int-Tt i von
Aus Statt und Land.
& i e fr c n, bot 3 %tbt. 1921 Ttv Flieger von Tsingtau.
e l l a n g e l b, rgest llt rotrb,
** Reklame in der Eisenbahn. Die Anbringung der Werbeschiwec ist jetzt auch in den Abteilen der Personenwagen sowie in den Gangen der D-Zug- und Schlafwagen allgemein zugelassen worden. Die Anbringung der Wecbeschilder in den Abteilen der D-Zug-Wagen war schon diesen Sommer geregelt worden. Die amtlichen Anschläge Werren 'an der Wand angebracht, an der sich die tzeizungsstellvorrichtung befindet. Die gegenüberliegende Wand wird für Werbezwecke reigelassen.
feur ufro. durchschlagen. In einer Babwtberfwlunfe sand er einen sehr »brauchbaren Freund", der meisterhaft Banknoten und Pässe zu fälschen ver- fittrib und rtmt auch einen guten Schweizer Paß verschaffte. Bon einem italienischen Schilfe nnirbe Plüschow aber in Gibraltar heruntergeholt und als Krisg-gesimaener nach England gebracht. Nach mclp reven erfolglosen versuchen In verschiedenen Lagern glückte ihm endlich der Ausbruch Eine abenteuerliche Flucht brachte ihn nach der erratischen Hanpt- stadt. In der Verkleidung eine« verkommenen Matrosen besuchte er Theater, Museen und andere Sehenswürdigkeiten der englischen Hauptstadt —- mitten im -riegel — bi- er sich aus einem holländischen Tamv'er einschleichen konnte, der ihn nach vlislingen brachte. Nach neunmonatiger Irrfahrt Km er so nach Deutschland, wo er bi- Krtegserfdt al- Frontslieger tätig war.
»We kurze Ssizaterung de- Vorträge- Hann selbstverständlich nur Hnbeutunnen geben tmb entbehrt mit den tausenderlei köstlichen Linzrfheiten der Warben voll Leuchtkraft und Leben, mit denen Plüschow da» Bild seiner Abendeuersahrt gestaltete.
Ehrlich begeisterter, starker und langanhalten- der Beifall dankte dem Flieger von Tsingtau für seinen zweistündigen Borte«.
Am Anfang sprach Professor Bi gen er von ber D eut s chen B o l k - vartet, der wir diesen wertvollen Abend zu verdanken hatten, einigeNStn* leitung-werte. Du- Selbstbc stimmungsrecht habe num un- Ovar geraubt, Nicht aber da- Recht zur Selbstbesinnung Selbstbesinnung bedeute aber Rückschau und Erinnerung. Stolz sollten wir sein m dieser (mnnerung, bw zugleich ein vekenntni- R w.chrholten Deutschland bedeute. Zu ber Er- mnerung gesell»e sich die Hoffnung und die deutsche Jugend werde es wohl erleben, bah sich Erinnerung »md Hoffnung te eurer Dirklichkert wieder fänden.
ktzerbelstiche- Museum und Ssilsche Eammlunaen.
Mücke, König, Luckner, Plüscko-o — fragt unsere deutschen .iun^ens, ob sie biet Männer kennen, fragt sie, ob ite die Bücher gelten hab-l von den AbEeu-rsährten der „Emden" uno „Styf'xx" der „Deutschland", bei „Seeadler-" und das Buch des Flteaers von Tsm,tau, Bückrer, die sich wie ipannenvste kXbcnUumonunrv' le^en und doch nur schlicht und recht wicklickeS Erleben schildern. Aber Erlebnisse, so einziganir, baü icccr Leier ehrt ick anerkennen must: „Tormerroetrer, sind da- Kerfs!" Und diese „S'erls" ^dics Wort sei hier nur im Sinne höchster Ancrkermu'g und Achtung gebraucht, suchten die Gefahr nickü um der <4efahr willen, nick»t aus besonderem Drange zum Abenteuer! icksen Stärkste Tribkraft war ihnen oie begeisterte Liebe und dic Eingabe für- Bater- lrnd, war ihnen der Glaube an inifer Biterland. Diese Strafte wußten iit Verein mit zielklarem Wollen icde Umnkglichkeit weg^uräumen, halfen
Wollen lebe Unmöglichkeit toeg^uräuir die drückendsten Lei en und Entbehre Körper und Seele lächelnd trag n. Und d es strafte, vor allem Beg i erung und (Glaube sind überall, wo Jugend, wirkliche Jugend ist. Dlasterthcu, Mensckienverachtuns und Z^.iSnmS lrnd Kennzeichen der — von der Zahl der Lebensjahre nicht bedingten — Greisenhaftigkeit, tte sich selbst zu schwach fühlt, da- Leben w meistern und bettelarm dasteht, we l sie an kein Ideal mrfrr stlauben kann. Wenn in unserem deutlchcn Volke wieder Glaube und Begeisterung lebendig und mäch.rg norden, dann werden feine Wege wohl iviet^r zu einem fungcn und gesunden und großen Teulschiand füh-
. ^vom bomwenden Sonntag an sind die Museen Mrc Sonntag- von U bi- 1 Uhr geöffnet gegen 60 Tfarntg Eintritt, am ersten Sonntag im Monat freu
der gan; ander- geartete Fußbecher, von dem bisher nur ein getreue- G^-nstück aus Nierstein bekannt geworden ist. Rätselhafter, wohl sakraler Be- deuiung, ist eine künstlich zuvechtgebrochene ^dreieckige Scherbe in zwei ineinandergestellten 2Diabetikern, die ihrerseits von dem in einer bemalten Schale stchenöen Iusrbecher umschlossen war-m Als Rachbestairung land sich in dem Hügel ein Lerchen» ar ab der späteren 5^allstattzeir etwa bein Ende des echtsten vorcknTiftlichen Jahrhunderts entstammend'. Tie Grabansstattung läßt weslluh: Eulttweiuflüsse irr muten, so vor allem der Bronzearmring mit Lesen, der u.«. die Tote (nach dem val-rin^ handelt es sich um ein Frauengrabf schmückte. Einzig in finner Art ist das eine der beiden Gefäße, Oie ich in dem Grab sanden, ein cnhenkelter Ä'ugeüopt mit warzen verziertem Bauch. Auch die übrigen 14 Hüg'-l lieferten bedeutsame Ausbeute: sie kann wolst in absehbarer Zeit ebenfalls ausgestellt werden. Gegen 100 weitere Hügel werden infolge groster Rodungen bei N ieder-M ockstadt innerhalb fünf Jahren ver schleift werden. Ein eh - würdiges Denkmal heimischer Vorzeit fällt damit der Not unserer Tage zum Opfer. Und das (.st umso bctrüÄicber, als aus Mangeln an Geldmitteln bisher noch nicht abzusehen ist, ob man die einzigartige Totenstadt vorher für die Wissenschaft noch in einwandfreier Weise wird auswerlen können.
Auch die übrigen Abteilungen des MaseumS wurden erfreulich bereichert. , Erwähnt ’cicn besonders alte Stickmustertücher; ferner verdienen besondere Beachtung die neuangefertigten Ausgüsse aus alten Ofenkachel- orm en, teils mit weltlichen, teils religiösen
Darstellungen.
lieber manches schöne Stück alten HauSrateS, mit dem fnimblüfe Geschenkgeber die Sammlungen, einem auch hiermit wiederholten Wunsche des ^lNuseumS nachkommend, in dankenswerter Weise bercicferiat, wird demnächst zu berichten fein.
Wettervoraussage für Freitag:
Wolkig bis heiter, trocken, kälter, östliche Winde.
Der tiefe Druck ist noch nriter westlich zurück- gewichen, während der hoheDruck sich von Nordost- uueopa auvoehnt. Wir Haven daher Mit Frost- wetter zu rechnen.
Veranstaltungen.
Tvnner-tag: Postteller, 8 Uhr,Berfamm- lung der -O-erschlleiier. — Cai4 Leib, b Uhr, offen lliche Bersommlima des Mietervererns. — (^ewerkschastSl-auL, 8 Uhr, öftenttiche Versammlung der soz aLenwkvatischeu Partei. — Hotel ÄSHler, 9 Uhr, Verfammlrmg der Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichischm Alpen Vereins. — Castz Leib, 7*A Uhr, Konzert und Vorstellung der Ehienyeer. —Lichtivielrheater rote gestern.
** Kleine Mitteilungen. Zm Anzeigenteil ist eine Bekanntmachung über Betriebsabbrüche und Betriebsstilllegungen enthalten. Der - 12 der Bcrord- nung vom 12. Februar 1920 besagt im wesentlichen, daß Entlassungen zur Verminderung der Arbeitnehmer zahl nur vorgenommen werden dürsen, wenn leine Arbeitsstreckung in Frage kommt. — In dem letzten SchöfsengerichtS- be richt ipz Nr 21 unseres Blattes ist irrtümlich von einem Zimmermeister aus Leihgcstern die Rede, während eS Steinberg Heiden muß. — Da- neue sä chsische Porzellan geld, da- in der Meißener Manufaktur bergest llt wird, wurde uns aus unserer Redaktion vorgezeigt. Einzelne Stücke zeigen eine glücklich- Prägung- die Serie ist in der Kunsthandlung Htr» au-grftellt. — Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße wird heute zum letzten Male der historisch- Film „Ku- tHanne die Große" gegeben. Der Film ist mit ersten Kräften glänzend gestellt und von Schünzel hervorragend inszeniert. Der Besuch kann empfohlen werden.
nschen Stammes zu handeln. Die Bemalung der! Gefäße weist nach dem Süden, wenn auch tefUtehl, daß dic Töpferei, aus der sie hi-roorgegcmgen sind, nicht allzuwert vom Fundort entfernt tu suchen in; Die Keramik des Ni-tser-Mockstädter Grabe- bietet nämlich ein lehrreiches Bild von den Erzeugnis en bei hallstattischen Töperofens von SRtodb-un bei
ren müssen.
Die Neue Aula war, schon längrt überfüllt, al- Kapitänleutnant Plüschow, der Flieger von Tstngtau, ans Pcdium trat. Dort stand eine schlanke und doch, gedrungene Sec- mannsges'alr, ähnlich wie tr des Grasen Luckner; wie bet il/m. fiel cmch bei Plüschow vor allem bte proste Jugendlichkeit auf, so daß man ihn eher für einen Zwanziger denn einen D eistiger gelmlteu hätte Auch sonst ward men gestern abend oft sympathisch an den „Seeadler"-Lommandanten et* mnert: die gleiche schlichte, unvethorisck^ Erzäh- linntsweise, die gleiche feine und prägnante und humorvolle Art, Menschen und Situationen *u charakterisieren, das gleiche Temperament. Begeistert und begnftrmb sprach Plüichrw von ilio» schau, wo deutsche TüchUtgkeü und Zähigkeit eine öde Felseitküste in ein PavadieS verwandelt hatte. Er schilderte bas Eintreffen der Kriog^nachricht, den Jri-g selbst, di-sen einzigartig?n, orte fr hm Ver- ÄigSkantpf der kleinen owTtauienb Mann stvr- atzung gegen die kaierlich japanische Landlmacke und Marine, die von Land aus allein nicht weniger als 60000 Menschen gegen die dünnen Linien ber dazu noch sehr mangelhaft ausgerüsteten Deutsck^n oft vergeblich an rennen ließen, bis nach dreimonatigem Kampfe und zuletzt wvchenlang?m Und stärkstem Trommelfeuer die Uebcrgabe unver- fmeidlich war. Auf seiner Maschine, tic nach einem schweren Absturz notdürftig von einem Modell- sihreiner und chinesischen Arbeitern buMäblich zu- jammmd'li’tmt worden war, verließ Plüschow vor dem Endkampf Tsingtau, um wichtige Papiere in Sicherheit zu bringen. Ernige hundert Kilometer südlich, ber Haitschau landete er; die Mastixne chng habet vollends irr Trümmer Die dortigen sWnefen, die noch nie einen Fliogrr gesehen, hielten lihn zunächst für einen böten Geist, ber vom Himmel gekommen und der Mandarin behandelie ihn gleich einem regierrnben Fürsten mit Ehreneskorte und einem „herrlichen Diner'^, das au- einer Unzahl von Gängen unb neben anderem Leckerbissen auS k>eifisckflofsen. Schwalbenschnuntzstrpve und Regew- würwern bestand. Durch Scheinentfützrun- gen und andere Listen wußte er dann der chinesischen Internierung und den englischen und fvanzössichen 8oUbeMtt*n yu entgehm. Als mehrfacher Millionär und Vertreter von Singers Nähmaschinen ftchr der Flieaer von Tsingtau dann nach San Franzisko über. In Neu York ging ihm das Gcld auS und er mußte sich als Tellerputzer, Chauf-
KreiS Wetzlar.
Der Streik in Wetzlar.
fd Wetzlar, 2. Febr. Tie Kugellagerfabrik von Friedrich Hollmann ^at nunmehr auch ihren Betrieb geschlossen und bte Arbeiter rmgen Her- »veigerung ihrer ArbeüSPflichten entlassen. CS sdehen jetzt hier rund 5000 Arbeiter im Streik.
Hesien-Nassan.
Neue Elnnahmeauel'en für Frankfurt.
mc. Frankfurt a. M„ 1. Febr. Der Maalsirat wird in den nächsten Monaten daS Reklamewesen auSbauen. Er übernimmt daS Drucken und Kleben der Vlakate in eigene Regie. Zu diesem Zwecke soll eine Gesellschaft unter dem Namen „Neklamestell^ gegründet werden, die alle Reklame der Stadt in sich vev- einigt. DaS Stammkapital soll 300000 Mk. betragen, ES ist beabsichtigt, alle städtischen Einrichtungen noch mehr als bisher zu Reklamezwecken heranzuziehen. Das kann schön werden!
(Wir halten diesen Weg der Behörden zur Beschaffung von Geldern, wie imr bereit- mehrfach auSgefühtt hatten, nicht nur für ab- aeschmackt, sondern auch für eine Verzettelung der Arbeitskräfte, die für andere Zwecke weit fruchtbringender Verwendung finden können Auherdem erzielen die Behörden mit dieser in der Wirkung recht fragwürdigen, indirek- len Steuer keine Verbilligung der Waren, die doch von Städten in erster Linie erstrebt wird, sondern eine Verteuerung. Red.)
** Kurie Nachrichten uv- fteftei und den Nachda rstaaten. In £o 11 j r hielt am Montag ber LxruSbesitzerre cin «ne fort besuchte Io-re-vertemmlu -g ab, m der bv Herren LaipiSback» und Nl.oL!- oom HMisbesitzermrern Gießen über allgemeine Fragen de- Hau besitze-, MieternigungS- u:d W<w u gsämter Beten g ber Dod-lungSnot, Miewrßlmtzgretze, Belebung der privaten Bullust ufro sprachen Tie verfammlung stellte sich gefckioi'ten am den Standpunkt, datz durch feste s igte Organ f htm der Hausle itz tz r steigenden Beladung wirk.am laxmtu müsse — Fn Linzenbach t?e ran faltete am Somu g mrf-* mittag bte OrrSgrupve der Liga zum Schutze der benschen frultur bat 3 -sieuti he i Bo i ai für diesen Sinter, in dem Skfcrm'iar En^lloach ütrr btt Ursachen unb Folgen enteret hörigen Geld- entroertung sprach — 3n Wetzlar roawe ut der Nacht zum Ttev-L-g ein Einbrecher tobet überrascht, als er irn 5 je «baue einen Einbruch verübt hatte. Am der Flucht vor seinen Verfolgern wart er eine * tx>Urxe Schreibmaschine m bte Lam, aus ber sie a-<>*rn Tag; ft au.9- gefischt wurde. — text fettame Totenehrung be- gmg man « Frohnhausen au der Dill, ■»
** Bornatitzen. Fräulein Irma M. Betgr hat für da- Sonderkonzert de- Konzertverein- am Sonntag den 6. Febr «n ungemein oeizvvlles Bvaramm zusammenge- stellt. C- geht von den Mtitalienern Pergv - lese unb Searlatti über unser: baitfdvn Meister H-vdn, Mozart, Schubert, S^bu- mann, Regerbi- zum Komponisten d r Gegenwart Leo Blech, Getragenes und Ernstes, Mun- tevetz und Scherzhafdes, rote e- sich in Re.,ers -Mana Siegenlird" und Leo Blechr ,ÄnmW' verkörpert, mitemanbrr verbindend. Gesangsttch ntkb bietet die Bottraa-svlge Gelegeichü, dne in emrr nnsigen künstle isck»en Individualität kaum L *^T ^^emigte vielseitige Begabung in solcher Bollendimg zu zeigen —ImNaturheilver- e t n wird Dr med E. Scküütcr, ein alter erfoh- renn praklischer Arzt auS Hamburg, am Samstag den 5. Februar, abend» '/L Uhr, sin Katholischen Beretnshause erneu offentltckx i Bortrng halten über das -ibema: Die natürlichen Schutz- und Abwchrmittel des menschlichen Or- aani»mus gegen Infektionen. — Zu der Aus telsimg männlicher Kanmch-n, welche ter biente Kannichenmchtveven am kommenden Sonntag m der Tun-Halle de- Omraiafcum« in ber Sud- Anlage veranstaltet sind 120 Tete von fast allen Rasses gemeldet. Der Serin läßt gern ^genrnal die Tiere am ^ortntaq b-w rten Die Beucht können die Arbett ter Pre^r.i.'^-rS in aller Rute beobachten. Der ^e ndbund verlang von unterer Mogienmg bte ablrteruna von ->X)000 Stuck Zuchtkaninck«i Auch die hessischen Züchter sind auforforbert, gesunde starke Kanincken al'er Rallen zur Abgabe bereit zu stetten «um Ibungen sind an Ludwig Steinbrecher. Tarmftan, Lössels'st, um die Hinterlastenschaft einer Sctröiterung tllv-j ^uSd^'endl^ ^obere
In der »i$tli<6en Abtei- Ium konnten 17 Ge.äße unb »rtgehZrige Metall- norde auS einem der 15 bisher untersuchen Grabhügel von Nieder-Mockstadt (Kr Büdingens neu ausgestellt werden. Al» ftaumbdlattunq batg der Hügel ein Brandgrab der mittleren Hallstatt- zeit (etwa dem achten vorchristlichen Jahrhundert cm gehöre nb). Die Lcichenasch lag tret m der Erde ^ursprünglich wtchl durch einen Hol»kasten Daneben war ein Service von 15 töp en, Schalen Dechrn ausgestellt, besten vefäßc durch ihre örc- phitbemalrmg bemerkenswert sind E» scheint 'ich
Landkreis Gießen.
x Steinbach. 2. Febr. D« Neuoervach- tung unterer ca. ö7OD Morgen großen Ge- m e i n d e j a g d für die näch'trn 6 Iabre batte ein überrcxchmÄes Ergebnis. Bisher war bi: Jagd an zwc: Gießener Iäzer verpach r; Teil I rro yahr für 660 Mk., Teil II für 6<0Mk Bei der vor erniaet Ta«n erfolgten neun Iazoverrachning blieben Höchillnetende: Karl Tertot von der Lre- bigshöye in Gieren für Bezirk I mit 6975 Mk., vch Niko laut, anfncttron.af ütntt tat staatlichen Branokasie :n G.eßen für Bezirk II mit 5115 Mk Tas geldlich Ergebnis der ^ag^auibeute soll im Jahre 1920 bei Den enorm Hohen Wlldprer en für beide Bezirke boo ten» 4000 Mk. betragen ►oben Der Genwuioerat l-at den Höchstbietenden den Zuschlag erteilt.
Kreis Lauterbach.
uv. Bo rn Do g c ls be rg, 1. F-.br. Ta> Lkt ist in unseren Gebtrgsoörfern btUijer geworden und von 30 Ml. das Laer aus 16 Mk. ge-allen. 31, man bietei<ba* Liter bereite für 15,50 Mk an Die gering die Oelvorräte in den einzelnen Hausdal langen waren, zeigt der starke Einkauf des Oeles beim Beianntiverden t«S Preissturzes. Manche Scklagmüller hatten in aller stürze chre Vorräte verkauft.
Kreis Friedberg. Ziarunerblnt.
O Butzbach, 2 Febr Tie Gebrüder Haßler in dem jenseits des Hausbergs auf preußischem Gebiet gelegenen Dalddorfe Esva, von deren Ber- haitung wir vor kurzem berichteten, foUen in nahem Verwandtschaftsverhältnis zu dem Zigeuner Ebender stehen, der kurz vor dem Kriege den Förster RoinanuS im Rommer.-.er Forst zwischen Felda unb Schlie erschollen hat unb wäb end des Krieg S hin- gerichtet worden ist. Tte beiden Gebrüder vaßier, von denen der eine bei der Festnahme erschossen nnitbt, gehören einer Espaec Kvrbmacben'amilie an und haben noch mehrere Brüder, die alle im F^lde gestanden und sich zum Teil als rnp e« .Soldaten vor dem Feind bewährt haben. Tie Gebrüder trieben schon seit langem in der Gießener, Butzbacher und Ufmger Gegend ihr Unwesen und dehnten eS sogar M an den Main nach Aschaffenburg au3. Forstbeamten unb Jagdaufsehern, die ihnen in den Weg traten, lieferten te gelegentlich förmliche Feuergesechte, und auch bei der Festnahme in Esva griffen sie sofort.zu Abwehrwasfen. Ter Wormser Kriminalpolizei ist es zuerst gelungen, der Einbrecherbande auf die Spur zu kommen. Äriminalbeamte sanden im nahen Hausen und in NiÄxr Weisel in zwei Häusern Diebesgut, das die Gebrüder Haßler in verschlafenen Körben dort ausbewahrt hatten. Von einem ''eil der Sachen konnte sofort nachgewiesen werden, daß sie dem ^iegenberfler Schlosse entstammten. Taraushin sand dann die schon gemeldete Festnahme durch die hiesige Sckiudpolizei statt. Einer der Beschuldigten soll zugegeben haben, daß allein in den letzten vier Monaten 21 EinbruchS- o ieb stähle unb Ra u b ü bc rf ä ll c von den Haßlern verübt worden s>d. Die ganze Gegend atmet jetzt erleichtert auf. Auch vom Hütten- b e r g, wo die öffentliche Sicherheit in letzter Zeit durch verschiedene Dorkvmmnisse s hr gefährdet gewesen sein soll, hat man keine .ikkagen mehr gehört. Tic Schutzpolizei unternahm dieser Tage nochmals eine Streite durch die Wälder bei Dornholzhausen, NiederNoen und KirchgönS, wobei sie nichts Verdächtiges mehr feststellen konnte.
Ein schlechter Scherz.
AuSder Wetterau, 2. Febr. In dem Torfe B. waren dieser Tage zwei Frauen eine» Nachdardorfes zu einem ©ttfTranx abends geladen. Auf dem Heimwege begegnete ihnen ein Auto. Sie baten den Fübver, nntfahreu zu dürfen, waS dieser auzb beveitwilligst gestattete. Wie erstaunt waren aber die Frauen, als sic, statt in ber Heimat, in einem DorfebeiHanaudas Auw verlassen konnten.
eu «.^nzverguüaeu mr T barrroo n ütrru ng DfeoBttallet amroe. des en Jieirgerottn »ur Errlchrnng etneS für bu un Krie-e
Ge 4denen Vecwendu g finden fod. — Vu- hclm Hem von B o h t g ö n s erhielr aui der Ijösten deutschen Qteilügehu4flrflun^ In Müv.ck« ür cettbubnfarbige Dpandottc» zwei Eh enrneise. wci erste Brei st, ie einen zweiten un) dritten Preis, owie ffir beste Grfamtleistunari' silberne Medaille. — InLaubach sprach am Mo :tai auf D ranlas- img ber Deutschen Volkspartei Tirettor Element über den Gewalt rieben von Verfai les Ter irod- einbalbfiünbigc Vottoag erntete reichen Scüall und wurde mit einem Hoch aur das Vaterland geschloßen. — In Heidelbach .Shti» H»fetb plant man ein Denkmal für o« Gefallenen, antu bte Mittel bunb Sammlungen und Veranstaltungen aufgebracht werden. — In Lißbera starb im Alter von 75 Jahren Altbürgermeister Karl Sevm. — Für em Kriege coen km al in Altenhain ktr. Schotten^ hat der .Kriegerverein 4200 Mark gezeichnet. Als Platz ist der Gabelounkt der'Straßen nach Schotten und Pelershariler Hot au.terfetcn. — In Siegen wurde ein 68jäbriger L^hmfor- mer von einem 4000 Kilo schweren Mantel, der »'ötzlich umstürzte, erschlagen. — Ein (Si tbrudb im !anbgerichtsgebäude wurde in der Dienstag Nacht in Fran ksurt verübt. Soweu bis jeti bekannt geworben, wurden nur BeidungSstücke gesttchlen — Siner Witwe in Offstein «Rheinhessen wurden vor einigen Tagen etwa 21 030 Mark in 50 Wark- chtmen aus dem Büfett geswhten
l)odyfcfritlii<i*ricbtcn.
Berlin, 3 Febr. Bei den gestrigen Wahlen zur Studentcnvenretung an bi Berliner Universität bat bte battschvölkische Mehh st einen Zuwachs auf 66 von 62 Sitzen der bisherigen Zusammensetzung zu verzeichnen und damit bU Iiveidrittelmehrhrit errnrht
Itaitff und W ffenfebaft
Aufdeckung eines rölnisthen Gutcchofes.
fd. Frankfurt a. HR., 2. Febr Denn- gleich die römischen Trümmer „Auf dem Stellet** v.'i Bergen den heimischen Forfch.'rn seit lang'« bekannt sind, so haben doch neuerlich: Grabunae» durch Lehrer h. Binaemer-B-raen wertvolle Auf- chlüsfe über diese w-chtig- Siedlung g bracht Das Ergebnis der Forschungen brachte bte Feststellung, daß man es md dem Herren Haufe eines größeren Landgutes zu tun bat, dessen Erbauung den vorgefundenen Fundstücken »folgt in die erste Hälfte de» zweum Iahrhundert- nach Christi zu setzen ist. Man ist der Auffasiung, baß fick in der Nähe dieser Fundstelle an römische- St a ft e H mit einem Bade befand unb will die Lage des Bauwerks durch die bereits ststgelegt.m und noch nachzuweifen^m Ricktunnetz, der Straßenzüge zu bestimmen suchen. Bei bei jüngsten Grabungen fand man lediglich LegiouS- stemvel.
Umgruppierung der Stüdel'fchen Sammlung.
mc. Frankfurt a. M., 2. Febr Die arohe« Sammlungen des Städel'fcken Sdunstinstitutes l»aben eine Umgruppierung erfahren, so daß viele Schätze, die seiner im Keller lagen, nunmehr der Oefsenllichkeit zugänglich gemacht werben konnten. Namentlich die in die tausenden gehende Sammlung der Zeichnungen der Romantiker und Nazarener konnte so nach langet Verborgenheit an das Licht de- Tage» gebracht werden —-..... —
ICirebc und Schule.
BetrlebSrürefchule.
fd. Frankfurt a. HÄ., 2. Febr. 3* de« Räumen der Universität wurde beute für Ve- triebSrSte, Arbeiter und Angestellte eine Betctebsrä:eschule eröffnet. D r L-Hrgang soll etwa zehn Wochen umfassen. Profeflor Dr. Sinz- Heimer leitete den Unterricht durch einen Vor-- trag über „Arbelt-verfai'smra unb soziale Entwicklung" ein. «
x Wteseck, 1. Febr. Daß ent Ko»fir- mandenabend einem Bedürfnis endrmdu, zeigte der erste am letzt m Sonntag in der dichtz, besetzten Kirch:. Son W?s u unb Rech: begründest* im Eingang ber Ortsgeistlichr. Gwicku. Lied und Prvfastücke führten durch die G.llck^ckte der christ-' liefen Märtyrer vom Stnaben Kvnll über Huß^ Hemrick Boes und Johanne» Esch bis zum Letzdensweg ber baltifchm Christen in der jüngste» Zeit Gedicht: wurden von Knaben utft HRdlxbe«. trorgetranen und durch erläuternde kircheng schzcht- liche Notizkit des PiaererS vetlnotden. Da» Opfer biete» üonfirmandenabend», dem mintest ns noch einer bi» zu der am Sonntag nach Ostern stattfindenden Konfirmation folgen soll, kam der Baltenwaisentpende zugute.
(Fcrld)trfaal.
Mowverfuch um einen Laib Brot.
utf 5r an tf br t a M , 2 Febr. Der Frh> bursche Martin Gorzellmneck hatte emen Mitz- arbeitet hinterrücks mit einem Hammer niedergeschlagen, nxü dtef r ihm anntV.ich einen Saibjgrot zu wenig gegeben habe. Urteil, 1 Jahr 7 Monate Gelängnr».
Sin kräftiges ttrfeit
fd. Neustadta H, 2. Febr Ta» Vckäfren- gertett vevuitellte den flauhnntn Hermann Stets aut Haßloch wegen unerlaubter Ansfvhr box, Holz nach dem Au»l<mde iu einem Monat fängniS und 70000 VU. Geldstoa e.
Vereine «nd Veranstaltungen.
G L lck», 1. ßtbr Tie schltcktz-tu«erllche tvte Ktdvnma mit dem Tbrenb't£i wucke an troti ter ältesten hiesigen Turner vom Mi'.telrietnkrer» der Deutschen Turnerfdaft verlaßen, den E renmi^, gliedern de» ttefrci Dtrrnperer-is V i ivv Oß> nxrfb unb Cbr Vater d e aur eine mehr ill 50- lädrige Vnrf igkft zurü ß tckm kö men und m der Veretnsleituag einst graue Verdienste um da» Turnen haben. Hierüber unb über bte schöne Feier, bet ber bu Ehrung der 6eiben Mitglieder vor genommen wo eben ist, ist in di Svortz» Umsckvu des Gi ßnier An eg-» auS üb [('her Nm richtet, es fet aber noch erghteenb btnzugefügt. datz e» allgemein bedauert ron*;, drtz der Gau Hefien kernen Vertreter zu der Feierlichteü ente sandt hatte. ---------
öertnVdbtce.
Dessau, 2. Febr. Wolff.) Als heute morgen die Belegschaft der Gewerkschaft Li- betstedt den Salischacht brtre'en wollte, strömten ihr giftige Gaseentgegen, durch die 60 Mann betäubt wurden, 4 Marm find rot. 9 befinden sich noch im Schacht. Die SkttungN l Libellen fut» im Lange.


