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Tlr. 128 Drittes Blatt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheflen)Samstag, 4. Juni 1921

von über 7

bürg uni anderen Städten verschoben batten. Der Berliner Kaufmann Rabe erhielt vier Monate Gefängnis und 3000 Mark Geldstrafe, die beiden Berliner Kaufleute Gshme und

beit ZtakLrruflwerken Jede große Reform mtb Nm roäUamg löse Bedenken aus Man solle lieh aber nur davon mnnem, baß bet Crrnwruna der ozralen Einrichtungen bir deutsche llirtcmrbnimdxitt aud) den Bankrott der deutschen Arrtsrhan orovtze-eu, tdi abergrunblid) darin geirrt habe. Bordeomgung ür die Sozialisicrung fei aber an<f> die Soziali­sierung der Menschheit. Tur Dkftzft.' bei den verstaatlichten Betrieben, wie Bost und Eisen bahn, seien folgen des Krieges. Staatliche Berg- werke machten rrhebiube Ueberschüfse Tie Soziali­sierung der Bergnxrlc habe die höchste Arortts- Willigkeit der BeygartTiler tur Folge Die Berg­arbeiter wollten stau brutalen Egoismus den hu matten Menschhertsgedanken, statt Ausbeulung ozialiftische Gemermvirtschaft.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

»* DaS AmtSverkündigungSblatr Nr. 79 vom 3. Juni enthalt: Bekanntmachung deS ReichSrninisters für SBiebcrmifbau. Siche- mng des Bauhol^bedarfs Kr Wolimnigsbouten ermäßigten Preisen. Straßensperre. Ern- sendung der Kreisabdeckereiverzeickmisse. Tienst- nachrichten.

Degen Vornahme von >bmalnatronsarbetten nrid) die Kreisstratzenortsdurchsahrt Harbach fett SamStag, 28. Mat, bis ans werteressür den Titrch« gangsvcrkehr «sperrt.

TaS Ministerrmn d-es Innern hat der ft a d 11- scheu Pserdemarktdeputati'on in Gre­ben die Erlaubnis erteilt, anläßlich des im Herbst 1921 daielbst slattftndendat Ptetdemarktes eine Verlosung »u veranstalten mit der Maßgabe, daß ersorderlichensolls die 'Gewinne nach dem vor- gelegten Berlosungsivlan in bar ausgezahlt wer­den dürfen. ZichungSterrntti: 29. September 1921. Es dürfen bis zu 30000 Lost zu 2 Mk. das Stink ausgegeben werden. Ter Wert der Gewmne muß mindestes 40 Prozent des Bruttorrlosss aus dem verbau der Lose betragen. Ter Ver­trieb der Lose ist wt Hessen «'tattet W^end der Zeit des Vertriebs der Lose zur 1. «lasst einer Preußi'ch^SütHeutt'chen Staatslottenc dl An­kündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose nicht gestattet.

Tas Minrsterrum des Innern hat d?m Krvchew- lwrstand zu Schotten die Erlaubnis erteilt, 80000 Lose einer Geldlotterie /Schottener Ktrchen- banlotterie) innerhalb des Bollsstaates Dessen «u vertreiben. Ter Preis edres Loses ist mir 3 SRI ^ausschließlich 60 Pf. Rcichsftempelobgabe) festgesetzt. Tie Ziehung ''Inder am 20. und 21. Oktober ds Is. in TarnrTtnbt statt. Während der Zeit des Bertriebes der Lose zur 1. .Aasst erner preußisch-sLdeutschen Staatslottene ist Ankün­digung, Ausgabe und Vertrieb der Lose nicht gestattet.

Schwurgericht.

Millümenschieber ötrurteilt.

Berlin, 3. Juni. Bor dem Magde­burger Landgericht hatten sich gestern fünf Kaufleute zu verantworten, die Dertvbjekte S 70 Millionen Mark, darunter Zehn- tausende von Militär stiefeln, SBoH- decken,^^hlhelme usw. in Berlin, Magde-

Kreisfag.

Gießen, 2 Juni 1921.

(Vettern sano unter bem Vorsitz des Ob-Reg. Rats Welcker eine außerordentliche Sitzung bei Kreistags statt.

Zu dem Nachtragsvoran schla g der Sretskasse für 1920 wies der Vorsitzende daraus hin, daß infolge der wetteren Pretssicige- nmgen Erhöhung der Gehälter der lstreisbeamten uno der Pslegegeldsätzr in allen Anstalten, beson­ders aber infolge Erhöhung des Anteils des Atci- es an den Provinzialumlagcn die A i'stellmig eines Rachitvagsoovanschlags für bie Är eis lasst für 1920 ersolgen mußte. Hiernach stünde einer Mrhr- cinnahmc von 114 400 Mk. eine Dtehrausgabe von 1365500 Mk. gegenüber. Ter ungedeckte Betrag von 1251100 Ml. müsse durch Um­lagen ausgebracht werden. Nucl)dcm der Vorsitzende den Voranschlag rubrilwcisc vorgetragen batte, wurde dieser vom Kreistag einstimmig genehmigt.

Erhöhung der Tcuerungszuschläge der Ä'reiSbeamten von 5065 Proz. Der Vorsitzende wies darauf hin, daß der Staat die Teucrungszuschläge für die Staatsbeamten ab 1. Januar für die Ortsklasse CE von 50 bis 70 Pvvz. erhöht habe. Da für die .ftreisbeamten bie gleichen Grundsätze Geltung hätten, habe der Arcisausschuß beantragt, daß die tn btc Orts­klassen CE fallenden Kreisbeaintcn tnr Teue­rung sz uschlag entsprechend erhöht würden. Nach kurzer Ausspracl)e wurve der Antrag genehmigt.

Pflegegeld in den Landeshctl- und Pflegeanstalten und der Friedberger Blindenanstalt. Die Pllegegetder fern im letzten Jahr wiedethvlt erhöht worden, rooburt- die Kreiskasse ganz erheblich belastet worden sei. Ta es sich um eine vorn Kreis freiwillig über­nommene Verpflichtung handle, sei es billig, datz die Zuschüsse der Ottsarmenverr ände entsprechend erhöht würden. Ter >1retsaussch« habe eine Erhöhung aut 800 Mk. ab 1. Juli 1920 für ent­sprechend gehalten Ter Antrag wurde einstimmig genehmigt. Weiter bemerkte der Vor itzende, daß die Kleidergelder in der Blindenanstalt goatj be­deutend erhöht worden seien Da eS sich ünt ortSarme Kinder handle, sollten diese ZkleLergeldeÄ von den betreffenden Ortsarmenverbänden getragen tragen werden Auch diesem Antrag stimmte der Kreistag einstimmig zu.

An Stelle des verstorbenen ehemaligen Stadt­verordneten Simon wurde Oekonom Preiß zu Gießen zum Mitglied der Flurschadenabschätz- ungSkommisswn gewählt.

Neuwahl bet Kärkommisstonen. ES wurden aut'Vorschlag des Kversausschusses gd- wShlt: Simmentaler Zuchtrichtung: Zu Mttglic- dern Bürgermeister Holler, Ob.-Hörgern, und Karl Hahn, Bellersheim, und zu Erlatznntglrödern Lud. Tamer, Röthges und Wilh. Weil, Lang-Göns. Vogelsberger Zuchtrichtung: Zu Mitgliedern Her­mann Belten, Göbelnrod, Mtbürgermeister Hirz, Watzenborn und zu Ersatzmitgliedern Hermann Dvn-Eiff, Grünbera, WSh. Kreiling III., Heuchel­heim. Für Schafe: Als Mitglied Oberverwalter Büchsenschütz, Lick und als Ersatzmitglied Schäfer Otto stlauS, Billingen.

Dtri)rint der Bergarbeiter Deutschlands.

23. Generalversammlung in Gießen.

6. Berhandlungstag.

Gießen, 3. vUmt 1921. 1

In der Debatte übte die Arbettsge- vteinsctaft tarnen abwechselnd Redner für und «gen diele Emrtchtung zu Starte.

Tie Gegner der Arbeitsgemeinschaft oer- < langten, daß der Verband ovorsland der Vergär bei «beil der nächst en Konfevn» deS A. D G. B. einen i Antrag auf Äickhevimg der Arbeitsgemeinschaft stelle J

Hue führte aus, daß man btc ^rqaebei Ar- ' bettS gerneinschaft nicht nach parteipolinschen Ge- ftckttSo linkten beurteilen könne. Auch btc Bftür Wörter der Ar bei: sgrmrins (fetten hätten an dieser Insittuttan vieles ausuftetzm Notwendig sei, daß Einheit und Geschlosienhcn der bartgdm 'Irfvtter schäft Herges«eilt werd.-, dann wäre vielleicht auch, die Frage der Arbevsgemeinschaft erledigt. Tenn nur. durch- die Einheitsfront deS schaffenden Prole tarütts Deutschland: toime die Arbeiterklasse als maßgebender ökonomischer Faktor den AuSschlag ist» deutsc^n Wittsch'aftslcben geben

3u einer Richtigstellung stellt Huä test, daß bie Reich)werke keine Defvftle machten, fern dem bereits eine größere Rentabilität als trüber, und als manch s privattapftalistische Graß unter­nehmen, erreicht hätten Auch würden diese Werke hAeren sozialen Anforderungen genügen

Sobami wurde der Dorftandsresolu- tio n gegen 42 Stimmen zu gestimmt, wonach die 23 Gener chversamMlung des Verbandes her Berg arbette- Deutschlands bie Arbeitsgemeinschaften nach wie vor als ein geeignete^ Mittel betrachtet Mir Vertretung der wirtschaftlichen Interessen der Berufsait gehörigen

IM weiteren Verlauf der Verhandlung kam eS zur Abstftntzmmg über einen Antrag, der die Unterwerfung der Gewerkschaften unter die dik­tatorischen Anordnungen der Mos­kauer Zentrale mit Entschiedenheit ablebnt, und verlangt, daß der Bergarbeiter- verband an seinen fveigeroerffchattlichen Grundsatz mchedingter Selbständigkeit gegenüber allen Partei^ politischen und religiösen Gruppen festhält. Die Entschließung enthält weiter ein klares Bekenntnis Mm all^nneinen Deutschen Gemerkschaftsbunde und *rr Amsterdamer Gewerkschaftsinternatronale Wer llch an Spaltungsbestrebungen gegen freigewerk- schaftliche Organisationen betätige, gegen den nrüffe mit den schärfsten Mitteln vorgegangen werden. Weiter mir b'm dieser Entschließung fest gelegt, daß der Ausschluß von Mitgliedern berechtigt ist, wenn ste sich an Bestrebungen beteiligen mit Abtrennung des Bergarbeiterverbandes vom A D. G. B. uno der Amsterdamer Gewerkschaftsinternationak?.

Weiter wurde beschlossen, daß der Jnternatio- rrale st ongreß m Moskau auch nicht auf Kasten der Bezirks, oder Lokalkassen des Bergarbeft^r. vabandes beschickt werden dürfe.

Gegen 7 Stimmen sand eine weitere Ent­schließung Annahme, daß DerbandSgekder des BergarbeiterverbandeS nicht für die kommunistisch: notc Ht'fe verwendet werben dürfen

Ten Höhepunkt der Tagung bildete das Referat des Reichstagsabgeordneten

Huö über die

Sozialisierung im Bergbau Tas SozialisierungSproblem habe weltpolitische Be­deutung. Tie in jüngfhr Zeit in unerhörtem Um­fange austretenden privatkapitalistischen vertan stungsaktionen zwinge, die Uebertragung der .Eohlen macht an eine gesetzlich bestimmte Vertretung de> ganzen Volkes dringlicher zu fordern. Nicht um egoistische Berufsintevessen zu fordern, sondern um die wichtigsten staatsbürgerlichen Rechte eines feden volksgenoisen vor der reaktionärsten 53er- geroalhgung durch ein Konsortium von über­mäßigen Trustmonarchen zu schützen, deshalb for­dere man die Sozialisierung der volkswirtschaftlich nrichtigftvn Bergwerksindustrie. Durch den 93er- scriller Frieden habe Deutschland über 70 Prozent her Eisenerzeugung verloren. Doch müsse man for­dern, daß die deutsche ErrbergarLeiterschaft im Maße der Gewinnung beschäftigt werde In der stalttndustrie sei Deutschland so günstig gestellt, daß es das Deltnronopol behaupten könne. Türen ftmnern rlnende Erhöhung der stalipreise sei die Ab- satzmö ftichkeit immer geringer geworden. Der jetzige TBieberairbtiumintfter Walter Ra t Henau habe in der lctzterl Zeit selbst erklärt, daß der Versailler Stieben und das Londoner Abkommen eine erhöhte irlschafte-schövfung erfotberlen. Um dieses zu er­möglichen, müsse man aber auch zur Umstellung unseres heutigen Wirtschaftslebens schreiten und die priratkapftalrstischen Spekulationen eftrdämmeft. Tatimh würde e< auch möglich, bie produktiven Kväite mit dem guten Willen zur Wiederaufbau- arb-n' zu erfüllen. Die Sozialisierung bedeute vollkommene Uebertragung der Der- t'ügungsgewalt über die ganzen Bo­denschätze an die Allgemeinheit. Ftt (Snglanb, Tschecho-Slowakei, Belgien und Frank-" reich seien gleiche ^eftrtbimqen im Gange, nur würde man es dort mit dem Start Nationalisierung bezeichnen Auch der jetzt in England so viel pro- regierte Gilden sozialismus, d. H, Schaf­fung von SelbstvermaltungSköwerschaftm, Habe große AeHnlichkeit mit den deutschen Sozialifie- runasVorschlägen. Auch der GildcnsozialiSmus ba­siere «yir'ber Forderung: Uebertragung der Ber- fügungsgewall an die Allgemeinheit. Ueber das Wesen de> Kommunismus herrschen selbst unter den deutschen stvmmunisten falsche Auffassungen. Tie Fdcolc de^- WrnmuniSmus könnten erst über den Sozialismus verwirklicht werden. .Kommums mus bedeute Gemeftrschaftsgeist, Brüderlichkett, aber nicht H<mdgranaten- und Minenwemen und bergl. mehr. BvlicbenTiSmuS sei der lftrkeite Flügel des Marri^mu^-, aber feine doktrinäre Idee Denn die schaffende Menschheit in ihrer Gesamtheit alles ohne Boreingenommcnhcit prüfe, bann täme_ man auch zu einer gemeinsamen und machtvollen rrrvnt gegen das Kavüal. Uebertr?.gauy des Besitzes an bie Berg­arbeiter selbst wie sie von ben Umoniften derlangt rotrbe, sei nur eine neue Fvrm des Pri­vat ka p i t aliS m us- Die sozialftttsche Lkrhnter- schaft verlange aber UAertrngung des Besitze, an . die i?lllgemeinheit. Die von Unternehmerertc lo ehr propagierte Gewinn beteiligun wolle nur die Sozialisierung auf die lange Bank schieben Tic von Stinnes. odDerberg und Bögler vorgeschlagene Form der Kleinaktren habe man bereits in Frankreich. Doch würde dieses den franzöftschen So ­zialisten nicht genügen und auch sie genannten die Sozialisierung. Die Schaffung von Klernaktten fei ein kapitalistischer Gedanke, wie fet&ft Erzberge r OuSgeführt habe. Auch in Amerika habe man bieie Form non G-7pinnbfteiligung der Arbeftcrschaft an

Ramin je 3 Monate Gefängnis und 2500 Mk Geldstrafe, und die beiden Magdeburger stauf leue Warnstädl intb Schmitz-Schäfer je zwei Jahre Gefängms.

. an.

339,35

250,25 250,75

64,19

64,05

1116,351116,65

830,35

Börsenkurse.

Berlin

Abend- Schluß- Lchluß-

311,75

312,

309,

304,50

236,

242,

410,

406,-

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3.6.

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2. 6.

77,50

165,-

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Kurs

3.6l

77,50

835 130

830

47.30

22.24

29.90

4730

235

572.-

4.25

945

100 Fl

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2.6.

8,90

4,53

835

108,25

6,90

944,-

164,75 165,-

1469,-

120,65

335,35 248,-

63,82

529,65

1466,-

120,35

334,65

247,50

63,68

528,55

London . . e Italien . . . Brüssel . . . Budapest . . Neuyork. . . Agram. . . . Bukarest . .

14.72

93,10

26,78

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag Stockholm. Wien.... London . . Paris . . . Neuyork. .

London

Reuyork . . . .

Paris......

Schweiz

Spanien . . . . Wien (altes). .

Veutsch-Oesterr.

Prag Budapest. . . . Bulgarien . . .

Konstantinopel,

829,15

1438

92,90

26,72

315,- 275,- 706,- 525,- 42230

Fr. 125,10 Fl. 59,20 Ar. 88,80 Ar. 117,80 Kr 88,80 Ar. 117,88 Sh. 97,60 Fr. 125,40 $ 2330

537,45 538,55

1192,35 1134,65

844,15 844,85

1438 1432

93,15 9336

263» 2633

Züricher Devisenmarkt.

3.6.

835

4,55

8,67

108,75

6,80

944,50

7,86

18,75

1,56

Amsterdam- Rotterd. 2197,80 2202,00 Brüssel-Anttoerpen . 536,95 538,05 (Tbriftienla 976,50 978,50 Kopenhagen 1141,85 1143,65 Stockholm 1478,501461,60

Helsingsor, 125,10 126,40 Italien . 338,65

Wechsel aus:

Holland

Deutschland

Wien

4.6.

Franken 19630

8375 1.325 835

4735

22.25 2930

47.35

240

572.-

4.25

9.25

stur»

3.6. 77,50 75,70 72,90 69,60

181,- 309,75 253,25 224,75 183,25 164,50 164,75 143,36 451,- 300,- 307,75 45930 317,- 268,50 700,25 530,- 422,- 276,- 240,- 565, 187, 581,- 240,25

72,10 403,25

Frankfurt a. M., 4. Juni. Berliner DevisenmarN.

stur»

2.6.

77,SO 76,20 72,70 69,70 182,- 309,75 252,- 224,- 183,25 16430 164,12 143,75 450,- 299,- 307,25 452,25 299,75 25830 697,75 520,- 42336 293,50 235,50 566,- 179,75 679,- 230,-

7230 402,-

®db Brief

3. 3uni.

2192,802197,20

527,95 529,05

974,50 976,-

1133,861136,15

Marknotterunge«.

Für 100 deutsche Mark wurden Datum: 1.7.14.

Geld Brief Datum: 2. Juni.

handel.

Berlin, .^ Iunr. Börsenft ,m m ungs- bilb. Die schon gestern au der Börse vorderr- chende refie Grundchmmung prägte sich heute bei einer leichten Zunahm- der GentzLiistättalni in einigen Papieren deutlicher ans, ba ttrrfdncberuitrf) weitere Deckungen, aber auch MeinungskLufe er­folgten. Tie Aursbesserungen betrugen bei der Mehrzahl der Montan und Cutbuftnenfltm 58, ba Thalc , Oberschlesiiche Eisenbedars-, Tai ml er und Deutsche Waften-ALtten ungefähr 10 und bei Hoich-, Eoldsrlm^bt- und Kolv-Äti^-n 1520 Pivz. Auch tue zu ihn bett-Jturi'en gehandelten Industrie - werte lagen infolge der etwas regeren Kauflust des Pulftilumv unter Bevorzugung Tic Ma- chinenf<rf)rtfatlien waren überwcegend etwas fester. Baick- und Balutapapirre veränderten äyrm Kurs stand nur wenig Kanada und Baltimore waren letxxh etwas niedriger Am Rentenmartt waren heimische Renten etwas gebessert, bagegen waren ungarische und mexftanische etwas nie beiger Im Deoisenvcr^hr war das Geschäft bet wenig oer> änberten Ainnen stell Tie feste Grundstemmung bei Marktes trat im Starlaufe nt roritemi leichten

Datum: 5 *! Dtsch. Krieoranl. 4/ Dtsch. Reichoanl 3/» Dtsch. Reichsanl. 4/» Preutz. Äonfels Darmstädter Dank . Deutsche Dank . . . Disconlo-Gesellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Lreditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher ßlogb. Bocklbuhstahlmerk . D.-Lu^emb. Berg«. Velsenkirch. Berg«. . Äarpencr Bergbau . Oberschles. Lisenb.«B. Oberschles. Lisenind. . Phönir.Bergb.'Akt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Slektr.LL.G Lchuckert-Werke. . . Felten-Guilleaume. . Daimler Bud.» Eilen«.- Akt. . Adlerwerke 4'/. Hess. Staats«!. . Elektron Griesheim.

Tendenz. Oberbedarf 316 zogen ,7m freien Verkehr wurden Deut­sch« Petroleum 782790 gehandelt. Julius Sichel 600, Ph. Holzmann 298^, DianSfeldrr stuxe 467->. Mexikaner gegen den ermäßigten Stand der Mit- lagsbörse gut behauptet. Chemische Rlnmania <43 Zellstoft Aschaffenburg mit 506 rarionxnl, plus 26 Proz. Ter SckLutz bewahrte eine teste Tendenz

KurSbefserungen, besonders am Montamnarft. zu­tage. Mit morgen beamtet der für die Sommrr- monatc Funi. Iulc und August an bet Samstagen angeführte Börsenschluß

Frankfurt a M., 3. Fmn. Börsen- ft r m m u n g s b il d. Tf feste «Stint murg konnte sich weiter erhalten, um so mehr sich «ich ine Kaut­austräge des Privatpu blikurns etwas verrn ehrten. Bevorzugt waren Fndnfttteafttoi, tu denen sich lebhaftere Umsätze entwickelten. Zu den stärker begcchrlen Werten gehörten Zellstoft Afchastenburg, Ehernifchc Goldenberg Trtdtweberet Besigheim zogen ebenfalls an 543V?- illbeNelder Farben setzten ihre Befestigung fort, mit 45V'/? gewannen ste weitere 4» ? Pwz. Badische Anilin bei regerer Nachfrage 5 Proz. höher, desgleichen Elektron Griesheim feit Zfo Reaktion aut die vovautgte. gangene Steigerung gaben TLutsch-Uebersee Id Prozent nach. Bergmann stellten sich aut 311. Montaiialtien lagst zmar rubtger, bewahrten aber

Chemischer Untersuchunaraml für die Provinz Dberhesfen.

Aus dem Tätigkrit-'cherick! M Amtes hh 1920 entnehmen mir folgenbe. b<\mber# für die Landwirtschaft interessanten Em:elbeiteti'

Tem Milchverkedr wurde nrrher besondere Aufmerf'amkett g.^tenft. doch mußte die Kiortrolle mfofgr der m einteln.m Bezirken tuf getTttnr-n Maul^ und fllaumimdK vortitzergeb nd ausgesetzt werben Die \ot* der fest gestellt.» ' n f(bimgen war wieder ganz enorm hoch Bo ' 1367 Boll milch proben wurden beanstandet wea.m >lafTer» »ufatzes 123 Proben, megnt Frn."Nzuges 25.5 Pro ben, wegen Walserzusatzes bet <ikidiwitigem Xtt entzua 10 Proben und w> rm Zufotze'.^ vo- Natron eine Probe Die Wasterzusätz.' mären mitunter er heblidi hoch unb betrugen tn etr leinen 'v'.fien über 100 Prozent Tie beliebtest.- Fälschung -ar wieder d-r Fettentzug bup brr Zufatz reni Magermilch >11 r Bollmilch. Bon ben im Verstbr ertebenen Misch- proben mußten 36,2 Prozent wegen Verfälschung ober Minderwertigkeit bemtftanb.n werben Ofomm über dem Boriabre mit einer V >»nstand'mg»zisser vrm 37,2 Pnotent haberr sich die Verhältnisse im Milchverkestr faum gebessert Einr Besserung wird erst ein treten, wenn b.-r mieberfwlt anner gte Alts bau der Nabnmgsmittelkvntrolle speziell b r Milfo kontrolle, die in einzelnen «lrftsen nari imzuläugltch ist, dnrchgeführt ist. Ter dnrchsckntittlicktz- JVrtt.fbalt her in Perkedr gebrachten Milch betrug 3.13 Proz . der der Stallproben 3,48 Prozent Bon ten unter suctften Magermilchproben wurden mehren wegen starker W.ftseruteg N

FÄlen betrug der Dasserzusatz über 260 Prozent

Rach der Aufhebung bet Zwangsbetvirtschas hmg von Fleisch unb Durstwaren nahm btc Verfälschung der Wurstwaren wieder :rbrblid) zu Bor allem bildeten nicht dellartert.- und übermäßig hohe Zusätze ron Stärkemehl zur Durst die 11 r farfx zur Beanstandung Tic Verwendung von Pferdefleisch bei der Herflellung der Wnrst konnte in keinem Falle nachgennesen werden

Weitere Beanstandunm'n brtraren Butter mit zu hohem Wassergehalt.

Brunnen- und Quellwasser mußd-n verschiedentlich wegen starker Berunrein'guug durch organische Zerseyungsprvdukte und iauchehalftck' Zullülse beanstandet werden.

Müller schk Badeanstalt Wasserwärme der Lahn att 1 Juni 17 ifo-cu-* 1?

On einem Teil der Aullage wiederholt.)

Ter Kampf um die Aushebung der Eanktionen.

Pans, 3 Ium WTB.^ Ter dipl^matesche Derichterftatter der(Sbtgacj tiibune" teilt w t, datz die F^ri>'n,ng \u einer liebere in fünft zu ge­langen über das Tatuni bet Räumung von Düsseldorf und Du 1 sbur a-R unr 0 r t und über die Aufhebung der Zollgrcn-e aur dem rechten Rheinuser die wahre Urfodx da­für sei, daß England aut pforliqen Zusammen­tritt des Obersten Rate- bestehe Obwohl br an. gegebene Grund de- englisckien Mtnftderprasidentnt die oberschlesische Frage fei, begreife man in Frant- reich, daß die Sanktionen bestimmt aut'der Tages­ordnung ericheinen werden. Die amerikani­sche Regierung teile den Standpunkt der eng­lischen, italienischen unb iapanischcn Rcinrrong, daß die Erhebung enter 26prozenriitn AuSttchr- abgobe längH des Rheins dem deulchen Außen- handel schädlich sei. Tic Regierung Wirth habe bereit- mossiziell Borsiellungen bet jeber einzel­nen der alliierten Mächte erheben, um bte Räu- jnuria der genannten Städte und die Aull)ebung der Zollgrenze am Rhein zu erlangen Tod» feien die bayerische Weigerung zur Eiitwastttung unb die Vorgänge vor dem Reicbs«ien'cht4chv' zwit scharie Trümpfe für die frmrzöjifchv These rtnet Ver­längerung der Sanft tonen

Der deutsche Botschafter bei Briand.

Paris, 2. Juni »WTB. Mmftterprcill- bent Briand wirb heute abend den deutschen Botschafter Dr. Mayer empiangen. Vorher hotte er eine Besprechung mit General Wygand. Rückgang der Bevölkerung-zifser tn Frankreich.

Berlin, 3. Juni. Nach Blätterniel dün­gen auS Paris schütztPetit Parisien" nach dem Ergebnis der letzten Boltszählung die Bevölkeruttgsoermindernna in Frankreich trotz des ^utvachses durch Elsaß-Lathringen auf ly, Millionen._________________________

MlilWU

wichtig für pserdebefitzer!

Unter dieser Bezeichnung erscheinen letztzeilig In den Tage»»eilangen BerSstentlichunaen der Rheinischen Bierde- und BieboerslcherungS."5eiell- schait »u Köln a. itib-, mit welchen den Vanbrolrien bte Berstcherilna Ihrer Bierde mit einerWrnob* Urämie" von 3 Prozent angeboten wird Tiefe Grundvrämie stellt aber nicht die tnffat6lld)c Ge« famtleiftung der verstcherunge-nebmer dar, sondern ste ist lediglich eine ngch'chukvllichtige Vorprämie und wird tn dem Tarif der genannten Gesellschaft auch als solche bezeichnet.

Außerdem wird in der erwähnten Bekannt­machung die stotte Weiterentwicklung der Ge>'ell- schäft damit gekennzeichnet, daß ste in dem letzten verstchenmgSjabre eine Brämieneinnahme von 28 Millionen gebabt habe. An stch ist dieser Betrag richtig angegeben, eS ist aber verschwiegen, daß in dieser Geiamrorämie Mk. 2082 737.18 Nachschufo Prämien, ö b. 15 Prozent der Vorprämien der Btey» lebenSabteilung enthaften stnd. Hieraus ergibt stch unzweiielbait. wie es mit der sog.tornnburämie*1 auSstehr. c. b- daß diese wie auch in ben «vor jabren mit Nachichnß belastet ist. Tie Prämien- leistung eines Landwirtes ist demnach nicht, wie eS nach den Inseraten den Anschein erweckt, 3 Prozent, fonbern unter Einrechnung der Zuschlagsprämie für Unbrauchbarkeit und dec Nachichuhprämte über 4 Prozent. Es liegt sonach in der Reklame, welche von der Gesellschaft betrieben wird, eine ostenstcht liche Berschteterung der tatsächlichen Berhältniste. welche hterniir richiiggestellt werden soll. «6130jä

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