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Stumpf (Innsbruck) ließ feilte Ansprache
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nft in ertwter letzten To rrnrr-j. *ag-Throtnn e« TruAe^er Mterloufen: Der längste dem» Xbon^aetibaDcrb des vorigen Jahrü mcht 8, sondern nur 1.8 Kilometer betragen.
schließung angenommen, die das Bekenntnis der Versammelten zum Anschtußgedanken zum Ausvruck dringt.
in die ©orte ausMngen: „®erecf>rig?nt n> rb 5 113« auf bSu i? d-e Met-r imA ein erniges Volk, etn einiges Reich, am der LiebigSHSHe. Reden den üblichen Änsoca-
cty-Ce fr ctt eid) und hieß sie fcfam jetzt herAlich willkommen tm Deutschen Reich. — Landeshauptmann Dr
Tie Gießener Studentenschaft feierte den Einmg bej DonnemviidS nicht durch offqtelle», gemeimajnte Fen, sondern getrennt in den einzelnen Verbmbungshäufem oder auch in au-wärngen Lokalen, »um Teil schon in der Nacht «UH Sonntag Auch die Marburger Studentenschaft. die nunmehr saft vollzählig nun Sommen'emester ein getroffen ifk begrüßtc den Mai wieder in der altgewohnten Wc.ic, wie es vor dem Kriege üblich wrr. In sämtlichen Vereins I)äufern und den mte.iegcnbei AuSftug-vrten fanden die üblichen Maivüipen statt, denen sich, als die Mitternachts'tunde nahte, die Umzüge und dir Beleuchtungen der 4^eaem4Mu;er und AuSsichtS- punkte an'chlossen In der Stadt selbst herrschte ebenfalls reges Treiben, das mit der Ankunft der Hafto-Naffeven auf dem MarknEatze um 12 Uln seinen Höhepunkt erreichte. Als btt RachanSuhr den Begiim des Mai anfibtbete. rourtx* unter Muickbeileitung das Mailred gesungen die Gläser geleert und dann ging- wieder vmlcf nun Iter- cinshaus auf Bergcsböbe Bon den Sdrtoümororu aus beoba<-hteten diele Leute, beondts dir nach dein Kriege hierher firmten, das eingig
schöne Bild der Marburger studenrn'chen Äoi feier.
Tie Maifeiern de r Arbeiter schar» sind, soweit bis fegt Meldungen tecfegei, übe red ruhig und ohne .'Zwischenfälle verlaüiien 3a Gießen feierten geste-n tu nntr.au bv Gewerk-
Hus 6tm besetzten Gebiet.
Mainz, 1. Mai. i Wolff.) Nach einer offiziellen Verlautbarung hat die interalliierte Rheinland ko mmifs io n hinsichtlich der neuen ZollbestiMmungen eilte weitere Ver- Mgung erlassen, nach der das Personal der Eisenbahnen, des Post- und des Telegraphendienstes sowie der StaatÄnonov^e im besetzten Gebiet ausgefvrdert wird, bei der Durchführung der Bestimmungen über den Zolldienst und die Ein- und Ausfuhr mit-uwirten und sich nach den Weisungen und Anorbnuimtn der Rheinlands Sommission ober ihrer Beauftragten zu richten. Für Zuwiderhandlimaen werden dem Personal die> ser Betriebe die in den Citpnanjen 81 und 82 (betreffend neue Zollgrenze) vorgesehenen Strafen an gedr oht.
— Zu der morgigen „6i ppolhtot"* Aufführung im -Stadt:hearer wird un* von der Gießener Waldbühne geschrieben, daß sich in dankenswerter Weise Herr Teleky, Lber-Remssem: am Stadtthcater, bereitgefunden bade, d« Spielleitung zu übernehmen. Da in Ä’ürje eine Aufführung in Darmstadt vorgesehen ist, sei eS nicht wahrsäieinlich, daß noch eine zweite in Gieße« stmtsrnde. — Die Theaterkasse wird am Dv-nstag eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung geöffnet, bis dalstn werden noch Karten bei Cballier im Vorverkauf abgegeben. Die Aufführung sängL um 7 Uhr pünktlich an uäd schließt gegen 9, wodurch es den auswärtigen Besuchern möglich wird, noch am Abend heim zu sichren.
— T« Hagenbeckschau trifft am nächsten Montag, 9. Mai, in Gießen ein und wird ihr dreitägiges Gastspiel auf dem Oswaldsgarten am nächsten Abend beainnen. lieber die Entwicklung des Hagen beckschen Unternehmens und bfe Dressur*
gegiert SM 'obre irichk, üt Ju- ßcltmmenharrg. Das Blatt beyveifett die Zwcck- rnäßiqkeit eines solchen Schrittes, denn die Deutschen müßten allmählich wissen, daß es die Alliierten ernst meinen. Der einzige 23e^, um weitere Zwangsmaßnahmen zn vermeiden, sei für die Deutschen, den Beschlüssen der Alliierten und den Bedingungen des Friedensvertrages unverzüglich nachzukommen und!den Beweis ihres aufrichtigen Willens z-u aeben, die gerechten Reparationen, die sie schulden, zu leisten.
„Morning Post" meldet, daß bis gestern nachmittag keinerlei amtliche Informationen in London bezüglich der Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber den deutschen Vorschlägen eingegangen waren. Das Blatt sagt, die Lage enthalte beim Zusammentritt des Obersten Rats große Schwierigkeiten. Frankreich und Belgien scheinen augenblicklich die einzigen Länder zu sein, die endgültige Vorschläge zur Beratung bereit hätten.
„Daily Telegraph" schreibt, die augenblickliche Haltung Deutschlands in der Reparations- und Entwaffnungsfrage lasse dem Obersten Rat kerne andere Wahl älS die Besetzung deS Ruhrgebiets durch französische und belgische Truppen, die unter alliiertem Mandat stehen. Die Sanktionierung dieser Entscheidung bedeute keineswegs, daß die britische Regierung und die britischen Sachverständigen bereit seien, die französischen Vorschläge als wirtschaftliche Sankt io neü und dauernde Garantren anKunehmen. Das Blatt teilt weiter mit, die amerikanische Regierung werde sich einer Meinungsäußerunig bezüglich der Politik der Alliierten enthalten, bis der Oberste Rat seinen Beschluß bekannt gemacht habe.
gütigen. Tie Kommunrster __________
Malfeier aus dem Gleiberg. — Qn Marburg veranstalteten bie Gewerkschaften gestern Tudpniitng im Anschluß an einen Umzug church btt S-tföt aur dem JuLplatz eine Maifeier, i— An Frant- f u r t hielten sämtliche sozialistischen Parteien ihre Maifeiern ab, int Mehrheit!er tm Schumann* T Heater, die USP. in der Bi erhalle aus dem Festhallengelände, und bie Kommunisten auf dem Romer berg. Je nach Veranlagung her Redner nmrde aus *bie Bourgoifie geschnupft, r.b ndmcjü* lich hatte es dem mehrhrirssozialiurchen Redner die preußische Regierungsbildung angetan, btc eine wundervolle Maivavole abgegeben hat. Nach Den
P-ur, Sonnenftrsße. ve!terBwe-r Bah Hof raße. Neu:<tbi »um C*oct wo sich der Zng nach eö»;n -«ner
verkehr- ein Automobil mit vier m fierten Räubern, die in da- HauS deS Landwirts Lichtenstein drangen und den alten Mann beraubten. Die Räuber flohen dann, als die Ortsbewohner auf Jie aufmerksam geworden waren, und fcyossen auf der Flucht einen ihrer Verfolg ger nieder. Dann zwangen sie den Kraft- Wagenführer, der sich weigerte, die Räuber werter zu fahren, mit vorgehalienem Revolver zur Rückfahrt nach Frankfurt, wo sie tm Straßengewühl verschwanden. Bon den Räubern fehlt bis jetzt jede ©pur.
fvd. Heidelberg, 1. Mai. Ter Jngemnir Link au5 Weinheim wurde tn der vergangenen Nacht, als er mit feinem Motorrad: von Neckar- fttnuxh nato Hechelberg führ, von einem unbekannten Täler hin ter rückS ange schossen. To Kugel tantibrang die Brust und verletzte bie Lunge, "ink batte nach so viel Äroft sich nach dem nächst- otlcgenen Hause zu schleppen. Später brachte man chn nach dem tranfcnfriufe, wo er hoftmrng-l?- baut i eher hegt.
fvd. Kelsterbacha. M., 1. Mm. Zwei gut gekleidet Männer nerfurfMen am Samstag Pdk mittag ui dem Gehöft des Lardmrt- Sehrrng einen Raubüberfall am Ke Hausfrau. Die Räuber schlugen d-e Frau nieder mb versuchten fTe zn knebeln Auf die gellenden Hilferufe der Frau eilten Straßenpastartzen herbei, die die Iä:er fest- ttabmen und sie. ehe man sie der Polizei übergab, gründlich verprügelten. e
sw Frankfurt a. M., 1. Mai. Die Gr* oifnung de- GroßstoiffahrtSwegeS bi 4 ?lf chafte ndu ra wird im Fvni ffatt» | '.V16 n ^' r ni‘brigc 'Sanerflanb wird eine Weiter- l lübrung mamauswärtS vorerst unmöglich machen.
taffen am bei L tevi inttedt trag Hebet ne Ansprache Ixncr
Derfammluns.e.k en sich bie oendjubenen T> monstratvmc; lß durch die Lttaßen der 'Stadt mit Musik u d v&flid) roten Fahnen m Bewegung, doch ta> -h ..-inlich istark eiitsetzender Regen dem Verlaus wefeatlichen Abbruch, da ein Friizug mit ttttTgefpamtien Regenschirmen immer etwas unglaublich lächerliches an sich hat. — In T a r m - stadt bewegte sich ein großer Temonstrationszug mit acht Musikkapellen und unter Teilnahme vieler weißgetteideter Frauen und Stinber durch du-L>mdt nach dem Marktplätze. Dort h.ellen der Staats* präfibent Ul rid» und anpere Redner «Ansprachen, doch wurden sie durch einen iemgetretenen Rcgen* fdjauer gestört. — In K aff e l führten die Straßenbahner gestern eilten Mai streik durch. Auch zahlreiche Wirn'chafteu mußten geschloffen werden, weil das Perfonal nicht arbeitete - — In Berlin l>aben die Maifeiern bet starker Beker* ming einen ruhigen Verlauf genommen. Zu einem bebaue fliehen Zwischenfall tarn es nur vor den Pharus-Säulen in der Müllers!raße, wo sich md>- rere luuwert Personen auf dem Bürgersteig an gesammelt hatten und den Fußgängerverl^hr vollständig verhinderten. Als eine Streife der Schuko poltet die Menge aufforderte, den Bürgersteig frei- zugeben, drang biefejofort auf die Beamten ein und dabei wurde ein Wachttneisler hinterrücks durch einen Messerstich erheblich verletzt. In der Notwehr machte der Beamte von ferner Schußwaffe Gebrauch und verwundete zwei feiner Angreifer, und zwar den einen durch einen Bauchschuß schwer, den anderen durch einen Schuß in den linken Unterarm leicht.
Wcttci Voraussage
fürDienst ag:
Wolkig bis bedeckt, leichte NiedersdKäge, nachts Colt, nördliche Winde, in höheren Lagen Nachtfrostgefahr.
Das Hodjdruckgebiet hat sich noch weiter westlich verlagert und liegt heule vor bat britisdseu Westküsten. Nördliche Winde bringet daher bic Gefahr eines Kälterückfalles. Gestern verursachten Rcuidwirbel der im Süde-c und Osten liegenden Zepreifionen leichte Miederschlüge i Gießeit 0,6, Tarvrstadt 1,0 Millimeter.
Bortrottzeu.
— Tageskalender für Montag: Post- keller, 8 Uhr, Mitgliederversammlung Cer Augenv- gnippe der deutschnalionalLn BolkSparier — Hotel Linhom, 8 Uhr, Xegemfeer Bauerntheater. — Cafe Leib, 8 Uhr, stvnzort einer .Kölner Truppe. — Ltcht, ptekdaus, „Peter Voß, der Mu.ivneudieb", -- Teil. — lid^pieie, Set:e.>Sweg, „djlombuie" „Staatsanwalts Br arche- VCbentaiett', 2. Teil und „Tu Betfetzungsfrierlühkriren der stafterin tn Potsdam".
Dompteurs und Schöpfers der neuen Dveffurschule, die bas Tier nicht mehr durch Gewalt, lonbenf durch Güte und Ueberrdmng dem Dillen bei Menschen unterwerfe, wird uns nritaeteüi, daß dieser die letzten Tteffurprotieme gelöst habe und daß es ihm geglückt fei, nicht nur Xirw, bie sich in der Wildnis als Todfeinde geaenüberstehen, an ein friedliches Zusammenleben und em gemein- sames Arbeiten zu gewöhnen, sondern auch Tiere« bfe mau bis zu seiner Zeit für unzähmbar hielt, seinem Willen untertan zu machen Jeder habe wohl schon einmal auf einer größeren Bariets* bühne oder in einem großen Sirfuauntemebmen Gelegenheit «habt, die eine oder andere Hagen- becksche Raubtiergruppe $u bewundern,- waS die Hagenbeckschau mm selbst -eigen werde, das seien alles Neu)chöpfungen,- Dressuren mit jungen, kräftigen und ausgesucht schonen Tieren, die erst nach dem Kriege importiert wurden und noch die fesselnde Lebhaftigkeit deS in freier Wildbtchn gebotenen Raubtiers zeigten.
Kreis Lauterbach.
♦ Schlitz, 1. Mai. In der letzten Gern eind erat s sitz una wurde ein zur Nutzbarmachung einer zweiten Quelle für daL Wasserwerk notiger Kredit bewilligt. — Der Strompreis wurde für BeleuchrungSzwecke um 50 Pf., für Kraft um 20 Pf. für böe Kilowattstunde erhöht.
Kreis Schotten.
i Saubad), 2. Mai. Infolge bet langen Trockenheit ist der Dasserftand bei Bächo bedeutend gesunken. Der Oberlauf bet Wetter, ebenso das obere Horlofftal sind fast vollkonnnen versiegt. Die Stadl Laubach mußte am Sam Stag die Wasi'erabgaüe für einige Stunden ein [teilen, da die Wasserversorguno Jnnd) bie Trockenheit gefährdet ist. — Im oberen Horlofftal fiel einem Wa lbbra nb cm etwa 500 Quadratmeter großer Waldstrich zum Opfer.
Kreis Friedberg.
Q. Bab-Nauheim, 1. Mai. Tu diesige Bol ksban k erzielte 19*20 bei einer Mitglicher«, zahl von 408 Personen einen Umsatz von mehr als 311 Millionen Mark. Tos ist «gen daS Dor* jabr 120 Millionen mehr Tie Haftsumme beträgt 2 124 000 Mark, b-c epareii lagen fhege» von 4 610000 aus 6 329 000 Mark. Ter Reingewinn beläuft sich aus 59 818 Mark.
Q. Bad-Nauheim. 30 Avril. Aus bet acstrigen Stabtoerordnetenversamm* lung ist zu berichten, daß für einen neu zeit-uh eingerichteten Erweiterungsbau des ftäbtijd)en Krankenhauses 180000 M7. bewilligt nnni)ai. — Mit der Uebern ahme der stäbtischen Polizei in ben Staatsdienst und Anstellung von 10 Warwmeisteru konnte sich bie Versammlung nicht emrerstinden erllären, da s«e fürdKete, baö ein Teil bet Selbst- Verwaltung der Stadt verloren gehe. Ferner wurden erhebliche Bedenken laut, wie man diejenigen Polizeibeamlen nnterbringen folle. btc vom Staate nicht übernommen würden. — Ter Gewerbe»- schule wurde ein Zuschrtz von 2300 Mark bewilligt. — Frl Leieune, bfe als Nacdfalgerm für ben verstorbenen Stadkv. Kolter in btt Bet* sammlimg ein treten sollte, hat bie Ueberrurtmte de» Amtes mr! GefündbeitSrückfichecn abgetehnt.
vesikn Naf>au. Raudü-rrfälle.
fpd Frankfurt, 1. Mai. Jrn Nach^
Hu* dem Reiche.
Sin erledigte» Abschiedsgesuch des Minister» Simon».
Berlin, 30 April (Wolff? Zn den Nachrichten über eine angebliche Keife im Kabinett erfährt tv- W T-B von zuständiger Seite: TS ist richtig, daß der Minister deS Auswärtigen vor einiger Zeit dem RkichSvräfidenten ein Abschieb-aefum fergdegt hat Maßktebend für den Entschluß bc4 Minister- war sein Gindruck Über bie Stellnngnobme her deutschen S^entlicben Meinung feiner Politik Mit Rücksicht auf bic von ihm mtnflHtrten Berhantffunaen mit Amerika batte sich btt Minister zugleich bereit erklärt, bie Geschäfte seine- Ref ort- vorläufig meiteryufflbren. Der ReichSvräsibent bat ba* Gesuch ab- gelehnt, di iricbt rnrr das Kabinett bfe Vorschläge des Reichsminister- über die Forttübrimo der von ihm mit Amerika begonnenen Verband* lunaen billigt, sondern auch die Reichstagsdebatte gezeigt bot. baß bic Volksvertretung in ihrer vroßen Mehrheit diese Fortrübnmg wünscht. •
Für den Anschluß Oesterreichs.
Berlin, 1. Mai. (Wolff) Der Oester- retchtsch-Deutsche BolkSbund. dem Marmer und Frauen aller deutschen Stämme «ohne Unterschied der politischen Parteien an- Wren, veranstaltete gestern Abend tm über- füllten Marmorsaal deS Zoolvaischeit Gar- tenS eine Riesenkundgebung für den Anschluß Tirol- unb überhaupt ganz Deutsch- Oesterreichs an das Deutsche Reich. Die Eröffnungsansprache hielt der Präsident des Deutschen Reichstags, Löbe, der uafeich Borsitzender deS VolkSbu.-che> ist bie Tiroler als Pimtiere für die andern bcu: '
Vereinfachung und Vereinheitlichung der kteichrverwaltung.
Berlin, 30. Ahnst. (WTB.) Die Kommission zur Vereinfachung u tt b Vereinheitlichung ber R ei chSver wa l tung ist dm 30. Aprst unter dem Vorsitz des Reiä>s- ininisters Koch tm Rridismrnisterium deS Innern Tu ihrer ersten Sitzung zusammen getreten. Die der Kommission von den Vorsitzetiden vor gelegten. Fragen wurden mehreren Unterkommi'iivnen üJfer> wiesen. Die .Kvnttniffian hat für die Arbeit dieser UnterauSfcbüffe folgende vorläufigen Richtlinien aufgestellt: 1. Eine Herrinnenmg der Zahl bet Ministerien ist zurr Förderung ber Arbeitsfähigkeit des Kabinett- imb zarr Bettneibung von Reibungen in den Ministeriallnstnn'.ieii ?rforderlich. 2. BerlnSgen-derwnsttmgen, Betrtebsverwal-- hm gen und andere Vermal timgen htfif selbständigem .Arbeitsgebiet ohne unmittelbar Politische Bedeutung sind, soweit ihre een träfe Behandlung über* hmrpt erordetlich ist, ans ben Ministerien möglichst VuSzuscheiden, und an die Zentrale ber Reiche mittelbehArden absugeben, dir rnSglichst selbständig ha gestalten sind. Dabei ist! zu prüfen, nttoierwit *et dem AnSban dieser Stellen bie Gesicht-omrkte ter Selbstvermrilhmg ober ber Privatwirtschaft- skich-n Organisation-sornten anwandbav sind, ©olde Verwaltungen sinh grtmdsützlich dem Fachmim- steriirm unterstellen 3 Da- Reich R'dient sich Aur An-fübrung seiner Mffgdben grilndsätzkich brr Lanhe- irrtW Geimdnbevermaltimgeu Aufgaben Wirtschaftlicher imb finanzieller Art. bie ft dl aus befon bereu Grünben zur llebrrtragung an bic Landesbebörben nicht eignen, können au- deir Mi- nisterieu nn bie Lande-frnanrämter üle^tragen weiden. Selbständige mittschastliche Reid>sitellen, bic außerhalb Bersin- bestehen, sind möglichst zu be- ff ihn en oder ben Finanzämtern anzu gliedern Tftr die VerTehr-nrinistericn ist hie UebertTtraung biSlxw Zentraler Aufgaben an ihre TTufienMürben besau brrs mi Prüfen. 4 DeiN Beamtem! achwu ch- bes Reiches rmiß be'onbere Sorgfalt gesichert terrhrn. Es fkNiffifblt sich aber tricht. daß Re«tehniniste- rien, die keinen eigenen Unterbau bnbnr, sich tfe-rn eigenen BeOmtenuadiMuch- beranbfQen. Ein tüchtiger BeaNttenst-kch ist, soweit er nicht aus der Rfick'-s'vermglhmg imb hrSbffonberc ben Vetnebs- bernxi<hmgen eutuoNrmen werden kann, durch Verständ'gimg mit ben Ländern nwnen Ikbcmabmc oder Austausch ton Beamten zu sichern.
** Der Friedeusoertrag und bie Angestellten, lieber dieses Thema sprach am Samstag abend im Hotel Großherzog für bat Gewerkschastsbund der AngesfeLtcn des Mitglied des ReichSwirtsd-aftsrates, Wilhelm Beckmann-Beilin, vor wenig zahlreichen Zuhörern. Die Lage fei so verworren wie nur möglich; bie Gegner möchten aus dem bcut|d)en SSoffe das Aeußerste herauSquetfchen, ft teil sich aber höchst unklar über das Wie. Teutschland besitze nur verhältnismäßig wenig Bodenschätze und Eömte daher mir mit dem Ertrag seiner BolkSmietschaft be* »ahlen, müßte also das Industrieland der ganzen Welt werden, um ben Friedeiisvertrag zu erfüllen. Tie Gegner dächten aber gar nidjt daran, unsere Wirtschaft aufblübeii zu lassen, denn gerade die deutsche Konkurrenz fei ja der tiefste Grund für den Gintritt Englmtds in ben Krieg gewesen. Nach diesem allgemeinen lieber blut üfh*r bat Frieden svertrag ging der Redner auf bad eigentliche Thema em. Breite, geordnete Verhältnisse in ber deutschen Wittsdxrft nicht Schwankungen, feien gerade^ eine Lcbeiisfrage ber Angestellten-, wie überhaupt ber Ar bell erschaff. DeSlralb hätten sich Arbeitnehmer und Unternehmer leicht zu geschlvi- fener Abwehr gegen bic brutale Ausführung des Friedensvertrages zusaminengesunden. Auch die neuesten Bersud>e Brümbs. die Arbeiterschaft burd) fuße, wohlwollende Worte von bat Arbeffgebern zu trennen, hätten nicht viel Eindruck ganacht. Frankreich wolle danach nidNS von ben deutschen Arbeitern, aber alles von ben Unternehmern, es wolle die deutschen Bwiken, hie deutsche Industrie zu feinen Gunsten „mobilisieren", genxnermafxn eine ungeheure Htworbek auf bic heut)dx Wirt schaff legen, bic Deutschland ber^nfen müsse. Tie deutsche Arbeiterschaft werde es aber sein, die btc Hauptlast zu tragen habe; sie werde nicht nur bie Verdienste der beuiithat Unternehmer erarbeiten, sondern auch raxf) die auSländifchen Kapitalisten ernähren müssen, für die Arbeiterschaft selbst werde dann nickt einmal das Errstenznrimurum übrig bleiben. Auch ideell sei diese Fnmarbeit bür aus- fänbiidie Kapitalisten ein ungeheurer Schaden für bic deutsche Arbeiterschaft. Suff Zahrchunderte hinaus mürbe ihr jede Grieyenbeit genommen, die kapttalistische Wittschaff in einem für sie günstigen Sinne zu ändern. Der Rebner hielt übrigen» den Frtebensvertrag, bei vernünftiger Au-legutt-, für erfüllbar Zuvor müsse aber eine gnomügige Fi- nanz- und BettoaltungSrefottn bunbaeführt werden Herr Beckmann trat hierbei mit werbender EindrinalichLeit für bü Gedanken ber „Fveiwitt- schafÜichen Bewegung", wie Sähnmgireftnm Geldreform, Bodenreform uffn ein ffll bwffe bod> Pliegenben Pläne, btt cm Rahmen eine- futyn Berichtes nicht tot erachten miebergtegben werden können. ernreien sich alS schöne, geistreiche Theorie Die es aber mit ber praktischen Iimbfübnmg ui unserem schwerfälligen StaarSrnganiSmuS ans- 'iebt darüber verriet ber Redner nicht-
»etbefferter Tartogangi- und Schlafwagenverkehr Die durchgehenden Wagen und Schlafwagen un Sommerfahr- Plan haben io;ben toirch befett jroeiten und endgültigen Entwirr' oerf tote bene mecntlitoe Verbesserungen rhalteu 3o mirb u. a ter Zuo von ber Friedrttostraße 10.07 ratom über Sänget- b"»klirrt « M bis Sitebaben rsirmgcTQiTrT. eoemo fern G->ten>ng an 5Vrfm rvriebriAfttosr 7.9) »nn. »„
Zmr »ntezT M SaerbriMen. ebeitfo fein gienet, «ns « »nun »ötibemrr Bahntof 9 25^^ 8*ge Ifmn Sdiefroa-en m
brfnqen." RttmenS bin Städt Berlin sprach I dni sorgten Musik, Geftrng, Tanz tttw. für Ker- Oberbürgermeister Böß herzliche Willldm- Tie Kommunisten veranstalteten ihr:
menäroorte. Ent stimmig itniwe eine Ent-
Aus Stadt und Tand.
Gießen, den 2. Mat 1921.
$um ersten Mai.
1841 vollendete Emanuel Geibol das Ltü> „Manderschaff^ft das die geflügelten Worte bietet „Ter Mai ist gekommen, bte Bäume schlagen auS; Ta bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu HauS." Zehn ^alyrc später freilich schreibt Frtedrich Hebbel, daß seine „plaisirs champstres m Wolkenbrüchen, Ueberschioemmimgen, Stürmen" bestanden, „welche die Bäume entwurzeln usw. Einen solchen Mai habe ich noch nicht erlebt: wohl dem, ber einen iDarnten Ofen hat!" Und wieder setzt, nach 70 Jahren, ist der Wonnemonat ein kritischer Monat erster Ordnung geworden, da uns von unserenFein- ben neue schwere „Sanktionen" — der Name ist wol>l deshalb gemäht, weil nichts ihnen heilig ist — angebnobt werden. Allein nicht erst, jetzt ist ber 1. Mai ein kritischer Tag und zugleich ein politischer Tag geroorbät, sontern schon vor 30 Jahren ist er in das Parteigetriebe gezogen worden Jnr Juli 1889 veranstaltete die Internationale Ärbeiterverrinigung einen Kongreß und erklärte auf dicseni ben 1. Mai eines jeden Jahres zum Wellfeiertag des vvoletarifchen Volles: vom Jahre 1890 ab wird die Maifeier" ein sozialistisches SdLagwott: einen literarischen Niederschlag finden wir nn Jahre 1896 in Arno Holz' „So- zialaristol'raten" in dem Satz: „Feinet Lunftblatt. Hal mer mein Personal zu de letzte Maifeier je- f(benft" Boni „lieben Mai" zu veben wird uns heute recht schwer gemacht: ber Dichter aber, dem wir dieses geflügelte Wort öerbanftn, ist gerade vor hundert Jotucn geworben. Es ist der Lübecker Christian Adolf Overbeck, Deien Kinderlieb „Fritzckeu an den Mai" zuerst in Johann Heinrich Vos;' Musenalmanad) vorn Jahre 1776 erschien und mit seinen Anfangsversek:
„Ävnrm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün"
dauernde Volkstümlichkeit gtrrvnnen hat, und von $Mart der Kvntpositivn gewürdigt wurde. Ter vergessene T-itoter mahnt uns in fernem „Trost für mancherlei Tränen":
,Laßt unS besser werden: Gleich wirds besser sein," eine Mahnung, die 'heute gewiß 'zeitgemäß ist. Overbecks Lied bietet daS erste geflügelte Wort vom! .Mai. Ihre ZM ist nicht eben groß, aber einige flammen von großen Dichtern. In der „Rxiignation" hat ber 25iä'hrigt Schiller das entiagungSvvlle Mott ausgesprochen: Des Lebens Mai blüht einmal und nicht roiebett7: aus ganz anderer Srrnrmung Hingt des eben so alten Heiniid, Heine erstes Ofebitot im „Ltzrischen Intermezzo":
„Im Tvunberftoöncn Monat Mai, AIS alle Äirofpcn sprangen. Da ist in meinem Hei-zen Die Liebe aufgegangen.
Im roimbtridiönm Monat Mai, WS alle Vögel sangen, Ta hab ich ihr gestanden, Mein Sehnen und Verlangen." Nicht vergessen möchte ich hier LenauS zugleich leben-frisches und schwermütiges Gedicht „Ter Poslilton" mit feinen EingangSverfen:
JßiebTito war bic Maiennacht, silberwölllein flogen. Ob der holden FrühlingSpracht Freudig hingezogen."
Zum Schluß aber sei noch Hermann Adam Don Kamps Lied „Der Mai" genannt und bic Hoffnung au-gespvochen, daß trotz allem auch für Deutschland seine Worte einmal Wahrheit werden:
M es neu Macht der Mai.


