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EDRnxxnter Tonnen liefern Diese Menge sei mehr lalS da§ anderkhalbsache dessen, ioas Deutschland "für den fcmisbranb benötige, mehr als das drei fache deS Bedarfs der deutschen Gasanstalten im Frieden amb mehr als das achtfache des Bedar's der gesamten deutschen Seeschiffahrt vor deni Kriege Tie verheerenden Folgen des Spaa-Ab kommens seien bekannt: BetriebSernstellungen und -Einschränkungen, ungeheure Erhöhung der Produl tionsunkosten. Aus Teulsckstand, das 1913 einen Ausfuhrüberschuß an Steinkohlen von 24 Millionen Tonnen zu verzeich^ien hatte, würde mit dem Verluste Oberschlesiens mit einem Schlage ein Aoh. lenernrubrland werven, Ties bedeute die Unmög- lichkeit, die ungckcurc Lebensmittel- und Rohstois- ein fuhr zu bekamen, bedeute aber auch, daß unsere Industrie in die Abhängigkeit des Auslandes gerate.
Aeußerst wichtig für das Wirtsä>aftsleben Deutschlands sei bic oberscklesifchc Eis ? nin - du strie, die im letzten Friedensjahr mchr als 46 000 Arbeiter beschäftigt habe Die Ergiebigkeit der oberschlesischen Eisengruben sei zwar nur unwesentlich im Verhältnis zur oberschlefischen Eisenindustrie an sich, die zum größten Dell angewiesen auf Zufuhren anderer in und ausländischer Erze sei, und zwar in nicht geringem Maße auf Zufuhr aus dem Vogelsberg und dem TUltalc.
Eine wichtige Rolle im deutschen Wirtschafts leben spiele auch die Zinkindustrie. Ti; »berschlesischen Zinhruwn lieferten 171/, Proz. der Welterzeugung dieses M:tollcs und ständen damit nicht nur in Deutschland, sondern auch ganz tn Europa an erster Stelle. Ban meiter.n Industrien seien die Bleigewimrnng sowie die Kalk- und Port- landzementindustrie zu erwähnen
Alle diese Bodenschätze fci?n für Deutschland um deswillen von unschätzbarem Werte, weil Deutschland, wenn ihm Oberschlesien verlor:n ginge, die Kleinigkeit von 24 Millionen Tonnen Steinkohlen einfsthren müßte, nur um den eigenen Bedarf zu decken (die Ansprüche der Entente gar nicht gerechnet) ebenso große Mengen von Eisen Zink und Blei. Anders ausgedrückt, ein polnisches Oberschlesien würde bedeuten: Still- stand eines großen Teiles unserer Industrie, Ar- Leitslosigkeit, Hungersnot und die Auswanderung mindestens eined Drittels der gesamten deutschen ^Bevölkerung. Aber auch von diesem entvölkerten Deutschland werde dann der wirtschaftliche Zu- fammenbaid) nicht abzuwenden sein.
Bleibe uns jedoch Oberschlesien .'rhalten, Aann habe Deutschland noch Ausfuhrwerte an Kohlen, Eisen und Zink, um die teuere, ab:r notwendige LebenSmätteleinfuhr bezahlen zu können. Dann verbleibe uns aber auch in Oberschlesim ein aufnahmefähiges Absatzgebiet für die ro ?ft- dottsche Industrie.
Höchst interessant waren auch die Angaben, die Dr. Metschke über die Aussichten für die Abstimmung machte. Die letzte Volkszählung habe 2 224 000 Einwohner in Oberschleiien ergeben. Davon haben 1800 000 polnisch als ihre Hoe Muttersprache angegeben, 93 000 di' deutsche «nh polmsche Sprache als Vervehrssprache und 980 000 sprachen nur deutsch. Bet der gleichen Volkszählung wurde festaestellt, daß in O«rschle- -säen vorhanden waren 533 000 polnisch sprechende tatb 504 000 deutsch sprechende Abstimmungsberechtigte 400000 Oberschlesier seien nach den AuSwanderungsstatistiken in den letzten zwanzig Jahren nach dem übrigen Deutschland und ins Ausland auSgewandert, und von diesen rund 300000 in den Verbänden der Heimattreuen Oberschlesier ersaßt. Diese heimattv:ucn Oberschlesier, die wohl alle zur Wahl fahren werden, bildetm das Zimglern an der Woge.
Die getrennte Abstimmung in für die Entente nur Mittet zum Zweck. Tenn bte reichsdeutschen Oberschlester würden je nach Ausfall der Wähl nicht als voll angesehen werden. Weiter hätte die Entente dann einen Grund, die Gh-enie, bte nach dem Friedens vertrag unter „billiger Berücksichtigung der Wünsckw der Einwohner" (wohl- gemerkt: nicht Abstimmungsberechtigte:!!) festgesetzt werden soll, zu Ungunsten Deutschlands zu verschieben.
AlS zweiter Redner sprach Professor Kinkel, der zunächst seine Freude darüber aussprach, daß alle Stände und Parteien zusammengelommen waren, um ein Bekenntnis ihres deutschen Empfindens abzulegen. Diese Jhnt^rbung solle ein Protest sein gegenüber der Willkür der Entente, aber auch eine moralische Untmrü&ung der oberschlc- sischen Landsleute Tas schlechte Gewissen, das aus der Entente spreche, wenn sie nach einer Hintertür aus den für Teutschland günstigen Bestimmungen deS Friedensrertrag^ suto sei eine Gewähr für bte Gerechtigkeit unserer vsache. Es bestehe 6tc Öofftumg, daß bte Abstimmung uns OberscUesicn auch dann erhalten weiche, wenn es der Entente gelänge, ihren Willen durchtzusetzen.
Als letzter Redner sprach Oberlehrer Dr. Lenz, her anschaulich die VernichtungSpolittk der Sieger schilderte. Die Entente möge den Bogen aber nicht über spannen, denn was 60 Millionen Deutsch?, zur Verzweiflung getrieben, vermögen, daS habe die Welt noch nicht gesehen. Schrecklich würde dieser Bcrzw:illmig5kamvf sein und der Untergang des Abendlandes mitsamt der stvlzen Liegerherrlichk'it Der Entnttt würde Wahrheit w.r den. Das deutsche Volk müsse aber danach streben, wenigstens in den großen vaterländischm Fragen ein einmütig aeschlos en-er Volkstörver zu w.'rden lind was der felsenfeste Will: des deutschen Voile <mch beute noch bedeute, das habe die Ausliefe nrngs frage gezeigt.
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Dem Äitlurs deS Deutschen TrvnSportarbeiier- oertanbei, die von der Firma Gebrüoer Kahl ir Gießen gegenüber dem Arbeiter Jakob Diehl aus- gef pro (bene Kündigung für unwirksam erklären, konnte nitft nattgegeben werden
Den Landwitten Heinrich> Wiegand 'm Schlecht len wegen, Heinrich Erb II. Wwe. in Scho den back', Johann Schlosser in Schadenbach, H. Bohlitsch in Äulendieboch und Gastwirt Jäger in Rohrbach, gegen die der Deutsche Landarbeiierverbarch Frank- mrt a. M. Antrag auf Verhandlung gestellt hatte, wurde aufgegeben, ihren landwirtschastlichenArbeit- nehmern mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 die durch Schiedsspruch des SchlichtungsauSschusseb in Gießen vom 28. Aprll 1920 festgesetzten Tariflöhne fTariftiertrag vom 4. Tezemöer 1919 und Zuschläge) zu zahlen.
In einer weiteren Sache schlossen die Parteien einen Vergleich
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Sitzung vom 15. Dezember 1920
Die Entlassung der Stteckenarbeiter der Vie- bertalbahn Karl Steinmüller und Wilhelm Schmitt von Rodheim a. d. B. und Heinrich Römer II. von Vetzberg wurde für ungerechtfertigt erklärt, weil ihr keine Arbe tSstrcckung bis auf 24 Stunden wöchentlich vorausgegangen war: der Verwaltung der Biebertalbahn wurde auferlegt, den Arbeitern den Lohnausfall zu vergüten.
Die sinn 31. Dezember 1920 gegenüber den sämtlichen Angestellten der Versorgungskuranstalt Bad-Rauheim und des DersovgungslazarelteS Gießen ausgesprochenen Müubigungen wurden für unwirksam erklärt, weil die Arbeitgeber sich nicht gemäß g 74 des Betriebsrätegesctzos mit den Be- liicbsräten der Anstalten „möglichst längere Zeit vorher über Art und Umfang der erforderlichen Entlassungen und über die Vermeiduna von Härten bet letzteren ins Benehmen gesetzt" yat:en (d. h nicht den ernsten Venuch gemacht hat: en, durch Verhandlmigen eine Einigung zu erzielen: vergl. StammCTtiar von Feis-Si^er).
Die Weiterbeschastiyungssache eines Bankangestellten wurde der Verständigung der Beteiligen überlassen. Eine weitere Sache wurde abgesetzt, da die Parteien eine Verständigung it Aussicht gestellt hatten. Zn einer anderen Sache schlossen die Parteien einen Vergleich
Schachecke.
Leute bringen wir die drei Preisttäger der „Zveizügerabteilung" des ProblemturnierS der „Wochenschau". Diese Aufgaben bilden mit den drei in letzter Samstagsrrummer gebrachten Aufgaben zusammen die Lösungsprersaufgaben des LSsungsturniers der „Wochenschau", dessen Bedingungen wir in voriger Spalte brachten und die man dort nachlesen wolle. Unsere Löser werden während der Feiertage Muße zum knacken finden! Der erste Preisträger wird von den Preisrichtent wie folgt beurteilt: „Für mich die Strone des Turniers! Leitticher erster Zug, prächtiges Daupt- spiel und starke Verführungen!" (Tr. Hermann von Gottschall. > „Unzweifelhaft an erster Stelle! Konstruktiv hervorragend mit sehr gutem Anfangs- psg und scharfer Pointe Eine meisterliche Sei» jtirng!" (Ado ftmtmer.)
Nr. 54. 1. Preis „Etelka".
Air wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, Zn keiner Not uns trauten und Gefahr!
Wir Worten frei sein, wie di: Vat:r waren. Eher bat Tod, als in bet Knechtschaft leben! Wir wollen trauen auf den höchsten Gott Und und nicht fürchten vor derMocht der Menschen!
Diese Worte des Rütlischwurs, der Ausllang der letzten Rede, Bangen als Leitmotiv aus der ganzen Sünbgebung.
Zum Schluffe wurde folgende
. Entschlietzung
einstimmig angenommen und wird an das deutsche Auswärtige Amt und die Vereinigten Verband' der Heimattreuen Oberschlefiw übersandt werden.
„Eine aus allen Schichten der Bevölkerung G«ßens stark besuchte Versammlung erhebt einmütig schärfsten Pwtest gegen den von den Alli- erten gemachten Vorschlag, die im Reick: wohnenden abstimmungsberechtigten Oberschlesier nicht n ihrer Geburtsgemeinde, sondern in Köln und nickst am gleichen Tage wie die in Oberschlesien wohnenden Obcrschlesier abstimmen zu lassen. Sie erblickt in diesen Vorschlägen einen bewußten Versuch, den Friedensvettrag in Bestimmungen, die den Polen und der Entente nach den Erfahrungen bei trüberen Abstimmungen als ungünstig erwiesen haben, zu brecheii. Die Versammlung erwartet von der Reick>Sregierung, daß sie mit der Festigkeit, die das fliecht verleiht, auch von der Gegenseite Vertragstreue fordert. Die Bhauptnng der Entente, daß sie bei verttagSmäßiger Ausführung der Älbstimmung die Ruhe und Ordnung in Oberschlesien nicht gewährleisten könne, ist ein leerer Vorwand. Die Ausreclsterhaltung von Ruhe und Ordnung ist sichergestellt, sobald die Entente den au len Willen hat Die Versammlung sendet den schwer um ihr Selbstbcstimmungsvecht kämpfenden Brüdern in Oberschlesiern deutschen Gruß und ist der festen Hoffnung, daß sie allen Vergewal- hgunaen und Rechtsbeugungen zum Trotze durch ihre Abstimmung ihr schönes veimatSland deutsch erhalten werden."
lCird?e unb Schule.
Q Aus dem Schlitzerlande, 29. Dez. Die Not spende für die Innere Mts fron hat auf dem Lande recht erfreuliche Ertrage ein- gcbvacht. So gingen tn dem kleinen Znrchsptet Quea 2160 Mk. ein, wozu noch 145 Mk. Zkivchew. kollekte für den gl cito Zweck kommen. In der llernen Psarrei Kreutzers Grund imrrben nahezu 800 Mk. für den guten Zweck gespendet.
z= Södel, 28. Dez Nun hat auch unsere Gemericke wieder ihr altes Geläute, wie wrr cs aus der VortriegZeit gewohnt waren. Von der Firma Rincker in Sinn find zwei neue ®rotne* glocken geliefert worden, die zusammen 43 000 Mk. kosten Diese Kosten werden Mn Dell von der Gemerndekasse bestritten, zum Teil durch reichlich eingegangene freiwillige Spenden gedeckt. Wrr haben fetzt wieder drei Glocken, von denen die'eme die Insckrift „Ehre sei Gott in der Döhe", die andere „Den Menfck-en ein Wohlgefallen" trägt. Die Inschrift des alten Glöckleins aus der Frte- denszeit lautet: „Friede auf Erden".
© Schlitz, 28. Dez. Obwohl unsere Stadtschule schon seit Jahrzehnten über 8 Lehrkräfte verfügt, unterblieb doch bisher die Bestellung eines Schulleiters. Erst jetzt ist ste durch die Ernennung des Lehrers Adolph zum Rektor erfolgt. Es hatte das seinen Grund darin, daß muii altem gräflichen Präsentatüm-Srecht die Kirche Anspruch auf die Rektoratsstelle hatte. Bis vor nicht allzu langer Zeit ist auch ein „geistlicher Derr" immer Inhaber der Stelle gewesen. Er hatte den Unterricht rn der obersten Knabenklasse und mußte gleich' zeitig die Pfarrei Willofs mitversehen. Es sind zum Teil bedeutende Schulmänner und Theologen gewesen, die die Rektoratsstelle inne hatten. Genannt seien nur Johann Unger, ein Zrglling des Waisenhruses in Dalle, und daun Johann Ferdinand S ch l a z, die vor 100 Jahren um das Schulwesen große Verdienste grhabt. Besonders di- Erinnerung an den letztgenannten, dessen Grabstein mit der einfachen Inschrift: F. Scklaz" am
unserem Friedhof noch, erhalten ist, verdient weder einmal oufgefrifcfrt zu werden. Er war ein Geistesverwandter der Auskläriing und wird mit Recht als der „Rockvw SüddeutschandS" be^nchnet. Schlaz, der Reformator des ^cksitzerländer Schulwesens und Verfasser des „Denffmmdcs" und vieler anderer Schulbücher, war frier als Oberpsarrer tätig .und wurde Inspektor der Schulen. Ws Lehrer und Schulauffickrtsbeamter hat er eine sey-nsreiche pädagogische Wirksamkeit entfaltet, als em Bahnbrecher auf dem Gebiete der Schulreform hat er mit den Größten seiner Zeit in engem schriftlichem Verkehr gestanden. Geboren war Scklaz in Markt- Jppersheim in Ansbach-Dayreuth, er starb hier 1839 als Konsistorialrat Er ist der Großvater deS als religiösen und theologischen Schriftstellers sowie durch seine schönen .Ander: roeitbin bekannten D. theol. Georg Christian Dieffenbach, der 1901 als Oberpfarrer und Kirchenrat hin verstorben ist.
Schlichtungsausschutz der Provinz Obcrhcssen.
Sitzurrg vom 9. Dezember 1920.
Für den Arbeiter Richard Frey auS Wetter- seid, der von der, Fi ma Bauxit werke, Gewerkschaft Vereinigte Preiß 4/5, Grube Langsdorf, kündigungslos entlaßen worden war, hatte der Bergarbeiterverband Anttag auf Wiedereinstellung ge- stclllt. Der Anttagsieller wurde zur Entscheidung der Frage, ob ein Grund zur fristlosen Entlassung vorlag, auf den ordentlichen Rechtsweg verwiesen.
8
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3
3
2
Matt in zwei Zügen.
Nr. 55. 2. Preis „todR gewinnt".
Weiß: K ab, D c3, T f8. T b4, S c6, Leö, f4, B e3. (8) Schwarz: Kc4, D h8, Th6, Sb2, S ß5, Lb8, L fl
B c7, c5, c4. g7, h7, (3, f2 (14) Matt in zwei Zügen!
Nr. 56. 3. Preis „Sommemachtstraum".
Weiß: Kcl, Df6, Sa6, Sa3, Lab, Lf3, Bd5, d5, e2 (9) Schwarz: Kd4, Seb. Sg6, Lbl, Bc4, c2, d6, f7, f4, (9) Matt in $nei Zügen!
Berichtigung.
Der dritte Preisttäger der Dreizüger, bte wrr in voriger Nummer b achten, nxrr zum Turnier in zwei Fassungen eirwefanbt wo öden, wovon br.t eine ebenlösig war. Wir brachten zufällig bteie falsche Fassung. Folgendes ist die ttchttae, be allein für das Lösungsturnier in Bettacht kommt.
III. Preis .H2 02 Nr. 11,a-.
Weiß: Kd7, Del, T a2, Sb6, Se2, B a5, k2. (7) Schwarz: Kc5, La6, Lf6, Sal, Sg5, B b7, c6, b5 (8)
Matt in drei Zügen.
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Klrcblicbe Nachrichten
Evangelische Gemeinde.
Staotkirche. Freitag, 31. T«z., abds 8: SilvestrrgotteSoienft Pfr. Becker -Johannes- k i rche. Frei.'ag, 31. Dez., abds. 8: Silvester» gotteSdienst. Pfr. AuSfeld.
Samstag, 1. Januar NeujahrStag Lvllekte für die Orttarmen.
Stadtkirche. Bonn. 9>A: Oberl. Liz. Te. Adolph. Abds. 5: Pfarrafi. Ramge. — Sonntig, 2. Jan., vorm 9l/>: Ordination d neuernoimtcn Pfarvasnst. Müller. 11: Sttuberf. t. i>. Markus» jem. Pfr. Becker Abds. 5: Pir. Mahr. — Jo- hanneSkirche. Borm. 9Vi: Pfr. BechlolS- Heimer. 11: Kinderkirche f b JodannkSgem. Pfr. AuSfcld. AbdS. 5: Pfr. ?luSttL Va8: ll<crctnigg. d. konfirm. männl. Jugend b. JodannoSgem — Am Sonntag, 2. Jan., findet b. stphlenerfparnis halber nur u d. Sladtlirche Gottesdienst statt.
W i e s e ck 31. Dez., abdS 7: Liturg. eil- Befterfeier. — 1. Jan., norm. 10: Gottesdienst iFvauenchor). — 2. Jan., vorm. 10: GoiteSdicnst. Nackm. i',4 u. abdS. V»8: Wechmrchtsspiel h Kinderkirche.
Katholische Gemeinde.
Freitag, 31. Dez., nackM. 5 u. abds b Gelegenh. z. hl. Beichte. 6*/»: Prediat. Sllvester» andackst mit Te Deum. — DamStag, 1 Iw. Fe st der Befchneibung des Derrn, tkirm. 6V>: Gelegenh hl. Beichte. 7: Dl. Messe. 8: Austeilung d. hl. Kvmmun. 9: Dochamt m Pr. 11: Dl. Messe m. Pr. Nachm. 5»/,: Fest-Andacht m. Segen. 5 u. 8: Gelegenh z. hl. Beichte. — Diaspova-Gottcsdienst am 1 Jan. In Grünberg vorm. 9V». — Sonnig, 2. Jan. Sonntag nach Neujahr Vorm. 6»/,: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: Dl. Messe. 8: Anstellung d hl. Kommunion. 9: Dochamt m. Pr. 11: Dl. Mess« m. Pr. Nachm. 5V-: Andackit. — Freitag, vorm. 7 Uhr ist Segensmesse. — Ka t ho l. Gottesdienst. Lich. 31. T^z., abbs 8: Silvester- predigt m. Dankgottesdienst. 1. Jan. Bonn. 10 u. nachm. V-3. 2. Jan Bonn. I/38. An den Wochentagen jeden Morgen 7V* Uhr GoUcsdienN. — Düngen. 1. Jan., vorm. 8. — au bad). 2. Jan., vorm. 10 Uhr.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion den Publikum gegenüber keinerlei Brrantwortung.)
„FriedenSbier."
Auf das „Gimgtfanbt" im ,,Gießener Anzeiaer" ist zu erwidern: Das 13prozentige Bier wird aller- dmas m Schiltigheim bei Sttaßkmrg gebraut, der Inhaber der Brauerei ist jedoch ein Badener. Bon den in dem Artikel erwähnten Brauereien rührt das Bier nicht her. Dem Verfasser deS „Eingesandt" scheint nickt bekannt zu sem, daß unsere leistungsfähigen Großbrauereien durchweg Auslandsmalz beziehen und ihrcrse ts 12prozeiitigeS Bier ins Ausland liefern. Äuch unsere kleineren Brauereien sind größtenteils aus AuslandSmalz angewiesen, da von dem im Deutschen Reich vorgesehenen Malzkonttngent bisher nur eine kleine Menge gelie.ect w.w^en konnte. Auch aus Frankreich wird Mal» nach Deutschland eingeführt. Würde die Einfuhr des in Schütigheim gedräuten Bieres untersagt werden, so würde Frankreich sichttlich mit Gegenmaßnahmen antworten. Es ist ganz unverständlich, wie der Verfasser des „Emgesandtt' einem Wirtschaftskriege das Wort reden kann, da gerade Deutschland ein groß-S Interesse daran hat, endlich au? seiner wirtschaftlichen Isoliertheit herauszukommen und neue Verbindungen, auch mit seinen früheren Feinden, anzubahnen. Uebrigens wird auch da; 8prozentige m Deutschland gebraute Bier zumeist aus AuslandSmalz h:rgestellt.
Bei dieser Sachlage habe ich keine Bedenken getragen, den Verschleiß b?S Bieres aus Straßburg zu übernehmen. Ueberdres ist mir bekannt, daß das Bier in ganz Deutschland vertrieben wird. Bemerkt sei noch, daß */ln Liter nicht zu 4 Mk., sondern zu 3.23 Mk. verkauft werden.
Nach alledem a'cubc ich, daß wir Deutsche daS Vier unbedenklich trinken können, ohne baß hieraus der Vorwurf hergeleittt werden kann, nur „unterstützten" damit den fanatischen Sieger.
E m i l S ch m a l l, Biergroßhandlung.
Biiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiimiiiimiiiiiig
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