Ausgabe 
4.5.1921
 
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Mittwoch. 4- Mai 1921

lich geringer gerneien. Nach einer Zusammen» ftcflung sind im April 267 Svnhirfc eröffne! worden, gegen 308 im Mär-, 236 im Aebrnar und 192 un Januar. *

Kr. 103 Zweller Blatt

Gießener Anzeiger sGeiural-Anzelger für Gberheffen)

. imb nicht an-

nehmen will. (Beifall bei den Unabfr)

Abg Tremmel (ZentrI: Es ist Pflicht der Behörden, solange Arbeitsgelegenheit nicht ge­schafft werden kann, mit Unterstützungen einzu- greifen. Erste und wichtigste Pflicht der Behörden ist die Beschaffung von Arbeit. 3m großen und ganten kann man wohl mit dem Anträge einver­standen sein, im einzelnen aber werben Aenderun- gen Notwendig sein. Redner tritt für Ueberweifung <m den VvlkSwirtkcKgst ichen Ausschuß ein.

Abg. Hammer (T-N.): Mit einigen Punk ten der Anträge können wir ohne weiteres ein­verstanden sein. Die Frage der Kurzarbeit und des Schichtwechsels muh im Ausschuß genau ge­prüft merben.

Die Beratung wirb hierauf unterbrochen und es erhält daS Dort

Reich-Sminifter Dr. Simons, der dem Dause von ben Ereignissen in Qber- fchlesien Mitteilung macht. Er gibt einleitend ein Bild über die Tätigkeit der Insurgenten unv die angmd>tctrn Verwüstungen. so wie sie durch b«e Presse bereits b?fannt geworden sind. Der Minister iährt bann fort' Daneben Ententetruppen sind dort bisher energische Schritte, soweit wir orien­tiert sind, nicht unternommen morden, (Dort, hört!) Im allgemeinen stellt bas Gesamtbild eine plan­mäßige Aufruhrbewegung unterhalb der sogen. Korfanty-Gebietr bar. Tas Vorhandensein regu­lärer Truppen ist nicht festgestellt worden, wohl aber beutet alles auf eine große Unternehmung oort polnischer Seite hin. Tie deutsche Regierung ist sich des Ernstes der Lage vollkommen klar. Sie hat gestern sofort attc/rwrtffiden Mittel bei der intern! fierten Kommission erschöpf, um crt energisches Einschreiten gegen die unverantwort­lichen Treibereien herbei zu führen. Die deutsche Regierung hat ferner ben drei Mächten, denen die Ordnung in Oberfchlesien nach dem ^hebens- vertrag arwertraut ist, telegraphisch eine etngehenbe Darstellung der Laae zugehen lassen, und mit haben von ihnen verlangt, daß sofort Maßnabmen ergriffen werden, um den geschlichen Zustand in Oberschlesien wiederbcrzustrlten nab eine DÜber­holung der polnischen Angriffe binlanzuballen, Tie interalliierte Kommisiwn hat in einer Be­sprechung mit den deutschen Bevollmächtigten den großen Ernst vollkommen erkannt. Sie hat auch aner tarnt, daß auf Seiten der deutschen Bevölkerung keinerlei Anlaß zu irgendwelchen Gewalttaten Polen gegenüber gegeben wvrden ist (Hört, hört!), ein Leumundszeugnis, auf das wir uns berufen werden. Bor' wenigen S unden hat bu' mteraLt- terte KommissHm mitgeriit. daß sie feit entid*L<» sen ist, die Ruhe und C.b -ung ausrechtzuerbaIt.m. xJlad) Nachrichten, die uns vorliegen, har am Vor­mittag in Kation? tz ent Zu ammenstvh iattge ur- den zw^clen p.l ischen In nigen ei irr.b franzö­sischen Bcsahungstruvren, wo.et die Polen ver­sprengt wurden. Tie Polen st. eckten 300 Ge­wehre. Die Franzosen säubern die Stadt. Zur Zeit ist in Kmllwitz alles ruhtz. Auch in Seufrn

ftr die Ruhe wiederhergestellt. Es taut fern Zwei­ter barst der bestelle.'., daß, na bm es der ur.er» alliierten Kommission iedauer i c: Wei e t?oH bei jfTentunb get te.ro i .ische.t Agitation SL>mn.t):- nicht gelungen, biqe Taten zu verhritdern, ec- ihr und ihren Truppen nicht schwer saleu kann, der polnitaen Bauden und In'urgen.e, .verr zu metben. Cs ist ihre Pflicht und ^xfrj bf ft. d e Sicherheit des ihr anre. trauten Landes zu gc- wahrleisten und für öiulje und C b ung zu sor­gen. Tie Gefahr eines erneuten '.'lusswudeZ rt Oberschlesien ist ungeheuer u b ijre Folget unab- ehbar. Tu beutfdx Be^lkeruug Ooerfchlefreus muß icbc Verantwortung ab eh .en. Dtc Ve.aur- iDortimg trifft die polurfchen Hetzer. Ich vertraue, bal» cs noch einmal ge ingen wird, tm o crschlc- ischen Abstimmungsgebiet Ruhe und Ordnung wicderherzuslll en, damit rri±t Gewalt u b Terror entubeiben, soitdern fRe.ljt u b Gerecht.gt.it. S e roifien ja, Gerechligleit können mir nur bau1 rntben, daß 'Obetschtefteu auf Gru b des Absttm- mnugserge mis'es bei Deutsch'a b b eibt

Vizepräsident Tuetrich empstch.l dem Laufe, eine Besprechung heute nid)t vorzunehmen mit Rücksicht auf ben Umstand, baß der Tatoesland noch nicht vollständig Lar liegt.

Abg. Crispien (ll.) stellt d?n Antrag, so­fort in eine Besprechung ei'izullelln. yrnomehr. als diese Frage nicht zu trennen fei von der B - preduing der allgemeinen poli ischen Lage, mit der te aufs innigste Zusammenhänge.

Reichskanzler Fehrenbach: Denn ich recht verstanden habe, irnrb c ne nocknwalige Eröllerung gewünsc^ über daS bevorstehende Ultimatum und wegen Obersöhlesien. Was bte erstere Frage an« »so hat das Kabinett zu ben Ereignissen in n eine definitive Stellung niclst nehmen lönnen aus dem Grunde, weil genant Mitteilungen noch nicht etngetroffen sind. Die Regierung wird, sobald nach ihrer Auffassung irgend eine fruckttba e Tätigfeit entfaltet roe.ben tarn, mit bat Partei- ührern und dem Präsidium dos hohen Hauses ich in Verbindung setzen. Was die Frage Ober- Messens anlangt, so bin ich der Auffassung, daß eine jetzige Besprechung der Wiederherstellung der Ruhe und JDronung in OberschLesien nur hinder­lich wäre.

?lbg. Schultz-Domberg D.-Nll.) halt es für notwendig, baß über Oberschlesien Ä1 arbeit geschaffen wird: einen Antrag wolle er aber nicht stellen.

Abg. Bartz (K.) tritt für sofortige Be­sprechung ein.

Abg. Tr. Str eseinann (D. Vpt.) erklärt, im auswärtigen Ausschuß werde man morgen er­fahren, welche Stellung die Regierung hinsichtlich der ameritarifdjen Note und der Situation in ObersÄesien einnebme. Der Redner ist gegen eine sofortige Besprechung.

Abg. 'M ü ll e r - Franken (S.) ist ebenfalls

Dctttfcber vetchstag

Berlin, 3 Man

Aus der Tagesordnung liehen zunächst (lerne Anfragen

Auf eine Anträge der deutsch-natronalcn Frak­tion wegen Beröiienllichwig des Werkes über scirdliche Kriegsgreuel wrch reaterungssrikig er- wrtert, daß eine Reihe von Weißbüchern u b.Xenf- chr.ilen 1-er ausgegeben werde, z. B. über die Be­handlung beuttd^er Krteasgeiangener in Englaid nnb Frmckrcich. Jur ytiitrilung an bte 9« bc und zur Veröffmklichung seien die zwei'ello'eu Fälle von Reckt ve.letzungen in einer Liste zu­sammen gestellt wo ben. Ter erste Test der Ltstr liegt gcöriuft vor, dec sroeUc Heil fa.tr Arbeir Außerdem werde ernt weitere Beröirenllichung vor­bereitet t-' b r hie schwersten Fälle oeretr.tjt wür­den. Sobald diese Arbeit beendet fei, solle fte ben Reg.ciunge.l der Machte mitgeteilt roe.b-m

Rach Erledigung einer Reibe w.iterer Er­fragen teilt P Ars ident Löbe den Wortlaut der heute e i n g eg a n g en en Note der Bereinigten Staaten mit.

Abg. Ledebour (USP.) beantragt ßfforttge Besprechung.

Präsident Löbe erklärt. der Vertreter deS Reichskanzlers habe ihm sehr bestimmt mitgetctlt, bah die Regierung in befem Augenblik nicht in der Lage sei, eine Erklärung zu der Note abyu- aeben ober in eine Besprechung ein zulle dm. Der Reicdsmrnister de? Auswärtigen ha'e dagegen den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses gebeten, morgen eine Sitzung abzuhalten.

Ter Antrag Ledebour auifofjrt.ge Bespre­chung wild nach kurzer Tebatte gegen die Sttm- men der l Ina gängigen und Jbommuuirten abge- lehnt. Es folgt rrmrmehr be 'Beratung der An­träge D!üller-Franken (Soz.) irnb Aberlwd (Uj üter die Belnbmig der Arbeitslosigkeit. In Ver- bchdung damit ror.b beraten der Bericht des Aus­schusses für Volkswirtschaft wb ein Antrag liebe fnrur u. Gen. (U.), sowie AbändTrungsanträge Er­kelenz u. (tzen. (Tem.) bell. Ergänzung unb Ab­änderung der Deroid.lung über die Enverbslosen- fürsorge

Präs Lent Löbe bittet, angesichts der Lage bi< Reden recht knapp zu halten.

Abg. Kahm an n (Soz.) begründe den An­trag Müller-Frankrn. Biele Betriebe sind nur aus üwiialiftiftbem Interesse stillaelegi worden. In Deutschland ioerben auch noch ausländische Ar­beiter beschäftigt, weil sie besser ausgebeutet wer­den können. Anstatt der vielen Kirchen sollte man lieber Wohnhäuser bauen Ist die Wohnungsfrage auf dem Öanoe gelöst, bann ist die Arbeiterfrau Überhaupt gelöst. Um Ärb i sgeleaenbeit zu schassen, muß in den Vollbetrieben die Arbeitszeit gekürzt werden. Dabei muß ben Arbeitern der erlitten^ Verlust zu Zweidritteln ersetzt werden. Die Unter­stützungssätze der Erwerbsloien'ürfvrge müssen um mindestens 50 Prozent erhöht werden. Für die Verteilung brr Lasten muß ein neuer Verteilung?- maßstab gefunden werden, und zwar am besten nach der Einwohnerzahl. Für bte Aufbringung der Mittel, die aut Durchführung unserer An­träge notwendig sind, denken wir in erster Linie an eine Erhöhung der KörperschaflSstcuer. Das llcberfhi nb mwesen muß entschteoen bekämpft werden.

Abg. Brühl (Unabh.'i: Unsere Anträge sind nicht aus agitatorischen Rücksichten gestellt, son­dern in der ehrlichen Absicht, den Arbeitslosen zu helfen. Erste und beste Dllfe für die Arbeits­losen ist die Beschaffung von Arbeitsgelegenheit. Die Erhaltung der Arbeitskraft des Volkes ist bas

eigenste Interrffe der Allgemeinheit und des Staa­tes. Die Reichsregierung muß llipp und klar er­

klären, waS sie annchmen tarn >r '

gegen eine sofortige Debatte, während

Abg. Crtspien (USP.) eine sofortige Be­sprechung wünscht. Ter Answärllge A isschuß könne feiner Partei nicht genügen. Zu der obcrsck)lesisck>en Frage meinte er, daß eine Aussprache aui bte Beruhigung der Gemüter ü-ineSW.-gs störend wirken Kirnte, sondern viekmehr durchaus günstig, umso­mehr, da durchmiS zuverlässiges Material darüber vorliege, daß auch deutsck-e Regierungsbeamte be­teiligt seien an hakallstischen Putsckwnternehmun- gen. «'Große llnruhe rechts und'Pfuirufe.)

Abg. Beyer (K.) behauptet, daß die deutsche Regierung mit die Schuld an ben Vorkommnissen trage.

Reickrskanzler Fehrenba ch erhebt hiergegen unter lebhaftem Beifall des tzaufes ben aller- ernstesten Widerspruch. Er »veise es mit aller Energie zurück, daß von irgendwelchen Regie- rungsbeamten irgendwelche Putschversuche gemacht ivorden se.cn.

Minister Tr. Simons erklöll aus eine Anftage des Abg. S ch u l tz - Bromb?rg, er halte es nicht für richtig, in demselben Augenblick, wo bte Telegramme der Regierung in ben Hauptstädten der Alliierten übergeben werden, obwohl noch nicht feststehe, was die Alliierten tun werden, jetzt schon eine weitere P.ogmmmerklärung abzugeben

Ein Antrag Crispien, sofort in eine Be­sprechung der Regierungserklärung einzutrrten und damit die Aussprache über sonstiae außenpolitische Dinge zu verbinden, wird gegen die Stimmen der Unabhängigen und Kommunisten abgelehnt. Ein Anllag ck u l p - Droniberg, in eine Besprechung über Oberfchlesien einzutreten, wird gegen die Stimmen der Teutschnationalen, Unabhängigen vi i vemmuniiten m. er tzeitei'cit des Hauses ebenfalls abgelcbnt

Nächste Sitzung Mfttwock 2 Uhr nut der Tagesordnung: Kleinere Vorlagen, Mietstcuer- gesetz, Steuerangelegenheit Erzberger und Novelle zu dem Gesetz über die Kriegsverbrecher

Schluß 5»/< Uhr. ttuS dem Amtsverkündiguugtzblatt.

* DaS AmtSverkündi'gungsblatt Nr. 64 tunt 3. Mai enthält: Höchcksätze für Er- werkSlose^un erfLützuna. Be.vrbiung ü er ben Artikel 229 des Po. i^i straf Gesetzbuchs Die Aus­übung der Leichenschau im Kreis Gießen. Ttenst- n«hr:chten. sZrld ereiuigungen London ui b Rötthges. Tas 2lusstrl e^i bet Kehrichtgei ätze.

Tie Geltung ber letzigen Höchstsätze für Erwerbslo^enunterstützung ist bis 30. Juni verlängert worden.

In Ober-Rosbach (Kreis Fnedberg ist die Maul- und Klauenseuche sestgestellt wo ben. Tie Gemarkung Olec-Rosbach wurde zum achtungsgebiel erllärt.

o« Fekdb ereinigung Röthges. Ion 30. April bis einsch. 13 .Mar 1t-gen am br Bürgermeisterei Rochge- bic Arbeiten des ®c- mardmgsgrenzausgleichs mit Noneienrotv unb Ruppertsburg zur Einsicht oi'cn. (Stnroenbungen hiergegen fcb nmbre.ib bet Onenlegtrng bei der Bürgenneiuevei Stöthges ickwifllich eintzureüüen.

Handel.

Berlin, 3. Mai. B ö r s e n ft i m - mnngsbild Bei müxrrminberter Zurück- halllmg ui» Geschäftsstille setzte der Ver­kehr an der Börse bei unregefrnäßiger Kurs- bildung doch in leidlich fester Haltung ein, mobei sich aber bic Kurse nur' selten über 5 Proz. nach oben imb unten verändertem. Stärker rückgängig untren lediglich Gold­schmidt und Gebrüder Böhler, sowie Otavi- aftien, welch letztere ihre Einbuße wieder ziemlich ausgtichen. Die GeschLftssnile wurde fpater von einer kräftigen Aufwärtsbe­wegung in Harpen em unterbrochen, Die auf

angeblich rheinische und fran^üsisch« Käufe 15 Proz. stiegen Auch Rheinische Braun­kohlen waren 28 Proz. ljöher, wie überhaupt Braunkohlenattien fest lagen. Der später bc» kannt werdende Einfall ber Polen im ober- schlesischen Jndustrierevier änderte an der ziemlich festen und Widerstands fähigen Hal» tung ber Börse kaum etwas Oberschlesifcbc Papiere behaupteten ihre anfänglichen KurS» gewinne. Niedriger waren nur Oberbebars­aktien, bte aber schon anfangs niedriger ein» setzten. Bon Rentenwerten holten Mcrikaner ihre gestrigen Verluste ziemlich wieocr ein. Ungarn lagen nach ber Steigerung der letzten Tage etwaS schwächer. Devisenpreise waren still und zumeist niedriger. Budapest und Wien behaupteten ihre vormittags erzielten Kurse nicht gan-.

Frankfurt a. M., 3. Mai. Börsen- sti m m u n g sb ilb. Die Verworrenheit und Undurchsichtigkeit ber politischen Lage würbe heute noch gesteigert durch die Gerüchte einer bevorstehenden ReaierungskrisiS im Reich. Auf die Stimmung der Börse druckt aber mehr die anhaltende Geschäftsstille, die die Börsen kreise zur Untätigkeit verurteilt. An der Abendbörse ist es nur zu mäßigen Umsätzen gekommen. Im freien Verkehr schwächten sich Julius Sidei unter Angebot ab, 580, Deutsche Petroleum, 735, Benz-Motoren 186,187, PH. Holzmann fanden zu 265 Aufnahme. Ungar. Goldrente 49, Ocsterreichischc Staatsbahn schwächten sich ab. Mexikaner waren etwas fester. Harpener, welche gesucht waren, stellten sich 4 Proz. höher. Don chemisck)en Werten wa­ren Bad. Anllin, Farbwerke Höchst schwacher. Adlerwerke Kleper gaben um weitere 2 Proz. nach. Am Kassamarkt hielt sich die Geschäfts­tätigkeit in mäßigen Grenzen, eicnener Eisenk. inotierten 600, Lothringer Zementwerk mit 500 25 Proz. gesteigert. Hirsch Kupfer 328.50. Elberfelder Warben 438. Zu höheren Kursen waren Schleußner Frankfurt gesucht, 239.90 plus 5 Prozent. Tic Abendbörfe schloß ruhig bei behaupteter Tendenz. Spinnerei Ett­lingen 355 plus 5 Prozent.

Frankfurt a. M., 4. Mat.

9035

90735

Dulvarien . . .

Konstantinopel

Klirs Kurs

244,50

176,

176,

146,50

295,

270.

218,

227,

399,

Marknotierungen.

2.5.

6,70

Züricher Devisenmarkt.

L.

Die

9a.

Är. Är

430,

284,

100 Fl.

100 Mk.

17,35

89,65

31 »46

320,

456,

136,85

317,15

259,20

65,30

516,95

7,54

19,36

1,54

100 100 100

1 100 100 100 100 100

2.5

77,50

501,50 410-

117,30

88,8)

117,88

437,

292,

S

Är.

89,40

31,41

3.5.

8,70

435

8,55

Ar.

Ar. Fr-

17,39

89,75

3134

4,37

8,55

110,75

660 985,-

731

"iS

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag . . . . Stockholm. Wien.... London . . Paris . . . Neuyork. .

Kurs

2.5.

77,50 6830

71,10 68,40

180,- 293,- 243.-

210,50 188,- 176,-

914,05 915,95

1835 18,*89

137,15

317,85

269,80

65,44

518,05

136,15

312,35

258,92

65,19

503,05

3. 5.

77,50

Franken

199.60

8.60

1.G0

735

44.70

2231

2730

44-75

2-70

566.50

4 075

9.25

Fr. 125,10

Fl. 59,20

Ar. 88,83

89,20

31,33

Wechsel auf:

Holland

Deutschland

Wien........

Prag........

Paris......

London .....

Italien .......

Drüffel.......

Budapest .....

Neuyork.......

Agram........

Bukarest

3. 5. Schweizer -- 19930 = 830

- 130

= 730

- 44.45

- 2252 - 2730 - 44.45 -- 230

= 567.- - 4.05

= 9.30

143,75 430,25 298,50 318,75

440,- 29130 274,- 638,-

613,- 425,-

28230 239,75 530,- 190,-

647,-

226,- 74,-

398,25

Börsenkurse.

Frankfull Berlin

Abend- Schluß' Schluß- Schluß-

Amsterdam. Notterd. 2282,70 2287,30 2295,20 2299,80 Brüssel-Antwerpen . 501,95 503,05 514,45 515,55 Cbriftianta 106',45 1013,55 1014,95 1017,05

Kopenhagen 1178,301181,20 1186,30 1148,70

Stockholm . . . . . 1529,45 1532,55 1535,95 1539,05

Helsingsors. .... 13535 "

jtalien........316,65

London........ 258,32

Neuyork..... . 65,05

Pari» 501,95

Schweiz 1144,«51147,15 1152,801155,20

Spanien .... Wien (altes). . Deutsch-Oefterr. Prag Budapest....

Tatum: 5e e Dtsch kriegsanl. 4°/e Disch. Reichsanl. 3*/, Dtsch. Reichsanl. 4U c Preuß konsols Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Disconlo-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Treditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Boch Gutzstahlwerk . D.-Luremb. Dergw.. Gelsenknch. Dergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Tisenb.-B. Obcrschles. Tisenind. . Phönir-Bergb -2lkt.. Lad. Anilin, u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr.A.L.G Schuckert-Werke. . . Felien-Guilleanme. . Daimler Bud.- lkisenw.» Akt. . Adlerwerke 4^ 4 Hess.Staatsanl. . Elektron Griesheim.

fvd. Frankfurt tr M., 3. Mai.

Anzahl ber neu eröffneten Konkurse ist, nach ber starken Steigerung während des vorher- gegangenen MonatS, im April nicht erheb-

Kurs 3.5.

77,50 69,-

64,80 68,40

180,- 292,- 24530 210,50 188,- 176,-

158,75 143,84 439,-

294,75 318, -

456,25 286,12 268,12 633,50 499,75 414,-

282,75 23830 829,

190,25 644,50 223,50

75,- 400,-

Sh. 97,8) Fr. 125,40 I 2330

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Brief Datum: 2. Mat. 3. Mai.

WO L.

Konkurse im April.

Für 100 deuftche Mark wurden gezahlt tatum: L7.it

4

vi*ai Sie, wie der Onrael Ihrer Wegen heißt Achte» Sie darauf! Wahren Sie ihren Vorteil, and fihrer. Sie da Reifen des bllH^ea

Kilometerpreiaw

(önrinenial

^Vollreifen

tIn einem Teil der Auffage nrieberbolt)

Eine ablehnende Antwort der amerttanijchen Negierung.

Washington. 3. Mai. (WTB.) Haras HugdeS überm.ttrltr am Montag Dr. Sunons eine Noll, in ber er t> i c b t u tf <hen Vor­schläge a ls Basis für eine Tiskus 11on über die Reparationen als unan­nehmbar beceid^tet. Hu ile'> emvfiehlI Teiitidxlaub, den Alliierten biTt rt neue Vorschläge zu unterbiet ten inb m etwr- dvlk den Wunsch einer schnellen Lösung bt^lrr icbenswichllgen Frage

Berlin, 3. Mai. (DTB - Wie das Wolsi- Bureau von -uständiger Sielle erfährt, ist htr amerikanische Notehiernvchnl'cht etn* getroffen.

(Eint neue deutsche Note an America.

London. 3. Mai. 'WTD > TtrTuntl* meldet <tu8 Neuyork vom 2. Mai: Eine neue deutsche Note i st heute morgen tu Washingtonein^e troffen u- d nm.de vnn Staatssekretär Hughes nach dem We frn Hause aenommen, um birüber mit dem Präs tzenlln z« lernten, lieber d e Einzellieiten ber Noll tst nocst nichts näheres belamit. ES wird aber vermutet, datz sie eine Annäherung an die För­ster un gen der Alliierten barftelleti

Ein ertveiterteS dentsches Angebot

Berlin. 3. Mai. Die derLokalanzeiger" hört, soll von deutscher Seite am Samstag eilte erweiterte Auslegung der deutschen Vorschläge nach Washington abgc,langen sein die sich auf die Höhe ber anärbotenen Summe, bi. Annuitäten unb bic Art der Diskont erung beziehen

Frankreichs Porbereitunaen.

Berlin. 3. Mai Wie ber ..Lokalanzei-er" meldet, wurden in Düsseldorf für bte Truppen, bi- ins Ruhr gebiet marWcrcn sollen. Wegweiser an gebracht. Mein als hindert Wohnungen wursten für bic aus bem Durchmarsch befmdlichen franko sischen Offiziere mit Bcschlag belegt- Firner erhielt die Stabt Düsseldorf ben Befehl, für die französi schert BesatzungSmannschaftcn sofort ben Bau einer neuen Kaserne in Angriff zu nehmen.

polnischer Ausstand in Gberschlesten.

Beuthen, 3. Mai. (WTB.) Heute früh rückten bewaffnete Insur­genten ein, besetzten die öffentlichen Plätze und h cltcn die Passanten au. Französische Sol baten durchziehen die Stabt. Tanks besetzten die Straßenkreuzungen. Aus dem Lomnitz^)o- tel weht die blau^veiß-rote Fahne.

K a t t v w i tz, 3. Mai. (WTB > Insurgent« haben nach lebhaftem fteurr bic WstimmungSpoli- zei-Baracke in Wilstbad besetzt uiü> die Beamtm gefangen genommen. Ein Zug Insurgenten drang tn das Polizeipräsidium ein, das eine halbe Dtunste später von einer französischen Abteilung wieder befreit wurde. Die Restallion deS ..DolkswillenS" ist durch Handgranaten zerstört. Unter ben Putscht sten befinben sich H al ler- Solda le n. Aus ben imrliegenben Orten find die blaue Polizei unb die deutickten Bocvnten geflüchtet. Mit Pleß u.RvbnA besteht seit gestern abend keine Ver­bindung m e p r. Unbekümmert um die bereit- gestellten Tanks eröffneten um 8 Uhr die Insurgen- ten eine schwere Schießerei in der gan­zen Stadt, die trotz Verhänmmg steS Be lagerungszustandeS anbaurrt. Ter Eistnbahn- unb Straßenbahn verkehr ist eingestellt. Bei Ober- glogau sind zwei Brücken mengt. Aanbr« zin ist in den Händen der Insirrgenten.

Bor.schweren Tagen in Oberschleslen.

Berlin. 3. Mai. Ter .Donoärls" befürd)« tet angesichts der erneut ein setzenden verhenetchen polnischen Propaganda in Oberschlesien, daß ber deutschen Bevölverung schwere Tage be- Dorftchen. Am schlimmsten seien die Zustände in sten Kreisen Benthen. Katlliw tz. Rybnik und Pleß, wo bisher insgesamt 200 TetUsche ermordet worden seien Die Do'en organisierten dort offen ogenannte» obersck'lesisches FrelllorpS und bauten die alten Organisationen aus unb zwar geschehe bas alles unter ben Augen der intetaUi.ertm Kom­mission unb ihrer Zahlreichen Organe, bte nicht scheu imb hören wollten.

Streng-H Urteil deS SonvergerichtS.

Berlin, 3. Mai Den Blättern zufolge Xxr* urteilte daS außerordentliche Gericht in Dortmund den Rangierer Sari Spann unb seinen früher, bte während ber diesjährigen kommuntsli'chen Un­ruhen in Dortmund zwei Poli z ei des m tr erschossen batten, zu 15 bzw 11 Jahren ZnchtyauS

Ein BootSunglück auf der Elbe.

B e r 1 i n, 3 Mai Nach einer Blättermeldtme Ten terte in bet Nähe von Maa de bürg auf der Elbe ein mit acht Personen besetztes Scgdbrot Sechs Personen tonnten «rettet werden, zwei junge Leute ertranken.

So gul wie Cartoen^-Pnßumidk