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fefe Wortbildung hatte fferftenberg meiden müssen) fehlt es nicht.

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nebeneinander. Gerade eben Mords skandal.

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weiche F, her. Ihre

Ungefähr achtzehn Wochen nach der Lbrnse desselben erhielt Thevenet eben Bries aus Eng­land folgenden Inhalts:

US BaveiS meiner Anweisung von

Diebu Offen! Bensfj Erbach 5«ppei

»«bstehcnoe ergötzliche Beobachtung aus Gießener Botanischen Garten zur Verfügung gestellt:

Im Botanischen Garten, in Den alten, hahen JBäirmai, im niederen, dichten Buschwerk, ui den verivildenen, lauschigen Ecken, die nur grüne Wirr-

.... . /«n rna-

murtc ite ernst deSweg«

von musikalischen Borgängen. Ties Ziel ist nur durch einen systematiichen Lehrgang zu erreichen.

Ter hier kurz skizzierte Plan einer Volks- Musikschule wird, >o fährt Kerstenberg fort, sich ohne Scl>wierigkeiten an großen Plätzen mit Hilfe der Gemeinden und unter Mithilfe des Staates verwirklichen lassen. Unter Berücksich­tigung der jeweiligen Verhältnisse S raten aber auch in kleinen Städten, selbst in größeren Dörfern, solche Volksmusikschulen ins Leben treten. An Schülerm«iterial (diese geschmack-

IW Dildin Cautc Sd)ot1

II Birht Fried!

Hl Dann Droh-

Stare.

(Kn Stündchen im Botanischen Garten Bon einer unserer Leserinnen wird

M iMdionls und nach schnedcna Henntnid

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Sogleich war mein Entschluß gefaßt. Ich wollte ihr gleich werden. Dank Ihnen, br*a T^cvenet, und ich ward es! Emilie fiel in Obn» macht, als sie mich das erstemal sah. Sie unlröiUid); aber sie ward nun meine PkmnlXnt Erst den Tag nach der Hochzeit Dert raute uh lw das Geheimnis, welches Cpftr ich menten Wünschx» um ihren Besitz gebracht habe. Sie. liebte muS nur um so zärtlicher. C braver Thevenet, bdtze ick» noch zehn Beine zu verlieren, ich würbe rV ohne eine Miene zu verziehen, für Emilien befc, geben !

..Solange ich lebe, bin ich Ihnen banfttr Kommen^ Sie nach London: besuchen Sie aut- lernen Sie meine herrliche Oattin kennen, mti

nunaen, die izu denken sind. Das haben die, für die sie bestimmt sind, auch gemerkt. Sie lind alle bewohnt. Stare nisten darin.

treibt auf dem Jungen, runde, , , Hüpfen dreist um- oßen, gelb gesäumten Schnäbel

Paris gelegenes Landhmrs zu begeben und alles zu einer Amputation nötige Gerät mitzubringen. Thevenet war bemale weit und breit als der ge­schickteste Mann in seiner Kunst bekannt. Er wun­derte fich über das Billett ohne Nwnensunterschrist. Will mich vermutlich einer unserer Gecken in den April schicken!" dachte er und ging nickt

Drei Tage nachher empfing er die gleiche Ein- ladung, aber noch dringender, mit der Anzeige, es werde morgens um neun Uhr ein Wagen vor sei­nem Hause halten, um ihn abzuholen.

In der Tat, mit dem Glockenschlage neun Uhr des folgenden Morgens erscheint ent zierlicher offener Wagen Thevenet machte Beine Umstände weiter und letzte sich hinein.

Bor dem Tore fragte er den Kutscher:Zu toem führt Ihr mich?"

Dieser antwortete:Things unknowu tv ntt, 3 am not concemeb"; was ungefähr so viel heißen soll: was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Also ein Engländer! ,Zhr seid ein Flegel!" erwiderte Thevenet.

Der Wagen hielt endlich vor dem bezeichneten Landhause All. An der Haustür empfing ihn ein schöner, junger Mann von ungefähr achtundzwan- zig Jahren, der ihn eine Treppe hinauf in ein großes Zimmer führte.

Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Mühe, mich zu besuchen," sagte der Engländer,wollen Sie sich mederlassen? Hier stehen Schokolade. Kaffee, Wein, falls Sie noch vor der Operation etwas genießen wollen."

Zeigen Sie mir erst den Kranken, Sir! Ich muß den Schaden untersuchen, ab Amputation not­wendig sei."

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Das Vein.

Bon Heinrich Zschokke.*)

1.

Im Herbu 1782 erhielt der Wundarzt Louis Thevenet zu Calaes bee schriftliche, dock ohne

*) Am 22. März war der 150. Geburtstag des berühmten Erzählers, der noch unvergessen ist. Sein glänzendes Erzählerralent, wie auch seine sonstigen brroorragcnbni Geistesgaben haben Zschokke nach einem buntbewegten Leben schließlich in der Schweiz eine ähnliche Stätte rühmlichen Wirkens rätben las­sen, W Goethe in Weimar. Tie kleine Erzählung DaS Bein" wird vielleicht manchen Leser anregen, vie größeren und bedeutungsvolleren Romane und Novellen des Meisters wieder einmal zur Hand zu nehmen,

Wunder von Schönheit, batte aber den Napufthls ~ einbeinig zu sein, und schmte sich eben dies» Unvollkvmmenheit wegen, meint ©enablf den. Sie zitterte, ich würde sie einft

nisftnd, haben die Vögel alles, was sie sich ran I Namensuntrrschrtft getaffenc Etnladung, sich fol- wünschen können. Keine rohe Bubenhand zerstört gruben Tages auf ein nahe an der Straße Dort ihr Nest, Teint Katze raubt ihre Jungen. Dafür jubelt es auch nirgends so wie hier.

sind verlangend, gierig und schreiend beständig ge­öffnet. Sie machen es den Eltern, die nicht genug ßrultcr für ihre Fveßlust herbeischleppen können, schwer. Kommt eines von ihnen mit einem Lecker­bissen an, so Hüpfen mit bebenden Flügeln und lau­tem Geschrei alle zugleich heran: jedes drängt sich vor, den Bissen zu erwischen. Ich bemerke mit Er­staunen, wie genau die Eltern ihre Jmtgen kennen. Sie wissen ganz genau, wer von ihnen an der Reihe ist, gefüttert zu werden, und die unberechtig­ten Zudringlinge werden derb zur Seite geschubst, bekommen, sind sie gar zu zudringlich, auch einen zücht senden Schnabelhieb. Ein Buchfink, der in großer Zutraulichkeit heran kommt, wird mit Ge- schrer Überfällen. Nun sitzt er oben im Geäst und läßt von fort sein Lied erschallen. Er singt den schönen Buchfinkenschlag noch unverstümmelt, wie man ihn nur noch selten hört.Ach, wie ist es doch so reizend hier," schallt sein Sang.

Auf einem Beet in der Nähe blüht die Pul- fatilla In geheimnisvoller Schönheit stehen die verschleierten Blüten. Wie Märchenblumen farbig und so reizvoll ui ihrem Schleierkleid.

Aus meiner träumenden Versunkenheit reißt mich das jetzt wieder so laute Geschwätz der Stare. Wie sonderbar, manchmal sind sie ganz still, dann wieder so laut wie eben. Was sie nur haben? Ick sehe auf. Eben ist wieder Stille eingetreten. Ganz wie unbewohnt hangen die Nistkästen. Hebet ne hin spielen die Sonnenlichter. Da kommt aus einem der Fluglöcher vorsichtig ein Schnäbelchen, zwei Helle Aeuglein folgen, die nach allen Seiten lugen, dann erscheint das ganze Köpfchen Ein leiser Locklaut, und auch aus den anderen Kästchen strecken sich Köpfchen hervor. Sie sehen sich erst nach allen Seiten um, dann fangen sie mit der Nachbarschaft links und rechts ein eifriges Ge- fpräch an. Wie das geht! Immer eindringlicher und lauter. Es ist, als ob sie allen Klatsch, her in ihrer Vogel Ivel t pafiirrt, aus kramten. Wissen sie von Vogelweckern zu berichten, die nicht so pflichttreu wie sie bei diesem schönen Wetter Eier brüten? Belustigt höre ich den Klatschereien zu Da plötzlich! alle Köpfe fahren zurück, tiefe Stille. Was ist geschehen? Ein Star mit einem fetten Bissen kommt angeflogen und setzt sich auf das Stängel- chen vor einem Flugloch. Freudig erregt bringt er seinem Weibe seine Beute. Ich meine ordentlich »u verstehen, was er schwatzt. Wie fißk) er ist, seiner armen Getreuen, die hier so eimam brütet, gute Nahrung bringen zu können. Wie er liebevoll auf sie einsvricht. Und sie ? Ganz leise piepst sie Antwott. Entsagungsvoll Hingt der Ton. Ach, er hat eS gut! Er fliegt in Sonnenschein und Früh- lingSluft. Er trifft sich mit seinesgleichen und sie amüsieren sich Wer weiß wie? Indessen sitzt sie, nun schon wie lange. Tag für Tag auf den Eiern, still und einsam, und denkt seiner mit Unruhe und Sehnsucht. Und wenn er sie einmal ablöst und fie hinausfliegen kann in Wald und Jeck, dann hat fie doch keine rechte Freuve an der Freiheit, beim wer weiß, ob er feine Sache gut macht? Was versteht so ein Mann vom richtigen Brüten? Ta geht sie lieber wieder heim und opfert sich in Mutterpflichten auf So piepst sie, leise klagend, ihm, der so fröhlich kam, vor. Er schämt sich, so ein egoistischer Mann zu sein, tröstet wie er kann, verspricht noch bessere Nahrung und fliegt davon. Sie sitzt noch eine Weile ruhig, noch erfüllt von dem Kummer, in den sie sich hineingeredet, dann fährt das Köpfchen zum Flug- loch hinaus und das fröhliche Geschwätz mit den Nachbarinnen links und rechts beginnt von neuem. Sollte man es glauben?! Solch ein BogelVolk! Ick beobachte weiter. Es ist immer dasselbe. Noch Sc ich eine Ahnung von dem Nahen eines Staren habe, muß er von den Weibern erspäht worden fein. Sie brechen dann ihr Gefckwätz jäb ab schlüpfen in ihre Kästen zurück, und der .vieim» kehrende findet ein stilles, leidendes Decklem Mich belustigt dieses Bogelgetue sehr. Aber es gibt nur auch zu denken

Sie ist nötig, Herr Thevenet! Setzen Sie sich nur! Hier ist eine Börse mit hundert Guineen! Ich bestimme sie Ihnen, als Zahlung für die Operation, die Sie vornehmen sollen. Es bleckt nicht dabei, wenn Sie sie glücklich beendigen. Andernfalls, ober wenn Sie sich weigern, meine Wünsche zu erfüllen, sehen Sie hier baä scharf ge­laßene Pistol Sie sind in meiner Gewalt ich schieße Sie, Gott verdamme mich, nieder!"

Sir, vor Ihrem Pistol fürchte ich mich nicht! Aber was verlangen Sie? Nur heraus mit der Sprach, ohne Vorreden! Was soll ich hier?"

Sve müssen mir das rechte Bein abnehmen."

Bon Herzen gern, Sir, und wenn Sie wollen, den Kops dazu! Allein, wenn mir recht ist, das Bern scheint sehr gesund zu fein. Sie sprangen die Treppe vor mir hinauf, wie ein Seiltänzer. Was fehlt dem Bein?"

Nichts! Ich wünsche, daß es mir fehle!"

Sir, Sie sind ein Narr!"

Das kümmert Sie nicht, Herr Thevenet!" Was hat das schöne Bein gefünb-igi?" Nichts! Aber sind Sie entschlossen, mir eS ab- zunehmen?"

Sir, ich kenne Sie nid#! Bringen Sie mir Zeugen Ihres sonst hellen und geiunden Ver­standes!"

Wollen Sie meine Bitte erfüllen, Herr The­venet?'"

Srr. sobald Sie mir einen haltbaren Grund für Ihr? Verstümmelung angeben!"

Ich kann Ihnen die Wahr heft jetzt nicht sagen. Vielleicht nach einem Jahre. Aber ich wette, Herr, ich wette. Sie selbst sollen nach Jahresfrist gestehen, daß meine Gründe die edelsten waren, beretroegen ich von diesem Bein befreit zu sein wünschte."

Ich wette nicht, wenn Sie mir nicht Ihren Namen nennen, Ihren Wohnort, Ihre Familie, Ihre Beschäftigungsart."

Tas atteö erfahren Sie künftig. Jetzt nicht Ich bitte, halten Sie mich für einen Ehrenmann."

Ein Ehrenmann droht feinem Arzt nicht mit Pistolen. Ich habe Pflichten, selbst gegen Sie, als Unbekannten. Ich verstümmele Sie nicht ohne Not. Haben Sie Lust, Meuchelmörder eines schuld­losen Familienvaters zu werden, so schießen Sie!"

Gut, Herr Thevenet," fagete der Engländer und nahm das Pistol,ich erschieße sie nicht, aber zwingen will ich Sie dennoch, mir das Bein abzu- nehmen! Was Sie nicht aus Gefälligkeit für muh, nicht aus Liebe zur Belohnung oder aus Furcht vor der Kugel tun, müssen Sie mir auS Erbarmen gewähren "

Wieso das, <Sir?"

Ich zerschmettere mir selbst mit einem Schuß das Bein, und zwar auf der Stelle hier vov Ihren Augen."

Ter Engländer setzte sich nahm das Pistol und hielt die Mündung hart über das Knie. Herr Thevenet wollte »ufpringen, um es abzuwehren Rühren Sie sich nicht," sagte der Engländer, ober ich drücke ab! Nur Antwort auf meine einzige Frage: Wollen Sie meine Schmerzen un­nützerweise vergrößern und verlängern?"

Sir, Sie sind ein Narr! Ihr Wille geschehe! Ich nehme Ihnen das verdammte Bein ab."

Alles ward zur Operation in Ordnung ge­bracht. Sobald der Schnitt beginnen sollte, zündete der (Jiiglänber seine 2abaBtfeiie an und schwor, sie sollte ihm nicht auSgeben. Er hielt Dort Das Bein lag auf dem Fußboden. Der Engländer rauchte fort.

Herr Thevenet verachtete sein Geschäft als Meister. Der Kranke ward durch seine Kunst in ziemlich kurzer Frist wieder geheilt. Er belohnte 'euren Arzt, den er mit jedem Tag höher schätzte: dankte mit Freudentränen für den Verlust fernes Beines und regelte mit dem Stelzfüße nach Eng-

zweihundcrtundfünfzrg Gmnven auf Herrn Pan- chaud, Bankier in Paris. Sie haben mich -um Glücklichsten aller Sterblichen aut Erden gemocht Braver Mann! Mögen Sie jetzt die Ursache meiner närrischen Laune, wie Sie es nannten, enabren. Nach meiner zweiten Heimkunft aus Cfhrtinen lernte ich Emllie Harley Bennen, das vollkom­menste Deck. Ich betet? sie an. Ihr Vermögen, ckoe ühnnütenoerbutfiuntjert gefielen meinen Ver­wandten^ mir nur ihre Schönheit, ihr himmlisches Gemüt. Longe konnte ich die Ursache ihrer Ab­neigung gegen eine Vermählung mit mir, den sie, wie sie selbst gestand, bis zur -Schwärmerei liebte, nicht ergründen. Eine thver Schwestern verriet mir endlich das Ethrrppvs. Witz Harley war as

Ein ftWkrigrr Ettckrückendau.

Man schreibt uns: In Magdeburg ist Bau einer neuen Elbbrücke im Gange, die der 'Stadt große Summen kostet. Da et aber während des Krreges begonnen wurde, so wird sie weiter gebaut, obwohl Millionen nackgesordert werden müssen. Bisher wurden die Elbufer in Magdeburg von zwei Straßenbrücken l Strom brücke und nigebrütfe) und von zwei Eisenbahnbrücken mck einander verbunden. Die neue im Ban beariffö* Brücke überschreitet den Strom in der wxrb des ElbbahnhofS bzw. deS Friedrich-Wildelm^«^ tenS, der größten und schönsten Erholungsstäne Magdeburgs. Dieser Garten, an dessen Nockrtüe die neue Brückenrampe liegt befindet sich auf der Stelle des früheren Klosters Berge, da- UM von den Franzosen zerstört wurde und bxre seine Klosterschule weltberühmt war. Unmitldiwt an diesen Gartenanlagen, in deren Beoeick auck d« berühmten ttftufongewächs Häuser stehen und bett* Schöpfer der berühmte Gartendioektor Lemn w«. befand sich früher btr Sternschanze, in ber fi® w Gefängnis befand, m dem Frhr. Fneorick von der Trenk 10 Jahre «fangen gehalten wurde. dreier einstigen Festungsanlage, deren Name «ß® in der Stern-Allee fort lebt, nnrb auch Elbbrücke benannt, die hinüber auf bte Nounet zum Schützenhause führ Durch btr ^tmurtuar erhält Magdeburg erne direkte Straßenoeckmbuna in seinen Stadt park. Der dem .mebrub'i-u^ Helm-Garten benachbarte Srrrmtpfeiler ist jtrBUUS vollendet Die überaus schmiert gen fcauarbet»» gingen bis 11 Mtter unter die Erde hinab: b* untersten Fundament stücke liegen 7 Meter dem KieSgeschi^re des Strombettes. Die Nreder- brmgung dieses Pfeilers war ein p Henckes sterfÜtck: sie erfolgte mittels Senkkmten-Bems» unter Verwendung von Eisenbeton. D« Heer ver­wendeten Senkkasten find die größter chrer » in ganz Deutschland Ihr innerer Hodlvaum 74X30 Meter, hat alfo Tanssaalgrötze Der untere Arbeitsraum stand bauerno untft Ponüai:. um o« von unten her in diese gewaltige eindringenden Dafierma'sen turückuihal»^ mußte daher unter einem lleberdruck von u> Atmosphären gearbeitet werden Zum B«n-b Luftdru ckkomprmckren war eine bedeukenve f chmenanlage Dampf und EleftrrzUät, nöng. T«* ir.-'dr Masterleifrungen sind auch d« dlnvttt'^e» "iToIierungen, welche die Standsicherhert des Tm lers gewährleisten sollen. Die neue ouuuxuae soll planmäßig Mitte 1922 fertig Sein.

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5.1"

Charles TempEe."

Folgetckes war die Anttvort:

Sir, ich danke Ihnen für Ihr kostbares Ge­schenk! So muß ich es wohl nennen, weil ichs mch mehr Bezahlung meiner geringen Mühe heiße» kann.

Ich wünsche Ihnen Glück zur BermähkrM mit der liebenswürdigsten Engländerin.

Bei dem allen erlauben Sie mir, gan» bt> idrrben bei meiner alten Meinung zu blecke»! Sir, geben Sie acht! ich fürchte, nach zwei Jabos bereuen Sie, daß sich das Bein über dem fett abnehmen ließen Sie werden finden, es Häm wohl ratter dem Knie sein können. Nach drei ssah- ren werden Sie überzeugt sein, cs wäre mit bei P^rlust des Fußes genug gewesen. Nach vier Jahren werden Sie behaupten, k'chon die Aus' Opferung der großen Zehe uick nach fünf Jahre», bte ylbnahme bet kleinen Zehe fei zu viel. Xaj) sechs Jahren werden Sie mir erngestehm, < wäre am Beschneiden der Nägel genug gewesen.

Alles das sage ich unbeschadet der Verdient Ihrer reizenden Gemahlm. Tarnen können Shö». heften und Tugenden unveränderter bewahmr, als die Männer ihre Urtcite. Womit ich die Ehre habe zu fein, Sir, Ihr gehorsamster Diener.

G. Thevenet.-

3.

Im Jahre 1793, während der revvlutwnär« Schreckens zett, flüchtete Herr Thevenet nach Lon­don um sein Leben vor dem Messer der alles gleichmachenden Guillofine zu retten.

Aus Langeweile, oder um Bekanntschastep anzus-pftmen, fragte er nach Sir Charles Tempst.

Man wies ihm dessen Palast. In einem Lelm- fessel, .beim schäumenden Porter, am Kamin, mn ringt von zwanzig Zeitungen, faß ein dicker Herr er konnte kaum aunteb?n, so schverfällig war er.

,^Ich komme als Flüchtling und suche Sckur bei Ihnen!"

Sie müssen bei mir wohnen: denn wahr­haftig, Sie sind ein weiser Mann! Sie tnflita mich trösten! Wahrhaftig, Thevenet, heute nxht ich vielleicht Admiral der blauen Flagge, Ifdttt mich nicht das gottlose Stelzbein für den Iiflrt meines BaterlandeS untauglich gemacht! Da frfc ich nun Zeitungen und fliidr mich brinm unB blau, daß ick nirgends dabei fern kann. Kommen Sie, trösten Sie mich!"

Ihre Frau Gemahlin wird Sie besser M tröffen wissen, als ich "

Nichts davon! Ihr Stelzfuß hindert fie am Tanzen, darum ergab sie sich den Karten und der Schmähsucht. Es ist kein üluskommen mit ihr llebrigens ein braves Weck!"

Wie, so hätte ick doch damals recht gehabt*' ,,£) vollkommen, lieber Thevenet! Aber

gen wir davon! Ich habe einen dummen sttnck gemacht. Hätte ich mein Bein wieder, ich gäbe jetzt nicht den Abschnitzel eine- Nagels davon! Unter uns gesagt, td) war ein Narr! aber behalten Sie diese Wahrheft für sichl"

Nr. Pt

Jnljülß-Uc Maschinen.

Ans dem Teiche ichwimimm ein paar Cntttn, sie steigen aus dem Wasser und kommen auf mich mgenxrtfdjdt Nun fie vor mir hinstolzieren, öffnen sie auch ihre breftcn Schnäbel, und ganz deutlich schnattern sie:Gib uns, was du hast, gib uns, was du hast." Also kein sveundlicher Willkomm nur, nne ich mir ge­schmeichelt, sondern eine liebenswürdige Bettelei. Wie schade, ich habe rrichts Eßbaves bei mir. Ich sage ihnen das, zeige die leeren Hände, und sie ver­stehen.Hast du nichts, hast du nichts," schnattern sie enttäuscht, drehen die Köpfchen linfö und rechts und marschieren wieder in den Teich.

Am anderen Ende des Teiches stehen Wecken. Sind es zwei ober drei, die zusammengewachsen sind, oder ist es eine, die sick geteilt hat, ich weiß es nicht. Es sind mächtige, alte Stämme, zum Teil bohl. Aus einem Loche im alten, rissigen Stamm hängt ein kleines, srisch-grünes Stachelbeerbüsch- chen heraus. Gaiyz brölltg sieht das aus. Oben bilden unendlich viele Aeste eine dichte Krone. An den Aesten hat man Brutkästen angebracht. Drei oder vier, ziemlich nahe beiemanber. Der Beobach­ter wird heule nur noch zwer Brutkästen finden, da Stürme der alten Wecke viel morsches Äftwerk geraubt haben.) Es sind die schönsten Bogriwoh-

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Volkmufisschllle.

Wer einmal durch die Klassen unserer Volks- und Mittelschulen geht, findet überall musikalifch Begabte, die spielend leisten, was andere sich mühsam erarbeften müssen. In den höheren Schulen wird ein Talent meist recht­zeitig erkaratt und durch die Eltern gefördert. In Volksschulen dagegen können sich Bega­bungen Meist nicht entfalten, tveil es in oer Regel an Mitteln fehlt, um ein ernstes Stt> dium 8u bezahlen. Der derzeitige Mufikrefe- rent im preußischen Ministerium für Wissen­schaft, Kunst und Volksbildung, L. K e r - stenberg,der im Verlag Quelle und Meyer in Leipzig ein in allerdings nicht glänzen­dem Deutsch geschriebenes Buch,Musik­erziehung und Musikpflege" erschei­nen läßt, jdas sich mit der Neugestaltung des MusikwesenS in Deutschland befaßt, regt auch die Einrichtung von Volksmusikschulen an, die in erster Linie Unternehmungen der Gemein­den sein müßten.

Tie Dolksmufikschule läßt sich in oerfchckdenen Formen emrichten. Am nächsten liegt der Aufbau einer

Singschule.

Hier werden die stimmbegabten, jtngfreuöigen Schüler ausgenommen, die ihre Schul kenn tnissc er­weitern wollen. Ter Unterricht wird sich vorerst an den Lehrplan der Schule halten müssen, um Vergessenes nachzuholen oder überhaupt die Grund­elemente ziu sichern. Anschließend würden Vomblatt- ffngm, Bokalisation, Tonvorstellungsvermögen, Phrasierung, Dynamik und die engere Bortrags- kfrre lxhandelt werden. Das Schwergewicht rückt habet auf das Schön singen, auf ein Beherrschen aller ausdrucks technischen HilfSrnfttel. Emzellied und Chorsingen sind ein Lehrziel des Unterrichts, wobei naturgemäß dem musikalischen Verstehen und Deuten, dem Erfassen des mufikalischen Affekts nach wie vor weiter Raum zu lassen ist. Mft der Er­ziehung müssen theorettsche wie musikgeschichtfiche Untemxihmg Hand in Hand gehen, bamü jeder Emfeftigkeft Dor gebeugt ist. Ter Chor kann zu Feierlichkeften und Ausführungen der Schule und Stadtgemeinde herangezogen werden. In dies« ©tngfrfntlen wachsen bte Mitglieder der zukünftigen VolkS-Ehöre heran.

Wesentlich breiter wird die

Jnstrumentalschule

ernzfurichten sein. Sie führt in die Jnstrumenten- lehve und instrumentale Technik ein und gibt An­leitungen «um Musizieren im Zusammenhang mit Gesang urro gymnastischer Rhythmik. Ist die Volks­schule ihrer Aufgabe gewachsen, so ergeben sich die Beziehungen des Vokalen zum Instrumentalen von selbst, berat der Gesang ist" heute so wie früher das Vorbild instrumentalen Musizierens. Geige und Klavier weiden wohl noch lange bevorzugt blecken.

' Es liegt aber im Interesse unserer musikalischen Kultur, daß wir von dieser Enge der Musikbetätt- gamg wieder zu einer Bereicherung des häuslichen und geselligen Instrumentariums kommen. Holz­blasinstrumente, Trompete und Hom müssen wie- der geübt und als Solomstrumente behandelt, über­haupt das lanbtäufige Klavierspiel zurückgedrängt werden. Tamit soll der erzieherische und prakfische Wert deS Klavierspiels nicht herabgesetzt werden. Doch werden durch die Einführung von weniger gebräuchlichen Instrumenten in den allgemeinen Unterricht die Möglichkeiten zu kleinen Hausfon- zerten, zum Orchester- und Ensemblespiel vermehrt, berat oyne diese Mithilfe ist an eine Erneuerung der modernen HauSmufik und ihrer Lfteratur und an eine Belebung der Liebhaber- unb Berrins- kontzerte nicht zu denken.

Auf einer mittleren Stufe werden die Schüler zu Ensembleklaffen vereint. Man Farm Streickerchöre aufstellen, Bläser-Ensembles, auch volle Orchester, wenn die Scküler zur Erlernung von Masinstrtt- mentrn an gehalten werden. Oeffentlich^ Auffüh­rungen werden das Studium beleben und zu wei­teren Uebungen anregen.

Cine dritte Form der Volksmusikschule ist Die rhythmisch-gymnastische Schule.

Während Gesang und Jnstrumcntenspiel der tem musikalischen Betättgung gennbmet sind, so wird in dieser Schul form das rhythmische Clement in seiner Verbindung mit Ton imb Bewegung ge­pflegt DaS führt mehrzu einer betracht enden Art der Musik und ihrer Elemente, soweit es sieh um den ernführenden unterriebt handelt. Man wird sich da zunächst mit den Problemen von Klang unb Rhythmik beschäftigen müssen und aufftetgen bis zur Analyse von Tonstücken na cf) Form, Inhalt und Asfekterlebtfis ober -Betonung. Daneben wer­den Tunamif und Aaogik, Gehörbildung imb rhtith- mische wie musikalische Polvphonie gelehrt. Die Gymnastik Tann im Anschluß an bte Methode von Iagues Talcroze mit den erforderlichen Modifika­tionen m besonderen Stunden gepflegt werden, wo­bei die Zöglinge bis zu Tanzspielen und improvi­sierten Tarftvllimgen gehörter Rhythmen gtiangen.

Tie Kurse regen zum Erleben der Musik auf dem Wege der mufikalifch-plastischen Rhythmik an. Tenn für Musik ist nicht nur die eigene Betätigung durch Spielen oder Singen wichtig, sondern ebenso bte Belebung des inneren Empfindens und Mit- fühlens wie die Sicherheit im Hören und Erfassen