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Turnen, Sport und Spiel.

Ossian btm Wallenstein geschlagen.

Unter weitaus bester Dreijähriger, der nach

feinem zweiten Platz im Derby von Erfolg zu Er­folg geeilte Weinberger Offian, hat am Montag in dem mit 140 000 Mk. ausgestatteten G l a dia - toren-Rennen auf der TrunewaD-Renn­bahn die Bitternis einer Biederlage kennen ge­lernt, einer Niederlage, für die es kaum eine Er­klärung gibt. Das Wilamowih-Rennen am Don­nerstag sah Wallenstein als überlegenen Sieger gegen König Midas und Graf Ferry und da man Ossian bedeutend höher als diese beiden Alters­gefährten einschäht und zudem für Wallenstein die weite Distanz gefürchtet wurde, schenkte man dem Fels-Sohn unbedingtes Vertrauen. Aber es kam genau so wie am Donnerstag. Mit derselben Überlegenheit zog der Oppenheimer, der sich in den letzten Wochen bedeutend verbessert hat, an die Spitze und durchs Ziel. Ein Lob gebührt Jockey Zimmermann, der den Vierjährigen an­fangs schonte, hn richtigen Moment jedoch nach vorn brachte und dann unwiderstehlich von den anderen wegzvg.

Ein Trost ist den Waldfrieder Züchtern trotz der Niederlage von Ossian geblieben. Sie können sich rühmen, das weitaus erfolgreichste Pferd, das in Deutschland "je gezüch­tet wurde, in ihrem Stall zu haben, denn Ossian hat in diesem Jahre eine Gewinnsumme von 507 000 Mk. erreicht und damit den Rekord von Herold um 19 250 Mk. übertroffen.

Unter atemloser Spannung begab sich das achtköpfige Feld auf die 2800 Meter lange Reise. Vor den Tribünen lag Lorbeer an der Spitze vor dem geschlossenen Rudel, dessen Beschluß Harlekin, Gallipoli III und Geiser bildeten. Ohne wesent­lich: Veränderung kam das Feld uijter Führung von Lorbeer bis zum Einlaufsbogen. Hier legte sich Ossian neben Lorbeer, dahinter Wallenstein und Geiser, während die übrigen erledigt waren. In die Gerade bog Ossian mit der Führung, wurde aber an der Distanz von Wallenstein er­reicht und überlegen mit drei Längen geschlagen. Ebensoweit dahinter besetzte Geiser den dritten Platz vor Lorbeer und dem Oesterreicher Gyere Velem.

König Wilhelm als Sports­mann. Der am Sonntag tn seinem Jagdschloß ver­storbene König Wilhelm II. von Württemberg ist seit langen Jahren eine Säule des deutschen Renn- spvrtS und der Vollblutzucht gewesen. Sein um­fangreicher, von Landstallmeister von Lippe ge­leiteter Rennftall stand seit Jahren mit an der Spitze der erfolgreichen Besitzer und sein bei Stutt­gart gelegenes G e st ü t W e i l hat alljährlich eine Reihe guter Pferde hervorgebracht, die für die rotschwarz gestreiften Farben zahlreiche Siege er­ringen konnten. Bekannte Pferde aus älteren Jah­ren sind u. a. Perchant, Schmetterling, Kannegie­ßer, Prince of Wales, Hegau, Blauer Dunst, Heil Dir, Licht, Traum, Hausfrau, Tausendschön und aus neuerer Zett u. a. Harlekin, Turteltaube,- teger, Herserrier, Hanswurst, Halunke, Blind­gänger, Wackerbart und Romanze.

Es verlautet, daß des Königs Tochter, die spvrisreudige Fürstin Pauline zu Wied, die schon fett längerem unter dem DecknamenStall Runkel" ein Trabergestüt und einen kleinen Rennstall unterhält, nun auch den Stall und das Gestüt des verstorbenen DaterÄ übernehmen wird.

DonderDertreterversammlung des Deutschen Ski-Verbandes in Stutt­gart ist nochmachzutragen, daß durch den Anschluß des Oesterreichischen an den Deutschen Ski-Ver­band die Hauptverbandswettläufe des D. S. V. zu- künfttg alle drei bis vier Jahre tn Oesterreich auS- aettagen werden sollen. Zum diesjährigen Haupt- Derbandslauf soll auch die Schweiz eingeladen ^werden und neben den Deutschen und Deutsch- jOefterreichern wird man auch Deutsch-Böhmen am flCtart sehen. Dr. Diem teilte mit, daß zu den Kampfspielen nach Garmisch-Partenkirchen Son- '» Verzüge mit besonderer Preisermäßigung in Aus­sicht genommen sind und zwar ab Frankfurt a. M.,

Berkin und DreSlau. Aus den Berichten ist zu entnehmen, daß an Verbände im letzten Jahre eine erfreuliche Aufwärtsbewegung festzustellen ist.

Wandern und Reisen, Bäder.

A Nidda, 2. Oft. Gestern abend feierte der Hiesige Zweigderein des VvgelSber- gerHöhenklubS sein 40jähriges Bestehen. Lehrer Link von Rudingshain, Mitglied des Niddaer Zweigvereins und des Gesamwvr- standeS, überbrachte die Glückwünsche des Ge- samwvrstandeS und des ZweigvereinS Schot­ten und HvhervdSkvpf. Zur Unterhaltung tru­gen die Musik- und Gesangsvorträge des Kaiser-OrchesterS und der Gesangsabteilung des hiesigen B. H. E. viel bei. Zwei Theater­stückchen, die die gegenwärtigen Verhältnisse zum Teil in Vogelsberger Mundart vortreff­lich schilderten, fanden großen Beifall. Die Jugendgruppe des V. H. C. Nidda führte einige schöne Dollstänze auf. Der Zweigver­ein Nidda wurde im Oktober 1881 von 24 Männern unserer Stadt gegründet, von denen nur noch fünf am Leben sind. Gegenwärtig zählt der Zweigderein Nidda 192 Mitglieder.

Kandel.

Sperrung der Dörsengalerie.

rnc. F r a n k f u r t a. M., 4. Oft Zufolge un­liebsamer Vorkommnisse die Besucher hatten sich am Börsengeschäft mit Zurufen beteiligt f>at der Dörsenvorstand angeordnet, daß die Ga­lerie der Börse künftig gesperrt bleibt

Frankfurt a. M.. 5. Oktober.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Brief Datum: 3. Okt 4. Okt

ürnTtertMtm. Stottert. 9045,95 4054,05 3976,- 3984,- Brüffel-Antwerpen . 889,10 890,90 864,10 865,90 (Tbriftiania...... 1550,90 1554,10 1503,45 1506,55

Kopenhagen 2272,70 2377,30 2237,75 2242,25 Stockholm . . . . .2832,15 2837 85 2762,20 2767,80

helsingfor, 179,30 179,70 182,30 183,70

Italien........ 504,45 505,55 459,50 490,50

London 473,- 474,- 462,50 463,50

Neuoork 127,37 127,63 123.87 124,13

Paris 899.10 900,90 879,10 880,90

Schweiz 2213,75 2218,25 2155,302159,30 Spanien 1663,301666,70 1610,851614,15 Men (altes) Deutsch-Oesterr. . . . 7,48 7,52 7,53 7,57

Prag 129,60 129,90 129,60 129,90 Budapest 17,98 18,02 17,48 17,52

Bulgarien .....

Züricher Devisenmarkt.

4. 10. 3. 10.

Wechsel auf Schweizer Franken

gollcmd 100 Ft « 184.25 184.50

eutschland 100 9JÖL - 4.575 4.50

Wien 100 flr. * 0.325 0.35

Prag 100 flr. =» 6. 6.10

Saris 100 Fr. = 40.65 40.75

»ndon 1 £ = 21.44 21.48

Italien 100 ß. - 22.75 2L85

Brüssel 100 Fr. - 40.- 40.20

Budapest 100 Hr. 0.80 0.80

Neuyor». 100 | = 574.- 576. -

Agram. ...... 100 ftx. = 2.50 2.50

Bukarest.......100 ß.= ^90 5. -

Marknotterungen.

Für 100 beutlche Mark wurden gezahlt: Datum: L7.lt 3.10. 4.10.

Zürich Wt 125,40 4,52 4,62

Amsterdam . . . Fl. 59,20 2,46 2,49

Kopenhagen Är. 88,83 4,50 4,60

Prag Är. 117,80 77,- 77,-

Stockholm Är. 88,80 3,55 3 65

Wien Är. 117,80 2107,-

London LH. 97,80 4,13

Paris Fr. 125,40 11,25 11,36

NeuporK . I 23,80 0,79 -,81

Märkte.

Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.

Frankfurt a. M., 5. Oft Der heuttge Gemüse- und Obstmarkt war sowohl von Grvß- händlem, wie von Erzeugern, auhervrdentllch reichlich beschickt Trvtzd«n stiegen die Kartoffeln nicht unbeträchtlich im Prelle. Es tmiröen heute für den Zentner 8390 Mk. gezahlt. Auch das Gemüse erhöhte den Preis. So kostete Rot­kraut der Zentner 8090 Mk., Wirsing 130 Mk., Spinat 110-130 Mk., Zwiebeln 90100 Mk., Römisch-Kohl 7090 Mk. Weiter wurden bezahlt für 100 Köpfe Blumenkohl 200400 Mk., Sellerie 200400 Mk., Eßkarol 80110 Mk., Kopfsalat 60110 Mk., Tomaten tn Steigen per Pfund 1,501,60 Mk., lose 1,101,20 Mk. Der Obst- mar k t war sehr stark beschickt, insbesondere von Erzeugern aus dem Main- und Taunusgebiet. Gin Rückgang der Preise ist nicht zu verzeichnen. Aepfel (Kochvbft) fofteten der Zentner 100 bis 120 Mk., Tafelobst 140-250 Mk.. je nach Quali­tät. Birnen wurden mit 130180 Mk. bezahlt. Kastanien aus dem TaunuSgebiet kosteten 210 bis 220 Mk. Das Angebot in Preiselbeeren und Brombeeren war schwach. Butter stand auf 2931 Mk., Handkäse (sog. ^offäfe) per Hundert 75 Mk.

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sw. Die Schweinemärkte stehen im Zeichen der Futternot. Der Handel ist überall schleppend. Gelöst wurden tn Fulda für Ferkel 60130 Mt., für Läufer 500-700 Mt, in Wein- heim für Milchschwerne 30100 Mk., für Läufer 200-500 Mk.

Büchertisch.

Die Kulturgeschichte der Deut­schen im Mittelalter. Bon DibliothekS- direttor Prof. Dr. Georg Steinhaufen. 3. ver­besserte Auflage. Preis geheftet 10 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.

(3n einem Teil der Auslage wiederholt)

Ans der Völkerbnndsversammlnng.

Genf, 4. Oft (WB.) Die V ö l t e^b u n d S- versamrnlung nahm gestern abend eine von der ersten Kommission vvrg-Zchlagene Neufassung des Art. 26 mit unwesentlichen Aenderungen an. Danach wird für Paktabänderungen eine Zweidrittelmehrheit der Versammlung einschließlich aller anwesenden Delegierten der im Rate vertretenen Staaten gefordert, für die Ratifikation der Abänderungen eine einfache Mehrheit der In der Versammlung vertretenen Staaten und der Gesamtheit der im Rate ver­tretenen Staaten. Die Ratifizierung hat nach 22 Monaten zu erfolgen. Jedes Mitglied, das eine Abänderung bis dahin nicht ratifiziert, kann im Laufe des Jahres dem Generalsekretär Kennt­nis von seiner Weigerung geben. Es hört dann gleichzeitig auf, MltgliÄ) des Völkerbundes zu sein. Dann trat die Versammlung in die De­batte über die Abänderungsanträge zu Art. 18 ein. Swinderen (Holland) machte den über­raschenden Vorschlag, angesichts der ungeflärten Rechtslage und der großen Lücke in den Be­schlüssen über die Wirtschaftsblockade sowie der besonderen Bedürfnisse der kleinen Staaten die endgültige Beschlußfassung aus das nächste Jahr zu verschieden. Inzwischen soll das Problem der Wirtschaftskrisis noch einmal sorg­fältig geprüft werden. Der Antrag wurde von dem Berichterstatter Dchanzer (Stallen) und von Lord Robert Cecil bekämpft. Die Weiterberatung wurde auf Dienstag vertagt.

Die Konferenz tu Datrloch.

London, 4. Oft (WTD.) .Daily Mail" äußert die Ansicht, daß ein auf Deutschland zur Erfüllung seiner Verpflichtungen auSgeübter Zwang nur noch ein weiteres Fallen des Mark­kurses Hervorrufen könne. GS wäre möglich daß die Konferenz in Gairloch bebeutfame Veränderungen m der internationalen britischen Politik zeitigen werde.

Von Von, 4. Ott (WTB.) Auf den Kon­ferenzen in Gairloch erörterte der Pre­mierminister mit den Sachverständigen für Handel und Finanzen die allgemeine Weltlage. .Daily Chronicle" zufolge wird anerkannt daß eine dauernde Lösung des ErwerbslosenprvblemS von der Wiederherstellung normaler Handelsbe­dingungen abhängen müsse. .Daily Mail" be­richtet, in den Konferenzen tn Gairloch sei darauf hin gewiesen worden, daß der Friede im nahen Osten und in Polen eine Vorbedingung für die Besserung der Währungen und für das Wieder­aufleben des Handels sei. Ein wichtiger Teil der Erörterungen habe die Frage der deutschen Reparationszahlungen betroffen. Laut .Daily Mail" herrscht in gewissen industriellen Kreisen die Ansicht fefjr stark vor, daß, wenn man Deutsch­land im gegebenen Augenblick zwingen würde, seine Verpflichtungen zu bezahlen, dies nur zu einem weiteren Fallen der Mark und zu ernsten Wechselkursschwankungen führen würde, wodurch dem Wiederaufleben des Handels ernster Schaden zugefügt würde. Beschüsse der Regierung in dieser Frage könnten nicht gefaßt werden, bevor Lloyd George am Donnerstag mit dem Kabinett in London beraten habe. Dem Blatte zufolge besteht jedoch die Möglichkeit, daß Aenderungen von großer Bedeutung in der internationalen Politik der britischen Regierung das Ergebnis der tn Gairloch ftattgefunbenen Konferenzen fetn könnten.

Amerika als Gläubiger.

Pari», 4. Okt (WB.) Rach einer bung einer Nachrichtenagentur aus Washington wird nunmehr die Nachricht betätigt, daß die amerikanische Regierung nicht die Mög- Üdjtett einer Diskussion der Frage der Interaü»- ierten Kriegsschulden auf der Entwaffnungskm»- ferenz in» Auge faßt.

Der türkische Heeresbericht.

A n g o r a , 2. Oft (WTB.) Offizielles Eot» muniquS. llnfere Truppen haben den Feind öst­lich von Eski Schehir angegriffen. Die Grie­chen mußten sich nach Westenzurückziehen, llnfere fliegenden Abteilungen drangen bis KeS- kin, nordwestlich von GSki Schehir, vor. Sie zer­streuten feindliche Ansammlungen in dieser Stel­lung. Außerdem hat unsere Kavallerie die Bahn- station Kar Köj, nördlich von Dozöjuk. besetzt. Der Feind erlitt Verluste. Wir haben Gefangene ge­macht

Arstadt als Nachfolger Dr. Strecker».

Darmstadt, 4. Okt. (WTB.) Der Landtag erteilte heute seine Zustimmung dazu, daß an Stelle des zurückgetretenen Präsidenten des Hes­sischen LandesbiloungSamtes, Dr. Strecker, das Mitglied der Demokratischen Partei Prof. M r- stadt dieses Amt für den Rest der Legislatur­periode übertragen wird. Urflabt war der Vor­gänger Streckers in demselben Amt.

Zusammenschluß der Hand- und Kopfarbeit«.

Berlin, 4. Oft. Auf dem Düsseldorfer Kongreß der A f a teilte der Berichterstatter Süß mit, daß zwischen den Arbeiter- und Angestelltenver­bänden ein Organisationsvertrag abge­schlossen worden sei. Durch Annahme der Sat­zungen nach den Vorschlägen des Vorstände» wurde der Zusammenschluß der freien Arbeiter­gewerkschaften mit den freien Angestelltenver- bänden vollzogen.

Die Abstimmung tn den Höchster Farbwerke«.

Höchst, 4. Ott (WTB ) Das Ergebnis der Abstimmung der Belegschaften der Farbwerke in Höchst über die Vereinbarungen der Gewerkschafts­vertreter mit den Arbeitgebern der chemischen In­dustrie wurde heute mittag bekanntgegeben. Da­nach haben 5880 Arbeiter mitHein, 648 mit .Ja" gestimmt. Die Vereinbarungen können al» abgelehnt gelten. Etwa 60 Prozent der Arbeiter haben an der Abstimmung teilgenommen.

behördliche Anzeigen

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute eingetragen: Die Firma Wetzel, Georg L Eo., Ge­sellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen. Gegen­stand des Unternehmens ist:

l. her Vertrieb von Tabakwaren;

2. der Betrieb der dem Herrn Otto Georg tn Gießen übertragenen Generalagenturen: a) des Allgemeinen deutschen Versicherungs­vereins a. G. In Stuttgart,

b) der Württembergischen Feuerversicherungs- gesellschaft a. G. in Stuttgart,

sowie die llebernabme der Vertretung weiterer Versicherungsgesellschaften, soweit deren sach­licher und örtlicher Wirkungskreis nicht mit den vorgenannten Vertretungen des Herrn Otto Georg follibtert;

3. die llebernahme und Ausführung sonstiger Agenturen sowie von Kommifsionsgeschäslen.

Das Stammkapital beträgt 31 000 Mk. Der Gefellfchastsvertrag ist am 17. September 1921 festgestellt. Geschäftsführer sind Otto Georg, Karl Wetzel und Franz Königstein, sämtlich Kaufleute in Gießen. Die Gesellschaft wird durch mindestens zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäfts­führer und einen Prokuristen vertreten. Bekannt­machungen der Gesellschaft erfolgen imDeutschen Reichsanzeiger". Die Gesellschafter sind: Otto Georg, Karl Wetzel und Franz Königstein, sämt­lich in Gießen. Karl Wetzel bringt in die Ge- Mschaft ein das von ihm begründete und senher unter seinem bürgerlichen Namen geführte Han­delsgeschäft mit Tabakivaren samt den ihm über­tragenen Vertretungen für mehrere Firmen. Der Gesamtwert dieser Einlagen ist auf 8000 Mk. festgesetzt.

Gießen, den 28. September 1921. 10 6086

Hessisches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute eingetragen: Die Firma H. Weimer, Hoch-, Ties- und Sisenbetonbau, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist die Ausführung aller im Hoch- und Tiefbau sowie im Eisenbetonbau vvrkvmmenden Arbeiten; An- und Verkauf von Baumaterialien; insbeson­dere der Fortbetrieb des zu Gießen seither von dem Unternehmer Heinrich Weimer sen. betriebe­nen Hoch- und Tiefbau- und Eisenbetonbau- geschäfts. Die Gesellschaft ist befugt, gleichartige und ähnliche Unternehmungen zu erwerben oder sich an solchen Unternehmungen zu beteiligen. Das Stammkapital beträgt 300 000 Mk. Der Ge- sellschaftsvertrag ist am 19. September 1921 fest­gestellt. Geschäftsführer sind: Heinrich Weimer sen. und Heinrich Weimer tun., beide in Gießen Jeder Geschäftsführer kann die Gesellschaft allein ver­treten, Heinrich Weimer jr. kann jedoch die Ge­sellschaft nut in Höhe von 60 000 Mk. allein verpflichten. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen hnDeutschen Reichsanzeiger". Gesell­schafter sind: Heinrich Weimer sen., Heinrich Wei­mer jr., Otto Weimer, Heinrich Weimer sen. Ehe­frau, Luise geb. Kraft, Elisabeth Rau geb. Wei­mer, sämtlich in Gießen, Ludwig Weimer in Hachborn. Heinrich Weimer sen. bringt in An­rechnung auf die Stammeinlage das seither von lhm in Gießen betriebene Hoch-, Tiefbau- und Sisenbetongeschäst in die Gesellschaft ein, be­stehend aus der Firma, den am 30. September in Angriff genommenen Arbeiten, die Verträge darüber, allen vorliegenden Aufträgen, den ge­samten Gerätschaften und Utensilien. Der Ge­samtwert dieser Einlage ist auf 227 600 Mk. festgesetzt.

Gießen, den 29. September 1921. 10 607B

Hessisches Amtsgericht.

Wiaäenleöec Alk

wert Oie BrütHW HnüL-ScntfereL fi. £ana?. (Siegen

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute eingetragen: Die Firma Glaskontor, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen. Gegenstand deS Unternehmens ist der Handel mit Fenster-Roh- und Spiegelglas sowie verwandten Artikeln. Das Stammkapital beträgt 20 000 Mark. Der Ge- sellfchastsvertrag ist am 6. September 1921 fest- gestellt. Geschäftsführer find: Alexander Wolf und Rudolf Wolf, beide Kaufleute tn Gießen. Die Gesellschaft wird Vertreter durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäfts­führer und einen Prokuristen gemeinschaft­lich. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch denDeutschen Reichsanzeiger". Gesell­schafter sind: Alexander Wolf in Gießen, Rudolf Wolf in Gießen, Karl Mende In Leipzig. Die Gesellschaft ist vorläusig bis zum 31. Dezember 1930 und von da ab auf unbestimmte Zeit ein­gegangen.

Gießen, den 26. September 1921. 10 609B Hessisches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Die Gemeinde Röthges im Kreise Gießen be. absichttgt einen sehr gut erhaltenen liegenden ein» zylindrischen Benzinmotor (Gasmotor ensabrllr Deutz) von 5 PS, 220 minütlichen Umdrehungen mit Dentib steuerung und magnetelekttischer Zündung gegen einen neuen oder sehr gut erhaltenen Elektromotor von 12 PS in offener Bauart mit Kupferwickelung, Feuchtig. keitsschutz, Riemenscheibe, Schleifringanker mit Dürsten- abhcbevorrichtune 500 minütlichen Umdrehungen, 220 380 Bolt bei 380 Dolt Betriebsspannung mit Doüastanlaffer, Ampere» und Voltmeter nebst Schalt­tafel zu tauschen.

Entsprechende Angebote find bis zum Dienstag, den 18. d. Mts. bei dem Unterzeichneten einzureichen.

Gießen, den 3. Oktober 1921. 10644B

Der obere Baubeamte bei der Kreisverwaltung Gießen.

Cellarius, Baurat.

Bekanntmachung.

Sn unser Genossenschaftsregister wurde heute bet dem Spar- und Dorschußverein Beu em I, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haft­pflicht, in Beuern eingetragen: Der 'Direktor deS Vorstandes Phllipp Lindenstruth V. ist durch To- ausgeschieden, an seine Stelle ist Georg Stein gewählt.

Giehen , den 30. September 1921. 10 606B

Hessisches Amtsgericht.

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