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jbe'nKttfdifl'f'tlittg gegen dv ©trnrmcTt ter Deut/ion SM^pa-tri, t«er 1 ert'rfjcwtxrta'en unb Demo kosten mit 11 gegen 12 Stimmen tntb ör 'Dntrae Schumann intb Gen o ffen airr Beibehaltung der ^nxKi^ivtt'cfjftrt gegen die Stimmen der So- -aalistcn ab gelehnt Ter S 1 bti Ge'eKcvt- fmurittS wurde yjbamt gemäß dem Anttag Blum in der Fa ung cngenommen, daß aus dem In- land im Dr>t'chafts:ahr 1921/22 2'4 Millrnt.'n Donnen (vetreDe im Wege der Umlage aufim» dringen seren.

Die fyiirdjt vor der dentschen Gegenliste.

* Frankfurt a. M., 7. Juni. Eine durch denDeut'cten Herold" berausgenebene Gegen­liste von 400 französischen Kriegsver­brechern find-t in allen K'r.n'ei der Bevölke­rung reißenden Absatz. Diese Veröffentlichung bat unter den französischen Militärkrci'en des besetzten Gebietes starke Beunmh-'gung hervorgerusen, das um so mehr, als die Liste mich weite Verbreitung nt dem besetzten Gebiet findet. Es wird gegen­wärtig durch die Franzosen das Verbot der Gegen­liste für das französisch besetzte Gebiet in Erwö- gimg gezogen. Wie wir hören, erhielten frcm- iöfifcfe Dolizeiagenten bereits den Auftrag, sämt­lich? aufzutreibenden Nummern der Liste $u be- schlagnahmen.

Uns dem beschten Kehlet.

Veu der dentsckrn Zollgrenze.

Höchst a. M., 7. Juni. Die Ueber - wachung der Landstraßen von dem be­setzten m das unbesetzte Gebiet hat sich in, den letzten Tagen abermals verschärft. Verschie­dene Schmuggler wurden abgefaßt, ihre Ware verfiel ber Beschlagnahmung. Außerdem mußten die Pasch.r das Fünffache des Warenwertes in barem Gelte erledigen. Eine besondere Vorliebe zeigen die Zollwächter für Wein unb andere gei­stige Getränke, Tinge, die die Franzosen selbst in reichen Mengen besitzen. Mau hat den Eindruck, als ob man in Kürze mit der Aufhebung der Zollmaßnahmen rechnen kann.

Bad Ems, 7. Juni. (Wolft.) Das Etn- nnd Ausfuhrastrt teiTt mit, daß gemäß Ver­fügung des Dft'chaftsilomitees der Rhcrücmbs-> ftnnmisfton sämtli-te hier befindlichen privaten Bu­reaus mr Vermittlimg von Aus- und Einfuhr­bewilligungen s^svrt ihre Tätigkeit etnzu stellen Ihalien. Btt Nichtbeachtung dreier Anordnung Ist !polizrilid> Schließung der Bureaus und kriegs­gerichtliche (Strafverfolgung M ge­wärtigen

Internationalistische Narrheit in Deutschland.

Dir lesen unter dieser Ueberfchrist im Deutschen":

Nach Meldungen aus Gießen beMotz tue 23. Generalverfanrm'ung des Deutschen Bergar- ' beiterverbrudes, nach England eine ©hxi.initer* stützung yi senden, tne sich zusammensetzt aus dem »Betrag von 1 000 000 Mk. aus der HanptlAsse des Verbandes und je 3 Mk., die für jedes einzelne Mitglied aus den B?zrekskassen $u diesem Zweck . Dberwiesen werden. Ter alte Dergarbriterverband hat 460 000 Mitglieder. Es handelt 'ich also um >1 000 000 Mark und 1 "380'000 Mark, zusammen ' 15380 000 Mai7.

Mehmon wir an. öag nckch dem Stackd der Valnta ein Pfmid Sterling 238 Mt'. kostet imb «nicht 244 Mk., so lautet diese Millionensumm? englisch umgerechnet aus 10000 Psund Sterlmg, also einen Zuschuß, der m England sehr wenig wiegt, so wenig, nne die Freundsckiaft der eng­lischen Bergarbeiter für ihre deutsdien Stoßen en. Wenn wir dagegen bedenken, was sich mlt dieser Summe in Teutfchland hätte anfangen lassen, fo ergibt sich ein anderes .Bild. Für 500 Mr. kann ntan Fin Kind bequem für einige Wochen aufs Land zur Erholung senden. Mit dem genannten Milltonenletrage könnte man alo ^tefe Ferren - wohltat 4760, also beinahe 5000 Sftnbem zutcst werden lasten.

Ein Liter Milch kostet 4 Ms. (höchstens?). Für die Millioncnmmme ließen sich also 595 000, rund 600 000 Liter Milch erfchni 'gen. Nehmen wir an, ein Kind trint't während einer einmonatigen Milchkur 2x30=60 Liter, so könnte man von der nach England geflossenen Summe 10000 deut­schen Kindern eine iinwächentliche Milchkur kneten.

TaS deutschePrvletan'at" hätte sich den Dank "tausender unterernährter Stinber verdienen fömicn und hat sich statt dessen für über 2000 000 Mk. eine große Geste geleistet.

Dir können unS diesem Urteil des den ckwist- licten Pkluerfidkiften nahestehenden Orgmis nur nnschiießcn.

Tlus Hessen.

Bnr Hcdnnq der Bnntiitiakril.

Dar m st abt. 6. Juni. Das Presseamt des Staatsministeriums macht auf ein nachahmens- wert'-s Vorgehen der Stadt Offenbach in der Woh­nungsfrage anfmtrficm Zur Sxbung der Ban- dätigLe t hat die Stadt verordnetenhersammiung von O f i e n b a ch veickLossen, daß entgegen den Vor­schriften bT OrtSbausatzungen für dir Stadt Offen- bLt) <l M. txjn einer Erhebung der 'Jlnltcgcrb r* träge bet allen in der Zttt vom 1. Januar 1921 bis 31. März 1922 in -lngriss genommenen oder noch zu neijmenten Wolinbansbaulen abgesehen wird, sofern dir Däuser itmerbaTb eines Jahres narfi Erteilung der Baugenehmigung bezugsfertig werden. Weiterhin bat die Stcchtverwaltung in der'Breie ie.mmtgemacht, meld« Tarlehens- b«ttäge und in welcher Höte bei Erbauung von Wohnchau ern in ^tracht lomm.m. Trotz der Be ^^tw^liüstnt ivr Stadt, auch tiutzer diesen Tar- sehuSbelrägen itodi die entstehende Uebertcuerunq in der S?öl>e zu tragen, wie sie

bet ber glewfan Zeit vom städtischem Sombauamt enirftfeten Häuern sich auf

t«n CuabratTndcr ausgefd lagen als not wendig ernxt e, meldeten sich nur weni.ae Leute, »md lelbst die Baugenvffen'cha ten konnten lich mäst bereu nnden, die entsvrecheiden Ver­träge mit der xstabt zu tätigen. Deshalb beschloß die Stadt, alle nicht von Printen in Ansprutt gcnontmvnen Mittel ie'b t $u btrugen und selbst ^Einsamiliendauier (3 Zimmer, Wohnküche, 5pfih Tücbe. Kammer, ff eil er und Stast vi crba'en und dann den Gr-no s nscha t.m ob r Printe", un er noch näher ustzusetzenden Bedingungen in rermieien «der im Erbbaurecht zu verpachten. Tic Erbauung 'der Säufer auf Kosten ber ©lab» andnr'n rrib^n'e Jburd) Privatardntelten, teilweise burch ba? stöbt. Hochbauamt nach getrennten Typen, wöbet die Zu chußmöglidikttt aus Mitteln der vroduktioen Erwtrbslosenfürsorge in weittnöglichstON Maße benutzt toirb,

Aus Kta-t und Land.

Gießen, den 8. Juni 1921.

Die Entwaffnung der Reichswehr.

An mehreren Tagen der vergangenen Woche waren Ententeoffiziere in Gießen anwesend, um die Wasfenbestünde, auch die Finanzen uni) sonstigen Angelegen­heiten des hiesigen Bataillons zu kontrollie­ren. Scheinwerfer, Scherenfernrohre, Ma schineupisdolen, Granatwerfer ufto. müssen abgeliefert werden. Jeder Soldat darf nur ein Gewehr besitzen. Es wird sogar vor­geschrieben, daß für jeden Mann nur zwei Monturen zulässig sind, die übrigen Vorräte der Äkiberfammem werden wohl zerschnitten werden müssen.

Der Termin für die Entwaffnung läuft bekanntlich am 12. Juni ab. Die Gießener Truppe hat allerdings, wie wir erfahren, ihre Bestände schon heute auf die vorschrifts­mäßige Höhe herabgesetzt. Nur die 3. Kom­pagnie, die gegenwärtig dem Wachrcgimenl in Berlin (das bekanntlich zum persönlichen Sck-utze der Rcichsregienmg aufgestellt wurde) &u geteilt .ist und die mit allen ihren Geräten nach Berlin ausgerückt war, besitzt noch Ma­terial, in dem die Entente eine Bedrohung sieht.

Von Gießen aus begaben sich die Entente­offiziere nach Marburg, wo ebenfalls eine Kontrolle voraenonmren wurde. Dort befindet sich bekanntlich nur ein Ausbildungsbataillon, das noch nicht einmal ein einziges gebrauchs­fähiges Maschinengewehr behalten darf. Aus Marburg wird weiter gemetbet, daß der Kontvollofsizier den amtlichen Stellen un­bekannte Angaben.über Waffenlagerungen in der dortigen Kaserne machen konnte. Es gibt ja bedauerlicherweise noch Deutsche, die die Entwaffnung unserer Wehrmacht sehnlicher und lauter wünschen fast als die Gegner, und die den Ententekontrolleuren gerne ihre Arbeit erleichtern.

Wir geben diese Einzelheiten wieder, um jedem Deutschfühlenden, vor allem der Ju­gend, zum Bewußtsein zu bringen, welche Demütigungen Deutschland trotz allen guten Willens über sich ergehen lassen muß.

Wie die Kirsche nach Deutschland kam.

120 Jahre nach dem ersten Auftreten der Edel- krrsche in Italien, zur Zeit des Plinius, wachst sie bereits zu beiden Ufern des Rheins; sie ist in Belgien und in Britannien heimisch. Ohne Zweifel ist der Weg, auf dem der Fruchtbaum gewandert war, über Gallien gegangen. Aus mefc reren Stellen der römischen Schriftsteller geht hervor, daß die Gallier im Züchten des Obstes besonders kunstfertig waren, und es wird erwähnt, daß die Kirsche ht denBarbaren!ändern" aroma­tischere Früchte getragen habe, als an den Ge­staden des Mittelmeeres. Roch heute sind die Schweiz und der Oberrhein besonders gute Kirschen - fiegettben, in denen der Baum gar prächtig gedeiht. Sv kam die Kirsche, als ein Geschenk ber römi­schen Kultur, ^gleich mit den Eroberern nach Germanien; sie ist in den ersten christlichen Jahr­hunderten dort heimisch geworden, denn das deutsche Wort Kirsche ist nicht aus dem Romani- fd)en, sondern unmittelbar wrs dem Lateinischen genommen, wird also im Althochdeutschen bereits zur Zeit der Völkerwanderung sich eingebürgert haben. Am nadidrücklichsten förderte Karl der Große die Obstzucht, und er hat auch die Anvflan- fciimg von Kirschen in deutschen Landen in großem Maßstabe durchgeführt. In fernem berühmten Capitulare", in dem er seine landwirtschaftlichen V.'rvrdnuugen zusanrmenfaßte, befiehlt er, daß in den Obstgarten neben anderen Bäumen auch Kirsch- bäume stehen müssen, und ans einem Meiergute ließ er z. B. neben 100 Birnen- und 115 Pflaumenbäumen 1125 Kirschbäume setzen. Die eigentlich Pflege und Zucht der Kirschen, wie des Obstes überhaupt, lag aber in den Händen ber Mönch?, und so hören wrr denn in jener Zeil verschiedentlich von einzelnen Klöstern, die be­sonders schmackhafte Krrschenarien erzielten und diese dann in den umliegenden Gegenden ver­breiteten. So ist seit 1000 Jahren die Kirsche bei uns heimisch geworden.

Wettervoraussage

für Donnerstag:

Bewölkt, noch meist taxfm, warm, östliche Winde.

TaS .tzochbrnckaebiet über ber Nvrd'ee Unb Teutschland verflacht sich allmählich. Bei süd­östlichen Winden ist wwber mit stärker Erwär­mung zu rechnen.

In Lauterbach sank die Nachtkempe- ratur in der vergangenen Nacht mif 3 Grad, in Gießen aus 8 Gnü> intb fn Darmstadi aus 11 Grad.

** Amtliche Personalnachrichten. Zn den Ruhestand versetzt wurde am 31. Mai der Lehrer an der Volksschule zu Münster im Kreise Gießen Christian Römer.

♦♦ Die Kvnsulatsgefchäfte der Dominikanischen Republik für den Bolksstaat Hessen werden von der Gesandt­schaft der genannten Republik in Berlin wahrgeiwrnmen.

** Sitzung der Stadtverord- ncten-Bersammlung wird am Freitag nachmiLag 4 Ubr veranstaltet. Auf der öffentlichen Tagesordnung stehen: Er' einer Geschäfts­ordnung für die Stadtverordneten­versammlung. V-ratung des Vor- anschlagS bei Stabtlasse und der städti- ichen Rebcnkassen für 1921. Erhebung einer £ e r a n ü g ü n g ssteue r. Ueberna'me ctrtr Vurg,chofl durch die (Stabt für eine Hnoothcken- -dwlb des Aliceschulverrins. Ginfri'bigung an den @runbftüjen des Eisenbahncrhrimstätten- verrms. Umbau einer Friu'ch'uer am Be-awerk

Wohnungen. Bau gesucht des Ingenieurs Brinkmann für Babnhosftraßc 53 und des K Kobel 'ür Liedigstroßr 7. Vergebung her Glacr- arbeiten für die Neubauten an ter Kai ec-Allee.

"Von derBiebertalbahn Anläßlich teS am nächste:, Sonntag mKöniasberg statl- n 'beiden Turnfestes hak ich die Bihnverwaltima dec Bi-bertalbahn benil erstSrt, an diesem Tage einen Svnderzua ab Gießen vormittaqs 6,15 an Sieber 6/0, verkehren zu lassen.

** Das Heugras der skäbtischeni Diesen wird am nächsten Montag und Dienstag I versteigert. Näheres ist aus dem Anzeigen­teil er'ichtlich.

**StarkesAngebotvonErdbeeren wird aus FranisuN gemeldet. Dort )iib reichlich. Sendungen aus dem Taunusgebier cnigäroifcn. Gwße oollrei.e Früchte kasteln in Frankfurt 3.50 bis 4.50 Mk. das P.unb. Die hellrote, fleischige Kirsche aus dem F-rankiurter Gebiet wurde per Zentner zu 320340 Mk., die badische Kirsche zu 250260 Mk verkauft. Die Frankfurter Straßen­händler hielten im Ankauf von Kirschen stark zurück.

** Oefsentlrche Bücherhalle. Im Mai wurden 1550 Bande auSgege--en. Davon kommen aut erjäßXcnbe Literatur 991, Zeid'christen 112, Inger bedri, ton 132, Lüeraturgesckst ck-te 11, Gedichte wib Dramen 28, Länder-- und Völker­kunde 46, K^ulturgefchichte 16, Geschichte und Bio­graphien 49, Slmngcidjidtte 23, Narunri senscbast und Tocknolögie 66, Heer- und Seewesen 2, Haus- uud Landwirt duft 12, Gesundheit^lehre 16, Re- ligwn und Phüo'oPlXe 16, Staatswissenschaft 7, Spcadmn,se..s--ast 8, Jr^-mdw. ackAick-cs 15 Bände. Nach auswärts tarnen 41 Bünde.

geht das Stück, welches das erste Mal mrt ss gaoßem Beißül coifgemmmen wurde, im ff a t bo» li schen Ver ernshau s rn ^>zene. Bei z we i- teTfarfttm Wecker wirb am Sarnsurg um 6 Uhr ein Pkakat an der alten Bürgermeisterei (Süd-An­lage) öu»gehängt, bas Auskunft erteilt, ob Tnsnrtxtt oder im Kath. Ber^inShaus gri^xtl wird. Die Plätze der drei eriten Rechen gelten als vordere Sitzplätze, die von der vierten ab als Hintere.

Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Morgen abend wirb im Hörsao! deS Physikalischeii Instituts ein Vortrag über Erb, Licht- unb Furckent legrapdie und Te'eplZ)lne vecansUlltct. Die Entwicklmig bi&- ec Einrichtungen während des Krieges rvirb in tem Vortrag, den zahlreiche D m.mftrlrtbneii und Becsudre txyleiten, ganz besonders berücksichtigt

Kreis Lauterbach.

Ein intercksanter Rechtsstreit.

rr. S chli tz, 8. Juni. Wie kürzlich schon berichtet, ist von ber alten unter Denkmalschutz sehen dm Schli tze r Bc festig ung sma ucr an dem $>. Hoi nvrmrschen Grundstück ein etwa 10 Meter langes Stück zusammengestürzt und hat dabei an einem darunter stehenden Ok-

** Der Postverkehr mit dem Auf- standsgebiet ber P rv v inz Oberschle­sien ist seit ikm 3. Mai uah zu völlig unter­brochen. Juft^gedrisen haben sich bei den Um- lcitungsstellen i.i Breslau unb Oppeln gwße Men gen von Se.chungen angesamm.4t, bereit Bearbei­tung imb Aufbewahrung ernste Schwierigkeiten verursacht. Seit 25. Mai werden zwar täglich mit einem zwischen Ovveln imb Kattowitz ver­kehrenden Mi.itärzug 6 Briefbeutel für Gleiwitz und 4 für Katwwrtz durch Veemitlluna des Zug­führers befördert. Tiefe geringe ZalL der zuge­lassenen Briefbeutel reicht aber zur Abwicklung des Verkehrs entfernt nicht aus. Tie "Lvstver- »oaltung, die von sich aus tri ne weiteren Ver­bindungen emridften kann, sieht sich daher ge­zwungen, die Annahme von Gtni'djreibfcnbimgen icder Art, von Postaufträgen, PvstcmWeisungen und Nachna1)mcn sowie von Drucksache, 2Ba reu proben, Gesdüstspapiecen und Misdn ndungen nach dem Aufflandsgebiet vorerst gänzlich einzustellen, Zah­lungsanweisungen des Postsche-ckverkehrs dähin nicht zuzulassen und die schon bestehende Sperre für Paket- und LLertsendungnr weiterhin aufrecht zu erhalten. Z u g e l a s s e n werden vis auf wei­teres mir gewöhnliche Briefe, Postkarten und durch die Post be-ogene Zcftungen auf Gefahr des Ab­senders. Die Beförderung dieser Sendungen laßt sich aber nur durchführen, wenn die Bevölkerung den Briefverkehr auf oas allergeringste Maß em- schränkt.

** Ehemalige Kriegsgefangenen- barocken als Wohnhäuser. Die Von der Gemeinde Griesheim van der Reichs ver­mögens stelle aus dem Gefangenenlager yi Wohn­zwecken erworbenen Hvl'baracken ernxi'en sich durchaus als Nvcckent^chroch.md. Jede Baracke wurde zu 6 Wohnungen emgerichtet und mit guten Kellern versehen. Ter Vorteil dieser Baracken besteht darin, daß sie in verhältnismäßig kurzer Zeit umgebaut werden könueir, was bet dringender Wohnungsnot von Bort il ist. Sre machen einen netten imb gefälligen Eindruck.

** Das Kotnmisb rv t von heute. Das Kommisbwt wird be.ser. Es fehlt an Roggen. Die RridrSgetreidestelle kann desl?alL die Rnchö- vecpslcguugsänrtcr nicht in vollem Umfange mit Mehl daraus ver'argen. W e i- e n w e h l ist aber reichlicher vorhanden. Bis zur neuen Ernte, also bis Ende August, ist deshalb eine neue Zusammen­setzung für das Soldatenbrvt vom ReidOschatz- nriniiter vorgeschrieben morden. Es soll bestehen aus §0 Pw-rent Rvggenttvrhl, 50 Prozent 85 prv^entigem Weizerm hl und 10 Prozent MaiL- oder Hafermehl. Vorläufig ist aber den Reichs- verpflegimgsämtern fast burdyveq erheblich m vr Roggen- als Weizenmehl zugewiesen. Das Bwt wird deshalb erst später das genannte Mischungs­verhältnis erhalten. Die beiden Mehtsvrten sollen irach ten Ce ^mlbeständen per einzelnen Reichs- verpflcgungsämter iverwcndet werden. Mehr als 50 Pro-e tt Weizenmehl darf bim Brot nicht zu- gesetzt werden.

** Silberne Hochzeit seiern morgen Karl Strack und Frau geb. Döring, Schiffen- berger Weg 62

Bornotizen.

TageSkalender für Mittwoch: Hotel Gvoßber»g, 8V* Uhr, Kvnzert der Violin- Idur.'e von Wilhelnr Schöttler. Cafe Leid, 81/. Uhr, Probe für den Maisenckwr des vereinigten Mäimerdrors Har'mvnie-Gemütlickl'eft. Licht- spieltheater, wie gestern.

AuS dem Stabttheaterbureau: Tas LustspielBettinas Verlobung'", bas morgen hier erstmalig gegeben wirb, ist in den Hauptrollen besetzt mit den Herren Juhnke, Bolck, Töring, Heding, Hellborn und Bechftrin. sowie den Damen Koop. Türk, Marcks und Keller.

Bund zur Pflege von Musik und Literatur. Der 2. Kunstabend des Bundes findet morgen abend stall: ein dmtscher Abend. Auch für diese Veranstaltung sind nur ffräfte ge­wonnen worden, denen ein guter Rus vorausgedt. Frau Obern- unb Konz-rt ängeritt ElseLanbs- bofs aus Berlin wird ihren GesangSteil mit Webers Ozean-Arie eröffnen. Mit dec Wiedergabe dieser schwierigen Sopran-Arie wi b die Künst­lerin sdum in ihrem ersten Bortragsstück ihre un- gkwöbnlid) stimmliche und darstelleri che Begabung Aum dramatilä-en Gesang »eigen. Es folgen dann in der zweiten stummer Lieder von Schubert und in ihrer Schlußnummer Brahms und Strauß. Den deklamawriscben Teil des Pro^r<unms hat ber bekannte Vortragsmeister Wassermann aus Karlsruhe übernommen. Er war ein hervorragen­des Mitglied des früheren Karlsruher Hostbeaters, wo er den König Lear, Richard III., Nathan den Weisen und den Mephisto spielte. Gerade tne Vielseitigkeit seiner Kunst führte ihn immer m»hr von der Bübnentä igkeit weg zur Rezitation. Wassermann roirb 0'<ridde von Goethe u Schiller, Ter befreite Promot Heus von Dchmel und Poesie und Prosa von Liliencron vorlesen Tas vielseitige und wirkungsvoll zusammengestelltc Programm empfiehlt einen regen Be uch. S Anzeige.^

Von der Baldbühne Wie aus enter Anz.-i-e zu rrieten ist, ni d am nädrjei Sams- t a g nidx Sonntng das Marien kind, ein deutsches Märchen v.el von Hetnr. Frank, wrcker- lult imb zwar itnbet tne um 7 Uhr be- t incnhe Aus'üvruuä bei schönem Wetter rm Walde statt. Man hat den verdÄmismähig >p_lm Anianq ge­wählt, weil biö da'i i die Tagesarbeit verrichtet ist, dann aber auch weil bv Bühneunnckung in her Tänrmtnmg noch größer ist als lv greller I Tagesbrieuchtirng. Sollte eS jedoch regnen, dann

bäude betvödrUichtn Sclerden angerid-tct. Nun er­gibt sich b.e intcrefantc Streitfrage, wer für ben Schaden aufzukmimen unb ixe Mauer neu auf- zu richten hat. Der Anmodner, Geur.rnüe und auch der Staat lohnen alle mrt.inander ab, da sie sich nicht dazu für veaLlichtet halten Irgend jemand muß aber schlveßlich ..daran glauben" Aus ben Ausgang des Rechtsicreckes darf man gespannt fein

Vesskn-Nassau.

Die Mmulchiffahrtt

Frankfurt o.M.» 7.Jwii. Dreausgie* bigen Gewitterregen der letzten Tage brachten drin Quellengeb iel des Mains ben lang, ersehnten Wasser zu wachs. Tie Schiffahrt zeigt eine zunehmende Betebung. Die Güter, die bergwärts ^rangeschletwt werden, bestehen in der Haupt- mckv aus Kvhlen unb ffoB. Die Dvrftachtung zu Tal bewegt sich noch in mäßigen Grenzen.

mc. Fran kfurt a M., 7. Ium Ten Be­amten der Inen gen ZtorminalpoUzei gelang es am Frritag, den aus dem Zuchthaus Ziegen­hain au sgebrvchen en 26iäbngen TaglSH» ner Jakob Geis auS 0 tc tu ba th 11 einer Wirt­schaft mit seiner an* lichen Braut lcft$unctrmen. Bei der Festnahme ivar größte Boriicht geboten, da Geis ständig zw-. i geladene Revolver btt sich trug unb vor entern Mordversuch nicht zurück- schreckte. Wie ennnerfti? wurde am 30. Avni im benachbarten Bergen der Privatier D. Lichten­stein von zwei Unbekannten, von denen ber dne Hans Hahn schon vor längerer Zeit verhaftet wurde, überfallen in der Ab'icht, ihn austznrauben; ber zweite Täter ist ber fest^wmmene GerS, ber wegen Raub und EinbruchÄnebstahl noch 8 Jähre Zuchthaus verbüßen bat und nad> seiner Flucht aus dem Zuchltxius wieder diele Errbruchsdieb- stMe sowohl hier als auch fn der Umgegend 113 Kassel begangen hat. Sämtliche ihm zur Last gelegten Einbrüche hat er erngestrrnben.

Ul Fulda. 7. Juni. Ter Kat holiken taa hatte am Sonntag eine außerordentlich hohe Zahl von Besuchern in ine Stadt gebrnföt. ite aus allen Teilen des Fuldaer Landes, zumeist mit bat von der Bahnverwaltung ringel egten Smrderzügen, viele mit n jenen Mu ikkapetlen, -Ktommen waren Ueber einen Zwischmfall be.ib*et bttFuld. Ztg.": Als gestern bv FestMgtrilnehmer dem B»- s cho t ihre vullngung barbradjten, drang crn ge­wisser S. von frier, der schon kürzlih bet der Kimdgebung für Oberschlesien an irr Hauptwoch: sich unliebsam bemerkbar bemacht hatte, vi ben Jritzug ein, schlug mit bti-en .wänden um sich und auf Zugteilnehmer. Die'eS Brnelnnen führte zu seiner Festnahme durch die Pto'rei der er energischen Widerstand entgegensetze, so daß nckh- rett Mann aufgeboten werden mufeien, um cne Abbeförderung yi btwirkar Auf dem Transport W Gefängnis entfiel dem S. ein Messer, ein pg. Kmckfänger

** Kurze Nachrichten auS Hessen unb den Nachbarstaaten. Bei Dortel­weil wurde am Bahndamm die Leiche eines vom Zuge getöteten Mannes aufgehntben. Tie Per sönlichteit des Toten, der Angelgeräte bei sich trug, konnte noch nicht ermittelt werden. Gestern fand in Nidda auf Anregung des Geh. Schul­rats Prof. Tr. Bolckmar-Büdingen eine Hu'am menkluift alter Büdinger Pennäler aus red du ebe­nen Orten bet Provinz statt. Die alten Schul­freunde gehörten ohne Ausnahme ihrer PennalS- zeit nach den 70er Jahren an. Bei der 300- Ja hr friri deSBübingerGvmnasiumS war von den Teilnehmern der Besch' gefaßt worben, sich alle 10 Jahre in Büdingen wieder zu treffen. Eine solche Zusammenkunft soll mm in diesem Jahre am 13. unb 14. August in Büdingen stattfinden. In Bad Salzschlirf ist dir Zahl der Kurgäste jetzt aus 1359 ».'fliegen. Die zum Besuche im Bad weilenden Gaste sind jetzt W Lösung einer Kurkarte verpflichtet. Aus dem Dege nach Quirnbach nnirbc daS Fuhv- werk eines SchwcrnehändlerS von zwei Qego« lanereni überfallen, d« ben Händler vom Sitz rillen unb ihm das Geld wegzunehmen versuchten. T» Räuber kamen an den Unrechten, Denn der gegriffene setzte sich zur Wehr und verprügelte die Raubgriellen, so dich sie schreieud das Weite suchten.

Turne«, Spiel und Sport.

Rett-und Fahrsport. Ter am kom­menden Sonntag aut Bictters Hardt bet Gießen stattfinLende Rett- unb Fahr-Wettbe­werb veriPticA, wie uns mit geteilt wirb, raten glänzenden Verlaut zu nehmen. Lut die vev'chebe­nen Ausscdrri'amgcn ist ctie erfreulich große ^jghl von nahezu 100 Meldungen einge'ausen und auch die rege Nachfrage narb Eftitri tifarten beweist bas lekchaste Interesse, welches ber Bercmstoltuug in weiten Krci en, auch seitens der auswärtigen Land- und Stadtlevölkerung entgegen gehr ad* nnrb. Ta alle jur Verfügung stehenden Sitzplätze ver­mutlich schon bald im Vorverkauf »erqii ren fern werden, ist baldige Kartmbestellung bnngenb an» 3uraten (in Gießen bet A. Kilbinger, SelterS- weg 79 LvuiS Scharmann. Lindenplay, F t rat Gath, Bahn Hofftra tze 65 und Neustadt-Drogerie, Neustadt 28; in Bad-Nauheim bet MaverS Et° gatenhauS, Varksttaße 16; in Friedberg bet Zi- aarreugeschäft Stern, Karserstrvße). Tie für d« Sieget brihmmten mehr als 30 Ehrenvret e sutd von heute ab bet Karl Nowack, Seidenaeük^ift, Gießen, Seltersweg 85, ausgestellt.