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entsprach stets den Anforderungen, die an ein gutes Trink- und Gebrauchswasser zu stellen sind.

Das städtische Volksbad

hat unter Berücksichtigung des ungewöhnlich harten Winters naturgemäß einen geringeren Besuch aufzu­weisen, als im Jahre zuvor. Der Besuch ging von 161 042 im Jahre 1927 auf rund 145 000 zurück: im Februar 1929 z. B. sind nur 8856 Bäder abgegeben worden, während im Februar 1927 15 360 Bäder verabreicht worden sind; das ist eine Abnahme von 42 v. H. Im allgemeinen geht auch in Gießen, wie in den meisten Bädern des Deutschen Reiches, die Frequenz zurück. Eine Zunahme war nur bei den billigeren Brausebädern und bei den Schwitzbädern zu verzeichnen. Die Schwitzbadeabteilung ist durch ein elektrisches Lichtbad vervollständigt worden, das sich eines guten Zuspruches erfreut. Den Schulen stand das Schwimmbad wieder jeden Dienstag von 9.30 bis 17 Uhr zur Verfügung, die Sportvereine hatten von 19 bis 21.30 Uhr von Montag bis Freitag die Schwimmhalle belegt. Das Schw.mm- beckenwafser wurde täglich dreimal umgewälzt und monatlich erneuert, es war stets klar und durch die dauernde Chlorierung, die es nach der Filtrierung erfährt, fast keimfrei und hygienisch einwandfrei. Der Wasserverbrauch des Volksbades im Jahre 1929 stellte sich auf rund 45 000 Kubikmeter, oder je Bad durchschnittlich auf 310 Liter. Während des Berichtsjahres wurden die Eingangshalle und die Warteräume renoviert.

Ner Betrieb im Gchlachthof.

Im städtischen Schlachthof wurden in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Dezember 1929 geschlachtet: Ochsen 85, Bullen 37, Kühe 946, Rinder 2377, Pferde 77, Schweine 11617, Kälber 6715, Schafe 480, Ziegen 74, Ziegenlämmer 6, Spanferkel 1, Schaflämmer 2.

Eingeführtes Fleisch: Kälber 188, Schafe 21, Zie­gen 1, Ziegenlämmer 5, insgesamt 51724 kg; ein­geführt und auf Trichinen untersucht: ganze Schweine 34, halbe Schweine 11, Fleischstücke 899.

Wohnungsbauten der Stadt.

Im Laufe des Jahres 1929 wurden durch die Stadt Gießen folgende Wohnungsbauten er­richtet: Wohnungen

1. Gabelsbergerstraße 3: ein Wiegehaus 1

2. Marktlaubenstraße: ein Marktlauben- aebäude 12

3. Asterweg: zehn Wohnhäuser 60

4. An der Kläranlage: sieben Häuser 32

Zusammen 105

Wohnungsbauien in Gießen in den Jahren 1926 bis 1929.

A. Wohnungsbaulen

(fertiggestellt und im Bau begriffen)

1926 1927 1928 1929

1. Stadt Gießen 27 21 26 105

davon sind Notwoh­nungen an der Klär­anlage 27 20 32

2. Private und Bau­

genossenschaften 52 235 70 260

B. Sonstige Bauten.

1926: keine.

1927: Westanlage: Goetheschule; Rodheimer Straße: Behelfsschulbauten.

1'928: Johannesstraße 3: Kulissenhaus; Gabels­bergerstraße: Behelfsschulbauten.

1929: Gabelsbergerstraße: Wiegehaus*; In den Eichgärten: Pcstalozzischule: Schillerstraße: Um- und Anbau an der Schillerschule: Wetzsteinstraße: Um- und Anbau an der Gewerbeschule; Grünberger Straße: Transformatorenhaus mit Wartehalle und Bedürfnisanstalt; Aulweg: Transformatorenhous; Hammftraße: Elektrizitätswerk-Schalthaus; Morkt- laubengebäude*.

* Bereits in der Wohnungsstatistik enthalten.

Tiefbauten im Jahre 1929.

Im Iahre 1929 wurden vom städtischen Tief- bauamt an Tiefbauarbeiten ausgeführt: Kanäle 1195 m; Fahrbahnen : 3400 qm mit Mansfelder Schlackensteinen, 3040 qm mit Groß­pflaster, 9090 qm mit Kleinpflaster, 7570 qm mit Gußasphalt, 13 050 qm mit Colastränkdecke,17 900 Quadratmeter Oberflächenbehandlung mit Kalt­asphalt (Colas), 3700 qm neue Chaussierung. Bürgersteige: 3710 laufende Meter Bord­steine, 3930 qm Kiesbefestigung, 4370 qm Plat­tenbelag, 135o qm Mosaikpflaster, 3100 qm Guh- osphalt, 930 qm Klinkerplättchen.

Ferner wurden vom Tiefbauamt folgende Ar­beiten ausgeführt: Aeuherrichtung der Waage, 7000 Meter Drainage auf dem Flugplatz, Herstel­lung einer Rodelbahn auf dem Trieb, Uferbefesti­gung der Wieseck zwischen Gartenstraße und Bis- marckstrahe, Regulierung der Uferbefestigung der Wieseck, Herstellung eines Flutkanals auf einer städtischen Wiese in der Gemarkung Queckborn, 2300 qm Rinnenumpflasterungen, 650 m Bordstein­regulierung, 800 qm Fahrbahn- und 750 qm Dür- gersteig-AsPhaltreParaturen.

Die Tätigkeit der Feuerwache.

In der Zeit vom 1. Ianuar bis 30. Dezember 1929 wurde die städtische Feuerwache insgesamt 20 6 m a l alarmiert. Bon den Alarmierun­gen entfallen auf: Kellerbrände 7, Zimmerbrände 7, Dachstuhlbrände 2, Kaminbrände 8, Balken­brände 3, Autobrände 3, Bergaserbrände 2, Wald- und Rasenbrände 3, sonstige Brände 24, Großfeuer 1, nach auswärts 3, Heben von Groß­tieren 8, Posten bei Eisganggefahr 23, Hilfelei­stung bei giftigen Gasen 2, sonstige Inanspruch­nahme (Kellerauspumpen, Schachtdeckelcinsetzen, Beseitigung von Erdsenkungen) 47, Blinder Alarm 13, Unfug 50.

Wirtschaft.

Das Bierbrauereigewerbe 192Z/28 und 1928/29.

Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Zinanzreform sock bekanntlich auch eine Erhö­hung der Bier st euer vorgenommen werden. Es ist daher interessant, näheres über den Stand des Bierbrauereigewerbes in den Rechnungsjahren 192 7/2 8 und 1 9 2 8/2 9 zu erfahren. Rach einer Uebersicht des Instituts für Konjunkturforschung betrug die Zahl der gewerblichen Brauereien, die Bier hergestellt haben, im Rechnungsjahr 1928'29 4721 gegen 4621 in 1927/28; hiervon waren 1927'28 = 2719 und 1928,29 ----- 2767 nicht abgefundene Braue­reien mit über 500 Hektoliter Iahreserzeugung. Außerdem haben 1927/28 = 27 631 und 1928/29 = 35 584 Hausbrauer Bier hergestellt. Die Bier­erzeugung stellte sich 1928/29 auf 55 Millionen Hektoliter gegen 51,6 Millionen Hektoliter in 1927/28, der Malzverbrauch auf 9,85 Millionen Doppelzentner gegen 9,59 Millionen Doppel­zentner 1927/23, und die Verwendung an Zucker- stoffen auf 97 189 Doppelzentner gegen 74 838 Doppelzentner 1927/28. In den Berichten der Landesfinanzämter wird der Stand der Braue­reien im allgemeinen in wirtschaftlicher Hinsicht und in bezug auf die Technik der Dierbereitung als gut, der Stand der Großbrauereien als sehr gut bezeichnet. Infolge der günstigen Geschäftsergebnisfe feien zahlreiche Brauerei­inhaber imstande gewesen, die Betriebe durch Reu- und Umbauten zu erweitern und technisch zu vervollkommnen. Von der Iahreserzeugung erzielten 1928/29 die 102 (1927/28 = 95) größten Betriebe mit über 100 000 Hektoliter Iahres- ausstoß je Betrieb eine Produktion von ins­gesamt 28,8 (25,3) Mickionen Hektoliter 52,4 Prozent (51,0 Prozent) der gesamten Diererzeu- gung. Im einzelnen entfielen 1927/28 und 1928/29 auf die Landesfinanzamtsbezirke München rund 14 Prozent, Berlin 10,1 Prozent, Rürnberg rund 9,5 Prozent und Münster rund 8,5 Prozent der deutschen Diererzeugung. Was den deutschen Bierverbrauch anbetrifft, so übersteigt die für 1928/29 berechnete Derbrauchsmenge erheblich die Vorjahrsergebnisse. Der Verbrauch ist von 47,95 Millionen Hektoliter 1926/27 auf 51,17 Millionen Hektoliter 1927/28 und weiter auf 54.55 Millionen Hektoliter 1928/29 gestiegen. Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen in diesen drei Iahren 76,1, 80,8 und 85,6 Liter Bier. Die versteuerten Men­gen Inlandbier betrugen 1925/27 46,75, 1927'28 49,9 und 1928/29 53,16 Millionen Hektoliter. Und der Gesamtertrag der Bierabgaben bezifferte sich 1927/28 auf 372,2 Millionen Mark gegen 281,6 Millionen Mark 1926/27. In 1928/29 haben die Dierabgaben die Gesamthöhe von 397,1 Mil­lionen Mark erreicht. Die Durchschnittsbelastung des deutschen Bierverbrauchs durch Reichssteuer und Zoll je Hektoliter Bier ist von 5,87 Mk. 1926'27 auf 7,27 Mk. 1927/28 und auf 7,28 Mk. 1928'29 gestiegen. Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen an Reichssteuer und Zoll für Bier 1925/27 4,47 Mk., 1927'28 5,88 Mk. und 1928/29 6,23 Mk.

*

Die Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 27. Dezember berechnete

Croßhandelsindexzisfer des Statistischen Rerchs- amtes ist gegenüber der Vorwoche von 134,1 auf 134,0 leicht zurückgegangen. Von den Haupt- gruppen hat die Indexziffer für Agrarstcffe um 0,3 v.H. auf 125,7 (126,1), die Indexziffer für Kolonialwaren um 0,3 v. H. auf 114,3 (114,7) und die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,1 v. H. auf 129,1 (129,2) nachgegeben. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren ist mit 153,2 unverändert g blieben.

* Schöfferhof-Binding-Bürgerbräu A.-G., Frankfurt a.M. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1928/29 aus Bier und Nebenpro­dukten einen Ertrag von 15,36 (13,59) Mill. Mk., wovon Unkosten 8,02 (7,06), Steuern 5,63 (4,79) und Abschreibungen 0,23 (0,23) Mill. Mk. erforderten. Aus dem einschl. 0,10 Will. Mk. Vortrag verbleiben­den Reingewinn von 1,58 (1,62) Mill. Mk. werden wieder 20 v. H. Dividende auf das erhöhte Stamm­kapital von 6 (5) Mill. Mk. vorgefchlagen. Nach dem Bericht konnte der Bierabsatz im abgelaufenen Ge­schäftsjahr durch Erweiterung des Kundenkreises, günstige Sommerwitterung und hohe Apfelwein­preise gesteigert werden. Die Betriebe wurden wei­ter planmäßig ausgestaltet. Im neuen Geschäftsjahr habe sich der Absatz etwa auf der Höhe des Vor­jahres gehalten. (G.-V. 13. Januar.)

* Vergleichs verfahren bei der Haus­rat G. m. b. H. Für die in Zahlungsschwierigkeiten geratene Hausrat G. m. b.H. hatte der Frankfurter Magistrat bekanntlich die Bürgschaft für einen anteil­mäßigen Ueberbrückungskredit von 200 000 Mark in Aussicht gestellt, um so eine langsame Liquidierung der Gesellschaft zu ermöglichen. Nachdem aber jetzt der Landesausschuß in Wiesbaden als Gesellschafter eine gleiche Maßnahme abgelehnt hat, hat der Auf­sichtsrat der Gesellschaft beschlossen, das gerichtliche Vergleichsverfahren zu beantragen. Eine Schädigung der Gläubiger soll dabei unter allen Umständen ver­mieden werden.

* Uebergang des Kasseler Bankhau­ses L. Pfeiffer auf die D. u. D. - Bank. Das Bankhaus L. Pfeiffer, Kassel, mit seinen Kasseler Depositenkassen und Filialen in Dillenburg, Fulda, Hersfeld, Marburg und Wildungen wird zum 1. Ja­nuar 1930 auf die Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft übergehen. Der Betrieb der Filiale Kassel der D. D.-Bank wird mit dem der Firma L. Pfeif­fer unter dem NamenDeutsche Bank und Disconto- Gesellschaft, Filiale Kassel" in dem Gebäude der Firma L. Pfeiffer vereinigt.

* Gebrüder Stollwerk A.-G., Köln. Die G.-V. genehmigte den Abschluß per 30. Juni 1929 und setzte die Dividende auf wieder 9 v. H. fest. Wie mitgeteUt wurde, entspricht der Absatz der Er­zeugnisse mengenmäßig dem des Vorjahres. Das Weihnachtsgeschäft war befriedigend. Die für das Ostergefchäft bisher getätigten Verkäufe zeigen eine erfreuliche Zunahme gegenüber dem Vorjahre. Die bis heute durchgeführte Rationalisierung habe sich als erfolgreich erwiesen, komme jedoch durch wieder­holte Lohnerhöhung nicht entsprechend zur Auswir­kung. Die allgemein ungünstige Wirtschaftslage mache sich auch in vielen Betrieben der Schokolade­industrie bemerkbar. Die weitere Entwicklung lasse sich daher noch nicht so weit überblicken, um über das voraussichtliche Geschäftsergebnis bereits jetzt Erklärungen abgeben zu könne^

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 31. Dez. Tendenz: ruhig. Die letzte Börse im alten Jahre verkehrte insehrstil - le r Haltung, was jedoch keine besondere Ver­wunderung auslöste, da man sich allmählich daran gewöhnt hat, den immer wieder aufkeimenden Opti­mismus gänzlich beiseite zu schieben. Trotzdem war man heute eher enttäuscht, da man damit gerechnet hatte, die Banken würden heute Deckungen vo-neh- men; auch hatte man mit einigen Neuengagements von Spekulationskreisen gerechnet. Von all dem war aber nichts zu bemerken, so daß die Tendenz einen sehr stillen Charakter annahm. Nachteilige Momente lagen nicht vor. Einer lebhafteren Geschäftstätigkeit stand heute eigentlich nichts im Wege, zumal die gestrige Neuyorker Börse fest geschlossen hatte. Man führt die Zurückhaltung auf die ungünstigen Geldmarktverhältnisse zurück, und gerade die Geldknappheit war vor allem der maßgebende Faktor der sich immer stärker ausprägenden Ge­schäftslosigkeit. Material kam im allgemeinen trotz des heutigen Zahltages in nur geringem Umfange an den Markt, so daß im Grundton der Börse eine gewisse Widerstandsfähigkeit nicht zu verkennen war. Am Kunstseidemarkt waren Bemberg mit minus 4 v.H. etwas stärker gedrückt. Aku büßten 2 v.H. ein. Am Elektromarkt bestand für Chadeaktien bei einem Gewinn von 2 Mark etwas Interesse. Sie­mens lagen mit minus 2,75 v. H., Licht und Kraft mit minus 15 v. H. und AEG. mit minus 1,25 v. H. etwas im Angebot. Von Chemiewerten eröffneten

J.-G.-Farben 1 v. H. schwächer, dagegen bestand für Scheideanstalt einige Nachfrage, bei einer Besserung von 1,5 o. H. Montanaktien lagen fast leblos, bei geringfügigen Abschwächungen. Don lokalen Papie­ren traten Metallgesellschaft auf den befriedigenden Abschluß mit plus 1 v. H. etwas hervor. Danken lagen wenig verändert. Zellstoff Aschaffenburger 2,5 v. H. gedrückt. Waldhof dagegen nur wenig ver­ändert. Renten im allgemeinen ohne nennenswertes Geschäft. Für Schutzgebiete mit Auslosung bestand stärkere Nachfrage, bei einem beträchtlichen Gewinn. Auch im Verlaufe trat keine Belebung des Geschäftes ein. Es kam verschiedentlich Material heraus, so daß die Kurse bei der bestehenden Aufnahmeunlust meist leicht nachgeben mußten. Am Geldmarkt war Ta­gesgeld mit 7,5 v. H. gesuchter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1855, gegen Pfund 20,410, London gegen Kabel 4,8815, gegen Paris 123,92, gegen Mailand 93,26, gegen Madrid 36,50, gegen Schweiz 25,1250, gegen Holland 12,1025.

Berliner Börse.

Berlin, 31. Dez. Die letzte Börse des Iahres schien die Hoffnungen, die man noch vormittags auf sie setzte, nicht erfüllen zu wollen. Zwar wußte man schon vormittags, daß bei dem fast völligen Fehlen /etlicher Anregungen e.re freund­lichere Tendenz nur durch Stühungskäufe der Banken zustande kommen könnte, doch rechneten weitere Kreise mit einer Bankenaktion, und da sie diese ausnützen wollten, kam etwas mehr Ware an den Markt. Da nun die Banken wenig Aufnahmeneigung bekundeten, und auch die Spe­kulation zum Iahresultimo und vor Reujahrs­unterbrechung keine Au'nahmeneigung zeigte, er­gaben sich zu den ersten Kursen überwiegend kleine Abschwächungen, denen aber auch einige kleine Besserungen gegenüberstanden. Es lagen zwar einige höhere Dividendeverteilungen vor, die auch auf die betroffenen Papiere nicht ohne Einfluß blieben, doch hemmte die Ge­schäftslosigkeit das Aebergreisen auf die übrigen Märkte. Heber den Rahmen von 1 bis 1,5 v. H. gingen die Veränderungen bei Lorenz minus 4, Daimler minus 2, Hugo Schneider minus 2, Karstadt minus 2, Polyphon minuS 2,75, Rheinische Braunkohlen minus 2,5 und Akkumulatoren minus 2 v. H. Anderseits gewan­nen Maschinen Buckau 2,75, Miag und Feldmühle Papier 1,5, Deutsche Atlantische Telegraph 2,5; Buderus 1,25 v. H., Chadeaktien 4,75 Mark, Esse­ner Steinkohle 2 v.H., Chemische Heyden 2v.H., Deutsche Linoleum 1,5, Rheag 2 und Berliner Handelsgesellschaft 1,5 v.H. Rach den ersten Kur­sen trat keine Belebung ein, so daß die Börse die ungünstigen Momente wieder stärker in den Vordergrund rückte. So sprach man davon, daß das Sonderabkommen mit Amerika zu Schwie­rigkeiten mit den übrigen Gläubigerstaaten im Haag führen könnte. Anderseits tauchten Ge­rüchte auf, die von neuerlichen kleinen Exe­kutionen wissen wollten. Daraufhin ergaben sich ziemlich allgemein Abschwächungen bis zu 1 v. H. Stärker gedrückt lagen Kunstseidewerte (Aku minus 2,13 V.H., Bemberg minus 2,5 V.H.) Fer­ner Berger minus 2. Siemen' m'nus 2 und Es'e- ncr Steinkehle minus 1,75 v. H. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer wenig ver^noeru

Vermischtes.

3agb auf Alkoholschmuggler.

Die amerikanischen Prohibitionsbehörden gehen gegen die Alkoholschmuggler im ganzen Küstengebiet mit verstärkter Energie vor. In Newport an der Narragansett-Bay wurde von ihnen das zum Alio- holschmuggel benutzte MotorrennbootBlack Duck" am Eingang züm Hafen überrannt. Die Schmuggler versuchten unter dem Schutz des Nebels zu entfliehen. Bei der Verfolgung wurden drei Leute von der Besatzung des Schmugglerbootes getutet und einer verletzt. Weiter wurden zwei Schmugglerfahrzeuge aufgebracht, deren Besatzung rechtzeitig mit Hilfe der Schiffsboote an die Küste geflüchtet war. Ein in England registriertes Schmugglerschiff namensFlor del Mar" wurde in Brand ge st eckt.

Schwere Tumulte in Samoa.

In Apia auf Samoa kam es bei einem Umzug der samoanischen Bevölkerung zu schweren Tumul­ten, die als die s ch l i m m st e n bezeichnet werden, die seit der Uebernahme des Mandats durch die neu­seeländische Regierung vorgekommen sind. Den An­laß gab ein Versuch der Polizei, mehrere Teil­nehmer der Demonstration, die polizeilich gesucht wurden, aus dem Zug heraus zu verhaf- t c n. Ein weißer Polizist wurde zu Tode geprügelt, zwei Samoaner getötet, zwei Polizisten und etwa 30 Eingeborene verwundet.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 o H., Lombardzinsfuß 8 o. H.

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Schweizer Noten . ...... Spanische Roten ........ Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Noten .....

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