Ausgabe 
1.3.1921
 
Einzelbild herunterladen

Ret^-nfmfn'ar tmtgetei'It, daß ftc bereit sei, in eine Prüfung darüber einzutreten, in­wieweit den von ihm erhobenen Einwendun­gen stattgegeben werden könne.

Koblenz, 28. Febnurr. (DTB.) Der Reichskommissar für die besetzten Gebiete hat neuerdings bei der interalli­ierten Rheinlandkommission nachdrücklich Dorstellungen gegen die in den letzten Monaten erlassenen Verordnungen er­hoben. Im Verfolg dieser Vorstellungen hat die interalliierte Rheinlandkommission sich entschlossen, eine Anzahl Vertreter der rhei­nischen Bevölkerung über die Stimmung der Bevölkerung gegenüber ihren Maßnahmen zu hören. Die Auswahl dieser Vertreter ist allerdings nach Gesichtspunkten erfolgt, die nur ein einseitiges Bild der Stimmung der Bevölkerung ergeben können Sie hat Ver­treter der Presse, der katholischen und evan­gelischen Kirche unb der Universitäten des Rheinlandes eingeladen. Der Reichskommis- sar hat demgegenüber darauf hingewiesen, daß auch die berufenen Vertreter der Be­völkerung gehört werden müßten. Dem Ver- nehmen nach wird die Rheinlondkommission demnächst auch Vertreter der wirtschaftlichen und politischen Organisationen in gleicher Weise hören.

Au» StoM und Ccinfc.

(31 c 6 e n, t><m 1. März 1921.

Der Naturkatender von Gießen.

Nack den Wu* ritten von Pros. Tr. Markert (Gießens auS bon vhänolog Kalender Geh Rot Her­mann Hoffmanns geben wir nachstehend die Be­obachtungen für den Monat März wieder. Am 2. März kommt die erste weiße Bachstelze (401 und am 3. zeigen sich die ersten offenen Gänse­blümchen (24). Am 6 siebt man die ersten roten Vn'erwanHen (13) hier auch Soldaten ober , Fron­hofen" genannt, em Grund von finden- un^Pap-el- bäumen und am 7 trift bet Storch 'in (45). Ibn Hai G H Rat Hoffmann w^hl stets ouf dem Rest auf dem Alten ©rffoft beoblns^t, das bei dem Um­bau liiber zerstört worden ist Am 7 singt oie Singdrossel (8' zum ersten mal am t2 das Rot­kehlchen <27^ und am 8. fliegt die erste Fledermaus <29). Am 10 blüht Irr erste Krokus <27» und am 1t. zeigt die Stachelbeere die ersten entlaltewn Aätter (21). Am 14 fliegt b*r kleine Fuchs (23), am l 6. stäubt die Schwarzerle (18' mrd zeigt das wohlriechende Veilchen fine cr'V offenen B'üt-^. Am 18 strebt li erste Schnevf 6 u am 19. trft der Kiebitz ein (11). Am 20 fliegt der erste Zi­tronenfalter (28). <nn 23. beginnt der Laich de- braunen Grasfrosches auf Gräben imb Tümpeln M schwimmen urtb fliegen die ersten Bienen (5), am 24 trifft bet Hausrotschwanz ein (32) In den letzten Tagen des März beginnen vu blühen: Weiße Anemone Scharbockskraut, Schlüsselblume. Lerchen­sporen, Lungenkraut, Huflattich unb Salweide.

Der Himmel im März.

Kalendermäßig sängt her Frühling bereits am 21. März 5 Uhr rnorg-m« an, zu welcher Zeit die Sonne in das Zeichen trg Widder') tritt und den Aennator erreicht. Damit tritt die gleiche Tag- unb Nachtlänge rin. d. h früh 6 Uhr geht die Sonne auf. abente 6 Uhr geht sie unter Im Monat Marz nimmt der Tag um nicht weniger al- 2 Stunden 4 Minuten zu. Am 1 März tritt bet Mond ins letzte Viertel, am 9 hoben wir Rntmond. am 17. erstes Viertel, am 23 Vollmond und am 31 März letztes Mondviertel Don trn Planeten ist zu er- wähnen: Merkur ist unsichtbar VennS, die Dm'er her Sickstbockrit nimmt allmählich ab und beträgt am (fnbe b. Mts. nur noch 3 Stunden: am 17. März leuchtet der Planet im größten Glanze Mars, die Tauer der Sichtbarkri' nimmt weiter tab bis auf eine Stunde am Endetz. Mts Jupiter kommt am 5. März in Opposition mit der Sonne, wo er um Mitternacht hoch am Himmel glänzt mA bleibt die Nacht hindurch sichtbar. Saturn kommt am 12 März in Opposition mit der Sonne imb ist im Verlauf des Monats die ganze Nacht hindurch sichtbar.

r^cttervvranHsage

für M i tt wo ch:

Bedeckt, leichte Niederschläge, südwestliche SSmbc.

Wir kommen immer stärker unter den Ein­fluß der nördlich liegenden Depression und deren Randwirbel.

Veranstalrnnqen.

Dienstag: Sdabttheater. 7 Uhr, Der Raub her Sabi e innen". Neue Aula, ?'/. Uhr, Heiterer Ma^eess Salzer-Abend Ho'e' (Fmftmt, 8 Uhr, Streickckonzert der RrvflSwebrkapelse Postleller 8 Uhr, Perscmrnr'img der ehema'i-nen Lribgardisten. Cof^ Leib 7>/, Uhr, Könnet und Vorstellung her Mck>ick Meid in ^rr. Licl>t- spielbMis. Balnlvst>rgße,Tötet * tritt mrir". Lichtspiele, ScllerSweg,Unter heißer Zone'".

* Amtliche Personalnachrichten. Ter znm Dvnorarkansul der Revublck El Salvador in Wn^sl^aden ernannte Derr An ton Jos. Carlos fikntifmann Glnrr.ro. dem dos Reichscrequator er­teilt mürbe, ist zur Ausübung konsularischer Bcr- ricktungen in Mainz zugelassen worden Ent­lassen nntrbe am 21. Februar der L hrer an öcr BollSschule zu Utphe, Kreis Gießen, Otto Kneipp auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mörz 1921 ab aus dem Schuldienst.

** Kleine Mitleilungen. Ober- hessischer Kun st verein. Mo gn, M ttnxxh rii txc neue Ausstellung Gruppe Kas> l au" e von 111 and) am Nachmittag von 3o Uhr geüfmet. Die Stadt. Dauptver a»a l t u n g tvC^tdri heute ihren Umiug vom alten Bürgermi.e.ri- geböiibe nach Strins (harten Ti, Neirorbnung her Res d ts unb i De teilung d r m rorei wir in den'd eu Tagen lediw" g> ben Preußisch-Süddeutsche Klaffen Lot­terie. Die Lost- zur 3. iHi fe. e.i unter Bor- Xemmg d?S Borllai en'oe.' bis zum t. März a'e bs 6 Uhr eingelöst werden Auch mutt bi - zu diesem Zeitpunkt die Eriatzloke neacn Rückgabe der Ge- wimu'oie in (Empfang genommen werden.

Vornotizen. Mittei ung in-3 dem Stadttheaterbureau: Tn Si ielr Ian tnessr Woche bringt am Mildvoch. olS 19. Vecncllunn irn Mittwoch-Abonnement. das f.nfatroneUc Werk

Kms rsG a S", wöhfend für Freitag d e Reueinstiüiietung von Henrik IbscnSR o s m e r e- ho l m" als 20. Verstellung im FreitagXbünih'- ^OLt vvrgcschen ist. Am Sonntag, nachmittags

3 Uhr, gefarertDvrnrörckierri' zu« letzten Male Mir Ausführung, während abends um Uhr die Döer tteT e r 2 or i - Ca ru s zum ersten­mal wiederholt wird, oer wiederum Serenif fimus 38. briwohnt. Wic machen nochmals aui den Dort rag des Hamburger Dozenten Dr Pa - nof s kv in der Qkftllschaft der Gießener Sunstsreunde ausmerlsam. (S. Inserat.) Tas Judentum ersetzte Rrm'randt die orientali che D I: des alten und neuen Testaments. Im Ghetto fand er die Modelle für die feeli ch fo tief beweg den Bilder frincr kirchlichen Gemälde, und das bunte Leben im Helldunkel der Iudenaasse gab ihm, dem größten malerischen Scköper des Nordens, die reichsten Anregungen. Ter Vortrag hat bereits in Berlin den größten Anklang gesunden und wird auch hier allstitiges 3nterjfe erwecken. Ter Du n dH a u - u n d S chu l e", der die GYbattung und Pflege christlich-evangelischer Erziehung in Daus und Schule bezweckt, hat in unserer gestrigen Nummer zu einem ö fent ichen Simone des Dun- desdireklors Winkler aus Oels in Schlesien auf nächsten Sonntag, abends 8 Uhr, in der Stac»tlircl)e, die evangelischen Männer unb Frauen unserer Stadt und Umg^geno ringe Laben. Ter Bund ist über ganz Deutschland orrortüet, unb auch oie Ort?-g rippe Gießen zählt terri s ri e stat kicke An- Lah. von Mitgliedern. Zi l unb Aufgabe des Bun- des ist, in Dort und Schrift ote gemeinsamen Interessen von DauS, Kirriie unb Säule zu för­dern, die Beziehungen zwischen Daus unb Schule hi pflegen und die gerade heute so wich'iien Froaen bet Jugenderziehung im Löchte des e.>anariil<fym Bekenntnisses zu beleuchten. Ter Oberhessssche Schafzüchterverein, dessen Geschäfte von dem Lendwirtschastskammer'Ausfchuß für Ober» h ffen geführt werden, wird kommenden Sonn­tag den 6. März, vormittags 10 Uhr im d a f 6 Leib in Gießen feine Dauptoer- fammlintfl halten. Alle Fragen, die in besonderem Maße unsere Schafzüchter berühren, nrrben jur Erörterung kommen. Tr. Kretzschmar (Pkießkowitz). her in her letzten Versammlung des Vereins übet die Befämp'ung ixt Schafräude mittels Gas sprach, wird über seine Eriahrungen sprechen, die er in Oberh ss.n gemacht b t Der süddiNttche Schäserri- verband, der das Äas verfahr en besonders wegen der zu b.h m Kosten verwirft und deswegen bas Badeverfahr n empss hlt. wirb in her Versammlung durch Th Körner v ttteten fein Unsere oberhrisi- schen Schafzüchter werden also G legen beit h iben, bas Für imb Wider der beiden D riah en von be­rufenster Seite zu hören. Derr Körner wird außer­dem Über Gegenwarts- und Zukunstsfragen der Schä'erei fpr'chen Ta die Dollpreife dauernd fal­len, ist es das Bestreben des Vereins, ben Mitqlie- bem den besten Weg zur Verwertung ihrer Do le zu zeigen. Deswegen ist als d itter Redner Dr Nos von der Landwirtschaftskammer in Tarn floht ge­wonnen. der in feinem Vortrag ben Absatz oer Wolle auf ben Versteigerungen des süddeutschen Wollverwertungsverbandes empfehlen wird

* Ter Wa r tburgvere in veranstaltete am vergangenen Sonn.ag einen Ingenda!<nd für ferne männliche Jügenda'ottrlung tn fernem örtm und zu gleicher Zeil einen Famklrenalend für leine Beirats-, unterstützenden und älteren Mit­glieder und der Abteilung h des Vereins un Markussaol. Taß der Verein bekannt ist, leine Gäste angenehm unb edel zugleich »u unterlxiltm, tewes die stacke Besucherzahl beider Veranstab' hmflcn. Während beim Iugendabe d das Fugen-d- orckesler die Daup'u-'trnchalt mg übernommen Latte, toten bei dem Familienabend Freund? und Mit­glieder ein fmt zuiammengestelltes Programm Be­sonder- hervorgeboben zu wer en ve d enen 5<hmtv lingS IntermezzoAmoretten", das Zitherduelt der Derrrn KSrnp, unb Schmalz sowie die Rezi­tationen der Frau MendelSsohn-BarLholdy.

Landkreis Gießen.

x Wiefeck, 28. Febr Ter Frauen­chor bot aus seinem UnterhaltungSabeTck» am letz­ten SamStag einer zahlreichen Zulrörerichaft gute Chöre von Beethoven und anderen, dalei zum ersten Male das alte Volkslied ,,Es wa-en zwei KönigSkinder" und sria i-skh: .^ugei.dträum»" unter Lcittmg von Philipp Groß: ite laiihen, rote Oie VortragSstücke erie» Sbrrichorcheflers (Verdi. Mendelssohn, Bellini und D. Strwiß sehr bet- sSll'ge Aumahme. Tatz der Chor auch über gute deNamatorische Kräfte verfügt, bewies Geibels ,L-osmmig" und die Aufführung von Iba Mar- guardsenS ..Deutsches Frauenleben t m Wandel der Seite n". Acht B2der zeigten Nonne, Rittcrsräuleiu, Spinnstu'oe, DMtS Sad>A, Rokoko, Königm Luise, Biedermeter und die mo­derne Frau, lern harmloien Lustspiel Dier fvukts" gingen voraus zwn al1.«cksche Tänze

Maien" undGroßmu.terlanz"

KreiS Büdingen.

** Büdingen, 1. März. In der letzten GemeinderatSsltzung tx'm Samstag wurde die Sport - und Spielplatzfrage fK-ban- belt. Tem Lgudlmnger Ixit der Sport- unb Svid- Platz an her Bruchwiefe zum Opfer fallen müssen Ter Gemeiiiberai erb'nnt die Notwenrigkrit eines neuen Sportplatzes an: eine fltomn.i. von des G« rneinderats soll »rn Einvrrständ ris mit den Tum- unb Sportve einen geeignete Vorscküögr unhr- breiten. Tie, Mehpzahl der Nachtwächter hat gekündigt: die kNeubesetzung der Sellen wurde aii-geschrieben. In der städli'chm Turnhalle soll eine Gedenkt af el für H ge'ass.men Tur­ner angebracht werben: brr Gerne nherat wünscht aber zunächst Vorlegung einer Skri-re. Zur 3inffcnfteinfabrilation wurde das ö'elänbe bei der Gasanstalt überlas en. D.g n günstiger Ku lange- bote wurde von der dTril'tung einer Kalkbrennerei abgeschcii.

Kreis Schotten.

K. RuvvertSburg, 28. Febr. Zn einer Versammlung, die im Spätherbst tagte, war der Beschluß gefaßt worden, die 0)efalle- iten unserer Gemeinde durch ein Denkmal zu ehren, das auf dem neu erweiterten Friri>- bor aufgestellt werden solle. Auf Vorschlag des Ortsgeiktlichen wurde Denkmalspsleger Pro­fessor Walbe-Darmstabt zu Rat gczonen. Dieser besichtigte anfangs des Jahres unseren Friedhof und hrelt den Platz für ein besonderes Denkmal geeignet. Auf seine Anregung hat Architekt Burk-Gießen den Plan deS Denk­mals entworfen und an einem der letzten Abende im Gemeinde aal einer Bürgorver- sammlung vorgelegl. Tas Denkmal ist in Form eines Tcmvels aud blauem Basalt gestalten und mit spitz--m Zieqeldacl) überdeckt. Bon der Frontsette führen mehrere Stiegen in den ^imenraum, in dem links unb rechts auf zwct gußeisernen Tafeln die Namen Der Gefallenen angebracht werden. D:e Mtkte der DirtterivanL nimmt ein vergoldetes Kreuz cül

daS dem Besucher schon von weitem entgegen» leuchtet. Die Losten sollen sich auf 22000Mk. belaufen.

KreiS Lauterbach.

** Bermuthshain. L März. Zn eurer Dersam mlung des Burger meister- KreisvereinS Lauterbach erlla.te man sich einstimmig bereit, ben Gemeinden entgegcnza- lommen und auf Teuerungszu schlage und Ortszuschläqe zu verzichten, voraus­gesetzt daß die a.tberen Gernein.<beamten, hauvt- läcßlich die Rechner, dies auch tun. Zn dem Be­schluß heißt es roetter. daß die Versammlung an dem Gruud'atz frithält, Paß der Bür«cme>ster ein höheres Gehalt zu bean orucken hat als irgend­einer feiner Beamten. D.zü,lich berSBergütung für Führung de r Standesämter wur^e der Vorschlag d.^ Amtsaecichts Schlitz anaenom- men, wonach in Orten ors 2vX) Serien 6J Mt., bJ 300 Serien 70 Mk., bU 403 3ee.cn 83 Mk, bJ 600 Seelen LOO Mt. und für je wettere 100 Seelen 10 Mk. mehr bezahlt werden.

-Schlitz,!. März. In einer Vorbesprechung zur Gründung einer Deimstättenbau- aefe 1 lschait erklärte der Bu.rermeister, daß die W o h n u n g ? n o t auch in Schlitz immer größer ttterde. Seit 1. Oktober seien Meldungen von 26 Dohnungssuchenden ringelau en, die bisher nicht befriedigt nrrben konnten. Man müsse in Sch itz Aehnliches zu erreichen suchen, toi' etroa in Lauter- bach, wo unter Leitung von KreiS auinfteklor P.eii- fer im vorigen Jahre sechs R.iheuhäufer mit 12 Zwrizimmerivohmrungcn errichtet wurden. Sämt­liche Artw.senden erklärten sich bereit, die geplante Dttzry.s.llfchast zu förbitn und stellten finanzielle Beteiligung in Aussicht. Tausch ist em Stamm­kapital von D?rläulig 110 000 Mark ßesicheit. Am kommenden Torrnerstag soll die Derrnftältenbaue gcsellschast ntiigiiltig gegründet totroen.

Starkenburg und Rheinhessen.

Kundgeburg n g7gen d e Pari'er Beschlüsse.

D a r m ft a d t, 28. Febr. (DTB.) Die Liga zum Schutz bet deutschen Kultur ver­anstaltete am Sonntag In ganz Dessen macht­volle Kundaebungen gegen die Pa- uijer Beschlüsse. In Erbach, Groß-Um­stadt, Scl)litz, Beerfelden, Körna. Qeppenhetrn, Bensheim, Alsfeld und Butzbach sand von den vielen Tauserrden von Zuhöhrem aller Kreise der einmütige Dille beredten Aus- druck, die unerhörten Forderungen der En­tente abzulehnen.

Raubmord.

See he im a. d. Bergstr., 28. Febr. Ein Raubmord ist heute in der Mittagszeit in der Pfeiserschen Mühle, die zwischen Secheim und Ober-Beerbach liegt, begangen wor­den. Nach den bisherigen Meldungen ist die etwa 20jährige Tochter der Be­sitzerin Frau öaftmann Wttv. von einem unbekannten Menschen, der in der Absicht, zu stehlen, in die Mühle eindrang, erschossen wovden. Der Tod trat sofort ein. Durch herbei- eckende Personen gelang es, den Täter, einen jungen Menschen, alSbald festzunehmen. An­geblich stammt er aus Altona. Weitere Ein­zelheiten fehlen noch.

Defsen-Rasfau.

Starke Erhöhung der Patzqchührrn.

fpd. Frankfurt a. M, 28. Febr. DaSf Paßvureau im Frankfurter Polizeipräsidium hat feit einigen Tagen eine außerordentlicho Erhöhung der Gebühren für die Ausferti­gung von Pässen jeder Art vorgenommen. Ein Ausweis für daZ besetzte Gebiet toftet statt 8 Mk. fortan 17 Mk., ein deutscher Jnlandspaß 27 Mk., und wer gar in das Ausland reifen will, muß nicht weniger denn 62 füll für ben entsprechenden Paß entrichten. Durch diese durch nichts gerecht fertigt en Ge­bührenerhöhung werden die Beziehungen zum besetzten Gebiet wahrhaftig nicht er­leichtert. Vielleicht ist die Erhöhung der Ge- bühren für die Pässe für das besetzte Gebiet in Ausnutzung einer günstigen jronjunflur vorgewommen. Denn das liebe Publikum drängt sich auS Furcht vor einer neuen Be­setzung Frankfurts massenhaft an die Paß­schalter, nur um zuerst euren Ausweis zu bekommen.

Ausbau des Bahnhofes BonameS.

mc. Frankfurt a. M., 28. Febr. Der Bahnhof im Vorort BonameS soll auS- gebaut werden, ba er einen lebhafter Gü­terverkehr hat. Zur Erstellung von Lager­plätzen sucht bie Stabtverwaltung einen Krebit von 930 000 Mk. bei bet Stadtverord­netenversammlung nach. Das Reich vergütet im Dege der produktiven Erwerbs bösen sür- sorge 340 000 Mk.

Zwei AutomobilutrfSlle.

fpd. Dillenburg, 28. Febr. Das Automobil eine- hiesigen Arztes wollte in Nie­derschelden ein Leecfuhrwerk Überholen und überiuhr dabei den 63 i ä b r i g c n Land­wirt Alexander Riegel aus Niederichelden. Der alte Mann war auf der Stelle t o t. Bei Bergheim lief die nervenleidende Auguste Leukel vor einem Automobck her. Als ihre Scknvester Lifette sie zurückhalten wollte, wur­den sie beide überfahren und so schwer an Beinen und Brust verletzt, daß sie in hoff­nungslosem Hustanbe in das hiesige Kranken­haus eingclieicrt wurden.

** Kurze Nachrichten au8 Dessen unb ben Nachbarstaaten. Ter Gemischte Chor in Heuchelheim, bet ben Lirchengesang fcben unb das Volkslied vckcgm roifl, veranstal» trie am Sonntag unter Leitung von Lehrer Wals- schmidt einen Volks.iederabend. N b.n Vt'bern für gemischten Chor folgten Quartette, Sologesänge ui'ro. Vo'ksl-eder würben gemeinsam gcfungen. TaS erste Auftreten des Gemifcht.-n Chors hatte vollen Erfolg. In Gedern er'olgte b,e Gründung eines BezirksoerbanbeS bet Gemeinbebeamten von Gedern und Umaebung. Zum Doriiyenben wurde Genremde- unb inrdKnre'fmtr Franz gewählt. Ter Fußballklub Alemannia Gedern vetan- staltcte einen Theaterabend zum Besten des ^«-gerdenkmals, wobei u_ a. LärnersNacht-

mächter^ zur Tarstessung kam. In Nidda fand am Sonntag eine ö.wntliche Protestversamm- lung gegen die Pariser Beschlüsse statt, die auch aus den Nachbarorten gut besucht roat Studie»- tat Tr. Knauer aus Wetzlar erläuterte die Folgen der Entenreforderungen. Eine Entschließung gtgtn das Verlangen der Feinde und für treues Zu- l'ammenQrbeiten mit bet Reichsregierung sand ein- stimmige Annahme. Ter Kriegsgefangene aus Eichelsdorf, Otto Sein, kehrt-: aus rufst- schet Geiangenschait »utück Et wurde im August 1915 gelangen und hatte seit Anfang 1918 nichts von sich hören lassen. Eine ganze Reibe von Gemeinden der Umgebung Schavens wurde dieser Tage an die elektrische Uedetlaadzentrale ange­schlossen. So Michelbach, Uienbora, Elnartshausen und Bteupaesdain. Andere ökmemben folgen bald. Tie Kreis- Lehrerkonferanz für den Kreis Schotten findet am 4. März in Schotten statt. Im füd- lieben Teile des Kreises Schollen, in Ulfa wurde bereits Daker gesät. In Schlitz hielt in bet vergangenen Do.he Pfarrer Schäfer au» Darmstadt, BerrinSzeistlicher dec itneren Mission in Dessen, (£. anae.tfatio ^eriammlun'ien ab, an denen allabendlich 403 MLmer und Frauen trii- nabmen. Am Sonntag abend sprach hier Dr. Schmidt-Frankfurt von der Liga zum Schutze tx?r b.Titicben Kultur vor einer Vet ammlimg van Angehörigen aller Parteien, einfch.ießllch der So- zialvtrnokraten übet die Forderungen der Pari er .üonserenz. E ne exnftimmxi anixnommene Protest­entschließung wurde der dessischen Regierung über­mittelt. Dre dieSjäüriL Gemeindedolzi erszrige- ^ungzu Rodheim an der Bieber Hai etroa 10 000 Mt. weniger erbracht als im vorigen Jahre, roo eine außewrdemliche Holz ällung e» tolgt wat. De> bet Holzversteigerung im Di­strikt Talberg bei Erda kostete der Festmet« Eichennutzhvlz du rck sch: ritt l ich 10 O Mk. Ci» Äiefen- stamm mtt 2.70 Festmeier Inhalt wurde mit 5010 ML bezahlt.

Landwirtschaft.

Billige Eier.u n o Bu t t er. Im Rvt- tal in Niederbayern sind ow Cierprrike auf 60 Df. da- Stück gesunken. Butter wird hort von den Bauern zu 9 ML das Pfund in die Stadt verkauft.

Aus dem AmtsverkündigungSblatt.

DaS AmkSverküudigungSblatr Ar. 30 vom 28 Februar e-itbalt: Meldung von Be- triebSeinschränkirn'zen mb rcbSemilrilungen. TaS Deltüten der öirieru Die e.irun£>aängt Tie Meisterp ü"ir»g im HandwerL Verorb. nuna über Matz»achmen gegen WrimungSni« gel. Lieferung von Mehl gut Herstellung des iL- bifdxm Osterl>roreS (Maz^oS). Ticnslliachrichten. Maul- unb Klauenseuche.

Melbuna von Betriebreins chrän- knngen und Betriebseinstellungen. Aui Gnmd der 88 L, 4 unb b der RettdSvewrb- nung über die wirtschaftliche Tenwbilmachung vom 7 November 1918 bestimmt der ^taatjtDmmiPar für die roictfchastckche Tenu>:>üma lixiiq ti Hesses zur Bermeidwig wi ener Skbeitdloi'igtcit für das Gebiet des Freistaates He seu bis aut weiteres: £ 1. Tie Inhaber von Betrieben lealicher *Ärt imb verpflichtet: a) redsemschränkmu^n, aut Grund derer oorübergebatb oder biucrnb Arbeits­kräfte jeglicher Art unb Zahl entLai fen ronroen loflen. b) BetriebSeinstellunaen den iuilänftgen örtlichen Temo ilmaclmngSaurfcsrü »en min­destens zrim Tage vor ben <k»taf ungen fctjrifU (id) anztucrgen. Tie Anzeige hat zu enthalten: Namen, Beruf. FamUstm':a.id unb Adresse bet von bet veobiichtiitrn E .t.a lung getrore.-en Ar­beitnehmer, sowie Angaben über bie G Lide dreier Maß.>ahmen S 2. Tie DemolilmackHuigSaurichühe bringen bie Anzeige zur Kenntnis des für den BettiebSort zustcruoiien öftentcküLn Atbri:Snd'V- weileS und prüfen unverzLUich nach ihrem Ein­gang im Benehmen ben berref.enben Ar­beitgebern und Betriebsräten (ober Betriebs- otmaimer), ob nicht eine Strectu ig der Ardeu gemäti 8 12 der Berorbnung über Entlassung unb Entlohnung von Arbeitern und Sinneitriften vom 12. Februar 1920 (Tarmsiädtet Z< hing vom 1. März 1920) ober durch eine anbentx-i tq getros­ten e Einigung zeitweise ober bauen be vössiae Av- LeilSloitgkeik vethsscdern kann. Ifee Pruiunaen erütngen sich wenn von Arbeitgeber- oder Sj» brihiebmerfritc nachgewiesen wird, daß die An- griegevbrit Leititj rem ju.tän ijen S«i. tunoS- auositrnß zur Liltscheidung vorge.'egt i,L Ist nne Einigung vor dem Temorilmadat g^ausschutz nttx zu erzielen, fo ist bie Angelegeicheü wiverzüglich durch den Temobit»vick)ungsai<ssch«ß den et* bobtmen Feststessungeh nun Zur EntfstEituicg vor- zulcgen. § 3. Zuwioechandiunqeii ge-;en die An­ordnungen in 8 l di.ser Bekanntmachung kän- nen mit Gefängnis Ins zu 2 Jahren ober mtt Geldstrafe bis zu 100 000 Mk beftrait werben. 9 4. Diese Anordnung tritt fofort in Kratt.

Tie Meisterprüfung im Haukwert. Ter Meldeschlutz für die d^S Sh igen Meister­prüfungen wurde aui den 15. April dS. IS. iest- gefttzt DiS zu bieiem Zeitpunkt bajc;i kne Prüf­linge die Prüfungsgebühr 75 Mk. an tie HandweckSlammer ein'uirrtben. Tre hie aui ihnen zugehende Cuittmg ur4> Anmetteiormu.'ar hnb nebst den sonstigen Unterlagen dem Bors atzenden bet zuständigen Kommis ton ritjuoeicben

Lieferung von Mehl zur Derfbcklpng deS jüdischen Ostrtbrvtc-s lMa^eS. Ten Inha­bern der Bezugsscheine ist bw Btotkattr bei der Ausgabe iu kürzen, wobei für ie 100 Gramm MazzoS 100 Gramm Brot in Ansatz zu bringen smd.

Maul- unb Klauenseuche. In den Ge­meinden Bl i tzen tvd unb Fri scbborn (Kreis Lau de r- tach) ist die Martt- unb Klauenseuche erneut a»s- gebcochen. Txe gmairnren Gemeinden hrrbm |«m Sperrgebiet rik.Srt. TaS Beobachtu gSgeb,ei um­faßt bie Gemeinden Tickammen, Hoo mann*.t!S und Allmenrod mit Sickendort. In der Deitz- müdle bei Queck. in Slotflxmlen unb Crainfeld (KreiS S*au:erbad>) ist die Maul- tn:b SPTaiunntudr erloschen. Tir genannten Gemarkungen roerbea au? Df m Spdrr'eiiik auSgeschee e^> unb mit Ausnahme von Queck dem Beo.'a'luilngSgeb^t angeql edert. Tir Gemeinten Ooer-Äoos Gun- «nau. ReichloS Freiensteinau. Salz. Radwützl, volHMÜ«. Fleicken Iah. Rimbach C er-Sephirtk Un er-Degfurch und Unter-Svm»rz (Kre < Lauter­bach) werden mit Dickung vom 23. Februar 1921 aus dem gefährbeten Ck>iet entlasien unb m> gegeben. 3um gefährdeten Gebiet werden !>e Ge­rne m den Grebenhain, BoitShoin, Berwu hchorn. N:eder-Moos u b SchadirS ^K'ris I'an erl'arb) er­klärt. Tie Gemri den be3 Schlitzria.HeS imb ftf aut Hemmen seu-ben^m unb im o eren Vogelsberg ist die Maul- unb Klonenieuche verschwunden. In der Gemeinde Hörnchen (Kreis Bedingen) ist

2JT Der $

Sunii-ü^

schell-'

Au

Sin

W i riatiiint

A

Bllll

1

X«| HMlag k flronit reiliguntz

Rinker meint D die alte G Vianet J der

Feier wu tonte die (tönt. 3 der nerlh solrns-Lit in G'ck' Bruno v Feitt döi ötn dtiialß i Sw*

Hin

v> ttr

DtlmlUr

batt Anian-1 245$ Conerf « ben talk

Uh Im r Von

Doi

Bemb

Bntriti f

gn

Dam

Glas