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Werk ms tr. A.B. schreibt u.a.: „Mein schwerer Leistenbruch ist geheilt. Ich bin wieder in meinem 66. Lebensjahre ein ganzer und glücklicher Mensch!" Landwirt Fr.St. schreibt u. a.: „Ich sehe mich genötigt,Ihnen nach 2 Jahren meinen innigen Dank auszusprechen... wurde ich ganz befreit von meinem Leiden.
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Stand der Verhandlungen hofft die Verwaltung in den nächsten Wochen mit der Reichsbahn, die fich übrigens durchaus entgegenkommend verhält, zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen.
„Frauenarbeit in gewerblichen Berufen". 17.45 bis 18: Konzert. 18.10 bis 18.30: Max Sung» nickel. Vorlesung aus eigenen Werken. 18.30: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs. 18.50: Esperanto-Unterricht. 19.10: Stenographischer Fortbildungskursus. 19.30: Zwanzig Minuten Fortschritt in Wissenschaft und Technik. 19.50: Filmwochenfchau. 20: „Der Mantel", Oper in einem Akt. Anschließend: Schallplattenkonzert. Dis 24: Tanzmusik.
Samstag, 7. September.
6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 10.40 bis 11.10: Schulfunk. 13.15 bis 14.15: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16.30: Tanzmusik. 18: „Hamburg, das Fenster Deutschlands". 18.30: Eine Führung durch die Adlerwerke Frankfurt a. M. 19.30: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung. 20: Englische Lieder. 20.45: „Wieder daheim": der erste Tag nach den Ferien. Anschließend: Tanzmusik.
Aus dem Amisverkün-igungsblaii.
• Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 62 vorn 30. August enthält: Die Hegezeit des Wildes. — Das Buch ..Das Frankfurter Parlament in Briefen und Tagebüchern".
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 1. September.
7: Don Hamburg: Hafenkonzert. 7.05: Hamburger Morgenruf. Anschließend: Konzert. 8.15 b s 9.15: Morgenfeier. 11: Stunde der Jugendbewegung. 11.30: Elternstunde. 12: Militär kontert. 13: Zehnmiinutendienst der Landwirtschafts- lammer Wiesbaden. 13.10 bis 14.10: Von Kassel: Chorkonzert. 14.30 bis 15.30: Aus Paris-Colom- bes: Leichlathletik-Länderkampf Deutschland- Frankreich. 16.30: Aus Mainz: Huldigungsakt am Rheinufer. 17: Konzert. 18: Stunde des Landes. 19: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung. 19.30: Sportnachrichten. 20: Don Stuttgart: Der Graf von Luxemburg, Operette in drei Akten. 22.30: Völkerbund- Konzert. Anschließend: Tanzmusik.
Montag, 2. September.
6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 12.30 bis 13.30: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16.15 bis 18: Konzert: 18.10 bis 18.30: Lese- stunde. 18.40 bis 19: „Französischer Humor," Vortrag von Dr. Schütz. 19: Vortrag. 19.20: Englische Literaturproben. 19.35: Englischer Sprachunterricht. 20: Sinfonie-Konzert. 21: Dun- 1er Abend.
Dienstag, 3. September.
6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 13.30 bis 14.30: Schallvlattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16.15 bis 18: Konzert. 18.10: Lesestunde. 18.30: Zehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund. 18.40: „Oeffentliche Bausparkassen," Vortrag von Landesrat Poppe. 19: Funkhochschule. 19.20: „Was bringt die große Deutsche Funk- ausstellung Reues für den Schulfunk?" 19.40: Vortrag: 20: „Das Paketboot Tenacity", Schauspiel von Charles Vildrac. 21.30 bis 22.30: Kammermusik. Anschließend: Unterhaltungskonzert.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
* Krofdorf, 30. Aug. Linser Mitbürger Karl Heyer vollendete am 28. d. M. sein 8 0. Lebensjahr. Er ist einer von den wenigen noch lebenden Kriegsteilnehmern von 1870/71 und Mitbegründer und Ehrenmitglied des Turnvereins Krofdorf, dem er schon recht namhafte Zuwendungen gemacht hat und für den er auch heute noch das regste Interesse zeigt. 3n dankbarer Anerkennung für das dem Turnverein stets erwiesene Wohlwollen ließ dieser dem Jubilar an seinem Geburtstage durch eine Abordnung des Vorstandes ein Geschenk überreichen und die herzlichsten Glückwünsche übermitteln.
CO Münchholzhausen, 29. Aug. In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der G meinderat mit dem Dau einer zentralen- Wasserversorgungsanlage nebst Kanalisierung für die hiesige Gemeinde. Nachdem das vom Kreistiefbauamt in Wetzlar aufgestellte Projekt eingehend erörtert wurde, beschloß der Gemeinderat, den Dau der Wasserleitung nebst Kanalisierung nach diesem Projekt auszuführen. Die Daukosten werden sich nach dem vom Kreistiefbauamt aufgestellten Kostenvoranschlag auf 130 000 Mk. belaufen; sie sollen bei der Landesbank der Rheinprovinz in Düsseldorf, oder bei gleichwertigen öffentlichen Geldinstituten ausgenommen werden. Den Zeitpunkt des Dauens hat der Gemeinderat noch nicht bestimmt, es soll jedoch versucht werden, die Finanzierung bereits für den Anfang des nächsten Jahres sicherzustellen. Ferner soll mit Rücksicht auf die schwierige finanzielle Lage der Gemeinde bei den zuständigen Stellen darauf hingewirkt werden, daß der Gemeinde zur Durchführung des Projektes ein namhafter Zuschuß aus öffentlichen Mitteln gewährt wird. Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß die Gemeinde mit 7 0 000 M k. Schulden belastet ist und auf die staatliche Steuer vom Grundvermögen 400 Prozent erhebt, außerdem in den nächsten Jahren an den Neubau einer Kirche Herangehen. will. Andererseits verfügt sie über einen ansehnlichen Grundbesitz, welchen sie vor einigen Jahren von dem Fürsten zu Solms- Braunfels zu einem verhältnismäßig günstigen Preise erworben hat. Die Quellen für die neu zu erbauende Wasserleitung wurden vor zwei Jahren mit einem Kostenaufwand von rund 9000 Mk. geschürft und gefaßt.
Q Münchholzhausen, 29. Aug. Die links der Straße von hier nach Dutenhofen liegenden Ackerländereien in der hiesigen Gemarkung leiden unter stauender Nässe, ebenso die rechts dieser Straße gelegenen Wiesenparzel- l c n unter Druckwasser. Es stellt sich heute als ein großer Mißstand heraus, daß dieses Gebiet bei der Durchführung der Zusammenlegung der hiesigen Gemarkung nicht dräniert worden ist. Da der jetzige Zustand auf die Dauer unhaltbar ist, hat die Gemeinde durch das Kreistiefbauamt in Wetzlar ein Projekt über die Herstellung einer Dränage aufstellen lassen. Der Gemeinderat hat beschlossen, die
Mittwoch, 4. September.
6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 10.40 bis 11.10: Schulfunk. 13.15 bis 14.15: Schallplattenkonzert. 16.15 bis 18: Konzert. 18.10: Bücherstunde. 18.30: „Der Einfluß der Ghmnastic auf die Frau". 18.45: Walter Benjamin: Vorlesung aus eigenen Werken. 19.05: Französische Literaturproben. 19.20: Französischer Sprachunterricht. 19.45: Senckenberg-Viertelstunde. 20: Sinfonie-Konzert. 21.30: Konzert.
Donnerstag, 5. September.
6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 12.30: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16.15 bis 18: Konzert. 18.20: Lefestunde. 18.30: Emst Berg spricht über „Moses Mendelssohn". 18.50: „Moses Mendelssohn, der Gottesreifer", Vortrag von Dr. Hellmuth Falkenfeld. 19.10: Schachstunde. 20: Zcitberichte VIII. 20.50: Rhein- psalzstunde: Dürkheimer Wurstmark. 21.25: LlnterhaltungskonzerL Anschließend Llntcrhal- tungsionzert der Kapelle Willi Wende.
Jreitag, 6. September.
6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 12.15 bis 13.15: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 15.15: Hausfrauennachmittag. 17.15:
Dränage nach diesem Projekt als Gemeindeanlag- auszuführen und die Kosten der Herstellung und Unterhaltung auf Grund des Kommunalabgaben- gesetzes von den beteiligten^Grundeigentümern nach Maßgabe der beteiligten Flächen wieder einzuziehen. Die Ausführung der Anlage soll noch in diesem Jahre stattfinden. Zur Aufbringung der Kosten soll bei der Landesbank der Rheinprovinz in Düsseldorf ein Kredit von 6000 Mark aufgenommen werden, ferner soll bei der zuständigen Stelle der Antrag gestellt werden, zur Verzinsung des Kredites einen Zuschuß aus Reichs- oder Staatsmitteln zu gewähren.
0 Dornholzhausen, 29. Aug. Der hiesige Radfahreroerein hielt dieser Tage sein dies- jähriges Vereinsrennen ab. Das Rennen wurde in einer Klasse gefahren. Die Fahrstrecke betrug 85 km. Sie führte von Dornholzhausen über Butzbach nach Lich und zurück über Gießen—Wetzlar (Franzenbury) nach Dornholzhausen. Es errangen: den Wanderpreis Friedrich Jakobi mit einer Fahrzeit von 2 Stunden 13 Minuten, den ersten Preis Albert Zörb mit 2,13:1, den zweiten Preis Adolf Luh mit 2,16, den dritten Preis Heinrich Schwan mit ^>17, den vierten Preis Gustav Richter mit 2,22, den fünften Preis Otto Schiefer st ein mit 2,44, den sechsten Preis Wilhelm Jakobi mit 2,52. Nachmittags fand ein gemütliches Zusammensein der Vereinsmitglieder statt. — Nach nahezu 30jähriger Tätigkeit ist der Fleischbeschauer Anton Back) von hier in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Seit der gesetzlichen Einführung der Schlachtvieh- und Fleischbeschau hat Bach das Fleischbeschaueramt für die Gemeinden Dornholzhausen, Niederkleen, Ebersgöns und Oberkleen in vorbildlicher Weise und treuer Pflichterfüllung versehen: wegen seines hohen Alters wurden ihm vor wenigen Jahren die Gemeinden Ebersgöns und Oberkleen abgenommen und aus ihnen ein besonderer Schaubezirk gebildet, welcher dem Fleischbeschauer Otto Messer- s ch m i d t (Ebersgöns) übertragen wurde. Dieser Beschaubezirk ist nach der Ausscheidung des Fleischbeschauers Bach dahin erweitert worden, daß er nunmehr auch die Gemeinden Dornholzhausen und Niederkleen umfaßt. Bei dieser Neuregelung ist als Stellvertreter des Fleischbeschauers Messerschmidt in Ebersgöns für die Gemeinden Dornholzhausen und Niederkleen der Fleischbeschauer Hinkler in Hörnsheim, und für die Gemeinden Ebersgöns und Oberkleen der Fleischbeschauer Möglich in Vol- pertshausen bestellt worden. Als Stellvertreter des Fleischbeschauers Hinkler in Hörnsheim wurde der Fleischbeschauer Müller in Groß-Rechtenbach bestimmt.
Verantwortlich für Lokales: i. V. Dr. Thyriot.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur Frage des Gießener Viehhofes.
Auf das Eingesandt vom 28. August teilt die Stadtverwaltung zur Frage des Gießener Viehhofes folgendes mit:
Wenn der Bau des Viehhofes noch nicht begonnen worden ist, so liegt das nicht an hrr mangelnden Tatkraft der städtischen Stellen und nicht an Schwierigkeiten, die die Reichsbahn angeblich macht, sondern an der Finanzierung des Unternehmens, an welcher Stadt und Viehhändler gleichermaßen interessiert sind. Als oberster Grundsatz hat zu gelten, daß der Viehhof kein Zuschußbetrieb wird, sondern sich selbst trägt. Die lausenden Ausgaben und die Verzinsung für das aufgewendete Baukapital müssen durch die eingehenden Standgebühren und dergleichen gedeckt werden. Der ausschlaggebende Posten ist dabei die Kapitalverzinsung. Je größer die Daukosten desto größer der Zinsauswand. Dem Viehhändler können aber nicht unerträglich hohe Gebühren auferlegt werden. Baukosten und Gebühren müssen also in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Das Projekt an sich muhte deshalb immer wieder um gearbeitet und für alle möglichen Plätze im Stadtgebiet geplant und die einzelnen Projekte gegeneinander abgewogen und scharf durchkalkuliert werden, um schließlich diejenige Lösung zu finden, die erträgliche Gebühren für den Viehhandel in Aussicht stellen kann. Mm ganz sicher zu gehen, mußten zu verschiedenen wichtigen technischen Fragen noch die Gutachten eines Spezialisten eingeholt werden. AUe Vorschläge bedingten eine eingehende Nachprüfung hinsichtlich Gleisanschlußmöglichkeit, Rangiermöglichkeit, Zugherstellung usw. durch die Reichsbahn. Diese Verhältnisse liegen in Gießen bekanntlich denkbar kompliziert. Rach dem neuesten
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