Einzelbild herunterladen

eingehott nror<

ver-

im

Uhr, An­

der Hess. Houp für'orgestelle für und Kriegshintecklickene nicht den rtxtr.

den u. a. noch in den ^Ntanb Fwcrhlt: Luh (ZM- qeftem) als Rechner, Knorz (Pohlgons) als Bei- finer Luh (Lechgestern) mürbe auch in den Turn- ausschuß bestimmt, während Volk (Lechgestern) erster Bezirksturnwatt mucke. Gauturnmart Gnm- mel erstattete Bericht über Verhandlungen rn Darmstadt, die den Zusammenschluß von verichu-

wucken mit Rücksicht aus bic demnächst m Aussicht gestellten erneuten Verhandlungen die geltenden Löhne für das Trägerpersonal vorläufig bestehen gelassen.

Den Arbeitern der Brauereien in Gießen, Friedberg, Butzbach und Lich wurde aus die z. 3t. ^stehenden Löhne mit Wirkung vom 1. 12. 1920 ein Zuschlag von wöchentlich 15 Mk. zugebilligt. Ferner legte der Schlichtungtausschuß den Parteien die gänzliche Ablösung des Haustrunles nahe. Tie Arbeiter waren vertreten durch den Verband der Brauerei- uitb Mühlenarbnter, Frankfutt a. M.

Ten Arbeitern der Kiejelgurgruben der Firma Grünzweig & Hartmann und der Rickefelschen Verwaltung in Altenschlirf soll mit Wirkung vom j 15. 10. 1920 ein LUundenlohn von 3,80 Mk. gezahlt werden. Antragsteller war der Verband der Bergarbeiter. Beide Parteien haben den <->chicksspruch angenommen.

Tie vom Reichsvermogmsamt Gießen gegen­über dem Schwerkriegsbeschä igtcn Wi.helm Nau-

niann ausgesprochene SVünbgung wurde für un­gültig erllärt. weil die ursprünglich als vorüber­gehend gedachte Beschäftigung durch die lieber» schceitung einer Beschästigungsdauer von 4 Wochen nach ausdrücklicher Vorschrift des schwer beschä- digten-Gesetzes nicht mehr als vvrüberächende Ve- schäftigung angelehen wecken konnte und die zu der Kündigung nunmehr erforderliche Zustimmung

" " Kriegsbeschädigte

Temperaturänderung, Westwinde.

Tie Wetterlage hat sich nicht wesentlich ändert.

Veranstaltungen.

AUS yefletztz.

!Dir Kartoftelbeschlagnahmen in Hofheim L R.

rm. Darmstadt. 4. Ian. Zu oen Kar­toffelbeschlagnahmen in vofheim t. Rick Hat der Zentrumsabgeordnete Nuß eine dring- 11 ä- e Anfrage an die Regierung gerichtet, rn der er u. a. folgendes aus irijrt:Die Gemeinde Losheim hat un letzten Winter etwa 30000 Ztr. 'Lattoftetn cm ihre bisherigen Be^reher nach außer­halb abgrliefert, unter denen sich 6000 3tr. fog. Vertrags^.trsfeln für die larckwiitfckMftlüh: Gc- «ossensck<r,t be'anden. Zwei Tage vor Weihnach­ten wurde trotzdem von einer crmt.'rchen stelle in Tarmstadt verlangt, daß weitere Mengen Kar- toffeln xum Preise von 20 Mk. obaelrefert werden müßten. Ta Losheim nur 2500 Einwohner zähtt, darunter ein großer Teil Avbeittrichcrft, machte du Bürgermeistern -unächst Einwendungen, doch War­den aus freiwilligem Wege trübem am 22. und 23. Dezember zusammen etwa 450 Ztr. Karwffebi zum Preise von 20 Mk. abaegeben. Tamtt glaubte bie Landwirtschaft ihrer Pflicht völlig nachgekom- men zu sein. Es erschrenen aber am 24. Tezbr., am 29. Tezbr. und am 30. Dezbr, eine Anzahl Kraftwagen aus Tarmstadt, die tells unter dkm Schutz der Strompolizet 'Hofheim, teils unter der Sicherheitspolizei in Stärke von 70 Mann mit Maschinengewehr unter Führung eines Haupt­manns standen und nahmen zusammen werter nahezu 200 Ztr. Kartoffeln gewaltsam weg. Vcur mit großer Mühe konnte die Bevölkerung von «gewaltsamem Vorgehen abgehalten und ein Blnt- vergießen vermicken wecken. Bei der letzten Ab­lieferung wucke der Preis für sämtliche abgelie­ferten Kartoffeln auf '25 Dkk. für den Ztr. er­höht." Ter Abgeordnete 9wß fragt an, ob der Regierung die Vorgänge bekannt sind, auf Grund welcher Verordnungen diese Z'wangsbet- treibung erfolgt ist und was die Regierung zu hm gedenkt, um in Zukunft berartige aufregende Vorgänge im Interesse der Ruhe und öftentlichen Sicherheit zu verhindern.

SchlichlungSausschutz der Provinz Oberhessen.

Sitzung vom 22. Tezember 1920.

1er Schäfer Ludwig Rothenhöfer rn Lang- Göns hatte Einspruch erhoben gegen die von der S ck>ä fere iges ells ck»af t Lang-Göns chm gegenüber ausgesprochene Kündigung. Ter ^chlichtung-aus- schuß erllärte sich für nicht zuständig und gab den Parteien anheim, den Ampruch und die zur Erörterung «langten Gegenansprüche auf Dem ordentlichen Rechtsweg gelteick zu machen.

Die von der Gesellxhatt für Beton- und Eisenbetonbau in Gießen gegenüber 2 Angestellten iDeacn beabsichtigter Betriebseimch-änkung ausge-

** Amtliche Personalnachrichten.I In den Ruhestand versetzt wurde am 29. Tezbr. der Lehrer an der Volksschule zu Ober-Wöllstadt I :... Streife Friedberg Karl Gustav Schmidt, aus sein Nachsuchen unter Anerkennung ferner dem Staate geleisteten Tienste vom 1. Janurr 1921 ab.

** Ernennungen. Zu Steuecketriebs- Assistenten wurden mit Wirkung vom 1- April 1920 ernannt: Bruno Herrmann, Gießen, Heinrich May. Gießen, Theodor Möbns, Burk­hardsfelden. Fritz Linker, Gießen.

* Mitteilung aus dem Stadt­theaterbureau. Zu dem Tanzgastspiel von Frau Hilde Schlager am kommenden Samstag ser noch ermähnt, daß sehr günstige Besprechungen von auswärts vorliegen. So schreibt z. B. die Vossische Zeitung": Hilde Schlager veranstaltete im Theatersaale der Hochschule einen stark be­achten und mit Beifall reich bedachten Tcunyabend. Von den unfruchtbaren Versuchen, in die Musik einen dichterischen Text oder Literatur hineinzu- tanzen, bte entweder qu brutaler Primitivität füh-1 ren oder gar zu indiskutablen Fantasien, hält sich! die schlanke, biegsame Tänzerin glücklicherweise ferne. Anmut rock stark musikalisches Empfinden sind vorhanden und werden ihrem künstlerischen Weg die Richtung geben. Der EinakterDa s verhängnisvolle Tüpfelchen", dessen Uraufführung mit dem Tanzabend verbunden ist und der der Verfasser beiwohnen wird, dürfte, nach dem Erfolg der Proben $u urteilen, sehr lustig wirken und eines freundlichen Erfolges, sicher sein'. - Die neulich wegen Erkrankung.eines Mit­gliedes ausgefallene AufführungDonCarlos" wird am kommenden Montag 5^2 Uhr bei kleinen

die schweren Schäden, welche die hessische Landnnrt- schast durch den Krieg erlitten hat und nnes auf geeignete !Föckerungsmatzmchmen hin, die eine« Wiederaufbau der hessischen Landwirt)chaft ermög­lichen. Eingehend verbreitete sich der Borragerwe über die bisher nachlöieser Richtung hur von der Landwirtschaftskammer getroffenen Maßnahmen zur Förderung der einzelnen Betriebszeige und bte, von ihr zukünftig geplanten Föckenmgsrnaß- nahmen. Wie der Vortragende wiederholt betonte, hat man leider gerade in Hessen noch nicht fine volkswirtschaftliche Bedeutung eines gcsimden land­wirtschaftlichen Berufsstandes für den Wickerauf­bau unseres schwer getroffenen Vaterlandes er­kannt. Tie Ausführungen beider Rckner fanden lebhaften Beifall. Am Freitag, 7. Jammr, wer­den sprechen: Oekonomierat Zollikofcr (Hannover) über:Ter Wickeraufbau der Schweinezucht", Oekonomierat Tr. Wetz und Baurat Thaler (Darm­stadt) über:Süßfutterbereitung und die Errich­tung von Gattammern".

Tarmstadt, 5 Jan Auch der zweite Tag des Vorttagskursus der Lwidwrrtschaitskrmmer erfreute sich eines recht zahlreichen Besuches. Als erster Redner sprach der Hauptgeschästsführa des Deutschen Landwittschaftsrats, Prof. Dr. Tade (Berlin), welcher sich das Thema gestellt hatte: T i t Krisis in der Ernährung Deutsch­lands Dom Weltwirtschaftlichen Standpunkt auS betrachtet". Ter Rckner schilderte in eingehender Weise die Lage der Getreideweltwirtschaft vor dem Kriege und wies auf die Beziehungen Deutschlands zu ihr hin. Er gab sodann ein Bild vonder ick^n Ernährungskrisis, welche nicht mir in Deutschland, sondern in der ganzen Welt vorhatcken ist und durch die Kriegsjähre verursacht wurde. Ter Dorttagende sieht in der Wiederauftmhme der Handelsbeziehun­gen mit den östlichen Agrarländern, welche als Hauptproduzenten für den Weltgetreckernarkt aus- schlaggebend sind, einen Weg zur Wiedergeiundu^

gehoben.

Heilige drei Könige.

Schon vor vielen Jahren hat man m Sachsen die heiligen drei Könige veranlassen wollen, das Feld zu räumen, das heißt, man fand den 6. Januar als Feiertag überflüssig. Trotz allckem erschienen die heiligen drei Kö­nige mit iehern Jahr auss neue, um dem Hohneujahr oder Epiphaniasfest Bedeutung zu geben. Bis zum Jahre 354 wucke der 6. Ja-

Berichtigung: In dem Bericht über bte Sitzung vom 16. 12. 20 muß es beim zweiten Fall heißen:Erne gesetzliche Verpflichtung der Firma, an den Sitzungen des Betriebsrates teil- zunehmen, tarnt ntdjt anerkannt werden." Bnm eierten Fall lies:Rückwirkungstermin" statt Rückvergütungstermin".

Landwirtschafr.

Dach in Brand.

Hessen-Nassau. Raubmord.

X. Gelnhausen, 5. Jan. Der 76 Jahre alte hiesige Einwohner Konrad Bach wucke heute früh tot in seiner Wohnung ausgefunden. Hände und Füße trugen Fesseln. Es liegt Raubmord vor. Wert­papiere, vor allem Kriegsanleihe, lagen ver­streut im Zimmer des alten Mannes, der als ein Sonderling zu bezeichnen war, umher.

mc. Frankfurt a. M., 5. Jan. Nach den Feiettagen ist auffallenderweife für gewtsse Lebens­und Bedarfsartikel ein unerwarteter P re is - stürz eingetreten. So kostet bestes amertkanifches Schweineschmalz im Großhandel nur noch 13 bis 14 Mk.; Margarine ist ebenfalls um 1,502 Suct hn Pfund billiger geworden. Kaffee und Hülsen- srückte konnten den Preis ebenfalls nicht halten und'haben teilweise bedeutend nachgelaften. In Kreisen des Handels glaubt man, daß diese plotztt« ! Baisse" eine Zeitlang anhalten rotrb, ba bte Mel­dungen von den neutralen Warenmärkten starke Beschickung erkennen lassen.

n Marburg. 4. Jan. Dte anhaltenden Regengüsse haben etn Steigen bet Lahn und deren Zuflüsse bewirkt. Tie kleinen Mühlen, dte wegett Wassermangels geschloffen hatten, konnten infolgckessen den Betrieb wieder aufnehmen.

fj Marburg, 4. Jan. In der heutigen Sit­zung der Stadtverordneten wurden weitere 110000 Mark für Notstands arbeiten, Bau einer Straße hinter dem Bahnhof, bewilligt. Dort soll auch eine Kolonie für vertriebene Elsaß-Lothringer entstehen.

Donnerstag: Hotel Großherzog, 8 Versammlung des Gewerkschaftsbundes der gestellten. Postkeller, 8 Uhr, Generalversamm­lung der lseimattreuen Oberschlesier. Universi- tätscafs, 8 Uhr, Mitgliederversammluna der Lite- rattschen Gesellschaft. Gemeindehaus, Kirch­straße, Männer- und Frauenvereinigung der Matthausgemeinde, 8 Uhr, Lichtbildervvrtrag über Ceyttrn. Müller, Bcchnhoffttaße, 8 Uhr, Mit- glickerversammhmg der Freiwilligen Feuerwehr. Jphannesstval, 8 Uhr, Mitgliederversammlung des Vereins für christliche Erziehung für H<ms uno Schule. Lichtspielhaus,Die Tänzerin von Tschiapua" undDie ihr Glück verkennen". Lichtspiele, Selbersweg, wie gestern.

579 am 1. Januar 1920 während des abgelaufenen 1 Jahres auf 777 gestiegen. Das starke Ansteigen ist der beste Beweis für bte Unentbehrltchkett der Emrichtung.

* I n der Männer- und Frauen-I Vereiniguna derMatthäusgemeinde,l Gemeindehaus Kirchstraße 9, hält heute abend 8 Uhr Garteninpektor Rehnelt einen Licht­bildervortrag über Ceylon, bte Kultur, | Sitten und Gebräuche seiner Bewohner ^as Heidentum auf Ceylon, die Arbeit der christlichen I Mission rotrb u. a. zur Besprechung kommen.

** Tas Fest ber silbernen Hochzeit feiern morgen Freitag Metzgermeister Heinrich Henkel nebst Frau Emma geb. Schäfer.

Landkreis Gießen.

1 Münster bei Lich, 5. Jan. Im hohen Alter von 81 Jahren starb die Witwe unseres frü- i Heren Lehrers Simon. w .

** Münster, 5. Jan. Das M as) en­ge län de der Feldbereinigung Münster wurde geftern zum zweiten Male verkauft; es würben 23 000 Mk. mehr gelöst, so baß jetzt zusammen 230 000 Mk. gelöst worden sind. Die hiesige Bauxitwäscherei wird bedeutend ver- größett, es wird noch ein Motor aufgestellt, roeu die Dampfmaschine zu schwach ist, alles zu treiben.

Watzenborn-Steinberg, 4 Jan. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Ein­führung einer Vergnügungs- und einer B i 51 e t t st e u e r beschlossen. Die Beiteuerung des reichssteuerfteien Einkommens dagegen wurde von dem Gemeindevat abgelehnt. Eine Gemeilcke- Hundesteuer mit einem Satz von 10 Mk. für den Hund gelangte zur Annahme.

x Wies eck, 5. Jan. Die Kurse unserer! Volkshochschule finden in diesen Tagen ihre Fortfetzung. unb zwar Freitag Schwester Nagel: «Krankenpflege", Montag, 10. d. M., Dr. 91 ein: Volkstümliche Kunst". Der von dem bisher durch Krankheit verhinderten Lehrer Brau ne well I beabsichtigteGang durch Schillers Gedichte" be­ginnt Mittwoch, 12. und der volkswirtschaftliche Kursus der Liga behandelt Freitag, 14., als neues KapitelDas Geldwesen" durch den uns schon in seiner volkstümlichen Art bekanntgeworbenen Re­ferendar Engelbach. Tie Hörerzahl des ersten Semesters ist bereits überschritten.

Kreis Büdingen.

ck. Stockheim, 5. Jan. Hochwasse r füh­ren jetzt infolge des anhaltenden Regenwetters bte vom Vogelsberg kommenden Flüßchen Nidda und Nidder. Tie Flußtäler sind bei Stockheim, Setters, Nidda unb Ranstadt überflutet.

Preisen nachgeholt.

** Der Konzert-Verein berichtet über feine weiteren Veranstaltungen wie folgt: Die zweite Reihe seiner dieswinterlichen Kon­zerte beginnt am Sonntag, den 9. Januar, mit einem Kammermusik-Abend des rühm­lichst bekannten Schörg-Quartettes; ihm reiht sich am Sonntag, den 23. Januar, ein Klavier-Abend des hervorragenden Pia­nisten Paul Schramm an, der sich damit zum ersten Male in Gießen hören läßt. Mitte gebruar ist das 2. Konzert des Landestheater- rchesters unter Professor Trautmanns Leitung im Stadttheater vorgesehen. Pro­gramm: 2. Symphonie, Violinkonzert und Akademische Festouvertüre von B r a h m s. 1 In einem darauf folgenden Konzert wird Professor Josef Szigeti (Violine) mit Pro­fessor P e m b a u r (Klavier) zusammen musi­zieren. Den Abschluß bildet die für ' den 12. März angesetzte, hier noch niemals auf- qeführte Johannes-Passion von Seb. Bach. Wahrscheinlich wird auch ein Extra­konzert eingeschoben, so daß eine Reche glän- zenoer Veranstaltungen bevorsteht, auf die un­sere Musikfreunde schon jetzt aufmerksam ge-

behalten.

lieber den Stundungsanspruch wird int Beschwerdeverfahren entschieden.

Das Finanzamt hat von Jeit ru Zeit nachzuprüfen, ob die Verhältnisse, die zur Stundung der Abgabe oder eines Teils der­selben geführt haben, noch unverändert fort­bestehen. Je nach dem Ergebnis dieser Prü­fung bleibt die Stundung weiter bestehen ober sie wird ganz ober teilweise auf-

nuar sogar als der Geburtstag Christi >tgs-1 feiert; erst der Kaiser Justinian bestimmte, daß des Heilands Geburtstag auf den 25. De­zember eines jeben Jahres verlegt wurde. Bald darauf wurde der 6. Januar den mor- genlandischen Weisen oder Magiern geweiht, )ie da kamen, um das Jesuskind anzubeten. Als solche Magier sind die berühmten Könige (von denen es im Evangelium nicht einmal heißt, daß es gerade drei waren) aufzufassen. Die Gebeine dieser morgenländischen Weisen sollen in Köln a. Rh. begraben fein: in Köln, wo am 6. Januar der lustige Fasching beginnt oder beginnen soll. Erst im achten J^rhundert wurden die Weisen von denen einer weiß, einer braun, einer schwarz ge­wesen fein soll für heilig erklärt; man wid­mete ihnen im Besonderen die drei Tage: Melchior, Kaspar und Balchasar.Epipha-! nia" dagegen bedeutet so viel wie: die Erscheü-1 nung Christi, nach anderen: die Offenbarung der göttlichen Natur des Heilands bei der Taufe durch Johannes. In verschiedenen Ge­birgsgegenden, im Riesengebirge, Erzgebirge, in Thüringen usw. ziehen drei als heilige Kö­nige verkleidete Knaben (den aus schönem bun­ten Papier hergestelltenStern von Beth­lehem" vor sich hertragend) von Hütte zu Hütte, von Gehöft zu Gehöft, um durch Bettel­lieder und humorvolle Bitten die Bewohner zu veranlassen, etwas Gutschmeckendes zu spenden.

Wettervoraussage

für Freitag:

Trüb, zeitweise leichte Nickerschläge, keine

An- Stadt «nd Land.

Gießen, den 6. Jan. 1921.

Stundung des Reichsnotopfers.

Da die in dem Reichsnotopfergesetz und in den dazu ergangenen Ausführungsbestim­mungen enthaltenen Vorschriften über die Stundung des Reichsnotopfers im allge­meinen nicht genügend bekannt zu sein scheinen, ihre .Kenntnis aber für viele von wesentlicher Bedeutung ist, sei nochmals auf die wichttgsten Bestimmungen verwiesen.

Das Notopfer ist auf Antrag eines Ao- gabepflichttgen ganz oder teilweise zinslos zu stunden, wenn fern steuerbares Vermögen nicht über einhunderttausend Mark und wenn aleichzeitig sein Einkommen nicht mehr als fünftausend Mark beträgt und wenn ber Ab­gabepflichtige ohne Gefährdung seines Lebensunterhaltes zur Entrichtung der Ab­gabe nicht imstande ist. Sind bte bezeichneten Voraussetzungen alle erfüllt, so mutz die Ab­gabe ganz ober teilweise zinslos gestundet 'werben. Dabei ist zu bemerken, daßunter Gefährdung des Lebensunterhalts" nicht nur die Gefährdung des Lebensunterhalts des !Ab gabepflichttgen selbst, sondern auch die ' seiner unterhaltungspflichtigen Angehörigen

dfcrid)tsfaal.

[1 Marburg, 4. Jan. In Frankenberg entroendeten zroei funge Burschen m der W a f f e n- jarnmelstelle im Rathaus e r n t g e G e - wehre und lieferten fte nochmals ab Dre Straf­kammer erkannte gegen jeden auf '14 Tage Ge­fängnis, billigte ihnen jckoch Stvafaufschub -u.

Hochdcbulnacherchte«.

mc Frankfurt a. M., 5. Jan. Die^htesige Ortsaruppe des Allgemeinen beuttchen -Lvraw Vereins hat an ber philosophischen Fakultät bei Frankfurter Universität eine Stiftung er­achtet mit deren Mitteln in icbem Semester jtmt zweistündige Lehrgänge der eemmare über deutsche Stilübungen abgehalten werden sollen.

Kirche und Schule.

X Wiefeck, 5. Jan. In wl'erer evan­gelischen Gemeinde wurden un letzten Jahr -LstSb g-g-n 67

firmiert 79 (72). Getraut wurden 48 (49) Paare imb kirchlich beerdigt 31 (32)

Q Nieder-Stoll, 4. Jan^ Em Vorbild edler Volksunterhaltung ^unsereSHile unter Leitung von Lehrer Frs^r. Auch dre )Mul- entlassene Jugend war zu der Berawtaltungheran gezogen wocken. Puppen- und Smgsmcke, Theater^ mmüfirunatn wechselten ab mit dem Dorttag schöner Gedichte. rmd alter Vollslicker, dre von der ganzen Gemcmde gesungen wurden Ter meut- ertrag wird für die Schülerbibliothek verwandt.

Turnen, Spiel und Sporr.

Bezirks turnt ag des Turn gaueS Wetterau in Fauerbach ^Frickb^g). Ter Turngau Wettevau, dem zahlreiche ländliche Turn­vereine in Öberhessen angehören, hielt hier euren gut besuchten Bezirksturntag ab, dessen Verhand­lungen von echt turnerischem Geiste getragen waren. B-schl-ssen wurde u. q. ine Einsühnmg don Wem- derttrrnstunden und die Lchaffung einer PtOnner- rieae in die alle Turner über 30 Jahre ausgenorn- mm'roeriMt s°ll-wW 1..D°rsi»end-r des U«rks wurde Tietz (Fauerbach) wieder gewählt, eronit wur-

zu verstehen ist.

Im übrigen kann einem Abgabepflich­tigen die Abgabe ganz oder teilweise zinslos gestundet werden, wenn sich bei billiger Be­rücksichtigung feiner wirtschaftlichen Verhält­nisse die Einziehung und Verzinsung als eine besondere Härte erweist. Als be­sondere Härte wird im allgemeinen anzu­sehen sein, wenn der Abgabepflichtige durch die Bezahlung der Abgabe nicht nur außer­stande gesetzt würde, seinen eigenen Unter­halt zu bestreiten, sondern wenn er dadurch auch nicht mehr in ber Lage wäre, bie ihm gesetzlich obliegenben Unterhaltspflichten zu erfüllen. In erster Linie werden dieser Ver­günstigung daher erwerbsunfähige Personen teilhaftig werden.

Für die zinslos gestundete Mgabe kann Sicherheitsleistung verlangt werden. Die Finanzämter werden dies int allgemeinen auch tun; dies wird insbesondere notwendig sein, wenn die spätere Einziehung ber Ab­gabe durch die Stundung gefährdet wird und die Sicherheitsleistung feine erhebliche Härte für die Abgabepflichtigen darstellt.

(Der Antrag auf Stundung ist bei dem zuständigen Finanzamt einzureichen. Das Finanzamt prüft den Anttag und stellt, soweit nötig, weitere Ermittelungen an. Es entscheidet selbst, wenn das steuerbare Ver­mögen des Anttagstellers geringer als ein» hunderttausend Mark ist. Im anberen Falle gibt bas Finanzamt ben Antrag mit einer Darstellung bes Sachverhalts und einer gut­achtlichen Aeußerung an das Lanbesfinanz- amt ab, das über ihn entscheidet, wenn das steuerbare Vermögen des Antragstellers nicht über zweihunderttausend Mark beträgt. Be­trägt das steuerbare Vermögen mehr als zweihunderttausend Mark, so ift die Entschei­dung dem Reichsminister der Finanzen vor-

macht seien.

** Belohnungen von Dienstboten. Sowcü es die Verhältnisse zulassen werden, sollen auch in diesem Jahre wieder Belohnungeii an Dienstboten oes hiesigen Sparkassebe­zirkes verteilt weiden. Belohnungen können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Woh­nung haben und sich darüber, fowie über gute Füh­rung durch Zeugnisse ausweisen können. Näheres siehe^Dnzck^ttttttll Kinder. Soweit es die allgemeine Lage zuläßt, beabsichtigt die Be- zirkssparkasfc Gießm in diesem Sommer wieder, .

eine Einzahl unbemittelter skrofulöjer Kinder, | wegen beabnchtigter deren eitern im hiesigen Sparkassebezirk wohnen, auf Kosten ber Kasse zum gebrauch eine- Badekur in Bad-Nauheim ober emer anderen der. Krnderheil- anstalten Hessens unterzubringen. Näheres siehe AnzeigenteÜ. . , n

, Postf checkverkehr. Tie Zahl ber Post- I scheckkunden ist von 529 am 1. Juli 1919 und

sprockene Kündigung, gegen bte ber Zenttalverband bet Angestellten Antrag auf Verhanblung gestellt hatte wucke für ungerecht erttgt erklärt, ba zu­nächst ber Versuch der Arbeüsitteckung hätte ge- nU,d3nroeton2^&<6e des T-utsch-n Trans-! iL-u G-u-n bo-

portarbeiterverbonds gegen den Gießener Anzeiger | zweckten.

Kreis Friedberg.

Bad-Nauheim, 5. Jan. Der Ge­werks chafmunb ber Angestellten hatte hier gestern abenb seine Gründungs­versammlung, auf ber Frl. £> e i m b e r g > ,

Essen einen Vortrag über bie Bedeutung ber Besserung der wettwirtschaftlichen,fowohl als auch

Einheitsgewerkschaft der Angestellten hielt. I per deutschen Volkswirtschaft. Jrn Anschluß, spvaw Qu dem Verband der w i r t s ch a f t - der geschäftsfuhrenbe Direktor der LanbwirttchaftK- lichen Vereine unserer Stadt haben sich tamrner, Oekonomierat Dr. Da mann (Darmstadt) Aerzte-Verein, Gewerbeverein, Hausbesitzer- über:ForderungsmAbnahmen im In verein, Detaillistenverein, Hotrna (Hotel-1 ' In der Nnttittmg sthilt^wte der Rckner

industrie). Landwirtschaftlicher Verein und ^c^sckMere^Schaden, ivelche die hessische Landwitt- ber Verein der Gastwirte zusammengeschlos- - - - - - '

sen. Die Vereinigung strebt den Schutz der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen an. Das unter Leitung von Sanitätsrat Dr. Hirsch stehenbe israelitische Kinber- beint hat int abgelaufenen Jahr 173 Kinder, behandelt, bie zumeist an Sftvftllose mid I Unterernährung unb int Zusammenhang da­mit an H^zleiden erkrankt waren. Die Heil­erfolge waren burchweg vorzüglich.

1 Kirch-Göns, 5. Jan. Der Schreckens­ruf:Das Backhaus brennt" erscholl vor Neufahr burchs Dors. Tie Frauen brachten eilends ihre halbgebackenen Kuchen in Sicherheit, während bte berbeieUenben Männer auf das Tach stiegen unb Wasser hinunter gossen. Zwischen Backofen uno Tach hatte etwas Stroh gelegen und so geriet das