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SchledSsp-uch w W'tn, erfüllt, Dürften sich fite s festgestellt, daß n e u n OBc h lvor schlLge ^n- __ - - . - , . y r.nS KfA A /y-rJTmf tn-1rrw>n

9. ÄDmmuniften.

Die Gifte der Revistonspartei umfaßt nur einen Hamen, nämlich denjenigen eines Herrn Handelsvertreters SchneÜter in Darmstadt. Aus der kommunistischen Liste stehen u. a. Partei­sekretär Rink (Urberad)), Greiner (Jugenheim), Fabrikant Oppenheimer (Butzbach).

Darmstadt. ?. To». Ser Sn n be « »« 61- [>« Dol- und Tlngstprrlsr vrrmcldin. Di« g«. ausschuß hielt unter dem Vorsitze des Frei» forderten Aeberpreise zu bezahlen. liegt um so 6mm v Löw seine erste Sitzung ab. Es wurde weniger Veranlassung vor, als die Gewißheit

Derliner Gasthäuser in Den nächsten Lagen Wieder öffnen.

Eine Betrieb seinsiellmra.

Mannheim, 7. Nvd. (Wolff.> Wie b<rr Verband der Metallindustriellen mifeilt, wirb die Firma Benz u. E o., Rheinische Auto­mobil» und Mowrenfabrik D.-G. in Mann­heim den Betrieb der Automobilfabrik am DienStaa früh einstellen und die gesamte Arbeiterschaft, ettoa 3500, entlassen. Den Grund zur Schließung der Werke bilden die fortgesetzten Demonstrationen der Arbeiterschaft, die mit Versammlungen auf dem Fabrikhvf, Eindringen in die Ver­waltungsgebäude und Direktionsbureaus und Bedrohung der Direktion verbunden waren, sowie für Montag früh erfolgte Mißhandlung und Verjagung von Betrieösbeamten. Die Schließung der Benz-Werke steht mit den zur Zeit zwischen den zuständigen Arbesigeber- und Arbeitnehmer-Vertre'e'-n schwebenden Verhandlungen über Lohnforderungen in kei­nem Zusammenhang.

Derschandelung deS A^beTberget LaudsrhaftS- b.ldes.

Heidelberg, 7. Nov. (WTB.) DaS badische ArbeitSm'nisterium nimmt gegen den Einspruch des ^Vereins Heidelberger Presse" gegen die Verschandelung des Land- schaftSbildeS von Alt -Heidelberg durch den Cfie'farfanalaublan ©cl'unq und te It mit, daß In dieser Qlnae'egcnieit bereits seit fah­ren »w's-ven den badisch-n und den mafjlebenden Re'chsbehörden Verband'ungen statssanden De Stelle, bei der da- Heidelberger Wedr an^ere.gt werden soll, Ileic noch keineswegs fest Bn Ge­legenheit der O^s'nleg'ang der P'äne. dir von der Hedarfanirbaub r'ktion in Hei brvnn auigca-- beitet werden, wäre allen Vrteiligten. und in, diesem Falle auch den berufenen Vertretern des Heidelberger Sh ltzes. Gelegenheit gegeben, ihren Standpunkt gellend zu machen. Dis badische Dassergesetz (§ 41) bestimme ausdr'ck ich daß d'-e 6rf a'tung hervnrrape der Natur'chön e tcn nöti- gensalls zur Versagung des Vesch'ulseS An' geben könne. Das M nist-rium verwahrt sich daher »um Sch' gegen d e ilnt-»rrtenungl daß die Be- börden, bei denen die Entscheidung dieser Frage liege, über die berechtigten Interessen deS Heimal- schutzes h nweggeschr.tftn seien.

Eintritt der Sozialdemokratie in die Württem- berg'schr Regierung.

61 u 11 g a r t, 7. Nov. (Wolfs.) Der toürt- tembergische ArbeitSminister Dr. Schall (Dem.) ist von seinem Amte zurückqetreten, Hachbem die Sozialdemokratie die Forderung alf Eintritt in die württembergische Regierung erhoben hat. Zum Arbeits- und ErnährungS- mintfter wurde der Abgeordnete Keil (Soz.) ernannt

gegangen sind, die für gültig erklärt wurden. Der Reihenfolge des Eingangs noch sind Co die fvtaenden Cirten: 1 6nüal,anofratil<t: Partei: 2 Deutschm.ti>nale (H f.) Itl Partei: 3 D ut'cht Volk-Partei In Sofien. 4. Hessischer Bauernbund unb rhnnheslische Land list«: 5. Demokratische Par­tei 6. 3cntrum; 7. Levis ums-Part ei: 8. A.S. P.:

ftanbener Ausdruck, den man mit unferm Zeitgeist, mit unferm Leben durchaus nicht in Einklang bringen kann. So war es früher ein­mal. Damals konnten die Künstler sich ver­graben, weil die Verbindungen mit der Außenwelt schwerer waren. CS ist wirklich tra­gisch. daß die moderne Kunst sich einfach auf den SatzKunst kommt von Rönnen*' festge­nagelt hat, sich um ihn herum dreht. Kunst aber soll gebären, soll weitergehen. Da, wo Freiheiten sein sollten, ist heute eine ungeheure -Verknöcherung. Man läuft immer um diesen Satz herum: wenn das einer täte, ginge es noch. Aber förmlich Schllder auszuhängen, ist merkwürdig. Ich sage einfach für mich: die Kunst soll seelisch soziale Zustände aufgreifen, denn ich halte eS für unwahr, wenn man be­fürchtet. Daß man in einer Zeit, wie es die unfrige ist, als Mensch und Künstler leben kann, ohne von allen den Fragen, die das so­ziale Leben in jedem Gebildeten aufpeitscht berührt zu werden. Auch der Maler muß Mit­arbeiten an der Erhöhung deS Menschentums. Es ist lächerlich zu sagen, ein Maler ist ein Maler und weiter nichts, und ich gestehe, daß ich leider selbst, als ich jung war, daran fest- gehalten habe. Damals, vor 25 Jahren, war ich einer der ersten, der glaubte, wir könnten mit dem bloßen Naturalismus, mit dem Ab­schreiben der Natur das Größte in der Kunst erreichen. Man bleibt aber mitten drin stecken, wenn man sich in Schlagwörter verbohrt Kunst ist Seele. Kunst heißt aber nicht: nur äußere Erscheinungen wiedergeben. Rnd da schnüffelt man heute überall herum, ob ein Bild richtig gezeichnet ob es naturalistisch gemalt ist. und

Feuilleton.

Ein Kunstbek.nutuiS Lcsser UrhL.

(Zum 60. Geburtstag des Malers, 7. Jod.)

DerBerliner Maler Lesser Ury, Der am 7. November 60 Jahre alt wird, hat unter Den Meistern des Impressionismus stets einen angesehenen Platz eingenommen; doch fanden seine biblischen und sozialen Monumentalbil­der sowie seine kühnen Farbenstudien toenb ger Beachtung. Eine neue und tiefere Wer­tung seiner Kunst versucht nun Adolph Danach in einem prächtigen WerkLesser Ary, Seine Stellung in der modernen deutschen Malerei**, anzubahnen, das er soeben im Verlag Mat Der! zu Berlin erscheinen läßt Aus seiner Darstellung aeht hervor, daß der Künstler, Der stets ein Sucher auf unbetretenen Pfaden war. seiner Zeit vorauseilte und sich bereits früh mit künstlerischen Problemen bcschäf.i Ne. ti: erst heute modern geworden sind. Schon in den 80er Jahren schuf er visionäre Phantasie- >werke, und die einfache Wiedergabe der Wirk­lichkeit, Die der Impressionismus erstrebte, ge­nügte ihm nicht. Den Drang zur Tcrbilh- llchung des allgemein Menschlichen, der in der expressionistischen Kunst seinen Ausdruck fand, hat er stets gefühlt und schon 1903 zu Donath In dem folgenden Bekenntnis formuliert: M bin der festen Meinung, daß alles das. was sich beute Naturalismus. Impressionismus, Symbolismus nennt, nur dahin abgeleitet wer­den wird, daß mir wieder große Gemälde haben werden mit sozialen menschlichen Grund­ideen. Für mich existiert nicht der Satz: »Kunst kommt von Können.** DaS ist ein alter abge-

Die Wahlbeweguny.

Deu tschnat tonale Anträge. Auf Dem 3 2anW*>arteitaae der Doutschnationalen (Hessischen< Voll-Partei wurden folgende. von der OrtSgruppeGießen gestellte Anträge, ein- fltrnmta angenommen:

1. Ti? RrtchstaaSfraktion unserer Partei wolle Dafür eintreten, Dan alle Ge'^rlt-änderungen der Beamten deS Reichs, der Länder und der Ge­meinden sowie der Ossiziere den im Ruhestand lebenden Beamten und Offizieren in de selben Wsise angerech"et werden wie Den noch im Dienst be^'bsichm Beam'en. 3n Bewach' komm n hier- nah 2'e d runse' de? Grundgeha t S arhertixi- tfcic Zutoi'ung zu O tSllassen und Gehaltsgruppen sowie Aenderungen der T uerurgs- und Kinder- Züschlstre. Auch ti? künftigen Al"'eo7dne'en un- r Partei wr Hessischen Volkskammer haben diele Ge^altS-Äe'.eluna der im Ruhestand Icbcnbcn Brnmten und O'flicre ein utretcn.

2 Die künftigen Voltskammer-Abgeordneten unserer Partei haben dafür treten, daß bei dem Beamten-Zwangspensionierungsg^sctz, das nach einer Entschließung der Volkskammer bis »um 1. April 1922 verabschiedet fein soll, die Zwang-vensionie^ung Anwenkung ft bet nur auf die künftig zur Abstellung getannenben B'amten und OffUiere. Die jetzt in Dienst befindlichen Beamten und OffiMere sind, wie auch schon das preussische Odervermaltu-'g^gericht sich ausgssvio- chen hat, auf Ocben^xt seinerzeit angestellt worden.

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 8. Roo. 1921.

Die gegenwärtige Znckerknappheit.

Hierzu schreibt die ZuckerwirtschaftSstelle deS Vereins der Deutschen Zucker-Industrie:

Es gibt immer noch zu wenig Zucker, und für den vorhandenen, im Verkehr befindlichen Zucker werden vielfach Preise gefordert, die für die große Mehrheit der Bevölkerung uner- schwinglich sind. Die Klagen über diesen Zu­stand, Der den an die freie Bewirtschaftung deS Zullers geknüpften Grtoartungen recht wenig entspricht, sind in den letzten Wochen häufiger und dringlicher geworden. Aber die Schuld liegt nicht bei den beteiligten Gewerben. Die Zullerindustrie hatte mit einer frühen Rüben­ernte gerechnet; diese Hatz sich aber infolge Der anhaltenden Trockenheit und Hitze, die die° benäller auSdörrte und die Erntearbeit er­schwerte, außerordentlich verzögert. Infolge­dessen konnte auch die Kampagne der Zuller­fabriken nicht so ftüh begonnen werden, wie die Reichsregierung bei Aufhebung Der Zullerzwangswirtschaft vorausgesetzt hatte. Auch sonst kam manches anders, als sich vor- aussehen ließ. Insbesondere hat Die mangel­hafte Wagenbestellung Die Rübenzufuhr und Den Abtransport DeS neu hergestellren Roh­zuckers erschwert. Die Raffinerien wiederum erhielten infolge deS Wagenmangels und der schlechten Verkehrsverhältnisse auf den Wasserstraßen nicht hinreichend Kohlen und Rohzuller, auch sie sahen sich genötigt, Den Be­trieb viel später als erwartet zu eröffnen. Schließlich hat das natürliche Streben wei­tester Verbraucherkreise, möglichst viel Zuller- voräte an sich zu ziehen. Den zur Zeit bestehen­den Zullermangel mit herbeigeführt.

Wenn aber die gegenwärtige Zuller­knappheit, bei her es sich nur um eine vorüber­gehende Erscheinung handeln kann, von un­lauteren Elementen benutzt wird, um Wucher­preise zu fordern, so verdient ein derartiges Treiben die allerschärfste Verurteilung. Die Zuckerwirtschaftsstelle, die sich die Ausgabe ge­stellt hat, für eine möglichst gleichmäßige Ver- teilung des Zuckers und Qlbgabe zu angemesse­nen Preisen Sorge zu tragen, hat Den Fabri­ken für gewöhnlichen gemahlenen Zuller einen Preis von 350357 Wk., je nach geographi­scher Lage, für Den Zentner vorgeschrieben. Dieser Preis ist in den Gestehungskosten be­gründet und gibt keine Veranlassung, über­mäßige Kleinverkaufspreise zu fordern. ES ist den Fabriken für die Monate Oktober bis De­zember etwa ein Drittel her voraussichtlichen Erzeugung des ganzen Jahres zum Verkauf und zur Lieferung vis Enhe Dezember frei- gegeben. Da hie Monate mit stärkstem Ver­brauch die des Sommers sind, muß Die somit im ersten Viertel des neuen Wirtschaftsjahres verfügbare Menge im Hinblick auf Die zu er­wartende Ernte als Durchaus hinreichend zur BefrieDigung des Bedarfs angesehen werden, sie entspricht Dem normalen Verbrauch her letz­ten FrieDenSjahre.

Sobald Die gegenwärtig noch DestehenDen Schwierigkeiten Der Verarbeitung unh Versen- Dung Des Zullers beseitigt sind, wird es eine Zullerknappheit nicht mehr geben unh Der lau­fende Bedarf an Haushaltzucker wird in vol­lem Umfang befriedigt werden können. Ge­gen Bewucherungsabsichten werden sich die Verbraucher am besten dadurch schützen, daß

man vergißt dabei ganz, Daß die eigentliche Kunst erh anfängt, wo DaS Handwerk voll­ständig überwunden IfL

SchuitzlrrSReigen".

'Berlin, 7. Nov. (Priv.-Tel.) Rach fcen Morgendlätkem sand gert<rn mittag im Kleinen Schauspielhaus ein Sonderspiel von Schnitz­lers Reigen statt vor einem Publilurn. das nur ouS Den am Reigen-Pro-rh beteiligten Per­sonen. aus Richtern. Vcrteidigcrn, Zeugen und Sachrerständi;en ke' a d. teien auf Gerichts­beschluß daS Stück vorgeführt ttmrbe. Die Vorstellung wurde von Dem Vorsitzenden deS Gerichtshof S Durch Namensaufruf Der Zeugen und Sachverständigen, denen für den Fall deS Nicht^rschRnenS Strafe angedrvht war. eröffnet, mit Der Mahnung, sich jeden Beifalls oder Mih- fallen» zu enthalten, da es sich nicht um eine Tbatervorstellung sondern um einen Lokal ermtn bandele. Die Aufsührung verlief ohne Zwischen­fall.

Goethe al« .8 t bet Iler. ®« gibt bekanntlich nichts, waS Dorthe nicht wäre, ober zu dem Goethe nicht in Beziehung stände Da­her ist er natürlich auch .eibelifcr'* WaS ist da» aber? Die 2 two t darauf gibt der be­kannte Tübinger Psychologe Prof. Karl DrooS in einem Ltussatz dcr .Umschau, in dem er sich mit Dom neuen Beg iff der Eidellk beschäftigt, der k^konders von dem Psycholoaen D E. Müller erforlw«1 troeben ist. 'Ulan weist, tast Die tn- r.e.-en B ld r. Die in ur.fcr r Cr.nnerung oderPhen- tafic auftuu**!, in ihrer sinnlichen Anschaulich» feit seh', v«.schieden sind. Manche Personen ha­ben. wenn sie sich K B ibr Sp isizimmer bor- stellen feilen, blob ein sehr undeutsicheS Bild, während andere alle« so fl.mau sehen, daß f e Die einzelnen Stühle auf Dem inneren CBiUu

besteht, daß im Laufe deS Monats November ausreichende Mengen Zuller zu normalen Preisen auf den Markt gebracht werden.

zählen können. Eidetiker sind nun Diejenigen Men­schen. die ein innerlich geschautes Bild an Der bestimmten Stelle des Hintergrundes sehen, auf die ihr Blick gerade gerill t ist AIS mal dieser Form der inneren Anschauung wird in der G E. Müller gewidmeten Fest chrsst folgendes angeführt: Wenn der StDetilrt einen Degen- stand auf einen festen Hintergrund prvjez.ert. so kann er ganz genau ang ben, to.c weit der Der- suchSleiter ein« Zirkel öffnen muh. um die Drötze des für ihn unsichtbar«' BlldeS au m.'fser ES bat sich nun gezeigt, katz diese eidetische Fähig­keit sich bei Ätnbetn viel häufiger findet als bei Qttoadifenen; sie liest sich cel Iuge..dlich« un Alter von 1314 Iahren für 37 Pro^ it un­mittelbar Nachweisen, war aber auch bd Den an­deren Kinderr rudiw ntär vorhardm. Danach Dürfte alfc die eih.tiiäp Veraillagung für Du6 Kind durchaus normal fein, und man Dirf an- nehmen, dast die ganze M cm scheit au, früheren Kulturstufen tibetifd) war. d b. trme,-e Bilder mit volsiommener A ischaullchkeit sah. So wer­den z. B. die Zuhörer HomerS ein poetisches OldchniS v el (cbbafler vor Dem inne en Au e gesehen habcrn, als manchrr moderne Philologe glauben mag. So erllörl es s ch auch, daß auch beute noch unter den mit lebhafter Pbantaste begabten Künstlern mehr S.detHcr a"-utrefse» sind als chra unter Den Gelehrten. De Gäbe der Eidetik bat Krotz bei v.rschtedenen deu .schen Dich­tern nachtewiefen. und d.so-.derS deutlich bei Gortde. tie'er hat selbst geschildert, wie er mit geenftem Kopf und gcschlosier.en Augen in Der Mitte deS DesichtSflldeS eine Blume schauen konnte, au- der sch andere Numenartige Dedilla In .bervvrauellend.'r Sch^psuna- Immer neu ent­falteten. Auch sonst tätt sich m seiner Dichtung die Fähigkeit Der inneren Schau von Bildern in hohem Grade oachweifeu.

Lll. Vorlesungen an der LandeS- Universität. Aus folgende Torle'ungen, für die ein allgemeines Interesse vorhanden fein Dürfte, fd noch^nnlS bingetoiefen: ,Die Lechnll DeS Tankg^schä tS". Mittwochs 89 Ubr abe rds, XanC eanucr 'S. Donnen Wesen und Zw.ck Lnil- mänr.i.Xer Buch ührung und amtr-mg", Frei­tag 46 ilbr. Prokurist H. WM: .Hebungen über die Ni derta.B.sche Vvlksw.rtscha t für Anfänger und Fvrtgesa^rittene'*. Donnerstag 68 iibr, alle 14 Lage im Vvllesungsgebäude, Dr. Metz. Stzn- dikus Der Mll)erländi.chen H<mdelSLammcr in Frankfurt a. M.

Zur Landtagswahl. Die dem Reiche angehörigen 20 Jahre alten Studenten find auf Grund des Artikels 2 deS Wahlgesetzes wahl­berechtigt. Sie hätten also in die Wählerliste ausgenommen welchen müssen. Da sie annehmen muhten, daß sie ausgenommen seien, ist es nicht ihr Verschulden, wenn sie die Einspruchssllst we­gen Nichtaufnahme versäumt haben. Sie können daher auf Grrind des Artikels 14, 3 Des Wahl» geleves die Ausstellung eines Wahlscheines be­antragen. Mit Dsisem Wahlschein sind He überall in Hessen wahlberechtigt.

Oberhess ifcher Kunstverein. Die Ausstellung von Werken der Hrssen-Künstler ist nur noch dsisr Woche täglich von 11 bis 1 llhr und morgen (Mittwoch) auch am Nachmittag von 3 biS 511 br geöffnet Nächsten Sonntag letzter Aus­stellungstag.

* Ferieniinder aus Ob erschle - sien. In Der vergangenen Woche trafen nun auch für den Bereich der Landesgruppe Kassel Der Vereinig tert Verbände heimat- treuer O b e r s ch l e s i e r 150 Zerienkinder ein. Freundlich empfangen, wurden sie von Kassel aus toeüer geleitet, in die cliuclnen Kreise Die Be.iilsgruppe Gießen der V. V. H.O. brachte 29 unter, von Denen ö in Lollar. 3 in Reichels­heim und 20 in Büdingen Ausnahme sanden. Weitere A.»erbieten zur Aufnahme von Kindern aus Oberschlellen nimmt die DezirkSgrupve Gie­ßen, Liebigstraße 51, stets gern entgegen.

In der Deutsch-demoiratischrn Partei sprach gestern abend in öffentlicher Ver­sammlung Finarrzminister Henrich über .Die Bedeutung der hessischen ßanbtage- wählen'*. Er legte -eingangs dar, daß Wahlen letzt eilte ganz andere Bedeutung Haden als in früherer Zeit, da sie heute ein Urteil über die bisherige und ein Votum für die künftige Po­litik des Landes darstellen. Deshalb 'bedeute heute Wahlrecht Wahlpflicht. Weiterhin ging der Redner in Einz.ldariegungen auf Angrisse ein. Die gegen hie Derzeitige hessische Regierung erhoben worden siltd. Er führte Dabei aus, tote cd sich nach hem Zusammenbruch vor allem Darum gehandelt baJbe. das Ehaoö zu vrrm ihen und ctae neue OInnung zu .schassen. Dies sei in Hessen insofern gelungen, als sich hier die Ver­hältnisse ruhig und ohne die Erschätterungen ent­wickelt haben, die anderen Landern nicht erspart blieben. Eine völlige Neuordnung au schaffen, lei nicht möglich gewesen, immerhin sic manches Grundlegende erreicht trogen, bet pielsw-ile die Verfassung und die mit ihr in Verbindung ste­henden Gesetze über das neue Wahlrecht und den Vcllsentscheid. Anderes sei noch ün Werden be­griffen. Io die VertraltangSrrform im Sinne her Demokratie und des Ausbaues her Selbstverwal­tung. die Beseitigung Der StandrSoorrech e und die LanDgesetzgebung, alles Dinge, d.L Haupt­aufgabe Des zu wählenden neuen LanDtageS sind. Der Redner ging nun zu einer Besprechung Der Firanzverhältnisse und D r Steuergesetzl- edung ülee. nob.-i er v s eso 6er d e^e 'en interessieren­den Fragen der Grund- und Gewerbe feuern er­läuterte. beides Gesetze, die vom kommenden Landtage umgearhrit^t und ausgestal et toerten müßten. Den S.and Der Finanzen im Frsistaate bezeichnete der Referent als verhLltniSmäNi^ gün­stig. gut abzeschni'ten habe man auch b t Dem ileb^rganq der Eisenbahnen an das Reich. Spar­samleit müsse In Zuiunst die Parole sein, doch dürft sie nicht an falscher Stelle angewendet wer­den. so bei den Ausgaben für kulturelle, für Schulzwecke. Der Redner verbreitete sich weiter­hin über die DesoLungSordnuT-g für dis Beam­ten und über die Finanzpolitik der Gemeinden, Deren Selb ständig?-' t er baldmöglichst wieder' er- gestellt sehen w.l' und tarn dann auf die RcichS- poliUk zu sp.eck.e.. Hierd>.i wieS er auf Den schnöden Rechts- und Vertragsbruch bin. der an Odcrschlesien begangen wor.en ist. uth txrtci- digte sodann die Haltung des Kabinetts Wirth in seiner Stellungnahme zum Llltimatum der En­tente. Der Vertrag von Versailles ist. fo leg'« er bar, auf die Dauer uncd^JUxir; Diese wrtennt-

nks würde sich, so hoste er, auch im Auslands mehr und mehr Bahn brechen. Helfen können wir und nur aus eigener Straft heraus, wenn wir nich: verzweifeln, fenhern weiter arbeiten. Das Ziel jederPolitik muß fein die Wvhl.adrt deS deutschen Volkes. Nachdem derVorsitzende Dem Referenten Den Lank De; Veriamm ung ausgesp ochen Ditte, er­hielt DaS Mitgl ed des Pceu Aschen Landtages. Flau Martha Don hoff, das Dort ;u ihrem Referat .Die Frau in der Politik". Die Rednerin ging davon aus. das) Die Frauen zwar kos Wahlrecht erlangt hätten, aber noch nicht tief genug in das politische Leben etngeDrungen seien. 11 nD doch seien cS eine ganze Reitze von Ausgaben, die von ihnen IwbJonhere hier v lösen seien. Als 'olche Arb.sttsgediete nannte Frau Dönhoff in erster Linie Die Erzi> h mg der Mädchen in doppelter Hinsicht, als künsvgc Hausfra i. aber auch für einen LebenSberuf, und Die sezrale Fürsorge, beides 2tafgaben deS össeill- lichen Lebens, zwar nicht in tem politischer Ain- sicht. aber aus staatsbürgerlicher (Mimt inq her­aus. Dem deut chen Vo.'e ZutunftS.nög'. chl'iteu zu schassen, dazu vor allem können und soll« Die Frauen mit helfen zugleich alS vTrsöhnenDcS Element zum Ausgleich der Gegensätze. Auch Der Rednerin wurde ter Da k ter Versamm­lung au-gesprochen, w. rauf der Vor i c the, da sich zur Aussprache nicn a-b zum Wosit' mel­dete. die Vccamm u^g schio*; m t der Xiilar- Dciung, am Tage der Wahl zur Urne zu gehen.

- Das Eiserne Kreuz 1. Klasse Ut durch Erlab deS Preußischen 6t laKmliiftcrlum* vom 4.10.21 dem eh-m öe q&xnUi Iotz. Mohr, früher 1. Komp. Fstsilier-Rett. S2. jetzt Post-Bv- triebsassisient in Gießen, verllctzen worden.

Druckfehler. Im gestrigen Üeitaufsatz .Das neue preußische Kabinett"' sind cl be D uck- fehler unterlaufen, die nur In einem Dell Der Auf­lage berichtigt werden konnten. Der 6o»l-'[henu>lrai Siering (nicht Oerenn) hat bis Handels­ministeriums nicht Inncresl Über ommen. Aw Schluß des Aussatzes mußte es heißens .Herr Stkgerwald ist gegangen; Herr Wirth wirb nicht lange bleiben tonnen.**

* 3 n den A'tvria-Lichi spiele» wird augenblick ich der Asta-Nielsen- Fll n Hamlet gespielt. Das Manuskript ist auf Der alten, von Professor Wining gefundenen a'tcn Hamlet sage aufgebaut. H2miet. Der Dänsnvr n , ist ein Weiv Um den Thron zu retten, hat d e Königin In Der Stunde der Not das eben geborene Mägd e.n all Knaben, als Thrvnerben ausrufen lassen. D^ese Lüge, die nur Dec Heranwachsende Hamlet und seine Mutter kennen, lastet auf Dem Jungen Leben. IedeS natürliche Gefühl, DaS sich in seinem Herzen regt, werd verzerrt oder versteckt und rings um ihn gesch eht grauenvolles Verbrechen, das zu sühnen D.eser weibliche ManneSmut unter­nimmt Aber dies Geschick ist stärker. unD bei Der Vernichtung des Dösen stirbt auch Hamlet selbst

'^ornottzen.

DageSkalender f ü r Dienstag StadtIdeate! 61? Ubr: »Der Freischütz". - Hessischer Hof". 8 cklßr' DemvrraUscher Be- amtcnverband.

Aus dem Stadttheaterbureau In der Ausfübrung von .Maria Stuart ' zu Schillers Deburtstao am kommenden Donnerstag wird Die neue Heroine, Fräulein Kitty Frank, in der Titelrolle zum ersten Oltale auf treten. In weiteren Hauptrollen sind beschstftigt Frl. MarckS, hie Die Elisabeth spielt, die Herren Zuhnke. Teleky.Vvlck. Brandes. Ba- d u r a. Die Spielleitung führt Herr T e l e k y.

Die Deutschnationale Volks' Partei ttalt am komm mden SamStag Im Hotel Einhorn eine Versammlung ab. in Der Professor LurtiuS- Heidelberg spftcht.

L-!Ndkreiü ('heften.

A Allendorf a d Lahn. 7. Aov. Der beut sch e Ausverkauf tej n u n tn au b auf dem Lande. Nachdem Die H.rren des bs.'e.yten Rhein'a rdes den 3nxx i Dir stckDtischm G: chlile Ina Aus and gelcha st haben, fo.umen si' nu.i mit K afiwagen auf b c ÖinDorti, um die Waren Der Laden aufjifaufex So er ch en hier eh Iran» ?ösischer Kraltwagen und taufte, toal auf ultet;en taar. M.t Dem gefüllten Wagen ging e3 über Wetzlar ins besetzte Gebiet zurück Auch aus Nach­barorten w.rd ähnliches berichtet.

Q Gründer g, 7. Nov. Heute wurde hl« die Landwirtschaftliche Winterschule eröffnet. Die Stadt war durch Bürgermeiste'- Ranft tiirtretei, die Rcgi.rung hie Re-gie- rungSrai Dr. H (Gießen) entsandt. Dieses Hahr ; ist nur eine Klasse gebildet Wochen, ihr Bestand . betrug bei Der Eröffnung 24 Leiter der Sbule ist Landwirt'ch s Sl h.er Srautmann. Außer dem i erteilen noch Unterricht in einzelnen Fächern:

Reallehrer K o h l b a ch. G vm ttr L t ch t e n s e l s ! und Beterinärarzt Dr. Blume. Die Anstalt ist 1 im Vollsschulgebäude ur.ftrgeöracht.