92euentftdlumgm nach Maßgabe ihrer Emard-ttung in den Betrieb vonoeg berücksichtigt mcrben.
Tie von dem Arbeü errat gegen daS BuderuS- sche Eisenwerk in Lollar an gerufene Verhandlung wegen Zurücknahme der der gesamten Ärbeiterschait #um 26. Februar 1921 ausgesprochenen Kündigung wurde auf Wunsch der Antragsteller auf Den 15. Mär- vertagt, oa der Vertreter des Metal l- arbeitcroerbandes durch anderweitige dringende Verhandlungen am Erscheinen verhindert war.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 1. März 1921.
Von den »Fällen der -ur Verhandlung itepcn» den Sachen \jo-itn folgende allgemeines Interesse;
Ter Milchhändler Hermaim 3t. von GneLri war Dom Schöffengericht Butzbach -u 3 W-vchnr Gefängnis und 300 Mark Geldsttäie verurteilt worden, weil er Magermilch verkaufte, tnc „nur" 64 und 72 ProzentWasser enthielt. Seine Berufung — er behauptete, es müsse sich um ein Versehen handeln — hatte keinen Erfolg- Ans Die öerufung der Staatsanwaltschaft wurde die 2träfe auf 6 Wochen GefängmS und 1000 Mark Veldstrafe nhölst.
Wegen Diebstahls, Betrugs und Urkundenfälschung Hal en sich der Ha,Ä.ungs- gehllfe Will» T. unb der Reisende tÄuftav .'t. von Giehen zu verantworten. D. war im Bureau der Gewerkscl»ft Giehei er Braun steinbecgfverle als Schreiber beschäftigt. Gelegentlich entwendete er 1 Ccheckfvrnrulare und einen Stempel mit Firmenaufdruck. Zusammen mit St. fertigte er dann vier Schecks über 18 000, 16 000, 4500 unb 2000 Mk. aus und versah sie mit der Unterschrift des Tr- rektors der Gewerkschaft die er nach einer Crv grnalunterschrift, die er sich verschafft hatte, durch- oaufte. Bis auf den Scheck über 4500 Mark wurden die übrigen imbeanjtnnb't ringelöst. Tas Geld teilten sich beide. 5k. bezahlte Schulden davon, D. brachte eS in lockerster Gesellschaft in unglaublich schneller Zeit bis auf ewige Mark durch. Ter Scheck Über 4500 Mark inirrbe beanstandet, gmg zurück und führte -ur Entdeckung des Schwindels. D. ist vollkommen geständig. 5t will von der ganzen Sache nichts gewußt haben. Er Häuptel, er habe mit D., der ihm cmttitd) kaum bekannt gewesen sei, Geschäfte üb Lieferungen von Zigaretten abgeschlosfeio-und dabei'tue Schees, von deren Fälschung er nichts gewußt habe, bekommen. Abgesehen von den Angaben TS. sprachen eine ganze Reihe von Momenten, bte hier auf» zuzählen wett führen würden, gegen ihn, fo daß das ®eri^^t keinen Zweifel daran hatte, daß er mitbeteiligt war. D. ist infolge einer trüberen Oehirnerkrankuna Der mindert zurechnungsfähig, aber nach dem Gutachten des MÄi-rnalvates Dr. Scriba vm, der Heil-- imb Pflegean statt strafrechtlich verantwortlich. Er wurde -u 2 Jahren 1 Monat, 5k. zu 2 Jahren Gefänmiis Derurteilt; beiden wurden die bürgerlichen (^renrechte auf 5 Jahre aberkannt.
Ter jugendliche Philipp Sch. aus Offenbach war bei einem Landwirt in Heegheim als Trenst- knecht in Stellung. 5kurz vor Neufohr Derschrvand er; am 3. Januar schichte er seinen Bruder unb Uetz Mitteilen, er fei erkrankt und besolde sich in einem Offenbacher Krankenhaus. Tatsächlich war er nicht krank, hatte vielmehr fernen Bruder nach Heegheim begleitet, stieg bei dem Landwirt etn, -rbrach eine Kommode und entwendete etwa 4000 Mark, die er in kürzester Zett durchbrachte. Nach seiner Festnahme legte er ein Geständnis ab und schilderte die Tat fo, wie sie tatsächlich Der* ,ubt worden ist. In der Strafverhmchlung widerrief 'er sein Geständnis und behauptete, es fei ihm erpreßt worden, obwohl eS st> eingehend war, daß es mir der wirkliche Täter oblegen konnte. Niemand hatte tfnen Zweifel an ferner Säuckd. Mit Rücksickzt auf feine zahlreichen Vorstrafen wurde er -zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt.
Ter Gärtner Christian R aus Frankfurt und der vielfach bestvaitc Max D. au5 Oberlangwitz fatb geständig, im Herbst in Bleichenbach 1 4 Hüh- ner und 1 Dahn einem Landwirt gestohlen zu haben. Ein Mittäter ist bereits abgeurteilt. St., der bei der Tat einen scharf geladenen Revolver und einen Dolch bei sich trug — angeblich zu fernem Schuh, weil er früher einmal überfallen worden sei —, wurde zu 1 Jahr Gefängnis, D. mit Rücksicht auf seine erheblichen Vorstrafen zu 1 Jahr b Monaten ZuckstlxruS verurteilt
Schöffengericht.
Gießen, 1. März 1921.
Fine Dienstmagd aus Bonn, die im September 1920 in einer hiesigen Wirtschatt bedienstet war, erhielt dort von einer Reisenden eine Bluse und eine gestrickte Jacke mit dem Auftrag, sie einer Dändlerin zu übergeben. Sie tat dies wdoch nicht, trug die Sachen vielmehr selbst eine Zeitlang und gab sie dann in Pfand Bald darauf S'ng sie als Däscheflickerin aus. Bei dieser &C' aenbeit entwendete sie einer hiesigen Frau 100 Mk auS ihrer Geldtasche. Bon einer andern Frau ließ sie sich eine Anzahl Wäschestücke zum AuSbessern geben, brachte sie aber nicht wieder zurück. Trotz Leugnens wird sie überführt unb wegen Unterschlagung in 2 Fällen unb wegen Diebstahls zu einer Gesamtgefängnis- strafe von 6 Wochen verurteilt
Wegen unbefugter Verarbeitung von Rohtabak »u Zigarren erhielt ein Landwirt von Aliendorf a Lahn eine Geldstrafe Don 100 Mk
Cinc Tamen sch neide rin mm hier hatte für eine Dame aus Fulda ein Kleid umzuarbrilen unb berechnete ihr dafür 546.85 Mk. Dieser Betrag setzte sich au5 350 Mk. für Herstellung, Ö5.06 Mk. für 3utaten, 85.40 Mk. für Zuialen zur Unter» taine unb 16.40 Mk. für Umfatzstruer zusammen. Auf Reklamation wurde die Forderung um 75 Mk. für De rfebentlidj berechnete Arbeit unb Zutaten auf 471.85 Mk ermäßigt. Tie Schneiderin behauptet, das Umarbeiten ttfro. fia'x 90—95 Arbeitsstunden erfordert, die Stunde berechne »ich auf 1.54 Mk, c*tc Zutaten feien richtig angcsctzt und bewertet, das Uebr-.gc >ei ibt U n lerne b m e r d e r bien ft Diese Angaben rAnbcit auch Don zwei fneiigert Sackverstandiien bestätigt Allein daS Gericht war m Uebcrrinftiuimmtg mit einer anderen Tamern dfaciberui der Auflö sung, daß 50, allerhöchsten S 60 Arbeitsstunden »ur Umarbeitung vollauf genügten, und daß die JorDe- nmg um mindestens 50 Mk. übersetzt fet Tie Angeklagte wurde deshalb wegen V r e i s t r e i » berci zu einer Geldstrafe von 100 Mk. verurteilt, außerdem wurde t-cr übermäßige G e» roinn mit 50 Mt ein gezogen.
Gleichfalls wegen Preistreiberei war ein hiesiger Gastwirt angeklagt, weit er sich für ein belegte? Brot mit Margaiineaufstrich unb 2 dünnen Scheiden Preßkop 5 M k. hatte i\ zahlen lassen. Ta bre» breiige 0aftnnrie, bte als
Vie englische presse in Sosnihr
1021,451023,55 1033,45 1041,50
864,10
865,90
177,
176,
381,
244,50
»4,
Datum:
7,20
7,20
auf
i)ork
3. 3.
Amsterdam. Kopenhagen
4,65
9,25
13,63
78,40
14,18
316,
422,
22,60
1,62
13,67 78,60
14,22
1.3L
77,50
177,50
290,75
2. 3. 77,-
<amre
•tr
164^0
225,25
236,75
60,93
441,55
1.714.
125,10
59,20
8830
117,80
88,80
117,88
97,80
125,40
2330
396,50
225'1
165,20
225,75
237,25
61,07
442,45
171,80
230,75
244,-
62,93 450,-
1053,90 1056,10 1048,95 1051,05
1093,90 1096,10 1101,351103,65
1361,101.363,90 1393,60 1396,40
30<
425,'
285.
268,
245,
520,
338,
172,20
231,25
244,50
63,07
451,50
ölockhol» Wien . . . London. .
846,66 848,35
12’98 13,02
77,90 78,10
13,58 13,62
zeigten sich chemische Werte, doch befchränften sich die Umsätze auf Höchster, welche 61/. Pro-
Börsenkurse.
Frankfurt Abend- Abend- lkurS Kurs
9.55
1.30
7.50
42.90
23.36
21.90
44.85
1.35
602.-
4-
100 Hrt -
100 ‘JJtit .
100 str. -
100 str. .
100 Fe. -
1 £ -
100 2. .
100 Fe. -
100 Ar. 4
100 r
100 RC. -
Kurs
2.3.
77,50 68,40 67,-
66,75 177,25 291,50 239,- 207,76 198,- 177,- 188,84 189,25 428,- 305,- 315,50 423,- ■28-5,20 273,50 555,50 487,- 399,- 273,- 224,50 480,25 242,50 536,50 239,25
73,50 367,50
Züricher Devisenmarkt.
2.3.
London, 2. März (1 Morgen presse von Der
Wechsel auf Holland Deutschland Wien
London. . Italien . . Brüssel . . Budaprst. New-s-ord Agram . .
KurS
1.3.
77,50 68,40 67,- 67,-
178,— 292,- 240,- 209,- 199,50 178,- 189, 190,-
440,- 304,- 320,- 421,-
287,25 270,50
555,50 477,— 386,75 274,- 224,50 487,- 246,50 633,- 240,-
73,50 363,-
Jfrael. ReligivnS - Gesellschaft. Sabbatfeter, 5. März. Freitag abd. 5.45 S.rms- tag vorm. 8.30. Predigt. Nachm. 3 30. Sab- batauSgang 7.00. — Wochcngottesdienst: ntorg. 6.45. abds. 5.30 Uhr.
Marknottenm-en.
Ekür 100 deutsche Mark wurden gezahlt:
Fl Ar Ar. Ar.
Ar. 8,- Sh. 22,36 Fr. 1,59 r
Schweizer
. 206.-
, 9.60
1 1.30
. 7.50
- 43.-
- 23 38
» 21.76
> 44 90
- 1325
. 60250
4.50
1.8.
9,85
4,77
9,25
Thristlania. . . Aopenhagen . . Stockholm . . . Helsingsors. . .
London
New - Pork. . . Paris......
Schweiz
Spanien . . . .
Wien (altes). . Deutsch-Oesterr.
Prag
Budapest
Bulgarien . . .
Aonstantinvpel.
Eine von Arbeitern herffinterte Schiffstaufe.
Berlin, l. März Au- der Ftertrburger Schiffswerft fallte i?eute vormittag du cqpc 12 OOO Tonnen0amp.er vom Stave Laufen. Er -.ft für Die A-G. ^ntgo Stinnes in Sxnt barg erbau, nwrden und lotite den Namen „Xi r pi ei .falten. Ter Großadmiral wollte di* Tauf- rede bahnt. Auch Stinnes unb anocre hervorragende ■Berfdnlitfiteilen icurben tu Der Ferer-
2.3.
9,52 Fr.
„Dailh News" nennt daS deutsche 2lngedot unmöglich. Ter Vorschlag, bfe Entschädigung 1»/r Milliarden Biurb fest'usrven, müsse offen her- aus als unannehmbar bezeichnet werden. Äuck „Daily News" fragt: Das ist das Ziel der Teut schm? Wollen sie einen Bruch unter den Alliierten
(In einem Teil bei Auslage wiederholt.)
Dom Rei*$®irtfd}afi$rat
Berlin. 1. März. DDB.; Im vorläufigen ReichswirtschaftSrat teilte bet Vorsitzende mir. baß bas Kabinett otr Frage der Eran 'i-rung des Re'chswirtschaftSrates in beiabendcm Sinne emickneden hat und baß Der RettbSwirt schaftsrat rn absehbarer Zeit über ein eigenes Seim verfüge. Das ^aus trat dann ’n die zweit,
Berlin Schluß- Schluß
zen l anzogen. Als sich später dec Dollar ettvaS abschwächte, trat eine schwankende daltunA in Sckiantungbahn ein. Mexikaner blieben ziem lich gut gehalten. Oesterceichi'che Länderbank angeboten, mit 70, verloren diese Aktien 13 Prozent, auch Mener Bankverein gaben 2 Prozent nach. Frankfurter Hof, 140, gewannen weitere 5 Proz., Seilindustrie Wolff 222, 4 Proz. gebessert. Spiegel und Spiegelglas büßten 8 Proz. ein. Ter Schluß gestaltete 'ich ruhig. Mansfelder Kuxe 4525.
Frankfurt a M.. 3. Marz,
Berliner Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Bries Taturn: 1. Mörz. 2. März.
«mst-rdam. Rotleed. 2122,85 2127,15 2157,802172,20 Drüsfrl'Antwerpen . 459,50 460,50 469,50 470,50
Darum:
S •/, Deut. AriegsanL 4°/e Deut Aeichsanl. 3e/0 Deut Reichsanl.
4 •/, Dreutz AonfuI« Darmstadter Band. Deutsche Band . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Band . . Natronatband f. D. . Mltteld. Creditband. H.- Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . D.« Cujtmb. Berg». Gelsenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschl.Eisend.. B. . Oberschles.Eisenind. . Phönix.Bergb.Akt. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Llektt. A. E. G. . . . Schuckert- Werk« . . Feite,'.- (BuiUeaumt . Daimler Bud.- Eifer.».. Akt . Adlerwerde...
4'/<>H«ss Staatsanl. . Electron Grieshet» .
^achverftändtge vernommen wurden, über ein ihm Jo Prozent erholt. Etwas NTtderftandsfahiger menb der Meiinuiq waren, der Preis hierfür fei1 »•'**•* ;c^.
in Anbetracht der heutigen Lebensmittelpreife
durchaus nicht zu hoch, mußte Freisprechung
Märkte.
Der Frankfurter Pferdemarkt.
mc. Frankfurt a. M., 2 März. Der heutige Pferdemarkt war trotz der bevorstehenden Frühfabrsbestellung verhältnis- mäßig schwach beschickt. ES dürften 1200 bis 1400 Tiere gewesen fein. Auch der Handel war schleppend, womit auch in Frankfurt bewiesen wurde, daß die Märkte nachgelassen haben, eine Tatsache, die man schon auswärts bo obachtete. Trotzdem kosteten gute Pferde noch immer reichlich über 20000 Mk., allererste Klasse sogar über 30000 Mk. Ter Markt wurde nicht völlig geräumt. Anaebol in Schlachtpferden schwach. Der.<?anbei mit Wagen und Geschirren entwickelte sich lebhaft. Der Markt wurde nicht völlig geräumt T-er Heber« stand wurde nach auswärtigen Märkten verla- Den, darunter auch einige Pferde aus dem Ausland.
— * ■ 1 ■ >
Landwirtschaft.
Scheckzahlungen für aLlieferungSpflichtigeS Getreide.
Den Mittellungen der ReichSgetreidestelle entnehmen wir: Die Zahlung des ablieserunqspfltch- tigen Getreides bat in Gemäßheit der Vorschriften bcS Bürgerlichen Gesetzbuches Zug um Zug zu erfolgen. Atts Kreisen der rhonimiiiwn&re nnrb nun darüber Beschwerde geführt, daß Die Landwirte aellgerttlich nicht dem Umstand Rechnung tragen, daß es für die Kommissionäre vtelsach aus Sicherheitsgründen bedenllich ist, große Summen auf dem Lande mitzuführen. Es mutz daher den ßanoroirten empfohlen werden, möglichst Lahlungen durcySchcckS au,mtehmen. Der bargeldlose Verkehr liegt im Jnlevesse aller ^Beteiligten, weil er bte Möglichkeit von Diebstählen unb Irrtümeru nahezu ausschließt; er wirb deshalb von sämllichen Reichs-- behörden immer wieder dem Publikum angeraten.
Kirchliche Na Reichten.
Israel. Religionsgemetnde. Gottesdienst in der Stjnagogt (Süd-Anlage'. SamSwg, 5. März. Borabd. 6. Msrg. 9. AÄ>s. 6.20 unb 7.00 Uhr.
Handel.
Berlin, 2. März. Börfensttm - mungSbild. Die ungünsttge Aufnahme der deutschen Gegenvorschläge in London veranlaßte Käufe in auständischen Devisen, die schon im BormittagSverkehr sich teurer stell- ten und an der Börse unter Lchfvanfun^en aleichfallS eine feste Haltung zeigten. Hierdurch genxinnen die Effektenkurse eine Stütze, unb auA Deckungen auf gestrige vereinzelte Blankoabgaben trugen zur guten Behauptung des gestrigen Kursstandes bei. Die Aenderungen nach unten unb oben blieben meist in den Grenzen zwischen 1 unb 5 Prvz. Bochumer allerdings fetzten mit einem Verlust von 23 Proz ein und konnten sich auch später nicht erholen. Argo waren 1f) Prvz. niedriger Valutapapiere toaren durchweg gebessert, tnSbesmider(_Mexi1kner, die zum Teil bis 27 Prvz. gewannen. Am Anlagemarkt zeigen Preußische Kcmsols wiederum eine tonxidie Halttung. während andere Papiere sich gut behaupten konnten. Der GesckfäftS- verkehr war allgemein sehr beschränkt, da man die weitere Entwicklung der politischen Situation abwarten will.
nkfurt a. M , 2. März Bör- ''ensttmmungSbild. Die Unterneh- mnngslust an der Börse wird durch die voli- tiitbc Spannung weiter beeinträchtigt. Größere Geschäfte werden zurückgeh«rtten, bis ein Harer Ucberblick über die Aussichten der Londoner Konferenz nröglich ist. Die ungünstige Aufnahme, welche die deutschen Reparation5- Vorschläge gefunben haben, bewirkten einzig und allein eine Befestigung am Devisenmarkt und im Zusammenhang damit eine lebhaftere Auftvansbewcguna vcrsch ^>ener Auslands- war das Geschäft still In Monlanpapie- ren waren nui^aeringe Veränderungen zu ve:-- zeichnen. In Mannesmann zeigte 'ich etwas «Angebot, ionst biieb Die 'Bervegung bescheiden. I Sehr still lagen Elektropapiere. Schuckert sind
tteramn^ deS RelchSmietenaesetzes ein Tas Ge'etz wurde m e. tfacher Abmnmmuug mit großer Mehrheit angenommen. i)Kraif imirb: ein Anttag auf Aufhebung der Besteuerung des Perfonen- ur.D Güterverkedrs für bi. Straßen b ahnen, filcinbatmcn und privaten Eifendalmtn er tebigt Tamu war dtt ingrtorbrantg erschöpft. ___
Der Vorsitzende teilte mit, daß, wenn nichr dtt । arbritcr mir mehr als VerhMidlungen in London eine frühene Ernberu- • hatten, das Schiff ““ hntg iibtig machen, es beabsichtigt sei, den Reich»-1 Stapel Utufai zu laßen. nx*gcn des Namens, her wuttschaslsrat erst nach Lfterv wieder etttzulvrufen.' den WcMgrdeüern rttchi gencpm \ä.
ergehen.
Eine hiesige W a i ch f r a u hat bei ihrer Tätigkeit an zwei stellen je einen Bettbezug gestohlen. Wetter hat sie einer Mttbewohnerin ihres vauses 2 Damenbeinkleider, eine Zierfchürzq, 3 Tassen unb 2 Teller entwendet. Wegen T i e b ft a hj » in drei Fällen erhält sie eine Gefängnisstrafe von 1 Monat
Wegen Notdiebstahls wird rin Deitz- bindet von hier mit Rücksicht auf seine Vorstrafe wegen Diebstahls zu einer Woche, Gefangnv verurteilt. Er fjatte von dem Schliefplatz des Vereins ,,.tz u n b e f p 0 r t" in Gießen mehrere lange Bretter entwendet.
Ein Schreinergefelle aus Gladenbach, der y 3t. in Zwickau eine mehrjährige ö)e- f an Misstraue verbüßt, bat sich in einem hiesigen Eisenwarengeschä t unter falschen Vorsviegelungen eine Anzahl Sargbrichläye u w. erfchwiutcll. Wegen Betrugs wird er mit einem Monat Gefängnis bestraft.
Auf der Durchreise von Berlin nach seiner Heimat im Westerwald bat ein Metzger im Wartezimmer der chirurgischen ftlinit einen Man - tel und eine Ledertasche im Gesamtwert von ettoa 1000 Mk. gestohlen. Als Strae hierfür bekommt er ebenfalls einen Monat Gefängnis.
Ein HallblungSgehrlfe und ein Sch ü- l e r Don hier sind wegen Diebstahls angellagt. Der vandlimgSgehttfe unb der Bruder des Schülers hatten diesen veranlaßi, ans der elterlichen Wohnung eine Anzahl Milttärsachen im Gesamtwerte von 3000 Mk., die rin früher dort wohnender Zahlmeister zuruckgelassen hatte, ifjnen in die Hände zu spielen, wofür sie ihm 20—30 Mk. Derfprachen. Der Junge ging auch auf den Vorschlag rin unb warf aus einem Fenster des oberen Stockes bte Kleiber dem HandlungSgehilsen ui, der sie bann feinem Genossen, der in der Zwischenzeit nach Brasilien ousgemanden ist, über brachte. Weaen Diebstahls erhält der Handlungsgehilfe 2 Monate Gefängnis, während der Schüler mtt Rücksicht auf seine Jugend mit 5 Tagen davon kommt.
Ein Kriegsbeschädigter von hier hatte mit einem Mädchen von hier ri.i Verhältnis, aus dem ein Kind hervorging. Nachträglich bekümmerte er sich um beide nicht mehr, sondern wandte sich einer Andern zu. Diese erzählte ihm eines Tages, das Mädchen, mit dem er früher verlobt war, habe sich ungünstig über ihn geäußert. Daraufhin stellte er bietes auf dem Marttolatz zur Rede und schlug ihm habet mit seinem Stock mehrmals auf Kopf unb Rücken. Mit Rücksicht auf seine bisherige llnbestrafthcit und seine Erremheil nahm das Gericht mildernde Umfahr» an unb verurteilte ihn zu 150 Mk. Geldstrafe.
Mehrere Privatllagen fanden durch Vergleich ober Rücknahme ihre Ertedigung.
bis 411 ben ,T a tl d News" lehnr bte beet schert Gegenvorschläge ab.
Tie „Time s" iagt. Die deutschen Gegendor schlage auf bte Pariter Vorschläge tonnren weder «priltt noch erörtert weiden Das sei das natur liche unb unvermeidliche Ergebnis brr ersten amt liehen Erklärung, die Simons die Torheü gehabt habe, vor der Konterenz adzugrven T<t# Blatt be teirfmet bte deutschen Gegenvorschläge als eine Kombination von Cdc 1 ehär 1 #bc 1 r ug , Schikaneun D U nverfchämthei Tic ..Ti me»". tote auch bte übrigen Blätter meifen darauf hm, datz 6fr deutsche G-. Tcummch.ai ten w. TeutfeWanb gefchulderrir und auf 12 3.ihre ver teilten Betrag von 11 Milliarden 200 Millionär Pfand nach Abzug der einen Milliarde, di. Deutschland Leteu» entrichtet zu haben bebauvt«, auf einen Betrag von l1 _■ Milliarden Pfund her abgesetzl habe. Das Blatt 'ährt fort, die Teut schäl feien sicher den TtaDoioncn der Aill'llm fttaße gemäß mit einer ganzen Serie von Gegenvorschlägen bewahrtet, ron denen etn idxr etwas mehr nachgabe als der vorherige und sie nfanh-n eüm längeren ffubbanbef Dir „Times" nimmt an, daß bte gestrige Erklärung tri- deutschen Außenm nisters nicht bas letzte Wort Deutschlartbs seien.
„M orit t ng Post" schreibt, Simons habe durch seine gestrigen Erklar.mqen ben Alliierten ihre Aufgabe leicht gemacht Er habe ihnen bte Einheit des Zweckes unb des Zieles georbtn, die fte seil November 1918 nichr mdn brieifcn hätten SinwnS hab.- Vorschläge gemachl. bv? sogar einen Heynes als Blutfauger trdxmtn ließrn
Telegraph jchrribt, wenn man auch au genoinmert habe, baß Die Milirilung der deutt'chai Gegenvorschhige M einer kritischen Lag, führen tzvürde, so Hätte doch niemand eine fo catche unb >0 entscheidende Entwic/iw'.i Der Tinge vorrusgesetzen. Die Vorschläge würden in einer Hinsicht sehr zur Skreinfadning der Lage beitragen Wenn je Aus^ sicht auf Meinungsoerichie "t nb.it en zwischen den Alliierten hinftüitlich der Behrt'Dtlmn her Gegen Vorschläge beftanben hätte. 10 bestehe diese Aus fick heute ganz gewiß itüChi mehr. Auf bas gestrige ab.ni tafrifdK Angebot fei niemand vorbereitet grnxia:. Tie Vorschläge seien in jeder Hinsicht abfarl Ta» Blatt nimmt an, daß die sogenannten Gegen rorfchläge nicht ernst gemeint seien unb baß ot Deutsche Remerung, die »ie unterbreite, beim lohten habe. Den Dingen ihren Lau' zu lassen unb ou Aktton abzulvarten, die cu alüitrtrtt Armeen 1A ternehmen würden. Wenn die "öenincr Regterun - au' tbrei Haltung (votiere. 10 11 u.i keinen Zwritel darüber lasten. Da: Ziigland ,*.anr reich unter allen Umfafieen unteritützen mülle, Jet es durch eine Aktion zur See oder durch totttschäft Heben Truck.
„Tafln Expreß" schreibt. Die Deutschen hätten feinen Versuch gemacht Den JVorMtunaen Der Alliierten zu begegne,. Wenn Sttnons oder ein anderer Ratgeber a acht hatte, daß birie Äegen- rvrschläge von Den alliierten Slaatsmänn.m je a genommen werden tonnten, fa müßten sie von eine ttnwtllenhett fein, die man ihnen schwerlich juiraucr könnte Tas unmittelbar? "i-robtem der Alliierter ist mm, zu erwägen, w.llcheS der beste unb rascheste Dcg ist, um ote Deutschen -ur Besinnung zu 5rin- gen. Ttt britifchc öffentliche Meinung sei beflrrbt. Tettffchland fair dLw ju geben und wurde '.cden aufrichtigen P^ui genau prü’en. In dem gestrigeti Angebot Tonne jedoch feine 3flur Don Lotzalu tt obe' Aufrichtigkeit erblickt werden Tas Di1. 9btgeboi bezeichne nicht die Erf'ülttmg, sondern d, Umgehung des Friobensoertioges.
Hervorrufen, um F-ranfr-ich w veranlassen, ocu DiclgeDriefencn Vormaisck nach Berlin gegen ben Willen Englands untx Zuttiens anzutreten? Gera> das entgegengriegle werte erreicht. ..Daily News ' sagt; Wenn Simons nicht zu ben Realität en tzr Lag«- zurückkehrt, bann fännen wir unsere Hvffamig aus eure gerechte Lösung uno eine feste cirroDäiffh? Lage begraben.
Die öfterreichifck)e Presse
überden ..Milliardertrausch ' der Entente.
Dien, 2. März WTB Zu den Dnitfdxfl Gegenvorschlägen schreckt btt „92cuc Freie Presse": Gtwohl XeuiifJai D b e Kolonien, be Mckliarven oer Lusland: nermögen, Die pelamtr HanDelSflotte verloren n?t. bietet ei die bebeu- renbe Summe von 30 Mrlltacden Goldmari, gleid* 360 Milliarden Pavtermar'. Tie Eittente erklärt diese Lumme empört *ür uuannebrnbar. Der Rausch derZisfern muß aber ein Ende habe«. Teuttchümd bat Den feilen Siliert, icdeS Opfer ui bringen, oas in feiner Macht steht Tic Seit mutz tedoch Trieben haben, und wenn Die etoatlmämtec dec Ettt.nile ihn nicht t(haften können, bann roerben d Zöller fribst das Urteil fvrechen. Tie „Re rchovofa' sagt; Tl europäisch« Dehattltdueit qTöobnie sich m Der letzten Zeit Daran, mit Milliarden zu 1 echoen und verlor für große Ziftern lüreS Ausmaß Nur biei* Vorstellung und die Auftaifung in Den Ev- tmtelänDcm, auf .Kosten eines n-ibntpflidRtgtn TeutschlandS ein Herrenfafaen »frtrren zu tonnen, konnten Die Forderungen an TeutichLand, die trr- fend als Mckliardenrausth uz be-.eirfinai sind, aui- kommen lassen. I« deuttchen Politiker ließen bet -hren 6te<ienror>chsLgen. b-e Gefahr der A wellung unb bi* Srrafnmsn.hmen Der Entente ftefer nicht außer Acht Venn ne trvhdem zu beut Eutschlutz lamm, btrien Borichlan M machen, x> llegi barte dtt Gewißhen. daß dies d'.s äußerste tu, toas bte Deutschen zusichern konnten.
l'chkeit .Trwartei. In letzter Minute fcheütt aber, tote nach der „Vossischen Zeitung^' au. FlenSburg btrizfua wird, der Srapel- lauf durck einen Beschluß der Werftarbeiterin Frag ege stellt tu sein, wett dtt Werft-
L> M-hrhrit
chifi nx*m Ncnnene nicht vom


