DtrmHAtf»
* (Tin bewtft^fitttnblicfiet i a- p a u i f d) e t Bauer Aus Tokio roirb rolr qenbe tkuK Qkichicbtv gemeldet, bit oezend- ittiib rät beii javanischen Bolkscharaktrr und bu beim lavanilchen Volke Deutschland yeyen- Übet berrfdjenbe Stimmung ist Bor einigen Tagen erschien aus der deutschen Botschaft ein javanischer Bauer, bei nach Tokio gekommen wai am sich die Stabt anzuiehen. Er hatte in der Zeitung von bei Not der deutschen Linder gelesen und überbrachte den Betrag von -eyn Den mit der Bitte, ibn nach Deutschland zu überweisen. Der Botschafter empfing den Mann und sprach ihm im Namen der notleidenden deutschen Linder seinen Dank aus. Hierauf übergab der Bauer noch 70 Den mit dem Bemerken, er habe damit sein Mittagessen bezahlen wollen, aber wenn er an die Not der deutschen Linder denke, könne er auch mak einen Tag ohne Mittagessen auskommen! Der Mann hasst, in feiner Heimatprovinz Geld sammeln zu können.
* Die niedrigsten Wasser stünde de» Nhei,,. Der merkwürdig niedrig« Waffe, stand des Rheins, der nun schon ein volles halbes Jahr andauert und die Schiffahrt empfindlich erschwert, ist natürlich eine Foka« des auherordentlich schneearrnen Winters, der leib ft im Gebirge erheblich weniger Niederschläge als in anderen Jahren mit sich brachte. Das deutlichste Beisp'el für die ganz abnormen Verhältnisse bietet die Tatsache, bah man zurzeit die bekannte Pfalz bei Aaub vom User aus trocknen Fuhes erreichen kann, da der die Insel vom Festland trennend« Rhein- arm auegetrodinet ist und einer Landbank Platz gemacht hat. Rach den örtlichen Ablesungen am Aauber Pegel hat sich ein solches Niedrigwasser in den ganzen 150 Jahren, seitdem die Peaelstünde ausgezeichnet werben, nicht ereignet. Allem Anschein nach mutz man /aber in noch viel ältere Zeit zurückgehen, um auf die Lund« von einem ähnlichen Wassermangel im Rhein zu flohen Vertiefen wir uns in die Chroniken aller Zeiten, so hären wir von einem besonders tiefen Stand« des Rheinspiegels während de, ganzen Winter» 1447 bis 48. Die Mainzer Chroniken roifien zu erzählen, bah es damals möglich war, den Rhein bei Mainz nichlschwimmend zu durchreiten. Lin sehr Niedriger Stand des Rheins wird ferner von der Weihnachtszeit des Jahres 1388 gemeldet. Die gröhten Tiefstände alter Zeit aber, von denen wir wissen, sielen in die Jahre 1130 unb 1.303 04. Vom erstgenannten Fahr heiht es, der Oberrhein sei in einem auher- gewöhnlich heihen und dürren Sommer im Elsaß ausgetrocknet Dasselbe ereignete sich in den zwei aufeinander folgenden, sehr heißen und dürren Sommern der Fahre 1303 und 1304. Rach diesen lieber» lieferungen scheinen wir heute den niedrigsten Wasser« stand des Rheins seit 617 Fahren vor uns zu haben.
ftanöcL
Berlin. 7. Ium. B ö rsenstrmmnngz- bild Vrrmritrtr Nachfrage nach Aktien tun buftriewirerntchm ungen kennzeichne:« heute den Verkehr. Berur-ugt waren ftüblmüfiten und Farbwerte: letztere stiegen 20—30 Proz. Auch für mit gu EiichritSkurien gehandekle Altren bestand bedeutender <1 au tcmbnanii, da to-S <BniKitvub.iPum wegen des Geldübenluises Anlage sucht. Auch Bankaktien waren gut angeregt Teutche Bank. DiSKmto unb Dresdener l'tiegen amehnlich 5ft)ip miattien litten heute unter tRenli.ienmgcn, .väh- rend Rhein stahl 21 Proz. stiegen. Buderus setzten anfangs ffyre Aukwärtsbewegung fort, verloren dann aber den grössten Teil ihres anfänglichen AewinnS. Oberirl)l^i>che Werte nagten zur Lxl/wäche. von Spezialwerten und ©tet tner Vulkan mit einer llproz. ©tcijerung bervvrzuheben. Am Anlagemarkt blieben für deutsche Werte txe LurSveräaderun.ienwenig e hebsich Ungail ch? Papiere schtvächten sich ab. Gin aubeuiLentlich lebtxir*
trt GefeKäA kmb brate m tetmNoten start, bte erhebt«v mebit ict mit etwa 4,30 emietzken und bti 4.75 erheblich kferxoiftai.
Ti ranfiu ri a « , 7 Kun. BütfeB- Himmungibtlb. Ter (Heidw tSverkedr war auf allen Gebieten lebhai bei sehr fester Tendenz. Chemische Aktien fanden weitere Beachtung bei groben Umsätzen. Zelistofi Aschaffenburg um weitere 15 vroz- St steigen. Maschs. Beck und öenkel war- deu 18 Proz. höher Montanaktien lagen ruhiger bei behaupteten Kursen, .tzarpener erfuhren eine Äurterböbunp von 19 Pro». CleltroweNe ruhiger, aber meifbaltinb. Ausland:paktiere mästig be* »eüigt PH Holzmann lebhaf.er 393, 304 — Ter Sdjlufc gestaltete sich bei regen Umsätzen sehr fest.
Frankfurt e. M., 8. Funi.
Berliner Devisenmarkt.
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66,28 66,37
529,45 530,55
849,15
850,85
Bulgarien . . Konstantinopel
122,10 319,65 250,70
14,82 93,60 27/13
122,40
320,3=1
251, <0
125,15 331,85 251,30
6 ,69 534,55
846,65 848,36
14*78 14^82
93,15 93,35
27,72 27,78
14,78
93,70
27,27
Geld Brief Geld Brief Tatnm: 6. Inni. 7. Juni.
Amsterdam. Rotterd. 2217,75 2?22,25 2217,75 2222,25 Brüffel-Antwerpen . 532,95 531,05 529,45 530,55 Chrifstania...... 983;- 935,- 986,50 983,50
Kopenhagen 1146,851149,15 1146,351143,65 Stockholm . . . . ' .148^- 1469,- tzelsingfor»......124,65
Italien ....... 331,15 London 250,70 Neuvorst 65,55 Part» 533,45
Schweiz 113^351132,65 1129,85 1132^15 Spanien ... Wien (altes). Deutsch.Oeslerr. Prag Budapest...
Börsenkurse.
Datum: 5\ Dtsch. flrtegeanL 4 •/. Disch. Reichsanl. 3 7. Disch Reichsanl. 4 7, Preuh stonsols Darm|tä?ter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Desellschaft Dresdner Bank. . . Rationalbank f. V. . Mitteld. Crebitbonk. H.«Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Boch Guhstahlwerst . D.«Lnzemb Bergw.. Delsenkirch. Dergw. . ßarpener Bergbau . Oberschles. Cisenb.-B. vberschles. Cisenind. . Phönir.Bergb -Akt.. Bad. Anilin- u. Soda höchster Farbwerk«. Clektr.AE.lv .....
Schuckert-Werke. . . Felten-Gnilleaum«. . Daimler Bud.- Eisenw.-Akt. . Adlerwerke 47. Hess. Staatsanl. . Elektron lvriesheim.
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318,-
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307,-
715,- 570,- 458,75
243'1
77,50 77,50
75,60 75,83
73.25 73,10
69,90 70,25
181,50 182,- 314,t0 317,- 253,- 258.50 225,25 228; -
183,75
164.- 164,- 166,- 164,-
145,25 145,84
470,- 474,-
304,- 305,50
313,- 314,-
483,- 526,-
313,25 308,- 275,- 271,75 724,- 717,- 544,- 572,-
434,- 467,50
290,- -,-
240,50 240,25
565,50 565,50
195,25 194,75 692 50 594,-
241,50 248,-
72,- 71,50
437,50 450,- -,- 448,-
Marknolierungen.
Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 17.1 l 6.6. 7.&
Illrich Fr. 125,10 8,80 8,80
Amsterdam Fl. 59,20 4,49 4,50
Kopenhagen Är. 88,80 8 90 8,90
Prag Är. 117,30 106,25 105 84
Stockholm Ar. 88,8 ) 6 85 6 85
TBien fir 117,88 942,- 950,50
London Sh. 97,8) 7,77 -,-
Paris Fr. 125,40 18,84 18,84
ReuyorK $ 23,80 1,50 1,50
Züricher DevisemrmrN.
7.6. 8.6.
Setbttl auf: Schweizer Franken
hotond........100 Fl = 196.25 196.5i>
Deutschland 100 Mst. 8.75 IHN) Wien 100 Ar. = LS 1.325 Prag 100 Är. =» 8.25 835
Paris 100 Fr. - 46.40 47.40
London 1 < = 22.20 22.23
Italien 100 ß. — 2930 28.40
vrüssel 100 Fe. — 46.40 4740
Budapest 100 Ar — 2.35 240
Reugorst 100 $ * 586.- 58 L-
Agram ....... 100 Ar. * 4.25 420
Bukarest 100 C. = 9^35 9l5O
Markte.
mc. Fravffurt a. 1Ä. 7 3*um. heutige Hoizbör se war wiederum überaus gut briuebt. Es narrten zahlreiche Waren an.iebaten, es lagen aber auch «htreiche Shaufgriudr wr. Angebote lagen vor uni and Weinheim, Gemünden, Tarmstedt. (5mi4brün. Mannheim, Laubenheim, Nachträgen au» Tüseldon, Eturtwrt. Worms, Mamcheim, stöln, Brer^ch^ Rüf>el-heun und Friedberg.
vüchertisch.
— In einem kleinen Büchlein $iw deutsches Deldenleben im Weltkriege^ widmet Hauptmann Aleronder txm Startmann dem Prinzen Ferdinand van Solm^-L)oh.'nsolinS-Lich ein Gebenkbtatt, bas nach Tagebüchern und Briesen de- Prinzen, nach Angaben von Benvandten. Freunden unb stameraben -usammengestcllt ist. In warmen schlichten Dorten schldert er ba^ Heran wachsen des Brinzen. sein Wirken und Leben als Soldat und Mensch. Ergreifend ist die Schildermig, wie der deldenprinz im Kriege stari». Dar Büchlein, das zum Prrise von 5Mk. durch jede Buchhandlung sowie den KomtnislnmSderiag von G. Grvsikovt (Berlins zu beziehen ist, sollte in weite Kreise dringen, insbesondere Misere Jugend ban hören von diesem seltenen Beispiel treuer Pflichterfüllung im Berufe und im Dienste für das Vaterland.
— DaS lit erari sche Echo. tzalbemmatS. schrift für Literaturfreunde. Verlag: Egon Fleischcl & Go., Berlin W 9 Tas zweite Iunihest ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Ren6 Säsickele: Ende und Anfang: Ernst tzcilborn: Tie Rhythmik im Drama I; Fran; Schnürer: Richard Stola; Tony sdellen: Flämische und niederländische Literatur; Max Fisäier: Katholische Lücratur VI,
Müllrr'sche Badeanstalt.
LSasferwärme der Lahn am 8. Juni: 190 R.
Ou einem Teil der Austage wiederholt^
Die Lage in Oderschlesien.
London, 7. Juni. flSTD.- Tie meldet auS Ovpebi votzn 6. Anil, 'datz 'General Höfer in einer Unterredung mit britischen Osst- zirren e?.lärte, er verpslichlc iib, nichl vorzu- rütfen, solange bit Polen sich nicht rührten. Ter „Time4"-Berichterstatter sagt, das sei gerade bv Schwierigkeit, denn niemand und am wenigsten der Stab der Aufständischen könne garantierct, datz sich 'die AufitandiÜicn nicht rührten. Ter Stab der polnichen AufstLndisriien bestehe zum gröi;ten Teil aus nicht)berscher chen Polen. S« das Bertaauen ihrer Leute und der örtlichen Befehlshaber verloren, bä allem Krieg auf eigene Faust führten.
Tie Frage eines englisch-französischen BünduissrS.
London, 7. Iunr. WTB./ Ter Londoner Berichterstalter des Manchester Guardian sckw.i-t, amtliche britiche Kreise sähen den Augenblick als nicht »eitgemäh an, um tv Frage eines Bündnisses zrvnchcn Frönkrcich' und England auizu- nehmen. Es beständen zu viele unerledigte Fra
gen. dn grlRt irrrtm nnl$6m «nd tner grünt* legende “rtooen. bet bei .irxmrtr der hÄtKtxraqlvcv'i ^vteiTxrn bmttntm Esnckü» tue Bniveet unmöglich fern, «n Bündn»» aui iHnmNagr der frcn»L'.tkti-n ikMiriT, hu an« tnr Eldrossetung Teuricht<mds gmdwrt ,st. w bilden Tie rretio ifdy t-runa da de, n*4 von amt luven br.lichcn ITrnftn autzrrordentlich hrba wn werde, >rch 'nJbrv ir:vQ<rl. befe Frage m der jdanseren» $e rrörum
Ter Schiedsrichter der Neparatiovs kommifsit«.
Gens^ 6. Iwll 3m Berioiller Bert vag (KT* schnitt 8 Andung 2. Anidri 13) tjt der Fall ixji griechen, bat die :Nn«pa 11jualbmm i, unt nnen un pa r teiifchen Schtedsrechter aiimwi kann, wenn sie sich kttfl nibt übrt btt Auslegung der einHelnen Anikrl btr>ro Adichnitte» ant.yn kann Tem „fBttit Varl rn" gufolge bat tne*9(r- ha ra fron «komm istum ’bra Reavruww«' ort Xhttrnh den Vorschlag gemacht, dieses Setnedsrlchtrramt dem Boriivnchen des 3nfemanonalm Roten Sriru zes, (Gustav Ador, |U luertraam
Parts, b. Ium Volft > Wir der „Trmpc • feststeslt, beruht bai> Verlangen des ^^TernTtiJit.1 ausschui se« falls Inlervrrtlemmg-n<hwtertgk.nter« über irgendeine Sklausel des VersaUler 2<ri1ra«U(> entstehen, cm en Schiedsrichter yi ernennen, aus dem einige bereits seit htnarrer Zeit
destedende MeinungSverstdieden betten iu beseitigen. Es handelt fib um Terwerssnede«- heilen in der franzöichen und engliichrn VIj* gäbe des Friedensvertvaaes» ferner um b;e cxit- jetung des Preises der tun Deutschland gelieferten Idohlen, um die Fefd'etzimg der bdnibtxni Schuld und um anderes Nach dem „Teinw“ soll der Schiedsrrchler nicht TOtrocittHoerltTiie ein Neutraler fern denn schon l»er der Festsetzung des (scsmnt schadens tobe em ©efnftortJMrr amtiert und diese, fei ein Amerikaner gewesen. Da» Matt stellt ferner fest, bab die Fragen, die einem Schiedsspruch unter nxorfen werden, einzig und alleui iuriftifd>e Fragen feint und sich nicht aus die ^nterpee- timing des Anhangs b des Friederwvertragev le- liehen.
Baynn- EaNnaffnnng.
M ünchen, 6. Iunr. Der an btc bauet t * fchen Einmobnerwetnen gendNete Aufruf der Enlwaffnungskommissars hebt mit Jiückfichl aus die Nähe des ersten der beiden Termine als besonders dringlich die Abkieferung der f d*n r r r n Waffen hervor, da deren Qk samtbestond bis zum 10. Juni abaefrlert fein much Tie Etidoafsnumi ist fn qan» Bayern bereit. in vollem Zuge Allein it 'l'iiuulk :, itnb Helle etwa 600 Äa^xneugeioelne zur Ablieferung ge langt 20 grobe, von der Neiri».itveutondge'ellsäiaft errichtete Sammellager sind über das g. verteilt unb ein grober Tranöpor: slkroegung gefetzt worden, um die ^Lasten von überall her fv rasch wie möglich den näd^ten Sammel lagern zuzuleilrn, die uiftet scharfe pvlyeilllto Bewadning gestellt sind. Tie Auflösung der Einwohnerwehren wirb erfolgen, iobalb tue EnNvafmuiig bei den einzelnen Organf atunen dr endet ist. Eine vor>-i:rge Auslöiung würde btt ordmmasmöbige Tunlüühnmg der Aktton in Frage stellen. Tse bayerische 'Jltgizninn liegt kei neu Zweifel, bab eS ihr gelingen wird, bi • Bi brngungen des Ultimatums restlos zu enüllen Sie ist üben rügt, auf bv loyale Haltung der Einwohnerweliren entsprechend den von ihnen übernommenen Berpstichtungen zuverlässig rechnen zu können.
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