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M ber mt -Jan Dibnmt|dxijt5lTmn2 *$* M >tgefcfart?^rer des . M- Dr. Tsde tigeftdlt bitte :$t< fun« brutsch, vcn Sbmbuuntt cmZ [bette in eingehender xllwittschak vor dem ehmiaen TeutschttM i M von der jetzigen i ran in TtutfdM, vrhanden ist und buch irbe. Ter Vortragende der handäsbeziehnn- rlönbcm, welche als leltgetreidemarkt aus- M Wüdergrswitay Üichen,lowMalSMb Jrn inWn& ivraL rderLmdwittichaKr- sam>inn(Drmnßadl) ißnahmenimJn- dwirtschaft in der 3 schilderte der Redner die hessische Landwirt- en Hal und wies au!

ilchtMss hin ron btt oiienm Mnchww Betriedszeigermd du, iei MnMpmi- jte wÄcrholt betonte/ dessen noch nicht ftnc tg eines gesmKwmd. es sm den Wudemi- EN Mdonbti beider Redner fanden M 7. Mm. wer- t Moser lbanuovns ti-Sg ttitung ratb du 8m1*

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Brüssel-Antrorrpen . 459,50 460,50

1140,851151,15 1130,851142,15

986,50 938,50

974.

976,-

Berlrn

181

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642,

847'50 344,'59

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429J5 434^50 431,50

tag norm. 8.30. Pre

6,75

6,75

913,50 914,50

5. 1.

jGaxinZi

^Nachdruck verboten.)

Fortsetzung 76.

auch nienumb das ®i

um mich daraus auf-

Ich habe das niemals recht verstanden; aber es

1183,801191,20

1180,801186,70

100 Fl.

100 MK.

453,

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254,70

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4.L 77,50

160,50 195,- 193,-

fraeL rtfeier, 8.

16,31

81,65 12,10

Christicnia. . Kopenhagen . Stockholm . . Helsingfor». . Italien . . . . London. . . . New-Pork. .

100 100

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461,50

354,50

293,75 518,-

294,-

5.1.

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291,- 500,- 296,- 749,50 358,75

16,37

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12,14

Men . . .

Ö*v New-York

254,

226,

376, 894,

34 L

Zürich . . .

Amsterdam. Kopenhagen

Kr. Kr. Fr. £ L.

218,25

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437/5

Börsenkurse.

Frankfurt

213,75

257,80

266,80

74,88

439,45

290,50 507,- 298,- 705,- 354,84

77,50 66,80 66,-

62,75 182,- 331,- 251,- 220,60 201,75

181, - 191,25

197,25 654,75 377,50 392,75 567,-

341,75 313,-

651,25 678,75

6. L Franken 207.75

9.- 1.45 7.20 39.- 23 65 23 - 41.-

1.15

650.-

4.10

460,50 461,50 1178/01181,20 1171,30 1173,70 1508,451511,55

Und das war es, was du Storni sagen tootttefi?"

ist? Hatte ich berat früher keine Ohren und Augen?"

Ohren und Augen können täuschen, auch werm sie so scharf sind, wie bente. Aber du darfst nicht verlangen, daß ich mich bis ins Einzelne über diese Tinge ausspreche. Es hat sa doch auch sckLieß- lich für dich keine große Bedeutung."

Mil anderen Worten: es geht mich nichts an. Aber darin könntest du irren. Wohl gab es eine Zeit, wo ich mir täglich hundertmal wiederholte, daß es mich nichts anginge. Heute aber, nach dieser ersten Treulosigkeit meines Bruders, liegen die Tinge anders."

Als hatte sie seine letzten Worte nicht gehört, fragte Erika leise:

Dar das die Zeit, in der du mich so schlecht behandeltest?"

Habe ich das getan? Nun ja, es mag sein; obwohl es nicht meine Absicht war."

Ja, du hast es getan. Und du hast damit au allermeist verschuDet, was du fetzt Achim als ein Unrecht anrechnest."

Tas ist ein Rätsedvort. Und ich befasse mich nicht gerne mit Rätsellösen."

Hast du berat gar nicht daran güxrcht, daß tch in meinem stillen roeltfemen Sieben auch ent ge­wisses Bedürfnis nach Freulchlichkett und Liebe haben mußte? Am Ende war ich bod) ein blul-

vari«

Schweiz Spanien Wien (altes) Deutsch-Oesterr. . . . Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel....

255,30

268,65

75,45

437,45

2,68 23,-

ReligionS- Gesells chaft. Jan. Freitag abb. 4.20. Lnns-

merksam zu machen, daß es vielleicht unschicklich war. So mag es gekommen sein, daß ihr uns in etnanber verliebt glaubtet, und daß ich plötzlich zu einem Gegenstand allgemeinen Mitleids wurde, als Achim sich in Paris verlobte und verheiratete.

100 Fr.

100 Kr.

100 $

100 Kr.

Marknotierungen.

Tatum:

lf mir fu mchtS, daß ich mich gegen das Mft- Ä strSukte."

sagen, wie ich mich immer auf die wenigen Mo­nate un Jahr gefreut habe, die ihr gemeinsam auf Lmdenhöhe zu verbringen pflegtet. Tos war für mich die große Glücktzzeit, die mich für manche trostlos einsame Woche entschädigen mußte. Ein­mal aber wurde sie mir zu einer bitteren Leidens­zeit. Tenn du warst plötzlich ein ganz anderer geworden ein Fremder, der mir mit jebem Blick und jeder Miene, mit jedem Wort und jedem Schweigen zu erkennen gab, daß er mich von sich fern zu halten wünsche. Und das Bitterste daran war, daß ich die Ursache nicht begriff. Vergebens zerbrach ich mir den Kopf, um heraus zu be­kommen. womit ich es verschuldet haben könnte. Es mußte wohl etwas sehr Arges gewesen sem, und ich (nelt mich für schlecht, ohne zu wissen, wo­rin meine Schlechtigkeit bestand. Versiehst du nicht, daß es mir da ein Trost und eine Beruhigung sein mußte, bei Achim zu finden, was du mtr 10 hart und so beharrlich versagtest? Er wenigstens war freundlich und ltebenswüidig gegen mich rotr immer. Er fand noch den alten scherzhaften Ton aus jener Kinderzett, wo wir einander in tmierm Unverstand gelobt harten, nie von einander zu lassen, Zch war ihm dafür von Herzen dankbar, und ich ><ch keinen Grund, diese Tankbark eil vor ihm und anderen zu verbergen. Es tat ja auch

202,- 180,-

190,55 194,50

400^ 393,- 560,50

044,-

KurS

5.1.

77,50 66,30

66,50 62,75 183,- 330,- 253,25 222,- 203,50 181. 192,50 193,- 561,- 380,- 397,50 567,-

335,50 309,- 644,- 575,-

5.1. 77,50

. g t. Nachm. 3 30. Sab- batausgang 5.35. Wochengottesdienst: morg 7.00, abbS. 4.00.

4. L 8,76 4,23 8,75

die Falkner aufLinüenhöhe

Roman von ReinholbOrtmann.

Datum: S/, Deut. Kriegsan!. 4*/e Deut. Reicksanl. 8/» Deut. Reichsanl. 4e/0 Preuß Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Treditbank. ^.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Boch Gußstahlwerk . D.- Luxemb. Bergw. Gelsenkirch. Bergw. . aarpener Bergbau . berschl.lkisenb.-B. . Oberschles. Eisenmd. . Phönix-Bergb.Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. E. G. ... Schuckert- Werke . . Felten- (BttiHeanme . Daimler Bud.- Lisenw.- 2lkt. . Adlerwerke 4 '/.HestLtaatranl. . Electron Grieshet» .

Wechsel aus:

Holland »-uzschland.....

ZBfen.........

Prag

Paris

London.

Italien........

Brüssel

Budapest

New-Pork

Agram

Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs KürS Kurs

2,70

............. 23,75

1,32

Züricher Devisenmarkt.

Erich hatte ihre halb geflüsterte und vielfach stockende Beichte angehört, ohne sich zu rühren. Un­verwandt hatte er vor sich hin auf die ehemilS braun gestrichenen Tielen des Fußbodens gestarrt, die ihre Jache jetzt schon zum großen Test etnge- büßt hotten. Erst lange, nachdem Ercki ver­stummt war, raffte er sich zusammen.

Wenn es sich so verhielte ich wäre wohl ber erste nicht, der sich wegen einer Eselei mit beiden Fäusten vor die Stirn schlbagen müßte. Aber du mußt entschuldigen: ich bin etwas langsam ui meinen Einsichten. So leicht finbe ich mich in alledem nicht zurecht. Glaubst du, daß Achim kommen ttnrb?"

"Ja. Gerda sagte, daß er um sechs Uhr hier sein mürbe Auch daß er von deinem Hiersein und von deiner Einladung freudig überrascht war, hat sie mir gesagt."

Er machte ein haar Schritte durch das Zimmer.

Du hast mich völlig aus dem Geleise gewor­fen. Ich weiß kaum noch, wohin ich das Fahr- zeug^nun eigentlich steuern soll."

Sie stand auf und kam ein wenig näher auf ihn zu. Ter liebenswürdige, beinahe heitere Aus­druck ihres Gesichts machte sie sehr anmutig.

Du wirst es schon auf den rechten Weg lenken.

Darum ist mir nicht mehr bange."

,^d) fürchte, deine Meinung von mir ist besser, als rch's verdiene."

Nein. Ich war immer überzeugt, daß du gegen niemand mit Bewußtsein ungerecht sein kannst."

Und doch hast du ntir'3 eben zum 24>taxm Fortsetzung folgt)

Radfa hrervereinRabenau- Londorf 0 2". Am 29. Dezember hielt bet Bet­ern seine diesjährige Generalversammlung ab, die von den Mügliedetn gut besucht war Der Bor- sitzende, BH. Höchst, erstattete Bericht über dos abaelausene Geschäftsjahr. Die Mügtr.derzadl Hot sich im letzten Jahre von 77 auf 130 erhöht, so bafc hie Aussichten für die kommende Saison als günstig angesprochen werden nukfien. Der 1. Fahr- wart, Wilh. Becker, berichtete über bk gefahrenen Touren und Rennen Alle Tourensahrten traten mit einer durchichnttlichen Teilnehmerzahl von 40 Personen beschult. Nach Entlascung des allen Bot" ftanbes ergab die Neuwahl das folgende B ld- 1. Bors. PH. Höchst, 2. Lors. OkijL Böger, Schrift­führer Wilh. £id>, Zahlmeister Fr. Mronenbetg, Tmirensahrwart Wilh Becker, Saaltahrwart Marl. Wallon, Rennfahrwart Eberh. Lich. Jugendsahr- tnart £t. Bißner, Sachverwalter Heinr Otterbein, Beisitzer Fr. Lich I. und Herrn. .Jöger, Äasjenrevl- soren Fr. Rühl und Joh Nachtigall. Auf Antrag wird der Verein die btshet im.kleinen Rahmen ab- gehaltenen Rennen erweitern und im kommenden Jahr im Sport rüstig vorwärts $u schreiten ver suchen. Das Bereftrsvermögen betrögt rund 5000 Mark.

Sportverein Hungen. Am Neu- jahrstag veranstaltete ber hiesige Sportverein im Saale desDarmstädter Hofes" einen Unterbai tungsabend, der sich eines überaus zahlreichen Be­suches zu erfreuen hatte Zwei TheaterstückeSie kriegen sich" und , Fusch al lköing" wurden aufge- führt. Reicher Beifall mürbe den Darstellern, die ihre Rollen in geschickter Weise duvchführten, zuteil. Hieran schloß sich eine Verlosung.

*Lang-Göns, 4. Jan. Der hiesigeT u r rt-- verein hielt am 1. Januar ferne Lteihnaclnsstier ab, wozu sich die älteren Mitglieder und sonstige Freunde der Turnet ei eingefunden halten. Die unter der Leitung des Turnwarts Wilh. Lang aus Geführten Marmorgvupven, Stab Übungen und Freiübungen fanden reichen Beifall, desgleichen »aS zrnnaktige SchauspielDer Retter in ber Not"

Sesselbach, 5. Jan. Unter sehr zahl­reicher Beteiligung feierte ber hiesige Turn­verein sein diesjähriges W i n ter ve r gn ü ge n. Ungeteilten Beifall fand das veiMaltige Pro- yrmnm, worin flottgespielte Theaterstücke mit Ge- form und Konzertstücken wechselten, besonders die Gesangs-Abteilung des Turnvereins trug viel zur Verschönerung der Feier bei.

Gustav Frevtags Nachlaß für Deutschland gerettet. Wie derKunst- wanderer" in seinem neuesten Heft mitteilt, ist es gelungen, den Nachlaß Gustav Frevtags, um den stch schon das Ausland beworben hat, für Teutsch- lanb zu retten. Tiefer handschriftliche Schatz, bei ber es sich im Ganzen um fast 6000 Autographen handelt, wird der Tokurnentensammlung Darm­städter in ber Berliner Staatsbibliothek einver- leibt. Neben den Briefen des Tichters ftnben sich auch nachgelassene Manuskripte in ber Sammlung.

Lttrchttche Nachrichten.

Israel. Religionsa emeinde. Gottes- btenft in ber Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, 8. Jan. Borabd. 4.30 Morg. 9. fßrebiat. Dbbs. 4.55 u. 5.35 Uhr.

-."^5ITn ,e®nc lch die Eingebung, bie mich her- sefnhrt bat. Tenn du hättest etwas sehr Schlimmes getan, Erich."

Ist es vielleicht nicht so, tote ich sage? Könn­test bu mtr mit gutem Gewissen antworten, daß "es nicht so ist?"

Mit dem allerbesten Getoisfen. Ob Achtm in feiner Ehe glücklich war ober nicht, bas, was einstmals gernejen ist, könnte sich doch nie wieder­holen. '

So sprichst du heute. Datz ihr euch nicht an dem ftiscken Grabe feiner Frau die Hänb: fürs Leben reichen würdet, war auch für mich felbstver- ständlich. Aber ist nicht schon dein tiefes Mitteid mit feiner wirklichen ober vermeinten Verzweif­lung ein Beweis dafür, baß ich Recht hatte? Wur­dest bn den Schritt, den du heute getan bart, etwa auch für einen anderen unternommen haben ?"

Das weiß ich rachr. Ich brauche Darüber auch nid« weiter nachzudenken. Das aber weiß ich, daß die Liebe in beinern Sinne wenigstens trid^ damit zu schaffen hat. Achim ist mir heute, was er ent immer gewesen ist, ein Freund und ein Bruder. Du solltest mir das aus meine Ber­eicherung hin glauben, Erich"

Wie Urarte tri) das, wenn bu in demselben .®tem tagst, daß er dir nie etwas anderes gewesen

Dtrmifdpics.

Wie Schiller einen langen Freund von derDichteritis" heilte, schiller hatte einen jungen Freund, ber gvm ein IlKcher Tichter gewesen wäre nnc fein großem tsor- büb, das ihn ferner Freundschaft unldngtr. Aber ber Pstid zu bat sorangrn Höhen des Barnotz ist, ach, leider gtrr zu steil, unb trr launetibjfte Dega>u^ imrfi ungeübte Reiter nur mi oft ab! Ta» merkte auch unfer Dtchterjünglrng täglich und vergaß dardb sogar zutveilen ferner Frernchschafts- pflichten. So baue schiller einmal längere Zett von dem jungen Freunde nichts g.chörl Tarum ntacl-te er sich auf, ihn in feinem Tachkämmerlem ju besuchen imb nad) feinem Befinden zu jeden. Ta fand er berat, als auf sem Klopfen kein .herein!" folgte, den lungen Freund es ivar ein glühend heißer Augusttag, und im Tachstübchen byrrfttac eine drückende Schwüle un tiefsten Schlummer an seinem Schreib.isehe sitzend, auf em Blatt Papier gebeugt. Leise trat Schiller betau Ta las er auf dem Papier folgende mit frischer Tinte geschriebene Berfe:

Tie Sonne sendet ihre Strablenspitzen

Bis aus des Meeres txcfthni Grund' fthirj entschlossen nahm Schiller einen Bleistift und setzte darunter:

Die Fische fangen an zu switzen, O 'sonne, treib 'es nicht zu bunt!" Tann entfernte er sich leise. "Nach einiger Zeik wachte ber Tichterfüngling auf. Mil Staunen bemerkte er Schillers ihm toohlbekannte Schrift­züge und verstand sie. Er bat leit jener Zeit fernen einzigen BerS mehr verbrochen.

von den Licher Starteten en ferne Rettung mehr oer- fprtcht, so denkt er unter demauswärtigen" den allein feligmachenden zu ftnben. Der auswärtige Leter muß wunder glauben, welche Zutzändc hier herrschen; dabei ist L,ch eins der geordnetsten Ge- r.teintoefen, das aus den :Reüjen feiner Bürgerschaft

4>eroorragcnöe Männer als Bürgermeister gehabt hat. Wenn von Parteien gesprochen wird, 10 gibt« brfe allerorts, und wenn diese frei und orien den Wahlkampf führen, so ist dies immer mxp eine anständigere als die von fogenruunat Unparteiischen", die im Stillen aushetzende Wühl- arbett leisten. Ohne Parteianhang kann schließlich ja auch kein Kandidat auftreten und auch der Herr Stadtsekretär ates Friedberg hat sich auf diese Weile euiführen/lassen. Ebenso kann ein auSwär- tiger Bürgermerster, der von vornherein gewissen «reuen, die sich für ihn eingesetzt haben, zu Dank verpflichtet ist, als Mensch, trotz bester Absicht, dem Parteiwesen ftmerhalb der Gemeinde wohl kaum völlig unabhängig gc genüberstehen. I- T.

L 1 ch, 4. Jan. Ter im zweiten Blatt des Gießener Anzeigers heute ;ur bevorstehenden Bür­gerin eisterwahl veröffentlichte B-richt ist in weilen Kreisen der Bürgerschaft nicht unwidersprochen ge­blieben. Einmal sind hier viele Leute durchaus nicht einverstanden mit dem Beschluß des Gc- memberctts, daß ber neue Bürgermeister auf alle Fclllc em Be ruföfeü rgermei ft er fein muß. Ta ab­solut eine Neuntalst jtattfinben soll unb bie wäre bei Verständigung mit unserem brshengen Bürgermeister immer noch zu vermeiden ge­wesen, bann hätte sich dazu auch noch ein ge­eigneter hiesiger Marat gefunden, der b.e Ge­schäfte ehrenamtlich geführt hätte. Es ist über­haupt nicht gesagt, ob der Gemeinderat, der ohne Befragen der Bürgerschaft den Beschluß gefaßt, bie Mehrheit der Einwohner in dieser Frage butter sich hat. Luck andere Landstädtchen haben ja noch den ehrenamtlichen Bürgermeister. Es sei nur an Butzbach erinnert, bas fast die doppelte Ein­wohnerschaft und dazu Berhältnisse hat, bie etjer einen Berufsbürgermeister notwendig erscheinen ta­ten. Wenn es nun aber einmal ein besoldeter Sürgermeifter fein soll, fo muß dieser doch nicht unbedingt von auswärts sein. Tas ist eine ein­seitige Auffassung des Bersassers, ber sich allzu beuttid? in seinem Bericht schon auf eine ganz bestimmte Persönlichkeit festgelegt zu haben scheint, ohne bie Ansichten anderer Kandidaten mir ge­hört "zu haben. In Oberhessen haben sa mehrere kleinere Städte schon Derussbürgermeister ange-* stellt. Aber es sind nicht überall Aiuswärttge. Es können vielmehr mehrere oberhessische etäbte genannt werden, wo einheimische Berufs­bürgermeister ganz Ersprießliches leisten, es soll nur auf Schotten hingewiesen werden.

16,48 16,52

81,70 81,90

12,26 12,92

Handel.

Berlin, 5. Jan Börsen st immungs- bild. Bei recht lebhaften Umsätzen setzte sich heute zu Beginn der Börse die Aufwärtsbewegung der zu schwankenden Kursen gehandelten Papiere zu­meist lioch fort, doch waren besonders zumeftt am Montanmarkt auch bereits Abschwächungen bis vereinzelt über 10 Proz. festz-ustellen. IM Mittel­punkt standen neben Orenstein & Koppel heute besonders Augsburg-Nürnberger, Deutsch^llebersee unb Weieraktten, die gegen den gestrigen Schluß wesentlich höher einsetzten. Für bie anderen Pa- piere hielten sich die Kursbesserungen zumeist un Rahmen von 10 Proz. und etwas darüber. Noch in ber ersten Stunde aber wurde, ausgehend vom Montanmarkt, die Realisationsneigung seilens der Spekulation allgemeiner, und die Börse machte bei nachgebenden Kursen und starken Schwankungen einen ziemlich nervösen Eindruck. Die erwähnten Spezialpaviere büßten einen wesentlichen Teil ihrer Anfangsgewinne ein, und Rückgänge bis zu 50 Proz. traten namentlich bei den zuerst ge­nannten Werten ein. Auch bie Mehrzahl ber anderen Papiere mußte sich Abstriche von ihren Anfangsgew.nnen gefallen lassen. Unverändert feste Haltung aber zeigten Hösch, Mannesmann, Sachsenwerk, Beramann, Weser sowie Deutsch- Australier unb Argo, beren Kurse sich 20 bis 50 Proz. höher als gestern stellten. .Balutaiverte waren wegen ber Festigkeit ber Devisenpreise über» wiegenb höher. Rentenpapiere waren wenig ver­ändert. In den zu Einheitsknrsen gehandelten Jn- buftrieroerten überwogen infolge starker Kaufauf­träge bes Publikums die Kursbefferungen.

Frankfurt a. M., 5. Jan. Börsen- stimmungsbild. Die Älufwärtsbewegung auf dem Montanakttenrnarkt sowie in chejnvifchen Werten Tarn zum Stillstand. Das Geschäft nahm nur in einzelnen Gebieten einen lebhafteren Charakter an, wobei erneut besonders die feste Berfassun<i des Einheitsmarktes ber Allgemeintendenz eme Stütze bot. Auch im freien Bertehr zeigte sich für einzelne Sonderpaviere regere Kauflust. Es wurden ManS- selber Kuxe in großen Beträgen gehandelt. Unter Schlwankungen stellte sich diese auf 4900, 5275, 5300. Benz-Motoren 284, 286. Ludwig Ganz 288. Julius Sichel 1330. Elektro Bergmann konnten ihre Steigerung nicht voll behaupten 398,

dagegen blieben Lohmeyer gesucht 265 plus 5 Pro» Daimler »Mo tonen wurden m größeren Beträgen gehandelt, mit 310 aeremnxm sie 20 Prozent. Elektr Lchuckrrt 290, iduvadxen iuü 3 Prozent ab. Deu l sch- Uc bersee gaben 18 Prozent auf 1027 nazb. Lesterreichischt- 5toat»babn 159ch0, wurden 41 j Prozent höher bezahlt txipag abgrjdpvädrt 195. 5pro?. Goldmcxikaner stellten sich 9 Prvzeiu nüd- riger 940. (Größeres Otejchäft war in Haviwerke I ässen -119^0 plus 81 ... Sprmrevei Ettlingen zogen um weitere 5 Prozent auf 335 an Sonst sind noch" zu envöhnen Holzvertahlung 700 minus 5 Prozent Zellstoff Aschaffenburg 598 stiegen 13 Prozent Binawerfe 339. Die Abendbörfe sck'loß fest. Daimler Wetter anziehend 315.

nic. Frankfurt 0. M., 5 Jan Aus dem süddeutschen Holzmarkt hält bie Geschäslsstille ber letzten Wochen ujwcrminbcrt an. Der Schnilt- roarenmarft war ruhig. Bretter wurden von 1000 bis 650 Mk. ber Kubikmeter bezahlt. Ter Um» schlagsverkebr war ruhig, namentlick Mannheim meldet absolute Ruhe. In Baden ist die Nach­frage etwas stärker, doch wurden auch hier größere Geschäfte nicht getätigt.

Frankfnrt a SOI., 6. Jan.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Brief Datum: 4. Jan. 5. Jan.

Amsterdam. Notterd. 2236,10 2364,90 2362,60 2367,40

Eingesandt.

(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Zur Bürsermeistenoahl in Lich.

L i'ch, 4. Jan. Tv m ber Montag-Nummer be£Gießener Anzeigers" gebrachten Aussührun- «n zur Büraermeisterwahl behandelten doch die Frage in einer Art, bie nicht allgemeine Zustim­mung der Einwohnerschaft findet und werden dem visherrgen Bürgermeister nicht gerecht, ber sich hier allgemeinen Ansehens erfreut, unb sich um bas Wohl ber Stadt hohe Verdienste erworben hat. Wenn trotzdem der Verfasservon wenig erfreu» uchen Erfahrungen" spricht, so mag er wohl von teiner eigenen Person sprechen, deren Sonderinter- essen mcht immer voll unb ganz berücksichtigt wor-

£. tnL_?te protze Mehrzcchl der Einwohnerschaft aber zu Genüge, betreffsweniger erfreu» hi»en Erfahrungen" wo hier ber Hase im Pfeffer liegt. Ta sich nun aber ber Verfasser des Artikels

jungev, mutterloses Ding. Und Onket Bernhard konnte mir mit all feiner Güte nicht geben, wonach üb mich fefmte. Tenn nur Jugend kann Jugend verflehen. Und bie Jugend, bei der ich aur Ber- ^ändn » hoffen durfte, bas wart eben ihr Drei.

So lange Gerda da war, vermißte ich nichts. Aber Ich sie tarn iruhzeing aus dem Hauie. Da blieben hals mir nur Achim imb bu. J^ch Borat dir's ja heute 1 lett>

(In einem Teil der Auslage wioberholt.) Dir Entwaffnungsfrage.

Paris, 5. Jan. (WTB.) Ter Abgeordnete Rehnaud bat gestern dem Ministerpräsidenten mitgeteitt, daß er sofort bei dem ersten 3ui"animrn- tritt der .stmnmer über bie En twasfn nng Deutschlands interpellieren werde In feinem Briefe fragt ber Abgeordnete, worauf ber Minister- Präsident noch warte, um bie vorgesehenen Zwangs­maßnahmen gegen Deutschland anszuführen.

Ein Kommunist getötet.

Flensburg, 4. Jun. (Wolff.) Der Mel­dung berRoten Fahne" über den Kom­in uni sten mord in Flensburg liegen fol­gende Vorgünae zugrunde: Der Schutzpolizei waren Nachrichten über einen beabsichtigten kommunistischen Putsch zugegangen. Es war der Polizeibehörde begannt, daß sich die Pläne im Besitz des Kommunisten Hoffmann be fänden. Bei einer Haussuchung setzte sich der Genannte zur Weh-r und gab Schüsse auf die Polizeibeamten ab. Er wurde festgenommen und sollte später in ein Arrestlokal über geführt werden. Trotzdem ihm vorher er­öffnet worden tvar, daß bei einem Flucht­versuch von der Waffe Gebrauch gemacht würde, riß er sich los. Der mit seiner Be­gleitung betraute Beamte sowie auch ein Offizier, der ihn vorher bemommen hatte und sich zufällig in der Nähe befand, gaben auf Hoffmann S ch ü s s e ab, die diesen töd­lich verletzten. Es trifft nicht zu, daß aus der Kaserne auf die Veichafteten Schüsse ab­gegeben wurden.

Schiffbruch.

Paris, 4. Jan. Ter DamHer ,-Ganta Isabel" der Transatlantischen Gesellschaft in Barcelona ist am 2. Januar auf den Klippen von VUlagarcia auf der Höhe der Insel Salvora ge­scheitert. Tas Schiff flam von den ftanarifchen Inseln.

Paris, 5. Jan. sWTB.) Zum Schiff­bruch derSankta Isabel" wird gemefbet, daß sich ber Schiffbruch Nachts «gen 2 llhr ab* spielte und die Passagiere im Schlaf überraschte. Aus diesem ®r*nbe erklärt eS sich auch, daß die Mehrzahl der (geretteten brr Besatzung des Schif­fes angehört. Tas Schiff wurde auf die Klippen geworfen und sank sofort, da es vollkommen in zwei Teile geschnitten worden war. Es hatte roobl Hilferufe entsandt, aber es hat anscheinend nicht c Zett gehabt, feine Sage anzuqeben. Aus diesem Grunde blieben wohl auch alle Httssangebote anderer Schiffe ohne Antwort. TaS Meer hat zahl­reiche Leichen an die Küste gespült Nach den letzten Berichten hatte das Schiff 240 Passagiere und 70 Mann Besatzung an Bord. Da die Zahl ber bis jetzt Geretteten 56 beträgt, würden also 2 5 4 Per- sonen vermißt roerben.

. . 1518,451521,55

-----211,25

Itaiift und Wissenschaft.

Nobelpveiskandidafen.

Prag, 4. Jan. fWTB.^> Der Kulturausschuß der Nationalversammlung hat einen Antrag an> genommen, für den literarischen Nobelpreis 1921 den Schriftsteller Alois Jiralek und für den Frie^ denSnobelpreis 1921 den Präsidenten ber Tscheka- Slowakischen Republik Massaryk vorzuschlagen.

= 8.70

1.375

-- 7.10

--- 38.15

--- 23.37

--- 22.20

= 40.25

1072

--- 656 -