rde Deutschland gestatten, die R e p a - ration in Sarc n zu l isten. Senn Deutschland die Reparation in brr Form von Fertigwaren mache, werde in England 2lrbeitslesiikeit eintreten und der Erfolg wäre dann der, daß England die deciischen Repavationen bezahlen tnüxbr. Deutschland müsse an England Rohstoffe liefern.
die eS von anderen Ländern ün Austausch gegen Fertigwaren erhalte.
Vie sranzösische Kammer und öas pariser Abkommen.
Paris, 8. Febr. <DTB? in der Debatte über das Pariser Abkommen er.lärte d e M a g 11 - Ion, er zw.nile, daß Deutschland bezahlen wolle. Man müße das Ruhrgebiel beirprn und das Rheiu- «L der naijfdxm Bhe rchu g e t ei dm. Dr Ab^.'vronete Zt l otz miint, da> P^ris-r A.kommen sei lür die Deutschen vorteilhafter als der Versailler V^-rtvag B r ia n d weist di rau hin, daß den Deutsch m deshrlb die Art der Zwingsmaßnahmen nicht Tuitffcteilt worden sei. weil dies tx*n Anschein hätte erwecken können, daß es den Deutschen gestattet sei, darüber Bemerkungen zu machen Ties aber erlaubten die 2n.iv.Ttrn ni.lt Loucheur iüfr te aus, daß von der 200 biS 210 Milliarden Goldmark be tragmden deutschen Sckmld Frankreich 52 Prozent erhalte. Man rechne damit, öa3 her Weckt etturs in acht Jahren normal sei Es sei ein Irrtum zu glauben, daß Deutschland antvr.‘ bezahlen könne, als mit den Reichtümern, die es d irch den Erpoit enverbe. Man sage, Deutschland könne Frankreich nur bezahlen, indem es Frankreich auf dem W-'ll- marlt u s inen Ung n ei > onk rre z nach . We n man zu handeln versteh.', sei die^ ledoch nicht möglich. Tie deutscke Handelsbilanz müsse mit 12 bis 13 Milliarden Goldmark passiv bleiben Er glaube, daß die deutscktc Ausfuhr 20 bis 25 Milliarden Goldmark betragen könne. Die Annuität auf den Export bestehe darin, piß 12 Pnozent der nuSlän- biid'en Devr en abflclirfert würd.n. die eben die deutsche Rag erung mit Hilfe einer Steuer zurück- zahlcn müsse Die deutsck^n 6'e.ieraahler müßten ebenso hoch belastet werden wi.' die französisckten Steuer^ihler Frankreich hatte für die verwüsteten Gebiete, auf 10 Jahve verteilt, 80 Milliarden Franks auszugeben Nach dem iltürfiouig der Ma terialpreii'e werde man später mit 12 Milliarden mehr audrichten können als letzt Der Abgeordnete Favre wirft Louchour vor, daß er den Friedens- vertrag verkannt habe. S?oudrur erfiärt, das sei nicht lvachr. AAeS. was die Starrere-zu Parchs entschieden habe, sei im Vertrag enthalten
ES cntftelyt so dann eine kurze Auseinander- setzuna »roifd>en Klotz und Tardieu einerseits und 2 o u<heu r andererseüS Tardieu verlangt, daß Lloyd Goorge gewisse Fragen re'lelkt werden Hmsi.ch4lich der Regelung der Schulden. Loucheur erflärt, dies sei geschoben. Die Antwort sei zu nächst negativ ausgesallen. weitere Verhandlungen hätten aber schliesslich nicht ungünstig getmDet. Frankreich habe durch Annahme der abänderungs fahiigen IahreSzahlnngen versucht, eine Formel zu finden. Ine die Hoffnung gestatte, daß Frank- reio» eins-ens txv? erhalte, was man ihm sch ilde — Tic Sizung wird daraus auf morgen, Mittwoch, vertagt.
H.-.vaS zu den deutschen Protesten.
Pa rrs, 8. Febr. WB) Haras vr-breitet enrc Note, die sich mit den dmtschen Etniren- bungm gegen den Repaoatio sp an beschä'ttgt Zu der geiorberten Austuhrabgabe von 12 Prozent erklärt die Note, bi.*fe Abgabe sei nichts anderes alS die Anwendu g ein<s von den raitfden Sachverstand g n i t L.ü iel bereits putg?1e fe en Systems. Ucjit die deutschen Em ve düngen gegen bte Errechnung der SckmD immen und tne langsährige Ausdefmu'g der Jahres ^rhlungen, näm;id) 42 Ja b r eS za b 1 u n g e n llat 20 we fte im Fnedei s?ert ag 'estie etzt wersen rg‘ d e Note folgerM: Ter den Alliierten --u*e ügie Sck a- den tri's. bi wüstem dte G'samfah un en, neide dre Alliierten von Teutschla d erwarten. Während dre Altirerten noch lange warten müßen, bis sie ihre Arbeiten wrrder aume imnt können, smd die drutschen Fabriken und Bergwerke kni langem nxeber in vollkommenem und »rmem Betrieb. Was bte Langsristtgkrit der Jahres.^chlunnen an langt, so können bte Deutschen sich ia tret- kaufen, indem sie Zahlungen im voraus leisten Tte Lan^-'ri'tigkeit der Iovres a ,'un^en ist nur eine Erleichterung der Zahlung-Zwei>e
Goldabliekerung
an die Repa rat i onskom m isft on.
Paris. 8. Febr (Wolff. > Die Havas be» richt'! tragen am Sonn'a*’ in P^ch» fO3 Säcke je 40 K lo Go dnark und türk sch? Pfun" im 0'eamt- mirt von 197'/, Millionen für üü Repara - tionSkom m jssion ein. Es fanbrit sich habet um die Aus übrung bt ParograihTn 1 inö 3 tei Artikels 259 des Versailler Beneiges. roo-e* Deutschland der Re-ara ions'ommlf ion tv Geldsumme zu übermitteln bat bi- bei der Reich-bank oder sonstwo von brr türki'chen 2ckmldent>-rwal • tuna als Garantie für türkische An'eiben in Deutschland hin'erteqt war Verei s f-ü'rr roa-en auf Grund tr5 Brüttefer Abtanmen - vom 14 Mai 1919 1 029 390 671 Goldmark und später auf Grund der Pa-ogravhen 7 und 8 deS Artikels 259 deS Ber a Per Vertrags Erstat unq der Zablim^en aus den Verträgen von Bukarest und Breil- LitowM 96 583 Kilo F-ingold in Barren von Deutschland gelir'crt worden
Deutsche» Eigentum in Belgien.
Berlin, 8. Febr. (Wolff.) Ter hiesige belgische Gesandte bat dem Reichsminister deS Aeußern am 5 Februar folgende Note übergeben: Die belgifche Reg erung beabsichtigt nicht, von dem ihr noch dem § 18, Anlage 2, und Teil 8 des Friedensvertrages vvn Versailles iuflebenhen Rechte, das Eigentum deutscher Staatsa na e-i höriger zu beschlagnahmen, Gebrauih zu machen für den Fall, daß Deutschland gegen I
feinc Verpflich unge , nicht ab ich ich ve-strßen würde. Dieser Llerzicht bcuebi 'ich aus beut- scheS Eigentum in Belgien, ober seinen stolo- men, oder in dem von ahm verwalieieu biet, einschließlich und insbesondere der Bankguthaben. Dies gilt ebenso von Daren an Bord belgischer «chifse ober Fahrzeuge, ober von noch Belgien zum Berkaus gesandten Waren.
Von zuständiger Seite wirb daraus hin- Kto eien, daß bei von B 11
Verz-cht in verschiedener Hinsicht meitergehenb ist. als der vvn der britischen Regierung bereits früher ausgesprochene Verzicht, und es wäre zu wünschen, daß der belgische Schritt dazu beitraacn würde, dem vor dem Kriege selbstverständlichen Grundsatz der Unverletzlichkeit des privaten Eigentums wieder eur Geltung zu verhelfen
Tic Schweiz gegen Truppendnrchzttg.
Paris, 8 Febr (WTB.> Ter Beschluß bei Schwerz, dem internationalen Truppen- aufgebot für Wilna den Durchzug nicht zu gestatten, bat die beleiligitn Kreiie tzes Völkerbundes empfindlich überrascht. Ter völker- bundSrat wirb erst am 21 Februar zusammen- treten. Es ist daher wahrsä>einlich, bar; ha? Gene- rah'cfretariat im Namen des Rateo Protest erheben wird.
Äus dem besetzten Heblet.
Der Milchstreik in der Pfalz.
Ludwigshafen. 8. Febr. (Wolff.) Wie die „Pfälzische Po^ meldet, hat die Freie Bauernschaft den Milch streik nunmehr bedingungslos abgebrochen, nach-, dem die Oberstaalsanwaltschaft Zweibrücken die von der Freien Bauernschaft gestellte Forderung, daß erst die verhafteten Führer und Sekretäre freigcldttcn werden müssen, abgelehnt hatte. Es wird ein Vertreter der pfäfl- zischen Kreisregierung nach München fahren, um mit dem baverischen Landwirtschafts- Ministerium über oen von der KrerSbauerr> kammer geforderten Milch preis von 2.50 Mark für den Liter erneut zu verhandeln.
Per Abtransport der dnifftien befangenen aus dem mittleren Sibirien bat erfreuliche Fortschritte gemacht und wird bald beendigt fein Am 18. Dezember o. I b.nrfnren wir, daß ein Rüg unter Hauvtmann Klein, qe- türtig au- Friedberg, in CHarbin aui den Weiier- transvott nach Wladiwostok warte Nach j-nölf- tägigem Auiemhalt, zwei Tage nach Einkreisen tK5 umsichtigen LeilrrS des beudehen Roien Kreuzes. Leutnant Gerber, gelang es. btt ©«Herfahrt bei den chinesischen Bahnbebörden gu erwirken Am 31. Oktober verlaß der Zuq die Mandschurei und gelangte in da; Gebiet der Re- gieruna von Wladiwostok. Durch die boMiie wundervolle Gebirgslandschaft wurde glück ich c<t Stille Lzean erreicht. Die deuffchen Truvve, fanden in den Kasernen der früheren niffifdieit Garnison von Wladiwostok Unterkunft Für die Weiter ahrt mar da- a.a i cke 13 sX)^-Teni'en- fefift Kaikyu Moru besttmml, nn F ack dämmer, der in Japan Einbauten für 3000 Pa> ariere erhielt. Anfänglich schien es als reeim bü< Ra hl nicht aufgebracht werden könn'e In den Kämpfen zwischen den Truppen der Backal-R^iTub ik und denen deS Generals Seme: oft, b*m Bede rscher t> s Okbirtf» zwischen Ballsi-Repub.lk und c<r von Wladiwostok, ivar d,e Balmlinft nördlich Man- bfd'ur;a zerstört morden. Unter Mit i.tt b r T ur* oen des nächsten Transports kamen noch 800 Mann durch Die roeitrom Transporte mußten liegen bleiben bis die Brücken!vrcnqungen wieder hergestellt waren
Aus dem Kaikyu war bte Xkryffeg-mg ernt gute, nur die Untftbrtngunn sehr eng Ueber Singavore—Pott Said fuhr das Schiff nach T'ftst. Hier mürben die Lester reicher auSgelrden bann fuhr bai Schift noch mit 1700 Deuffchen um Spanien herum nach Brunsbüttel Nach firnem Aufentbalt im Lockstäd er Lager wurden die endlich auf dem geliehen Heimatboden Angesangten nach Hauke entlasten Tat bolschewistifthe Sow'el- reouhlik ist für sie nun nur noch eine abschreckende Erinnerung. Sehr dankbar sind sie rem Ro'en Kreu» für dessen Fürsorge und llnk-rstützun^. die um io nötiger mar. da sie von ihrer ge'inqen Habe das noch irgend Entbehrliche n 5i?tr en gegen Lebensrnittel ka ten oertauicbei mü kn Tai schwer verdiente Rub-lgeld wurde von den Bauer» nicht mehr genommen
Die letzten noch in Sibir'?n befind'ichen 4AO Deuffchen haben nun auch alückliib 2?’aTroftof erreicht. Darunter werden 'ich aus kiffi-e.'Genenb voraus'ckt ich b frtrn : Pro Vs'' Goe , T-r^- stodr, Äe-*td<r roo t Bl^chn-i, /e she r.’ Jfammrr- tat Grein Ilbrnstadt. Archi ekt Metz-ndvr iun., O-Tpenbrim Am 7 Februar ia'^en fit, nn- auS outet Quelle berichtet wird, ans der gleiche« Route w-.e der Äaifnu. nach Trieft intb vor» dort — diesmal mü der Bahn — nach der Heimat. Damit bat dann a ich endlich bte L'ideuS- -eit dieser schwer Heimgesuchten ihr Ende erreicht Als günstige Vocbed'ut >N7 könne" die nun aus der Vekangemchaft a-'t***-' daß
Ko'kyu Manu a -T Deutsch , G.üLiche Herm!^- langes 2eben" lautet


