Ausgabe 
30.9.1929
 
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Kreis Schotten.

-r- Schotten. 28. Sept. Die hiesige Schühengesellschaft, die bereits vor dem Kriege unter den Vereinen unseres Städtchens eine angesehene Stellung einnahm, hat jetzt vor dem Stadtwald neue Schieb stände, sowie eine zweckentsprechende Schützenhalle erriet)- ten lassen. Vach langer Pause ist wieder den Mitgliedern Gelegenheit gegeben, dem Schieß- sport zu huldigen.

-T- il l f a , 28. Sept. Bei der Versteige­rung des Ob st es an der Provinzialstrahe nach Gonterskirchen blieben die Steig- preise so niedrig, dah die Genehmigung versagt blieb. Da die Steigerer sich nicht ent­schließen konnten, höhere Preise anzulegen, über­nahm ein hiesiger Händler gegen einen Mehr­preis von 150 Mk. das gesamte Obst. 2m Ob st handel macht sich in den letzten Tagen eine langsame Belebung bemerkbar. Die Nachfrage ist reger geworden. Schüttel­obst wird waggonweise zu 2,75 Mk. pro Zent­ner verladen. 3n Wirtschafts- und Tafelobst, vom Baume gepflückt, ist noch kein richtiges Ge­schäft im Gange. Es pflegt erst später emzu- setzen. Man nennt Zentnerpreise von 510 Mk. Die einzelnen Haushaltungen benutzen die gün­stige Gelegenheit, wieder Apfelwein als Haustrunk einzulegen.

Kreis.2llsfeld.

t Deckenbach, 27. Sept. Heute fand hier die Versteigerung des G e m e i n d e o v st e s statt. Die Beteiligung war zunächst sehr rege. Auch von auswärts waren Steigerer erschienen. So kam es, dah selbst die gewöhnlichen Honig- birnen annehmba« Preise erzielten. Später je­doch nahm das Interesse an Birnen dermaßen ab, daß zwei bis drei Bäume im Durchschnitt mit 1 bis 2 Mk. erstanden wurden. Einzelne Bäume kamen aus 20 Pf., andere erhielten über­haupt kein Gebot, trotzdem ihr Behang aus­nehmend gut war. Gesucht waren wiederum, wie jedes Jahr, die Tafeläpfel. Der Korb voll Tafel­äpfel stellte sich durchschnittlich auf 1 bis 2 Mk. Der Gesamterlös für das Obst ist hinter dem der vorjährigen Ernte zurückgeblieben.

«- Burg-Gemünden, 29. Sept. Dieser Tage fand an den Provinzialstraßen Ehringshausen Burg-Gemünden und ElpenrodHomberg die dies­jährige Versteigerung von Obst statt. Durch die allgemein gut ausgefallene Obsternte hatten sich verhältnismäßig wenig Kaufliebhaber eingefunden, so daß keine hoben Preise erzielt werden konnten. Bezahlt wurden für den Korb voll Tafeläpfel 2 bis 3 Mark, Wirtschastsobst 1 bis 2 Mark, Kelterobst konnte man schon für 50 Pfennig erwerben. Auch die Nachfrage nach Zwetschen war gering, infolge­dessen konnten auch hier nur geringe Preise erzielt werden; der Korb voll kostete etwa 50 Pf.

I Kirtorf, 28. Sept. Einen eigenarti­gen Unfall erlitt ein hiesiger Geschäftsmann, oer mit seinem Auto unterwegs war. Es war Abend und die Scheinwerfer traten in Tätigkeit. Da verirrte sich ein Veh in den Lichtschein des Wagens. Es lief ein Stück hinter und dann neben dem Wagen her und versuchte nun, seitwärts zu entkommen. Dabei sprang es i n das offene Auto und verletzte den Fahrer am Augapfel. Zum Glück war die Verletzung nicht schwerer Art. Dis sich das zahlreiche Wild in der hiesigen Gegend an den gesteigerten Verkehr, der auch vor unserem stillen Tal nicht Halt macht, gewöhnt hat, wird noch einige Zeit vergehen.

I Ober-Gleen, 28. Sept. 3n den letzten Jahren machte sich der Mangel einer Heizung in unserer alten Dorf kirche immer un­angenehmer bemerkbar. Der vorjährige strenge Winter führte bereits zu tatkräftigem Handeln, um diesem Mangel möglichst bald abzuhelfen. Es wurde zunächst eine Haussammlung innerhalb des Dorfes beschlossen und auch durchgeführt. Sie erbrachte etwa 600 Mark. 3m ganzen stehen jetzt rund 900 Mark zur Verfügung. Doch reicht diese Summe längst nicht aus. 3n der vorigen Woche traf ein vom zuständigen Hochbauamt eingeforLerter ausführlicher Voranschlag über den Einbau einer elektrischen Fußbankheizungs­anlage ein, der in der Sitzung der kirchlichen Körperschaften Anklang fand. "Weitere Verhand­lungen in dieser Angelegenheit und Besichti­gungen von ähnlichen Kirchenheizungen an an­deren Orten stehen unmittelbar bevor, fa daß vielleicht mit der Ausführung der Arbeiten noch in diesem Herbst gerechnet werden kann.

Preußen.

Kreis Marburg.

WSN. Marburg, 29. Sept. Einem scheuß­lichen Verbrechen kam die Polizei hier auf die Spur. Bei Nachforschungen in der Wohnung

einer in der Hahnenaasse wohnenden geschiedenen Frau fand man im Ofen verbrannte Reste der Leiche eines neugeborenen Kindes. Es konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden, ob das Kind bei der Geburt gelebt hat oder nicht. Weitere Ermittlungen sind im Gange.

Q Fronhausen a. d. L., 29. Sept. Seit Frei­tag vormittag wurde in dem benachbarten Dorfe Oberwalgern der- Schmiedemeister und Gastwirt I. F. vermißt. Trotz eifrigen Suchens der Behör­den und der gesamten Einwohnerschaft konnte der Mann erst am heutigen Sonntagmorgen im Walde bei Reimershausen erhängt an einem Baume aufgefunden werden. Da sich bei dem bedauerns­werten Manne, der allgemeine Hochachtung im Dorfe genoß, schon feit einiger Zeit Zeichen von Schwer- mut bemerkbar gemacht hatten, ist die unselige Tat zweifellos infolge geistiger Umnachtung geschehen.

Kreis Wetzlar.

~ Niederkleen, 28. Sept. Am Donners­tag wurde das O b st der Gemeinde öffentlich meistbietend versteigert. Die Versteigerung war stark besucht; auch aus den benachbarten Ge­meinden teuren eine Anzahl Käufer erschienen. Cs wurden für den Zentner Goldparmänen am Baurn durchschnittlich 5 bis 6 Mk. bezahlt. Der Preis für Kasseler Reinetten und Wirtschafts­äpfel war etwas geringer; er betrug 3 bis 4 Mk. je Zentner am Baurn. Für die »Braut", das ist der bestbehangenste und schönste Baurn auf der Versteigerung, einen Baurn mit Goldparmänen, wurden 25 Mk. geboten. 3m übrigen bewegte sich der Steigpreis für einen Daum Aepfel, je nach Behang, zwischen 12 und 17 Mk. Die Versteige­rung wurde vom Gemeinderat sofort genehmigt. Die Kartoffelernte ist hier in vollem Gange. Trotz der großen Trockenheit kann man immer noch von einer guten Mittelernte sprechen. Soweit bisher schon Kartoffelverkäufe getätigt wurden, war der Preis gering; er be­trug für Verkäufe im Ort 3 Mk. und für solche nach' außerhalb, je nach Entfernung, 4 bis 4,50 Mark je Zentner frei Keller.

Rheinhessen.

WSN. Mainz, 29. Sept. Die ReichSvermö- gensverwaltung gibt bekannt, daß sämtliche reichseigenenLiegenschastenin Main» einschließlich der Wohnhäuser zum Verkauf stehen. Es liegen jetzt schon eine Menge Kauf­gesuche von privater Seite vor; diese können aber erst dann berücksichtigt werden, wenn der Reichs- und Staatsbedarf und der Bedarf der Stadt Mainz gedeckt ist. Für die Wohnungen kommen in erster Linie bedürftige Angestellte des Reiches, des Landes, der Reichsbahn und der Reichspost in Frage. Mit der Stadt Mainz schweben Verhandlungen über die Austeilung des zur Verfügung stehenden Reichsbesihes.

Oie Mainzer

Eingemeindungsbestrebungen.

WSN. Mainz, 29. Sept. Die Verein- heitlichungsbestrebungen an der Rhein-Mainmündung haben einen gro­ßen Fortschritt dadurch erzielt, daß die erste Ge­meinde der Mainspitze, die Gemeinde Bischofs­heim, in einer Gemeinderatssihung beschlossen hat, die Eingemeindung nach Mainz vorzunehmen. Mit 15 zu 4 Stimmen wurde der vorgelegte Eingemeindungsvertrag angenom­men. Damit ist die Stadt Mainz in das Gebiet der Provinz Starkenburg vorgestohen. Wie man hört, soll demnächst der Bcrtrag mit der Doppel­gemeinde Gustavsburg-Ginsheim eben­falls angenommen Werdern

Oer Wormser Etat verabschiedet.

WSN. Worms, 29. Sept. Nach monatelangen Kämpfen wurde jetzt der städtische Etat ver­abschiedet. Durch Erhöhung der Gebäudesteuern und der Filialsteuer, ferner durch Abstriche unb Mehreinnahmen wurde das D e f i zi t a u f 185000 Mark gesenkt. Nachdem im Mai ein Antrag aus Einstellung eines sogenannten Reorganisa­tors abgelehnt worden war, wurde nunmehr eine Verständigung dahin erzielt, daß unbeschadet der von der Stadtverwaltung eingeleiteten Maßnahmen nach Zweckmäßigkeitsgefichtspunkten ein Sachver­ständiger berufen werden soll, der die Organi­sation der städtischen Betriebe $ u überprüfen hat. Insoweit für einzelne Zweige Spezialisten gefunden werden, sollen solche heran­gezogen werden.

Daten für Dienstag, 1. Oktober.

Sonnenaufgang 6 Uhr, Sonnenuntergang 17.39 Uhr. Mondaufgang 3.38 Uhr, Monduntergang 17.30 Uhr.

1386: Gründung der Universität Heidelberg; 1845: der Maler und Zeichner Adolf Oberländer in

Regensburg geboren; 1879: Eröffnung des Reichsgerichts in Leipzig.

Wirtschaft.

* D i e amtliche GrohhandelSindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 25. September berechnete Grobhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamtes ist mit 138.0 gegenüber der Vorwoche (138.3) um 0.2 Prozent zurückgegan- gen. Don den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe auf 132.7 (133.2) oder um 0.4 Prozent gesunken. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0.3 Prozent auf 131.4 (131.8) Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig hat die Indexziffer für industrielle Fertigwaren auf 156.9 (157.1) weiter nachgegeben.

FusionDaterländischeNordstern. In der am Samstag stattgehabten Auf sich tsrats- sihung der Vaterländische und Rhenania Ver­einigte Versicherungsgesellschasten A.-G., Elber­feld, ist das Fusionsangebot der Nordstern All- gemeine Dersicherungs-A.-G. genehmigt worden. Zum gleichen Zweck ist eine Sitzung des Auf­sichtsrates der Nordstern Allgemeine Versiche- rungs-A.-G. auf den 5. Oktober einberufen wor­den. Die a. o. Generalversammlungen, die über den Fusionsantrag beschliehen sollen, werden am 30. Oktober in Derk in stattfinden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt 30. Sept. Tendenz: Schwächer. 3m heutigen Vormittagsverkehr war die Stim­mung nicht unfreundlich, doch war Ge­schäft nicht zu verzeichnen. Zum offi­ziellen "Beginn erfuhr die Tendenz jedoch eine Abschwächung, da in Reichsbankanteilen und in Glonzstosfaktien Material herauskam. Da aber großer Ordermangel bestand, blieb die Speku­lation zurückhaltend, schritt sogar verschiedent­lich zu Abgaben, so daß, wieder beeinflußt in der Hauptsache durch das große Angebot in den ebengenannten Aktien, Abschwächungen bis zu 1,5 Prozent eintraten. Die Dankfusion regte verschiedentlich noch etwas an. Deutsche Dank gewannen 1 Prozent, auch Berliner Handels­gesellschaft eröffneten etwas höher. Disconto- Gesellschaft nur gut behauptet. Dresdner Bank mußten von ihrem erheblichen Gewinn der letzten Tage wieder 2 Prozent nachgeben. Commerz- Bank lagen 1,5 Prozent schwächer. Reichs bank büßten 6,5 Prozent ein. Montanwerte ohne nen­nenswertes Geschäft. Nur Mannesmann lagen etwas gebessert. Buderus und Phönix unver­ändert. Gelsenkirchen waren bis 1 Prozent ab­geschwächt. Kaliwerte »lagen bei einiger Nach­frage bis zu 1,5 Prozent fester. 2.-G.-Farben minus 2 Prozent. Am Elektromarkt gaben Sie­mens 2,5 Prozent, Lahmeyer 1,5 Prozent und AEG. 1,25 Prozent nach. Chade-Aktien leicht erhöht. Schiffahrtswerte bis 1,5 Prozent nied­riger. Die tofcöer erholte Neuyorker Börse vom Samstag machte keinen Eindruck. Renten still und kaum verändert. 2m Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Die Kursgestaltung war nicht einheitlich. Einige Werte konnten eine Kleinigkeit anziehen, während sich auf der an­deren Seite weiter kleine Abschwächungen er­gaben. Die Gewinne und Verluste hielten sich die Waage. Nur Schiffahrtswerte traten etwas her­vor und konnten ihren anfänglichen Verlust wie­der ausgleichen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 Prozent unverändert. Arn Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1946, gegen Pfund 20.365, London gegen Kabel 4.8545, ge­gen Paris 123.85, gegen Mailand 92.75, gegen Madrid 32.82, gegen Holland 12.0875.

Berliner Börse.

Berlin, 30. Sept. An der völligen Ge­schäftslosigkeit, die im heutigen Dormit­tagsverkehr herrschte, änderte sich auch zu Beginn der offiziellen Börse wenig. 2nfolge Order­mangels war eine Tendenz schwer verkennbar. Die Spekulation wartete sichtbar ab, was die Banken machen würden, und als keine 2nter- ventionstätigkeit zu erkennen war, gaben die Kurse allgemein nach. Eine Verstimmung ging vom Markte der Reichsbankanteile aus. Hier verwies man auf einen Artikel in der »Frank­furter Zeitung", nach dem die Aktionäre keine endgültige Abfindung, sondern nur eine für meh­rere 2ahre garantierte Dividende zu erwarten hätten. Ferner wirkten die schon am Samstag bekannten starken Goldverluste der Dank von England (zirka eine Million Pfund) nach, die neue "Befürchtungen hinsichtlich der internatio­nalen Geldmarktlage und der Diskontpolitik Lon­dons aufkommen ließen. Auch dah bei der Com­merzbank heute eine große Anzahl von Kündi­gungen (in Berlin allein sind es zirka 100 Beamte) ausgesprochen wurden, wirkte gerade

nicht tendenzbessernd. Nur der reibungslose Ver­lauf des heutigen Zahltages bot eine gewisse An­regung, denn auch die Monatsberichte der Groß­banken enthielten keine Haussemomente. Die ersten Kurse zeigten meist Rückgänge von 1 bis 2 Proz., und bei Spezialwerten wie Reichsbank, Bem- berg, Glanzstosf, Polyphon, Salzdetfurth, Deutfche Linoleum, Schuckert. Siemens usw. bis 5 Pro». Relativ fest und bis zu 3 Proz. höher eröff­neten Spritwerte und Stolberger Zink-Aktien. Deutfche Anleihen unverändert. Ausländer ge» fchäftslos. Mexikaner wieder zur Schwäche nei­gend. Pfandbriefmarkt still. Geld (Tagesgeld und Geld über Ultimo) nur 9 bis 11 Proz., ganz vereinzelt sogar etwas darunter; Monatsgeld no­minell 9.25 bis 10,5 Proz.. Warenwechsel ohne Umsatz. Nach den ersten Kursen war es unein­heitlich. Zur Zurückhaltung mahnten die inner­politischen Schwierigkeiten. Es ist noch unsicher, ob sich bei den heutigen Verhandlungen im Reichstage betreffs der Arbeitslosenreform eine Regierungskrise vermeiden lassen wird. Ber­liner Handelsgesellschaft, die etwas fester eröff­neten, verloren im Verlaufe 2,5 Proz., dagegen machte sich wieder einiges 2nteresse für Schiff­fahrtswerte geltend. Man spricht an diesem Markte von Hamburger Käufen. Hiervon aus­gehend konnten fich später minimale Erhöhungen durchsetzen. Am Elektromarkt wurde das Ge­schäft in Siemens und Schuckert (beide plus 2 Proz. gegen Anfang höher) ebenfalls leb­hafter.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 30. Sept. Am Frank­furter Produktenmarkt war zum Wochenbeginn die Tendenz behauptet. Veränderungen traten nur in geringem Umfange ein. Das Geschäft war mittelmäßig, die Händler blieben zurück­haltend. Angeboten war Roggenkleie bei etwa- niedrigerem Preise. Auch Roggen war vernach­lässigt und etwas niedriger. Sonst waren die Preise ganz unverändert. Es wurden notiert} Weizen 24,25 bis 24,75, Roggen 19,10 bis 19,25; Sommergerste für Brauzvecke 20,75 bis 21; Hafer, inländischer, 18,75 bis 19; Mais (gelb), für Futterzwecke 19,50; Weizenmehl, süddeutsches. Spezial 0, 37,25 bis 38; Roggenmehl 27,25 bis 29; Weizenkleie 10,90 bis 11; Roggenkleie 11 bis 11,10; Erbsen 35 bis 48; Linsen 45 bis 85; Heu, süddeutsches, 11; Weizen- und Roggen­stroh, drahtgepreßt, 6; Weizen, und Roggenstroh, gebündelt, 5,75 bis 6; Treber, getrocknet, 17,25 bis 18. Tendenz: Behauptet.

Frankfurter Eiermarkt.

Bei nicht mehr ganz so lebhaftem Geschäft in der vorigen Woche war die Tendenz jedoch weiter fest. Die Umsahtätigkeit war stark ein­geschränkt, da der Konsum die hohen Preise nicht bewilligt. Auch war das Angebot an deutschen Eiern etwas größer, so dah die Preise hierfür nur geringfügig anziehen konnten. Es notierten in Pfennigen per Stück (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, 2nlanöeier an Station): bul­garische 11,50 bis 11,75, holländische 12 bis 16, südslawische 11,50 bis 11,75, polnische 11,50 bis 11,75, russische 10,50 bis 11,50, dänische 12,50, bis 15,50, belg.-flanbr. 14,75 bis 15,25, rumä­nische 10,50 bis 11, schlesische 12,50 bis 13, bayrische 11,50 bis 12, norddeutsche 13 bis 14 Pfennig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 30. Sept. Auftrieb: 1646 Stück Rinder; darunter 369 Ochsen, 98 Bullen, 612 Kühe, 490 Färsen; ferner 502 Käl­ber, 120 Schafe, 4264 Schweine. Rinder: Ochsen, vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht­werts (jüngere) 60 bis 62, ältere 55 bis 59, sonstige vollfleischige 50 bis 54; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 54 bis 58, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 49 bis 53; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts, 46 bis 50, sonstige vollfleischige oder aus­gemästete 42 bis 45, fleischige 37 bis 41, gering genährte 30 bis 36; Färsen (Kalbinnen, Iung- rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, 60 bis 62, vollfleischige 55 bis 59, fleischige 50 bis 54; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 78 bis 82, mittlere Mast- und Saug­kälber 74 bis 77, geringe Kälber 68 bis 73; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 50 bis 58, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 44 bis 49; Schweine: vollsleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 90 bis 92, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 91 bis 93; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebend­gewicht 92 bis 93, fleischige von etwa 120 biä 160 Pfund Lebendgewicht 92 bis 93. Marktver­lauf: Rinder rege, ausverkauft. Schweine leb­haft, geräumt. Kälber und Schafe ruhig, aus­verkauft.

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28.9.

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Kali Aschersleben . . Kall Westeregeln....

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Berlin

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angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7.5 Prozent, LornbardzinSfuh 8,5 Prozent.

Berlin, 28. September Amerikanische Not« .. . .

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Deutsch.Oestcrr.LlOO Kronen

58,78

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Rumänische Noten......

2,472

2,492

Schwedische Noten ......

112,05

Schweizer Noten.......

80,64

80,96

Spanische Noten.......

61,86

62,10

Tschechoslowakische Noten . .

12,35

12.41

Ungarische Noten

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85,5

«y,% Rheinische Hyp.-Bank Liqu

Goldps..........

77,05

-

A.E.G. abg. Bortriegs-Obligation, rückzahlbar 1932

88

-

4% Schwer,. BundeSb -Anl.. .

4% Oesterreichtsche Goldrte.. .

27

27,5

4,20% Oesterr. Stlberrte.....

2,3

4% Oesterreich, einheitt. fite. .

4% Ungarische Goldrte.. . .

22,1

22

4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .

19,9

4H% desgl. von 1918.....

4% Ungarische Kronenrte.. . -

1,75

22

1.8

4% Türk. Zollanlethe v. 1911 . -

7,25

7,3

4% Türkische Bagdadbahn-Anl..

7,25

7,3

.,35

Serie ............

4% deSgl. Serie II.......

7,25

7,35

7,45

4% Rumänen eonvert. fite. .

7,45

7,4

4yt% Rumänen Goldanl. von 1913

14,9

15

Allg. Deutsche Eisenbahn . . 4K

Hamburg-Amerika Paket ... 7

Hamb.-Südam. Dampfsch. . . 8

12£

119,5

119,75

119,25

Hansa Dampfschiff.....1°

161

Norddeutscher Äoyd.....8

112,25

111,75

111,5

111,25

Allg. Deutsche Eredtlanst. . . 10

127

126,75

126,75

Barmer Bankverein .... 10

129

129

128,5

Berliner Handelsgesellsch. . . 12

214,75

215

244,25

215,5

Commerz- und Privat-Bank . 11

182

180,5

181

180,5

Darmst. u. Nationalbank . 12

72,5

272

272

Deutsche Bank......10

167

167,25

167

167

Lllkonto-Gesellschaft Ant.. . 10

167

167

167

Dresdner Bank......10

.63,75

161,85

162,5

161,5

Metallbau I ......... 8

Reichsbant ........ 12

290

284,5

289

285

28. September

30. September

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

weld I

«riet

Äeld

Brief

Amft.-Rott.

168,24

168,58

168,22

168,56

Buen.-AireS

1,759

1,763

1,758

1,762

Brfs--Antw.

58,365

58,485

58,345

58,465

Christiania.

111,69

111,91

111,76

111,98

Kopenhagen

111,76

111,98

111,80

112,02

Stockholm .

112,32

112,54

112,37

112,59

HelsingforS.

10,535

10,555

10,539

10,559

Italien. . .

21,94

21,98

21,94

21,98

London. . .

20,343

20,383

20,348

20,388

'Jieutiort ..

4,1920

4,2000

4,1920

4,2000

Paris....

16,43

16,47

16,425

16,465

Schwei, . .

80,85

81,01

80,855

81,015

Spanien. .

62,03

62,15

62,04

62,16

Japan . . . wo de Jan.

2,008

2,012

2,008

2,012

0,497

0,499

0,497

0,499

Wien in D-- Qest. abgest-

58,95

59,07

58,95

59,07

Prag . . . . Belgrad . .

12,41

12,43

12,409

12,429

7,385

7,399

7,381

7,395

Budapest. . Bulgarien -

73,14

3,035

73,28

3,041

18,77

73,12

3,035

73,26

3,041

Ltffabon . .

18,73

18,73

18,77

Danzig. . . .Konstantin.

81,34

2,024

81,50

2,028

5,435

81,37

2,025

5,425

81,53

2,029

5,435

Athen. .

5,425

Canada - -

4,159

4,167

4,158

4,166

Urnauat). .

4,096

4,104

4,096

4,104

20,908

Cairo . . -

20,865

20,905

20,866