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In ebenso interessanter Weise sprach der Redner an den folgendenTagen auch inGroßen-Linden und in Lang-Göns über den Zeppelinflug um die Welt. Die Zuhörer in beiden Orten dankten dem Vortragenden gleichfalls mit herzlichem Beifall.

Ein Oberheffe über die Wettfahrt desGraf Zeppelin".

O Gambach. 30. Dez. Unsere Schule anstaltete im Saale der GastwirtschaftZum kühlen Grunde" ihre Weihnachtsfeier, die so stark

le" genannt würde, und Luftfahrzeug ohne Unter- !. Die Fahrt führte hier

dervorträge; der Abend wurde weiterhin schönt durch zwei Theaterstücke, die großen fall fanden.

Kreis Friedberg.

Teil durch dichten Nebel, der alles durchnäßte. Nach kurzer Rast in Los Angeles erfolgte die Abfahrt noch L a k e h u r ft am 27. August, 0.15 Uhr. Die 4 8 2 2 Kilometer lange Strecke wurde in 51 Stunden 57 Minuten zurückgelegt (An­kunft 29. August, 7.12 Uhr). Ueberall war der (Emp­fang ein äußerst begeisterter, und die Welt-Luft« K wurden sehr gefeiert. An Stelle des in ika zurückbleibenden Dr. Eckener führte Ka­pitän Lehmann am 1. September, 7.18 Uhr. den Graf Zeppelin" in die Heimat zurück, wo er nach Zurücklegung von weiteren8487Kilometer am 4. September, 8.49 Uhr, in Friedrichshafen glück­lich landete, von den Angehörigen und einer un­geheuren Menschenmenge stürmisch begrüßt.

Philipp Lenz, der insgesamt rund 50 Fahrten zurückaeleat hat, verstand es vorzüglich, alsMann vom Bau^ seine Ausführungen mit feinem Humor zu würzen, so daß der stürmische Beifall am Schluß wohlverdient war.

Pfarrer Bremmer (Klein-Linden) dankte dem Vortragenden für seine ausgezeichneten Ausführun- gen, wünschte ihm fernerhin glückliche Fahrt und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die durch deutschen Geist, deutsche Technik und Arbeit vollbrachten Lei­stungen mit dazu beitragen möchten, das deutsche Volk in der Welt auf den Platz zu stellen der ihm gebühre. Zum Schluß wurde das Deutschlandlied gesungen.

schon Posaunenchorverbandes bei dem hiesigen Posaunenchor, dem ältesten in Hessen, zu Gaste, um gemeinsam eine Freizeit zu begehen. Rund 45 Bläser nahmen an der Freizeit teil, die von dem Vorsitzenden des Oberhessischen Verbandes, Pfarrer Lenz (Gießen), und Chormeister B o l - l e r (Lang-Göns) geleitet wurde. Tägliche Andachten und Bibelbesprechungen, gehalten von dem hiesigen Ortsgeistlichen, Pfarrer Bremmer, ferner von Pfarrer Lenz (Gießen), Pfarrer Weber (Holz­heim) und Prediger Trippler (Groß-Rechten­bach). leiteten die Arbeiten, namentlich Neuein­studierungen von Posaunenchorliedern, ein.

U Großen-Linden, 30. Dez. Am 1. San. 1930 vollenden unser Mitbürger Invalide Kon­rad Seth fein 84. und der Metzger Samuel Meyer sein 80. Lebensjahr. Beide Jubilars erfreuen sich noch guter Gesundheit und geistiger Frische.

t Allen darf a. d. Lahn. 30. Dez. Die Weihnachtsfeiertage zeigten sich als Höhepunkte unseres kirchlichen Lebens. Sowohl Pfarrer Schultheis von Großen-Linden als auch Pfarrer Bremmer aus Klein-Linden sahen jedesmal ein bis zum letzten Platz gefülltes Gotteshaus. Am ersten Weihnachtsabend fand in der Kirche eine liturgische Feier statt, bei welcher der Kirchenchor durch drei Lieder mit­wirkte. Am vergangenen Sonntag veranstaltete dieEv. Iugendvereinigung Klein-Lin­den" im Saale der Gastwirtschaft Luh dahier ein Konzert. Zur Aufführung gelangte eine Weihnachtsmusik für dreistimmigen Chor und Solostimmen und Orchester von Rudolf Löw, Die Leitung lag in der bewährten und sicheren Hand von Lehrer Rau (Klein-Linden). Die Be­gleitung am Klavier hatte Lehrer Roth, e' enfalls aus Klein-Linden, übernommen. Sämtliche Dar­bietungen, sowohl des Orchesters, als auch des Chores und besonders der Solostimmen, zeugten nicht nur von gewissenhaftester Einstudierung durch den Leiter, sondern vor allem auch von größter persönlicher Hingabe jedes einzelnen Mitwirkenden und genauester Erfassung der Be- Deutung des Ganzen. Bei einem solchen har­monischen Zusammenwirken aller Kräfte, bei einem so glänzenden Stimmenmaterial, über das die (Zugendvereinigung Klein-Linden verfügt, und einer so bewährten Zeitung konnte der Erfolg nicht ausbleiben.

* Watzenbor n, 30. Dez. Am Samstag und Sonntag gab der unter der Leitung des Chor­meisters Georg Harnisch stehende Gesang­vereinGermania" ein gut besuchtes Konzert. Als M.twirkende waren die Herren H. Klingelhöfer (Cello), O. Bender (Obligatgeige) und Musiklehrer Fritz Leib, Gießen (Klavier), gewonnen worden. Der erste Teil des Konzertes wurde mit dem MarschHeil Europa" von Fr. von Blon eingeleitet. Rach einem sinnvollen Motto folgten verschiedene Chöre und Musikstücke. Zusammensa.fend muß gesagt werden, daß Chor und Kapelle ihr Bestes gaben und den lebhaften Beifall des Publikums voll und ganz verdienten. Den zweiten Tell der Dortragssolge füllte die Dollsoperette ..Der Jäger aus der Pfalz" aus. Die Rollen dieses Stücks waren sehr glücklich verteilt. Sämlliche Spieler und Spielerinnen leisteten Erstaunens­wertes. Die Spieler sahen sich oft zu Wieder­holungen genötigt. Mit dem Erfolg der Operette kann sowohl die Spielschar, als auch der Verein sehr zusrieden sein.

0 Grüningen, 30. Dez. Dieser Tage tonnte der Gemeinderechner Wilhelm Arnold auf sein 2 5. ®ien ft Jubiläum zurückblicken. Herr Arnold versieht mehrere öffentliche Aemter und ist als Direktor der Spar- und Leihkasse, Unter- erheber der Gemeinde Grüningen und Vorsitzen­der des Gemeinderechnerverbandes Hessen eine über die Grenzen des Ortes toeitbefannte Per­sönlichkeit geworden. Anläßlich seines ®icnftjubi- läums beglückwünschte der Gefamtverband in seiner jüngsten Sitzung ihren Vorsitzenden und verlieh ihm in Anbetracht feiner großen Ver­dienste um den Verband als sellene Auszeich­nung den Ehrenbrief. Die hessische Regierung ehrte den Jubilar in einem Anerkennungsschrei­ben. In den 25 Jahren feiner Tätigkeit als Ge­meinderechner hat er fein Amt mit großer Ge­wissenhaftigkeit und zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde verwaltet- Der Gemeindevorstand be-

ich kenne sie. es ist eine, deutsche Spionin, es ist Mademoiselle docteur."

Der französische Generalstabskapttän zuckt bei die­sem Namen zusammen.O," ruft er,wenn Sie das genau wissen, Kamerad, dann machen wir einen gu­ten Fang ', und er winkt zwei Aerzte heran, die In das Zell treten, um sich nach der Ursache des Lär­mes zu erkundigen.Nehmt diese Frau fest, es ist eine Spionin."

Aufgeregt will Ren6 Austin erzählen, wie er diese Frau einmal enllarvt hat, da geschieht etwas Uner­wartetes.

Annemarie Lesser beugt sich zur Erde. Sie greift mit schnellem Griff den Mantel des französischen Kapitäns mit dem Koppel, das an ihm hängt und das die Revolvertasche hält, springt auf die Zeltbahn zu, reißt sie zur Selle und läuft zu den Automobilen. Die Aerzte hinter ihr her, sie rufen: .Haltet die Spionin!" Zwei Soldaten, die bei den parkenden Wagen stehen, fahren zusammen, heben die Gewehre, da schlägt die fliehende Frau, die sich schon den weißen Kittel vom Leibe gerissen hat, einen Haken, und springt mit Kräften, die ihr keiner zutraut, mit einem Riesensatz über eine Hecke. Sie fällt hin, rafft sich auf, läuft zehn Meter bis zu einem Wäldchen. Schüsse krachen hinter ihr, sie verfehlen ihr Ziel, aber peitschen die Muskeln der Frau zum Aeußersten aus. Sie hort die Verfolger hinter sich, sie läuft durch den Wald, den Revolver des Offiziers entsichert in der Rechten, den Mantel über der linken Schulter. Sie läuft um ihr Leben. Als das Wäldchen zu Ende ift, überquert sie im sinkenden Abend eine Chaussee, sie wechselt die Richtung und läuft auf den Kanonen­donner zu, der deutlich vernehmbar ist und der ab und zu durch das ferne Knallern der Maschinen­gewehre unterbrochen wird.

_ lieber eine Wiese, die von Granattrichtern über­sät ist, gelangt sie wieder in einen Wald. Dor ihr liegen Anhöhen, kleine Berge, die sie sich anschickt hinaufzusteigen.

Sie kommt 200 Meter well, da hört sie hinter sich das Keuchen ihrer Verfolger, sie sieht zwei Soldaten, die heranlaufen, das schußfertige Gewehr in der Hand. Sie findet Deckung hinter einem Baum, die Soldaten kommen über eine Lichtung, da hebt die Frau den Revolver, ein paar Schüsse krachen--.

(Schluß folgt.)

Oberbeffen.

Landkreis Gießen.

4. Wies eck, 30. Dez. Am Samstagabend hielt die Spar - und Darlehnskasse Wieseck im Lokale von Gg. Keller ihre ordentliche Ge­neralversammlung ab, die einen außer­ordentlich guten Besuch aufwies. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates. Bürgermeister S ch o m b e r, gab einen ausführlichen Bericht über die am 15. Oktober vorgenommene gesetzliche Revision. Direktor Kolb gab an Hand von Zahlenmaterial einen umfassenden Geschäftsbericht, der zeigte, daß auch das abgelaufene Jahr für die Kasse ein Jahr der Aufwärtsentwicklung gewesen ist. Hm den zunehmenden Geschäftsverkehr reibungs­los abzuwickeln, sah sich der Vorstand der Kasse veranlaßt, außer dem Kassenraum noch einen atocüen Raum als Wartezimmer einzurichten. Gleichzellig wurde Telephonanschluh angelegt. Den Mitgliedern ist schon feit längerer Zeit Ge­legenheit gegeben, täglich ihre Geldgeschäfte an der Kasse zu tätigen, während die sonntägliche Kassestunde nur noch von 11 bis 12 älhr ist. Bei der Ergänzungswahl von Vorstand und Aus- sichtSrat wurden das Vorstandsmitglied D e ch und die Mitglieder des Aussichtsrates Deibel und Seibert einstimmig wiedergewählt; eben­falls ein Zeichen, daß die Mitglieder mit der Geschäftsführung ihrer Kasse zufrieden find. Zum Schluß richtete Bürgermeister Schomber einen warmherzigen Appell an die Anwesenden, in echt genosfenschaftlichem Geiste weiter mitzu- arbeiten an dem Ausbau der Kasse.

Wieseck, 31. Dez. Am 1. Januar sind es 2 5 Jahre, daß der älhrmacher Wilhelm P e p p l e r hier ein Ahrmachergefchäft eröffnete. Wenn auch der Gründer diesen Iublläumstag nicht mehr erlebte, so ist es doch noch in den Händen seiner Frau, die es verstand, dem Sohn das Geschäft zu erhalten.

z Rödgen. 30. Dez. Am Sonntagabend be­reitete der Gesangverein Konkordia einer sehr zahlreich erschienenen Zuhörerschaft in Wagners Saalbaa einige unterhaltende Stun­den. Zwei nett gespielte Theaterstückchen wech­selten mit schön vorgetragenen Chören unter der Führung des Dirigenten R i c v l a t, Großen» Buseck. Lebhafter Beifall lohnte die Bemühungen der Sänger und Spieler.

* Grohen-Buseck, 28. Dez. Eine wohl- gelungene Weihnachtsfeier veranstaltete am 2.Weiynachtstage der hiesige Gesangverein Heiterkeit. Die Chöre der Sänger zmg- ten von guter Schulung und stellten erneut unter Beweis, daß der verdiente Chormeister des Vereins. Konrad R i c o l a i, die Sänger­schar in sicherer Führung hat. Die Darbietungen der Sänger fanden mit Recht den lebhaften Beifall der zahlreichen Besucher. Die Auffüh- rung eines Dauernvolksstückes und einer Posse gelang gleichfalls in vortrefflicher Weife und brachte den Darstellern lebhaften Beifall ein. Der übliche Tanz beschloß den Abend.

Heuchelheim. 30. Dez. Die hiesige Kleinkinderschule, die bis jetzt von dem Verein Kinder freund mit Unterstützung von freundlichen Gönnern unterhalten wurde, mußte in der Inflationszeit geschlossen werden. Am 1. April d. I. unter Leitung von Fräulein Steinberger. Tochter des Amtsgerichtsras Steinberger in Gießen, wieder eröffnet, zeigte fie sich jetzt öffentlich in der überfüllten Kirche unter dem Christbäumchen. Rach einer Ansprache des Geistlichen zeigten die Kleinen ihr schönes Können. Gesänge und kindliche Vorträge wech­selten miteinander ab. Dann erschienen vier weißgekleidete Briefträger mit Körben voll Pa­keten. Jedes von den 75 Kindern erhielt ein besonders verpacktes und besonders adressiertes Paket. Welcher Jubel über die schonen Christ- geschenke bei den Kleinen! Gesang der Gemeinde schloß die schöne und würdige Feier, die den Anwesenden zeigte, welch inniges Verhältnis zwischen Lehrerin und Kindern besteht. Fräulein Steinberger hat gezeigt, daß sie ihrem Be­rus gewachsen ist unb daß sie es bis jetzt ver­standen hat, eine Schar von 75 Kleinen in liebe­voller Weise musterhaft zu leiten. Eine Freude für Ellern unb Derem. Hoffentlich ist nach dieser Probe die Anstall für die Zukunft gesichert, mildtätige Freunde werben sich gewiß wellerhin ,ur Unterstützung finben. zumal die Oberleitung in altbewährter Hand liegt.

OO Ä1 e i n - ß i n b e n, 30. Dez. Sell dem 27. De­zember weilten viele Mitglieder des Ob erhessi»

grantm von den Kindern selbst ab gewickelt und daran anschließend die Bescherung vorgenommen. Die Kindergärtnerin Frl. Krauskops und ihre Helferin Frl. Bopp haben sich um daS volle Gelingen der Deranftallung besonders ver­dient gemacht. Der hiesige Turnverein (D. T.) hielt am 2. Weihnachtsseiertag feine Abendunterhaltung unter Mitwirkung der Ka­pelle des Musikvereins imBergwirtS- haus" ab. Rach einer Begrüßungsansprache deS Vorsitzenden Christian S t ö h r wurde ein vier­aktiges Schauspiel flott und wirkungsvoll auf­geführt, bas den lebhaften Beifall der Zu­schauer fanb. Mit Tanz wurde die Veranstal­tung beschlossen. Der K r i e ge r v e r e in hielt seine Abendunterhallung im Saale des ßftoen ab. Der Vorsitzende Karl Diehl XII. hieß die Besucher im Ql am en des Vorstandes herzlich willkommen. Darauf wurde ein Lust­spiel in flotter Aufführung herausgebracht und den Mitwirkenden mit lebhaftem Beifall ge­dankt. Warme Worte der Anerkennung für den Vorstand und die bei der Theateraufführung Mitwirkenden sprach am Schluffe des AbendS der Kommissar i. R. W ö r n e r.

Groß-Eichen, 30. Dez. An einem der letzten Abende stürzte ein hiesiger Einwohner infolge der großen Dunkelheit (die Straßen­lampen brannten nicht mehr) in die durch unfern Ort fließende Streitbach. Er fiel so unglücklich, daß er nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte. Ein zufällig hinter ihm hergehender Mann hatte das Unglück bemerkt, sonst Hütte der Un­glückliche in dem durch Regengüsse ange- schwollenen Bach schließlich den Tod finden können. Wie man hört, sind die Verhandlun­gen ter Gerne nde mit . c i Freiher nvon Ried­esel bezüglich Ankaufs des sogenannten Buchholz" soweit gediehen, daß der Wald für einen Preis von 60 000 Mark nunmehr in den Besitz der Gemeinde übergeht. Ein Stück deS Waldes hat bereits die Gemeinde Klein-Eichen erworben.

* Lardenbach-Klein-Eichen. 30. Dez. Die Weihnachtsfeier des hiesigen Männer- gesangvereinsEintracht" im Saale der Gastwirtschaft von Ioh. Diehl fand den ungeteil­ten Beifall der zahlreichen Anwesenden. Wäh­rend der erste Teil der Veranstaltung nur dem Weihnachtsgedaillen und der Weihnachtsstimmung in Wort, Bild und Musik Rechnung trug, kam im zweiten Teil der Humor in Gesang, Vortrag unb heileren Konzertstücken zur Geltung. Außer den Chören des Vereins unb einem gutgespielten Theaterstück sanden die Lied- und Gedichtvorträge der Kinder besonders großen Anklang. Zmn Dank für die schönen Leistungen brachte ihnen der Weihnachtsmann die leckersten Süßigkeiten. Mit einem Schlußwort des zweiten Vorsitzenden fand die erhebende Feier ihren Ausllang.

* S e 11 n r o b , 30. Dez. Dieser Tage fand hier die alljährliche Weihnachtsfeier unserer Schule im Saale des Gastwirts Schleuning statt. Nach der Begrüßung durch Lehrer Bell wurde die Vor- tragsfolae durch das neu eingeführte Mundhar­monika-Orchester eröffnet. Anschließend wurde nach Lieder- und Gedichtoorträgen ein mehraktiges Wech- nachtsspiel aufgeführt, das allgemein Beifall fand. Nach weiteren Liedergesängen und Gedichtoorträgen schloß die Feier mit Dankesworten des Lehrers W e i m e r für die schöne Feierstunde.

Kreis Alsfeld.

-er. Homberg a. d. Ohm, 28. Dez. Unsere Volksschule veranstaltete in der Stadthalle eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier. Rach ein­leitendem Gesang der beiden Oberklassen hielt der Schulleiter eine Ansprache, in der er die Be­deutung des Weihnachtsfestes und die Be­ziehungen zwischen Schule und Elternhaus be­handelte. Hierauf wurden verschiedene nette Theaterstücke aufgeführt, wodurch allen Teilneh­mern eine rechte Freude bereitet wurde. Die Veranstaltung darf in allen Teilen als wohl­gelungen bezeichnet werden. Die K l e i n k In­der s ch u l e veranstaltete in der Kirche eine Weihnachtsfeier, mit der nach dem Gesang von Weihnachtsliedern und Gedichtvorträgen als Ab­schluß eine Bescherung der Kinder verbunden war.. Der GesangvereinFrauenlob" brachte am zweiten Weihnachtsfeiertage ein QU i - litärkonzert, verbunden mit Gesangsvorträ- gen. Den instrumentalen Teil des Programmes bot eine Llbteilung der Marburger Reichswehr­kapelle, während der Sängerchor des Vereins den gesanglichen Teil bestritt. Sämtliche Darbie­tungen offenbarten hervorragendes Können und fanden den wohlverdienten starken Beifall bet zahlreichen Besucher.

* We11saasen. 30. Dez. Dieser Tage hat unsere Gemeinde von ihrem hochverehrten Lehrer Roth und seiner Familie Abschied genommen. 2lach löjähriger Tätigkeit verließ er unfern Ort, um eine Stelle in Offenbach anzutreten. Ein Leh­rer ün besten Sinne des Wortes greift zum Wanderstab, der wohl wußte, daß es an seiner Schule nicht allein auf das Vermitteln von Kenntnissen ankam, sondern mehr noch auf echt christlichen Geist als dem Fundament eine3 Cha­rakters. In einem Dor.e ausgewachsen, in dem ihm dieser Geist als beste Gabe an die Wiege gelegt wurde, stand er in seiner Gemeinde nicht nur geachtet unb geehrt als Lehrer, sondern auch als mutiger Bekenner seines evangelischen Glaubens, in beibem ein Dorbllb seinem Dorfe mll seiner Familie. Ein treuer Kamerad einst seinen Mit­kämpfern im Kaiserin-Augusta°Regimcnt draußen im Kriege, ein treuer Kamerad nicht weniger daheim jedem in feinem Dörfchen, der nach Rat und Hilfe suchte, ein treuer Freund dem, mit dem ihn sein Beruf in seiner Schule zu­sammenführte. Aufrecht, gerade, kerndeutsch, so weilte er unter uns, so bleibt er uns im Ge­dächtnis, so wird ihn auch seine neue Heimat achten und lieben lernen. Dorthin begleiten ihn unsere besten Wünsche.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

s Mudersbach, 28. Dez. Am 2. Weih» nachtsfeiertage veranstaltete der Gesangver­einHarmonie" in der Gastwirtschaft von wtrohmann eine Weihnachtsfeier, bestehend aus Konzert, Gesang, Verlosung und Tanz. Die Ver­anstaltung war so gut besucht, daß der Saal bis auf den letzten Platz beicht war: u. a. waren auch Sänger von Groß-Altenstädten er- schienen, die einige Chöre gut zum Vortrag brachten. Rach gesanglichen Darbietungen deö veranstaltenden Vereins hiell Werkmeister E. Willershäuser eine gutdurchdachie An­sprache, die daS Thema «Weihnachtsfreude und Wechnachtssrieden" behandelte. Die Musik wurde von dem Streichorchester Zimmermann aus Erd- Hausen in flotter Weise bestellt. Allen Darbie- tungen wurde starker Beifall gespendet. Die Veranstaltung war tu allen Telle« wohlasllma«,

* Klein-Linden, 29. Dez. Eine Feierstunde seltener Art vereinigte heute abend einen überaus großen Teil unserer Gemeinde In derDeutschen Eiche", deren Saal dicht besetzt war. Herr Philipp Lenz (Friedrichshafen), ein Sohn unserer Ge­meinde, seit Jahren Angestellter der Zeppelinwerft und zur Zeit Bordmonteur auf dem Luft­schi f fG r a f Z e p p e l i n", sprach in einem zwei­stündigen Bortrag mit vielen Lichtbildern überD i e Weltfahrt desGraf Zeppelin". Den Abend eröffnete der verstärkte Posaunenchor durch zwei Musikoorträge, worauf Pfarrer Lenz (Gie­ßen) Gelegenheit nahm, der Gemeinde Klein-Linden und insbesondere dem hiesigen Posaunenchorverein den wärmsten Dank des Oberhessischen Posaunen­chorverbandes für die erwiesene Gastfreundschaft an­läßlich der Freizeit auszusprechen.

Sodann sprach Philipp Lenz über seine Erleb­nisse und Eindrücke während der Weltreise. Zu­nächst wurde im Lichtbild die Entstehung des Luft­schiffes vor Augen geführt und die erforderlichen technischen Einrichtungen erläutert. Am 15. August, 4.25 Uhr, begann der Start in Friedrichshafen. Die Reise führte über Ulm, Berlin, Danzig, Königsberg, Litauen, das russische Steppen- und Sumpfgebiet, das nicht bewohnt und sehr schlecht passierbar ist, und wo zur Zell 35 bis 40 Grad Käste herrschen, das große Uralgebirge, in dem riesige Waldbrände festgestellt wurden, Sibirien mit seinen endlosen Wäldern, Sümpfen und Wüsten nach Jakutsk, wo für die dort verstorbenen zahlreichen deutschen Kriegsgefangenen ein Kranz abgeworfen, der von einem Priester vor der Fricdhofskapelle aufgehoben wurde. Nach weiterer beschwerlicher Fahrt über fast unbekannte, kalte Gebiete wurde endlich der Stille Ozean gesichtet und freudig begrüßt; am 19. August, 18.24 Uhr, erfolgte die Landung in dem japanischen Flughafen bei Tokio. Der 1 ä n g ft e Teil der Weltfahrt, 11 ?47 Kilometer, wurde in 101 Stunden 49 Minuten durchflogen. Zur Bewältigung dieser Strecke braucht ein Eisen- bahnzug 16 Tage, ein Schiff sechs Wochen, das Luft­schiff etwa 4/ Tag. Die Passagiere sowie die Be- satzung desGraf Zeppelin" wurden von der deut­schen Kolonie aufs herzlichste begrüßt und allen Teil­

nehmern der Fahrt reichlich Gelegenheit gegeben, Land und Leute kennenzulernen. Die zweite Staffel führte von Tokio nach Los Angeles (Abfahrt 23. August, 15.13 Uhr, Ankunft 26. August, 5.16 Uhr 9 653 Kilometer in 79 Stunden und 3 Minuten) über den Großen oder Stillen Ozean,

besucht war, daß der große Saal schließlich keinen Platz mehr bot. Unter der Leitung der Lehrer Lahm und Li Iler brachten die Kinder ein Weihnachts­spiel in sechs Bildern mit Musik und Gesang zur Ausführung, wobei sie Vorzügliches leisteten. Die Ausführung und die begeisterte Darstellung der Kinder hinterließen bei den Zuschauern einen nach­haltigen Eindruck.

Kreis Schotten.

V Gedern, 30. Dez. Rach dem vor einiger Zeit ein Ausschuß $ur Gründung eines Kran- kenpflegeverems von einer Bürgerver- fammlung bestimmt worden war. ist nunmehr die endgültige Äonftituierung dieses Vereins er­folgt, da über 400 Bürger ihren sofortigen Beitritt zu dem Verein erklärt hatten. Die Ver­st an d s w a h l hatte folgendes Ergebnis: Dekan Widmann, 1. Vorsitzender, Bürgermeister Müller, 2. Vorsitzender. Lehrer Häusel. Schriftführer, Inspektor W ö r n e r . Rechner, als Beisitzer: Pauline Bender Wwe., Alwine Funk, Greta Raumann, Lina Oberheim, Dr. med. Hugo Bach, Mar Rothenberger, Wilhelm Birx, Friedr. Hof und Karl Müller I. Das Ziel des Vereins ist, hier eine Schwestern st ation in voll­kommener Anabhängigkeit von anderen Einrich­tungen unterer Stadt zu unterhalten. Man hofft, daß die neue Ortsschwester an einam der nach- ften Sonntage hier eingeführt werden kann. Einser städtischer Kindergarten hielt seme diesjährige Weihnachtsfeier im Saale des ^Dergwirtshauses" ab, der bis auf den letzten Platz besetzt war. Aach Degrüßungsworten von Lehre« Häusel tourbe ein reichhaltig-« Prv-

absichtigt, ihm für feine langjährigen und wert­vollen Dienste eine Ehrengabe zu überreichen.

O Holzheim, 30. Dez. Die Weihnachtsseier- tage brachten unserem Orte am Heiligabend einen liturgischen Gottesdienst, bei dem der Gemischte Chor unter der Leitung von Wilhelm Engel mittoirtte. Rach dem Gottes­dienst wurden etwa zwanzig Ortsarme von der Kirche mit Geschenken bedacht. Am zweiten Weih­nachtsfeiertage veranstaltete die Sonntags­schule im Christlichen Dereinsheim eine Weih­nachtsfeier für ihre Zöglinge. Pfarrer Weber hielt eine eindrucksvolle Ansprache, der Ge­mischte Chor fang Weihnachtslieder, die Kinder sagten Weihnachtssprüche auf. Mit der Besche­rung der etwa 160 Kinder fand die Feier ihren Höhepunkt. Von den Vereinen veranstaltete die Bruderschaft Holzheim des Iungdeutschen Ordens am dritten Feiertage eine Weihnachts­feier, bei der nach einem Dorspruch von Bru­der Wilhelm Jung III. der Großmeister Heinr. Zeist II. herzliche Willkommensworte sprach. Hierauf hielt Pfarrer Weber eine Ansprache, alsdann folgten musikalische Darbietungen von Kaufmann Paul S e i p und Landwirt Wilhelm Grieb. Weiter wurden zwei Theaterstücke auf­geführt, und schließlich bei Kaffee und Kuchen nach einem Schlußwort von P. S e i p der Abend mit einer Verlosung abgeschlossen.

* Birklar, 30. Dez. Am letzten Freitag Freitag wurde in unserer Gemeinde der Veteran Heinrich Schock unter zahlreicher Beteill- gung der Einwohner zu Grabe getragen. Rur noch eine kurze Zeit, bis zum 21. Januar 1930, bann wäre es ihm vergönnt gewesen, seinen 89. Geburtstag zu feiern. Schöck war Mit­begründer des hiesigen Kriegervereins und dessen langjähriger Präsident. Der Kriegerverein er­wies ihm die letzte Ehre und entbot ihm den letzten Gruß durch Abgabe eines dreifachen Saluts. Weiter wurde er geehrt durch Rieder­legung eines Kranzes seitens des Bezirkspräsi- denten, Herrn Häuser, der die Verdienste des Verstorbenen um den Verein nochmals be­

sonders hervorhob. Am zweiten Feiertag hielt der hiesige GesangvereinHar­monie" fein Weihnachtsvergnügen ab. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Wagner, be­grüßte die Erschienenen mit einer kurzen, ker­nigen Ansprache. Es folgten dann einige