Ausgabe 
30.5.1929
 
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familienhaus, bestehend aus zwei Vier- und zehn Dreizimmerwohnungen, mit einem Baukosten- betrag von 83 000 Mark zu erbauen. Dieser Betrag soll aufgebracht werden durch allgemeine Baudor- lehnsmittel mit 36 000 Mark, durch ein besonderes Darlehen von 24 000 Mark, beide verzinslich mit 2 o. S). und 1 v. S). Tilgung und durch Kapitalauf­nahme in Höhe von 23 000 Mark Die Mieten sollen so festgesetzt werden, daß kein städtischer Zuschuß gleisten ist. Die Vergebung der Wohnungen er-

gt durch den Bürgermeister nach Anhörung des ohnungsamts. Für die untere Griedeler Straße vom Ostbahnhof bzw. der Großen Wen- delstraße bis zum sog. Storchncst wurde die Str a- ßen- und Baufluchtlinie nach dem Plan des Stadtbauamts mit der Abänderung festgesetzt, daß die Breite der Großen Wendelstraße 13 Meter betragen, und die Verbreiterung nach der Stadt zu vorgenommen werden soll. Außerhalb der Ta­gesordnung wurde ein von der sozialdemokratischen Fraktion gestellter Antrag, bei der Stadtschule, ebenso wie bei der Weidig-Oberrealschule den durchgehenden Schulunterricht einzuführen, dem Schulvorstand zur Befürwortung bei dem Kreis­schulamt überwiesen.

Kreis Büdingen.

A Nidda, 29. Mai. Die Maurer der beiden hiesigen Baugeschäfte von Hermann Drott und Adolf Lupp sind in den Streik getreten, weil eine Lohnerhöhung nicht bewilligt worden ist. Die Arbeiten an mehreren begonnenen Neubauten ruhen. Nur die Maurer zweier aus­wärtiger Firmen haben sich den Streikenden nicht angeschlossen und arbeiten weiter. Vermitt­lungen sind im Gange.

Kreis Schotten.

V" Gedern, 29. Mai. Am Montag fand hier die erste diesjährige Grasversteigerung statt. 3m Vergleich zum Vorjahre haben sich die Preise fast verdoppelt. Es wurden für einen halben Morgen 18 bis 23 Mark be­zahlt. Die prachtvolle Obstbaumblüte in un­

serer Gegend läßt eine gute Obsternte er­hoffen, falls nicht etwa Witterungsschäden noch dazwischen kommen. Häufig kann man an den Bäumen allerdings die Räupchen der Gespinst­motte und des Apfelwicklers bemerken, zu deren Bekämpfung man ungesäumt schreiten sollte.

wg. Gedern, 30. Mai. Ihren 80. Ge­burtstag kann heute in voller körperlicher und geistiger Frische Frau Gertraude Birx, geb. Limpert, Witwe des Landwirts Johannes Birx, feiern.

Kreis Alsfeld.

H Alsfeld, 29. Mai. Stadtvorstands- sitzung. Für das städtische Schwimm­bad hat sich erwiesen, daß die vorhandenen Einzelkabinen bei starkem Badebctricb nicht aus­reichen. Es wurde deshalb auf Vorschlag der Stadtverwaltung der Anbau von sechs weiteren Einzelkabinen und einer Sammelkabine beschlossen. Der erforderliche Kredit wurde bewilligt. Wie der Vorsitzende hierzu mitteilte, nimmt der Be­trieb in der Badeanstalt von Jahr zu Jahr zu, auch die Zahl der Abonnenten werde immer größer. Für den Feuermeldedienst hat es sich als notwendig erwiesen, daß ein Reserve­motor für den Betrieb der Feuersirenen ange­schafft werden muh, für den Fall, daß der vor­handene Motor aus irgendeinem Grunde defekt wird. Die Anschaffung eines solchen wurde ge­mäß dem Vorschlag des Stadtbauamtes geneh­migt. Die Herstellung des Fußsteigs in der Grünberger Straße, von der Altenburger Straße bis an die Schiller st raße, wurde dem Pflastermeister Adam Hebeis in Alsfeld zum Einheitspreis von 2,10 Mk. pro Quadratmeter übertragen. Ein Gesuch des Turnver­eins Alsfeld um Lleberlassung des städti­schen Schwimmbades zur Austragung von Schwimmwettkämpfen anläßlich des am 20. Juli in Alsfeld stattfindenden Gauturnfestes wurde gegen Zahlung einer Abgabe von 50 Mk. geneh­migt. 3xx Ausführung des neuen Gesetzes über die öffentlichen Llnterrichtscmstalten für freie und

angewandte Kunst und die öffentlichen technischen und gewerblichen Llnterrichtsanstalten mit Staats- unterstützung ist auch für die Gewerbeschule Alsfeld die Bildung eines Kuratoriums notwendig geworden. 3n dieses wurden außer den gesetzlich bestellten Mitgliedern gewählt: Kreisdirektor Dr. Stammler als Vertreter des Kreises Alsfeld; Gewerbelehrer Rohrbach als Vertreter der Lehrerschaft; als Vertreter der Stadt die Mitglieder des Stadtvorstandes Eder, Ginsberg, Lenth; als Vertreter des Ortsgewerbevereins Bauunternehmer Heinr. Knierim III; als beteiligter Arbeitgeber Fa­brikant Georg Dietrich Bücking; als Arbeit- nehmervertreter Karl Christoph Müller. Die Wahlperiode dieser Herren beschränkt sich auf die Zeit bis zum 31. Dezember 1929, da die Wahl­periode derjenigen der kommunalen Körperschaf­ten angepaßt sein soll. An die öffentliche Sitzung schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung an. In dieser wurde den: Stadtbaumei st er Maurer, dessen Probedienstjahr am 15. Mai abgelaufen war, die unkündbare Anstellung ver­liehen.

Rheinhessen.

Zwei Großfeuer in Mainz.

WSN. Mainz, 29. Mai. Ein gestern in dem Kohlenlager der Firma K a l f - Kastel ausgebrochenes Feuer konnte in den Abend­stunden noch nicht völlig gelöscht werden. Es suchte sich während der Nacht in den reichen Kohlenvorräten Nahrung und wütete heute mor­gen von neuem auf. Llngefähr 10000 Zent­ner Briketts sind von den Flammen ergriffen worden. Auch in der Nähe lagern­der Torf kam zur Entzündung. Die Mainzer Feuerwehr und die Kasteler Ortsfeuerwehr wa­ren mit Ausnahme von zwei Mainzer Lösch­zügen an der Brandstelle zugegen. Als das Feuer heftiger wurde, griff auch die französische Militäi^euerwehr ein. Sämtliche Vorräte des Lagers scheinen verloren zu sein. Der Brand

dauert zur Stunde noch an. Der zweite Brand brach vormittags 11 Uhr in der Lackfabrik Albrecht aus. Er entstand in einem Schuppen­raum und griff von dort auf die ßadlcffei über. In den Lackvorräten und Rohstoffen fand das Feuer reiche Nahrung.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

ch Lützellinden, 29. Mai. Auf eine vier­zigjährige Tätigkeit im Dienste der hie­sigen Gemeinde kann der HolZhauermeister Franz von hier zurückblicken. Am Samstagnach­mittag fand aus diesem Anlaß auf dem Rathause eine Feier statt, an der neben dem Iubilao Bürgermeister Dr. Neumann (Groß-Rechten­bach), Forstmeister Reichard (Krofdorf), För­ster Schüler (Forsthaus Finsterloh) und die hiesige Gemeindevertretung teilnahmen. Gemeinde­vorsteher N o r s ch richtete herzliche Begrüßungs- Worte an die Erschienenen, insbesondere an die auswärtigen Gäste. Bürgermeister Dr. Neu­mann (Groß-Rechtenbach) gedachte mit anerken­nenden Worten der Tätigkeit, die Holzhauer­meister Franz 40 Jahre lang der hiesigen Ge­meinde in ihrem Walde zur vollsten Zufrieden­heit verrichtet hat, und überreichte ihm eine Wanduhr als Geschenk der Gemeinde. Weitere Worte des Dankes und der Anerkennung zollten dem Jubilar Forstmeister Reichard (Krofdorf) und Förster Schüler (Forsthaus Finsterloh). Mit bewegten Worten dankte Herr Franz für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen.

Maingau.

WSN. Frankfurt a. M., 29. Mai. Die Frankfurter Straßenbahn schließt das Jahr 1928 mit einem Defizit von etwa 2 6 0 0 0 0 M k. ab, während der Voranschlag einen Reingewinn von 850 000 Mk. vorsah. Dieses wenig erfreuliche Ergebnis trotz erhöhter Fre­quenz (180 769 700 Personen gegenüber 171 429 800 im Jahre 1927) ist in der Hauptsache auf die Zuschüsse im Omnibusbetrieb zurückzuführen.

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"Durch Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 14. März 1929 hat sich die unterzeichnete Genossenschaft in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt. Gläubiger, welche diesem Beschluß widersprechen, wollen sich bei der Genossenschaft melden. 4727D

Staufenberg, den 14. März 1929. Landw. Konsumverein e. G. m. b. S).

Ludw. Jung V., N. B e ck e r III., Wilh. heibertshausen.

^agdyervachtung.

Die Jagdnutzung des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Klein-Rechtenbach soll am Samstag, dem 1.3uni 1929, nachmittags 3 Uhr, im Gemeindesaale Hierselbst, auf einen neunjährigen Zeitraum, und zwar bis zum 31. März 1938, öffentlich meist­bietend verpachtet werden.

Der Jagdbezirk umfaßt 302 Hektar, da­von 195 Hektar Feld und 107 Hektar Wald. Die Jagd hat einen guten Rehwild­bestand. 4809D

Der Jagdbezirk ist von den Bahn­stationen Lang-Göns und Dutenhofen in kurzer Zeit erreichbar. Außerdem bestehen Postautoverbindungen nach Wetzlar und Gießen.

Die Pachtbedingungen werden im Ver­pachtungstermin bekanntgegeben. Nähere Auskunft erteilt der unterzeichnete Jagd­vorsteher.

Klein-Rechtenbach (Kreis Wetzlar), den 14. Mai 1929.

Der Jagdoorsteher: Schmidt.

^Bekänntmachnnq.

Der vom Gemeinderat beratene Vor­anschlag für 1929 liegt vom 31. d. M. an eine Woche lang bei der unterzeichneten Stelle zur Einsicht offen. Bemerkt wtrd, daß eine Umlage erhoben wird, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Münster, den 29. Mai 1929. 4801D

Bürgermeisterei Münster.________

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