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Die.Dreve^ lu des Aorddeutschei, E?-7--sL urchschntttlichen noten zurückgelegt, -t laust die .Bremen' cheimich am Mittivoch ^herbourg wird s-e stag um 3 Hr. in 'siagmittag und in um 8 llhr eintrefsen. 'twphe in Indien. sDTB. Funkspruch.) aus Bombay, daß gen in der Pro« nsang annahmen, als »am vor einigen Iah« enschen sind ob« isenbahnlinien stehen k von Heiderabad ist en durch Einsturz :t worden. In vielen den Fluten mitgerissen. ! dauerten die s chtve < unterbrochen 30 ie Gesamtverluste an unbekannt. Cs wird ebenso wie der 6a$-

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Berlin, «

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flLDL. Funks pruchs 2ouis Robin" ist merikanischer Zeit ge> ier 420 Stunden iar.

mexikanischen Farmern. Ü8J Der Korrespondent 'rite City berichtet, dah Laa in der Nähe von icrux wegen des Besitzes m Kamps Zwischen 22 Personen ge- iet wurden. Beide Par-

Der Kamps dauerte

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Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt «inen jungen, zum Sprung untauglich ge­wordenen Simmentaler Bullen zu ver­kaufen. Angebote pro Zentner Lebend­gewicht sind bis zum Freitag, 2. August L3., nachmittags 2 Uhr, bei unterzeich­neter Bürgermeisterei einzureichen, wo­selbst die Bedingungen bekanntgegeben werden. 63950

Steinbach, am 27. Juli 1929.

Bürgermeisterei Steinbach. Krämer.

Bekanntmachung.

Der Installationsmeister Ernst Römer 3U Giehen, Kaiserallee 127, ist zur Aus- jubrung von Anlagen im Anschluß an das Städtische Gas- und Wasserwerk auf <3runb der Bestimmungen vom 16. Juni 1925 zugelassen worden. 64350

Gießen, den 30. Juli 1929.

Städtisches Gas- und Wasserwerk.

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Alten. Buseck für Rj. 1929 liegt vom 31. Juli ö. J. ab eine Woche lang aus der hiesigen Bür­germeisterei zu jedermanns Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll daselbst vor- gebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Aus- märker beizutragen haben. 64381)

Altcn-Buseck, den 29. Juli 1929. Bürgermeisterei Alten-BusLck.

Donnerstag,öenl.W1929 nachm. 2 Uhr, versteigere ich im ,^öwen", Neuenweg dahier, zwangsw. geg. Barzahlg.: eine Standuhr, einen Zimmerteppich, zwei Büfetts, eine Kredenz, ein Schlafzimmer« bild, zwei Grammophone, drei Dertikows, ein Klavier, einen Äilderschrank, zwei Schreibtische, drei Tische, 13 Stühle, vier Schreibmaschinen, drei Kaffenschranke, sechs Warenschränke, drei Labentheken, eine Ladeneinrichtung, einen Kleiberschrank, zwei Regulatoren, einen Käseschrank, eine Laben« kaffe, 10 Puppenwagen, zwei Eisschranke, eineFlurgarderobe,eine Korbmöbelgarnitur, drei Bänkchen, 6 Tischchen, ein Motorrad, ein Kalb, einen Vervielfältigungsapparat, 2 Steppdecken, 2 Garnituren Bettwäsche.

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Gießen, den 31. 3uli 1929.

Die Bergkrankheit.

Alljährlich suchen zur Sommerszeit Tausende und aber Tausende von beruflich tätigen Männern und Frauen Erholung hoch droben in den Ber­gen. Sie können gar nicht schnell genug aus der dunstigen, staubigen Ebene in die klare sichtige Atmosphäre des Hochgebirges gelangen, um die im hetzenden Getriebe der Arbeit verloren­gegangene Ruhe und ihr seelisches Gleichgewicht wiederzufinden. Wie unangenehm überrascht lind jedoch viele dieser Ungeduldigen, wenn sie schon bei der Ankunft in dem Höhenkurort oder bei der ersten größeren Wanderung über die Dipfel von Unbehagen, Atemnot, Herzklopfen, Uebelkeit, Erbrechen, Ohnmachtsanfällen und Blutungen aus Aase, Mund, Ohren und Augen­bindehaut heimgesucht werden. Alle diese Krank­heitserscheinungen werden unter dem Aamen .Bergkrankheit" zusammengefaht, die bei einer beträchtlichen Anzahl Menschen im Anschluß an brüsken Uebergang von der Ebene in große Höhen aufzutreten pflegt. Die Ursachen der Berg- lrankheit sind in der dem Hochgebirge eigenen Luftverdünnung, in der Sauerstoffarmut, der er­höhten Durchlässigkeit der Luft für die Sonnen­strahlen und in anderen klimatischen Faktoren zu suchen. So unangenehm an und für sich die Bergkrankheit ist, zum Tode dürfte sie wohl kaum jemals führen.

Aicht alle Menschen haben beim Dergbesteigen, auf der Fahrt in die Höhe, beim Flugzeugauf­stieg und dgl. unter der Bergkrankheit zu leiben. Borwiegend werden Personen mit Veränderun­gen des Kreislaufs und der Atmungsorgane, oder mit leicht reizbarem Aervensystem von der Bergkrankheit befallen. Ganz besonders sollten ältere Leute mit Arterienverkalkung beim Aus- suchen großer Höhen Vorsicht walten lassen. Sehr erregbare Aervöse müssen zwar, wollen sie von den unangenehmen Erscheinungen der Bergkrank­heit verschont bleiben, ebenfalls rasches Erreichen der Berggipfel vermeiden; aber es gelingt ihnen doch zum Teil, sich durch Hebung und allmäh- liche Gewöhnung den Anforderungen des Hoch­gebirgsklimas anzupassen. Jedoch auch der Ge­sunde muh unter Umständen mit dem Auftreten der Bergkrankheit rechnen. So kann z. D. nach reichlichem Genuß von Alkohol ober Aikotin eine Höhenfahrt ober ein Dergaufstieg Erscheinungen ter Bergkrankheit bei Personen im Gefolge ha­ben, bie vorher unzählige Male große Höhen­unterschiede schnell und beschwerdefrei überwun­den haben. Auch Ueberladen des Magens, un- zweckmähige Kleidung, starke Inanspruchnahme durch schweres Gepäck, können selbst bei geübten Hochtouristen gelegentlich zur Bergkrankheit füh­ren. Personen, die an Kreislauf- und Atem­störungen leiden, sollten, bevor sie das Hohen- flebirge auf suchen, unbedingt die . Zustimmung des Arztes einholen. Wenn sie die Erlaubnis laben, so empfiehlt es sich doch dringend, den Hebergang von der Ebene zur großen Höhe nur allmählich zu vollziehen. Angelangt am Reise­ziel, dürfen nun nicht gleich große Touren unter­nommen werden, sondern man soll dem Organis­mus Zeit lassen, sich an die neuartigen starken Reize des Höhenklimas zu gewöhnen und dann zunächst mit kleineren, nach und nach ausgedehn­teren Wanderungen anfangen.

Vei Beobachtung dieser einfachen Vorsichts­maßregeln wird es wohl in den meisten Fällen gelingen, das Auftreten der Bergkrankheit zu Lerhüten. Dr. M.

(Sin Appell an die Einsicht.

Die Industrie - undHandelskammer Darmstadt hat sich veranlaßt gesehen, an die Vorstände der Vereine im Kammerbezirk bie nachstehende Erklärung zu richten: Weiteste Kreise des Handels und der Industrie un Bezirk ter Industrie- und Handelskammer Darmstadt sehen sich veranlaßt, lebhafte Klage darüber zu führen daß Vereine, Schulen, Stammtische usw. für ihre Feste und Veranstaltungen der ver­schiedensten Art Stiftungen an barem Geld, an Waren, ober sonstigen Leistungen, insbe- sondere zu Verlosungen in einem Ausmaße ver­langen, das nachgerade unerträglich geworden ist.

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togte, wirkte vom Jahre 1890 an am Reuen Gymnasium in Darmstadt, wurde 1897 Direktor des Gymnasiums zu Laubach, 1899 Leiter des Gymnasiums und der Realschule zu Offenbach und übernahm im Jahre 1906 als Direktor bie Leitung beS hiesigen Gymnasiums und des Pädagogischen Seminars. Der ausgezeichnete, bei Schülern und Lehrern gleichermaßen beliebte und geachtete Pädagoge lebt seit 1921 im wohlver­dienten Ruhest and. Seinen 75. Geburtstag kann Geh. Rat Hensel! in erfreulicher geistiger Frische und Regsamkeit begehen, die ihn befähigt, neben der geistigen Beschäftigung auch noch verschie­dene andere Liebhaberarbeiten eifrig auszuüben.

** Schulpersonalien. Die Reoisionsleh« renn für den technischen Unterricht in den Volks« und Fortbildungsschulen des Kreises Gießen, Fräu« lein Luise Mutschler, ist am 1.Juli 1929 in den Ruhestand getreten. Als Nachfolgerin ist die tech­nische Lehrerin Fräulein Gertrud Zöller aus Hausen bestellt worden. Ernannt wurde der Lehrer Heinrich F r i e ß zu Burkhards, Kreis Schotten, zum Lehrer an der Volksschule zu Sicken­dorf, Kreis Lauterbach.

** Landftraßenfperrung, mitgeteilt vom Oberheffifchen Automobilklub (2L v. D.) Gie­ßen: Kilometer 13,2 bis 10,4 (Abzweig nach Holz- Haufen bis Abzweig nach Herzhausen) im Zuge der Hauptstraße GießenGladenbachBie­denkopf ist für Fahrzeuge aller Art vom 27. Juli bis 10. August gesperrt. Umleitung über HolzhausenAmelose.

** Straßensperrung. Wie das Polizei­amt heute mitteilt, ist bie Bismarckstraße zwischen Löberstraße und Ludwigstrahe seit vorgestern bis auf weiteres wegen Vornahme von Walz­arbeiten für den Verehr mit Fahrzeugen aller Art gesperrt.

** Erweiterungsbauten be s städti­schen Schl acht Hof es. Mit der Erbauung der Rinderkuttelei und des Düngerhauses ist feit eini­gen Tagen begonnen worden. Damit wird einem feit Jahren bestehenden, empfindlichen Mißstand unserer sonst mustergültigen Schlachthofanlage ab­geholfen. Das Gebäude wird in einiger Entfer­nung von der Schweineschlachthalle errichtet, damit diese mit der später noch zu erbauenden Rinder- schlachthalle in zweckentsprechender Verbindung steht; nach der Fertigstellung der Neubauten wird unser Schlachthof als eine abgeschlossene und in jeder Weise vorbildliche Anlage zu betrachten sein. An dem jetzt in Ausführung begriffenen Bauwesen werden die Fundamente in Beton erstellt, während das aufgehende Mauerwerk in Backsteinverblen- düng gehalten werden soll; die Arbeiten werden durch die hiesige Firma F. Wagner ausgeführt. Nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Anlage, womit bis zum kommenden Früh­jahr gerechnet werden kann, wird die seitherige alte Anlage, über die in letzter Zeit wiederholt Klagen aus dem Stadtteil Sachsenhausen oorge- bracht wurden, verschwinden.

Geschäftsjubiläum. Am morgigen 1. August kann bie Firma D. Kami nka. Marktplatz 11, Uhren, Gold- und Silberwaren, Sprechmaschinen und Schallplatten, ihr 3bjähriges Geschäftsjubiläum begehen.

Abonnementskonzert. Am Freitag, 2. August, abenbs 20.15 Uhr, findet auf der Lte- bigshöhe bas 8. Abonnementskonzert unserer Militärkapelle unter Leitung von Obermusik- meifter 2 ober statt.

'* Sachbeschädigung. Der Polczeiberccht meldet: In einem Reubau im Wiefecrer Weg wurden fertiggestellte Schreinerarbeiten demoliert und bie Arbeitskleiber der Geschäftsleute mit Leim übergossen und unbrauchbar gemacht.

Fest genommen. Der Polizeibericht mel­det: Auf Grund eines Haftbefehls de« Amts­gerichts Wetzlar wurde der Reisende Ewald Klein aus Feudingen und wegen Diebstahls einer Uhr ein jugendlicher Arbeiter von hier festgenommen. Beide wurden dem Amtsgericht ^"^ahr raddiebst ähle. Der Polizeibericht meldet: Gestohlen wurden die nachstehend auf ge­führten Herrenfahrräder: MarkeMatador", Fa­briknummer unbekannt, schwarzer Rahmen, g^be Felgen mit schwarzen Streifen und englischer Lenkstange. MarkeContinental", Fabriknummer 2018, schwarzer Rahmen mit rotem Steuerkopf, gelbe Algen und hochgebogener Lenkstange.

3nbuftrie und Handel, und nicht zuletzt der Einzelhandel, sind bekanntlich mit vielfachen und drückenden Lasten derart überbürdet, daß ohne ernste Schädigungen der Betriebe den Anforde­rungen auf unentgeltliche Hergabe von Erzeug­nissen ober Waren nicht annähemb in dem üblich geworbenen Umfange entsprochen werben kann. Insbesondere muß es angesichts biefer Tatsache als außerordentlich bedenllich und geradezu ver­ständnislos bezeichnet werden, daß es in manchen Fällen, besonders beim Einsammeln von Ge­schenken und Stiftungen, nicht unterlassen wird, mehr oder minder deutlich auf die nachteiligen Folgen für das einzelne Geschäft hinzuweisen, falls es dem Ersuchen um unentgeltliche Heber» lassung von Gegenständen nicht entspricht. Durch solche meist zwar versteckt gehaltene Boykott- androhungen wird ein unverantwortlicher, unzulässiger Druck auf manchen Geschäftsinhaber ausgeübt, dessen heutige Lage es nicht mehr ge­stattet, ein gleiches Maß von Freigebigkeit zu entfalten, wie es früher möglich war, und wie der Betreffende unter anderen Verhältnissen es auch heute noch gern üben möchte. Don bet Ein­sicht bet in Frage kommenden leitenden Persön­lichkeiten der Vereine und der sonst in Frage kommenden Stellen muh erwartet werden, daß die Anforderungen an Firmen des Handels und bet Industrie zu unentgeltlichen Stiftungen weit­gehend eingeschränkt werden, wenn nicht über­haupt unterbleiben. In keinem Falle sollten Ga­ben zu anderen als zweifelsfrei wohltätigen und gemeinnützigen Zwecken, bie im Interesse der Gesamtheit des deutschen Volkes liegen, erbeten werden. Aber auch sofern diese Voraussetzungen gegeben sind, müssen Industrie und Handel einschließlich des Einzelhandels er­warten, daß eine ablehnende Stellungnahme gegenüber solchen Bitten angesichts der überaus schwierigen Wirtschaftslage den Umständen nach gewürdigt und verstanden wird.

Verkehrsdisziplin.

Es häufen sich die Fälle, in denen andere Wegebenutzer von Kraftwagen und Krafträdern ungefaßten und körperlich geschädigt werden, wo­rauf die betreffenden Fahrer bas Weite suchen, ohne sich um ihre Opfer zu kümmern. Diese Tatsache ist nicht nur geeignet, weite Kreise des Publikums zu beunruhigen, sondern sie wird ebenso unangenehm von den zumeist Beteiligten, den Kraftfahrern selbst und den sie vertretenden Automobil-Verbänden empfunden. Kann sie doch u. U. zu weitgehenden Verschärfungen der ge­setzlichen Bestimmungen und zu zunehmender Ent­ziehung der Führerscheine führen. Das muh aber im Interesse einer gesunden Entwicklung des Automobilismus unbedingt vermieden werden^ besonders in einer Zeit, in der ernsthaft und mit Recht nach ausländischem Vorbild für dis völlige Beseitigung des Führerscheins gekämpft wird, in einer Zeit, deren oberstes Gesetz _ es sein sollte, daß jeder nach Kräften dazu beiträgt, die Voraussetzungen für eine möglichst weit­gehende Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung zu schaffen. Das beste und dabei kostenlose Mittel hierfür heißt: Derkehrs- disziplin, von allen gegen alle geübt: vom Kraftfahrer, der besonnen fährt, die bestehenden Vorschriften respektiert und vor allem bei ver­schuldetem ober unverschuldetem Unfall sich nicht der Verantwortung entzieht, vom Fußgänger, der nicht einfach blind auf den Kraftfahrer schimpft, sondern selbst die Augen ausmacht und sich nicht auf die Bremsen des Kraftfahrers ver­läßt. Die Deutsche Verkehrswacht hat mit ihrer Erziehungsarbeit schon viel gebessert, ohne Unter­stützung der betroffenen Kreise, ohne Willen des Einzelnen, der allgemeinen Sicherheit ein biß­chen von der eigenen Bequemlichkeit zu opfern, kommen aber auch die besten Bestrebungen nicht zum Ziel. Also: Helft der Verkehrswacht, die euch helfen will! ,

Bornotizen.

Tageskalender fürMittwoch: Licht- spielhaus, Bahnhofstraße:Abenteurer«©, m. b. 5)."

* Geh. Schulrat Dr. Wilh. Hensell kann am Donnerstag, 1. August, in voller Rüstig­keit seinen 75. Geburtstag begehen. Der 1854 in Rinteln geborene Pädagoge studierte in Mar­burg Deutsch, Geschichte und klassische Philo-

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Keitl« Wlnterhilfsmaßna-mes für Kriegsopfer. Seit Jahren hat da» Reichsarbeitsministerium bereits in den Sommer­monaten die Möglichkeit geschaffen, durch Vorschuß« weise Zahlung von Zusatzrenien rechtzeitig di« An­schaffung von Kohlen und Kartoffeln für den Win­ter zu sichern. Zusatzrenienbcrechtigie Kriegsbeschä­digte und Kricgerhinterbliebene konnten auf An­trag bei ihrer zuständigen Fürsorgesielle einen Vorschuß in Höhe eines Monatsbetrages der Zu­satzrente erhalten, wovon etwa die HÜlsie für dis Beschaffung von Kohlen, die andere Hälfte für die Sicherung eines Vorrats von Kartoffeln Verwen­dung zu finden hatte. In vielen Fällen war durch die Fürsorgestellen eine verbilligte Belieferung durch Gesamtbestellung erwirkt worden. Wi« uns vom Rcichsoerband Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebencr mitgeteilt wird, hat der Reichsfinanzminister mit Rücksicht auf die gespannte Kassenlage des Reiches es abgelehnt, die hierfür notwendigen Gelder vorschußweise flüssig zu ma­chen, so daß in diesem Jahre die an sich zur stän­digen Einrichtung gewordene Unterstützung der Be­dürftigen in Gestalt der Vorauszahlung eines Mo« natsbetrages ihrer Zusatzrente in Fortfall kommt. Es unterliegt keinem Zweifel, daß diese vom Reichs­finanzminister für notwendig gehaltene Maßnahme eine Verschärfung der sozialen Lage jener Kreis« bedeutet, die ersten Anspruch daraus erheben kön­nen, weitgehendste Berücksichtigung zu erfahren.

Erntefest in Bad-Nauheim. Di« Kurverwaltung Bad-Ncmheim veranstaltet am kom­menden Samstag, 3. August, in den Räumen des Kurhauses das traditionelle und beliebteErnte­fest" mit Doppelkonzert des Kurorchesters unter Leitung von Musikdirektor Naue, und unter Mitwirkung des Friedberger Doppelquartetts (Lei- tung: Hermann H a n ste in). Näheres ist au» der heutigen Anzeige zu ersehen.

Tagung der Kinobesitzer.

Gründung einer Awangtzinnung?

WSN. Frankfurt a. TL 30. Juli. Im Hotel Kyffhäuser in Frankfurt a. M. tagte heute der Landesverband der Lichtsp i e l thea- terbesitzer von Hessen und Hessen- Nassau. Nach Verhandlungen über innerorganl« satorische Fragen wandte man sich gegen die in Vorbereitung vefindliche Novelle zum neuen Lichtspielgesetz, das große Verschärfungen bringt. Der Kampf gegen die Dergnügungs- ft euer ist im großen und ganzen gescheitert. In Frankfurt a.M. war man besonders unnachgiebig; die Verhandlungen werden dieser Tage jedoch fort­gesetzt. Man beabsichtigt eventuell, den Reichsver- band deutscher Lichtspieltheaterbesitzer in eine neue wirtschaftliche Vereinigung, den Arbeitgeberverband des deutschen Lichtspielgewerbes, zu überführen, so daß hiermit auch eine Zwang sinnung im Kinogewerbe bestünde. Hierüber wird die Gene­ralversammlung der deutschen Kinobesitzer im Au­gust in Stuttgart die Entscheidung bringen. Aus diesen Erwägungen heraus sind alle Tarisoerhand- lungen mit den Kinomusikern vorläufig abgebrochen worden. Der Tonfilmbewegung stehen die Kino« besitzer weiter abwartend gegenüber.

Rundfunkprogramm.

Samstag, 3. August.

6 30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetter­bericht und Zeitangabe. 13.15: Schallplatten­konzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.15 bis 18: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.35 bis 18.55: Briefkasten. 18.55 bis 19.25: Redner-WettstreitPrivate oder öffent­liche Regie". 19.25 bis 19.45: Stunde des Ar­beiters:Aus der Tätigkeit eines Betriebsrates". 19 45 bis 20.15:Der Sternenhimmel im August: Die Eldenbewegung der Himmelskörper". 20.15 bis 21.15: Unterhaltungskonzert. 21.15 bis 22.15: Rheinischer Abend.__________

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