Ausgabe 
4.2.1921
 
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an der hiesigen Frauenklinik ftottionb, unterzogen

13000000

4700000 2'00000

8300000

jurrt fiel dann das be-

reit als Warnung für

meinen von

Zahlen:

(B#lomt* vcruft

6300000

5800000 185 000 8340000 2 80000 37*000 2750 0 510000

1650000

flerTu» btinf) bor'nfrr h"*» tMeae-

2700000 2000000

Summe 20250000 15130000 9829000 35380000

In allen zehn Staaten zusammen stieg der ftrauenübnirfnift von ethxi 5,2 Millionen auf rund 15 Millionen, er hat sich also bei­nahe verdreifacht Interessant ist noch, daß in Deutschland 35 Prozent, in Oesterreich 35 Prozent, in Großbritannien Prozent, in Frankreich 36 und in Italien 29 Prozent der männlichen Bevölkerung mobilisiert wur­den. Von den kleineren Staaten mobilisierte Dellien 20, Bulgarien 23, Rumänien 19 und Serbien 31 Prozent seiner männlichen Be­völkerung.

2Nrnoo iooooco 1840000 880 00 20°000 120000 380000

1330000

1 *.00000 800000

1400000

600C0Q 1'5000

H5000 15000 690000

(Europas Mrnschenoerlufte durch den Krieg.

DieStudienqesellsfliost für soziale Fol­gen des Krieges" in Kopenhagen gibt in einem ausführlichen Bericht einen Ueberdlick über den Gesamtverlust an Menschen, den die kriegführenden europäischen Staaten er* litten haben Das amtliche Material ist auch heute noch nicht vollständig, denn manckre Re­gierungen scheuen offenbar immer noch davor zurück, die Völker über die ganze furchtbare Größe der Verluste aufzuklären Ter Zu­sammenbruch großer Nationalitätenstaaten nric Rußland und Oesterreich-Ungarn machen Überdies eine amtliche Statistik beinahe un­möglich Der Stirdiengesellschaft ist es aber doch gelungen, über die meisten der Groß­staaten so viel Material zusammenzubringen, daß sich die ^auvtentmicklungslinien der De- vötterun" mährend der Kriegsjahre verfolgen lassen Lückenhafter ist selbstverständlich be­sonders das Material aus Rußland sowie das auS den kleineren Ländern. Für diese Staaten mußte häufig zu Schätzungen gegriffen nrr- ben Die Menschenverluste sind bis Mitte 1919 berechnet 73b'eschlrs'en nmrde die Arbeit der Studiengesellschaft Ende Oktober 1919.

Oktvrwu. Trrfuff

36°0O00

380^000

850000 1500000 1400000

175000

155000

150000

320000

Deutschland . Oeffm-.-Unq. Grobdritinien Frankreich. . 3tnlien.... Belgien . . . Duloarien . . Rumänien . . Serbien . . Enrop. Rnß° land m.Dolen

Die Hauptergebnisse der Untersuchungen 1914 biS Mitte 1919 folgende

* Kurze Nachrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. Ihre silberne Hochzeit feiern morgen in Wieseck Friedrich Müller und Frau geb. Becker. Der Alt oe ter an von 1870/71 Johann Georg Müller, langjähriger Vorsitzender deS üriegcrvereinö, ist in Lützel­linden im Alter von 75 Jahren gestorben. Schweren Unterschlagung»!, roiU man an der Post zuLich aus die Spur gekommen sein. Ein Beamter «oll nach und nach ein ganzes Lager im Werte von 50 000 Mk. veruntreut haben. Auf Anregung des Arbeitervereins sprachen in Steinbach die Herren Günderoth und Diener vom Gießener Konsumverein über GenostenschaitSwefen. Der Ar-

Hof über 50 Pfund B t er befdüagnahmt lieber 70 Pfmd Butter beschlagnahmte die Polini an den Bahnhöfen in Marburg. Der Licktmeß- marfl mar in Marburg trotz RegenwetterS «umal von der Landigrad stak besucht. Ein schwe­re» Unglück ereignete sich cetern f üh »wichen Gelnhausen imb Hanau. Der au« der Richtung

beiterverein beabsich igt für S kein dach-Albach eine Verkaufsstelle zu eröffnen und diese mit dem schon bestehenden landwirtschaftlichen Konsumver.in zu verschmelzen. Die Versammlung kam zu keinem Beschluß, eine Generalversammlung soll in Kürze stattfinden. In Albach feierte am Sonntag derSängerkranz" da- erste Wintervergnügen seit 1912; die Leitung hatte Dirigent Dorn aus Steinbach. In Climbach wurde ein Land­wirt beim Holzfällen vom Ast eine« um fallenden BaumeS getroffen und ihm der Arm entzwei ge­schlagen. Ter langjährige Bürg-rmeist-r f iert am nächsten Montag leinen 73. Geburtstag Er ist mit

0 M a rburg, 2. Febr. Wie in einer gestern abend abgchaltenen Stadtverordneten^ sitzung gelegentlich der Fests^ellimg te3 außcr- otdentlichen Votanfckrages rür 1920 mitgeteilt wurde, betedrtet man ten feiten« fer Stndt zu leistenden Zuschuß beim Verkauf her Lebens­mittel durch die Stadt auf ll/t Millionen Mark. Die vielfach erhobenen Vvrwü-re wurden tahin richtig gestellt, daß wegen des MairgelS an Kar­toffeln fick'- die Stadt mit groüen Mengen Reis, Hülsenfrücksten, Speck und Schnalz eindeckte und heute ein großer Teil dieser Nahrungsmittel nicht abgesetzt ist. Der Voranschlag wurde scblv?ßlich auf 8 Mill. Mk. festgesetzt, die durch Anleihe aufzu- bringen sind. Ferner stimmbe man erneut Kredit­antrag der »Hessischen Herma t", die h nter dem Bahnhof eine au« 16 Häusern bestehende S®- delrmg für die hier wohnenden Elsaß-Lothringer anlegen will, Ku. Die Zahl der gefudjeen Woh- mmgcn wurde auf 8001000 angegeben.

sich sechs Schülerinnen, die an dem drei Monate Dauernden Ausbildungslehraang teilgenommen hat­ten. Sämtliche Schülcrinnen haben die Prüiung be standen. Während bi'her zur Prüfung der Nach­weis erfolgreicher Teilnahme an einem b r e i - rnonatllchen Lehrkursus erforderlich war, ist nun zufolge ministerieller Verfügung der AuLbil- vungslehrgang aus fünf Monate verlängett wor­den. Ein solcher Hal am 1. Februar wieder be­gonnen; es haben sich 10 Schülerinnen gemeldet.

** In der geicrigen Mieterversamm­lung besprach Syndikus G r o ß das neue Rcuhs« mietgrietz, das die Miele ein teile in Grundmirie, d. h. Verzinsung des Kapitols, in Betriebstostm, d. h. lausende Erhaltungzlo'cn und i t Reparatur beitrag für die tatsächlich in der Wohnung des Mieter- ausgeführten Reparaturen. Damit werde auegcbaidi, oaß der Hcuisbesitz kein Beruf, somern nur eine stapitalsanloge sei: daß ferner der Haus­besitzer nidit mehr, wie früher, auch allgem ine Reparaturen oder gar zum größten Tetl seine eigenen vom Mieter ttagen lassen dürfe. In dem neuen Entwurf seien aufjerben bi? Forderungen aufgenommen, daß Irin Grund und Bo-en nuhr verkauft meiben düife. damit dem Sd>ieberwescn und Handel mit dem Aus and rin Rio^el vor e- fdoben werde, ferner daß ©trafen aui d?m Ver­langen jmb dem Zablen von ungesetzlich holen Mieten neben, ähnlich une %. B in Dänemark. Des weiteren verlange der Entwurf Mieter- r ä t e, die die Reparaturen gemcinjam mit dem Vermieter beraten usw. Bei der Festlegung dieses Entwurfes hätten sich zwar die HauS- und Grund­besitzer sehr wenig ameigt erwiesen, aber die Re­gierung habe dem Drängen der großen Masse der Mieter nachgegeben. Sle ^abe die Einsicht, daß die Mieterschutzbewvgung eine Macht werde, mit deren Hilfe eine durchg eifmde Wohnungs- und Bodenreform nach § 155 der Rrichsv^rsasmng meg- lick fei. Der Redner sprach sich dann gge i die drohende Miet steuer als einen unsozialen Sckritt zur Förderung der Neubauten aus und betonte dagegen die ebenfalls in § 155 erwähnte Grundrente, die für Preußen allein bei einer Besteuerung von 10 Pf. wo Quadratmeter unte baute- Land 2500 Millionen Mark einbringe. Er tadelte cS, daß Man den Riefengewinn beim Ver­kauf von Boden an die Ausländer nicht ein­fach als unverdienter Verdienst von Schiebern be-

Äruwi auf hrr 5ranffurter Messe.

. L- Frankfurt a. M., 3. Febr. Wie wir ertahren, irr b bie Firma Friedrich Kruvv AG. tn Essenern Verbindung mit dem Frankfurter Meß- amt tn nunkfurt n. M rin großes modernes Öte- iHÄ- i/nd Me A7bäude errichten DaS Haus soll in unmittelbare. Nafe des Houptbahnboß-s an der 3ugaiigsftrahc zur Mrife Platz finden und auch anderen g öfeeren inbufrriel'en Werken Aus- stellungsräumlchkeiten bieten. De Firma Krupp wird bann eine ständige Zweigniederlassung rin- richten.

Ausschreitungen von Hol-chinern.

fd. Steinfischbach t T., 3. Febr Erne größere Anzahl von Holzhauern aus Würges, bre die Arbeit eingcft.Üt hatte, »og am Mittwoch ragt* »chloßenem Zuge in das hzesige Dorf ein, fneible Aimädxft gründlich und verübte bann im Tone eine Menge Ausschreitungen schlimmster Art. Tie Leute zcrsclüugen m versä^edenen Bürgerwohnungen die Möbel und Fenster, wer sich chnen wi)ersetzte, ivartte rufe gridwijcii ober ju- hmmengritodicn Auch der B.irge.meisier wurde von der Rotte miNa-'felt. Ein Bürger erlitt durch Stiche leben sg fährlicke Verletzungen, schließlich cottrtm >i.p die Torfbewvhner zuram- men und sagten bic Bande zum Orte hinaus. Mehrere der Holz'auer trugen bet den tkämpsen ickvvcre Verletzungen davon, daß sie fern (Limbeiger Krankenhame zug.führt wetten mußten.

Mchl Schieber.

fd. Haiaer (Dillkr.), 3. Febr. Durch die Reichsgetreideilelle wurde hier ein Waggon: We izen boll mehl beschlagnahmt, das lür Ludwig Weiß in Densbach bestimmt war Weizen- bollmehl ist Weizenklrie, das zur Brotstreckung bis zu 10 Prozent verwandt werden darf. Im Handel beträgt der Preis 95100 Mk. der Zentner. Weiß hatte es Verbrauchern für 250Mk. angeboten als Weizenmehl, wobei er also da es 150 Zentner waren rund 300 000 Mk. ver­dient hätte. Weizenbollmehl unterliegt der Ver­teilung durch die Fnttermittelstelle deS Bezirk- und wird den Gemeinden für Milchabliejerer al- Kleie überwiesen.

sckckagnehme. Je länger man gerade diesem Tro den zu sehe, um so schw ieriger werde dann die im neuen RrickMrtetengesetz ar gebahnte Vollsozial i- sierung von Hmts- und Grundbesitz. In bet an­schließenden Besprechung Fairem dann verschiedene öttlichc Miet^uständc zur Sprache, über die bem- nächst eine neue Versammlung näheren Aufschluß bringen soll. Im Scklußr denkliche Wott Mre ter st bestimmte Hausbesitzer.

" Kleine Mitteilungen. Wegen Vor­nahme von Anschlußarbeiten wird die strom- lieserung für das gesamte Stadtgebiet am Sonntag, 6. Februar, während der Zeit von ILUhr mittags bis 4 Uhr nachmittags eingestellt Ge­mäß Beschluß der Bettiebsdeputation vom 25. Jan. 1921 wird der Kraftstrompreis im Stadt­gebiet mit Wirkung vorn 1. Februar d. Js. von 1.54 Mk. auf 1.55 Mk. für die Kwstd. erhöht. Tie übrigen Strompreise bleiben unverändert. Tie Friedhöfe sind in der Zeit vom 16. Fe­bruar bis 15. März 1921 ton morgens 8 Uhr bis abends 6 Uhr und vom 16. März dis 15. Mai 1921 von morgens 6 Uhr bis abenbd 8 Uhr geöffnet.

* vornotizen. Aus dem Stadttheater- tniraru. Am kommenden Sonntag nachmittag fin­det die letzte Msführung vonJedermann" in der Bearbeitung von Hofmannsthal statt. Tas Werk, das sich ein Spiel vom Sterben d?S reichen Maimes betitelt, hat im letzten Jahre wieder außer­ordentlich von sich reden gemacht, da die Ausfüh­rung desselben durch Max Reinhardt in Salzburg geradezu Sensation erregte. Tie Aufführung am kommenden Sonntag um 3 Uhr ist umsomehr zu empfehlen, da sie als eine der besten der diesjährigen Spielart bezeichnet werden $>rrr. Ta auch wirklich sehene-werte Bühnenbilder geboten werden, kann der Besuch dieser Vorstellung auf das wärmste empfoh­len werden. Sine Mitgliederversammlung der Volkshochschule findet am Samstag abend im Sing- faale der Oberrvalschule statt. Tie Tagesordnung mar im gestrigen Anrri-enteil veröffentlicht Im Stadtmisfion-.'aal, Löberstraße 14, spricht heute abend 8/? Uhr Pfarrer Coerper: Samstag abend 8V4 Uhr Lic. Brandenburg über das 2d ma: Gut* schridlmgsstunden in unsevem Leben (5. Anzeige. - In der Oberh. Gesellschaft für Na- tu r* und Heilkunde, Naturwissenschastlicl* Abteilung, sdricht Tonnerstag den 10. Februar Pws. Tr. 2Üt:lieber Farben und ih^e Wirkung in der Natur und Malereiz. Mit Vorführungen. Dr. Schneider über:Augustin VagetiuS und Gott­fried Wilh.-lm Libniz. Ern Beitrag mit Gießener Gelehrtengeschickte."

Kreis «lsfeld.

uv. Ruppertenrod, 2. Febr. Noch im vorigen Hahr war der Notnamsterer eine rlltäg- l'cke Erfchrinuna im Straßenbild; tetzt ist er falt verschwunden. Dafür Litt der Hausierer wie­der biei häufiger auf, der während des KnegS nicht zu sehen war.

Starkenburg und Rheinhessen. ZeittnigS'ckwierigkeLen.

Groß-Gerau. 3 Febr Vor einigen Tonen gab der Groß-Gerauer Anzeiger auf ctr.er Tertfette bekannt, daß er wegen Lohn schw jer ig ke i t en den Betrieb einstellen muß. Nunmehr mußte ihm auch daS Grosr-Gerauer stretsblatt fol­gen und teilt seinen Lesern mit, daß eS, aus gleichem Grunde vorerst nicht erscheinest kann

Eine Vlütenlese von neuen Steuern.

imlagtn. xer lanajabrige Bürg-rmetster s iert am nächsten Montag leinen 73. Geburtstag Er ist mit feinen 38 ArntSjahren einer der ältesten bzw. dicnstältesten Bürgermeister de» .^rrifes. In Stau gen r ob verband der Gesangverein am Sonntag sein diesjähriges Winterfest mit einer RetchSgründungSfeier. in der Lehrer Äörg den Werdegang be3 Reich'- schilderte. TerHeimatpflege dienten mit großem Beifall au'geTwmmereTheater­stücke in Stangcnrober Mu idart Einen jkvn- tett- und Theate"adend venanstaltete ebenfalls am Sonntag der Männerge^angvereinE ntracht" in Burg-Gemünden. Dirigent ö-trer G-ng- nagel zeigte den Verein auf g-it*T Höhe. Ein Oberschlesieradmd wurde am M .ttwvch in Nidda

veranstaltet. Assessor Lauckhardt hielt einen Licht- bilderoortra'7 üle' NattirickSnyri en. Industrie und Landwirtschaft Oberfckle iens. Eine scharte Pro­test entsckltestung gegen die versuchte LoSreißung ObersckiestenS fand einstimmige Annahme In Gedern gab am Sonntag abend auf Veranlas­sung des VolkSbilbiingSvevrindie Sopranistin Fräulein Therese AÄbel a"» Giesten einen Lird.w- abend, der sehr g-o-en Beifall »anb. Die Rlaoiet- begleitung batte Fräulein Elisabeth Kolb aus Lau- bach. Der Kreistag Biedenkopf beschloß in seiner Sitzung am Mittwoch, den bisherigen Landvat-im -Verweser. Regterungsas'eTor Br'uer bei der Regierung als Lanvrat deS Hin erlandkrri- ses in Vonchiaa zu dringen. Auf die Stvompreite muß in den Monaten Dezember und Ia-uar e n Teuerung-zuscklaa von 50 Dncnent erhoben wer­den, der von bat StdbtDerarbrrtet gcrebmigt wurde. In Steinen lSchwalm) brach beim Tanz dir Diele ein und mehrere Paare fielen in den Keller, ohne fiAJetxxf) emstki^ zu verletzen. In Neustadt Schwalm wurden am Bahn-

** Der staatlichen Prüfung v0n 1 Einwohner aus. ihre Dtenstmädchm, Dienerschgft. Dochenpslegerinnen. die am 31 Januar' Kutscher usw. zur Versteuerung anzumcltEn. Wer es nicht tat, wird schwer bestraft.

Aus SfaM und Canö.

Gießen, den 4. Febr. 1921.

Unzeiigemäßes und ZeiigemästeS.

In diesen Tagen wurde von Lesern un­seres Blattes aus einem Nachbarorte die An­frage an uns gerichtet, ob eineF a sch i n g s - Seitung" der Genehmigung be* Gemeinde- vorstandeS bedürfe. Eine juristische Dar­legung der Sachlage kann man sich wohl er­sparen und dafür fragen, womit sich der geist- re-che Svott einer solchen Faschinqszeitung in diesem Jahre wohl befassen wird. Sott das Gemeindeoberbauvt durchgehechelt, oder der Dorfklatsch breitgetrcten werden? Das kann unter Umständen lustig und nicht ohne Päda- gogischc Wirkung sein. Unter den heutinen Verhältnissen, da auch in der kleinsten Ge- meinde wieder der Gemeinfinn zu einträchti- 9 Arbeit gepflegt werden muß, sollte ledoch «alles vermieden werden, was geeignet ist, Mißstimmung und Zwie­tracht zu säen. Wenn Spott geübt werden sott, warum nicht an denen, die au« tn den Zeiten der tiefsten Not glauben, auf eine Faschingszeitung nicht verzichten zu lonuen Warum nicht an denen, die sich an dieser Not bereichern, an Hamsterern, Wuche­rern und ähnlichen Schädlingen. Dazu bedarf es aber keiner Fafchingsnummer, sondern das kann feder Einzelne, das können ganze Go- memden, indem sie mit gutem Beispiele vor^ un c beweisen, daß auch heute noch - Fleiß und Redlichkeit segensreiche Früchte tragen.

Spott und Beschämung, die auf diese wene geübt werden, hatten wir in der P^rMeit für leb.r zeitgemäß. Weniger er- treul'ch 'st zwar ein Dolizeikrieg, der in Frantturk um die Herrschaft des Prinzen Kar- ai!^ctJa^cn. wurde. Die Regierung batte legliches Maskentreiben verboten, der Magistrat ,m Interesse der Veranstalter, die bereits karnevattstische Vorbereitungen ge- ^inm^Kr * C»nL Gimft,,ru^ kmaegen erhoben. kntk?rC<m ^/«dottzeipräsident das Ver- h?/!rat?baWn abgeändert, daß le- 5F?Jn<ffi*rCnirofl»F^crQfiaItunflCn und jede« mlrhln* W^lat!cnt^bc1 davon betroffen Pn^ nn;n Zuck das Ausstetten von Masken- verboten. Vereinssestlichkeiten b(P ft/» ^aste teilnebmen

Knnen, fmb geßattet. Damit hat Frankfurt boÄ feinen Karneval, obwohl die Zeiten an

Ocnug sind, um aur derartige L können. Das bat so- ?Qr*-^Cte 6nyr Ministerrat für dao saschingSfreudige München cingriehtn. derben fre'gegebeneli Karneval w-eder beschlag nahmte" und wohl mit Rücksicht auf die En b'^loß. daß vom 3 Fabrua ab alle Lustbarkeiten eingestellt werden.

* Karlsruhe, 3 Öt6r Do n

WW auf btc burf» die ungefr.»erliefen »Masse L Parrs«r Konteom. schrfen: -rnüe Scüla , hat M badiicfe Mmutenum pes Inner», eile k arnev a 11 it rfcke n Aufzüge. Skrt ebunget lefer Sri fon-xe daS Tragen von Masten a.ir öS liefen Strafen und Plötzen aucd für dtefes Jahr untersagt.

Rauchverbot in den Zügen.

Wiederbolte Klagen und berechtigte De- ''chwcrden von Reisenden haben bet Ei enbuhnver- waltuug Veranla sung gegeben, erneut auf bie er­gangenen Bestimmungen bes Rauchver­bots nachdrücklichst hmzuwrisen. Das Rauck-en darf in den Nichtraucherabteilen in keinem Falle, jKbst bann nidrt grüattet wer­den. wenn ein Reisender sich all -in im Abteil befindet oder nmn von den Mitreis nben Einspruch gegen da- Rauchen nicht erhoben wird.

Reifende, die gegen das Rauchverbot Zuwider­handelnde Person-n zur Anzeige bringen, müssen von den Eisenbahnfedienstet m geschützt werden, nötigenfalls dadurch, daß die angezeigten Personen aus den Nichttaucherabteilen entfernt werden. Eino solch» Maßnahm,- erfch rnt u a daim angebracht, wenn es insol-z? b?»r Anzeige zwischen dem Angezergten und dem Anzeiger zu Auseinandersetzungen kommt.

Gegen Reisende, die bewußt in Nicht­raucherabteilungen rauch'N, ist st-'ts zivecks bahn- rol'.zeilich'r Bestrafung Anzeige zu erstatten. Nötigenfalls find solche Rri'ende aut Grund des 8 11 Zisf. 1 der Ecken bahn Berkhrsordnung von der Mitfahrt auszuschiief'en. Die Bediensteten haben die forg'ält g: Durchführung dieser Anord- nung zu überwachen.

Der Himmel im Februar.

Die Tage weweu merkbar länger? Das ist oie gute Botschaft, die dieser noch eis- und schneereiche Wintermonat bringt. Am 19. Fe­bruar 5 Uhr morgens tritt bie Sonne in das Zeichen der Fische. Am 1. b. M. erhebt sich bie Sonne 7.45, am 28. Februar schon 6.52 über den Horizont, während sie Anfang Februar 4.43, Ende Februar erst 5.34 untergeht. Am 8. Februar Fastnacht haben wir Neumond, am 15. zunehmenden Mond, am 22. (Petri 1 Stuhls.) Vollmond. Von den Planeten ist zu bemerken: Der Merkur ist bei Beginn 'der letzten Woche abends vor Untergang bis s/4 Stunden am Monatsende westlich sichtbar, vom 26. ab jedoch unsichtbar. Die Venus hat als Abcndstern eine Sichtbarkeitsdauer von vier Stunden. Die Sichtbarkeitsdauer des Mars Trimmt bis auf zwei Stunden ab. Der Jupiter ist in der zweiten Hälfte d. M. die stanze Nacht zu sehen. Der Saturn dagegen ist von Mitte d. M. ab fast die ganze Nacht sichtbar.

Wettervoraussage

für SamStag:

Tunstig, vorwiegend wolNg und trotten, Tem­peratur unter null Gräd, östliche bis nordöstliche Winde.

Das skandinavische Hochdruckgebiet hat sich weiter verstärkt, so daß mit Eintritt einer Frost- periode zu rechnen ist. In Süddcutschlland herrscht bereits leichter Frost.

Veranstaltungen.

Freitag: ©tabtffeater, 6*/s Uhr,Götz von Berlrckingen". Hotel Gr»scherz^g, 8 Uhr, Mit- glieberversmnmlung deS Vottsbunbcs für Freiheit unb Vaterland Caf6 Leib, Th Uhr, Konzert und Vorstellung der Ehtemse.'r. Lichtspiell-aus, Herz ist Trumpf" undDer Viererzug". Lichtspiele, Seltersweg,Die große Rivalm".

X Klein-Steinheim. 1. Febr. Der Ge­meinderat hat in feiner letzten Situing eine Klavier- und Musikinstrumente,.stmer, ein Haus­angestellten st uer, eine Lu uSwage.i-, Motorräier- und Automobilstruer, eme.e.t- und Sergnü- nungssteuer sowie btt Besten rung beS rrickS struerire.Tn Emkomm.ms für bte ÖTnevtbe be» schlossen. Hausangestellte, wie Löch:, Kutscher Hauslehrerinnen u tb Hauslehrer, Gärtner, Dienste mäfchen und Q.hauh'eu.e werden, sobald die Ar- bettsleistung mehc als 20 Stunden wöchmtlich b^.räon^X6<L?r fitere Hausang.-strllte mit 3X) Mk besteuert, cbenfo Monatsttaueii und 56 derselben Arfeitsl istung mit A . Mk Älaotert. CnfeftrranS unb ähnliche Munk nstrumente werden mit-m ci :b illichen Satze oon 50 Mk. vro Jahr ; il*u*rt

rnc Frank'urt a. M. Febr Der Ma-

Hiftrat fei eine HauSaufwö s steuer enb- Hiranffurt£<xnau kommende Perjvnenzug mußte l gmttg feidMoiieo, denn er for t nunmehr die > kurz vor der EisenboHnsbation Laugenfelbolb

" Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 21. Januar bte Anwärierm für das Lehramt an höheren Mädchenschulen Emily Horst aus Spachbrücken jur Lehrerin an der höheren'^rrsckulejzuBüdingenfnrttWirkung t ont 1. Februar 1921 an. Ernannt wurde am 1. Februar der Finanzprakti'ant Paul B la ch a zu Darmstadt zum Dbcrfcfrctär bei der Land^suni- v*rfität Gießen vom 1. Januar 1921 an. lieber« tragen wurde am 29. Januar dem Leh-er Ludwig Dönges aus Eifa, zur Zeit in Merlau, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Merlau, Kreis Msfeld. Am 31 Januar wurde der Vorstand des .Hessischen Hochbauamts A s'eld, Baurat Otto Bcrth zu MSseld, zum Vorftmst» des Hessischen vochbauamts Gießen vom Tage der Tienstüber- nähme an ernannt. Bewerbungen um die er­ledigte Stelle deS Vorstandes des H.ffischen Hoch­bauamts Alsfeld sind bis zum 10 Februar 1921 bri der Ministerialabteilung für Bauwesen ei neu­reichen. Erledigt |ft bte mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Sckulstelle an der Volksschule tzn Effolderbach, Krris Büdingen. Mit der Stelle war bisher Organistendienst verbunden Ter Hes'ifche Slaatskoinmisscrr beim Rrickskommis- far für die besetzten rh.mischen Gebiete in Koblenz, xr. Kranzbühler, ist vom Rrichsministerium für Wiederrmsbau zum Virsitzenden der Kommission ernannt worden, die die Lite über die nach Artikel 357 des Friedensvertrages von Deutschland abzu- gebenben Schlepper unb Schiffe aufzustellen hat.

**6inmerfroürbiger®inter. ähnlich wie ber aegenroartiae, war der vom Jahre 1833/34, in welchem eS fast keinen Schnee unb bis xum Februar keinen Frost, viel Regen unb um Neuiahr furchtbare Stürme gab, so baß in manchen Geben­den großes Unglück durch Ueberfchw.mmungen und an Gebäuden entstand. Die Temperatur «vor so nrilb, daß im Januar das Gras wuchs, die Stachel- bcersttauchcr Laub trieben, Deilck n, Schnraglöckck.'n und andere Blumen hervvrspraßten. Aus Ham- melbach im Odenwalde meldete bi: Zeitung, daß daselbst im Januar Gras gemäht wurde In Bü­dingen wurde ein SvTrlmgSnest mit tech5 Giern, iw Nassauischen ein Am feinest mit fünf 3unfm unb an einem anberen Orte das Neß eines Rot- schwän zckiens mit Jungen gefunden Tb Tage im (febrnar ma en hell und [omttg: die Nächte brachten elwaS Frost. ®ogrn Februar fiel etwas Schnee, der aber schnell wieder abgtng Anfang- Mär; wurde schon in Hartman ushatn und Herckenhatn im Vogelsberg' Lraser gesät. In der Mitte deS März gab eS stark- Nachi^rostr.

** Von der Feuerwehr. Gestern trat* mittag, kurz nach 5 Uhr. brach m der Marburger Straße 22 cm klriner Ztrn rner brand aus der durch einen zufäLig vorfei'omme b?n Feuer­wehrmann grl' sckt wurde. Tic Feucrwacke war in­folge erncs MißverstäiÄmis'e) bet der triepfenv lcken Meldung nach der Frankfurter Sttaße ge­eilt und traf erst nach Beendigung des Brande^ in der Marbu gt Et ahe ein Bei ri-ier Ge- legn-fei: fet daraus trarernr en, daß Feuer- m e ldu n gen stets duvck den fer DrantzsteN ? zunächst liegenden Feuermelder afe>- g-ben find, t<a bet telepboTnscher Meldung, wie der vorliegend,- ,3x111 jrigf, sehr leibt Venoeckstungen cm treten k armen uno dadurch bte B mf-bilrr per- r a'N wird. Hinw.'ife üfer bte Lage ber Feuer- I können fortenLH aur dem ? tobt bau imt I Aslerweg 91, abgcholt wetten.