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Die Vntthronnng der HabSbnrqer.

Budapest. 5. Nov (WTB.) W'e au« ha lamentarifchen Kreisen verlautet, wirdRüd- sicht darauf. datz die von der Silente gestellte Frist für die Gntthromini der Habsburger am Montag ab'äusl. die Nationalversarnmllng am Sonntag e n: öthrntq abhalten. Nach Erledigung der Vorlagen wird die Regierung zurücktveten.

KSettcrvoraussage

für Sonntag:

Wollig, meist trocken, Temperatur nicht deränden, westliche Winde.

Nachdem ein ausgeprägtes Tief von der nördlichen Nordsee ostwärts gezogen ist und heute über den dänischen Onfeln lagert, folgt von der 'Hiscaha hoher Druck, der wieder Aufklärung bringt.

Der 11. November als Zseiertaft.

Paris, 4. Nov. (WTB.) Die franzö­sische Kammer hat einen Gesetzentwurf ange­nommen, durch den der 11. November -um Feiertage eröärt wird-, jedoch wird der Tag erst am darauffolgenden Sonntag Begangen.

Die Handelsbilanz der Dschecho« Slowakei.

Prag, 5. Nov. (WTB.) 3m BundeSau«- schuh ertiärte Minister Novakua, datz die llchechv s.owak sche Handelsbilanz vorn 1. Canuar bis 1. September ein Attivum von 238 Millionen ausweist.

Der iapanischeM^nistervraNdent durch Dolchstich getötet.

London, 4. Nov. (WTB.) ZeitungS- meldunaen aus Washinawn zufolge berichtet die amerikanische Botschaft in Tokio, dah auf den japanischen Premier­minister auf einer Eisenbahnstation in Tokio ein Anschlag verübt worden ist. Der Ministerpräsident wurde durch einen Dolch­stich lebensgefährlich verletzt.

L o n d o n, 4. Nov. (Neufer.) Das Staats- bevariement in Washington hat die amtliche Mitteilung erhalten, dah der japanische Premierminister Hara am Freitag -abend um 10 Ahr gestorben ist.

DieBesvrechnna zwischen deutschen und französischen spewerkschastsbenmten.

D e r l i n, 4. Nov. (WTB.) Bei der Be­sprechung. die zwischen den deutschen und französischen Gewerkschaftsver­tretern in Paris stattfand und die sich mit bem Wiederaufbau der Dörfer in der Ge­gend von D^ronne und Ehaulne-* durch deut­sche ®etrer[f-*'rftst)etfdn^e befcfäT pe. wurde vereinbart, dah die nächste, einer Besprech­ung der Einzelheiten gewidmete Zusammen- kurst auf deutschem Boden statlstnden st>ll.

Sine e^al'sche Stimme über die R paration^sraaen.

London. 5. Nov. (WTB 1 .Westminster Ga»ette" schre'bt. die deutsch» Mark m r* f f c wei ter fallen, da neu-» R^vartt onen fällig to'r^cn .'Vb,> n-*ue R^va-öt o-S ah nn^ werde ;u enem lch'e bterev K "rse d'r Mar' f'hrem CJBrn der Re parat'on-?p^a n nicht a^-cinb^t treibe, werde em neue« Wien ober 7jTanb in einem groben G^b'ete Europa? gefcha'f'a E? sei lächer­lich. au behaupten, bab der Zusammenbruch der Mark daS Sr-e^n'S de it'cher Man'palat onen sei, da er für Deutschland eine Katastrophe sei.

Leibt« Grad. Nur wenige von denen, die stch an den Werten Leidl« erfreuen, werden wissen, bah der grßhte Maler bei 19. Iahr- hunderts auf dem Würzburger Städtischrn Friedhof beerMgl liegt. Er frit hier zusammen mit Ieinem getreuen Malgenosten und Freunde § oha an es Sverl die letzte Ruhe gefunien. ine eindrucksvolle Schilderung dieser al en Freunden der Kunst teuren Grabstätte findet sich in dem soeben bei Gebrüder Tlcmmlngcr in Würz­burg erschienenen Buch .Würzburger Friebhofs- tcanberung- von Dr. 2 gust Memml-ger. Leidl, der bekanntlich eine gewaltige Körperstarte besah und in Münchener Künstlerweisen al« der ,2LLp-

terlal der Darstellung zur Verfügung gehabt. Walter Reymeiein Don Juan voll vulkanischen Innenleben«, alle L idenschäften durchlebend. Rah l Sanzara (Schwester, die Führerin) ganz in zufällige Menfchcnform geprrchte fanatische Lei­denschaft und Liebe in zwiefacher Wortdeutung. Dazu Grete Wittel« Weiblich'elt, Franz Schneider al« .(Begleiter** von überragender Gestaltungskraft. Die Bühnenbilder Delavillas (Frankfurts ganz primitiv, nur Malerei, aber von stärkster Bildwirkung, gaben bem Spiel einen tres­senden Rahmen. Dessenungeachtet blieb da« Pu­ll lum in feiner Mehrheit unberührt und bereitete bem Stucke teil« zischende und pfeifende Ableh- nung .teil« Achtungserfolg Die Darsteller und die Regie hingegen wurden ehrlich und dankbar an­erkannt Möglich, dah da« Stück im Rahmen in­timen Kammerspiele- auf mehr Dersländ.ni« stöbt.

Aus Stabt und Land.

Gletzen, den 5. Nov. 1921.

Versorgung derAltrentner".

DaSOlttrentnergefetz", bas mit Wir­kung vom 1. Januar 1921 in Kraft getreten ist, regdt die Versoraungsgebührnlsse der früheren Angehörigen der deutschen Wehrmacht und ihrer HiMerbliebenrn. soweit ihnen Dersorgung-gebübr- nlffe mir infolge einer vor dem 1. August 1914 beendeten Dienstleistung zuerkannt sind ober nach den vor bem ReichsversorgungSgesetze vom 12. Mai 1920 erlassenen Militärversorgung«- gesetzen noch zuerkannt werden können. Nicht dar­unter fallen die mit Ruhegehalt verabschiedeten Berufsoffiziere. Deckoffiziere und Beamten, für die da« PensionSergänzungSgesetz vom 21. Dez. 1920 gilt

DaS nach § 1 de« Allrentnergesetze« grund­sätzlich da« Relchsversorgung-gesetz gilt, ist er­reicht daß alle .Altrentner , mag ihre Versor­gung nach der Gesetzgebung von 1906/07 ober früherer Zeit erfolgt fein, im allgemeinen wie die -Neurentner" au« dem Kriege 1914/18 behan­delt werden.

Die Neuseststellung der nach früheren Mili- tärberforqung^gefe. en bewilligten DersorgunaS- gebührnisfe (Umanerlannung) erfo'gt ohne An­trag. Bei der Relhenfo'ge der ilmanerfennung wird ba« Hobe Lebensalter einer Reihe von All- rentnem. insbesondre auch der Kriegsteil­nehmer von 18 7 0/7 1. und die beburftige Lage von Beschädigten und Hinterbliebenen be­rücksichtigt

Mit der Durchführung de« Gesetze? sind vom ReichSarbcitsministerium beauftragt worden:

a) die Hauvtversvrgungsämter hinstchtlich der Hinterbliebenen,

b) d e V rsrrg' ng ämter h'nsichtllch all^r übrgen Vers rg ng berechtigten

Da die LimanerkennungSarbeiten eine gewisse Zeit erfordern, ist feiten« des ReichSarbeitSmini- fterium« angeordnet worden, bah den Witwen

Aus dem Reiche.

Sine mtere'santr Abstimmung.

D e r l i n, 4. Nov. (Wolff.) ImNechtS - a u S f ch u tz des Reichstages ist der An­trag der Deutschnationalen und der Deut­schen Bolkspartei, sowie der Unabhängigen, der Sozialdemokraten und der Kommunisten auf Aufhebung der Verordnung des Reichspräsidenten vom 28. 8. mit 14 gegen 13 Stimmen abgelehnt worden.

DaS nächste Programm de» Reichstags.

Berlin, 4. Nov. (WTB.) Der Aelte- stenrat des Reichstages beschloß, am kommen­den Montag und Dienstag die Berawn- gen über die Steuervorlagen fortzuführcn. 3n Verbindung mit den Steuervorlagen werden Interpellationen über die CBafutanot, Entente- forderungen auf Stillegung deutscher Werke, Verbot der Landung russischer Schiffe im Stet­tiner Hafen behandelt werden. Der Mittwoch bleibt sitzungsfrei. Auf der Tagesordnung des Donnerstags und Freitags stehen Interpella­tionen 'über LV* Preissteigerung, die Kar- wffclnot, Gettcideschiebungcn usw. Wegen des demokratischen Parteitages fallen die Sitzun­gen am 12. und 14. November au«; auch der darauffolgende Dienstag wird sitzungs­frei sein, da am Mittwoch Butz- ur* Bettag ist. Falls dann am Donnerstag und Frettag das Plenum tagt, werden das Schulgesetz sowie die Interpellation der Deutschen Volks­partei über die Vorkommnisse in der tzstalz auf die Tagesordnung gesetzt

Beisetzung des bayrischen KonigSpaareS.

München, 5. Nov. (WTB.) Gestern abend fand die Aeberführung der Leichen des ehemaligen Königs Ludwig und seiner Gemahlin Maria Therese von Wlldenwatt nach München statt.

Du/schreiinngen m München.

München, 4. Nov. (WTB.) Wie die Münchc: r Neuesten Nachrichten" melden, kam heute in einer Versammlung der Na­tionalsozialistischen Partei zu großen Tu­multen, wobei mit StühlenundMatz- trügen zugeschlagen wurde. Mehrere Revolverschusse wurden gewechselt Etwa 20 bis 30 Personen erlitten Verletzungen. Derl Saal muhte schließlich von der LandeSpolizet geräumt werden.

Die neue Beamten-Besoldungs- resorm.

Heber die Gründe, die zu der vierten Ergänzung deS Besoldungsgesetzes, d. h. der jetzig:n BesvldungSreform geführt haben, wird von berufener Seite folgendes ungeteilt:

Die Grundsätze, die für diese Reform maß­gebend waren, sind svlaende: Keine Aenderung in der Einreihung bei- Beamten in den einzelnen Gruppen und im Dcs ttungsd enstal er und keine grundsätzliche Aende^amg der Zusammensetzung ter Dchal sbe-üge (®iu brebalt. Ortszuschlag usw.), die mir in ein neue« Verhältnis zueinander zu bringen waren. Für die überaus grob» Dringlich­keit der Besvldungsreform sprach schon der Um­stand, dah die Finanzverwallung mit Anträgen auf Vorschutzzahlung usw.. namentlich aus dem be- sedten Gebiet und dem Industrie-evier, buchstäb­lich überschwemmt wurde. Die Reform mutzte sich insbesondere auf das De> bältniS der Gehälter der höheren zu denen der nie cen Beamten erfttecken. Wie notwendig in diesem Punkte die Re­form war, mag au« folgendem erhellen. Icht bezieht ein Beamter (verheiratet mit ztl-ei Kindern von 6 bi« 14 Jahren, End­gehalt, Ortsklasse C) bei Abrechnung der ReichS- einkommensteuer in den unteren Besoldungsgrup­pen IIIV da« Elf- ober Zehnfach«, in den ge­hobenen Desoldungägrupven V und VI aber nur Da« Acht- und Siebenfache, in den mittleren Be­soldungsgruppen VII und VIII daS Fünffache, in den höheren Besoldungsgruppen XXII das TIt oder Dreifache feine« FriedenSeinkommenS. Der bisherige Zustand war also ungerecht. Er brachte die Gefahr mit sich, dah die Verantwort-

Grunde zu gehen. Ebenso mystisch, im Grunde grundlos zu sterben. Dieses .grundlos" trifft na­türlich nur bedingt zu und bedeutet Kritik. In feiner Begleitung ein mephistophelisches Men- schenschernen, auch im Acuveren nicht al« Mensch gedacht DaS ilebrige Beiwerk und ohne bestim­mende Bedeutung. Wollte man den Inhalt er­schöpfender definieren, mutzte man ein Buch schrei­ben von mindestens dem gleichen Umfang wie das epLL

E« ist die Arbeit eines Intellektuellen, den rasseeigentümliches starke« Sinnenleben, dichte­rische« Fühlen, da« nicht dichterische Beru­fung ist. zu l.tcrar'schem D:'e'ntnN dräng en. Line« Intelleltuellen. der von seinen Lesern oder Hörern weitestgehend Miifühlen ober doch sehr vttl guten Willen, soweit nicht gleiche« Innen- füblen vorhanden, verlangt. Der für daS 21c u- b e r c seines Handwerkes neben Dem Intellekt viel besitzt, vor allem guten routinierten Stil, reichen Sprachschatz, lyrische, wenn auch fla t sinnliche Begabung und reicht Kv'.orll der Sprache. 2C>ei e« ist ein Werk eben nur eine« Intellektuel­len, bei an Fragen nur mit Beistand und Sinnen gebt, die den Dichter erfordern. ES fehlt an dichterischer Tiefe und fehlt vor allem an drama­tischer Gcstallungskraft. Ein 2lutor. der ba« grobe Glück batte, in Gustav Hartung j Hande zu fal­len. dessen Genie durch die Technik seiner Regie und den Reichtum feiner Erfindung alles Zehtende ersetzt und dadurch den äußeren Erfolg sicherte. Aber f-lbst ein Hartung hätte &i*r wohl ver­sagen mässen, wenn er nicht diese« glänzende Ma-

monatlich Vorschüsse in Hohe ber künftigen Der- sorgungsgedührnllse aewährt werden. Denn üe üb rigen un Einzel tolle eine Vorschntzgew rhr anL geboten erscheint, kann diese von ten Versergungs- beworben auch selbständig veranlatzt werden.

ehe'sosehr die Gefahr der Abwanderung der tüchtiger Beamten nach Aufstieg in eine höhere Industrie. Schließlich hätte bei zu grober Nivel­lierung der Gehäller der Anreiz für da« Streben tüchtiger Beamter nach Aufstieg in eine höhere Klosse gefehlt. Die Neuordnung ber (Beamten- geholter hat hierin einen emigermaben gerechten Ausgleich zu schaffen gesucht.

Bezüglich OrtSzu chlages ift bk ®r- Höhung in den höheren Ortsklassen etwa« gröber als in den niedrigen. Doch ist die Spannung zwi- sch-en den Dienslbrzügen in den einzelnen OrtS- tLaffen nicht vergröbert, ta statt des gestaffelten TeuerungszuschtageS ein gleicher Zuschlag du- tr tt DieKu.deizu chläge f>ilet wir'sameE t,ö''u-g erfahren. Statt 40, 50, 60 Mark betragen sie in Zukunft 150, 200 und 250 Mark. Der Teuerung«- zuschlag Höll sich auf relativ gleicher Höhe, da

sich die Differenzierung nach den Ortsklassen we­gen Annäherung der Teuerung-Verhältnisse in den einzelnen Orten als untunlich erwiesen Hal. Der Zuschlag in Höh« vor 20 v. H. ist jedoch nicht durch das neue BetvldungSgesetz. sondern durch einen Nachtvogsetat für das Iahr 1921 -u regeln.

Zum Kapitel Dienstwohnung ist festzustellen: Nach dem Beispiel Preutzens, Bayern- und ande­rer Länder wird die bisher al« Ausnahme zuge- lastene schätzungsweise Festsetzung (unter Mitwir­kung der örtlichen Deamtenvertretungs Regel an Stelle der bisherigen Demellung diese« Be­trages nach bestimmten Hundertteilen de- Ort«- zuschlage«.

Endlich bringt die Reform eine nicht un­wesentliche Erhöhung der Pen'ionen. Warte- und Wi'wcngelder. Der Höchstbetrag deS Witwen» gelbe« ist von 9000 Mk. auf 28 000 Mk. herauf- gefetzt worden ber Mindestbetrag deS Witwen­geldes von »30 Mk. auf 3000 Mk. Da« Pen- fionsergänzungsge'etz vom 21. Dezember 1920 fin­det auf die neue Besoldung-regelling sinngemähe Anwendung.

Lehrreich ist folgende äl eher sicht über die Steigerung bc« Gehalts der einzelnen Beamtengruppen nach dem neuen Defol^ungS- gcferenttouif gegenüber dem FriedenSeinkommen nach dem Stande vom 1. August 1914. Die ®e- haltssteigerung beträgt in:

Gruppe BI. Bahnwärter, 1381 v H: Gruppe III. Schafiner, 1310 v. H ; Gruppe IV, Lokomotiv­heizer, 1280 v H; Gruppe V. Zugfsihrer. 1076 v. H : Gruppe VI, Sekretäre, 754 v H : Gruvpe VII. Cberfcfreiäre, 703 v. H.: Gruppe Vlll.In­spektoren, 6^1 v H; Gruppe IX. Oberinspektoren, 653 v. H.. Gruppe X, Reg erring«rtt'. 630 v H.: Gruppe XI, Oberregierung «röte 579 vH : Dru^v« XII. Ministerialräte 630 v. H.: Gruppe XIII, Ministerialräte 570 v. H: Gruppe B III Ministe­rialdirektoren 495 v. H.

[et bekannt war. litt in den lebten Laoten )e nos Leben- an AtmungSbefchw:<den und encr ch o- nischen Herzttankdeit. Trotz äiztl.cher Warnung lietz er aber Trinken und Rauchen nicht, eben­sowenig tas geliebte Hagen u. das Ölemmen von Gewichterr. Schlief Nch g s Ille sich zu Per Herzverarötzerung noch die Gicht, b datz er im Mal 1K)3 qeurungen war, mit 1 mer Nichte Lullu Kirchdörsfrr au« Wärzburg Bad- Nauheim zu besuchen. Arn 8 November kam er nach Würzburg und luchte die K.inck des berühmten Mediziner» Pros. De. von ß.abe im .Hotel Kronprinz" aus. Don seinem Kranken­zimmer aus lietz er den Blick notz entzückt nach der Residenz und bem Ho'garten schweifen, alKr leine geliebten bayerisch m Berye hat er nicht mehr wiedergesehen. Dre ärztltche ShinH ver­mochte die durch Wasler'ucht d.'schlcunigte Äata- ft robbe nicht aufzuhalten. Nachdem er mJt t<n Sterbesakramcrcken v rieben worden war. tat er am 4. Dezember abends g- gen i/»9 ükhr mit dem Ruse: .Zurück, ich mutz ste^ml" feinen letzten Seufzer. An 7. Dezenber wurde er zur ewigen Ruhe b-flaliet, und am Bo abend deS Weltkrieges folgte ihm fdn getreuer Weggenoste Sperl nach, der neben ihm beerdigt wurde Nun ruhen sie beide unter dem au« Äcblteimrr Muschellalk gefertigten, sich gewaltig In tk H5s f reckenden Denkmal, da« mit einem von Efeu an rankten EhrfstuSkopf gekrönt ift und in goti­schen Buchstaben die einfach" Inschrift tragt: .Wilhelm Leitch 23 Oktober 1844 i Dezember 1900. Iohanoes Sperl, 3. November 184Ö2& IuU 1914."

' Amt! iche Personalnachrichte«. Durch Entschlletzung bc« La besamt S das Bildungswefen wurde der LehramtSrese erbax Karl Kraft zu Gietzen zum Lchramtsassessor ernannt.

I^.U. VvnberLanbeS-Llniverfi- tät. Der ordentliche Professor für Ohren-, Nasen- und HalSkrankheiten an unserer Uni- versität, Dr. Earl von Eicken, hat einen Nuf an die Universität Berlin al« Nachfolger des verstorbenen Geh. NatS Kilian ery-rlten.

,e Volkstümliche Vorlesungen über Gesundheitspflege In dlr'em Wintersemester finde-.t fo'ge-b. al [gerne l v.rständ- liche Vorträge über D< uilbheitepstege In großen Hörsaal bei Universität statt 'ILotjg 6t Ubr: Pros. Dr. Gotschlich GesuntzheUslchrc in volkstümlicher Darstellung. Freitag, d7 Uhr: Pros. Dr. Huntemüller. Tolk leuchrn und ihre Bekämpfung Meldungen aus Immer 3 de- LlnivrrfitätS Srkrctar a - Gch ihren 15 Mk für jede der b.-iben Vortragsreihen und 2 ML. Einschreibegebühr.

" Die Turmuhr des Schlacht! ' wird wegen vv^zunchmenbe'- 'dmanberu-g*- und Reiniguna-arbeiten voran-sichttich vom 7. bis 12. b. Mts. keine Zeitangaben machen.

* Weihnachtspakete nach lieber- s e e. Da« RcichSvoftministerium teilt mit: Es empfiehlt fich, die Wcrhnachtspale'.e nach den über­seeischen Ländern, mit denen ein Paket"erkehr auz Zett möglich ist. namenllich nach den Vereinigten StvLten von Amerika, schon Anfang November bet der Post ein-,«liefern, damit die rechtzeitig» Aushändiauna dieser öenbungen an die Empsän« gcr gesichert ist.

Pornolize«.

Tage-kalender für Sam-tag: Neue Aula, 4V? Uhr nachm. und 8l \ Uhr abd«.: 1 V"rttag«abend de- Bunde- zur Pf eje von Musik und Literatur. Künstler-Mario.'rettra- THeater. .Hotel Einhorn'. 8 Ubr: Loewe-Dal- lad»n-Abe7rd Astoria-L... t' icle, heute und morgen .Marionetten des Tcus^L". ab Montaa .Hanllef.

Tag e s kale n d e r für Sonntag: Stadttheater. 3 Uhr: ,Wa> ihr wollt". 6 Uhr: .Die Postmristerin" PhnsislogilcheS Institut, 5 Uhr: Phyftologischer Vv,1 ag .Hotel Ein­horn", 4 und 8 Uhr: Ringkämpfe.

Au- dem S t a d 11 h ea t e r b u r e 2 u. Die 5. DienStags-Abonncmentsvorstellung. die Wedekind-LiebeStrank bringt, mutz w?g>-n des ObcreüengaftfpicU am Di.m«tag ausnahmsweise auf Montag den 7. verlegt werden.

3m Interesse ber Volksgesundheit sei noch­mals auf ble am Montag, den 7. November, abends 6 Uhr. im Hygienischen Institut (Ein­gang vom Hof) beginnenden sechzehn Verlesungen tb?r Gewervehygiene Gewerbekrank» beiten, 11 nsa11wesen und Arbeiter- s ch u tz aufmerksam gemacht.

Der Verein für Bewegungs­spiele Gieren ve.anstaltet morgen abenb 8 Ubr in der Zurnbille des T. V. vor 18.6. Stein- stratze, einen Werbeabend für Amateuoe

Aingkämpse. Wie au 3 bem Anzeigen- tell ersichllich ist, finden morgen im Einhorn- Saale die Entscheidung «kämpfe ^tto.schm Hitzler und Ehristensen, sowie rxm der H hd gtgen Ehristensen ober Hitzler statt. Die erste Vorstellung beginnt um 4 Ubr, die zweite 8 Ugr. Vorver­kaufskarten sind schon beute i Hotel Einhorn zu haben. Militär vom hiesigen Jiifanterieregunent hat Ermähigung.

Ast or ia-LtchtsPiele. Von Montag ab wird ter Grotzfilm §amld mit Asta Nielsen in ber Titelrolle gespielt.

Kunst und Wistenschast.

Blut du bist Blut" von Heinrich Anton.

(Uraufiührung.)

St. D a r m ft a b t, 3. Nov. 1921.

Ein Spi'ck in brei Tellen (23 Szenen ll nennt der Autor sein Werk. ES ist kein Schauspiel, keine Lragöbie und lein Drama. Es ist aber auch nur bedingt ein .Spiel'. Die« ber Oani ber Handlung, soweit von einer solchen ober von einem Inhalt gesprochen werben kann:

Lorenzo ta Ponte« »Don Iuan" (Mozart) um ein Vielfache« gesteigert und vertieft, soweit mersLlche Leitenlchasten und Gmpttndung-äude- rungen au# t us nb Lei em uni S eien zu ammen- gclrogen Nch in ba« Schemen äußerer Menschen- form pressen lassen Don Juan au8 dem Tosen auf« 5öd)f c gesteigerter sinnliHer Gier und auch ideal gesuhlter Liebe, die Ledensinh.ilt auSfüllt, blncinge:rie3en üi bl.» liefen menschlichen E end# (Hölle nennt er daS) und über diesen Weg. den ihn ein gleichaeartete«. aber ander; orientierte# Menschenschemen (ein Weib natürlich bis Ibn hastt, um feiner Gier dennoch zu ver.allen) in sv- »ialrolltilche älmstu,zbewegu"g die ir)n in schnel­lem Ausstieg zum Führer, dann zum v-rmeint- lichen Verräter, dann zum Mörder werden läht, ibn hinter Ker-kermauern bringt, entfliehen lätzt' ihn wieder in da- Leben der Gier stürzt, in dem er aber keine Statt mehr hat. Eine Dirne schleudert ihm in# D ^lcht: Du bist wüst und al I Der dann etwa« f rustisch mtzstisch den Tod erwürgt, um in vernteuttlicher Rückkehr zur Jugend selbst zu

Wmrrifa gegen den Alkohol.

Washington, 5. Nov. (WTB) Der Bubne^lin s etzt für bi« nächste Hatzr e n' Öum^e von lOMillionenDollarS 'egen 21 Mill. Dollar« des Vorfahre« für die Anwendung de« G^e»>eS gegen den Verkauf alloholischer Ge­tränke vor.

Die ArbcitAlosl'N in England.

London. 5.Nov. (WTB) Die Za^l der Arbeitslosen betrua in der ve f'os'e"en , Woche 163 900 gegen 1 423 792 In der Vorwoche.

Englische Insfi^ in Indien.

London, 5.Nov. (WTB) Das Gericht in Ealieut (Indien) hat 38 der Tellnatzme an der RebeMon in TRalt^ar Im Auanst dieses 3i5rc6 A-g lli"te abg'u-teTt 13 Persi-ea wardrn zum Tod" 22 zu lebenslänglicher Verbannung und Konfi-katton ihres Vermögen- berurteilt

Dcgdadbtchn verborgten Bezrr"e bestfnTmt sei. Des^l^chen wird von nationalistischer Seite be­rieft t, bah die französische Regierung sich bereit erklärt habe, dafür, dah die Regierung von An­gora den Vertrag bald rat fhie-e. dir türkischen Aasprüch' auf Z o n i e n und West- Thrazien auf brr nächsten Konfe-e^z ü^e*- F agra be? naben Ost nS zu unterstützen Da': G h im^bfommen. d S «wischen den Franzo'en und Kern l stm abg.schlos- ser. sein soll, sehe vor, dah die Franzo'en den Kenv'llsten zehn schwere H-u^itzen. über fünf ig F Ibacschc-He und grohe Mengen Maschinen- attreh'-e und Munstion a>'Shä"d gten. wa Ichwer- llch mit ke^ frarzös-'chen Neut-rl 11 e ta i-ni im türkllch-brttischen Kriege vereinbar fein würde.

kicheren Beamtenstellen zu einem Monopol für und Waisen ber Unterklassen, die sich tnm die besitzenben Kreise mürben, und er bedeutete Teil in grober Notlage btfiiben. von AE Legen ---v----tnü Wirkung vorn 1. Cf.ober 1921 an laufenb