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Kur

über

annehmen.

Aus dem Reiche.

Gegen die Erhöhung des Drotpreifes.

Stückladung und Waggonladung Dischofsheim und WormS verhängt.

Aus dem besetzten Gebiet.

Güterstanungen.

'Berlin, 1. August. Infolge neuer öu- lerstauungen an der R h e Inzoll­grenze Im Bezirk Mainz wurde, Blätter­meldungen aus Mainz zufolge, eine ausge­dehnte Sperre für Eilgut, Frachtgut,

Ast oria-Lichtspielen ajanau eine Interessen­gemeinschaft abgeschlossen und firmirren deswegen von heute ob eben.alls Astoria-Lichtjpiele. Die Leitung bleibt nach wie vor in Hunden von Direktor HÄerlond.

** Ihren 8V. Geburtstag feiert reute Fräulein Luise Han st ein, Leh­rerin i. R., Steinstr. 51.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Lichtspiechaus, Dah.ihofstrahe,Der LiebeSkorii- dor" undTropengift"' Astorialichtspiele.Die geheimnisvolle Kugel" undKatinka".

DleSemester-SchlussPrüfungen der Altceschule |l den Donnerstag um 3 U h r für die Haushaltungssc^ile in der S t e i n- trabe 10 unb Freitag 3 .11 b r für die Schülerinnen der Weltznah-, Schneider- und Hand- arbeitsklafse Brandplatz 4 Part, statt. Die Ausstellung der von den Schülerinnen angefer- tigten Arbeiten ist Sonnen st raste 2 am Frei­tag von 111 und von 35 Uhr geöffnet. Prüf­ungen und Ausstellung sind öffentlich.

Kreis Lauterbach.

Hessen-Nassau.

Schwere Waldbrände.

nie. Frankfurt a M.» 1. Aug. In der Umgebung von Frankfurt brachen am gestrigen Sonntag eine ganze Anzahl von Walddränden aus, die teilweise sehr schwerer Natur waren. So ist am Sandplacken im Taunus unter­halb des Feldberges eine Wawparzelle von meh­reren Hektar vollkommen niebergebrannt Die rie­sigen Rauchwolken waren bis in die späte Nacht hier zu beobachten. Durch Eindämmung des Feuers wurde man seiner nach angestrengter Ar­beit Herr. Nach Bad Homburg zu kam ein zweiter Waldbrand auf, dem zahlreiche ältere Bestände zum Opfer gefallen sind. In den hessischen Staatsforsten um das Jagdschloss Mönchbruch entstand durch rauchende Spazier­gänger um die Mittagszeit ein weiterer grosser Waldbranb. Die Feuerwehren der umliegenden Ortschaften mussten mit voller Mannschaft aus- rücken um den Brand wenigstens einzudämmen. Die Walbparzelle von über 5000 Quadratmetern ist vollkommen ausgebrannt. Hier ist der Scha­den besonders gross, da es alte Bestände waren, die dem Feuer zum Opfer fielen. Ein Gross­feuer vernichtete schliesslich noch im Darmstädter Stadtwald am Samstag mittag ungefähr 50 Mor­gen Kiefernbestände. Kleinere Waldbrände wer­den aus Idstein, vom Niederwald, aus dem Spes­sart bei Lichtenau, von Weinheim an der 'Berg­strasse und Gross-Gerau gemeldet. Auch bren­nende Getreidefelder mussten vielfach unter grosser Mühe gelöscht werden.

Wie derBert. Lokalanz." aus Mägde«' dura meldet, wendet sich die Aerztekammer für die Provinz Sachsen aegen die beab­sichtigte Bcotpreiserhöhung. Die beträchtliche Er­höhung des Preises würde zur Folge hoben, dass zahllose Kreise der Bevölkerung noch mehr der Unterernährung mit allen ihren übten Fol­gen preisgegeben würden. Neue folgenschwere Unruhen und Kampfe seien zu befürchten Die

Ein spanischer Gelehrter als Gast der Landesuniversttat.

Trotz der Ueberlaftung der letzten Semestertaae und trotz der tropischen Schwüle war der grosse Hörsaal der Universität am Mittwochabend (27. Zuli) voll gefüllt zu dem Vortrag, den auf Ein­ladung des Rektors der Professor der alten Geschichte an der Universität Barcelona, Dr. Pedro Bosch h Gimpe ra überDie spanische Ethno­logie im Lichte der neuesten archäologischen For­schungen" hielt Zu Beginn der Sitzung begrühte der Rektor, Professor Dr. von <8 l d e n, den Gast, der wahrend des Krieges In Spanien nicht nur für deutsche Wissenschaft, sondern für die deutsche Aation etngetreten ist und jetzt in Deutschland weilt, um die Beziehungen zwischen spanischer und deutscher Wissenschaft weiter auszubauen und den Austausch wissenschaftlicher Bücher und Zeit­schriften zu organisieren, der auch unserer Landes- Universität zugute kommen wird.

Prof. Bosch, der einer uralten katatonischen Familie entstammt, bekannte sich In seinen Ein­gangsworten als Schüler deutscher Wissenschaft und Freund des deutschen BolkeS. Das Thema, daS er gewählt hatte, führte die Hörer in historische und ästhetische Probleme der ältesten spanischen Geschichte und Kunst ein, die durch die Forschungen deS letzten IahrzehntS mächtig gefördert worden sind und an denen dank vorbildlicher Liberalität der spanischen Gelehrten deutsche Forscher gemein­sam mit ihren spanischen Kol egen arbeiten konnten. Die griechisch-römische geschichlliche Ueberlleferung über Spanien lässt zwei Phasen erkennen, von denen die erste etwa vom Iahre 600300 vor

Aerztekammer hält es daher im Hinblid auf baä allgemeine Wohl und die Wiedergenesung des kranken Bolles für geboten, das unbedingt zur Lebenshaltung notige Brot in der bisherigen Preishöhe weiter zu verabfolgen. Für das über bie jetzige Brolmengs hinausgehende Brot könne ein entsprechender Mehrbetrag gefordert werden, internationalen Proletariats geworden fei. Die britische Arbeiterschaft sei schon allein start genug, um den Imperialismus der herrschenden Staaten Widerstand zu leisten.

Die Beratungen über die Steuervorlagen.

Berlin, 1. August. (WTB.) Die Be­ratungen des Reichskabinetts üb ex die n e u e n Steuervorlagen wurden heute nachmit­tag weitergeführt. Die Reife des Reichskanz­lers nach Bremen macht eine Unterbrechung notwendig. Sie werden am Mittwoch nachmit­lag wieder aufgenommen. Die durch die Presse gehenden Mitteilungen über Sinzelheiten und Die Tendenz der Beratungen des Reichskabi- netts beruhen auf Kombinationen.

{Sie Wahlen znm Verbandst«« der Metall­arbeiter.

Berlin, 1. August. LautFreiheit" wa­ren bis zum SamStag folgende Ergebnisse der Wahlen zum BerbandstagederMe- tallarbeiter bekannt: Für Amsterdam 403, für Moskau 73 Delegierte. Die Metall­arbeiter haben sich also mit gewaltiger Mehr­heit für die Erhaltung der Einheit des Ber- SaudeS ausgesprochen. ,

heim, Thomas Würz-Dom-Älsenheim, Kirchenral Wahl-Beienheim und Lehrer Beder-Dorn-Assen- heim. *

[j Friedberg, 1. Aug Gestern ver - s ch leb im 79. Lebensjahre einer der ange­sehensten und beliebteren Bürger unserer Bater- tabt, Kommerzienrat Karl Trapp. Der Ver- lotbene war bis vor einigen Iahren der Inhaber der Sabril photographischer Papiere Trapp u. Münch, die unter seiner Leitung einen gewal­tigen Aufschwung nahm und sich eines Welt- ruses erfreute. Auch im öffentlichen Leben un­srer Baterstabt nahm er eine hervorragende Stel­lung ein, so als langjähriges Mitglied der Stadt­verordnetenversammlung und des Prcbinzialtages, als Gründer und Borsitzender des Derschönerungs- verelns usw. Besondere Berdienste aber erwarb er sich um das musikalische und künstlerische Leben unserer Stadt. Der Musikvercin verdankt seinem langjährigen Borsihenden In erster Cinie sein Ge­deihen und Aufblühen. Es ist Wohl 'keine ge> meinnützige Anstalt zu verzeichnen, die seiner stets offenen Hand nicht viel zu danken hätte,- dabei übte er, wenn auch meistens im stillen, eine gross­zügige Wohltätigkeit aus.

Friedberg, 29. Iuli. In einer gut- besuchten Versammlung im Ratskeller fand gestern abend die endgültige Gründung eines B e r e i n s ü r Feuerbestattung stall, welchem sofort nahezu 60 Mitglieder, davon ungefähr ein Viertel Frauen, beitraten. Es Ist beabsichtigt, dem Ver­ein eine Sterbekaffe anzugliedern, aus welcher in eintretenden Todesfällen den Hinterbliebenen ein Teil der Kosten der Einäscherung erstattet toiii). Zum ersten Voisttzenden wurde Buchhändler Scriba §swählt. Die Mitgliedschaft ist nicht an den Ort gebunden und können auch auswärtige Mitglieder ausgenommen werden.

Starkenburg und Rheinhessen.

rin. Darmstadt, 1. August. Der Hauptvoranschlag der Stadt Darm­stadt ist soeben erschienen. Er schliesst mit nahezu 60 Millionen Mark ab, von denen etwa 8 Millionen ungedeckt bleiben. Die Unter- bilanz ist über IV/b Millionen Mark höher wie Im Vorjahre. Durch Berwaltungseinnah- men will man etwa ItPA Mill. Mk. decken, wahrend durch Steuereinnahmen etwa 25 Mil­lionen aufgebracht werden sollen. Nahezu 10 Millionen hat der Staat für Volksschulen, OitSpolizei usw. zurückzuvergüren, während de i Rest von 8 Millionen durch neue Ge­meindesteuern oder durch Heranziehung des Steuerausgleichsfonds aufgebracht werden muss.

Versprengte Reste einer UrbtorTenntg an verschie­denen Teilen des Küstengebietes sitzen. Iin britte Iahkhunbert werden die Idern des Süboftenr durch die Karthager verdrängt, auch tie des Ostene müssen fremden Eindringlingen weichen, und ir dem Tafelland« tritt uns nun eine keltisch-iberische Mischbevölkerung entgegen. Das ver.chwommene Bild, daS sich aus Dürftigen Quellen gewinnen lässt, erhält er ft durch die Ergebrnsse der archäolo­gischen Forschung Form und Farbe. Mit HUse vor­züglicher Lichtbilder zeigte der Vortragende, wio sich unter dem Einflüsse ber archaischen griechischen Kunst Kleinasiens, Insbesondere die S aot Phokäa, die bie Mullerstabt bes spanischen Mainake war. bei ben Iberern eine höchst eigenartige Skulptur entwickelte, bie zu so bebeutenben Werken, wie dem berühmten Frauenkopf von Elche führte. Je mehr die zeitliche Entfernung von den griechischen Quel­len wächst, desto stärker werben die Motive um= stilisiert. Die gleiche Kultur tritt unS in einer reich bemalten Keramik entgegen, deren beste Quittungen auf dem Gebiete des Ornaments liegen. Im dritten Iahrhunbert verschwindet diese Kultur aus den Küstenländern. Die Idem werden in das Innere des Landes gedrängt. Wie die archäologischen Funde zeigen, gelingt es ihnen, die primitive La Töne-Kultur der eingesessenen Kelten durch ihre überlegene Kultur zu überwinden, die sich nun im Sinne einer immer stärkeren Stilisierung weiter entwickelt. Die letzte Phase dieser Kultur fönnen wir In den Funden der reichen Stadt Nurnantia verfolgen, die als letzter Posten ber Frechheit der alten Bevölkerung Im Iahre 133 dem jüngeren Scipio erlag.

Dem Fachmann gaben diese Ausführungen eine Fülle von überraschenden neuen Ergebnissen: Dinge, bie bisher isoliert und unverständlich waren, fügen sich nunmehr flat und überzeugend in grosse Zusammenhänge ein. Aber auch dem Fernerstehenden boten sie Anregung und Genuss durch die Einführui^g In spannende geschichtliche Fragen und die Aufrollung des ästhetischen Pro­blems des Verhällnlsses zwischen klassischem und primitivem Kunstempfinden, bas uns In ber Gegenwart besonders am Herzen liegt Es muss hervorgehoben werden, dass Prof. DoschS eigene, von schöpferischer Initiative und strenger Krllik er­füllten Forschungen einen wesentlichen Anteil an diesen Ergebnissen haben.

Lebhaster, spontaner Beifall der Versamm­lung banfte bem Vortragenden. Der Rektor der Universität gab diesem Dank Ausdruck In einem Schlusswort, in dem er die Hoffnung aussprach, dass bas wissenschaftliche Zusammenarbeiten der Ge­lehrten beider Nationen auch in der Zukunft reiche Früchte tragen möge.

Nach der Sitzung bereinigte ein gemütliches Zusammensein den Dor ragenden mit einem grossen Teile der Dozenten der ilnlberfität In einer spanischen Ansprache feierte Prof Gmelin den Gast als Vertreter oer ritterlichen Nation, deren wahr­haftige und bornehmc Neutralität während des Krieges das deutsche Volk nie vergessen wird. Während die Klange der spanischen National­hymne tönten, dankte Prof Bosch dem Redner und Wesensverwandtschaft ideal.ft fcherWcltaufsasfung schloss mit bem Gebanken, dass eine tiefe. Innerste beide Rationen miteinander verbindet.

Der Besuch des spanischen Gelehrten Ist unS das Zeichen einer Freundschaft, die uns In einer Zeit, wo unser Volk arm an Freunden ist, doppelt wohltut, und zugleich ein Symbol dafür, dass blr deutsche Wissenschaft die alte Achtung, die flr befass, nicht verloren bat

Gießener Stadttheater.

Schwank von Arthur Hoffmann

Giessen, 31. Quli

Verständlicher konnte einem der Htz-Koller wohl kaum werden als in einer Zeit, da man durch die dauernde blödsinnige Hitze sich selbst vorn Tropen­koller bedroht vorkommt. Wenn der Himmel einen Koller hat, warum auch nicht der cholerische Held eines kollerischen SchwankblchterS Es gibt Menschen, die vom Genuss herrlicher Erdbeeren und wenn sie billiger sind als in diesem Iahre, bie Nesselsucht bekommen. Warum soll man nicht einen Menschen auf die Bretter bringen, dessen Gehirn beim Anblick eines Juristen rot anläuft und bem bie ausgleichende Gerechtigkeit die Strafe zudiktieri. einen Juristen zum Schwiegersohn und einen zum stillen Teilhaber in der Drossschlach- teret zu bekommen Warum sollte ein Akten- mensch eine über fünfzig Iahre alle Präsidial- Verordnung nicht für ein wirksamere- Kampf­mittel gegen Dienstmäuse halten, als eine Mause­falle? Warum? Warum, sollte die- weniger möglich fein, als ein mlllelafrlkanifcheS Klima in Deutschland? Warum sollte es einem Kri­tiker nicht einmal mehr Spass machen, vom Weller zu toben, als von einem Schwank? Well er sonst dem Schwanke em ft haft zu Leibe geben und mit Kanonenkugeln nach einem Spatz schiessen mühte. Aber soll der Spatz st» mal ungestört im Staub vielbegangener Landstrassen plustern und sich nachher auf eine Telearaphenstange schwingen und ein paar individuelle Töne aus der eigenen frechen Kehle piepen dürfen Wan kann schon seine Freude an dem drolligen Ge­sellen haben, der piepst und piepst, sich den Schnabel wetzt zu neuem Spott und abermals piepst und piepst Immer das eine Thema, immer die eine Melodie. Was Hoffmann an Bosheiten über Juristen zu sagen weiss, ist er­staunlich Der Faden seines Witzes reisst nie ab, wenn der Faden der Handlung auch mehr als dürftig Ist. Die Witze machens, fie erobern sich das Lachen der Zuhörer, allerdings auch einige komische Situationen, wie der Schluss des zweiten Aktes.

Die sonst flotte Aufführung wurde berichte- deutlich gehemmt, da infolge ber Hitze bei einigen Darstellern bas Gebächtnis auszusetzen schien Die Hauptrolle bes Grohschlachtermelsters Feist­mann würbe von Rudolf Goll nach jeder Hin sicht köstlich auSgebeutet. Reben ihm ist unbe- bingt Richard HelldornS Registrator Käse­bier zu nennen Seht anerkennenswert waren die Leistungen der Damen Karla Keller. Eläre Türk, Vera Do ndz lej und Luise Hammel Bon den Herren waren mit teilweise vortrefflichen Leistungen noch beteiligt: Karl Iuhnke. Harry R o e b e r t, Wladimir Brande». Georg H e - ding und Fredtz Döring

Aus Stabt und Land.

Giessen, den 2. Aug. 1921.

Erwerbung des Landsturmlagers durch die Stadt Gießen.

Das Landsturmlager auf dem Trieb mit ^sämtlichen Baracken unt> allem Zubehör wurde von der Stadt Giessen -um Preise von 1 300 000 * !Mark angekauft. Die Verhandlungen tour- ^jden gestern im Beiseln von Vertretern Der 03er- *|liner Regierungsstellen abgeschlossen

Wettervoraussage

für Mittwoch:

Soweit auS den gestrigen Avendmeldungen zu ersehen Ist, scheint sich das Allantische Ties etwas nach Sübosten auszudehuen. Vorerst wird die heisse, trockene Witterung noch anhalten. Wahr­scheinlich wird stärkere Gewittertätigkeit auftreten.

Durch Störung der Funkempfangsanlage der Giessener Wetterdienststelle ist es möglich, bass für einige Tage bie Prognose nach "ben Meldun­gen von 7 Uhr abends des vorhergehenden Tages gestellt werden muh.

** Zum Dr. honoris causa der Staat»- .Wissenschaften wurde von der philosophischen Fakultät Generaldirektor Jakob Hildebrand in Zillertal-GrdmannSdorf ernannt. In der Pro­motionsurkunde heiht es:ben in Wleseck bet Giessen geborenen Landsmann, der jetzt alS Vor­sitzender des Verbandes Deutscher Leinen-Indu­strieller an der Spitze seines Fachzweiges steht, den verdienstvollen Förderer des einst in Deutschland heimisch gewesenen Flachsbaues, der während des Krieges Die Organisation leitete, die diesen alten, deutschen Zweig mit größtem Erfolge wieder zu neuem Heben erweckte, den verständnisvollen ' «Pfleger der Forschung, der das Forschungsinstitut ber Lelnenlnbustric schaffen half, dessen Vorsitz er .zugleich einnimmt". /

** Berufung. Wie wir hören, ist der .durch hie Emeritierung des Geh. Med.°RatS Barfurih freigewordene Lehrstuhl der Anato­mie an der Universität Rostock Profefsor Dr. Kurt Glze in Giessen angeboten worden. Dr. Elze, der erst im Frühjahr d. I. an die Giessener Universität als Prosektor am ana­tomischen Institut unter Ernennung zum Ordi­narius berufen wurde, ist aus Halle a. Ö. ge­bürtig. Er war Assistent bei Pros. Wieders- heim in Freiburg i. B. und von 1909 bis 1912 ^Projektor bei Prof. Hochstetler in Wien. Im jaf)re 1912 habilitierte er sich in Heidelberg, bekleidete hier die Stelle als erster Prosektor Llm anatomischen Institut und erhielt 1918 den Titel ausserordentlicher Professor. Slze'S Ar­beiten betreffen Anatomie und Entwicklungs­geschichte des Menschen, ferner vergleichende Anatomie.

Fuhrwerke. Das Polizeiamt Glessen bringt erneut zur Kenntnis der Fuhrwerk, besitzer, bass nach ber Polizeiverorbnung vom 13. Oto- Dember 1891 jede» Fuhrwerk, welches nicht ausschliesslich zur Beförderung von Personen be­stimmt Ist, an sichtbarer Stelle mit bem Namen (Firma) und Wohnort des Eigen­tümers in deutlicher Aufschrift versehen sein muh.

" Der Bund deutscher Frauen­vereine hat seine Verbands- und Verelns- vvrsltzenden herzlich und dringend gebeten, sich für bie Beschaffung von Pflegest ellLn für Klnber aus den besetzten Landes­teilen zu verwenden. Es kommen In Betracht Kinder aller Gesellfchafkskreise im Alter von 13 bis 15 Iahren. Wir hoffen, dass sich viele Fami­lien der Äinbcr unserer bedrängten LandSIeute

Stenographie.

' Der Oberlabnbeziri deS Mtttelwestdeutichen StenvgravhenbmrbeS _S t o l z e - S ch r e Y" hielt am 31. ,3 uli m Wctzlar seinen Bezirkstag ab Dle Tagung wurde mit einem Wettschrei- ben etngeleüet. dem sich eine geschaftlichc 611- anschloss Aus dem Jahresbericht ist zu ent-

Schlitz, 31. Iuli. Der Leiche der 15jäh- rigen Marie Hatz aus Groh-Gerau, die in ber Familie bes Postmeisters Malsh weilte und beim Baden in der Schlitz ertrunfe n ist, folgte ein äusserst zahlreiches Trauergelelte. Den Eltern bringt man hier allseitige Teilnahme entgegen.

z. Grebenhain, 1. Aug Die Bezirks- asse Grebenhain, welche nahezu 3D Iahre lang )ter bestand, wird mit dem 1. Oktober d. I zu einer Untembebungäftelle umgewandelt, und zwar Im geringen Umfange wie bisher, fo dass ihm künftig nur 10 Orte angeboren werden. - Ende ber vorigen Woche gingen beim Korn- abmachen, wäh end her Frühstückspause, die beiden Psecde der Witwe Marie Keissner mit ber Ge- treldemähmaschlne durch, wobei Die Maschine total vernichtet wurde, so dass nur noch Deichsel und Achse ganz blieben. Glücklicherweise sind Pferde und Menschen nicht zu Schaden gekommen.

Kreis Friedberg.

Butzbacher Iubiläums-Gewerbeausstellung.

Butzbach, 1. Aug. Die Butzbacher 3ubi- läums-Gewerbeausstellung ist pünktlich am Samstag eröffnet Horden. Die Bertreter der Behörden und die gelaßenen Gäste waren über» rascht, bei dem Rundgang ein bis in die kleinsten Einzelheiten fertiges Ausstellungsbild vorzu- inben. Das oberyessische Handwerk bietet eine ausgezeichnete Uebersicht feiner Erzeugnisse. Der Seiler und der Schmied, ber Kunstschlosser unb der Installateur, ber Schneider, der Friseur, ber Maler unb ber Gärtner sie alle sind ver­treten, Die Tischlerei zeigt eine grosse Auswahl ebenso gediegener, wie geschmackvoller Möbel, unb bie oberhessische Weberei führt einen Web­fachs für gewirkte Decken im Betriebe vor. Die eisenverarbeitende Industrie, namentlich auch die Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen hat sich mit äusserst interessanten Modellen und Pro­dukten beteiligt, und eine mit grosser Sachkennt­nis zusammengestellte Ausstellung Butzbacher Altertümer, namentlich eine Sammlung wert­voller Urkunden aus bem Mittelalter vervoll- stänbigt das Ganze. Wie gross die Anziehungs­kraft des Gebotenen auf das Publikum ist, zeigte der erste Sonntag der Ausstellung, der einen auswärtigen Besuch von über 2000 Personen brachte, so dass auf dem Ausstellungsterraln ein so buntbewegtes fröhliches Leben herrschte, tote es sonst nur bei grossen Veranstaltungen zu finden ist. Da auch die Verpslegungsverhältnlsse in Butzbach, bem Herzen ber gesegneten Wetterau, ganz vortrefflich sind, so dürste der Besuch ber Ausstellung für jedermann sehr lohnend sein.

Bienenzucht.

tt. Friedberg, 1. Aug Die diesjährige 55. Wanderversammlung des Ober- hessischen unb Kurhessischen Bienenzüchtervereins wurde heute vonnittag tm öaalbau hier durch den Vorsitzenden des Oberhessischen Vereins, Lehrer Buss-Leihgestern, mit einer Ansprache über den Wert des Wachses und des Honigs eröffnet. Schul­rat K mpel-Kassel hofft, dass dieser ersten ge­meinschaftlichen Tagung noch recht viele anders folgen werden und preist den Inneren Gewinn, den die Beschäftigung mit ben Bienen bringt. Die nächste Wanderverfammlung soll In Eschwege ftati- flnben. Sobann begrüben Tierzuchtinspektor Schml t»Kasssel und Schulrat S ü h° Friedberg tm Namen der Kasseler unb Hessischen Regierung die Versammlung. Den Hauptvortrag hielt darauf Lehrer M a t e r n-Kassel über . Welchen Einfluss haben die neuesten Forschungsergebnisse der Men- delschen Vererbungstheorie auf die Bienenzüch­tung? Es gibt vererbbare und nicht vererbbare Eigenschaften der Bienen, wie es Abt Mendel auch für Pflanzen nachgewiefen hat Die vererb- baren müssen herausgezüchtet werden In bezug auf Rasse, Honigertrag unb Schwarmfähigkett. Der sehr geistreiche und wissenschaftliche Vortrag fand allgemeine Anerkennung, wen» auch nicht alle An­wesenden mit seinen Resultaten einverstanden wa­ren. Als erster sprach Lehrer H e ck-Dudenrod. der tm Gegensatz zum Vortragenden die DickelscheLehre verteidigte unb burch Hinweis auf ein Versuchs- völkchen bewies. Seine Ausführungen bestätigte Lehrer H e n f e l-Hirzenhaln, der Redakteur der Diene". In ben schlechten Völkern muh ber Droh­nenbau beseitigt unb Drohnenbau aus guten Völ­kern eingefügt werben. Alle Verjuche ergaben, bass eine befruchtete Königin nur einerlei Eier legt. Lehrer Freuden st ei n-Marbach behauptet, dass Arbeitereier befruchtet, Drohneneier unbefruchtet seien, also bie Königin nicht einerlei Eier lege. DaS Ergebnis ber Menbelschen Theorie ist, dass wir Völler auf Honigertrag züchten müssen. Für unb gegen Dickel sprachen noch verschiedene Red­ner, ohne dass die Frage entschieden werden konnte. Den zweiten Vortrag hielt Lehrer Braun-Holz- haufen v. b. H. überDie Bedeutung der Bienen- wohnuno für die Bienenzucht". Die Wohnung mit beweglichen Dau war schon lange vor Dzierzon bekannt. Pfarrer E h r i st-Rodheim v. d. H. hatte beweglichen Bau im Honigraum, Pfarrer Buckel- Reichelsheim i. d. W. auswechselbare Strohringe Im Honigraum, Dzierzon nahm die beweglichen Rahmen auch in den Brutraum unb der Mobilbau war da. Bahnbrechendes leistete Alberti mit seinem Blätterstock. Die Anforderungen an einen brauchbaren Bienenstock find. Geringe An­schaf, ungskosten, schnelle Betriebsweise, gute Ren­tabilität keine Abstandsstifte, keine Aahmenfüsse,

1 Hirzenhain spricht für die Vierstöckigen mit 7tot- maJjnaD. H e ck-Dudenrod weiht auf die Bedeutung der Brette hin, Herr Schneider auf den Wen ber Drohnen. Hense 1-Hcrzenhaln macht bekannt,' dah der Feindbund 75 030 Bienenvölker von uns verlangte. Durch Dermitllung des Vorsitzenden deS Deutschen ImkcrbundeS. Prof. Frey, ist die 3af)I auf 23 000 Stöcke in Lüneburger Stülpern mit je 36 Pfund Honig herabgesetzt worden, zu deren Lieferung die Provinz Oldenburg sich bereit er­klärt hat Zu (Shrenmitgliebem des Oberhessischen Vereins wurden ernannt: Hermann Röder-Dor»

gleicheS Rahmenmah u. a. m. Die Blenenwohnuni muh auch die Heranzucht junger Königinnen unb schnelle, möglichst stichlosc Entnahme des HonigS ermöglichen. Eine wettere Sorbemng ist schnelle und bequeme Fütterung. In oer Aussprache betont i i. vclum»« uh;tuen v,7 » »nf

'Firmenänderung. Sie Lichtspiele Freuden st ei n-Marbach die große D-dcutung osten u. Osten von den Iberern bewohnt.dat Tafel-, zung

Seltersweg, InH. A. Habcrlanb, haben mit ben Iber Brettwabenstöde mit Bienenflucht Hensel' land von einer keltischen Bevölkerung, wahrend > nehmen, dass die Zahl der Vereine uno ^ugweo

Ehristus. die jüngere bis zur endgültigen Erobe­rung des Landes durch die Römer reicht In der iqueme Fütterung. <in oer ^rusipracye Getont 1. Periode werden die Küstenlandschaf en tm Süb- , b e n ft e l n-Marbach bie grosse Bedeutung oft en u. Osten von den Iberern bUoohnl.daL Tafel-