len Steinbachs Stürmer dreimal erfolgreich fein. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Schiedsrichter Engelbrecht (Großen-Buseck) leitete zufriedenstellend.
Arbeiter-Turn- und Sporibund.
Gießen I — Wetzlar I 8:1.
Wetzlar war am Sonntag im Pflichtspiel gegen die Kreisklassenmannschaft Gießen hier zu Gast. Mit dem Anstoß der Gäste, die sich den Wind zum Bundesgenossen gewählt hatten, begann ein flottes Spiel. Wohl erzielten die Gäste kurz hintereinander drei Ecken, die jedoch nichts einbrachten. Gießen, das mit Ersatz antrat, fand sich allmählich besser zusammen und kam bald zum Führungstor Doch Wetzlar hatte bald den Ausgleich hergestellt. Gießen drückte sich nun mehr und mehr durch und stellte das Resultat bis Halbzeit auf 4:1. Nach Seitenwechsel wurden die Gäste allmählich eingeschnürt. Auch die zahlreiche Verteidigung konnte nicht verhindern, daß die Einheimischen noch viermal einsenden und so obiges Resultat Herstellen konnten.
Naunheim I — Alsfeld I 3:0
In Naunheim trafen sich beide Gegner zum fälligen Serienspiel. Der Anstoß zeigte ein flottes Feldspiel, indem beide Tore in gefährliche Bedrängnis kamen. Ein für die Gäste gegebener Elfmeter wurde verschossen. Bis Halbzeit konnte keine Partei einen Erfolg buchen. Nach Seitenwechsel weiter flottes Spiel. Naunheim ging nun bald m Führung. Alsfeld ging nun mächtig aus sich heraus, konnte aber zu keinem Erfolge kommen. Die Einheimischen konnten durch schönes Spiel kurz hintereinander zwei weitere Treffer buchen und so mit obigem Resultat den Platz als Sieger verlassen.
Oppenrod I — Grünberg I 2:0.
In Oppenrod standen sich beide Gegner gegenüber. Obwohl die Einheimischen den Gästen etwas überlegen waren, dauerte es doch eine Welle, bis sie zum ersten Erfolg kamen. Grünberg strengte sich mächtig an, den Ausgleich zu erringen, dieser blieb ihm aber versagt. Oppenrod dagegen konnte noch einmal erfolgreich fein und so obiges Resultat erzielen.
Kinzenbach — Beilstein 1:1.
Kinzenbach I mußte die Reise nach Beilstein im Westerwald antreten; zwei gleichwertige Gegner trafen hier aufeinander, die sich die Punkte nach flottem Spiel mit dem Resultat 1:1 teilten.
Steinbach I — Wieseck II 2:9.
In Steinbach trafen sich beide Gegner zum fälligen Serienspiel. Die technisch besseren Gäste konnten hier einen sicheren Sieg mit nach Hause nehmen.
Watzenborn I — Leun 3:1.
Watzenborn I war in Leun zu Gast und konnte überraschenderweise den sonst sehr guten Einheimischen einen 3:1-Sieg abringen.
Klein-Linden (Jugend) — Wieseck (Jugend) 3:4.
Klein-Lindens Jugend hatte Wiesecks Jugend zu Gast. Nach abwechslungsreichem Spiel blieben die Gäste mit dem Resultat 3:4 Sieger.
Dom Radsport.
Der Gau 73 Lahn des Bundes Deutscher Badfahrer veranstaltete am Sonntag seine 50- Kilometer-Preisfahrt auf der Strecke Cölbe— Biedenkopf und zurück. Trotz des sehr windigen Wetters wurden in beiden Gruppen hervorragende Zeiten erzielt. Ergebnisse:
Klasse A. 1. W. Döringer, 1885 Gießen, 1 Std. 36 Min. 2. Hch. Preis, „Germania" Gießen, 1 Std. 38 Min.
Klasse 8. 1. 3. Hoppe, Marburg, 1 Std. 3918 Min. 2. G. Lauer, Beltershausen, 1 Std. 44 Win. 3. F. Schnecker, 1885 Gießen, 1 Std. 4510 Min. 4. W. Schacker, Marburg. 1 Std. 4619 Min. 5. H. Dender, Wetzlar. 1 Std. 4618 Min. 6. W. Biphi, Friedberg. 1 Std. 55 Min. 7. E. Weber, 1885 Gießen, 2 Std. 8. L. Euler, 1885 Gießen, 2 Std. 0033 Min.
Gießener Tennisklub 1922.
Bach intensivem Wintertraining hat der Klub am Samstag den Sommerspielbetrieb eröffnet. Leider ist ein vollwertiges Training bis jetzt noch ausgeschlossen, da die Beschaffenheit der vier alten Platze sehr zu wünschen übrig läßt und die beiden neu angelegten Plätze erst in nächster Zeit fertiggestellt werden. Cs ist dies um so bedauerlicher, da der Gießener Klub bereits am nächsten Sonntag einen Städtewettkampf gegen Marburg in Gießen austrägt. Der Marburger Tennisklub verfügt von jeher über eine spielstarke Mannschaft, die den schlecht trainierten Gießenern ohne Zweifel den Sieg schwer machen wird. Jedoch ist der Gießener Klub durch seine bewährten Kämpen vom Vorjahre gut vertreten, so daß der erste diesjährige Wettkampf, trotz obigem Handicap, wohl kaum eine Enttäuschung für Gießen werden wird.
Ausfichlsratssihung der Hekoga.
WSN. Darm ft aM, 29. April. In der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats der Hekoga (Hessische kommunale Gasversorgungs-A.-G.), die von nachmittags bis zum Abend dauerte, wurde vom Vorstand das zahlenmäßige Ergebnis der verschiedenen Angebote für die hessische Gasversorgung in einer Denkschrift vorgelegt. Nach Kenntnisnahme beschloß der Aussichtsrat, in einer demnächst stattfindenden Sitzung wegen der weiteren Vorschläge an die Generalversammlung endgültig Stellung zu nehmen. Wie verlautet, wird in aller Kürze der Inhalt der Denkschrift in vollem Umfange der Öffentlichkeit unterbreitet werden.
Starkenburg.
WSN. Bensheim a. d. B., 29. April. Durch Entschließung des hessischen Ministeriums des Innern wurde der Stadt Bensheim die Führung eines neuen Stadtwappens bestätigt. Das Bild des Wappens zeigt in Rot den goldgepanzerten St. Georg auf silbernem Pferd, einen grünen Drachen erstechend.
Rheinhessen.
WSN. Mainz, 29. April. Ein schweres Unglück ereignete sich Sonntag nachmittag auf der Kaiserstraße. Ein fünfjähriges Mädchen namens Wagner wollte einem Radfahrer ausweichen, wurde aber dabei von einem Auto, das von einer Dame gelenkt wurde, in der Nähe des Bürgersteigs erfaßt und üb erfahren. Die Räder gingen der Kleinen über den Kopf, so daß das Kind trotz sofortiger ärztlicher Hilfe alsbald verschied
Wirtschaft.
Beruhigung am Devisenmarkt.
Durch die sichere Haltung der Beichsbank und der deutschen Großbanken ist sowohl im 3nlande, als auch im Ausland eine wesentliche Beruhigung eingetreten. Besonders in englischen Finanzblättern ist darauf hingewiesen worden, daß die deutsche Währung als durchaus stabil anzusehen ist. Die Devisenanforderungen sind gestern ganz erheblich zurückgegangen, sie werden auf etwa 5 bis 6 MiUionen Dollar geschätzt. Auch die Feststellung der Botiz für Dollarnoten konnte auf der bisherigen Basis wieder vorgenornmen werden. Die überstürzten Markverkäufe im Auslande haben zu einer Mark- knappheit geführt, so daß die Mark fest ist.
Millioneninsolvenz einer Berliner privatbanksirma.
Berlin, 29. April. (WTD.) An der heutigen Börse wurde die Insolvenz der Berliner Bankfirma Bichard Harte bekannt. Laut „Boss. Ztg." hat das Bankgeschäft am heutigen Tage seine Zahlungen eingestellt. Als Grund wird die Uneinbringlichkeit gewährter Kontokorrentkredite angegeben. Die Firma ist im Augenblick mit der Aufstellung eines Statuts beschäftigt. Die Verbindlichkeiten schätzt man auf mindestens 3Vr Millionen Mark.
•
* Diskonterhöhung der Dank von Danzig. Die Dank von Danzig erhöht ab 30. April ihren Diskontsatz von 6 auf 7 Prozent und ihren Lombardsatz von 7 auf 8 Prozent.
• Verein igung der Hess. Kommunalen Landesbank mit der Girozentrale. 3n der am Samstag in Frankfurt a. M. stattgehabten G.-V. der Hessischen Kommunalen Landesbank wurde die Vereinigung mit der Hessischen Girozentrale beschlossen. Die beiden Banken werden ihre seitherige getrennte Geschäfts, führung einstellen, die Geschäfte werden gemeinsam geführt werden. Wann diese Verschmelzung in Kraft tritt, steht jedoch noch nicht fest. Die diesbezüglichen Verhandlungen gehen noch weiter.
* Preußische Hhpotheken-Aktien- B a n k. Die G.-V. setzte die Dividende auf 10 (i. V. 9) Prozent fest. Das laufende Geschäftsjahr habe sich, wie mitgeteilt wurde, bisher befriedigend entwickelt. Die Bank sei auch ferner in der Lage dadurch, daß sie einen größeren Posten Pfandbriefe an ausländische Freunde vor kurzem begeben hat, Hypotheken, die sich zu günstigen Sähen bieten, hereinzunehmen. Zur Zeit stocke der Pfandbriesabsah.
* Vergleich be i Fuchs Waggon angenommen. 3n dem gestrigen Vergleichstermin der Waggonfabrik Fuchs A.-G., Heidelberg, stimmte die Mehrheit der Gläubiger dem neuen Vergleichsvorschlag zu, der bekanntlich von den Grohgläubigern den Verzicht auf 70 Prozent ihrer Forderungen verlangt. Die
amtliche Betätigung des Vergleichs soll am Dienstagvormittag erfolgen. Da die Annahme dieses Vergleichs eine Voraussetzung für die Zustimmung der Gebr. Schöndorff A.-G., Düsseldorf, zu der Llebemahme von 1,8 Mill. Mk. neuer Aktien von Fuchs Waggon war, so ist damit die Sanierung von Fuchs Waggon durch Schöndorff ebenfalls gesichert.
* Frankfurter Maschinenbau A. - G. Dorrn. P o kornh & Wi ttekind. Frank- furt a. M. Bei der Gesellschaft ist für 1928 mit einem Rückgang der Dividende bis auf zirka 4 Prozent (i. V. 6) zu rechnen. Wie W.T.B.- Handelsdienst erfährt, findet die Bilanzsihung am 1. Mai statt. Lieber die voraussichtliche Höhe der Dividende sei man sich bis jetzt aber noch nicht schlüssig.
* Stolberger Gesellschaft für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation, Aachen. Das Geschäftsjahr 1928 erbrachte bei 924 930 (L V. 1038 002) Mk. einen Beingewinn von 909 832 Mark. Das abgelaufene Geschäftsjahr stand unter der Wirkung des weiteren Riedergmiges der Metallpreise, die notwendigerweise das Bilanzergebnis beeinflußten. Wenn trotzdem das Ergebnis von dem des Vorjahres nicht wesentlich abweicht, so ist das hauptsächlich den in bedeutendem Umfange vorgenommenen Investierungen zu danken, die einerseits eine Erhöhung der Produktion auslösten, die aber auch andererseits für die Folge wesentlich höhere Aufwendungen für Verzinsung und Abschreibungen bedingen. Der am 1. Juni stattfindenden G.-V. soll die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent auf die Stammaktien und dementsprechend 4 Prozent auf die Vorzugsaktien vorgeschlagen werden.
* Rudolph Karstadt A.-G., Hamburg. Der Geschäftsbericht der Rudolph Karstadt A.-G., Hamburg, betont, daß das Jahr 1928 unter außergewöhnlich schweren wirtschaftlichen Belastungen verlief. Immerhin konnten die LImsähe in den reinen Detailbetrieben ohne Berücksichtigung der Einheitspreisgeschäfte von 231,5 auf 254,4 Mill. Mk. gesteigert werden. Da die Linkosten um rund 1 Prozent des Gesamtumsatzes stiegen, ergab aber der Mehrumsatz von rund 23 Millionen keine entsprechende Steigerung des Reingewinnes. Außer der vorzeitigen Rückzahlung der alten Amerikaanleihe bei Gelegenheit des Abschlusses der neuen sechsprozentigen amerikanischen Anleihe in Höhe von 15 Mill. Dollar wurde eine Reihe von Restkauf- und Aufwertungshypotheken im Gesamtbeträge von rund 7 Mill. Mk. getilgt. Von den im Zusammenhang mit der amerikanischen Anleihe ausgegebenen Aktien sind an der diesjährigen Dividende 8,5 Mill. Mk. mit halber Dividende beteiligt. Der Rest von 10,5 Mill. Mk. kam erst kurz vor Ablauf des Geschäftsjahres zur Einzahlung. Das gesamte Aktienkapital ist nunmehr für das laufende Jahr voll dividendeberechtigt. Der Bericht weist ferner darauf hin, daß der Ausbau der Epa-Geschäfte (Einheitspreis A.-G.) sich in ausgezeichneter Entwicklung befinde. Die Gesellschaft hatte am 30. Juni 1928 14 Filialen in Betrieb. Diese Zahl war bis Ende Januar 1929 auf 23 gewachsen. Von einer Rennung der LImsähe dieses Geschäftszweiges der Gesellschaft wird abgesehen mit der Begründung, daß bei dem starken Ausbau des Llntemehmens diese Zahlen nur zu Fehlschlüssen führen, und weil bei der Tatsache, dach verschiedene Geschäfte für ganz verschiedene Zeitabschnitte in Betrieb waren, nur irrige Auffassungen Platz greifen würden. Das Kapital der Epa, das gegen Schluß des Geschäftsjahres auf 2 Mill. Mk. erhöht wurde, soll ihrem wachsenden Umfang entsprechend in diesem Jahre weiter heraufgesetzt werden. Für die Epa, deren Ge° schäftsjahresschluh auf den 31. Januar verlegt werden soll, kommt auch im laufenden Jahre eine Reihe weiterer Filialen zur Eröffnung.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 30. April. Tendenz freundlich. Im vorbörslichen Verkehr war das Geschäft sehr ruhig, und die Tendenz zeigte eine gewisse Unsicherheit, da die angespannte Geldmarktlage und der schwache Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse, sowie das Anziehen des Geldsatzes bis auf 15 o. H. verstimmte und eine nicht unerhebliche Zurückhaltung hervorriefen. Doch setzte kurz vor Beginn des offiziellen Marktes ein Tendenzumschwung ein, da die günstigeren Momente wieder in den Vordergrund traten. So wurde der weiteren Besserung des Devisenmarktes verstärktes Interesse entgegengebracht. Auch die günstigere Beurteilung hinsichtlich der eventuell wieder zustande kommenden Reparationsoerhandlungen machten einen vorteilhaften Eindruck. Daß man auch im Auslande die internationale Lage günstiger beurteilt, geht schon aus der Tatsache hervor, daß heute das Ausland wieder stärker am Börsengeschäft beteiligt war. Besonderes Interesse wurde von dieser Seite
dem Elektromarkt entgegengebracht, sowie dem Farbenmarkt. Dem heutigen Zahltag wurden kaum Besorgnisse beigemessen, da von den beteiligten Stellen wohl rechtzeitig Vorsorge getroffen wurde. Das Geschäft war im allgemeinen nicht sehr erheblich, da die anfängliche Zurückhaltung immer noch etwas auf der Stimmung lastete. Die Kurs- g e ft a 11 u n g war daher zu Beginn der offiziellen Börse nicht immer ganz einheitlich, doch bestand für die schon erwähnten Papiere lebhaftere Nachfrage. J.-G.-Farben gewannen zur ersten Notierung etwa 2, Schuckert 2,5, Licht und Kraft 1 und AEG. 0,5 v. H. Montanmarkt fast ohne Geschäft und leichter. Von Kaliaktien eröffneten Salzdetfurth 1 v. H. niedriger, während Aschersleben und Westeregeln leicht gebessert lagen. Banken 0,5 bis 2,75 v. H. schwächer. Auch heute wurde dem Rentenmarkt lebhafteres Interesse entgegengebracht. Besonders Schutzgebiete standen an der Sssktze und gewannen etwa 0,5 o. H. Auch Ablösung ohne Option konnten weiter anziehen. Erst nach den ersten Kursen kam die bessere Börsensituation zum Ausdruck. Bei lebhafterer Nachfrage konnten J.-G.- Farben weitere 3, Siemens 5,5 v. H. gewinnen. Die Spekulation beteiligte sich lebhafter am Geschäft. An den Nebenmärkten traten erneute Besserungen bis zu 2 o. H. ein, doch blieben auch hier die Umsätze ziemlich eng begrenzt. Später unterlag die Börse auf Gewinnmitnahme verschiedentlich Schwankungen, und bei den meisten Papieren traten Abbröckelungen bis zu etwa 1 v. H. ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 v. H. gesuchter. Am Devisenmarkt konnte sich die Mark weiter leicht bessern. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2168, gegen Pfund 20,47, London gegen Kabel 4,8530, gegen Paris 124,15, gegen Mailand 92,64, gegen Madrid 33,75, gegen Holland 12,0713.
Berliner Börse.
Berlin, 30. April. Nachdem man im heutigen Vormittagsverkehr eine gewisse Unsicherheit feststel- len konnte, die sich besonders in einer außerordentlichen Geschäfts stille auswirkte und an der Vorbörse durchweg niedrigere Kurse gehört hatte, eröffnete die Börse selbst nicht so schwach, sondern uneinheitlich mit 1- bis 2-v. H.-Schwankungen nach beiden Seiten, wobei aber die Rückgänge überwogen. Die Stimmung war etwas unsicher, was zum Teil mit der Geldmarktlage und dem heutigen Zahltag begründet wurde. Im allgemeinen dürfte der Zahltag aber keine Schwierigkeiten bereiten, da die Börse rechtzeitig Vorsorge getroffen hat. Geld war sehr gesucht. Tagesgeld, das am Vormittag mit 10 bis 12 v. H. gesucht war, stellte sich an der Börse auf 8,5 bis 10,5 v. H. Monatsgeld 8,5 bis 9,5 v. H. Warenwechsel ohne Umsatz. Das Geschäft war sehr gering. Kauforders lagen so gut wie gar nicht vor. Die gestrige Neu yorker Börse, die nach einem schwachen Beginn zum Schluß erholt war, konnte keine Anregung bieten. Gewisse Besorgnisse hinsichtlich der zukünftigen Kassenlage des Reiches und der Lohnbewegung im Reiche verschärften diese Situation. Schwächer lagen Polyphon, da in London Grammophonwerte heute niedriger lagen. Man wunderte sich darüber, daß über die gestrigen Gerüchte von einer bevorstehenden Gründung einer deutsch-englischenHol- dingsgesellschaft in Verbindung mit den Weltgrammophontrustgerüchten nichts Bestimmtes zu hören war. Zellstoff Waldhof waren dagegen auf Meldungen in der heutigen Presse fest. Auch Deutsche Atlantische konnten über 4 v. H. an» ziehen. Schwach lagen Banken, von denen Danat- bank fast 3 v. H. verloren. Elektrowerte konnten sich dagegen teilweise behaupten. Siemens und Elektrische Lieferungen eher etwas fester, Berger Tiefbau und Glanzstosf je 3 bis 4 v. H. niedriger. Stolberger Zink, Mannesmann auf die heutige Aufsichtsratssitzung bis 4 v. H. fester. Deutsche Anleihen waren weiter gesucht. Bon Ausländern lagen Bosnier schwach. Türken dagegen etwas fester. Am Pfandbriefmarkt war die Tendenz noch uneinheitlich. Liquidationspfandbriefe und Anteile taxierte man eher etwas freundlicher. Nach den ersten Kursen wurde es am Farbenmarkt sehr lebhaft. Man wollte Auslandkäufe aus Amerika beobachten, und der-Kurs zog um 4 v. H. an. Hiervon ausgehend setzte sich an der ganzen Börse eine Aufwärtsbewegung durch, die 1 bis 3 v. H. betrug.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 30. April. Der Produktenmarkt verkehrte heute in gänzlich geschäftsloser und flauer Haltung. Vom Inlande war Drot- getreide weiter nur sehr spärlich angeboten, und die Händler sind äußerst zurückhaltend und abwartend. Es konnte sich daher kaum Geschäft entwickeln. Es wurden notiert: Weizen 23,75, Roggen 22,75. Sommergerste für Vrauzwecke 24. Hafer, inländischer 24 bis 24,25, Mais (gelb) für Futter zwecke 22,50, Weizenmehl, südd. SvezialO 32,50 bis 33, Roggenmehl 30,25 bis 31, Weizenkleie 13,10 bis 13,25, Roggenkleie 13,75 bis 14. Tendenz flau.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7.5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
ftranlfun a M.
Berlin
Schluß. Kurs
1 Ubr- Kurs
Schluß. >2lnsang>
Kurs
Kurs
Damm
29-4. |
30.4.
29 4.
30 4.
6% Dt. RetchSanlethe v. m<
87,25
—
87,5
_
Dt. Anl.-Abläs.-Schuld mH AuL
los.-Rechten
52,25
—
52,4
52,4
DeSgl. ohne AuSIos.-Rechte
10
10,15
9,9
10,2
7% Franls. Hyp.-Bk Goldpf. uw
kündbar bi« 1932
<y,% Rheinische Hyp.-Bank Ligu
88,5
—
_
Goldpf. • ■
A.E.G. abg. Borkriegs-Obligation.
74
—
—
—
rückzahlbar 1932
88
—
—
—
4% Schweiz. Bundesbank.. . .
101I
__
_
4% Oesterretchlsche Goldrie.. . -
30
—
29,75
—
4,20% Gelten. Silberne.....
2,6
—
_
4% Oesterreich. etnheiU. Rte. . -
—.
—
4% Ungarische Goldrie. - - 4% Ungarische StoalSr. v. 1910
24
20,75
—
24,25
21,25
24,4
4'/,% deSgi. von 1913
22
—
22,5
_
4% Ungarische ftronenrtc.. .
1,85
—
1,9
_
4% Turk. Zollanleihe v. 19U . .
9
W—
9
9,6
4% Türkische Bagdadbahn-Anl.,
isetic 1 . •
8,75
_
4% besgi. Serie 11......
4% Rumänen convcrt. Rte. . . -
9
8,75
_
8,35
——
_
41/1% Rumänen Doldanl. von 1913
—
—
17,4
—
SUfl. Deutsche Eisenbahn . . 4)4
_
—
Hombu^-Amerika Valet ... 8
Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8
116,5
116,75
115,13
116,4
Hansa Danivlschisl . . 10
—
—
147
145
Norddeutscher Lloyd .... 8
109,5
—
108,5
108,75
Allg. Deutsche Eredltanst. . . 10
125
—
125,13
126
Barmer Bankverein . . . IC
126,5
127,5
127,25
Berliner HandeiSgesellsch. . 12
209
211
Commerz- und Privat-Bank n
186,5
186
186,5
186
'Lärmst, u. Nationalbank 12
257,25
254,5
257,75
255
Deutsche Bank . 10
161
161
161
160,5
Dislonto-Gesellscholi eint.. 10
153,5
153,25
152,65
152
Dresdner Bank - . 10
157,5
157
157,5
157,5
Mitteldeutsche Kreditbank ... 9
—-
_
_
RrtchSbank ..•••••• 12
295
—
293,9
291,6
ftranlfun a. M.
Berlin
Schluß- Kurs
l-Uhr. Kur«
Schluß-lAnfana
Kurs
Kur»
Datum
29 4.
30-4.
29-4.
30.4.
A.E.G.. .......»
Bergmann ......... 9
Gleltr. Lieferungen..... 10
Licht und Kraft ..... 10
Helten & Guilleaume..... 6
Ges. f. Elektr. Untern.....10
Hamb. Elektr. Werke .... 10
Rhein. Elektr.........9
Schles. Elektr..... 10
Schuckert.....• •••♦?
Siemens 4 Halske . • • • • 12
TranSradio . . ....... 8
Lahmever 4 6».. . . • • • 10
Buderus . . ....... 5
Deutsche Erdöl ....... 6
Gelsenkirchener ... f. % JJ. 4
Harvener ........ 6
Hoesch Eisen.........8
.'Ile Bergbau ........ 8
Köln-Reuessen ...... .9
Mannesmann........8
Mansselder...... 7
Oberschles. Etsenb. Bedarf. . . 5
Oberschles. KokSwcrke.....6
Phönix Bergbau......5%
Rheinische Braunkohlen... 10
Rheinstahl |. % Jahr 4%
Riebeck Montan......7,2
Vereinigte Stahlt»......6
Otavi Minen . . .... 3 sh
Kali Aschersleben ..... 10
Kaki Westeregeln...... 10 Kaliwerk Salzdetfurth ... Id
3. G. Forden^ndustU« ... 12
Dvnamtt Nobel ....... 5
Scheide anstatt . ....... 2
Goldschmidt ....... .6
RüigerSmerke . .......6
MetaügeieMchast. ..... 11
166
209,5
152
208
134,5
215
235
367,5
165
70
126,5
131,5
211,5
98
126
91,5
276
115,5
90,25
236,5
242.5
372
244,25
164
84,5
88,75
128
166,4
209
154,5
237,5
367,5
117
91,75
115,75
237 371
1
127
165,9 209,5
152,25 207,5
134,75
214
139,5
157
187 234,25 367,75 140,5 163,25
69,5
117 114,25 127,13 131,25
114,5 211,25
98,5
114 112,25 128,75 82,25 100,13
91,9
277 114,75
90,5 67,13
235 239,75
370
242,75 114.25
84,5
87,13
128
165,4
212
150,5
206,5 136
215,5
157
186,75
234,9 366
164
69,75
115.4
126
130,5
114,6
98,75
114,5 109,75
127,9
80,5 100,75 92,13 278,25
114
140
66,75
234,5
240 370,25
243,75
115
84,5
87,5
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß- Kurs
t-Uhr- Kurs
Schluß- Kurs
Anfang Kurs
Datum
29.4.
30-4.
29-4.
30 4-
Philipp Holzmann .....1
Heidelberger Cement .... io
Eement Karlstadt......8
Watch & Freitag......10
Schultheis Pahenhofer ... 15
Ostwerte.........12
Ber. Glanzstosf......18
Bemberg.........14
Zellstoff Waidhos.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
Eharlottenburger Wasser ... 7
Dessauer Gas........8
Daimler Motoren......C
Deutsche Maschinen-Fabrik . . o
Adlerwerre Klever......5
Luvw. Loewe.......10
Rat. Automobil ....... 0
Orenstetn 4 Koppel . .... 6
Leonhard Tietz ....... 6
Bamag-Megutn ....... 0
Franks. Maschinen ...... 6
Griyner..... 11
Hevligenstaedt ....... 0
Iunghans. .........4
Lechn-erke. ....... 8
Mainkrastwerke ....... 8
Mag..........10
Nelarsuliner ........ 8
Peters Union ........ 8
Gebr. Roeder ....... 10
Boigt & Haessner......8
Südd. Zucker........8
116,5
145,5
175
123,5
430
255
177,5
2 ' 56,5
=
53
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-| | 1 1 | | | | | | | | | 1 | 1 SlSl 1 1 1 1o1 1 I I I 8
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335
257
176
107,75
203
54,4
50
50,5
203
28
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Banknoten.
Berlin, 29. April
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Brief
ymeruantidje '.Koten.....
4,229
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Belgische Noten .......
58,38
58 69
Dänische Noten ........
112,26
119.70
Englische Noten........
20,50
20,58
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Berlin 29. April
Geld
Brief
französische Noten.....
16,50
16,56
Holländische Noten......
168,56
196,24
italienische Noten......
22,18
22,26
Norwegische Noten......
112,23
112,67
Deutsch-Oesierr, ä ioo Kronen
59,11
59,35
Rumänische Noten......
2,51
2,53
Schwedische Noten ......
112,51
112,95
Schweizer Noten .......
81,54
81,86
Spanische Noten.......
60,93
61,17
Tschechoslowakische Noten ..
12,47
12,53
Ungarische Noten . ...
73,27
73,57
29. April
30- April
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Amf1.-Rolt.
169,42
169,76
169,41
169,75
Buen--Aires
1,771
1,775
1,772
1,776
Brss.-Autw-
58,54
58,66
58,525
58,645
Chriirianta.
112,35
112,57
112,36
112,58
Kopenhagen
112,42
112,64
112,39
112,61
Stockholm .
212,72
112,84
112,59
112,81
Helsingfors-
10,595
10,615
10,593
10,613
Atollen. . .
22,105
22,145
22,075
22,115
London. . .
20,452
20,492
20,449
20,489
Neuvork . .
4,2135
4,2215
4,2135
4,2215
Paris....
16,475
16,515
16,465
16,505
Schweiz . .
81,16
81,32
81,15
81,31
Spanien.
60.72
60,84
60,39
60,51
Japan - . - Rio de Jan
1,896
1,900
1,894
1,898
0.504
0,502
0,504
0,502
Wien in D-- Ceft. abgest
59,20
59,32
59,18
59,30
Prag . . • •
12,475
12,495
12,472
12,492
Belgrad . .
7,411
7,425
7,408
7,422
Budapest. .
73,54
73,58
73,41
73,55
Butanen
3,042
3,048
3.042
3,648
Lissabon Danzig. . . Konst.ntin.
18,88
18,92
18,85
18,89
81,73
81,89
81,73
81,89
2,066
2,070
2,066
2,070
Athen. .
5,455
5,465
5,46
5,47
Canada
4,181
4,189
4,181
5,189
Uni uav
4,006
4,074
4,076
4,084
Cairo - -
20,98
21,02
20,975
21,025


