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tn Maslenball.

M,6. Jan.Mn ' an Wen Dtrgri'ri, f he Kaiser in Adel . mit Schia-rrn | an den Verletzungen.

l Avignon.

a. M-, 6. Jan. Drei )ie schon jahrelang in \ Mignon in Strafhall ifeit gefiern hi«m jner Eingabe an Mil ^öeilerabenbbegnfl; en hatten sie noch iv> ich Angabe der Leun­er Ausnahme aus ;

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f Gießener Strafkammer.

Gießen, 4. Jan. 1921.

Das Kindermädchen Barbara W von Bad- Kreuznach ift eines vollendeten Betrugs, ver­bunden mit einer qualifizierten Urkundenfälschung, sowie eines weiteren Betrugsversuchs beschuldigt. Sie hat einer Frau in der Gegend von Butzbach oorgespiegelt, sic komme ün Auftrage ihres Ehe­mannes, sie solle chr 300 Mk. geben, um Wolle -u besorgen. Die Frau gab auch die 300 Mk, ver- lanate aber von dem Mädchen Ausstellung einer Guütung. Die 2bt geklagte stellte auch eirre falsche Quittung über 300 Mk. aus. In einem werteren Fall versuckitc sie das gleiche Manöver. Die be- treffende Tyron war aber so klug, sre abzuwenen. Die Angeklagte wird dem Antrag des Staatsan­walts gemäß mit Rücksicht auf eme Vorstrafe zu einer Gefängnisstrafe von zusammen 4 Monaten imb 2 Wochen verurteilt.

Der 14 Jahre alte Schareiderlehrling H. PH. aus Friedberg wird wegen schweren Dieb­stahls zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Er hat wiederholt einem Kaufmann unter Benutzung eine- falschen Schlüssels, den er sich auch rechts­widrig an ff (eignet hatte, Geldbeträge von 40 Mk., 20 Mk., ö und 3 ,Mk. entwendet. Das Gericht nimmt zu seinen Gunsten an, daß seine Erziehung infolge der Abwesenheit des Vaters während des Krieges Not gelitten habe, berücksichtigt aber an- hcrerfeitS das raffinierte Vorgehen des Angeklagten.

Ter Bahnarbeiter Christian E. aus Okarben wird wegen Sittlichkeit s verbreche ns zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Er hat mit feiner 11 Jahre alten Verwandten Louise W. un­züchtige Landlungen vorgenommen. Die Verhand­lung fand unter Ausschluß der Oefsentlichkeit statt.

Zurückgewiesen wurde die Berufung des Kon­rad 3 aus Nieder-Ofleiderr. Das Schöffengericht Homberg hat ihn wegen Di e b sta h l s von,Draht zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. Der Ange­klagte behauptet, er sei unschuldig und bringt Zeu­gen zur Gerichtsstelle, die bestätigen, daß er im Jahre 1914 Draht im Hose liegen hatte. Tas Gericht hat aber an der Identität des Drahtes, der im Sommer 1920 bei dem Angeklagten gefunden wurde, mit dem bent Landwirt W. gestohlenen Draht keinen Zweifel, da die Anzahl der Zacken, das Muster usw. bei beiden genau überein stimmte und der Angeklagte auch nicht nachweisen konnte, wo er den Draht gekauft hatte.

Erfolgreich war die fBerufimn des Landwirts L. von Beltershain, der vom Schöffengericht Grün- berg zu 60 Mk Geldstrafe verurteilt war, weil er trotz ausgebrochenem Scheidettarrh seinen Bullen springen ließ: er soll sich hiernach gegen das Viehseuchengesetz vergangen haben. Da dem Be­schuldigten aber nicht nachzuweisen war, daß er davon wußte, daß die Krankheit im Ort bestand, gelangte daS Gericht zu seiner Freisprechung.

Auch! zwei Militärftrafsachen gelang­ten vor dem büngerlichen Gericht zur >Aburteilung. ES wurden wegen unerlaubter Entfernung, Ur­kundenfälschung usw. Strafen von 4 Monaten 3 Wochen Gefängnis, 50 Mk. Geldstrafe und sechs Wochen Mittelarrest ausgesprochen.

Schöffengericht.

Gießen, 4. Jan. 1921.

Im April 1920 erschien der Sohn eines aus­wärtigen Goldwarenhändlers bei einem hiesigen

Schneidermeister Und ließ sich im angeblichen Auf­trag seines Vaters, der mit dem Schneidermeister in Geschäftsverbindung stand, Anzugsstvffc im Werte von 2125 Mk. verabfolgen. Tie Stone setzte er für rund 1000 Mk. in Frankfurt a. iM. ab und verbrauchte das Geld für sich. Wegen Betrugs erhält der Angeklagte, der in d.r Zwisclen eit ne en ähnlicher Betrügereien in Nürnberg, Frankfurt am Main, Lüneburg, Rathenow und Leipzig bestraft worden ist, acht Monate Gefängnis.

Ein Hutmacherlehrling von hier kam im No­vember vorigen Jahres in den Laden eines hie­sigen Fahrradhänülers, um dort Gummilösung zu kaufen. Ta nicht gleich jemand erschien, benutzte er die Gelegenheit, um von einem Regal hinter der Theke zwei Taschenlampenbatterien zu stehlen. Mit Rücksicht auf bic große Jugend des Angellagten erkannte das Gericht auf die Strafe des geridtflidten, Serroeifeä.

'Die Strafsache gegen mehrere Eisen­bahner und deren Frauen von Klein-Linden wegen Diebstahls mußte zwecks Ladung weiterer Zeugen vertagt werden.

Anfangs Tczember v. I. machten drei schwere Jungen aus Köln eineLuxitsfahrt" nach hier in der ausgesprochenen Absicht, Gaunereien zu be­gehen. Hier angenommen, ließen sie sich die Bärte abnehmen und gingen dann an die Arbeit. Einer von ihnen gab sich als Lokomotivheizer aus und schwindelte einem Kaufmann und einem Gastwirt vor, er habe an der Bahn Kartoffeln, Auslands- zucker und Mehl liegen, die die Eisenbahndirektion für ihre Angestellten und Arbeiter beschafft habe, und die er ihnen verkaufen wolle. Tie Leute pingen auf-fein Angebot ein und begaben sich mit «ihm an den Güterbahnhof, wo sich die Waren befinden sollten. Tort wollte er von dem einen 1500, von dem anderen 1600 Mk. haben, um die Waren, die im Besitz eines Lokomottpführers sein sollten, ein­zulösen. Tie Gießener waren aber nicht so dumm und wollten selbst mit dem Lokomotivführer sprechen und ihr Geld nur gegen lieber gäbe der Waren h.r- geben. Daraufhin verschwarrd der Gauner, wurde aber später auf Veranlagung der Gießener fest­genommen. Bei der Polizei, vor Gericht und im Gefängnis legte er sich einen falschen Namen bei, und zwar denjenigen eines seiner beiden Genossen, die inzwischen Gießen wieder verlassen hatten. Es gelang ickoch, feinen richtigen Namen festzustellen, wobei sich ergab, daß man es mit einem wegen Diebstahls, Unterschlagung und Betrugs vielfach vorbestraften Burschen zu tun hatte. Mit Rücksicht hierauf ging das Gericht über den Antrag der Staatsanwaltschaft noch hinaus und verurteilte ihn wegen zwei Betrugsversuche und wegen Urkunden­fälschung zu einer Gesamtgefängnisstvafe von einem Jahr, die er sofort antrat.

Eine Frau von hier war wegen fahrlässiger falschen Abgabe einer eides staatlichen Ver­sicherung angellagt Sie hatte eine Erklärung an Eidesstatt «unterschrieben, daß eine Frau von hier, deren Wohnung zwangsweise geräumt wer­den sollte, imb die ein ärztliches Zeugnis oorgelegt hatte, daß sie lebensgefährlich ertranft sei, am 31. August mit ihrem Zimmerherrn auf der £ie* bigshöhe getanzt Labe, während dieser Vorfall sich in Wirklichkeit acht Tage vorher abgespielt hatte. Dabei ergab sich, daß die Frau die eidesstattliche Versicherung unterschrieb, ohne daß ihr von. dem Inhalt Kenntnis gegeben worden war, und oftne daß sie wußte, worum es sich überhaupt handelte. Eine Fahrläsiigkeit konnte ihr nicht nachgewiesen

werden, toeSyalb sie freigesprochen wurde. DaS Ge­richt wieS aber mit eindringlichen Worten auf bic große Gefahr hin, Schriftstücke leichtfinnig und gut­gläubig zu unterschreiben, ohne sie vorher durch- fielefen und sich klar gemacht zu haben, worum es ich eigentlich hanbelk.

Ern Hamsterer aus bem Siegerland erhielt eine Geldstraef von 20 Mk. und ein Eisenbahner aus Wiefeck, der einen Hausgenossen Spitzbub" genannt hatte, eine solche von 100 Mk. Zwei weitere Privarllagen frtnbcn durch Rücknahme ihre Erledigung.

Vereine und Veranstaltungen.

U Lang-Göns, 3. Jan. Am Sonntag, den 2. Jamrar, veranstattcte die hiesige Orts­gruppe des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten eine Begrüßungsfeier zu Ehren unserer Kriegsgefangenen unter Mitwirkung des Gesang- vcremsFrohsinn", Germania und Topvelauar- tettd. Ter Kriegsgefangene Lehrer Henrich schil­derte seine Kriegserlebnisse.

a. Stumpertenrod, 5. Jan. Im Dail des Gastwirts Stein hier fand am vergangenen Sonntag abend eine Abendunterhaltung des hiesigen Gemischten Chores statt. Musikstücke wechselten ab mit Gesängen. Letztere wurden unter der Leitlmg unseres Lehrers Cunz recht fckön zu Gehör gebracht. Starken Beifall fanden auch die Chöre mit Solo. Nach dem KXmzert fand eine Ver­losung von Haushllltungsgegenständen ftatt. Gegen 12 Uhr begann der Ball. Die Musik würbe aus- geführt von der Kapelle Fvank in 'Groß-Felda

x Wieseck, 6. Jan. Auf vielfachen Wunsch wird das Weihnachtsspiel der Kinder- kirche Hänsels und Gretels Weihnaclat im Walde", Weihnachtsmärchen in 2 Aufzüge,i und 3 lebenden Bildern, von Pfarrer Karl Kockott, nächsten Sonntag um >,?4 und 1 »8 Uhr wiederholt.

Landwirtschaft.

** Pflügende Landwirte zur Jahres­wende kann man Heuer allerorten sehen Zwi­schen den Jahren und auch mit Beginn des neuen Jahres sah man fleißige Landwirte mit Pflug und Gespann Decker stürzen, welche tm Herbst infolge der Trockenlieit zu hart waren. Ter Mangel an Herbstfcuchtigkeit ließ auch bte Herbstsaat nicht recht aufgehen, so daß der Landwirt mit Besorg­nis nach der Saat schaute. Ter Regen unb dre gelinbe Witterung ber letzten 14 Tage haben vier Abhilfe geschaffen und die Felder stehen jetzt üpvig grün da. Auch der Raps berechtigt zu guten Hoffnungen.

up. AuS dem Vogelsberg, 5. Jan. Die Wassernot in den Heinen Bachlaufen und Mühlgräben ist durch die Niederschläge der Feier­tage behoben. Nun fallen die Wasser wieder über die kleinen Mühlräder, die wie in Sellnrod über ein halbes Jahr gerastet hatten. Trotz der reichen Niederschläge ist aber die Durchfeuchtung des Erd­reichs noch nicht vollständig. In den Wassergräben, die in den Feldwiesen gestochen werden, rinnt noch kein Wasser. Durch die halbjährige Trockenheit saugt die Erde daS Wasser wie ein Schwamm auf.

Darmstadt, 6. Jan. Unter sehr starkem Zudrang von Landwirten aus allen Provinzen Hessens fanb heute der dritte Vortragstag der Landwirtschastskammer statt. Der Vorsteher der Buchstelle "ber Deutschen Landwirtschafts-Gesell­

schaft, Herr Wilde (Berlin^ gab zunächst einen Ucberbluf über die neue Steuergesetz­gebung und ihre Wirkung aus die Landwirtschaft. Ter Redner machte insbesondere intereffcmtc Aus­führungen über die Steuer zum Reichsnotopfer unb die RerchSeinkommensteuer, sowie über die Ver­anlagung zu ihr. Ter Vorsitzende der Larckwin- schajtskammer, Geheimrat Walter, hieß sodann Herrn Prof. Dr. Krämer i Hohenheim), welcher vor wenigen Tagen einen Ruf an die Gießener Hochschule als Professor der Tierzucht erhalten hot, herzlich willkommen und erteilte ihm das Wort zu seinem Vortrag über:Ter Wiederaufbau bcrJRinbniebiucbt". Ter Redner nönend die Schäden, welche unsere Tierzucht durch den im Kriege bedingten Ausfall der Futtermitteleinfrcho erlitten bat und zeigte die Wege, welche zu einem Wiederaufbau unserer Tierzucht ftchven können. Er­wies besonders auf die Notwendigkeit einer straffen Einhaltung eines bestimmten ZucktzicleS in der Tierzucht durch geeignete Sudmwibl und Leistung» Prüfung sowie aus Hebung der Futlerprobuktwn bin. Unsere wirtschaftlichen Verhältnisse unb der Stand unserer Valuta erivccmi, auch für die näd- Sen Jahre noch, vor allem einen Wiebe rausbau

r heimischen Lanbzuchten und eine Steigerung eigener Futtermittel-Produktion. Seine klaren so cd lichen Ausführungen ernteten reichen Verfall. Tiefe Maßnalnnen, die unbedingt notwendig sind für den Wiederaufbau unserer Viehzucht, können aber nur durch Bereitstellung erheblicher Mittel durckaesührt weiden.

Dcrmifcbfg».

Dcr rote Hahn für Wucherer.

mc. Mannheim, 6. Jan. Nachdem schon vor einiger Zeit in einigen badischen Schwarzwald- orten Brandstiftungen bemerkt worden waren, die offensichtlich aus Nackte getätigt waten, hat man mm in Espingen einen Zettel gefunden, auf dem 15 Landwirte verzeichnet warm, mit der Be­merkung:Die werden alle auSgeräu chert, weil sie gewuchert haben". In der Nacht vor Silvester wurde die Drohung wahr gemacht und drei Wohnhäuser sowie drei Schemen angezündet, die bis auf die Grundmauern nieder gebrannt sind. Arn NeujahrStag ging wieder ein Haus in Flammen auf. An einigen anderen Ok bänden wurden die Zündschnüre noch rabhtritig entdeckt. Von den Tätern fehlt jede Spur

*

Hamburg, 6. Jan. (Wolff.) Aus dem Kon- tor der Bankfirma Emll Hecksher Wurde rin 9t cm- brandt gern älde im Werte von b Millionen Mark gestohlen. Es wird anscheinend versucht, bas Gemälde ins Ausland zu bringen.

Berlin, 6. Jan. (Wolff.) Tie Berliner ffn- mmalpolizer verhaftete den 23:fiirr. Schlosst'r Fvcrnz H ersing aus Warendorf und bnt 33iähi Montageschlosser Alex Kler, die den Mil- lionenraub in der Bochumer Gegend ver­übten, wobei drei Ueberfallene daS Leben ver­loren und 1 680 000 Mark geraubt wurden. Ter dritte Täter, der Agent Wilhelm Müller, ist flüchtig.

Bad-Nauhelm _ Hupfelds

Kurpark-Casino, Diele, Bar, Weinstuben und Hotel auch Im Winter in vollem Betrieb.

behördliche Anzeige».

Bekanntmachung.

Be 1 r.: Belohnungen von Dienstboten.

Soweit es die Verhältnisse zulassen werben, sollen auch in diesem Jahre wieder Belohnungen an Dienstboten des hiesigen Spar- kajsebezirkes verteilt werden.

Belohnungen können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten. Welche bei der Herrschaft Kost und Wohnung haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnisse aus weisen können. Von Voll­endung der 5 Dienstjahre kann nur dann im letz­ten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Heeres­dienst, durch Auslösung des Haushalts, oder durch Gründung eines eigenen Haushalts erfolgt.

ES werben hiernach alle diejenigen Dienst­boten, welche nach diesen Bedingungen auf eine Belohnung glauben Anspruch erheben zu können, «ufgesvck>ert, sich unter Vorlage ber vorhandenen! Dienstbücher, bzw. eines AnmeldeauSweises, eines Zeugnisses ber Herrschaft über gute Führung so­wie eines etwaigen Sparkassenbuchs (bte Angabe der Nummer bes Buchs genügt ebenfalls) bei unserer Kasse ober brr Bürgermeisterei beS Wohn- vrtes bis zum 31. Januar 19 21 zu melden.

Die Bürgermeistereien deS Bezirks wcroen er­sucht, vorstehende Bekanntmachung auf geeignete Weise zur Kenntnis der Ortseinwohner zu bringen.

Gießen, bat 4. Januar 1921.

Bezirkssparlasse Gießen.

_______________Zacheis.___________175V

Bekanntmachung.

Betr.: Skwphulösc Kinder.

. Soweit cs die allgemeine Lage zuläßt, be­absichtigen wir in diesem Sommer wieder eine Anzahl unbemittelter skrophulöser Kinber, beren Eltern im hiesigen Spar- kaffebc-irk wohnen, auf Kosten unse- rer $affe zwecks Gebrauchs einer Babekur in Bad-Nauheim ober einer anbefti ber 5tinber- heilanstaltcn Hessens unterzubringen.

Anmclbungen, welche burch bie Bürgermeiste­reien oder die Pfarrämter bis spätestens Ende Januar l. Js. emrurcichen sind, müssen mit ärztlichem Zeugnis belegt sein, aus welchem her­vorgeht, da« die Kur notwendig ist, und mit einer amtlichen Bescheinigung, baß bie Ellern nicht in ber Lage frnb, bie Kosten selbst bestreiten zu Wunen.

Gießen, den 4. Januar 1921. Bezirkssparkasse Gießen. ______________Zacheis.__1760

Jagd - Verpachtung.

Samstag den 22. Januar l. Js, Nachmittags 1 Uhr, soll im hieftaen RarhouS die ber Gemeinde Wettcrfelb zustehende Jagd b> stehenb aus 1900 Morgen Feld unb 650 Morgen Wald öffentlich meistbie:end aus sechs weitere Jahre verpachtet werben. Wetterfeld ist Haltepunkt der Bahn Friedberg, Hungen, .Laubach, Mücke. Tie Haltestelle liegt mitten im Jagdgebiet.

W etterfeld, den 4. Januar 1921. Hessische Bürgermeisterei Wetterfeld.

Krauß. 223V

In der Zett vom 1. September bis 31 .De­zember 1920 haben sich in unsevm Straßenbahn­wagen nachstehende Gegenstäiide vorgefunden:

1 Derrenfkvck, 4 SpaziorstScke, 1 Reitstock, 2 Herrenschirme, 3 Damcnschirme, 1 schwarze Herrengeldbörse, 1 Damengeldbörse mit Inhalt, 1 schwarze Geldtasche, 1 schwarzled. Geldtasche m. Inhalt, 1 Gelbbörse, 1 schw. Leder Handtasche, 2 einzelne Herrenhanbschuhe, 2 einzelne Hand­schuhe, 1 Paar Handschuhe, 4 Paar Damen­handschuhe, 1 Paar Damen - Glacehandschuhe, 1 Paar Kinderhandschuhe, 1 Marktbeutel, 1 Sam­metbeutel m. Inhalt, 1 Handbeutel, 1 grauer Brotbeutel, 2 blaue Damengürtel, 1 grauer Damengürtel, 1 Marabu-Pelz, 1 schwarzes Tuch, 1 wollene Decke, 1 Romanheft, 1 Buch, 1 Notiz­buch (Kochbuchnotizen), 2 Bilder, 1 schw. Binder, 1 Taschenschcre, 1 Blumen körbchen, 1 Schnitt­muster, 1 Taschenmesser, 1 Schlüssel, 1 Koch­geschirr, 1 EAopf, 1 Rolle Crepe-Papier, 1 Pack Stoffreste, 1 Rasiertops mit Pinsel, 1 kleiner schw. Kamm, 1 20Mk.-Schein, 17 Mk. Papiergeld, 1 einzelne Mark, 10 Tüten Zahlmarken.

Die vorbezeichneten Gegenstände können bei der unterzeichneten Verwaltung, Zimmer Nr. 4, in Empfang genommen werben. 229B

Gießen, den 5. Januar 1921.

Elettrizitätsweicke u. Straßenbahn d. Stadl Gießen. _______________________Sto11e._______________________

)nnung8krankenkasie der Bäckerinnung Gießen.

Bekanntmachung

Betrifft: Neuwahl von Vertretern und Ersatz­männern zum Ausschuß der Jnrrungs- krankenkasic der Bfickerinnung Gießen.

Die Wahl der Arbeitgeber und Arbeitnehmer finbet am D ienS tag, dem 8. Februar 19 21, und zwar von nachmittags von 27 Uhr ununterbrochen statt.

Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber wählen tm Gewerbchaus, Kirchstraßc 16.

Zu wäÄen sind 6 Vertreter und 6 Ersatz­männer, und zwar auf feiten der Arbeitgeber 3 Vertreter und 3 Ersatzmänner, auf feiten der Versicherten 3 Vertreter und 3 Ersatzmänner.

Die Beteiligten werden zur Einreichung von WahlvorschlSgen (Vorschlagslisten) aufgefvrdert. Es werben nur solche Wahlvorschläge berücksichtigt, die spätestens 2 Wochen vor bem Wahltag bei bem Vorstand em gereicht werben.

Die Stimmabgabe ist an die Wahlvorschläge gebunden, d. h. feder Stimmzettel muß genau mit einem ber Wahlvorschläge üvereinstimmen.

Die Wahlvorschläge fittb geionbert für die beteiligten Arbeitgeber und Versicherten auszu­stellen: sie müssen von mindestens je 4 Wahl­berechtigten ber betreffenden Gruppe untersekfc net fein.

Jeder Wahlvorschlag fbü fv viel Bewerber be­nennen, als Vertreter und Ersatzmänner zu wählen find. Die einzelnen Bewerber find getrennt nach Vertretern und Ersatzmännern, unter fortlaufen­der Nummer aufzuführen uno nach Familien- und Dor-(Ruf-)Namen, Beruf und Wohnort (SBobnung) ZU bejeiebnen. Bei Versicherten ist auch ber Arbeit- bei bem sie beschäftigt sinb, anzugebeu. Mi: den Wahlvorschlägen für Berirchaete ist von jedem Bewerber eme Erklärung darüber vorzulegen, daß

er zur Annahme der Wahl bereit ist. Nach ber Zulassung können die Wahlvorschläge von den Wähleril int Geschäftszimmer des Geschäftsführers, Gewerbehaus, Kirchstr. 16 patt., werktags von 56 Uhr (Samstags 35 Uhr) eingesehen wer­ben. Daselbst liegt auch bas Arbeitgeber«' und Mftgliederverzeichnis zur Einsicht offen imb sinb Emsprücheaegen bie Richtigkeit ber sich bar aus er­gebenden Wahl- unb Stimmberechtigung bei Ver­meidung des Ausschlusses spätestens 2 Wochen vor dem Wahltage unter Beifügung von Beweismitteln bei bem Vorstand der Kasse ernzulegen.

Der Wahllefter ist befugt, bte Wahl- und Stimmberechtigung zu prüfen. Es empfiehlt sich daher, einen Ausweis hierüber zur Wahlhandlung mftzubringen. 206D

Gießen, den 6. Januar 1921.

Der Vorstand der Jmrungs fron kenkasse der Bäcker-Innung Gießen.

L. Keil, Vorsitzercher.

Anmerkung: Die Melde- und Zahlstelle unterer Kasse befindet sich jetzt tm Gewerbe Haus, Kirchstr. 16 Part. Geschäftsstmtden: werktags 5 bis 6 Uhr (Samstags 35 Uhr)

Kscherei-verpachtung.

Donnerstag den 13. Januar l. I., Horm. 10V- Uhr, werden nachverzeichnete Do- manial-Fischereien im kleinen Saale desDeut­schen Kaiser" in Alsfeld öffentlich an den Meistbietenden auf 12 Jahre verpachtet.

1. Fif chereibezirk Nr. I der Hess. Oberfö rsterei Alsfeld: DieEifa" (= 4575 Mtr.), nebst den beiden Mühlgraben in der Gemarkung Eifa: dieForellenbach" in der Gemarkung Rainrod ( 1300 Mtr.), nebst dem Mühlgraben an der Hardtmühle undF o r e l l en* b a ch" in der Gemarkung Schwarz.

2. Fischeretbezirk Nr. IV der Hess. Oberfö rsterei Eudorf: DerAlsfelder Mühlgraben" in der Gemarkung Alsfeld ( 670 MtrJ -is unter die Holzmühle.

3 Ftschereibezirk Nr. I der Hess. Oberförsterei Grebenau: DieFo- rellenbach" (ober Jossabach), basBorn­wasser" nebst Mühlgraben, derErlen" und Schwarzenbach" nebst Teich, derKrebs- bach" und andere in den Gemarkungen Bieben, Eulersdorf, Grebenau, Reimenrod, Udenhausen und Wallersdorf.

4. Fischereibezirke der Hess. Ober­försterei Romrod-Nord: Nr. I, die Schwül m" in der Gemarkung Altenburg (= 3150 Mtr.1 nebst Weißschem und Haberkorn- ichem Mühlgraben. Nr. IV, dieAn tri fit" in der Gemarkung Zell £= 2250 Mtr/» .bis zum Einfluß des Göringer Bachs und Nr. V, dieA n - trifft" in den Gemarkungen Zell und Billerts­hausen (--- 570 und 1900 Mtr ).

Die Bestandszeit beginnt bei sämtlichen Fische­reien am 1. Januar 1921. Nähere Auskunft er­teilen die oben bezeichneten Oberförstereien. Die Pachtliebbaber. deren Befähigung zur Pachtung nicht bekatmt ist, wollen sich rechtzeitig vor der Verpachtung bei uns ausweisen.

Alsfeld (Oberh.), den 4. Januar 1921

Im Auftrag:

Hess. Oberförsterei Eudorf zu Alsfeld.

Brill. 224D

Bekanntmachung.

Ausgabe von Schinkenwurst.

Die bestellte Schmkenwurst ist eingetroffen. Ausgabe bis einschließlich Montag, den 10. d. Mts von vorrn. 91 Uhr unb nachrn. 35 Uhr im Lebensmittelamt. Samstag den 8. d. Mts. findet der Verkauf von vorm. 91 Ubr statt Preis 13 Mk. das Pfund. Nicht rechtzeitig abgr- holte Wurst wird anderweit verkauft.

Kartoffelausgabe.

Von Mittwoch, den 12. bis einschließlich Frei­tag, den 14. d. Mts., voritz. 812 Uhr und nachm. von 24 Uhr findet tm Lager, Graben­str atze 7, eine Kartofselausgabe statt.

Preis 35 Pf. das PftrÄ. 214B

Gießen, den 6. Januar 1921.

Der Oberbürgermeister. (LebcnSmittelamt).

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