Wirtschaft
men,
Kühe
bis 75, E 70 bis 74. Im Vergleich mit den
schloß sich an.
Preisen der letzten Woche gaben Ochsen, Kühe
übernommen.
99,4
100,5
116
171,5
170
169,5
153,75 153,25
149
o. rn.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt
7
11"
bis 67. Schafe A 1 40 bis 45. B 32 bis bis 31. Schweine b 72 bis 75, C 73 bis
53 bis
48 bis
34 bis
53 bis
68 bis
63
70
113
28
48
60
27
72
56, 52;
41, 56, 73, 39, 76,
64,25
112
100,75
143 93,75 116,5
117 174,25 153,75
234 139,5
147,5 258,5
98,4 116,75
115,5 174,25 153,25
234 149
147,5 260
7K n
6*6
10 . 6
D C D C D
in Mark: Ochsen A 1 57 bis 60, A 2 B 1 48 bis 52; Vnllen A 53 bis 56, B
. 6 . f
. £ . 0 6 V,
10
12
6
V
6
. ti
8
A 46 bis 49, B) 42 bis 45, C bis 31; Färsen A 57 bis 60, B bis 52. Kälber B 74 bis 78. C
schaulicht.
Vach lebhaftem Beifall dankte Oekonomierat
9- © Farben-Industrie Dynamit Nobel . . . Scheibeanstalt.... ©olbldimiBt .... Rülgerswerte .... MetatlgeieUichasl . .
Buderur . .
Deutsche (Erb81 . Gflenrr Steinkohle Geilenkirchener .
und Färsen je 1 ME, Bullen 3 Mk., Kälber 8 Mk. und Schweine 9 Mk. nach, wahrend Schafe behauptet blieben.
170,75
80,25
63.5
70
113
a.e.®............
Bergmann ...
üleltr. fileferunflegelellfdiaft
99,5 116 1 117 . 174
io
1)
16
£
16
Licht und Kraft Reiten & Guilleaume. Gel. s. öletti. Untern.. Hamb. Elettr «Werke . Rhein. Cl.-ktr. . . . . (äcblcl. Sli'fn . . . Schuckerl LLo. . . Siemens L Halile . . Dransradio.....
Lahmryer 4 Go. - • •
234
149,5 ;
157,5
259 I
Ille Bergbau......
Rlödncnuerte ......
Röin.gicueffcm . . . Mannesmann «Röhren . . Maneselder Bergbau . . • Cbcrith'cl. (EticnLecart . . vbcrlchln Koktwerke. . . Bdünir Bergbau..... Rhe'nilche Braunkohlen. . Rhein stahl.......
Ricbeck Montan.....
dem andere deutsche Staaten vorausgegangen seien. Bei der Zugleistung müsse ein Pferd das vier- und fünffach: Gewicht seines Eigengewichtes ziehen. Daran schlössen sich Konditionsprüfungen des Tierarztes. Die Vorführungsringe bei Ausstellungen müßten länglich sein, damit die Tiere durchtraben könnten. Änter Typ verstehe man Form, Stellung. Proportionen, Schnitt, Schwere. Größe eines Tieres, er werde gebildet durch Vererbung und Anpassung. 3n Hessen beständen zwei Zuchtrichtungen: Arbeitsschlag auf belgischer Grundlage und Wagenschlog auf Oldenburger Grundlage. Der Arbeitsschlag solle für die hessischen Wirtschaftsverhältnisse ein starkknochiges Pferd hervorbringen. Das Wagenpferd solle nicht über Mittelgröße, tief und breit sein. Hier habe man auf Oldenburger Grundlage bereits in Sachsen, Mittelfranken. Rottal und Schlesien gute Erfolge erzielt. Auch Hessen könne mit Oldenburgern züchten, und zwar mit dem tiefen gedrungenen Typ. Kleber Züchtungsfragen erklärte der Redner, daß die größte Bedeutung für die Entwicklung im ersten Lebensjahre des Fohlens liege, hier liegen 75 Prozent des Wachstums, im zweiten Lebensjahr 17, im dritten 7, im vierten nur noch ein Prozent. Die reichliche Iugendernährung sei neben der Hengstwahl ausschlaggebend für die Rachzucht. 16 Wochen solle das Fohlen säugen, und zwar viermal täglich. Der Weidegana sei unentbehrlich. Als Beifutter gelten Bohi- Leinkuchen, Möhren, gutes Heu. Vor dem vierten Jahre dürfe das Tier nicht schwere Lasten ziehen.
Die fesselnden Ausführungen des Redners wurden durch ausgezeichnete Lichtbilder veran-
Für unverlangt eingefandte Manuskripte '----- —— -----
ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr Fritsch für den Vortrag. Eine rege Aussprache
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 o. Sy, Lombardzinsfuß 8 o. H.
Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt.
Auch in dieser Woche änderte sich am Gesamtbild der Börse nichts. Die Stimmung blieb l u st l o s und nervös. Die Verschlechterung der Situation nahm eher noch überhand, da sich die ungünstigen Momente immer mehr an- häuften. Die ungünstige Entwicklung der Reu- horker Börse machte weiter einen schlechten Eindruck. ferner nahmen die Insolvenzen zu, so daß eine starke Beunruhigung Platz greifen muhte. Die besseren internationalen Geldmarktverhältnisse fanden nur wenig Beachtung. Der Auftragsmangel hielt weiter an, und die Unternehmungslust der Spekulation beschränkte sich auf ein Minimum. Das Angebot war vorerst nicht nennenswert groß, aber trotzdem ergaben sich zumeist Abschwächungen. Der Bericht des Aufsichtsrates der I.-G.-Farbenindustrie befriedigte nicht vollkommen, obwohl die Geschäftsaussichten günstig seien. Man hatte mit einer Erhöhung der Dividende gerechnet. Dann kam der Liquidationstag, an dem die Spekulation zu Exekutionen schritt, und bei der Aufnahmeunfähigkeit des Marktes traten ganz erhebliche 2tbschwächungen ein. Anregungen waren wieder kaum vorhanden, und die Börse hatte keine Stühe, so dah weitere Tiefkurse zu verzeichnen waren. Die Börse in Reuyork war weiter recht unsicher. Man stand unter dem Eindruck der Insolvenzen in den letzten Tagen, und die Kuli^e schritt durch Verkäufe zur Geldbeschaffung. Aber trotzdem konnte sich das Geschäft auf dem ermähigten Riveau verschiedentlich etwas beleben, da die niedrigen Kurse einen gewißen Anreiz boten. Auch machte der günstige Reichsbankausweis einen vorteilhaften Eindruck. Doch verstärkte sich das Angebot wieder, so dah die zwischendurch eingetretenen Gewinne wieder verloren gingen. Rur Reichsbankanteile machten eine Ausnahme und waren lebhaft gesucht, bei einer Erholung von etwa 8 v. H. an einem Tage. Bei einem Vergleich mit den Rotierungen der vergangenen Woche war hier ein Gewinn von 12 v. H. auf getreten. Auch nach der ^leberwin- dung des Liquidationstages war die Börsenverfassung weiter recht ungünstig, obwohl von einer Materialherausgabe kaum mehr gesprochen werden konnte. Man stand immer noch im Banne der Vorkommnisse der letzten Tage.
Zum Wochenschluh änderte sich die Tendenz jedoch plötzlich. Die Banken schritten zu I n - terventionen. und die Kulisse fühlte sich veranlaht, zu Deckungen zu schreiten. Vachdem es vorübergehend, hervorgerufen durch neuere Konkurse, auch im Auslande, und der starken Zunahme der Arbeitslosigkeit im Reiche schwächer geworden war, machte sich auf einmal lebhafteres Deckungsbedürfnis geltend. Die Kulisse schritt zu Reuengagements. Ein Teil der Verluste, die im Lause der Woche eingetreten waren, konnte wieder eingeholt werden. Besonderes Interesse mochte sich für Elektro-. Montan- und Chemiewerte geltend. Einige Kaufaufträge sollen ebenfalls Vorgelegen haben. Rur Bemberg, Chade und Svenska hatten einen größeren Verlust aufzuweisen. Kaliwerte lagen gegenüber der vergangenen Woche bis zu 19 v. H. schwächer. Bei Schuckert und Siemens blieb ein Verlust bis zu 10 v. H. bestehen. Renten lagen still und schwächer. Am Devisenmarkt war Spanien weiter schwach. Die Mark konnte sich international befestigen. Geld war zum Ultimo mit 7,5 v. H. gesucht. Die Börse schloß etwas lebhafter und zuversichtlich.
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Im Einklang mit den angekündigten Regie- rungsmaßnahmen (Regelung des Getreidezolles) und den weiter festen Auslandnotierungen eröffnete der Frankfurter Produktenmarkt die neue Woche in ausgesprochen fester Haltung, wobei die Umsahtätigkeit sehr lebhaft war. Rament- lich in Brotgetreide und in Roggenmehl waren beträchtliche Preissteigerungen zu verzeichnen.
Weizen war etwas mehr angeboten, da aber das Mehlgeschäft zur Zeit ziemlich befriedigend ist, kamen wieder größere Abschlüsse, namentlich für rheinische Mühlen, zur Ausführung. Auslandweizen infolge der starken Steigerungen an den lleberfeemärtten nur wenig gefragt. Auch ist das Interesse insofern sehr gering, als nach einer Regierungsverfügung nur noch Inlandbrot-
getreide verarbeitet werden darf. Roggen wurde angesichts der Unsicherheit über die kommenden Regierungsmaßnahmen zurückgehalten, und da die Mühlen nur schwach versorgt sein sollen, fand das herauskommende Material bei bis zu 1,50 Mark höheren Preisen glatte Unterkunft. Mehle im Einklang mit der besseren Lage am Drotgetreidemarkt und dem zunehmenden Bedarf für die Weihnachtsfeiertage lebhaft und im Preise ziemlich erhöht. Roggenmehl stand dabei im Vordergründe des Interesses. Auch von Weizenmehl feinste Auszugsmehle gut gefragt. Hafer und Gerste ruhig. Von Gersten fanden nur feinste Brauqualitäten, die ziemlich knapp angeboten waren, etwas Beachtung. Mais ruhig. Kleie weiter erhöht und ziemlich lebhaft.
Zum Wochenschluß machte sich auf Grund der nunmehr veröffentlichten Regierungsvorlage über die Agrarfrage eine starke Vervosität bemerkbar, unter der das Geschäft stark zu leiden hatte. Die Nominierung sog. Rormalpreife für die verschiedenen Getreidearten veranlaßte die Verkäufer zu größter Zurückhaltung. Aber auch die Käufer, insbesondere die Importeure von Roggen und Hafer, wollen Veuengagements nicht eingehen angesichts der Unsicherheit über die Höhe des Einfuhrscheinwertes. Einige Umsätze fanden lediglich in Roggen und Roggenkleie statt, die weiter etwas anziehen konnten. Im übrigen hielten sich die Veränderungen in kleinem Rahmen.
Verglichen mit den Preisen der vergangenen Woche lagen Roggen und Roggenmehl je 1,5t Mark, Weizen, Weizenmehl, Weizen- und Roggenkleie je 1 Mark und Gerste 0,25 Mark höher, während Mais 0,25 Mark niedriger lag. Hafer blieb behauptet. Weizen 26,50 bis 26,60; Roggen 19,25 bis 19,50; Gerste 19,25 bis 19,75; Hafer 18; Mais 18,75 bis 19; Weizenmehl, südd., 33,50 bis 39; Weizenmehl, niederrh., 38,25 bis 39; Roggenmehl 28 bis 29,50; Weizenkleie 10,75; Roggenkleie 10,75 Mark.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Der Frankfurter Schlachtviehmarkt eröffnete den neuen Derichtsabschnitt in überwiegend gedrückter Halt ung und sehr geringem Geschäft. Waren schon am Hauptmarkt die Rinder ziemlich flau, so am Rebenmarkt besonders Kälber und Schweine, während Schafe von der Abwärtsbewegung verschont blieben. An diesen Preisrückgängen dürften vor allem der starke Austrieb und nicht zuletzt die immer mehr anwachsenden Arbeitslosenziffern schuld sein; der dadurch bedingte Ab- sahrückgang bei den Metzgern läßt diese nur den geringsten Bedarf eindecken. So waren vor allem Kälber und Schweine stark in Mitleidenschaft gezogen, so daß Preisvcrluste bis zu 9 Mk. die Folge waren. Am Rindermarkt gingen die Preiseinbußen bis zu 3 Mk. Der Antrieb war erheblich stärker. Das Geschäft wickelte sich infolgedessen in den denkbar engsten Grenzen ab. so daß größerer Ueberstand verblieb. Der Abtrieb nach auswärts war weiter stark. Auf dem Sch weine markt war die Beschickung wieder ungewöhnlich groß. Rach sehr flauem Geschäft verblieb großer Ueberstand. Die Preise gaben, wie schon oben erwähnt, bis zu 9 Mk. nach. Am Kälbermarkt war die Situation die gleiche wie bei Schweinen. Auch hier war der Auftrieb erheblich groß. Rach schleppendem Geschäft wurde der Markt jedoch geräumt Hier gingen die Preisverluste bis zu 8 Mk. Schafe hatten trotz des geringen Auftriebes nur schleppendes Geschäft. Der Markt wurde jedoch geräumt. Die Preise konnten sich behaupten. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1772 Rindern, darunter befanden sich 347 Ochsen, 97 Dullen 706 Kühe und 455 Färsen, ferner aus 1751 Kälbern, 702 Schafen und 5422 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 180 Rinder, 478 Kälber und 828 Schweine mehr angetrieben, während 313 Schafe weniger zum Verkauf standen.
Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht
Hessischer Landespferdezuchiverein.
Es war eine stattliche Anzahl von Pferde- züchtem aus dem Hessenlande, die sich in Friedberg im Hotel Trapp zusammenfand, um sich mit wichtigen Fragen der Pferdezucht zu beschäftigen. Als Ehrengäste wohnten der Tagung bei: der Präsident dec Landtoirtsch.iftskainmer, Oekonomierat Hensel, Generaldirektor Dr. Hamann, Darmstadt, der Vorsitzende des Provinzialausschusses für Oberhessen, Oekonomierat Breidenbach, Dorheim, Generalsekretär Dr. KL g g n e r, Gießen, Graf v. Bredow. Altenburg und Graf Erbach- Erbach, der Ehrenvorsitzende Oekonomierat Müller, Reuhof, und Landesstallmeister L R. Schörke, Darmstadt.
Der Landesvorsitzende Oekonomierat Fritsch begrüßte die Gäste, wies auf die hohe Bedeutung der Landestagung hin und stellte den neu gewonnenen Referenten für Pferdezucht der Landwirtschaftskammer, Dr. Denker, vor. Dr. Denker zeigte an zwei vorgeführten Pferden vor dem Hotel Trapp die Frisur und Aufmachung eines Pferdes, tote man es bei Ausstellungen und Märkten präsentiert. Den Schnitt von Mähne und Schwanz führte er praktisch aus und gab Anleitung über Hufbehandlung und Vorführung eines Pferdes. Daran schloß sich im Saale ein Lichtbildervortrag über das Thema:
„Das Ausslellungswesen unter besonderer Berücksichtigung von Typ- und Züchtungsfragen in der hessischen Landespserdezuchtz"
Dr. Denker erklärte einleitend, daß er bet Körungen etwa 260 Stuten gesehen habe, er habe oft gesunden, daß noch Unklarheiten über Typfragen herrschten, daß Aufmachung, Hufbehandlung und Vorführung der Tiere zu wünschen übrig ließen. Seine weiteren Ausführungen gliederte der Redner in: Zweck und Ziel des Ausstellungswesens, die hessischen Verhältnisse, Typ- fragen und Züchtungsfragen. Die wichtigsten Förderungsmaßnahmen zur Hebung der Tierzucht seien Leistungsprüfungen und Ausstellungswesen. Die Ausstellung fei eine Reklame und diene dem Absatz, sie bilde daneben ein vorzügliches Lehrmittel, sie zeige Vererbung und Auslese der besten Zuchttiere. Die Ausstellung sei ein Wegweiser zum Typ des Tieres. Die Bezirksschauen und Provinzialschauen brächten einen größeren Wettbewerb, bei Familienwettbewerb komme es in erster Linie auf die Rachzucht an, hier zeige sich die Vererbung des Zuchttieres, und dies sei für den Züchter maßgebend. Bei größeren Schauen solle man stets darauf bedacht sein, das beste Material dem Zuchtgebiet zu erhalten. Die Turniere hätten als Pferdeschauen nicht geringen Wert. Die Leistungsprüfungen sollten auch in Hessen durchgeführt werden, nach-
Hamdurg-Ameriio IMei™ Hamb-Südam. Dampslch. . . > Hansa Damptzckilss.....10
Norddeutscher Lloyd.....8
9111g. $cutid)e(5tebHanfL . .
Barmer Bankverein .... V
Berliner HanbelLgeicUsch. . . 12
Commerz-und Prival-Banl . 1>
Darnist. u. Raiionaibarrk . 1
Deutsche Bank......1'
Dikconto-Gejellschatt, Ant. . lv
Dresdner Bank......1'
Reichsbant........1
* Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt vorm. Roehler, Frankfurt am Main. An der gestrigen Frankfurter Börse trat ziemlich lebhafte Rachfrage nach den Aktien der Gesellschaft bei steigendem Kurs in Erscheinung. Dem Vernehmen nach ist für das Geschäftsjahr 1928 29 wieder mit 9 v. H. Dividende zu rechnen. Die darüber beratende Aufsichtsratssitzung findet jedoch erst Mitte Dezember statt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 30. Nov. Tendenz lustlos. Zum Wochenschluß änderte sich an der schon zur Gewohnheit gewordenen Börsenverfassung nur wenig. Das Geschäft war noch stiller als an den Vortagen, da Anregungen fast vollkommen fehlten. Die Neuyorker Börse war geschlossen. Im Grundton der Börse war jedoch eine gewisse Widerstandsfähigkeit nicht zu verkennen, da einzelne Bankberichtc vor allzu großem Pessimismus warnten, die Lage eher als gesund bezeichneten und die Krise als beendet betrachten. Die Kursgestaltung war jedoch gegenüber der gestrigen Abendbörse keine einheitliche, da einerseits vereinzelte Nachfrage eine Besserung der Kurse brachten, anderseits einige Abgaben ein Nachgeben in geringem Umfange herbeiführten. Die Abweichungen nach beiden Seiten gingen aber selten über 1,5 v. H. hinaus. Etwas mehr gedrückt waren am Elektromarkt Siemens mit 2,5 v. Sy, Gesfürel konnten dagegen 1,5 v. Sy gewinnen, während Licht und Kraft 1,5 d. Sy einbüßten. AEG. knapp behauptet. Am Chemiemarkt lagen J.-G.-Farben geringfügig gebessert. Deutsche Erdöl auf Realisationen leicht nachgebend. Nachdem heute bekannt wurde, daß eine höhere Dividende bei Scheideanstalt wahrscheinlich nicht in Frage kommt, war dieses Papier wieder an- geboten und etwa 4 v. Sy schwächer. Zellstoffwerte etwas fester, ebenso Kunstseidenwerte. Bauunterneh- mungen vernachlässigt. Am Montanmarkt bestand für Rheinstahl und Phönix mit je plus 1,5 v. H. etwas Interesse, das durch einige Käufe von Rheinlandseite hervorgerufen wurde. Harpener gewannen 1,75 v. Sy Banken leicht nachgebend. Nur Reichsbank wurden etwas höher taxiert. Am Rentenmarkt konnten Neubesitzanleihen etwas anziehen. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft immer mehr zusammen. Material kam aber auch nicht heraus, so daß die Kurse gegen Anfang behauptet blieben, teilweise sogar Besserungen um Bruchteile eines Prozentes aufwiesen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 v. Sy unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1775, gegen Pfund 20,398, London gegerf Kabel 4,8790, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 93,21, gegen Madrid 35,18, gegen Holland 12,09.
Berliner Börse.
Berlin, 30. Nov. Die heutige Samstagsbörse eröffnete in dem üblichen kleinen Rahmen; auch einzelne Aufträge, die bei den Banken Vorlagen, konnten keine Belebung herbeiführen. Die Kurse waren mehr oder weniger dem Zufall unterworfen, und die Entwicklung war daher auch keine einheitliche. Besondere Anregungen lagen ebenfalls nicht vor. Die Neuyorker Börse war geschlossen. Allerdings zeigten die Börsenkredite weiter rückgängige Bewegung. Der Abschluß des Berliner Anleihekredites fand nur wenig Beachtung, dagegen verwies man auf den ersten Monatsbericht der Vereinigten D. D. Bank, der zwar auch nicht allzu optimistisch geschrieben ist, aber doch vor übergroßer Beunruhigung warnt. Abweichungen gegen die gestrigen «chluhkurse von mehr als 3 u. Sy waren selten. Reichsbank, AKU., Ostwerke, Schultheis lagen bis etwa 2 v. Sy fester. ^Bemberg, Schubert & Salzer, Dessauer Gas, Essener Steinkohle waren im gleichen Ausmaße schwächer. Interesse bestand wieder für Montanwerte, da man an diesem Markte mit der Möglichkeit von Dividendenerhöhungen bei einzelnen Gesellschaften rechnet. Deutsche Anleihen geschäftslos. Ausländer behauptet. Pfandbriefmarkt ruhig. Liquidations- Pfandbriefe und -anteile zur Schwäche neigend. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld, refp. Geld über Ultimo und Monatsgeld 8,5 bis 10 v. Sy Nach den ersten Kursen war die Tendenz ziemlich gehalten. Bei der Geschäftslosigkeit bröckelten die Kurse weiter ab, vereinzelt bis zu 1 o. Sy Neubesitzanleihe mit 8,75 v. Sy lebhafter.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st elle zu richten.
Banknoten.
Berlin, 29- November
Geld
Bries
Amerikanische Noien ....
Belgische Noten .......
Dänische Noten ........
Englische Noten . ....... .französische Noten ....... Holländische Noten ....... Italienische Noten........
Norwegische Noten.......
Deutsch.Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten.......
Schwedische Noten.......
Schweizer Noten........
Spanische Noten ....... Tschechoslowakische Noten.....
Ungarische Roten ......
4,163
58,27 111,63 20,335
16,415
168,06 21,815 111,58
58,58 2,465
111,98 80,84 57,42
12,33 72,80
4.183 58,51
112,07 20,415 16,475 168,74 21,895
112,02
58,82 2,485
112,42 RI,16 57,66 12,39 73,10
Frankfurt a M
Berlin
Lchtutz- ßure
‘•Ut)i S'ur.'
Lchiub Kure
Aniang. ftutv
Datum
29 11-
30 1
29 11
30 11
Bereinigte Stahlw • .
102,5
—
103,5
103.5
Otavi Minen . . 16'/,
—
-
53,5
52,75
Kat" werke Aschersleben ... lu
179
180
178.4
Hai werke Westeregeln ... 10
185
185
186
186
Laliwer e SaUdetiurty ... U>
300
—
303
302
Frankfurt a M
Berlin
Lchiub»!
Rur# |
-Ul» Kur.
Schtuh-i
Äure 1
Anlang. Rur»
Datum
29 11
30 11
29 11.
30 11
6 cu sche h i<t)OQiueiu
87
87,5
on .......
—
—
t% Deutsche Reichranlcihe von 1929 . ........
Di. Am.-Ablös.-Schulv mit Au»
99
—
99
—
los -Rechten........
50
50
5,1
50,1
Tr’ni rfin* VI""ol..Recht- 6% Hess. Bollsstaot von 1929
8,5
8,55
8,65
8,5
(cückzahlb. 102%)
Oberhelsen Provinz - Anleihe mit
89,5
—
89
—
Auslos.-Rechien
46
—
—
—
Deutsche Komm. Cammelabl.
Anleihe Serie 1
6% Franks. Hnp.-Bank Goldvte
46,5
—
46,5
—
Xlll unkündbar bis 193«.
96,5
——
—
—
7% Franks. Hnp.-Bank Aoldpic
unkündbar bis 1982 .....
4%% Rbeinische Hyp.-Bank iiqu. Goldpse........
85
—
—
78,75
—
—
8% Dr. LondcSpsandbrtelanitalt,
Pfandbriefe R. 17.....
8% Br. Lonveeplanbbriesanstatt,
98
—
98
—
Somm.-Obl N. 16.....
95
—
95
7% Br. Landcspsanbbrteianitali,
Pfandbriefe R. 10.....
H.u.o). aoa. Äurtnego-Obtigatiou dutiübUxn 1933 .....
89
—
89
—
—
—
-
—
4% cekterretckchche »oiBtte.. .
24
24,4
—
4,20% Cfften Silberr- 4% Ocsteircichiiche Einheitlich«
—
—
2.85
-
Rente..........
1,85
—
1,95
—
4% Ungarische «oldcte.....
21
—
21,1
21,2
4% Ungarische StaatSr. v. 1910
19.25
-
19,5
| -
4y,% dcsgl. von 1913 ....
20,5
-
—
4% UngatW flronentie.. . .
1,9
—
1.95
! _________
4% Türk. Zvllanleihc v. 1911 .
4% Türkitche Vagdadbahn-Anl.
7.85
7,3
7,85
—
Serie I.......
8
—
8,1
—
4% beSgl. Serie II .
6% Rumänisch« vereint). Rente
7,8
—
l .85
—
von 1903 - -
4K% R.imänUch, vereint). Revu
8,8
—
8,85
—
•on 1913 ......
14.3
—
14,5
—
4% RumanOche •ereinh. Rente
7.25
—
7,15
—
.Iranksurt a M
Berlin
cchiub-!
Kur» !
-Ubi Rur
Schlub Rn re
An sang. Kurv
Dawm
29 11
30 11
29 11
30 11
157,5 -
157,25
157,5
202
157,25
158.25
202.25
157
Philipp voi .mann Lemen werk Heidelberg
. - .
83,5 | ,17
1181
öd . D -
29- Rovemdci
30 November
Cemeniwcrk Karlstadt
Wagt, <6 ,rt. o au
.'sl
164 1 76,5
7s 1
74,75
—
Amtliche Notierung
1 Bries
Amtliche Notierung
Geld Briel
112
163,5
165
112,75
165
SchuitbetS Patzenhoser
Oltwerke......
. . .
15
12
-
—
275
212,5
277
215
Buen. Aires
168 40
1.726
168,74
1,730
168.37
1,727
168,70
1,731
157
158
157,5
157.5
Der (Blaiuflott . . .
18
29,5
130
128,75
130,25
Brss.-Antw
58,38
58,50
58,375
53,495
126
125.75
Bemberg......
14
196
—
196
192
Chrrstiania
111,84
112,06
111.82
112,04
142
149,25
142
Zellstoff Waidbos . .
. . is y,
—
177,5
177
177
Kopenhagen
111,89
112,11
111,87
112.09
149
Rrllfloti Aickaiienbura
1Z
135
134,5
136
136,25
Stockholm •
112,27
112,49
112,25
112.47
178.5
179
. 8
--
—
91
92
HeliingforS- Italien. . .
10,488
10.508
10,488
10.508
278,5
281
279
Dessauer @al . - •
_ « .
. 9
—
--
156,25
154,75
21.845
21,885
21,875
21.885
—
—
1 *3»5
—
Daimler Motoren . .
. . .
. (1
38
—
38,5
38,13
London. . .
20,365
20,405
20,359
20,399
156
155,25
155
Deutsche Linoleum .
237
—
237
236.5
Neuyork . .
4,1735
4.1815
4,173
4.181
. O
—»
—
40
39
Baris....
16,44
16,48
16.44
16,48
__
-
62.75
62,13
>1 i -rw rre RI y r
. u
—-
—
—
—
Schwei» . .
81.41
81.57
81,03
81,10
93,5
94,13
94,25
i'uom. Loew
10
—
—
158
—
Spanien -
57,64
58.76
57.74
57,86
—
—
127,5
124
Orenstem L Roppel .
. 0
—
——
19.5
Japan . .. ■Hio de Jan
2,044
2,048
2.044
2,048
123
-
124,5
124,75
e e •
. 6
—
70,9
70
0.998
0,500
0,491
0,493
129
130.5
129,5
130,75
10
—
—
150
—
Wien in D-»
58.85
—
109.5
109,5
Svensko ...»
Ä •
• .
—
—
316
316
£eft abgeft
58.74
58,86
58,73
—
210
Prag . . . .
12,383
12,403
12,381
12.401
91
91.25
90.25
Franks. MMchtnen . .
. 4
43
—
43
—
Hclsrad -
7.396
7.410
7,394
7,408
—
—
107
108.25
Äriyner......
. 6
45
—
—-
——
Budapest.
73,03
73,17
73.015
73,155
91.5
91,5
91.5
92,5
Heyligeniiaedt . - -
. U
5,25
—
—
—
Bulgarien
3.016
3,022
3,016
3,022
108.5
—
108
109,25
5)ungyan4. - - •
. 6
50
50
—
Lissabon
18,83
18,87
18,83
18/87
—
—
69.5
Leckwerte.
8
101,5
101
—
—-
Danzig. -
81,02
81,18
81,40
81.56
—
-
94.13
95
MaintraNwerte Hdchsl a. DL
8
105,5
—
—
—
PonfL.ntin.
1,928
1,932
1,918
1,922
49.25
100.75
100.4
101,5
Miag.
10
120,5
—
119
119
Athen. .
5,435
5,445
5,43
5.44
240
239,75
241
240,25
Gedr. Roeder . . .
10
105
—
Canada
4,127
4,135
4,127
4,135
101
102,5
102
103.5
Böig! & Haesfna - -
. 9
222
222
—
Uni uat)
3,996
4,004
3,996
4.004
—
101
100,75
Südb Zucker . . . .
• e •
10
159.25
—
158,5
Cairo • •
20,877
20,917
20,88
20,92


