Tfttum: 3. t\ 4. 6, 3.6.
5e/eDtkb *neo*anL 77,50 77,50 77,50
4 */e DM. K<i*»dwL 76,50 75,70
3% DH*. KeiMeL -,- 73,12 72,90
4 *e Vreuß Ronfols «*,- 69,60
D«rra|ttbtcr Dank —,- 181,
DeetfdH Dank 311,75 313,- 909,75
Dietente-^el^aft 253,25
Dresdner Dank —, — —224,75
Roiionaldauk f. D. 183,27»
Dlittdb. Qrrbttbflnk . 164,75 164,50
H..Am«r>k *p«heh. 165^- 166,50 1Ö4JS
'.HorbbcutjAfr Vle^b. —145, - 143,36
Bock Vuhftaldwerk . -, - 451,-
D.»Viqfmb Serqu- - - 306,- 300,- (Beneiüiird). Pfrow . 312,- 314,- 7107,75 Zarpener Dcrqbau . -,- 439^50
Oderschld. Eisend.-B 315,- 315,- 317,- Ober|ct)(e|. (tiferrtnb. . 275,- 275,- 268,50 Phömi.Bcrgd -Aki. 706 - 730,- 700,25 Lab. Um! in» u. Saba 525, - 526, - 530. - Höchst«, Farbwerk« 422,50 424,- 422,- Ll.ktr D L.« .. 276,-
5d)ii(hert-*IBfrhf . . , 240,
5«lten»®uilleaum«. . 563,- 565,—
Daimler ,- 187,-
Bnb.» (Elfen» .‘JOtl . —-,- 5kl,- Ablerwerk, -,— —, - 240,25
4e/-6«fl.StaotsflnL . 72,10
Elektron Grieaheim 410,- 416, 403,25
4. 6,
100 deutsche Mark nmmm gezahlt! Datum: 1.7.14. 3. d 4 6.
Zürich Fr. 125,10 8£5 8,97
Amsterdam Fl. 59,20 4,5'» 4,56
Kopenhagen Ar. 88,80 8,67 8,90
Vraa Ar 117,80 108,75
Stockholm Ar 88,80 6,80 6 86
Wien Ar 117,88 944,50
London Sh 97,80 7,86 9,43
Varis 125,11) 18,75 - , -
Neuyork | 23,80 1,56 —
Süridjn Devifenmarkt.
4. H. 6. 6.
Wechsel auf: Schwerer Frank»
Holland........100 FI = 19<i.j0 196.96
Deutschland 1UU INK. ■ 8L75 8.925
Wien 100 Ar. = 1.325 1.325
Prag 100 Ar. = 8J5 fL32f
Varls 100 Fr. * 47.35 47.25
London I / =• 22.25 22.21
statten 100 L. — 29.80 2000
Brüssel 100 Fr. - 47.35 47.25
Budapest 100 Ar — 2.40 2^0
Neuyoik 106 | sb 572.- 576.-
Agram 100 Ar. -- 4.25 4.30
Bukarest 100 ß. =■ 9.26 9.60
Markte.
b.v Wern »heim, 1 Juni Ter erste Wern» hei in er Iungschweinemarkt war mit etwa .300 lirrcu befahren Bezahlt wurden 230—400 Mark da« Stürf. Oieqen Ende des Marktes qii^en die Preise etwa» 3 n ruef
Müller icke ^feweanftnlt.
Was,erwärme bei ßalm am ß.^funt. 19° 9L
Bayer Öfrefy 6er Sthnanfr offen. 6tn 'tabrroerf non SMW nxrr gerat*- auf dem Bahnkörper, ols txn 3un von TvrreiweU tarn. 2er ßotomortn» fahret brachte den Zug noch kurz vor dem Fnhr- werk zu siechen: nur dadurch roiuDen die gtoei Leute, die auf dem Wagen faßen, sonne die 'Bi erbe qeoeiret — In Fulda, wurde bei dem Ber fuc^, an fcurxT.grt mdes Üfero aurlutialim, en Futzönann aus ‘itagerjdt von dem Tiere nieder gerissen und so schwer verlebt, daß er nach firrrr Zeit tm A’mnltenlxnne verstarb — In Hanau Hat mit der Aufführung von (^utz-ows „Aönigs- lleutnant da- Hau lauer L ladet Heater gestern feine ©interipielyit gesdÄvffen In einem Dorfe in der Nahe Kirchhains wurde em ÄWfricr Monteur vom elektrischen Lttvm getötet. — In Meisenheim ruditn sich ixe Metzgermristet ge- Sfettig mit ihren Flenckpreffen M imlcrbtetnL
t Bvneil davon haben du- Hausfrauen, die das Mund Nrn Fleisch schon zu 5» Mk erhalten können. — In bie FrlröteicknamSpcv iri sion zu Knit - t e 1 bei in PsaL vubtm cm lebten Sonntag größere (Mnuwen von Rennfahrern hinein. Dabei wurde em junger Mann umgcrissen und erheblich verletzt
verband der Bergarbeiter Deutschland;.
23. Generalversammlung in Gießen. Letzter Ber Han okun gS l a g.
Gießen, 4. Juni 1921.
Die Debatte über die Sozialisierung de» Bergbaues wurde heute *n Ende geführt Nach dem Schlußwort & ue4 wurde eiiiinnumg »ine Entschließung angcTCnrmeii, die besagt, daß die Generalversammlung an dem Beschluß der Generalversammlung m Biriescld 1919 über die 3oyjd(iiienmq des Bergbaues und an der gleiä»- gerichteten Entschließung des Internat ronalen Bersarbeuerkongreises feschalt Wer verstehen unter SvzUrlpierung Ext UeberTnigujig der Bersü- aungsqewoll über die Gewrmiung und Verteilung der Bodenschätze auf eine durch die Reichsgesetz flctamq berufene Vertretung des Vocksganzen. Die Di jüngster Zeit rapide fortgeschrittene tninat&un- •MäTrifde nwnovvlisßsche Vertrustung der Berg» bautndustrie l^edrvln die Interessen de» Vvlttz Btn üeigentemf Maße. Der notwendige der öffentlichen Interessen gegen deese pri- alisnsdHiWHmyoltstifd;c ^Beherrschung un feier wichtigsten Rohswffmdusrric ist der Haupt- atunb für unsere Zoialrsierungsfvrderung. Tie &x$ialilivnma ist! ferne spezielle Bergarbeiter-' frage", sondern erme Dblksart gelegen heil. Die Unter- neWtervorscttläHe beabsichtigen feine Svjialisie--. rmig, sondern eine aui>rordentlichk Unterstützung der Bertrustungsbestvebungen Der Vorschlag, ,Meinaknen" hemu^ugeben, will die krasse iraan- Monifixfd* Gewarnst«ht noch verstärken. Der Berg- arbeiterverband leimt sie entschieden ab Wir fordern von ber ReichKregierirng, daß sie dir in Ber - wlg der am 5. August! imd 22. Sepfember 1920 gegebenen Berfpoechon, einen tHesetzentwurs iwr.y»- legen, der die tatsächliche Sozialisierung des Bergbaues bezweckt, ohne BerHögetunq crnlüsi — Ferner be.rrüßt di.- Generalversammlung den Beschluß des -Ausschusses des Allgemeinen Deutschen Gewerkschastsbundes aotit 19 und 20. Januar zur ^fvage der ÄvWlffrsrerung der Kvhlerrwirtschaft : dieser Beschluß entspricht unserer Auffassung von der dringlichen vvffWvirtschaftliclieu und sloats volitffchen Nvtwendigfeit der Uebersührung des Kohlenbergbaues aus der privatfapitalisdischen in die gemernwirtschaftsiche Betriebssorm Die Ge- neooSverianmüim g erwartet von ber Reichsregierung, daß sie alsbald der svsfenmtischen Vers.hlep- Vungspolitrk der SMalisierungsfeinde ein Ende macht und dem Reichstag ein Gesetz vc>rs<Mgt, hurtti welches den privavrn Truslkapitalisten die Verfügung über unsere mineralischen Bodenschätze eunogen wirb.
Vierauf sprach Wrßmann-Bochum über So »ialvolrtik im neuen Deutschland. Notwendig fei ein immerwährendes Drängen, daß die 5<MialDerndvTuna immer weiter ausgebaut werde, dem, auch das sei eine Vor beding img für das Wi< deraufkommen, da-? Gesunden des beut* scheu Wißmami gibt eine Schilderung der entietzlid^m gefimbbritlTthni Schädigungen dos Volkes, die aus dem HYiege ftantmen.
Rad, eingehender Ausspradx- wurde einstimmig eine Entichliewmg angenommen, nvnarf' die Genera!verwnwrlung davon stenntniS nimmt, daß die Emwürse fcimt Reichsknappschastsgesetz mid Reich ffnapv dottSverem in Vordereicung sind. Sie erwartet daß der Entwurf um Reichsfftapv schaftsgesey baldigst der grsetzgcbmden störverschart vorgelegt uwrb und der RerchSknapvschansverein ins Lben tritt.
3ie Wehl dabei hin auf dir Forderung, wonach aui Antrag bei 2?nähriger Tnaritieü und einem Lebens<llter von 60 Iabren ohne ärztliche Unter s«chung^dn. ^nappstba ffsvente gewährt werden soll. Diese Beorderung muß hn Reichs kn appschaftsver- ein ünr Berwirslichung finden.
Sie fordert ferner txm ber Reichsregierung Ausbau der Sovoldenicherung
Detter wird eine Entschließung angenommen, die bte imuttbenbr Auslobung brr B'rggewerbe- geriltue und Ersetzun g durch Arbeitsgerichte wrdert.
Derlei wurde beantragt und einstimmig beschlossen, der Ve rtM n dsrvrstwid möge bei den <:t Betracht üomtotnbcn Stellen wegenBer- biTIt^ung der Arbeitersahrkarten vorstellig werden
Vor Schluß brr agentf-trhrn Ber Handtun gen versuchte nochmals ein Redner der Q«osirion unter stürmischem Pro test des Verstands tage? für feine ko m m un rsti scheu Ideen Prvoaganüa ut machen
Jri der Vorstandswadl wurden die Mit- glietzr Leo alten Vorstandes unb der Redaktion wikdergewählt.
Äit einem kurzen Rückdütk auf ixe Verhandlungen schloß Verbandsvorsttzender .V usemann d:n Verbandstaa. Er betonte nodirnfv :tntrr stür- mi'ch.r ^‘nmnung. da-, das der stimbe die Einig lei i und j^ditoffenberr brr .'euricbm Arbeiterschaft. insbesondere der deutschen Bergarbeiterschatt sei.
Unter Absingen des Bergmannsliedes und einem „Glstchauf" wurde dse 23 Generalversammlung der Bergarbeiter gescblosjen.
Schlichtungsansschuß der Provinz Lbcrheffcn.
Verhandlung rvm 27. Mai 1921.
Zwischen der Vercmigimg der Arbeitgeberverbände des Lahn-Dillgebünc - um) Lbersteisens und dem Deutschen Te^tffarbcnervmband Dassel wurde über eine einheitliche Arbeitsordnung für dst Tex- tffi>etrieb2 oerhwidelt. Ter Schlichrungsausichuß entschied traf Antrag der Parteien über die streitig
gd)Kt6enai ^feiHömnegta U a. nxwai 6xtidrv- txmgen notroenx# über ber tSnfntixmr nxb Ioffnng von Äafctlaieen mr die EmsL-Ilung von Arbeitern, tton Em las sungsgiLnüm und Vori chrtsten über das Verhalten un Betrieb, ferner über lxe VRndigungs- früt ber rx rübergehender Etnstrtlung für aer he- iiürante Arbeit, über die Frage der Jbnrttnung tws rn die Arbeite: raUtnuYn Fach- oder Kort- büdungchulunterricht? der iugert>ltdjm Arbeiter EsA^eitS^eir, über die Art der Beitreibung von Gridftvaten und uon Zahl ungen für kn Arbeitern edictmt- Ware imd über die Minoirkung der Anxtlerrate« oder Betriebsrates bet der Verhän- gurta non OfeUxirafen Crirzahlungex in eine Ar- bci tenrohl M.hTt»£aiie).
In einer Arbettsordnmiqssaa» in* der Zfe gacccnfebttfanon verständigte, rieb die Parteun durch Annahme ^er vom rchl ab tune -sa.; ' d» ß in einer ähnlichen Sache unlängst Michioffenen Fafe hing der streitigen Bestimmung
2sn Eimoruch des Betriebsrates det Buderuo- idim Eisen werte in Lollar gegen die fristlose Entlassung nneo Nachtwächters tomite nicht ihutge geben werden Die CiUschridung ist endgültig nach §.87 des BetriebsrütegisetzeS
Gictzenor Strafkammer.
Gießen, 31 Mai 1921.
Tie Arbeiter L. St. und B A in veldender- Sstiegen im Februar v. I in die Wohnung des
»wiris Jakob Fuhr dort rin imd entwen • beten 2 läidjniubrcu und 4 50 Mk Bargeld Urteil: Je 4 Monate Gefängnis
'luf die Berufung des stellenlosen Handlungsgehilfen K. L von Gießen, ber vom Schöffengericht wegen Tiebstabls von Militärkleidungs- stücken zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, wurde die Strafe auf 2 Wochen (ifesämmis herabgesetzt. Die Strafkammer nahm lediglich Bei Hilfe zu einem Diebstahl des flüchtig gegangenen Kaufmanns S. von hier an.
Freisprechung erzielte der Händler Sch. aus Lauterbach von der Anklage des Preiswuchers Er hatte in Billingen bei Laubach Zwetschen zu 68 Pf. das Pfund auftaufen lasten und sie in Lauterbach zu 90 Pf. verkauft Tas Schöffengericht erblickte hierin Wucher und er tarnte auf 400 Mk. (Geldstrafe sowie Einziehung von 400 Mk. übermäßigen Gewinns. In der De rufungsverliondlung gelang cs dem Ang «'klagten, nachzuweiserr, das; er unter Bercchmmg alle, Un kosten (Risiko, Fracht, Schwund, Arbeitslöhne uff.) nicht mehr wie 10 Ps. am Pfund verdient hatte; er wurde demgemäß freigesprochen.
Zufolge Unregei Mäßigkeiten in der Mühle 5t. bei Utphe hatte der .kommunalverband im Juni v. I. die Schlicßuiig des Mühlenbetriebs angeordnet La aber die Mahlgänge noch voll Getreide lagen, ivurde am 28. Juni v. I. ein Gendarm beauftragt, die Mablstühle, die Der siegelt waren, wieder aufzuscstltesten, bis sie leer gelaufen waren Als er in die Mühte kam, fand er dort eine groste Menfäienmenge vor, die unter Schimpfworien und Lärm ihr in die Mühle gr S ebenes Getreide he rausverlangten. Obwohl ihnen er Gendarm erklärte, daß er nur den Auftrag habe, die Mahlgänge zu Offnen, im übrigen aber die Kommission des 5tommunalverbandes, bereu Eintreffen bcDorftanb, über bie Rückgabe bei Vorräte zu beschließen habe, wurde Die Haltung der Menge immer drohender, so daß ber Gendarm es für ratsam hielt, sich zu dem Bürgermeister nach Utphe zu begeben. Bet dem Versuch, mit seinem Fahrrad die Mühle zu verlassen, wurde er daran gehindert. Die Tumultuant en hatten das ganze Gehöft umstell! und ließen den Gendarmen nicht lseraus. Leider gelang eS nur, zwei Personen zu ermitteln, den Landwirt K. Schn III. und Den Guts vermalter E. Schr, beide von Utphe. Sie hatten sich heute wegen Landfriedensbruchs zu verantworten und erhielten je sechs Monate Gefängnis, Schn außerdem wegen Beleidigung des Gendarmen weitere drei Tage Ge fängnis
Der Maschinenschlosser P. L. von Kostheini, der, zum Jahrgang 1899 gehörend, noch nicht entlassen werden konnte, war im Frühjahr 1919 zu dem Freikorps Hessen rin getreten und diente in Friedberg Am 14. März 1919 wurde er dort zur Babnhofswache kommandiert, verliest aber im Per lauf der 24stündigen Wacbzeit ohne Urlaub it is das Wachlokal und iveigertc sich auch, als ihn der Wachhabende im Wartesaal antraf und aufforderte, mit zur Wachstube zu kommen, diesem dienstlichen Beseht Folge zu leisten Er würbe deshalb heute wegen zweier militärischer Vergehen zu 21Mvnaten 3 Tagen Gefängnis verurteilt
Schöffengericht.
Gießen, 3. Imn 1921.
In der heutigen Schössen gerichts- Sitzung rourDc in der Privatklagcsache des Schuhwarenhändlers Mar Emanuel aus Wiesbaden gegen 3 hiesige Schuh Händler das Urteil verkündet. Zwei von ibn en wurden zu je 1000 Mk. Geldstrafe verurteilt, während ber dritte eine solche von 1200 Mk. erhielt Auch wurde bem Privar- tläqer Du? Bcmgnis zur Beröffentlichunfl des Ur teile- zugesprochen. — Wir kommen aur die Sache noch näher yrrütf.
GerichtSsaal
Rrumanu freigesprochrn
Leipzig, 4. Juni. (Wolff.) In dem Prozeß gegen den früheren U-Boot-Kvm Mandanten Karl Neumannvor dem Reiche Gericht wurde der AngeNagte freige 1 pro chen.
Leipzig, 4. Juni. (Wolff.) In der Begründung des Urteils im Prozeß gegen den Kapitän Neumann beißt es: Der An- geschuldigte torpedierte das Lazarettschiff „Do. ver Last le" Er hak den Erfolg, daß habe Menschenleben in Verlust geraten könnten, in seinen Litten mit ausgenommen Tie Tat ist als im In lande begangen anzuschen und nach deutschem Strafrecht zu beurteilen. Maßgebend ist, ob der Angeschuldigte in den Grenzen des thm erteilten Befehls handelte und und daß der Untergebene durch den Befehl seines Vorgesetzten gedeckt ift Zm Recht samt-- licket Kulturstaaten ist dies anerkannt. Das deutsche Gesetz ist in dieser Hinsicht strenger als andere Strafgesetze. Irgendeine Grau-/ s amkeit, wie es in den Anschuldigungen der Alliierten heißt, ist nicht er wies en.
Leipzig, 4. Juni. (Wolff.- Tie eng lischt Kommission, die anläßlich der L r reg spro zesse hier anwesend war, kehr: am Montag nach London zurück.
Dcreirdt um den dritten BiSmarckdand
Berlin, 4. Juni. (DTL.) In da Bo- rumnqstnstanz in benr Streit um die Ver> offenrttchuug des dritten Bandes ,,B i S- u» arcks Gedanken und Erinnerun- fl e ir“ wurde das Pom Bakner ä ammergericht am 3. Tezemda 1920 er-angene U 11 e 11 ba • bin aßgeändert, d.tß Der Verlag Eotta bereck- tigt ist, den Brief Kaiser Wilhelms II. an den Fürsten BGmarck vom 14 Juli 1689, den Dries des Kronprinzen grriebndj Wilhelm, des späteren Kaisers Friedrich III. an den Fürsten« Btsmarck oom 17. August 1881 und 28. September 1886 zu peröffentlichen und gewerbs- mäßzg zu verbreiten Irn ubnarn bleibt das Verbot der Veröffentlichung bestehen
vermischtes.
Eine neue Art des Mädchenhandels
fpd. Frankfurt a M , 5. Juni 3n meld) ge- rotfienloftr Weis« der Mäbchenhandcl selbst in der Großstadt betrieben wird, davon werden jetzt einige Fäll, bekannt. 9n den Badeanstalten befreunden sich Wer« berinnen, meistens Ausländerinnen, mit badenden jungen Mädchen und verleiten diese nach einigen lagen Bekanntschaft zu röter gemeinsamen Reise nach bestimmten Großstädten ins besetzte Gebiet Hier fallen dann die Opfer größtenteils Wüstlingen anheim. Bei der Anbiederung an bie unerfahrenen Mädchen spielt die Zigarette die Hauptrolle. Zunge Mädchen, die früher einen Widerwillen gegen das Zigaretten» rauchen hatten, wurden in wenigen lagen leidenschaftliche Raucherinnen und gerieten vor allem durch den Nikotingenuß in das Netz ihrer Verführerinnen
Selbstmord einer Schaufpielerfamilie.
Berlin, 4. Juni (WTD ). Der augenblicklich in Berlin gastierende Schauspieler Harry Walden, sowie seine Frau und deren 20jähriger Sohn öffneten sich heute nacht in der Wohnung gemeinsam mit einem Rasiermesser die Pulsadern. Am Wiederaufkommen des Sohnes wird gezweifelt Dem Vernehmen nach find alle drei Morphinisten.
Berandung der Mannheimer Gemäldegalerie.
Berlin, 4.Funi(WTB.)Wie der „Lokalanzeiger" aus Mannheim meldet, find in der letzten Nacht in die Gemäldegalerie des Mannheimer Schlosses drei bewaffnete Räuber eingedrungen und haben neun Gemälde im Werte von 500 000 Mark geraubt.
•
Dz. Matnz, 5. Juni Bvr einigen Ta gen stach ein französischer Soldat in* der Heiligen Grab-Gasse einen französischem Lffizier nieder und flüchtete in em Haus. Gegenüber dem deutschen Publikum, das fidian sammelte, äußerte der Soldat, der Ssfi - zier sei eiir Menschenschinder Er schikaniere die Leute, dcrß es nicht mehr aus- zuhalten sei. Ein Offizier mit einigen Solda teil umstellte das Haus und nahm den Täter, der sich verzweifelt zur Wehr setzte, fest
Spielptan der Frankfurter Theater.
— Opernhaus. Tiarstag, 7. Iran: Ri- «rtetto ^Jhttnxxf), 8.: Rhemgvü» Tomtcrelag, 9 . Hoftmauns Erzahluirgru Freitag, 10.: Tic Apackeu 5autitafl, 11.: Tie Walküre Smntag, 12.: Madame Butfersty Montag, 13 Tie Zauberst öfe Dienstag, 14.: Stegsrteb. Mittwoch, 15.: Migmm — Schauspie l-F erzen V7m 5. Juni bis em fehl. 9. Ibtlr 1921,
Handel
A nl st e r d a m, -1. Juni (Wolsft) Tie Händlerkvrporationen der Börse beschlossen die Sch l ießuna der Börse an den Samstagen ber Monate Zunt bis Oktober (Hit Regierungskommissar hatte demgegenüber die Schließung nur in den Monaten Juli und August anempfohlen. Diesem Vorschläge schloß sich ber Finawz- minifter an. Heute, am ersten Samstag des Juni, begannen bei Eröffnung Der Fondsbörse die Börsenanaestellten ein Konzert mit Singen ttitb Pfeife n und steckten Feuerwerkskörper an Ein Teil von ihnen verließ schließlich den Saal. Infolge dieser Vorgänge kam es zu keinerlei Geschäftsabschlüssen
Frankfurt a. M., 4. Iran Börsen- ftim mung4bilb. Tic Franktater und Hamburger Börsen fmb bem Beispiel Berlins und anderer deutscher imv AustackSbörsen nicht gc- wlgi, am Samstag W schließen Tie Fvanffurter Börse verlegte für diesen Tag die BörsenstunDe aur 11'. bis 12' Uhr Es wurden Bedenken laut, ob tn dieser Zeit bie Gesihäffr Dollftänbig zum Ab scblun nctracM werden können Es hat sich ge- yigt, baf. bieie Neuemrichtung noch praktisch aus- peobiert roerben muß, Dom es kam zu mancherlei Unznträglickferten, die fick besonders aut Dem Markte der Indusmoakncn rmitdUm Ter Ver kein konnte fick bei -Eröffnung nur jebr schlevoeuo entwickeln, wurde aber im Verlaufe belebtn bei »onrhegenb fester Tenderrz. Lebhafter war das Geschäft in Phönir-Akwen, die aut die große Ma pitalserböbung mit 24 Prvz. höher etnfewen, obr.r alleckinc- den höchsten Tageskurs voll behaupten ui tdrmen. Auch txr übrigen Mvutanvarnere waren durch biefe Auffvärtsbeweäung begünftigt Mannes, mann wurden 2.5 Droz, höher bezahl: Haliwert.' lagen etwas besser, ohne baß iröod) von befont» rem Intevessc gri^axtim nxnden tarn. (Keftro- aiticn lagen ruhiger. Bon den Werten des Anilin- lonzerns waren Badvcke Anilin 6 Pro; , Elektrori Grie^erm 4 Pvvz höher Prioatdistart 3’/,*.
Frankfurt a. M., 4. Fxni.
Fvaukmrter Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Brief Datum: 3. Juui. 4. Ium.
Antwerpea-Brüsiel . 599,40 530,60 527,40 528,60 Holland 2197,80 2202,20 2202,80 2207,20 London 249,25 249,75 248,50 249,- Varis 529,40 530,- 52*,40 529,60 Schwei; 1118,801121,201119,901122,10 Spanien 831,60 833,- 834,10 835,90 Italien 335,70 336^0 334,60 335,40
£if|abon.Oporto. . . —
Dänemark 1123L0 1126,101141,40 1143,60
Norwegen 974,- 976,- 966,50 968,50
Schweden 1453,50 1456,50 1471,- 1474,-
Helfingsorr
New-Por» 63 £8 64,02 6<20 63,35
Wien (altes) .... —
Deuffch-Oefterr. abg. 14,60 14,64 14,48 14,52
Budapest 26,60 26,65 26,77 26^3
Prag 93,50 94,10
®n einem Teil ber Auflage wieder holt.) Schwere Zusammenstöße zwischen
Polen und Franzose»
Berlin. 4 3imi (Priv -Telegr., WRe bie ,ÄDffifdr Zeitung aus Oppeln meldet, ist <* tn WatLiroiB zu idimeTen Zusammen st ätzen zwischen Polen und Franzosen n-bmmen Ein von Fran»,en geleiteter LebenOmilteltrcmsoort stir bte Kattoimtzer Besatzung wurde von Insurgenten an ber Stabt grenze au wehalten Es kam zu rmrm. (ifefeckt, in dessen Perl au' bie Franzosen Dir pol - Nischen S 1 raßen l a,r rtkad< n stürmte n, die Insurgenten verfelaten unr> das polnische Stanöauartier m Bomivdiütz au*oben Etwa 20 Insurgenten wurden getangen genommen Iir I-ranzosnt nahmen rine Säuberungsaktton um- scheu Nattonßtz und Bogutschütz vor luch hteroe, kam es M lebhaften Feneraefechten znnscken Franzosen und 3rtfurgenfen B-i bm 2xtxffumni in Kattowitz muwen mehrere Leute aus bem Publikum verletzt, Datunfrr eine Frau tötXidi In ort Nackt feuerten bte IM urgenten t>?n salenee M,. nen auf die Stadl ab.
In Beuthen find die Insurgenten rvi in Da» Weichbild der Stadt erngeDaznani und haben Diele (Geschäfte gröl ändert Tas in der Stadt anwesende französische Milttär ist gegen be Plünderer nicht eingef(ftrttten. 3n Tee» njroix hat der französische Cameraf de BrondH Den Bahnhvi Den Polen übergeben
Nack einer Meldun-i des ,^erl L^kalanc ' triften in Oberfcklesien immer mehr leguläre Manische Truppen ein Bn Tarnowip wurde ein- stompagnie uniformwrter polmscher Truopen unirr Führung eure» berittenen vvlni chr i LfftzierH gesehen Auch bei Rosenberg rrfnrir-n bte Zäsur- ernten Verstärkungen durch reguldtt. polnisch» Militär, das über Maschtnengovehre und Artillerie veriügt
Äeuberuoqeu der Sowjewolitik?
Paris, 1 ’jum' VTB Näck mern'Kabeltelegramm der „Chigaco Tribuns au5 N>- rhrngton soll das Sraatsde Parte ment eme Erklärung Lenins erhalten haben, m der gewisse gnntf<egenbe Änderungen in ber ibffri! ber Sowietreqierung angefintingt werden
Unmttier.
Berlin, 4 Imn ffPrioat-Defegr.- Ter ,.Berl. Lokalonz meldet aus Sdnigsberg, dir. über Teil« Südosrpreu ßeus nach roodvn- langer Dürre verheerende Do lkenbrücke uno Hagelwetter nfebeogegatgen fmb, durch t-r jcjbct Schaden angerichtet wurde
Ertzickullaslod.
Berlin, 4 3cm. ^rfoVIrirgrj Du- hn ..Berl. Lotaanz. ans £cibdferg meldet, wurden bei iÖnnmencTDrten in Rettigheim irben Arbei ter betäubt, von denen vier den Tod durch E i st iifen fanden.
Sanftcrtubnng.
Dresden, 3 Juni. IDolft.- In dem bf* uMhbarten Tenden drangen morgens in bie Dortige Filiale ber ^eut^ife^ Bank acht maskier.e bewaffnen Sauber, die in cmem Steftroagrn vriantnren waren, ein, hielten das ans etwa zwo!' 'Ikrfjnen brifehende Lankpersonal durch DJtge^ ■5alEcne Bülllen in Sckach und legten es rn Fesseln. '? ctaui raubten sie tue "ossenschrcml aus m2 s griffen unter Mitnohmc einer Bierl?! Million .larf m Äafferrfcheinen dte Flucht. Die Ärimina'. palczei nahm iM Bozolgimg ber Lerhrechp: <ur


