Turnen, Sport und Spiel
den übrigen
Runde
Habitant: br. Adam.
•D
7 00 Jahre unübertroffen
Nur echt in
ein ge-
Q3ereinen beendet.
das schlichte, Liebesmacht, Ewigkeit zu sterben und
auch Niedergirmes, allerdings aber mit 9:14 ein weit schlechteres Torverhältnis. V. f. R. Butzbach
Sportverein Wetzlar mit fünf Spielen, 15:5 ren und 6:4 Punkten. Dieselbe Punktzahl
hat An der To- Hat
er, ge-
die der
et<y
bringt, können wir nicht meistern, uns hier zurechtfinden, so hilft nur demütige Vertrauen auf die ewige auf den Gott, der da bleibet von
blauer Packung mit dem bilde des Erfinders 2.50 gc. 0,60
— Stabttheater Dießen. Man schreibt uns: Die Silvestervorstellung beginnt heute abend um 19.30 IHjr. Die musikalische Leitung der Posse hat Kapellmeister C u j e. Spielleitung Heinrich Hub. — Das neue Jahr wird mit der Operette „Ein Walzertraum" begonnen. Gastspiel der Frankfurter Operetten-Gastspiele. Dieses Oskar Etraustsche Werk ist wohl eine der beliebtesten neuzeitlichen Operetten. Am Mittwoch, 1. Januar, abends 18.30 Ähr, beginnt die Vorstellung. Nachmittags 15 Uf)r geht das Weihnachtsmärchen „Das tapfere Schnciderlein" nochmals in Szene. — Am Freitag, 3. Januar, wird zum erstenmal das so erfolgreiche Volksstück „Tobias Wunderlich" wiederholt. Sonntag, 5. Januar, nachmittags 15 Ähr, letzte Vorstellung des Kindermärchens „Das tapfere Schnciderlein". Abends 18.30 Ähr erste Wiederholung „Kyritz — Pyrih". In Vorbereitung: „Der Geisterzug" von Ridley.
— Der Goethe-Bund wird, wie man uns schreibt, mit seinem am kommenden Sonntag stattfindenden Vortragsabend eine bedeutsame und hochinteressante Veranstaltung bringen. Professor Dr. Franz D e h o u n e k. der als einziger Nichtitaliener an der unglücklichen Nobile-Nord- polexpedition teilgenommen und diese furchtbare Katastrophe miterlebt hat, hält einen Lichibilder- vortrag über feine Erlebnisse. Der Vortragsabend wird sicherlich allseits stärkstes Interesse finden. (Siehe heutige Anzeige.)
Unser neuer Vornan.
In der ersten Ausgabe des Gießener Anzeigers im kommenden Jahre, die am Donnerstag, 2. Januar 1930, erscheint, werden wir mit der Veröffentlichung eines neuen Romanwcrkes beginnen, welches uns den zur Zeit laufenden Roman von Schneider-Fverstl an Spannung noch zu übertreffen scheint und also des gleichen starken Jn'.e.eZes bei unserer Leserschaft sicher sein dürfte, wie wir es mit lebhafter Genugtuung bei der gegenwärtig erscheinenden Erzählung haben feststellen können.
„Oer Traum vom Glück"
von E. Lovett und M. v. Welßenlhurn ist das Werk zweier erprobten und beim Publikum höchst beliebten Romanautoren; hier wird die sehnsuchtsvolle und aufopfernde Liebe eines armen verwaisten Mädchens geschildert, der Kampf gegen die raffinierten Intrigen eines Verbrecherpaares und die befreiende Lösung aus einem schweren und unentwirrbar scheinenden Familienkonflikt auf dem Schlosse derer von Wild- Hofen.
So ist unser neuer Roman, von dessen Inhalt wir hier im voraus nicht mehr verraten wollen, ein überaus geschickt geschriebenes, fesselndes und ergreifendes Werk, das gewiß jeden Leser in feinen Dann zwingen wird; wir hoffen, mit ihm das neue Jahr aufs beste zu beginnen und unserem großen Leserkreise eine besonders willkommene Lektüre zu bieten.
Gictzcner Wochcnmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 130 bis 180 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Spinat 25 bis 35, Wirsing 15 bis 20 (pro Zentner 10 bis 12 Mk.), Weißkraut 10 bis 15 (pro Zentner 5 bis 6 Mk.), Rotkraut 15 bis 20 (pro Zentner 10 bis 12 Mk.), gelbe Düben 12 bis 15, rote Rüben 12 bis 15, Änterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 60 bis 90, Meerrettich 50 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4,5 bis 5 (pro Zentner 3,80 bis 4 Mk.), Aepsel 10 bis 15 (pro Zentner 10. bis 12 Mk.), Birnen 10 bis 15 (pro Zentner 8 bis 10 Mk.), Dörrobst 30 bis 35, Nüsse 50 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 103 bis 140 pro Pfund; Tauben 70 bis 90, Kisteneier 17 bis 18, frische Landeier 19 bis 20, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 35 bis 40, Endivien 15 bis 40, Ober* kohlrabi 10 bis 15. Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pfennig pro Stück.
borgen ist.
Es hat keinen Zweck, in der Nacht, da Jahr versinkt, klagend der Vergangenheit zu , denken, die entschwundene Jugend zu betrauern, um vergangene Freudentage zu weinen, aber heilsam ist es, zu überlegen, wie man von der Zeit den besten Gebrauch macht. An der älfjc der Londoner Börse steht das Wort: „Zeit ist Geld." Ein Wort des Wahns und der Unkultur, ein Wort trostloser Engherzigkeit! Dom Geld
erzielt. Von noch keiner zweiter Stelle
gewinn wird keine Seele froh, mit Geldgewinn schasst man nicht das Glück anderer. Zeit ist ein Gottesgeschenk. An dem eigenen Innenleben arbeiten, such, daß man ruhiger, fester, getroster wird, ererbte und erworbene Untugenden ablegen, dankbaren Sinnes alles Gute im Leben anerkennen, das heißt von der Zeit rechten Gebrauch machen. Und wer erkannt hat, daß Liebe mehr ist als Ge'd, der wird sich auch bestreben, anderen etwas zu fein, etwas Sonnenschein auf ihren Weg zu bringen. Verbitterte zu trösten, Verlassenen Gefolgschaft zu leisten, Irrenden den Weg zu weisen. Was Ulrich von Hutten am 1. Januar 1521 seinem Freunde Franz v. Sickingen geschrieben hat, ist ein rech'.er Neujahrswunsch: „Und wünsch Dir damit, nit als wir oft unseren Freunden pflegen, ein fröhliche, sanfte Ruh', sondern große, ernstliche, tapfere und arbeitsame Geschäft', darinnen Du vielen Menschen zu gut Dein stolzes, heldisch Gemüt brauchen und üben mögest. Dazu Wöll Dir Gott Glück, Heil und Wohlfahren verleihen!" H. B.
Vornotizcn.
— Tageskalender für Dienstag. Etadttheater: „Kyritz-Pyrih", 19.30-chis 22 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Schleiertänzerin" und „O welche Lust, Soldat zu sein". — Astoria-Lichtspiele: „Geheimpolizisten" und „Der schwarze Zytewn".
— Lageskalender für Mittwoch. Stadttheater: „Das tapfere Schnciderlein", 15 bis 17.30 Uhr; „Ein Walzer träum", 18.30 bis 21 Uhr. — Lichtspielhaus Dahnhofstraße: „Indizienbeweis" (ein Spiel der Leidenschaften) und „Ich habe für Sie ein bißchen Sympathie".
** Aufgehobene Straßensperre. Die am 11. Oktober vom Landrat in Biedenkopf ange« ordnete Sperre des Durchgangsverkehrs von Wetzlar nach Gießen und Rodheim a. d. B. über Naunheim ist wieder aufgehoben.
*• Unbestellbare Postsachen. Dei der Oberpostdirektion in Darmstadt mußten im Jahre 1929 8372 Briefe und 10 296 Postkarten, sowie zahlreiche Drucksachen, die infolge ungenügender Anschrift weder dem Empfänger ausgehändigt noch an den Absender zurückgegeben werden konnten, vernichtet werden. Hierdurch mögen für die Beteiligten wohl Unannehmlichkeiten mancherlei Art entstanden sein. Auch wird das Fehlen dieser Sendungen oft zu ungerechtfertigten Vorwürfen gegen die Postverwaltung und ihre Beamten Anlaß gegeben haben. Ohne genaue und vollständige Anschrift des Empfängers, zu der bei größeren Orten außer dem Vor- und dem Zunamen der Stand, die Straße und die Hausnummer gehören, ist aber die Zustellung einer Postsendung auch dem findigsten Zusteller nicht immer möglich. Auch ist es unumgänglich nötig, auf allen Postsendungen stets Name, Wohnort und Wohnung des Absenders anzugeben, damit diesem die Sendung im Falle der Unzustellbarkeit zurückgegeben werden kann.
** Dienstjubiläum. Am 1. Januar 1930 sind 25 Jahre verflossen, daß der Prokurist C h r i st. S t u d t bei der Firma A. Ringel & Sohn (früher Ringel & Walther) als junger kaufmännischer Angestellter eingetreten ist. Durch seinen Fleiß und seine Tüchtigkeit hat er es im Laufe der Jahre bis zum Prokuristen dieser Firma gebracht. Das Verhältnis zwischen den Inhabern der Firma und Herrn Studt, sowie
Tabelle steht
hausen erhalten hatte, einen erheblichen Teil veruntreut hat. Es handelt sich nach den bisherigen Feststellungen um eine Summe von rund 9000 Mk. Nach den Angaben des Verhafteten soll der Grund zu seiner strafbaren Handlung in schlechtem Eingang seiner Anwaltsgebühren und dadurch bedingter wirtschaftlicher Notlage zu suchen sein.
** Oeffentliche Bücherhall«. Im Dezember wurden 1139 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 767, Zeitschriften 52, Iugendschriften 81, Literaturgeschichte 2, Gedichte und Dramen 4, Länder- und Völkerkunde 82, Kulturgeschichte 2, Geschichte und Biographien 73, Kunstgeschichte 20, Naturwissenschaft und Technologie 23, Heer- und Seewesen 6, Haus- und Landwirtschaft 2, Religion und Philosophie 11, Staatswissenschaft 11, Sport 1, Fremdsprachliches 2 Bände. Nach auswärts kamen 3 Bände.
** Eine Wiedersehensfeier veranstalteten die oberhessischen ehemaligen Angehörigen des Ersatz-Fuß-Artillerie-Regiments Nr. 10 in Straßburg am 5. Januar in Grünberg. Es ist mit einer zahlreichen Beteiligung der alten oberhessischen Soldaten dieses Regiments zu rechnen.
zum zweitenmal."
Gedankenmähig, begriffl'ch können wir die Zeit nicht erklären, und die Umgestaltungen, die sie Wollen wir
^USproü GÖpP1®1*®
-----Verdauung Störungen, 8
•- k ; Magenbeschwerden^Sotibrennen.
-Icidibleibeod V
1 SeD.-R*t Dr' - J ,tV
für einen üb eranstrengten, geschwächten Magen. Bullrich-Salz schafft sofort eine geregelte leichte Verdauung und dadurch Wahlbefinden.Lebensfreude Auch in Tabletten 0,25 und 1,50
folgt bei sechs Spielen mit 9:17 Toren und 3:9 Punkten. Spielvereinigung Gießen macht den Schluß; sie hat bei sechs Spielen ein Torverhältnis von 6:17 und ein Punktvcrhältnis von 2:10. Selbst wenn Wetzlar und Niedergirmes ihre noch ausstehenden drei Spiele gewinnen sollten, könnten sie der V. f. D.-Els nicht mehr gefährlich werden, deren Meisterschaft endgültig feststeht.
Das Spiel der dritten Mannschaft gegen die erste des D. f.R. Lich kam nicht zum AuS- trag, da Lich zur Zeit nicht spielberechtigt ist. Das Treffen gilt für D. f. B. gewonnen, wodurch diesem auch die beiden Punkte zufallen.
Tie vierte Mannschaft verlor ihr Ver- bandöspiel gegen die gleiche der hiesigen Spielvereinigung knapp mit 1:2. Nachdem sie mit 1:0 in Führung gelegen hatte, ließ sie durch ihr zusammenhangloses Spiel den Gegner das Ausgleichs- und auch das Siegestor erzielen. In den letzten 20 Minuten hatte V. f. D. mehrmals Gelegenheit, das Spiel für sich zu entscheiden, lieh diese aber infolge Schuhunsicherheit und Eigennutz der Stürmer aus.
Sportverein 1928 Garbenteich.
Garbenteich I — Steinbach I 2:2 (2:0).
Infolge des vollkommen verfchlammten Platzes wurde das Spiel auf neutralem Boden aus- getragen. Der vorausgesagte glatte Sieg der Gäste • ging nicht in Erfüllung. Die Einheimischen zeigten eine beachtenswerte Stärke und konnten schon nach zwei Minuten in Führung gehen. Sämtliche Angriffe Steinbachs scheiterten an der vorzüglichen Hintermannschaft der Platzelf. Nach Wechsel verlegte Garbenteich das Spiel in des Gegners Hälfte. Steinbach muhte seine gesamte Elf vor sein Tor zurückziehen, um den intensiv anstürmenden Gegnern das Einsenden zu vereiteln, und verhütete so die schon sichere hohe Niederlage. Zwei unerwartete Durchbrüche der Gäste brachten den Ausgleich. Garbenteich zeigte schöne Leistungen und verschenkte nur durch Leichtsinn seinen verdienten Sieg. Der Schiri leitete korrekt.
Fußballklub 1926 Großen-Buseck.
Homberg I — Grohen-Vuseck I 1:0.
' Auf völlig aufgeweichtem Sportplatz trafen sich diese Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel. Mit viel Glück konnte Homberg mit 1:0 gewinnen. Die Mannschaft fand sich gleich und war in der ersten Halbzeit gut, aber die Hintermannschaft der Gäste ließ sie zu keinem Tore kommen. Kurz nach Halbzeit gelang es Homberg, ihr Tor zu erzielen. Trotz des starken Gegenwindes spielten die Busecker überlegen bis zum Schluß, aber der Ausgleich gelang nicht mehr. Durch diesen Sieg sind die Hornberger an die Tabellenspitze gelangt mit einem Punkt vor Großen-Buseck.
Ewigkeit, der die Menschen läht .
spricht: „Kommet wieder,Menschenkinder", auf ten Gott, der seine Liede uns in Jesus nahegebracht hat. Kein tröstlicheres Wort über die Zeit gibt es als das Wort dos Psalmisten, der zu seinem Gott sagt: „Meine Zeit stehet in deinen Händen." Äuf diesem Grunde gewinnt der Mensch Festigkeit, er läht den Strom der Zeit an sich vorüberfliehen, er sagt sich, daß Anfang und Ende seines Lebens Gott gehören und dah ob er lebt oder stirbt, in Gottes Liebe
Aus der provinzialhauptffadt
G i e h e n, den 31. Dezember 1929.
Jahreswechsel.
Wer auf einem hochaufragenden Turme steht und auf die Stahe blickt, die unten vorüberzieht, oder von einer Felsenwand hinunter in die Tiefe schaut, den ersaht das Gefühl des Schwindels. Schwindel ist Angstgefühl, man hat auf einmal leinen Halt mehr und glaubt, in die Tiefe sinken zu müssen. Nicht anders ist unsere Cmp» findung, wenn wir uns verständlich zu machen suchen, was das ist, was wir die „Zeit" nennen. In hundert Wortverbindungen gebrauchen wir dieses Wort, es kommt uns leicht vom Munde und birgt in sich eins der tiefsten Geheimnisse. Kein Philosoph, kein Mathematiker, kein Naturforscher vermag uns den Begriff „Zeit" zu erklären. In einem Gesangbuchliede heiht es „O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit". Was ist das eine „Zeit ohne Zeit"? Wenn wir uns diese Frage vorlegen, so ersaht uns Angst, wir haben die Empfindung, an einem Abgrunde zu stehen.
Sehr deutlich kommt uns das zum Bewuhtsein, wenn wir in der Silvesternacht an die Grenzscheide zweier Jahre gekommen sind. Da sehen wir, wie die Zeit unaufhaltsam dahinschwindet, unser Leben „führet schnell dahin, als flögen wir davon". Nicht nur das Dahinschwinden der Zeit nehmen wir beim Jahreswechsel wahr, sondern auch die Tatsache, dah sich von Tag zu Tag alles auf Erden wandelt. Es gibt Städte, die waren einst wohlgebaut und erfüllt von regem Leben, heute schlafen sie einen Dornröschenschlaf. Der Marktplatz ist verödet, noch stehen an seinem Rande stattliche Gasthöfe, geräumige Geschäftshäuser, aber der Mörtel löst sich von dem Mauerwerk los, die Fensterläden hängen schief in den Angeln, im Hofe wächst zwischen den Pflastersteinen das Gras. Die Ursache dieses Zerfalls ist, dah die Verkehrswege eine andere Richtung genommen haben. Am augenfälligsten treten uns die Veränderungen, die die Zeit bringt, an den Menschen entgegen. Als Goethe im Jahre 1772 Lotte Buff, die spätere Frau-Kestner, zum erstenmal sah, da wollte er sie in Wetzlar zu einem ländlichen Ball in Volpertshausen abholen; er schildert sie als junges Mädchen „von schöner Gestalt, mit schwarzen Augen und frischen munteren Wangen". Ein Jahr darauf führte das Leben die beiden wieder auseinander, erst 43 Jahre später, im Jahre 1816, sahen sie einander wieder. Die Welt hatte sich in der Zwischenzeit von Grund aus geändert, aber auch diese beiden Menschen waren anders geworden, Lotte war nun eine alte, hinfällige Frau, die mit dem Kopfe wackelte. Was der Dichter schon viel früher gesagt hat, mag ihm bei diesem Wiedersehen zum Bewußtsein gekommen sein: „Mit jedem Regengüsse ändert sich dein holdes Tal, ach, und in demselben Flusse schwimmst du nicht
zwischen diesem und den anderen Angestellten war stets nur das beste.
•• E i n halbes Jahrhundert Leser des „Gießener Anzeigers". Am 1.Januar 1930 jährt sich der Tag -um fünfzigsten Male, an dem der Invalide Adolf Holland, ©rabenftrafce 3, den „Gießener Anzeiger" bestellte, und den er bis heute noh bezieht.
' Seinen 8 4. Geburtstag begeht am 4. Januar 1930 der Gastwirt Karl Rühl, Ricgelpsad 84. Er ist Altveteran von 1870/71. Sein Befinden ist noch immer recht gut.
** Die Museen sind am Neujahrstag zu gewöhnlichen Preisen geöffnet.
** Verhaftung eines Gießener Rechtsanwaltes. Am Samstag mittag wurde auf Anordnung des Untersuchungsrichters beim Landgericht der Provinz Oberhessen der hier ansässige Rechtsanwalt Robert Schlink verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis eingelicfert. Dem Feftge- nommenen wird zum Vorwurf gemacht, daß er als Treuhänder des Bundes der Kriegsblinden von einem großen Geldbetrag, den er zum Ankauf eines Grundstückes für die Kriegsblinden in Bad Salz-
Spielvereinigung 1900 Gießen.
1900 Gießen und Germania Marburg trennen sich Unentschieden (0:0).
ö. Beide Mannschaften präsentierten sich in zur Zeit stärkster Aufstellung. Der heftige Sturmwind ließ kein schönes Spiel aufkommen, stellte aber an die Spieler ganz ungeheure Anforderungen. Beiderseits wurde mit großer Energieentfaltung um den Sieg bzw. um das Halten des torlosen Spielausganges gekämpft. Vielleicht war das 0:0 das gerechte Resultat für die vortrefflichen Leistungen der Spieler beider Parteien, wenn auch der Platzverein 1900 ein klein wenig mehr vom Spiel hatte, was sich in den zahlreicheren und besseren Torchancen, sowie in dem überlegenen Eckballverhältnis (14:7 für Gießen) ausdrückte. Die Spielvereinigung hatte auch die technisch besseren Einzelspieler, und wenn nicht der Sturm diesen bösen Streich gespielt hätte, wären die Germanen höchstwahrscheinlich abermals, wie im Vorspiel, geschlagen worden. Aber auch so wäre ein knapper Sieg der Einheimischen mit 1 oder 2 Toren an der Tagesordnung gewesen, denn die Gäste konnten die große Drangperiode der Gießener mit Rückenwind in der ersten Spielhälfte nach dem Wechsel, als sie dieselbe Chance hatten, nicht ebensogut ausgleichen. Nach kurzem Geplänkel im Mittelfeld setzte sich der Gastgeber im Marburger Strafraum fest. Die drückende Ueberlcgenheit der Blau- weißen hielt auch, von einigen Marburger Durchbrüchen abgesehen, bis zum Seitenwechsel an. Alle noch so gut durchdachten Angriffe scheiterten aber an der Gästeabwehr, wobei sich der Germanentorwart ganz besonders auszeichnete. In der letzten Viertelstunde dieser Gießener Drangperiode retteten die Marburger allerdings oftmals durch regelwidrige Abwehr. Besonders der linke Gästeverteidiger benutzte vielfach die Arme zur Behinderung Gießener Spieler. Auch einige scharf geschossene Strafstöße aus kurzer Entfernung fanden nicht den Weg durch die vielbeinige Verteidigung in das Marburger Tor. Als beim Seitenwechsel das Spiel noch 0:0 stand, glaubte jeder 1900s Niederlage fei jetzt besiegelt, denn die Gäste hatten nunmehr den starken Rückenwind zum Bundesgenossen. Das technisch bessere Können der Gießener wirkte sich aber überraschend gut aus, und 1900 konnte, von einigen Augenblicken abgesehen, das Spiel einigermaßen offen halten, oftmals sogar noch gefährliche Torchancen schaffen. Mit solcher Aufopferung hat man die Gießener in dieser Saison noch nicht kämpfen sehen. Schade, daß die beiden Flügelstürmer nicht in Hochform waren; sie hätten dem Spiel eine entscheidende Wendung geben können. Sonst spielte fast alles ohne Tadel. Der einheimische Torhüter machte nur einen leichtsinnigen Schnitzer. Die Gefahr ging aber vorüber, und sonst ließ er sich, oftmals durch Glanzleistungen, nicht schlagen. 1900s rechter Läufer glänzte durch hervorragende Technik. Zu erwähnen ist noch das hervorragende, unermüdliche Spiel des Gießener Halbrechten, der vielfach überall war, und zwar immer da, wo Gefahr war. Der Spielleiter Vockenroth (Hersfeld) stand stets über den Parteien.
Dor dem Ligaspiel trugen 1930s z w e i t e u n d dritte Elf kombiniert ein Gesellschaftsrückspiel gegen die erste Mannschaft von Braunfels aus. Das Spiel war für die Gießener eine zahme Sache. Ihr Sieg stand nie in Frage, obwohl die Dlauweißen gegen Schluß nur noch zehn Spieler im Feld hatten. Endresultat 4:0 (1:0). Das Spiel kam auf dem Platz der Freien Turnerschaft zum Austrag, um das 1900-Spielfeld für das nachfolgende Ligaspiel zu schonen.
V. f. V.
Die zweite Mannschaft stand im letzten Verbandsspiel der gleichen des V. f.R. Butzbach gegenüber. Obgleich Butzbach den Vorteil des eigenen Platzes und den starken Wind zum Bundesgenossen hatte, war Gießen trotzdem stark überlegen und führte bei Halbzeit bereits mit 5:0. Die Plahelf trat nach der Pause nicht mehr an, um sich eine noch höhere Niederlage zu ersparen. Bei regulärer Spielzeit wäre das Resultat sicherlich zweistellig geworden. D. f. D. hat somit die Meisterschaft in der Gruppe Giehen-Wehlar der zweiten Mannschaften der Ligavereine errungen. In acht Spielen hat er ein Gesamttorverhältnis von 23:10 und ein Punktverhältnis von 13:3
JSsss
ilsfage- Iid) hen LusifKh' d reaneniy;r hc- ltterunö& Öfld)i ll°rdmees°ruU,ig
stdruck vo" M auch
, tat [feitet
U Grad, U-
sch^'
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Dienstag, den 31. Dezember. Silvester.
Kirchberg. Abends 8 Uhr: Lollar.
Evangelische Gemeinden.
Mittwoch, den 1.Januar. Neujahr.
Stadlkicche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfarrer Becker; 5: Pfarrassistent Schlaudraff. — Iohannesklrche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannes- gemeinöe; Pfarrer Ausfeld; 5: Pfarrer Müller. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. — Elisabeth-Kleinkinderschule. 9.45: Pfarrer Lic. Waas. — Wiefeck. 9.45; 11: Kinderkirche; Opfer für die kirchliche Armenpflege. — Allen-Buseck. 10. — Hausen-Garbenteich. 10: Garbenteich; 1: Hausen. — Watzenborn-Steinberg. 1: Hauptgottesdienst; Kollekte. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn. — Jlicber- Dessingen. Stiftsdechant Kahn. — Kirchberg. 10: Kirchberg; Kollekte; 1.30: Mainzlar.
katholische Gemeinden.
Mittwoch, den 1. Januar. Fest der Beschneidung des Herrn.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit,Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht mit Segen. — Grün- berg. 9.30: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt.— Lich. 10: Hochamt mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Echzell. 10.45: Hochamt mit Predigt.
eountaodhienft ö. Vlertte u.-lluothefen am 1.1.80 Irl. Dr. Gürtler. Dr. S. Klein. Pelikanavotbeke.
,c" 'S» ©i!


