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Kreis Schotten.
-r- Schotten. 28. Sept. Die hiesige Schühengesellschaft, die bereits vor dem Kriege unter den Vereinen unseres Städtchens eine angesehene Stellung einnahm, hat jetzt vor dem Stadtwald neue Schieb stände, sowie eine zweckentsprechende Schützenhalle erriet)- ten lassen. Vach langer Pause ist wieder den Mitgliedern Gelegenheit gegeben, dem Schieß- sport zu huldigen.
-T- il l f a , 28. Sept. Bei der Versteigerung des Ob st es an der Provinzialstrahe nach Gonterskirchen blieben die Steig- preise so niedrig, dah die Genehmigung versagt blieb. Da die Steigerer sich nicht entschließen konnten, höhere Preise anzulegen, übernahm ein hiesiger Händler gegen einen Mehrpreis von 150 Mk. das gesamte Obst. — 2m Ob st handel macht sich in den letzten Tagen eine langsame Belebung bemerkbar. Die Nachfrage ist reger geworden. Schüttelobst wird waggonweise zu 2,75 Mk. pro Zentner verladen. 3n Wirtschafts- und Tafelobst, vom Baume gepflückt, ist noch kein richtiges Geschäft im Gange. Es pflegt erst später emzu- setzen. Man nennt Zentnerpreise von 5—10 Mk. Die einzelnen Haushaltungen benutzen die günstige Gelegenheit, wieder Apfelwein als Haustrunk einzulegen.
Kreis.2llsfeld.
t Deckenbach, 27. Sept. Heute fand hier die Versteigerung des G e m e i n d e o v st e s statt. Die Beteiligung war zunächst sehr rege. Auch von auswärts waren Steigerer erschienen. So kam es, dah selbst die gewöhnlichen Honig- birnen annehmba« Preise erzielten. Später jedoch nahm das Interesse an Birnen dermaßen ab, daß zwei bis drei Bäume im Durchschnitt mit 1 bis 2 Mk. erstanden wurden. Einzelne Bäume kamen aus 20 Pf., andere erhielten überhaupt kein Gebot, trotzdem ihr Behang ausnehmend gut war. Gesucht waren wiederum, wie jedes Jahr, die Tafeläpfel. Der Korb voll Tafeläpfel stellte sich durchschnittlich auf 1 bis 2 Mk. Der Gesamterlös für das Obst ist hinter dem der vorjährigen Ernte zurückgeblieben.
•«- Burg-Gemünden, 29. Sept. Dieser Tage fand an den Provinzialstraßen Ehringshausen— Burg-Gemünden und Elpenrod—Homberg die diesjährige Versteigerung von Obst statt. Durch die allgemein gut ausgefallene Obsternte hatten sich verhältnismäßig wenig Kaufliebhaber eingefunden, so daß keine hoben Preise erzielt werden konnten. Bezahlt wurden für den Korb voll Tafeläpfel 2 bis 3 Mark, Wirtschastsobst 1 bis 2 Mark, Kelterobst konnte man schon für 50 Pfennig erwerben. Auch die Nachfrage nach Zwetschen war gering, infolgedessen konnten auch hier nur geringe Preise erzielt werden; der Korb voll kostete etwa 50 Pf.
I Kirtorf, 28. Sept. Einen eigenartigen Unfall erlitt ein hiesiger Geschäftsmann, oer mit seinem Auto unterwegs war. Es war Abend und die Scheinwerfer traten in Tätigkeit. Da verirrte sich ein Veh in den Lichtschein des Wagens. Es lief ein Stück hinter und dann neben dem Wagen her und versuchte nun, seitwärts zu entkommen. Dabei sprang es i n das offene Auto und verletzte den Fahrer am Augapfel. Zum Glück war die Verletzung nicht schwerer Art. Dis sich das zahlreiche Wild in der hiesigen Gegend an den gesteigerten Verkehr, der auch vor unserem stillen Tal nicht Halt macht, gewöhnt hat, wird noch einige Zeit vergehen.
I Ober-Gleen, 28. Sept. 3n den letzten Jahren machte sich der Mangel einer Heizung in unserer alten Dorf kirche immer unangenehmer bemerkbar. Der vorjährige strenge Winter führte bereits zu tatkräftigem Handeln, um diesem Mangel möglichst bald abzuhelfen. Es wurde zunächst eine Haussammlung innerhalb des Dorfes beschlossen und auch durchgeführt. Sie erbrachte etwa 600 Mark. 3m ganzen stehen jetzt rund 900 Mark zur Verfügung. Doch reicht diese Summe längst nicht aus. 3n der vorigen Woche traf ein vom zuständigen Hochbauamt eingeforLerter ausführlicher Voranschlag über den Einbau einer elektrischen Fußbankheizungsanlage ein, der in der Sitzung der kirchlichen Körperschaften Anklang fand. "Weitere Verhandlungen in dieser Angelegenheit und Besichtigungen von ähnlichen Kirchenheizungen an anderen Orten stehen unmittelbar bevor, fa daß vielleicht mit der Ausführung der Arbeiten noch in diesem Herbst gerechnet werden kann.
Preußen.
Kreis Marburg.
WSN. Marburg, 29. Sept. Einem scheußlichen Verbrechen kam die Polizei hier auf die Spur. Bei Nachforschungen in der Wohnung
einer in der Hahnenaasse wohnenden geschiedenen Frau fand man im Ofen verbrannte Reste der Leiche eines neugeborenen Kindes. Es konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden, ob das Kind bei der Geburt gelebt hat oder nicht. Weitere Ermittlungen sind im Gange.
Q Fronhausen a. d. L., 29. Sept. Seit Freitag vormittag wurde in dem benachbarten Dorfe Oberwalgern der- Schmiedemeister und Gastwirt I. F. vermißt. Trotz eifrigen Suchens der Behörden und der gesamten Einwohnerschaft konnte der Mann erst am heutigen Sonntagmorgen im Walde bei Reimershausen erhängt an einem Baume aufgefunden werden. Da sich bei dem bedauernswerten Manne, der allgemeine Hochachtung im Dorfe genoß, schon feit einiger Zeit Zeichen von Schwer- mut bemerkbar gemacht hatten, ist die unselige Tat zweifellos infolge geistiger Umnachtung geschehen.
Kreis Wetzlar.
~ Niederkleen, 28. Sept. Am Donnerstag wurde das O b st der Gemeinde öffentlich meistbietend versteigert. Die Versteigerung war stark besucht; auch aus den benachbarten Gemeinden teuren eine Anzahl Käufer erschienen. Cs wurden für den Zentner Goldparmänen am Baurn durchschnittlich 5 bis 6 Mk. bezahlt. Der Preis für Kasseler Reinetten und Wirtschaftsäpfel war etwas geringer; er betrug 3 bis 4 Mk. je Zentner am Baurn. Für die »Braut", das ist der bestbehangenste und schönste Baurn auf der Versteigerung, einen Baurn mit Goldparmänen, wurden 25 Mk. geboten. 3m übrigen bewegte sich der Steigpreis für einen Daum Aepfel, je nach Behang, zwischen 12 und 17 Mk. Die Versteigerung wurde vom Gemeinderat sofort genehmigt. — Die Kartoffelernte ist hier in vollem Gange. Trotz der großen Trockenheit kann man immer noch von einer guten Mittelernte sprechen. Soweit bisher schon Kartoffelverkäufe getätigt wurden, war der Preis gering; er betrug für Verkäufe im Ort 3 Mk. und für solche nach' außerhalb, je nach Entfernung, 4 bis 4,50 Mark je Zentner frei Keller.
Rheinhessen.
WSN. Mainz, 29. Sept. Die ReichSvermö- gensverwaltung gibt bekannt, daß sämtliche reichseigenenLiegenschastenin Main» einschließlich der Wohnhäuser zum Verkauf stehen. Es liegen jetzt schon eine Menge Kaufgesuche von privater Seite vor; diese können aber erst dann berücksichtigt werden, wenn der Reichs- und Staatsbedarf und der Bedarf der Stadt Mainz gedeckt ist. Für die Wohnungen kommen in erster Linie bedürftige Angestellte des Reiches, des Landes, der Reichsbahn und der Reichspost in Frage. Mit der Stadt Mainz schweben Verhandlungen über die Austeilung des zur Verfügung stehenden Reichsbesihes.
Oie Mainzer
Eingemeindungsbestrebungen.
WSN. Mainz, 29. Sept. Die Verein- heitlichungsbestrebungen an der Rhein-Mainmündung haben einen großen Fortschritt dadurch erzielt, daß die erste Gemeinde der Mainspitze, die Gemeinde Bischofsheim, in einer Gemeinderatssihung beschlossen hat, die Eingemeindung nach Mainz vorzunehmen. Mit 15 zu 4 Stimmen wurde der vorgelegte Eingemeindungsvertrag angenommen. Damit ist die Stadt Mainz in das Gebiet der Provinz Starkenburg vorgestohen. Wie man hört, soll demnächst der Bcrtrag mit der Doppelgemeinde Gustavsburg-Ginsheim ebenfalls angenommen Werdern
Oer Wormser Etat verabschiedet.
WSN. Worms, 29. Sept. Nach monatelangen Kämpfen wurde jetzt der städtische Etat verabschiedet. Durch Erhöhung der Gebäudesteuern und der Filialsteuer, ferner durch Abstriche unb Mehreinnahmen wurde das D e f i zi t a u f 185000 Mark gesenkt. Nachdem im Mai ein Antrag aus Einstellung eines sogenannten Reorganisators abgelehnt worden war, wurde nunmehr eine Verständigung dahin erzielt, daß unbeschadet der von der Stadtverwaltung eingeleiteten Maßnahmen nach Zweckmäßigkeitsgefichtspunkten ein Sachverständiger berufen werden soll, der die Organisation der städtischen Betriebe $ u überprüfen hat. Insoweit für einzelne Zweige Spezialisten gefunden werden, sollen solche herangezogen werden.
Daten für Dienstag, 1. Oktober.
Sonnenaufgang 6 Uhr, Sonnenuntergang 17.39 Uhr. — Mondaufgang 3.38 Uhr, Monduntergang 17.30 Uhr.
1386: Gründung der Universität Heidelberg; — 1845: der Maler und Zeichner Adolf Oberländer in
Regensburg geboren; — 1879: Eröffnung des Reichsgerichts in Leipzig.
Wirtschaft.
* D i e amtliche GrohhandelSindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 25. September berechnete Grobhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 138.0 gegenüber der Vorwoche (138.3) um 0.2 Prozent zurückgegan- gen. Don den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe auf 132.7 (133.2) oder um 0.4 Prozent gesunken. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0.3 Prozent auf 131.4 (131.8) Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig hat die Indexziffer für industrielle Fertigwaren auf 156.9 (157.1) weiter nachgegeben.
• FusionDaterländischeNordstern. In der am Samstag stattgehabten Auf sich tsrats- sihung der Vaterländische und Rhenania Vereinigte Versicherungsgesellschasten A.-G., Elberfeld, ist das Fusionsangebot der Nordstern All- gemeine Dersicherungs-A.-G. genehmigt worden. Zum gleichen Zweck ist eine Sitzung des Aufsichtsrates der Nordstern Allgemeine Versiche- rungs-A.-G. auf den 5. Oktober einberufen worden. Die a. o. Generalversammlungen, die über den Fusionsantrag beschliehen sollen, werden am 30. Oktober in Derk in stattfinden.
Frankfurter Börse.
Frankfurt 30. Sept. Tendenz: Schwächer. — 3m heutigen Vormittagsverkehr war die Stimmung nicht unfreundlich, doch war Geschäft nicht zu verzeichnen. Zum offiziellen "Beginn erfuhr die Tendenz jedoch eine Abschwächung, da in Reichsbankanteilen und in Glonzstosfaktien Material herauskam. Da aber großer Ordermangel bestand, blieb die Spekulation zurückhaltend, schritt sogar verschiedentlich zu Abgaben, so daß, wieder beeinflußt in der Hauptsache durch das große Angebot in den ebengenannten Aktien, Abschwächungen bis zu 1,5 Prozent eintraten. Die Dankfusion regte verschiedentlich noch etwas an. Deutsche Dank gewannen 1 Prozent, auch Berliner Handelsgesellschaft eröffneten etwas höher. Disconto- Gesellschaft nur gut behauptet. Dresdner Bank mußten von ihrem erheblichen Gewinn der letzten Tage wieder 2 Prozent nachgeben. Commerz- Bank lagen 1,5 Prozent schwächer. Reichs bank büßten 6,5 Prozent ein. Montanwerte ohne nennenswertes Geschäft. Nur Mannesmann lagen etwas gebessert. Buderus und Phönix unverändert. Gelsenkirchen waren bis 1 Prozent abgeschwächt. Kaliwerte »lagen bei einiger Nachfrage bis zu 1,5 Prozent fester. 2.-G.-Farben minus 2 Prozent. Am Elektromarkt gaben Siemens 2,5 Prozent, Lahmeyer 1,5 Prozent und AEG. 1,25 Prozent nach. Chade-Aktien leicht erhöht. Schiffahrtswerte bis 1,5 Prozent niedriger. Die tofcöer erholte Neuyorker Börse vom Samstag machte keinen Eindruck. Renten still und kaum verändert. 2m Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Die Kursgestaltung war nicht einheitlich. Einige Werte konnten eine Kleinigkeit anziehen, während sich auf der anderen Seite weiter kleine Abschwächungen ergaben. Die Gewinne und Verluste hielten sich die Waage. Nur Schiffahrtswerte traten etwas hervor und konnten ihren anfänglichen Verlust wieder ausgleichen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 Prozent unverändert. Arn Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1946, gegen Pfund 20.365, London gegen Kabel 4.8545, gegen Paris 123.85, gegen Mailand 92.75, gegen Madrid 32.82, gegen Holland 12.0875.
Berliner Börse.
Berlin, 30. Sept. An der völligen Geschäftslosigkeit, die im heutigen Dormittagsverkehr herrschte, änderte sich auch zu Beginn der offiziellen Börse wenig. 2nfolge Ordermangels war eine Tendenz schwer verkennbar. Die Spekulation wartete sichtbar ab, was die Banken machen würden, und als keine 2nter- ventionstätigkeit zu erkennen war, gaben die Kurse allgemein nach. Eine Verstimmung ging vom Markte der Reichsbankanteile aus. Hier verwies man auf einen Artikel in der »Frankfurter Zeitung", nach dem die Aktionäre keine endgültige Abfindung, sondern nur eine für mehrere 2ahre garantierte Dividende zu erwarten hätten. Ferner wirkten die schon am Samstag bekannten starken Goldverluste der Dank von England (zirka eine Million Pfund) nach, die neue "Befürchtungen hinsichtlich der internationalen Geldmarktlage und der Diskontpolitik Londons aufkommen ließen. Auch dah bei der Commerzbank heute eine große Anzahl von Kündigungen (in Berlin allein sind es zirka 100 Beamte) ausgesprochen wurden, wirkte gerade
nicht tendenzbessernd. Nur der reibungslose Verlauf des heutigen Zahltages bot eine gewisse Anregung, denn auch die Monatsberichte der Großbanken enthielten keine Haussemomente. Die ersten Kurse zeigten meist Rückgänge von 1 bis 2 Proz., und bei Spezialwerten wie Reichsbank, Bem- berg, Glanzstosf, Polyphon, Salzdetfurth, Deutfche Linoleum, Schuckert. Siemens usw. bis 5 Pro». Relativ fest und bis zu 3 Proz. höher eröffneten Spritwerte und Stolberger Zink-Aktien. Deutfche Anleihen unverändert. Ausländer ge» fchäftslos. Mexikaner wieder zur Schwäche neigend. Pfandbriefmarkt still. Geld (Tagesgeld und Geld über Ultimo) nur 9 bis 11 Proz., ganz vereinzelt sogar etwas darunter; Monatsgeld nominell 9.25 bis 10,5 Proz.. Warenwechsel ohne Umsatz. Nach den ersten Kursen war es uneinheitlich. Zur Zurückhaltung mahnten die innerpolitischen Schwierigkeiten. Es ist noch unsicher, ob sich bei den heutigen Verhandlungen im Reichstage betreffs der Arbeitslosenreform eine Regierungskrise vermeiden lassen wird. Berliner Handelsgesellschaft, die etwas fester eröffneten, verloren im Verlaufe 2,5 Proz., dagegen machte sich wieder einiges 2nteresse für Schifffahrtswerte geltend. Man spricht an diesem Markte von Hamburger Käufen. Hiervon ausgehend konnten fich später minimale Erhöhungen durchsetzen. Am Elektromarkt wurde das Geschäft in Siemens und Schuckert (beide plus 2 Proz. gegen Anfang höher) ebenfalls lebhafter.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 30. Sept. Am Frankfurter Produktenmarkt war zum Wochenbeginn die Tendenz behauptet. Veränderungen traten nur in geringem Umfange ein. Das Geschäft war mittelmäßig, die Händler blieben zurückhaltend. Angeboten war Roggenkleie bei etwa- niedrigerem Preise. Auch Roggen war vernachlässigt und etwas niedriger. Sonst waren die Preise ganz unverändert. Es wurden notiert} Weizen 24,25 bis 24,75, Roggen 19,10 bis 19,25; Sommergerste für Brauzvecke 20,75 bis 21; Hafer, inländischer, 18,75 bis 19; Mais (gelb), für Futterzwecke 19,50; Weizenmehl, süddeutsches. Spezial 0, 37,25 bis 38; Roggenmehl 27,25 bis 29; Weizenkleie 10,90 bis 11; Roggenkleie 11 bis 11,10; Erbsen 35 bis 48; Linsen 45 bis 85; Heu, süddeutsches, 11; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 6; Weizen, und Roggenstroh, gebündelt, 5,75 bis 6; Treber, getrocknet, 17,25 bis 18. Tendenz: Behauptet.
Frankfurter Eiermarkt.
Bei nicht mehr ganz so lebhaftem Geschäft in der vorigen Woche war die Tendenz jedoch weiter fest. Die Umsahtätigkeit war stark eingeschränkt, da der Konsum die hohen Preise nicht bewilligt. Auch war das Angebot an deutschen Eiern etwas größer, so dah die Preise hierfür nur geringfügig anziehen konnten. Es notierten in Pfennigen per Stück (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, 2nlanöeier an Station): bulgarische 11,50 bis 11,75, holländische 12 bis 16, südslawische 11,50 bis 11,75, polnische 11,50 bis 11,75, russische 10,50 bis 11,50, dänische 12,50, bis 15,50, belg.-flanbr. 14,75 bis 15,25, rumänische 10,50 bis 11, schlesische 12,50 bis 13, bayrische 11,50 bis 12, norddeutsche 13 bis 14 Pfennig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 30. Sept. Auftrieb: 1646 Stück Rinder; darunter 369 Ochsen, 98 Bullen, 612 Kühe, 490 Färsen; ferner 502 Kälber, 120 Schafe, 4264 Schweine. Rinder: Ochsen, vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 60 bis 62, ältere 55 bis 59, sonstige vollfleischige 50 bis 54; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 54 bis 58, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 49 bis 53; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 46 bis 50, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42 bis 45, fleischige 37 bis 41, gering genährte 30 bis 36; Färsen (Kalbinnen, Iung- rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, 60 bis 62, vollfleischige 55 bis 59, fleischige 50 bis 54; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 78 bis 82, mittlere Mast- und Saugkälber 74 bis 77, geringe Kälber 68 bis 73; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 50 bis 58, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 44 bis 49; Schweine: vollsleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 90 bis 92, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 91 bis 93; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 92 bis 93, fleischige von etwa 120 biä 160 Pfund Lebendgewicht 92 bis 93. Marktverlauf: Rinder rege, ausverkauft. Schweine lebhaft, geräumt. Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft.
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Phönix Bergbau.... Rheinische Braunkohlen.
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Riebeck Montan .... Bereinigte Stahl». . • Olavi Minen.....
Kali Aschersleben . . • Kall Westeregeln....
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I. ®. Farden-Industrie . Dynamit Nobel ...» Scheide anstatt..... Goldschmidt.....
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angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7.5 Prozent, LornbardzinSfuh 8,5 Prozent.
Berlin, 28. September Amerikanische Not« .. . .
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Deutsch.Oestcrr.LlOO Kronen
58,78
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Rumänische Noten......
2,472
2,492
Schwedische Noten ......
112,05
Schweizer Noten.......
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61,86
62,10
Tschechoslowakische Noten . .
12,35
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—
—
2,3
4% Oesterreich, einheitt. fite. .
—
—
—
4% Ungarische Goldrte.. . . ■
22,1
—
22
—
4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .
—
—
19,9
—
4H% desgl. von 1918.....
4% Ungarische Kronenrte.. . -
1,75
—
22
1.8
4% Türk. Zollanlethe v. 1911 . -
7,25
7,3
4% Türkische Bagdadbahn-Anl..
7,25
7,3
.,35
Serie ............
4% deSgl. Serie II.......
7,25
—
7,35
7,45
4% Rumänen eonvert. fite. . •
7,45
——
7,4
—
4yt% Rumänen Goldanl. von 1913
14,9
—
15
—
Allg. Deutsche Eisenbahn . . 4K
Hamburg-Amerika Paket ... 7
Hamb.-Südam. Dampfsch. . . 8
12£
119,5
119,75
119,25
Hansa Dampfschiff.....1°
161
—
Norddeutscher Äoyd.....8
112,25
111,75
111,5
111,25
Allg. Deutsche Eredtlanst. . . 10
127
—
126,75
126,75
Barmer Bankverein .... 10
129
—
129
128,5
Berliner Handelsgesellsch. . . 12
214,75
215
244,25
215,5
Commerz- und Privat-Bank . 11
182
180,5
181
180,5
Darmst. u. Nationalbank . 12
72,5
272
272
Deutsche Bank......10
167
167,25
167
167
Lllkonto-Gesellschaft Ant.. . 10
167
—
167
167
Dresdner Bank......10
.63,75
161,85
162,5
161,5
Metallbau I ......... 8
—
■■
Reichsbant ........ 12
290
284,5
289
285
28. September
30. September
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
weld I
«riet
Äeld
Brief
Amft.-Rott.
168,24
168,58
168,22
168,56
Buen.-AireS
1,759
1,763
1,758
1,762
Brfs--Antw.
58,365
58,485
58,345
58,465
Christiania.
111,69
111,91
111,76
111,98
Kopenhagen
111,76
111,98
111,80
112,02
Stockholm .
112,32
112,54
112,37
112,59
HelsingforS.
10,535
10,555
10,539
10,559
Italien. . .
21,94
21,98
21,94
21,98
London. . .
20,343
20,383
20,348
20,388
'Jieutiort ..
4,1920
4,2000
4,1920
4,2000
Paris....
16,43
16,47
16,425
16,465
Schwei, . .
80,85
81,01
80,855
81,015
Spanien. .
62,03
62,15
62,04
62,16
Japan . . . wo de Jan.
2,008
2,012
2,008
2,012
0,497
0,499
0,497
0,499
Wien in D-- Qest. abgest-
58,95
59,07
58,95
59,07
Prag . . . . Belgrad . .
12,41
12,43
12,409
12,429
7,385
7,399
7,381
7,395
Budapest. . Bulgarien -
73,14
3,035
73,28
3,041
18,77
73,12
3,035
73,26
3,041
Ltffabon . .
18,73
18,73
18,77
Danzig. . . .Konstantin.
81,34
2,024
81,50
2,028
5,435
81,37
2,025
5,425
81,53
2,029
5,435
Athen. .
5,425
Canada - -
4,159
4,167
4,158
4,166
Urnauat). .
4,096
4,104
4,096
4,104
20,908
Cairo . . -
20,865
20,905
20,866


