Ausgabe 
5.1.1921
 
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in einer der

E. Lau

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AmtsgeiichtSgebäudeS, wodurch zahlreiche Fensterscheiben in der Umgebung zertrümmert wur­den. An derselben Stell« warf man gegen 2Vs Uhr Nachts eine zweite Bombe nieder, die aber beson­deren Schaden nicht anrichtete. Wenige Minuten später erplodierte in der Toreinfahrt der Sattle­rei von Cr 0 mrn, Bahnhofstraße, eine Bombe, die

öffentlichen und privaten karneva Veranstaltungen verboten.

Kreis Wetzlar.

zweitägigen Untersuchungen sechs bei den An­schlägen beteiligte Personen zu ermitteln und festzunehmen. AL Haupttater tonunt em 17jähriger Bergmann in Frage.

Tie Annahme der Behörien, daß du aus- gefühtten Verbrechen auf bi« kürzlich, erfolgten Durchsuch ungen nach Waffen zurückzufuhren feien, werden von den Kriminalbeamten nicht voll ge­teilt, zumal auch in anderen Orten der Umgebung Dynamit-Anschläge beruht worden sind, wo Bl* fendurchsuchungen bisher noch nicht stattgefunden haben. So wurde in Werdorf auf das dortige Postamt eine Tynami Patrone gewor en, drc iedoch größeren Schaden nicht anrichtete. In Nieder­lemp bei Ehringshausen wart man verschiedene Bomben: eine riß dem Bergmann Nas.aucr die linke Gesäßhälfte vollständig weg. In Dörbach brachte man im Lose der Bürger­meisterei mehrere Tynamitpatronen zur 6iü- ladung. Auch hier kamen nicht unerhebliche Sach-

Dcrmtfcbfcs»

Tu Folgen der Neujahrsn-acht.

mc. Frankfurt a. M., 4. Jan. In den hiesigen Krankenanstalten wurden sieben Personen eingeliefert, die sich beim Ab- brennen von Feuerwerk schwer verletzt haben. In Aschaffenburg verunglückte der 25jähr. Lithograph H. Schmitt beim Füllen eines Eisenrohres mit Pulver tödlich. Beim Ex­plodieren des Rohres wurde ihm die Hirn­schale zerrissen. Größerer Schaden an Häusern und Fensterscheiben entstand durch Explosion einer Sprengpatrone in Lohr am Main. In Offenbach wurde am Silvester­abend in der Domstraße ein Mann tob» üchtig und konnte erst dann festgenommen werden, als die Feuerwehr _mit Wasser- trahlen sein Temperament gekühlt hatte. Ein Militärfuhrwerk scheute am Bahnhof in Fulda vor einem planendenFrosch". Größerer Sachschaden ist oie Folge. Ein 15jöhriger Lehrling in Eschwege wurde, durch einen Feuerwerkskörper so schwer verletzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Mehrere polnische Arbeiter veranstalteten am Ludwigsplatz in Darmstadt eine Messer­stecherei, wobei es schwere Verletzungen gab. In Schwanheim (Main) wurde der eine Polizeibeamte, als er Feierabend bot, schwer mißhandelt. Im Streit erstochen wurde in der großen Wallstraße zu Mannheim der 23jährige Schlosser Jakob Schmitt. Die Täter sind noch unbekannt. In Stuttgart wurden in der Silvesternacht zur Anzeige gebracht: 56 Personen wegen gemeingefährlicher Ruhe­störung, 76 wegen Benutzung von Schuß­waffen und 12 wegen gefährlicher Streit- Händel.

fd. Kaiserslautern, 4. Jan. In Rammelsb ach brachten mehrere Schüler eine Kanne mit Pulver zur Entladung. Die Stichflamme erfaßte den Schüler Helmut Kappel und setzte dessen mit Pulver gefüllte Taschen in Brand. Der Junge verbrannte bei lebendigem Leibe. Zwei Mitspieler erlitten mehr oder minder schwere Verletzungen.

Anschläge verübt. Am schlimmsten hauste man in Ehringshausen. Hier wurden polizeilichen Dar­stellungen jufolge auf das Bürgermeister- amt, das Amtsgericht und aus ixe 2" nung des Sattlermeisters (Kto m m Anschläge ver­übt, die schweren Sachschaden verursachten. Tie erste Bombe wurde abends gegen 10V, Uhr vor der Wohnung des Bürgermeisters zur Explosion gebracht: sie zerstötte den Hauseingang und alle Fenster am Hause. Tie Familie des Bürgermeisters, die sich im ersten Stockwerk aushielt, tarn mit dem Schrecken davon Gegen 128/< Uhr Nachts warfen die Attentäter eine Bombe in den Vorgarten des

18. Januar.

rm. Darmstadt, 3 Jan. Das Reichsgericht hat die R e v i si o n des Staatsanwaltes tn Darm­stadt gegen die Gebrüder Grämlich, tue troß ihres Eingeständnisses ihren Vater den Maurer L. Grämlich in Weiher tm Odenwald, abuchtuch umgebradjt zu haben, nur pi Zuchthausstrafen von 15 und 7 Jahren verurteilt worden waren, ver­worfen, da bei dem Schuldspruch der Geschworenen formelle Fehl« nicht nachsewiesen wurden.

Uns SfaM und Land.

Gießen, den 5. Jan. 1921. I

Veranstaltungen.

Mittwoch: Stadttheater, 61/, Uhr,Die I Strohwitwe". Cafe Leib, 7V, Uhr, Konzert wti> Vorstellung der Chiemseer. LichPpiÄtheater Wiel gestern. *

** Das Jahr 1921 beginnt an einem Samstag, und da der Januar außerdem noch fünf Sonntage aufweist, so bringt der erste Monat gleich 6 Ruhetage. Ostern fallt be­kanntlich immer auf den ersten Sonntag nach Frühlingsvollmond; deshalb ist dieses Jahr bereits am 27. März Ostern. Trotzchem haben wir im März mit seinen 31 Tagen nur 6 Ruhetage, einschließlich Ostermontag und Karfreitag. Da Ostern so zeittg fällt, haben wir auch frühe Pfingsten, und zwar bereits am 15. Mai. Dadurch wird der Mai 1921 zu einem Vorzugsmonat. Er hat 5 Sonntage und 2 Feiertage. 5 Ruhetage weisen ferner noch Juli und November auf, während der August mit seinen 31 Tagen nur 4 Ruhetage! hat. Da Weihnachten auf einen Sonntag fällt, so hat auch der Dezember nur 5 Ruhe­tage.

** Die milde Witterung zeitigt die seltsamsten Naturereignisse. Allenthalben werden fliegende Schmetterlinge beobachtet, auch Johan­niskäfer chen wurden gefehen. In den Gärten tret» ten die frühen Sträucher Blüten. In Frankfutt soll in einem Gatten am Röderbergweg ein Kirschbaum bluten, wahrend man an der Bergstraße vereinzelt blühende Mandel bäum - chen beobachtet. Auch die Kätzchen der Werden vierten in niederen Lagen in großer Menge ge­sunden. . _

*« Stadt. Seefischmarkt. Morgen Donnerstag früh trifft, lebendfrische Nord­seeware, wie Kabeljau, Schellfisch, große Sck)ollen und Goldbarsch ein und kommt von 8V2 Uhr in den Marktlauben zum Verkauf.

Die Dynamit-Anschläge im Kreist Wetzlar.

Fd. Wetzlar, 4. Jan. In der Silresternckchl wurden, wie nunmehr bekannt wird, in verschie­denen Orten des Kreises Wetzlar Tynamit-

Die von Stresernoirn erstrebte Regierung?- koalition ohne Teutschnationale, aber mit der So- zialdemokvatte sei vom deutsckmattönalen Starb- punkt aus abzulehnen. Eine r e i n r ge r l i che . Regierung müsse das Ziel fern, was aber noch lange lernen Gegensatz zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft bedeute. Tie nvarxisti che Sozial- bemofratie habe nicht das Recht, sich als die Arbeiterpartei hmzustelli 2V5 Millionen Ar­beiter und Angestellten seien allein in der christ­lichen Gewcrifckastsbewegung ornanftert. Neben den vielen Nichtorganisierten Arbeitnehmern, ­den viele Arbeiter nur durch Zwang und Terror bet der Sozialdemokratie gehalten. ES gelte vor allem, den deutschen Arbeiter für ben nationalen Gedanken zu gewinnen. Tie Arbeiterschaft müsse he van gezogen werden zu voller Gleichberechtigung in Poliük imb Wirtschaftsleben, mit einer Jn- terefienfolibarität zwischen Unternehmer und Ar­beiter Um aber das Ziel der Volksgemeinschaft, d:e Versöhnung und den gerechten Ausgleich zansckxm den sozialen Klassen und Berufen zu erreichen, müsse der Einfluß der Sozialdemohmtie gebrochen wer­den, die nicht eine Partei der Versöhnung, sondern des Klassenkampfes und der Diktatur sei. Diese Partei sei auch schuld daran, daß der RufLos von Berlin!" heute lauter denn je ertöne. Die Mißwirtschaft der sozialiftifch gefärbten preußischen Regierung sei daran, das alte preußische Beamten­tum zu zerschlagen, eine der Hauptstützen des Staates. Die in die Aemter eingesetzten Pattei- fefretärc bedürften für die wirkliche Arbeit be­sonderer Beiräte aus dem alten Bcamtenkörper, und das Mephisto-WortDu mußt es dreimal sagen!" wende sich für den preußischen Steuerzahler auch in das Wort um:Du mußt es dreimal zah­len!" Ein klassisches Beispiel für die sozialistische Diktatur seien die Stadtratswahlen imroten"Ber- lin. Für rin Gemeinwesen von 4 Mill Einwohner sollte als Schulmonarch Dr. Löwenstein, rin Jude, ringefeftt werden, nach dessen Schriften Sittlichkeit und Religion für die Erziehung längst veraltet wären. Graf Westarv Bam hierbei auf diejüdische Frage" zu sprechen. Es bandele sich um einen fremden VolkSbestandtril, der unter keinen Um­ständen zum Herrscher Deutschlands werden dürfe, tote in den Räteregierungen und imFalle Löwen­stein". Selbstverständlich sei der einzelne Jude, der ehrlich am Wirt>erausbau Deutschlands Mitarbeiten wolle, rointommen, aber bei der überwiegenden Mehrheit der Juden sti dieses Aufgehen für die Nationalität des Gastvolkes nicht vorhanden

Wenn man an der Hoffnung aut ben neuen

Briefkasten der Redaktion.

Zu unserer Bnefkastennott^ vorn letzten Frei­tag wird uns von .Herrn .KretSfeuerwehttnspektor Dickors folgende Berichtigung übermittelt:Be­freit von der Pfachtteuerwebr find nah Att. 11 des Gesetzes über die Landesfeuerlöschordnung vom 09 März 1890, die durch Krankheit oder Gebrech« lichkeit die durch öftentirf* Beru'-Pflicht verhin­derten Personen und die Angehörigen deS affinen fccereS Ob und inwieweit Verhinderung wegen öffentlicher Berufspflicht vorliegt, haben dessen vor- gesetzten Tienstbch'rden zu bestimmen. Entsteht sonst Widerspruch über das Zutreffen obiger Vor- aussetzunaen. so entscheidet das Kreisamt imb aut erhobene Beschwerde das Ministerium des Jwiern und der Justiz. Hiernach ist ein Jagdaufseher von der Feuerwehrpflicht nicht zu befreien.

Aus -em Amtsverkündiannasblatt.

*» Das Amtsverkündigungsblat t Nr 1 vom 4. Januar enthält: Mkauf von Men- schenhcmren Abänderung der Verordnung über

Dampfkessel Ausstellen von ©drottarten för lieber toadxung der Schrotmühle. -

Achill-Zahnpflege. Biehteuchen. D^enstnach-

"s ch u l - Z a h n p f l_ege. Dr Rud. P e t s cl. in Gießen hat ferne Sprechstunde für ^chuMn.' bet vön Mittwoch auf Donnerstag nachmittags von 24 Uhr verlegt. ,

Der ansteckendeScheidenkatarrh ist xrMrr den Rindviehbeständen der Gemeinde Burk

Dachaer Gemeinderats.

(an-wirtschaft.

Darmstadt, 4. lla:. Ter Bortrags- ku r sus der La dw rt'daMammer tonde heute durch den Vorsitzende GH. Oetonomteixti SSl al­ter eröffnet, welcher die sehr zahlreich erschie­nenen Besucher (ca. 700 Personen) sowie die Ver­treter der Regierung begrüßte. Als erster Red­ner des Tages ergriff Geh. D 0 srat Pr 0 s. Dr. Wagner-Darmstadt das Wott zu fei­nem Vottiaa über:Tie Phosphorsäurefiage und du Fvagc der Reulabilität von Handelsdünger unter den beryitigcn Preisverhältnißen." Tie Fvage, ob eine Pi-ospfarsäueiüngung heute no - roenbig ist oder ob die Na-chwittirigm der gegebe­nen Phosphorgaben noch für die nächsttn ^abre ausreichen, wurde von ihm eingehend erörtert und er kam zu dem Schluß aut Grund zahlreicher ausgeführter Versuche, daß eine tritte D-vsphoi- säuredüngung der Böden yir Steigerung der Er­träge in der Jetztzeit imte&ingt notioenbtg sei An Hand zahlreicher Beispiele bejahte er mich die Antwort 'auf die zweite Frage, daß bei den lebigen Preisen der.'.grmittel eine Kunfi^ünge'.- gabe noch sehr wohl lohnend ist. Er mahnte die Landwirte, in der Stir.iftbüngyauw ndung nicht nachtzulassen, um den Boxn nicht noch einer grö­ßeren Verarmung entg?genzusuhren. So^a. n ergriff Geh. R egie run gsra t Pr of. Dr Franz Lehmann-Göttingen das Wort zu seinen höchst interessanten AusMhrungen übel Schweinehaltung und Schweinefütterung". Aus dem Schatz seiner reichen praklffchen Ersahrimgen I imb auf Grund vieler angestellter Versucte trug I der Redner in anschaulicher Weise die für die Schweinemast zu tea btenben Regeln vor, und gab den Landwirten Beispiele von den geeigneten Futtermischungen, welche heute noch verfüg ar und eine Rentabilität der Schweinemast verbürgen.

letzten Sitzungen des hiesigen Stadtrates wurde beschlossen, die Vergnüaungs-(Luxus-) Steuer hier einzuführen und zu erheben. Nach diesem Beschlüsse sollen erhoben werden: ür Veranstaltungen von Vereinen, Abend-! Unterhaltungen und dergl. für jeden Abend 25 Mk., für Abhaltung von Ballen und son- tigen Ta nzvergnügungen bei geschlossener oder öffentlicher Veranstaltung 50 Mk. für den Abend. Ferner wurde die Hundesteuer der Stadt Laubach für das Jahr 1921 und tilgende um 5 Mk. pro Jahr erhöht.

Kreis Friedberg.

Fd. Friedberg, 4. Jan Auf Anweisung der hessischen Reaierung hat das Krrisamt für den Bereich des Kreises Friedberg die Abhaltung aller

Ter deutschen Republik sei tioryttocrfen, daß sie nicht nur den Zusammenbruch Teut'chlands mit tn erster Linie verschuldet habe, sondern auch, daß sie dieKonkursmasse" ganz jämmerlich ve-.- aeudet habe. Bis zum November 1918 teten die Schulden Deutschlands von 4 Milliarden nur auf 141 Milliarden angeroadtfen, aber nach etwas mehr als 24 Monaten deutscher Republik auf280 Mil­liarden.

Demi Noske und derVorwärts" dm amtentotbemngen gegenüber immer wieder aut "bte übergroße Armut deS deutschen Volkes hmweiien, ,was nütze es. an dem Maste eines sinkenden Schis­ses ein Stück höher M llimmen, mährend tas Schift um bas gleiche Stück tiefer in den Wogen versinke", so fei dies richtig, muffe aber vor allem tn den eigenen Reihen der Soztaltemokvatte g - predigt werden. Einen gesunden Ausgleich gelte es zu schäften »wischen den einzelnen Bern en und Ständen, und da müsse vor allem den Beam­ten, den Keinen und mittleren Rentnern, wie dem Mittelstand überhaupt geholfen werden, denn die Lebensteviugimgen dieser Kreise seien am meisten hinter den heutigen Verhältnissen zurückgeblieben.

Landkreis Gießen.

x Wieseck, 4. Jan. Unsere Ortsgrtippe derLigazum Schutze derdeutschenKul- tur eröffnet das neue Jahr mit einem Vortrag von Georg K a s pa r so Hn-Moskau:Wie sieht es in Sowjet-Rußlaub aus?" Die Gemeinde hat hier Gelc-genheit, einen Augenzeugen zu böten | und tu vier Wochen von anderer Seite zur Er­gänzung sich ein Bild vomRoten und weißen Terror in Ungarn" schildern mi lassen. Der Vor­trag der am Tonncrttcig bei freiem Eintritt statt- findet, bietet Geleymheit zu freier Aussprache.

O Dorf-Güll, 3. Jan.. Dieser Dave fand in dem hiesigen Schallsaale em Lichtbil- oervortrag über O b er schl esien statt. Tie prächtigen Bilder ließen die Zuschauer einen Einblick in das Leben und Treiben der Bewohner des fladen Landes und des Industriegebietes ge- lüiimen. Worte und Zahlen belehrten sie sodann darüber, welche Rolle dieses Land in dem wirt­schaftlichen Leben Deutschlands spielt und was für Folgen feine Losrrihmrg für uns im Gefolge hätte.

Kreis Schotten.

Vertrages einen Rechtstitel für bte ewige Besatzung der Rhrinlande zu erhalten.

Weit ste Kreise unseres Volkes, vor allem die Arbeiterschaft, muffe ficb darüber klar .wer en, daß das deutsche Volk als Ganzes heute m ter Lage eines ausgebeuteten Arbeitnehmervolles sei gegen­über dem internationalen Grvßkapttal oes Fein^ buntes. Zu dieser wirtschaftlichen Fron komme noch die militärische Knechtschaft Frankreichs, aus des­sen letzten Noten nichts anderes als der Uebermut des gallischen Siegers spreche.

Reichskanzler Fehrenbach habe m ter Wen Etatsberatung erfLirt, daß Deutschland, testen Ab­rüstung beendigt sei, nunmehr von der Welt er­matte, daß sie dem deutschen Bell Pi ll so gen we r tes Solche Qk'tanfengänae seien falsch. Genuß, Deutsch­land habe einen Anspruch auf die Abrüstung a ler Staaten, b nn nach dem Friedensvcrtr g nu^ic Deutschland abrüsten, um , die Abrüstung der We vorzuberriten". In Wirttichkett benfc in ter Wett aber ni-manb ans Ab rüsten. Amen'a. Japan und England arbeiten mit fieberhafter am aus« bau ihrer Flo ten und Frankreich rüste fein Lano- heet fogat auf Deutschlands Kviten^ unter der Firma Besatzungslostrn zahle Taiftch and d:e Mil­liarden für die französischen Rüstungen.

Der Beg-iff Völkerbund fasse die politisck^ Knechtschaft Deutschlands zusammen. Schon das Bölkerbundideal an sich habe uns schwerer Lochaden zugcfugi, indem es unteren Kri^swillen unter­graben und den der Gegner geitarft habe. Wa^ sich aber jetzt Völkerbund nenne, das Jet doch das direkte Gegen teil jenes Jteals, was selbst der ver- ' bohrteste Parifist anerfernten mus e Wenn putsch- land in diesen Völkerbund hr er.igel.a dann uba- nehme es neben anderem auch di' BerpflickUung, für die AuftechterHaltung Polens, der Tschecho- Slowakci und anderer Raubstaaten unter Um­ständen mit seiner militärischen Macht einzutreten.

Der Versailler Vertrag sei aber nicht mir ein Vertrag der Knechtschaft, sondeni auch ein Vertrag der SclMach und Schande, sei er uns doch dikstert worden unter Bruch von feierlich gegebenen Ver- sprcchungen.. Zwar werde es brite niemand mehr aebat, der Worte spreche, wie während des Krieges ein demokratischer Abgeordneter im Reichstag: Greifen Sie Wilson nicht an, dieser Mann steht für Sie viel zu hoch,!" Ungeheuerlich fei es auch, daß Deutschlanld nach dem Vertrag mierkannt habe, allein schuldig an dem Weltkriege zu fern und daher auch alte Kriegsschaden wieder gut machen müße. Diese grösste Lüge der Weltgeschichte sei bte mora­lische und rechtliche Grundlage des Versailler V r- träges. Daraus folgere, daß die Ehre einer Natwn mufi ein höchst realer Wert fein könne.

Neben dem Vcrialller Verrtwg far aber auck?> die dcmokratisctj-republilanische Rogiierung sllmld an ter Not unseres Volkes, besonders durch ten unheil­vollen Einfluß der marrisrischen Soztnldenwkratie, die eine Partei der Internarimrale sei und für Deutfchlmid ter größte Schoten So hätten sich die Mehrheitsso^ialisten nur um ter Internationale willen die erpreßte Lüge des Versailler Vertrages, das deutsche Sclullbtekenntuis, freiwillig zu eigen gemacht. Von der Moskauer Internationale schllest- lich wisse jedermann, daß sie als Werkzeug Lemus nur der Entfachung des Bürgerkriegs diene.

ICUcbe irnv Schttle.

Die konfessionelle Schul«.

B e r l i n , 5. Jan Tas Episkopat in Deutsch­land hat an die Reichsregierung und den Reichs­tag eine Eingabe über die konfessionelle Schule gerichtet. Tie betteffende Denkschrift stellt Richtlinien auf, die, wie dieGermania" sagt, für das gesamte katholische Volk, seine Bertteter und die Lehrerschaft bei ten Schulkämpfen, die in diesem Jahre zu erroarttn sind, maßgebend sein werden. *. . _.. m

fd. Frankfurt a. M., 3. Jan. Die Ver­treter der ehemals kurhesfilckvi Vororte tx>n Groß- Frankfurt, Bockenhrim, Eckenhrim. Preungesheim, Eschersheim, Berkersheim und Seckbach, haben sich einstimmig für den kirchlichen Anschluß an Groß- ^ranfTurt ausgesprochen. Bisher gehörten diese Gemeinden zum Koirsistorialbezirk Kassel Das an sich irftort Heine Gebiet der unierten Kirchenge- meinschaft es umfaßt die evangelischen Kirchen der kurhessischen Kreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda und Dünseld erleidet dadurch einen emvftndlichen Verlust.

Q Aus dem Kreise Gießen, 3. Arn In solgendeii weiteren Orten des Kreises sind Lehrer zum VorfitzendendesSchulvor- stan des durch tes Landesomt für das Bildungs- wesen ernannt worden: Allertshausen, Beuern, Geilsbailseu, Londorf, Steinbach. In ganz Hessen sind bis jetzt 155 derartige Ernennungen erfolgt

t Lick», 2. Ion. Der Silvcftergottes- d i en st m der MarienstistSkirche zeigte einen selten farten Besuch, ebenfalls die sich anschließende Feier des hl. dlbendmdhls. Erne andächtige Gemeinde erbaute sich an bet ernsten Predigt des Stifts- Pfarrers Schorlemer.

d Oberlais, 4. Jan. Die Notspende für die Anstalten der Inneren Mission tn Mai ergab in unserem Kirchspiel (ben Drtai Oberlaa und Glashütten^ den ansehnlichen Vertag von 1200 Mark Die Kirchenkollekte betrug 100 Mark, die Gesamtsumme fonarf) 1300 Mark

Nidda, 2. Jan. Im venloffenen Jahre wurden m unserem evangelischen K t r ch s v t e i 69 Personen kirchlich beertngt, 53 Kinder getauft, «4 sBanr? artraut und 72 Kinder ton firmiert.

0 Nied er-M ockstodt, 3. Jan. Tie Not- spende für die Innere Mission We hier 1677,80 Mk., in Ober-Mockstadt 843,75 Mk em.

Rvrn, 4 Jan. (Wolfs.) Nack einer. Meldung derEpoco" wird Giolitti brr Notar bet Krone bei der am 7. Januar aus Schloß Aglio bei Turin ftattiinbenben Vermählung des P r 1 n ze n Konrad von Bayern mit der Prmzessm Bona von Savoyen, der Tochter des Her­zogs von Genua, sein.

beschätegungen vor. ,

Ter Ort Ehringshausen ist zur Aufrechterhal­tung ter öffentlichen Ordnung gegenwärtig von 50 Sicherheitspolizisten besetzt- Tas xurückhaltente Benehmen ter Bevölkerung gegen die Frankfurter Beamten erschwerte die Ermittlung der Tater ur­gentem. Wenn hie Wasftnburchsuckungen auch eine eventuell ans^ö sende Wirlu ig zu den <e - brechen hatten, so darf doch angenommen werden, daß die Anschläge zum großen TeU auf die R 0 h- heit lugeuolicher Personen -ucüäzu- führen find.

Ebtingshaufen, 4. Jan. Zu dem vn- brecherischen Unternehmen in der Neuiahrsnacht erfährt derWetzl. Anz.", daß bis jetzt 7 ~eute verhaftet worden sind, bte tu dem Be dacht stehen beteilig* gewesen zu sein. Alle Verhafteten find junge Leute im Mter von 1822 Jahren, dar­unter nur 3 Kriegsteilnehmer. Es hantelt ftch also ;um unreife Menschen, denen Wut über die Ausführung einer gesetzlichen Maßnahme, welche 1 uns zudem noch duvck) das Zwtm^sgebot der En­tente auferlegt worden ist, tu so überaus unge­höriger Weise zum Ausdruck gekommen ist.

Hessen-Nafsau.

mc. Frankfurt a. M 4. Jan. Die städ­tischen Arbeiter haben ihren Tarif gekirndigt und stellen. Mehrforderungen, bie einen jährlichen Betraa von über 30 Millionen ausmachen.

ge A u s d e r R h ö n, 4. Jan. Auf dem Bahnhof Vacha tetr Rhöneisenbahn Gerstun­genVacha wurden umfangreiche D i e b - stähle und Sckfiebungen von Eisenbahn- frachtgütern aufgedeckt, die zur Verhaftung von einer Anzahl Eisenbahnangestellten führ­ten. Einer der Verhafteten ist Mitglied des

bürte sich bte Arvett hierfür nicht in der politvdp I Frankfurt c_ M. Aufklä^rng der djläge m Tc.geteilten erschöpfen. Es komme daraus an, für Ehringshausen an. Scuen Beamten gelang es nach die sittliche und geistige Erneuerung unseres Volles' ***"* zu arbeiten, wie sie von einem Ernst Moritz Artürt und entern Fichte gejneb.gt wurden. Jwem Volks­genossen müßte es bewußt werden, daß Volk und <Nation nichts Zufälliges sind, sondern eine über- persönliche Lebensgemeinschaft, die den Einzelnen an Ewigkeitswerten überrage glnchwte etn Eich­baum ein iedes feiner Millionen Biätter.

Vom zionisrifchen Standpunkte aus machte rin Herr Rot Holz Einwendungen gegen bte Ausführungen des Grafen Westarp, der in seinem Schlußwort nochmals betonte, baß er im Gegensatz zu manchen anderen deutichdölkischen. ^arteigene!fen biejenigat Juden, die sich ganz zui Mttarbeit für das deutsche Bvlksmteresse em- setzen wollen, keineswegs bekämpfe.

<ßerid?t»faal.

Drr Prozeß GanSorftr.

M ü n ch e n, 4. Jan. (WTB.) Das baye­rische Justizministerium hatte auf Weisung des Reichsschatzminifteriums bas gesamte Ver­mögen des Abgeordneten und Gutsbesitzers Gandorferin Pfaffenberg mit Beschlag be­legt. Gegen oiesen, auf IVi Millionen lauten­den Arrestbefehl legte Gandorfer Widerspruch ein, so daß die Angelegenheit das hiesige Landgericht beschäftigt, bei dem heute die Ver­handlung begann. Gegenstand der Sache ist > eine M i l i 1 ä r p s e r d e - V e r steigern n y, die 1918 bis 1919 von dem damali­

gen Ministerium dem Bauernrat unter dem Vorsitze Gandorfers übertragen worden , war. Dabei soll Gandorfer sich zahlreiche Un- Wlw-I regelmähigkeiten haben zuschulden kommen p *W>T* lassen, insbesondere für den Umtausch von eingenommenen Fahrgeldern in Kriegs anleihe. Nach der Klage soll der Staat durm die Geschäfte Gandorfers um IV, Millionen aeschädigt worden sein. In der Sitzung, in her Gandorfer mit seinen Anwälten person- nicht erschienen war, beantragte der Ver­treter des Reichsfiskus Aufrechterhaltung des Arrestbefehls, während von dem Rechtsver­treter Gandorfers die ganze oder teilweise Ausifebung des Befehls beantragt wurde. Die Verkündung der Entscheidung erfolgt im

auch etcheblichen Sachschaden verur^ch'e. Außer die­sen Anschlägen wurde noch ein vDttentm auf bte Wohnung tes Pvlizriwachtmeisters Jakob ver­übt, indem man eine Handgranate gegen das Ge­bäude schleuderte und nach einem Fenster der Woh­nung schoß.

Auf telegraphisches Ersuchen des Landrates in _________ _ . Wetzlar trafen am Neujahrstag Krimmalkmtmissar gBidberauntieg des deutschen Volkes festhalle, bann I Hader und Kriminalwachtmeister Mielke aus