Ausgabe 
5.3.1921
 
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en bet Fn ber nmFfRntnnmg Wirrten 3TKH Stimmen für unb 2664 gegen den Streik ab­gegeben. Heute wurde die Arbeit in weitem Umfange wieder ausgenommen.

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Der Oamburatr Streik beendet.

Hamburg. 4. März. (WTB.) Der

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Me Beratungen fn Berlin.

Die Lage in London unverändert.

Berlin, 4. März. (Wolfs.) Nach den an zuständiger Stelle vorliegenden Nachrich­ten ist die Situation in London un­verändert. Ueber neue deutsche Revue a- tionsvorschläge ist nichts bekannt.

- ffur ft Na chri chten en« Velsen unb ben Nachbarstaaten. Di die Deffent- lichkeit gelangte Vorfälle. die sich an der Real-

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gestern vor bem Schöffengericht Sie hat ihrer Milch, die bei Stallproben einen fertige halt von 1,9 Pro; ergab, Ziegenmilch zugesetzt, die 2,5 Proz Fett enthielt. Do der vorg^ schriebene Fettgehalt 3 Proz. beträgt, wurde sie wegen Milchsälschung in eine Geldstrafe von 250 Mk

Turnen, Sviel unb Sbort.

Fußball. Gießener 6pork-EsU> 1900 Borussia Fulda Der bmmenbt Sonntag bringt Gießen nnebrr ein bebnrTtfwH* volle« sportvolle« Ereignis. Qhrfmer Soertrfdl 1900 empfangt aus feiner idealen SDoetDtaft* anlaae an der Hardt die im höfischen Ereis «if an rühren brr Stelle stehende Fuldaer flonHTtc Tie Gösteell, aus der besonders der tmaarifd)! Kibete M I st -Mittelstürmer Sebnufd sowie W den Repräsentativen vorn Svßl gegen den4b» mo in kreis I. Enders fl ®ertrittgcr) und Cfuvelb <Ter) hervorraaen. hat in leier Ar-.: bebrüten» an Form gewonnen unb gegen brür thrOdel Vereine gute Resultate en tri L 1900 spielt bl seiner altbclannten Aufstellung mit PMöu« «14 Mittelstürmer, ber sich von seiner Verlesung miede« erholt bat Ter gute Zustand be« Platze« und bis Gleichwertigkeit der Mannscha^en lassen einet >Donnenbm Kamp» erwarten (Näber e« liebe An- zeiget vorder findet bas teste Meiiterschaftsfp« bet V-Klasle zwischen Sportduh IJOO III unb Spiel- unb Sport Dillenburg II statt. Gelingt es den Klubleuten. Sieg unb Dunste zu emnaen, io findet ein LruscheUaw-sioiei gegen F. 8. BcV lax III statt

<fierid)r>fdaL

# D ab-Nauheim. 6. Märtz. Ver FvA» nimm in Bad-Naudeim, der, nne nnr seinerzeit berichteten, von mebrrten für die Bado- unb stuv- verwaltvng bestimmten Fuhren sttek«, eine hi einer Billa ablieferte, wurde vom Schöftengerichl Bad^Nauheim zu vier Woch-n OtefAntrnt« Der* urteilt. Der Billenftesitz^ wurde ftrtflefim»<bm, da er nicht wußte, woher der ihm zu den irn f roten Handel geltenden Drei« angedotene ädS stammte.

rm. Darm stabt, 4. März. Tine Mi lchfälscherin au« Griesheim stand

Polen unb Litauen.

ffotono, 4. März. (Wolff.) Die litaur ische Telegraphenagentur meldet: Nach aus Paris ein gegangenen Meldungen änderte die Kommission des Völkerbundes zur Schlichtung des litauisch-polnischen Konfliktes in der Sitzung am 2. März den früheren Beschluß, in Wilna ein Plebiszit vorzunehmen, ab. Es sollen nunmehr zwischen Polen und Li­tauen unter Aussicht des Völkerbundes und unter dem Vorsitz von Hymans in Brüssel direkte Verhandlungen stattfinden, bis ein Abkommen erreicht ist. In der um­strittenen Zone bleibt ein ffontingent von nicht mehr al« 15 000 polnischen Soldaten. Die Armee Zeliyowski« wird in die polnische Ar­mee eingerecht. Litauen soll auf dieser Front nur zwet Divisionen halten.

Die Lage iu Petersburg.

Stockholm, 3. Marz. (Wolff.)Nor- disk Preßcentrale" meldet aus Delsrngfors: Nach einer Mitteilung von der finnisch-russi­schen Grenze istdieLageinPetersburg unklar. Die Arbeiter verhalten sich ab­wartend. Die M a t r o s e n in Kronstadt sollen ganz auf der Seite der Ausständigen stehen, daut einer Revaler Meldung des russischen BlattesNowaia Rußkajashin" ist es den Bol­schewisten gelungen, bie Aufruhrbewegungen in Moskau und Petersburg zu unterdrücken.

London, 4. März. 'WTB. Fortsetzung und Schluß der geft rn rn.tgel eilten Rede L oh G arges. Ich komme nun zum ScfL.ffe meiner Tarl.gungen. Tie Gcgenoorfch-äge bieten nicht einmal eine (^runb.age zu einer Prü'ung.oder Erörterung. Sie sind einfach herausfordernd. Es würde eine glatte Zeitvergeudung bedeuten, irgcnotoeldy Sitzungen ihrer Detrachkung zu widmen. Lloyd George gab sann namens der Alliierten eine Er- klä ruug ab, in der es heißt: Tie deutsche Re­gierung hat bereits geg?n einige der wichtigsten Bestimmungen des Vertrages von Versailles verstoßen: Tie Aburteilung der Kriegs- Verbrecher, die Entwaffnung, die Zahlung von 20 Milliarden Goldmark in Bar oder in Waren. Tie Alliierten haben nicht rücksichtslos auf b?m Buchstaben ihres Schuldscheines bestanoen. Sie haben eine Frist gewährt, sie haben sogar den Charakter ihrer Forderungen abgeandett. Aber jedesmal hat die oeulsche Regierung sie außer Acht gelassen. Wenn die deutsche Regierung hinsichtlich der Reparation ein ausrichtiges Brsürfnis gezeigt hätte, den Alliierten beim Ersatz ih.er schrecklich'. Verluste zu bellen, die ihnen durch die Angriffs- hand'ung der deutschen imperialistischen Regcerung zu gefügt wurde, so wären wir bisher immer noch bereit gewesen, den begründeten Schwierigkeiten Teutschlands in jeder Weise Rechnung zu tragen. Aber die vorgebrachten Vorschläge h'.ben die Alliier­ten wider ihren Willen davon überzeugt, daß die deutsche Regierung entweder nicht bat Willen hat, ihre Bertragspslichten auszunihren ober daß sie nicht die Kraft hat. angesichts der eigennützigen, kurzsichtigen Opposition auf den nötigen Ömern zu belieben. Wenn das aus die Tatsache zurückzu­führen ist, daß die deutsche Regierung es nicht zu­läßt, so macht das die Lage noch ernster und macht es um so notwettdiger, daß die Alliierten die Führer gegenüberstellten. Tie erste wesentliche Tatsache, deren sie sich bewußt werden münen. ist bie, daß die Alliierten zwar bereit sind jeder vernünftigen Vorstellung, die ich auS Teutschlands Schwierigkeiten herleitet. Gehör zu schenken, daß sie aber fein werteres Feilschen um den Vertrag erlauben können. Wir haben daher beschlossen, daß wir handeln müisen auf Grund der Annahme, daß die deutsche Regierung ihren Verpflichtungen nicht nur nicht nachkommt, sondern mit Bedacht nicht nachkommt. Wenn wir nicht bis Montag hören, daß Deutsch­land bereit ist, entweder die Pariser Beschlüsse anzunehmen ober Vorschläge zu unterbreiten, die auf anderem, in gleichem Maße befriedigenden Wege feine Verpflichtungen aus dem Vertrage von Verfailles unter Berücksichtigung ber in ben Pariser Vorschlägen gemachten Zugeständnisse er­füllen, so werden wir von diesem Zeitpunkt ab auf Grund des Friedensverträges folgendermaßen Vorgehen: Die Alliierten fmb übereingefommen: 1. die Städte Duisburg, Ruhrort unb Düsseldorf auf dem rechten Rheinufer zu besetzen, 2. von ihren Parlamenten Vollmachten zu erlangen, von ihren Staatsangehörigen zu fordern, einen gewissen Anteil von allen Deutschland für deutsche Waren geschuldeten Zahlungen an ihre verschiedenen Regierungen abfrufübien. Dies! besteht sich auf Waren, bie in diesem Öanbe oder rn einem anderen alliierten Staat von Deutschland erwor­ben werden. 3 a) Ter Betrag der Abgaben, die von den deutschen Zollämtern an den äußeren Grenzen der besetzten Gebiete erhoben werden, sind an die Reparativnslommissum zu zahlen, b) Trete* Zölle fbflen weiter nach dem deutschen Zolltarif erhoben werden, c) Am Rhein unb an den Gren­zen ber Brückenköpfe, die von den alliierten Trup­pen besetzt sind, soll tzeitweilrgernt Reihe von Zollstationen errichtet werden. Ter aut dreier Lnne für die Ein- unb Ausfuhr von Gütern anzuwen- benbe Tarif soll von der alliierten Rhein lmd- kommisfion in Uebemn[timmung mit den Weisun­gen ber alliierten Regierungen festgesetzt werden. Lloyd George er Härte, datz die zweite Sanftem folgende Bedeutung habe: Abzug vom Einkaufs­wert aller Güter, die von den alliierten Ländern irnt) von TeutWanb gekauft werden. Ein ge- trnffer Anteil davon wird rn tue hiesige Staats­kasse eingezahlt, ber Rest wird mit eener Quittung der Staatskasse über den ein gezahlten Betrag an Tcuckchland übersandt werden.

Streik in Luxemburg.

Luxemburg, 4. März. (Wolff.) In Differdin gen und Rodange ist em all­gemeiner Streik ausgebrochen. Er umfaßt oa$ ganze Gebiet von Esch, Rümeltngen unb Steinfutt Ein Lochofen iu explodiert, da die lrbeiter fehlten. Die Arbeiter halten überall Versammlungen ab, in denen zum General, streik im ganzen Lande aufgefordert Bntb.

Kirche «nd S*nle»

v. 2 i (ft. 5. März Am Borsemmar br FsH findet zu Anfang ber kommenden Woche die Prch- fung statt Tanad) übersiedelt btt Anstalt rwxfl itnebberg. Seit 1875 war bie Prtorarnhei-enstatt m 2t (ft. 3fttt Verlegung trab von mdax Evr- woftnern sehe bedauert.

grSHere Bestehungen au<grge*5ew, Bemr Ihftmft einige der Leeren in nicht geringe Au reoun^ per- fehlen. Die Schüler wirden hart befrrun. zwei dämm der Anstalt verwiesen. 53:e d-.eNeue Tageszeitung" in Friedberg berichtet, wßte die hi-llige Polizei zwei Oberwöllstädter E nwehner b* bei ab. als sie von dem Gelände Oer O b nchef ft scheu Aepielwnnkelterei eiserne Träger nächtlrch-rwech» fortfabren wollten Tie beiden Leute, bie bei bet Verfolgung die Träger vom Wagen warfen, ent­puppten sich als ein ravia[bemokroteseher ®/meinbe* rot unb der anbert war der Sohn des bortigeg Bürgermeister«. Am Montan beg-hen >u 1k r. dort das Fest der silbernen xxxftvit Sanuütirat Tr. Seippimd Frau. Gleich^ettea sind es 25 Fabre, dah Tr. Seipp ht Krofdorf als praktischer Hrü tätig ist. G,lvaltiie Lwlchiei'stähle wurden im Gemeindewald festgrstellt: da bir Sour nach Ä bach führte, so wurden durch die Polizei suchungen Dor genommen unb txe Täter ermittelt

CdnötvirtfcbafL

Abgabe von verbilligtem Maiö und MalS- futtennrtH im Austausch g gen (Stefrettte.

Für die praktische Tur«1üühning be« Aus­tausches geltenden sorgende 9rhmmunflen:

Anspruch out Vtetenmq von verbilligtem Mais haben, d. h bezugsberechtigt sind: 1 dro- lenigen U rtmwftmer ta ibtni <er yeteie'^ die a) 70 v. tz. ihrer '.V?v>beItnbterenmg#lxiIbi»* feit an Brotgetrnde unb Gente, d) 50 v. b rtyrvr Minbestablieferungsftlmkbigkeit an £xner erteilst haben, für alle viele öunhertfibr übersteigenden Lieferungen Ferner Tevntatempfänger für all dl aus Tepu'atmenden a'g-1 teerte Getreide

Tie 93e$un«r'en<fttigtm haben Awpn-uch tru) Lieferung von Mai« in ber glridvi Menge, nne sie Getreide fl'rr bie genannten M rr'dw hinaus bereit« geliefert hoben wch noch Innern, oder soweit es iid) um Tepu totem vfänaer txrntedt, wie sie überhaupt Getreide abidietert haben unb noch tiefem. Für bie TTblirtenmg von Va-er kann nach Wahl der BeWgsverernigung der brüh eben Landwirte in Berlin welche mit ber El''suche mch der 2tefenrifl der nötigen MaiSme ge retrmn ist, statt Lieferung der ghitirn Menge ffdmermatel Lieferung ber 1>/,fachen Menge Tiai«ruttenncftl erfolgen.

Ter BemmSberechtigte hat den vom tonrnw naiverband au« estellten Be ugSßiein einem Länd­ler ober einer Genosfenschait zu übergeben.

Ter Anspruch aui Lieferung von TI< ift nur für Gelreidcabl'ieterungen, Ixe i i S zum 3 0. Juni 19 2 1 einschließlich errolgt sind, gegeben.

Ter Anspruch aus Lieferung er­lischt ferner, wenn der Be zugSl chern nicht binnen 2 Monaten nach Aufstel­lung. spätestens aber bis zum 3 1. Aog. 19 21, der Zen tralgenofsen schäft der Landw. stonsumvereine tn Darmstadt vorgelegt worben t'fL

ss Marburg, 4 März. Wegen La friedenSbruchS hatten sich heute 18 Landarbeiter auS der Domberger Gegend vor dem Landgericht zu verantworten. ES han­delte sich um einen anfangs September v. I. dort auSaebrvchenen Landarbeiterstreik, bet welchem Die Angeklagten in DombergShaufeu in zwei Gehöfte eingedrungen und gewaltsam die dort arbeitende Dreschmaschine stillaelegt haben sollen. Tie Verhandlung endete damit, daß die tzauptanführer zu 4 und 5, unb die übrigen zu 3 Monaten Gefänani« verurteilt wurden. DaS Gericht billigte iedoch sämtlichen Beklagten auf die Dauer von 3 Jahren 6tra^ aufschub zu.

0 WorVurg. 4 Mär». Da« Ducherarrichä verurteilte heute einen tzänoler wegen Brachte- btmn unb Preistreiberei von Feu »u 10(XY) Mk Geldstrafe. Außerdem wurden noch eine Lnradl Butter- unb Zweifchenbänbler weg ar Schleichhandels bzw PrerStreiderci mit flkfüaani* unb Geldstrafen bedacht.

terftau« hat Lloyd Gevr ge fteiite »ach- mittag eine Erklärung abgegeben, bie eine Zusammenfassung seiner auf her Konfe­renz gehaltenen Rede darstellt. (Haube Lowther fragte, ob die widerspenstige Hal­tung der deutschen Delegierten nicht jum größten Teil auf die Tatsache zurückznführen sei, daß Asquith erklärt habe, Deu:fch- land könrre nicht mehr als 2 Milliarden Pfund bezahlen, ffennwvrthy fragte, ob Lloyd Ge­orge durch einige von Ihm gebrauchte Worte nicht die Deutschen ermutigt habe.

Lloyd George erwiderte: Ich habe offen erklärt, daß die Deutschland bor­gelegten Forderungen feiner Zahlungsfähig- reit entsprechen müssen. Die Vorschläge Dr Srmivns sind unsere« Erachtens aber viel geringer, bedauerlich geringer, ick» Tann wohl fagen, in absurdem Maße geringer als bie Zahlungsfähigkeit Deutsch­land«. Deutschland tfl, wie ich schon früher bemerkt, nicht in demselben Grade besteuert wie Frankreich und England, unb es ist eine Unntö^luftfeit, daß wir Augtben, daß die L«gc des Sieger« fdyoerer sei, als die des Be­siegten.

Auf eint weitere Anfrage wurde von Skegierungsscite erklärt, ber Versailler Ler trag unb ber Artikel 213 dieses Vertrages bildeten weitreicherrbe Garantien, die es bei Alliierten erlauben würden, den militä rischen Maßnahmen, die Deutsch- land m Zukunft einmal treffen könnte einen Riegel vorzuschieben und ber Gesäß eines russisch-deutschen BLudnisses zu be. gegnen.

Berlin, 4. März. sWTB. - DieD. 3. am Mittag" meldet: Das ReichSkabi nett wird erst heute nachmittag zu dem Ulti­matum der Entente Stellung nehmen kön­nen, weil der genaue Bericht über den Ver­lauf ber gestrigen Sitzung in London und über die Meinung unserer Detektion abge­härtet werden muß. Der Bericht ift erst heute vormittag hier ringe troff en.

Berlin, 4. März. (WTB.) Der Ael- testenausschuß des Reichstags be­schäftigte sich jnit der durch die Konferenz in London geschasfeTren Gesckräftslage. Da das Material aus London noch nicht vollstän­dig vorliegt, spricht der Reichskanzler heute im Plenum noch nicht. Es wird aber ange­nommen, daß das Material im Laufe des TageS eintrifft. 2luS diesem Grunde halten die Ausschüsse morgen vormittag keine Sitzungen ab, um den Fraktionen Gelegen­heit zur Stellungnahme zu geben.

Berlin, 4 Mörz. kW TB.) Unter ber Lei­tung des Reichskanzlers fand heute nach­mittag eine Aussprache be« Sachperstän- digen-Ausschusses über bie wirtschaftlichen Wirkungen ber von der Londoner Konierrnz an- aebroljten Zwangsmaßnahmen Itatt. Alle Anweieuden waren einer Meinung darüber, daß bie Maßnahmen aus das deutsche Wirtichaitsleben bie schwersten Wirkungen ousübev würden, baß diese Wirkungen aber die Regierung ton ihrem Standpunkt, bie Unterschrift von Verpflichtungen abzulehnen, die Deutschland zu erfüllen außer­stande fei, nicht obbrinaen könnten. Bei der Besprechung, bie gleich«eit g der Reick «mftlister des Innern mit den parlamentarischen Vertretern des besetzten Gebietes abhelt, wurde festgestellt, baß die angekündigten ZwongsmaßnahmeU schwer, aber nicht unerwartet seien, unb daß bie Regierung wegen der zu besurchtenben Schädigungen soweit als möglich Vorsorge getrosten habe. De ange- drohten Maßnahmen könnten keine Veranlassung geben, bie von der Reichsregierung bisher ein­genommene Haltung zu ändern.

Berlin, 4. Mär^. (WTB.) Im Reichs­tag fand eine intertraktionelle Sitzung ber Vorstände der Koalitionsparteien statt, worin auch bie Rückwirkung ber Lndonev Vorgänge aus die innere Politik befpuxfrm wurde. Mittags hatten sich dir Führer der Koalitions- Parteien »um Reicl»skanzler begeben. Später sollte auch nach demLokalanzeiger" eine Zusammen­kunft beim Reichspräsidenten stottftnden Die bas Tageblatt" schreibt, versucht bie Deutsche Volks Partei eine Einheitsf rvn t k>n ben Teutschnationalen bi« zu den Mehrheitssozialisten »ustande iu bringen. Bei den Mehrheftssozialisten scheine dafür aber wenig ober gar keine Neigung zu bestehen Bon deutschnationaler Seite wird im »Lokalanzeiger" betont, daß die Fraktion an sich bereit ist. in dir Regierung einzutreten

EineRückenstärkuug de«Minister«Simon-

Verl in. 4. Mär». sWTB.) Der Rei ch» ver­band d<r deutschen Industrie, berR^rchS» aus schuß der deutschen Lmrdwirtschast und der Zentralverbmto be« deutschen OhDfUxrnbek haben Reichsmimster Simons eine telegraphische Kund- fletnmg jwtebm lasten in der es beißt: In- tnnfne, van del unb Landwirtschaft Teutschlands erwarten von Jchnen, fcerr Munster in bwler schicksal-schweren Stunde unbedingte Fesftgkeft ge­genüber dem Ulffmatum ber Errtente, und erneu­ern btt Versicherung, für die Folgen der Abled­erung der Londoner Forderungen, so schwer fte auch für bie deutsche Wirtschaft lern werden, voll Unb ganz einzust chen.

Wern. 4. Mürz fWTD.s Auf bie Fmstottoe be« Verbände« Deudche ffolome in Bern richteten 56 deutsche Verbände und Vereine in ber Schweiz an bie Reich«regierung in Berlm folgende ffundge- tnmg: In tiefer Sorge um das Baterlans be» schwören bie unterzeichneten 56 deutschen Scridnoe bmb Vereine in ber Sckuv-iz bie Reichs regierung, in London sdvrbdast zv bleiben.

Eine (Erflärung Lloyd Georger tm Unterhaus.

Au» Stadt und Canb.

Gießen, oen 5. Mär» 1921

Veranstaltunge«.

SamStag: Großer fcör'oal der Universftät, 8 Uhr, Volkhochickm e. Schlußfeier des 4. Se­mesters. Cafe Leib, 7Va Uhr: Äftnyrt imb Vorstellung ber MÄnck-MeLmgcr. Ächtspiel, theatcr wie gestern.

Sonntag Eafä Leib, 10 Uhr: Haupt- Versammlung des Oberftefnfdm GtbahütbU-rper« eins. Schipkavaß, P/a Uhr: Versammlung der ffamerodlchaftlichen Vteernigung ebemaliaer Dragoner 24. Eiienbah ibotet Doptelb. 2 Uhr: Versammlung ber ehemaligen Angehörigen des Felbart.-Rcg. 61. Äabtlhcater, 3 Uhr: Domröschnr": 6V> Uhr:Ter Torftaruko". Stablkirch?. 8 Uhr: Vortrag de« Deutschen^Bun­des für christliche Erziehung in Daus und Schule 6af6 Lsib 7Va Uhr: Könzert unb Vorstellung der Meblck-Meidinger. Lichtspiettheater wie Samstag.

Wettervoraussage

für S o n n t a g :

Vorwiegend bedeckt und regnerisch, Tem­peratur wenig geändert, westltche Winde.

Nach Vorübergang eines Dochdruckkeiles ist wieder mit mildem, regnerischem Wetter zu rechnen.

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** Ernennung. Zum RegterungSrat er­nannt wurde ber Rcgierungsastessor Georg Frei­herr Schenk zu Schweinsberg vom Finanzamt Gießen..

. ** Koh len be zug. Ta3 Brennstoftamt weist darauf hin, baß die ffo h len karten und Kohlenbezugs scheine mit bem 1. ö. dS Js. ihre Gültigkeit oerheren und empftebtt ben Bezugsberechtigten alsbald die ihnen zustel:enden Kohlen^ unb Loksmk-nsen tun den Stettenbanb- lungrn bzw. bem [labt Gasiverk abzunehmen, an* bemfafld über bie Lagerbeslänbe anderweit ver­fügt werden wird.

** Kellereiubruch. IN der Nacht zum 4. b. Mts. toud>en aus einem jkeller durch Ein­bruch von mch.kanntem Täter 20 Flaschen Weiß­wein, MarkeNiersteiner Gessel", b stl. schen Rot­wein, Marke unbeBannt, sowie 1 ytaidx Sekt, MarkeMerciers", entwendet.

** Kleine Mitteilungen. Oeffent- ltche Bücherft al le. Im Februar wurden 1617 Bände auSgegeben. Davon frommen auf: Er­zählende Literatur 1011, Zeit chrifte r136, Jugend­schriften 103, LiteratuvgeickKchte 1J. Gedichte unb Tromen 47, Länder- und Volkerkurwe 65, Ihdtur- «schichte 28, Geschichte unb Biographien 64, Kunstgeschichte 16, Naturwissenschaft unb Tech­nologie 59, Haus- unb Landwirtschaft 6, Gesund- heitslehve 5, Religion und Plniofotchie 23, Staats- wissenschaft 9, Sprachwissenschaft 6, Fremdsprach­liches 20 Bände. Nach auSivärts kamen 58 Bwrde. Tie vorjährige Lerbstprüftma für den Timfl der eisamtsobersekretLrr und K^eisanrtsftureau- inspektoren bestand der LerwaltunpSprakiÜlanl veo- berl Kraft von Gießen zur Zeu beim ffniAnnt Darmstadt. fiapt'llnutfter Schlage r, ber mit Beendigung dieser Spielz^-it Gie^n verläßt, ist für die Sommersestsptele an da« Münchener 91a« tionaltbeater verpflichtet worden.

** Bor notizen. Tie Deutsche BolkS- par tei veranstaltet Montag abend, N/« Uhr, im Restaurant vindenburg einen Mitgliederabmd, bei dem nach Berichten über Sitzungen des Beamten» unb Schulausschusses vor allem die politische Lage (Londoner ffonfereiu und englische Politik) be­sprochen werden soll. In der Oberbelfi- schen Frauenkonferenz am Montag, dem 7. März, nachm. 31/« Uhr, im Gasthof Hindenburg wird Herr Dir. Wmckler (Del«, Schlesien) über das Thema:Tie christliche Erziehung und die Frau" sprechen TonnerStag den 10 März wird der Evangelische Arbeiter­verein eine nochmalige Aufführung de«Mein­eidbauer" veranstalten Ter Reinertrag Ist zur Be­schaffung von neuen Glocken unb Orgelpfeifen für unsere beiben Kirchen bestimmt Au« tnefem Grunde bitten wir unsere Gemeindem'tgljeder, diele« Unter­nehmen durch Abnahme von Harten, die in der Musikalienhandlung von 6ballier zu haben sind, zu fördern Em ..Bunter Abend'* w'tt> am Ton- nerstag zugunsten der bedürftigen Strafgefangenen in Avignon (Frankreich von der Berrimguna ebe- maliger Kriegsgefangener Oberheslen veranstaltet Auf den nächsten Tten«tog im Hotel Einborn stattfindenden 2 Vertrag unb Experimen­tal a ben d be« Pdvsiker« Tr Mever-Weil fei hiermit hingewieken Tie Tarbietnngni beruhen nicht, wie fo oft, auf grober Täufchong be« Pu­blikum«, sondern auf wissenschaftlichen Erkennt­nissen. Sptrihimu«, hellsehen. Suggestion, Hyp­nose usw. Ttnae. bie von vielen Leuten mit einem geheimnisvollen Schleier umwoben werden, erfahren von Tr. Veil eine ganz natürliche Er­klärung AI« Mathematiker. Historiker unb QteMrfu- niskünstler vollbringt Tr. Veil Höchstleistungen Im 2. Teil be« Abends dürften speziell die ($rperi- mente mit flüssiger Luft mit 191 Grad Kälte­erzeugung da« größte Interesse erwecken.

Kreis Friedberg.

4. Bad-Nau heim. 4. Mörz. Dte Be­erdigung de« Freiwilligen Feuerwehr- manns flad Mufti, der bei dem Brande am Montag ein Dörfer trarfter PsticherrftMung wurde, führte beute rute auvrqenx'bnlkft große Tvtnrrx- gemeinde nach dem FrZedhofe Tu Freiwillige rtucmxftr nalm mit 80 Debrleuke, geschaffen baten tnl ffiuftarraf Vis'm vdrtiitt <nn Grabe bet Verstorbenen al« ein Vorbild in der Aus­übung christlicher Nächstenliebe und Pflichttreue Mit ehrenden Rache, frn I flen^fteibrn niete Oberb r anfntttiter 6c Im tu nn für tne Fneiwtlliqe steuerweftr. RvchrSmunolt und Notar Gtabl für bie Bolksbank unb bie Deutsche Bank Von Beruf war be Verstorbene T im spn:nn. ffaf^-nbrte ba ber VollSbrnck unb Glöckner an der TanLskwch. Er stand im 47. Lcdensiaftve.

schulein Bad-Nauheim ereignet, »eigen, hre der verderbliche Geist ber 3al auch bte Iugenf vergiftet Mehrere Sttniler ftiben ein P »e in der Turnhalle aus Mutwillen teneftnittm. ano-

i _ 7» ~ - o - - _----o- , nyme Briefe an Schüler unb Lehrer grfanbt unb

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