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* Gießen. 29. Ian. Am zweiten Tag Der- handele das Schwurgericht gegen den Chauffeur Philipp Schott zu Frankfurt a. M,früher zu Fauerbach v. d. H. wohnhaft. Die Anklage vertrat Oberstaatsanwalt D r. Drill, Bertei- diger war Rechtsanwalt Krüger.
Im Februar vorigen Jahres bemerkten eines Sonntags Einwohner von Fauerbach v. d. H., Laß sich aus dem in dem Haus des Angeklagten befindlichen Laden Bauch entwickelte. Als sie in die
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Für gewöhnlich besteht das Futter für unsere notleidende Dogttwett aus Spciseabfällen und Brot, hie von ber Haucfrau ober den Kindern des Hauses auf den Hof, in den Garten oder auf die Fensterbank gebracht werden. Dies genügt meist für die Sperlinge. Erfahrungsgemäß können aber gerade die Küchenreste bei einer ganzen Reihe von Vögeln, sofern sie in ihrem großen Hunger überhaupt dieses Fuller zu sich nehmen, unter Umständen den Tod herbeiführen. Deshalb ist die wichtigste Forderung, will man jeder einzelnen Dogel- art in der Zusamensetzung des Futters gerecht werden: „Die Fütterung muß naturgemäß sein", d. h., man muß bcispeiPwrise versuchen, den körnerfressenden Vögeln größtenteils Sämereien, den insektenoertilpcn.den hauptsächlich Kerbtiere ober entsprechende Ersatzstoffe zu bieten. 2l n - gefeuchtetes oder gor nasses Futter vermeide man unter allen Umständen,
Die anhaltende Winierkälte bei den verschneiten Felbern läßt unsere gefiederten Sänger in große Not geraten. Wohl werden durch tägliche Aufrufe in den Zeitungen Tier- und besonders Dogelfreunde zur Linderung des Futtermangels aufgerufen. Zu unserer Freude kommen auch viele mitleidige Menschen dem Verlangen nach. Aber von größter Wichtigkeit scheint mir gerade, neben den monniosaltigen Vorrichtungen zur Fütterung, wie Füllerhäurchen, Futterapparaten und Fullerplätzen einiges über die Art des Futters selbst zu sagen.
da es infolge der Käste gefriert; von den hungrigen Vögeln etwa ausgenommen, wird es ihnen den Tod bringen. Es ist schon aus diesem Grunde zu empfehlen, ein Trockenfutter, foccnannie Futter st e i n e , zusammenzustellen. Diese kann man unbedenklich in den verschiedensten Futterhäuschen, -platzen und -opparaten auslegen. Der bedeutende Ornitholoae Freiherr v. Berlepsch hat seinerzeit In der „Ornithologischen Monatsschrift" eine Anleitung gegeben, wie man auf nicht kostspielige Weise solche Futtersteine selbst Herstellen kann. Sie sind überdies auch nach seinen Angaben von tiner Reihe von Firmen in Deutschland hergestellt i »orden und für wenig Geld zu haben. Hier sei das | «erlepsche Rezept wiedergegeben:
Getrocknetes, gemahlenes Weißbrot Getrocknetes, gemahlenes Fleisch
Dazu müßten noch etwa 1400 Gramm Fett, Rinder- ober Hammestalg vermischt werden.
Es ist natürlich nicht notwendig, wenn man selbst solches Trockensutter Herstellen will, sich strikte an die obigen Angaben zu halten. Vielmehr soll es nach Ludwig Ankenbrands „Vogelschutz im Winter und Sommer" ebenso zweckdienlich fein, gerade den Meisenarten, die mit Vorliebe die Futtersteine aufsuchen, nicht übermäßig Fett und Fleisch zu reichen, da sie es draußen in der Natur auch nicht in Hülle und Fülle vorfinden. Ankenbrand hat mit Rücksicht darauf ebenfalls einen Futterftein zusammenaestellt, der an Stelle des Fleisches im Berlepschen Rezept mehr Samen, fetthaltige Nüsse und Weißwurm bringt. Unkrautsamen, getrocknete Beeren und Kerne kann man unentgestlich im Lause des Jahres zur geeigneten Zeit sammeln. Nickt jeder angelegte Futterplatz wird von allen Dogelarten besucht. Der aufmerksame Beobachter hat bald her- Egefunden, daß diese oder jene Vögel in größerer vertreten sind. Darnach ist es leicht, außer den Futtersteinen. andere für die betreffenden Dogelarten passenden Futtermischungen zusammenzu- stellen. So würden sich eignen für:
Meisen, (Blau-, Kohl-, Schwanz-, Sumps-, Tan- nenmeisen usw.): Sonnenblumen-, Kürbis-, Gurken-, ferne Nüsse, Mohn, Hans (ganz), Ameisenpuppen, Mehlwürmer, Speck, Weißwürmer.
Finken aller Art, (Buchfink, Blutfmk, Stieglitz. Hänfling, Zeisig usin): allerlei ^me- reien, Hanf, Hafer, Mohn, Distel- und Fichten- samen, Hirse: Brot und Kartoffeln für Sperlinge und Haubenlerchen.
Amseln, Drosseln: Spesieabfalle, faule Aepsel (mit Vorliebe), Beeren aller Att, Hagebutten usw. ____________________
Starkenburg.
WSA. Darmstadt. 29. Ian. Gestern nach- mittag ereignete sich in dec Chemismen Fabrik E. Merck ein schwerer Unfall. Der 25 Jahre alte Schlößer Georg Stör. aus Ar- hcilgen war, auf einer Leiter stehend, damit beschäftigt, an einer schadhaften Dam>slei ung eine Reparatur vorzunehmen. Plötzlich mischte dis Leiter aus und S.'ort stürzte in eine direkt unter, ihm befindliche Pfanne, in der sich eine aus über 10 0 Grad erhitzte Lauge aus Gal- cium-Sulsurat befand. Stork erlitt so schwere Verbrennungen am ganzen Körper, daß er noch in der Aacht im Städtischen Krankenhaus unter gräßlichen Schmerzen verstarb.
Äriefkasten der Redaktion.
sRechtsgutachten sind ohne Derbindlichkest der Schriftleitung.)
£). Th. in V. Die Provinz Oberhessen wertet ihre Anleihe vom Jahre 1920 mit 20 v. H. auf. Die Provinz gibt für Astbesitz neue Ablösung:scheine ohne Zmsbogen aus, und zwar seit Ende 1928. Die Aufwertung hinsichtlich des Attbesitzcs erfolgt derart, daß für 4780 Papiermark 12,50 Mark Ab- lösungsanleihe mit Auslosungsrccht ausaegcben werden: für Neubesitz erhält man für 1000 Papiermark 5,20 Mark in bar.
ft. D. A. Pensionierte hessische Staatsbeamte können iyr Ruhegehalt auch außerhalb der Grenzen des Freistaates Hessen verzehren, d. h. ihren Wohnsitz dementsprechend nehmen. Letzteres ist zur Zeit mehrfach der Fall, ebenso wie auch nichthefiische, in den Ruhestand versetzte Beamte ihren Wohnsitz nach Hessen verlegt haben.
ft. £). Ihre Gläub.aerfirma konnte die Forderung an Sie aus die Bantfirma ohne Ihre Zustimmung übertragen, d. h. abtreten, jedoch nicht unter Veränderung des Inhalts. Haben Sie also mit der Gläubigerfirma Ratenzahlungen vereinbart, so können Sie auch lünftig noch in Raten zahlen. Teilen Sie der betr. Bank den Inhalt der Vereinbarung mit. Im Falle eines Rcchtsstreites läge der Beweis Ihnen ob, daß Ihnen Ratenzahlungen oder Stundung gewährt worden ist.
Kunst und Wissenschaft.
(Ein neuer Frankfurter Opernregisseur.
Die Städtischen Bühnen in Frankfurt a. M. teilen mit, daß als Nachfolger der Rcg'sseure Dr. W a l l e r st e i n und Mützenbecher Dr. Ner- bert Graf, Breslau, als leitender Opernregisseur ?cn 1929 ab verpflichtet wurde.______
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wurde« im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchensche ter 18 TIL, Eichen chriter 14, Buchen- knüppel 13, Eichenknüppel 9,20, Duchenstöcke 8. Eichenstecke 5,50 Mst je Aaummettr. Buchenreisig 31.(0, Eichenreisig 12 UH. je 100 Wellen.
" Ein Rückgang der Hundehaltung in Gießen ist in den letzten 5 Jahren unverkennbar. Es waren am 1. 3amtar zur Hundesteuer angemeldet: 19-5: 1201; 1926: 1229; 1927: 1037; 19_8: 1067; 1919: 932; 1923 versteuerten 2 Hunde 23. 3 Hunde 1 Besitzer; 1929 zur Steuer angemeldet 2 Hunde 19. 3 und 4 Hunde je ein Besitzer. Ob die Steuer oder welche sonstigen stlmstände den Aückgang der Zahl der Hande in unserer Stadt verursacht haben, ist schwer zu sagen.
" Besihwechsel. Die Gießener Daugesell- schaft, die bisher in der Schubertstrahe fünf Wohnhäuser im Aohbau erstellte, hat davon drei (oic beiden Eckgebäude und ein Haus von dem Drillingsbau) verkau t und sich verpflichtet, die Häuser sobald all möglich schlüs.eifertig her- zustellen. Tie Gesellfchafi hat bie_ Abficht. in diesem Zähre fünf weitere Wohnhäuser zu er- *baueft.
** Da s Handwerk bei Li^ferungs- vergebungen. stfiach einer Atit.cilung des Ministers für Arbeit und Wir.schaft hat die Handwertäkammer ge^elen, bei der CBer.icbu.ig von Arbeiten und Lieferungen für die zur Zeit vielerorts in Ausführung oe,rts,enen, oder künftig .zur Ausführung kommenden Gemeindewasier- Icitur-gen, Gasversorgungen vsw. vorzt gswei.e das einheimische Handtrerk zu berücksich^gen. Das Kreisamt Gieren unterstützt im neuesten Am.s- verlündigungsölatt in einer Bekanntmachung an die Stadt- und Gemeindeverwaltungen diesen Wunsch des Handwerls und empfiehlt, ihm soweit als möglich zu e.tts, rechen.
** Neue Bestimmungen fürden Kraft- fahrzeugverkchr in Klein-Linde n. Wie das Kreisamt Gießen im neuesten Amtsverkündigungsblatt bekannto bt, gelten mit sofortiger Wirkung folgende neue Best mmungen für den Krastfahr. zeugverlehr in Klein-Linden: Die Kirchstraße in Klein-Linden wird von der Steinstraße in der Rid)- tung Wetzlarer Straße bis zu dieser Straße für Kraftfahrzeuge aller Art sowie für den Fahrradver- kchr gesperrt. Ferner werden die Verbindungsgäßchen von der Steinstraße zur Hintergasse und von der Hintergasse zur Lützellindener Straße für den Motor- und Fahrradvertchr gesperrt. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden, soweit nicht nach anderen Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt 'st, mit Geldstrafe bis zu 150 Mark und im Uneinbringlichleitsfalle mit Haft bestraft.
" Einbrüche in Gartenhäuser. Der heutige Poli'eibericht meldet: In der Zeit vom 21. bis 24. Januar wurden in der Georg-Philipp- Gail-Straße und Am Aahrungsi>erg je ein Gartenhars (Wochenendhäuser) erbrochen. Entwendet wurden ein Ober- und Unterbett, ein Kopsiissen, ein älterer Teppich, eine Standuhr, ein Barometer, einige Kaffeetassen und ein Hirschhorn fuß von einer Petroleumlampe. Am 21. oder 22. Ianuar wurde Am Aahrungsberg eine Mannsperson beobachtet, die sich in verdächtiger Weise vor dem fraglichen Gartenhaus tzerumtrieb. Beschreibung: 20 bis 21 Iahre ait, etwa 173 Meter groß, sch'ank, gerade Haltung, volles rundes Gesicht, dunkelbraunes Haar, ohne Kopfbedeckung. grüner Kragen, mattgrüne Joppe, Sportstrümpfe oben bunt eingefaßt, schwere Schuhe. Außerdem wurde am 21. Januar ein Gartenhäuschen in der Bähe der Margareten- Hütte erbrochen und ein Spaten und eine Hacke entwendet. Personen, die sachdienliche. Angaben zur Ermittelung der Täter und des Diebesgutes machen können, werden gebeten, der Kriminalabteilung, Zimmer 67, Aachricht zu geben.
•" Auszeichnung bei der Deichs- Vorzellanwoche. An einem Schaufenster- Wrttbewerb in ganz Deutsch'and g l gm lich der st^eichs-Porzellanwoche im Oktober v. I. beteiligte sich auch die hiesige Firma Löwer & Bechstein, Neustadt. Wie man un3 jetzt berichtet. wurde die Firma für au: gezeichnete Leistungen bei diesem Wettbewerb mit einem Ehrenpreis bedacht.
Schlüpfer, wie Gollchähnchen, Zaunkönig, Draunellen: remahlcnen Hanf, Mohn- und Wegerichsamen, Wcißwürmer, Mehlwürmer, Amcisenpuppen.
Gerade den letzteren Dogelarten ist die Andrin- guna eines Futtcrhäuschens mit aufgelegter Futter- Mischung in einer Hecke oder im dichten Unterholz sehr willkommen.
Ebenso notwendig, wie die Fütterung der Vogel- weit, ist auch angesichts der überall jugefrorenen Flüsse, Dächc, Wasserläufe, Pfützen usw. die Verso r g u n g rn i t Wasser. Der Durst dürfte manchen Vögeln wohl die gleiche Qual bereiten, wie der Hunger. Man stelle einigemal am Tage in ein Gefäß iBlumcntopfuntersag u. ä.) lai—armes Wasser bereit; Damit es nicht so schnell gefriert, lege man einen heißgcmachten Srein hinein. B.
tatest sür Donnerstag. 31 Januar.
1797: der Komponstt Franz Schubert in W'cn geboren; — 1798: der Komponist Gottlieb Reissiger in Belzig geboren; — 1866: der Dichter Friednch Rückert in Neuses bei Koburg gestorben.
Bornoti^cn.
— Tageskalender für Mittwoch. Stadt- * theatcr: „Karl und Anna", 20 dis 22.30 Uhr. — Deutsche Jugendherbergen: Hauptversammlung, 20 Uhr, S.ngsaal der Oderrcalschule (Eingang Bismarckstraße). — V. D. 21.: Werbe ab end, 7.30 Uhr, Großer Hörsaal. — Vortragsvercinigung: Heiterer Abend, 8 Uhr, in der Neuen Aula der Universität. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Spiel mit der Liebe". — Astoria.Lich'Ip ele: „Die Ec sterfarm".
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, „Karl und Anna", Schauspiel in vier Akten von Leonhard Frank. — Freitag, 1. Februar, findet die erste Wiederholung von Werner Johannes Guggenheims Schauspiel „Das Dorf Sankt Iusten" statt. — Am Sonntag, 3. Februar, wird eine Wiederholung des Lustspiels „Kleine Komödie", von Siegfried ©euer, in Szene gehen; nicht, wie zuerst angegeben, „Flachsmann als Erzieher". — Frau Auguste P r a s ch - G r e v e n b e r g , die die Rolle der rau Lanz auf Wunsch der Intendanz in „Das Dorf Sankt Justcn" übernommen hat. ist zu einem Gastspiel in Molnars Lustspiel „Olympia" verpsticktet worden. Frau Auguste Prosch-Grevenberg, die inzwischen Berliner und Wiener Theater- und Filmverpflichtungen nachgekommen ist, wird wieder für eine kurze Zeit als Gast am Gießener Stadttheater spielen.
— Der Gießener Konzertverein ver- anstaltet am morgigen Donnerstag, dem 31. Januar, wiederum ein O r ch e st e r k o n z e r t. das letzte in diesem Winter. Wie das vorhergehende nachklassischer Musik, so wird das bevorstehende, wie man uns schreibt, modernen Meistern gewidmet fein. Smetanas zündende Ouvertüre zur ..Verkauften Braut", die hier erstmalig zur Aufführung gc! ugende „Pulc'n: I Suite" von Strawinskv. Lschattowskys „Pathe- lique", wohl die bekannteste und beliebteste seiner sieben Symphonien, stehen auf dem Programm und werden unter Leitung Dr. Temesvarys von dem Frankfurter S"mphonie° o r ch e st e r zu Gehör gebracht. Das Konzert findet, wie üblich, im Stadltheater statt und beginnt um 7.30 älhr abends; Ende gegen 9 IHjr. Im übrigen wird auf die Einführung in der gestrigen Bummer verwiesen.
— Eine öffentliche Vorführung des Boxens veranstaltet die Boxabteilung des hiesigen Männerturnoereins am kommenden Sonntagyach- mittag in der Turnhalle der Oberrealschule. Inter- esienten seien auf die heutige Anzeige verwiesen.
** Oberhessischer Turnerbesuch in Amerika. Wie wir zuverlässig erfahren, beabsichtigen der zweite Gauvertreter des Gaues Hetzen der D.T., Buchdruckercibesitzer und Redakteur Schneider (Butzbach) und der 1. Sieger beim Deutschen Turnfest in Köln, Turner Kari Reuter vom Turnverein 1846 Gießen, Anfang August eine auf etwa sechs Woch?n geplante Desuchsreise zu den Turnern in Amerika, insbesondere zu dem unter der Führung von George Seibel stehenden Nord- amerikanischen deutschen Turnerbu^d anzutreten. Zu diesem Rciseunternehmen haben Emladungen von amerikanischer Seite gelegentlich des Deutschen Tuinfcstes in Köln den Anlaß gegeben. Die Fahrt bat die Zustimmung der Deutschen Turnerschaft, sie soll jedoch durchaus privaten Eharalter behalten. Man darf von dem Besuche der beiden Hessen Turner in Amerika eine weitere Festigung der guten Bezie^ingen zwischen den nordamerikanischen und den deu:schen Turnern, insbesondere auch den hessischen Turnern, erwarten. ,
- Städtische Brennhoszpersteige- tun gen. Bei den beiden jüngsten Brennholz- üerfteigerungen im Stadtwald Gießen am Freitag und Dienstag im Bezirk des Försters Arft
verschlossene Hofreite eindrangen, schlugen ihnen aus einer Ecke des Ladens bereitZ die Flam: n entgegen, die jedoch rasch gelöscht werden tonnten, ehe das Feuer das Gebäude selbst ergriffen hor.e. Merkwürdigerweise sand man aber an aui crcn Stellen des Ladens noch andere setbstäi ge DrandHerde vor. die unbedingt auf eine vorsätzliche Trandstistung schließen ließen. Der >>- geklagte, der sich zur Zeit des DrandauSb'.! mit seiner Familie in Butzbach befand, bc n . ic sich bei seiner ersten richterlichen Qkrn.hniung nach anfänglichem Leugnen unter dem .xad. des vorliegenden Tewcismaterials zu einem vo len Geständnis. Er wollte den Brand angelegt haben. um seine Frau zu erschrecken und iic zu veranlassen, wieder von Fauerbach w:gzuzick:en. In der Hauptverhandlung gab der Angeklagte, der nach der Tat einen schweren Nervenzusammenbruch erlebt hatte, an. er könpe sich weder auf die Vorgänge vor dem Brandausbruch. noch auf seine früheren Angaben vor dem Amtsgericht erinnern. Die beiden ärztlichen Saä>- verständigen erklärten den Angeklagten sür verantwortlich, wenn er auch vermindert zurechnungsfähig sei. ,
Da auch ein weiterer Schaden nicht entstanden ist, ließ das Gericht Milde walten uab erla.mte wegen versuchter Brandstiftung auf eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten.
Todesutteil
im Offdillner Mordxrozeß.
WSA. Limburg. 29. 3an. 3m Offdillner Giftmordprozeß verkündete l;.uie abend 6 älhr nach 1'.stündiger 'Serc.um der Vorsitzende folgendes Urteil: Der Qln .eilagie E ch>a r d t wird wegen Mordes zum Tode verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden ihm auf Lebenszeit aberkannt. Dec Angeklagte hat die Kosten des Bersahre.rs zu tragen.
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