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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen danke ich herzlichst im Namen aller Hinterbliebenen.
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den sollen. Der Aufsichtsral der hekoga nimmt am 9. Dezember zu den Verträgen Stellung. Eine Generalversammlung der hekoga soll aus den 18. Dezember berufen werden, um die endgültige Entscheidung zu treffen. Zwischen dem 9. und dem 18. Dezember sollen die S t a d t r ä t e der beteiligten Städte und die provinzialtage über die Haltung ihrer Vertreter In der Hekoga-General- versammlung entscheiden."
wie uns von beteiligter Seite mitgetellt wird, bezeichnenlriefe Angaben im wesentlichen den Stand der Dinge. Befannt war seither schon, daß das IHala- ?er Gaswerk als Reserve weiter betrieben werden soll. Ob die andern kommunalen Gaswerke in Hessen ff Hl gelegt werden sollen, darüber läßt sich im Augenblick Endgültiges noch nicht sagen.
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das siebente Mal in Ruhe läßt.
Vornotizen.
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)ie sich kürzlich in btt in nach einer Runbge- itudenienschast abgespielt t, bah gegen bie Aus« i den Vorstand bet 6hi< inaruntersuchun« Ti Vorsitzenden der Stu- er nicht immatrifulicrl ie Aeuinmatrikulotion hat gegen die Mah« !gi.
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s der vieler Hast, >°t Direktor Alen vom ^Leiter der TaWel- ;lunschauspielerin gegen eme Feststellungs- cenb bie Kieler Aeichz. ftspiel stattfinben sollte, ersah klagen. Außer, lielsen gegen ben Inten- Watets Hartmann tage anstrengen wird mit der er als Tut- r „Flimmerdame"
Gretel Dauster geb. Krinn Karl-Heinz Dauster.
Gießen, den 28. November 1929.
Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 30 Nov., vorm. II1 h Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden bitten wir, im Sinne der Verstorbenen, abzusehen.
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Beitniagnaömefrele 3-4-Zimm.-Wol]ii. mit Bad wird von zwei älteren Damen gesucht. Vermittler verbeten. Schrtstl. Angeb. m. Preisung. u.07666a.d.Gß.An».
WSR. Darmstadt, 28. Rov. Der „hessische volkssreund" bringt heute aus Mainz eine Meldung, in der es u. a. heißt:
„Die Verhandlungen des Vorstandes der hessischen Gasversorgungsgesellschoft (hekoga) mit der Ruhrgas-21.-G. sind soweit gediehen, daß nunmehr die Verträge unterschristbereit o o r l i c g e n. Rach diesen Verträgen soll die Ruhrgas-A.-G. die Gasversorgung Hessens durch eine von der Ruhrgas- A.-G„ der S aarga»-2L-(ö. und der he- koga gemeinsam zu errichtende Ferngasleitung übernehmen. Als Stützpunkt im versorgungsgebiet soll das Mainzer Gaswerk von der Ruhrgas A.-G. gepachtet und i n beschränktem Umfange weiter betrieben werden, während alle andern kommunalen Gaswerke in Hessen ft111gelegt wer-
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Vor der Entscheidung über Hessens Gasfernversorgung.
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Gießen, den 29. Rovember 1929.
Oer Wecker.
Es ist ein köstliches Gefühl, wenn man in früher Morgenstunde aufwacht und sich durch einen Blick auf den Wecker überzeugt: Du hast noch ein Weilchen Zeit bis zum Aufstehen. Bie erscheint mir das Bett so mollig warm, nie die Kissen so weich, nie das Behagen des Ruhens so wohlig wie in diesem Augenblick, in dem ich noch einmal eindämmere in dem Bewußtsein: noch ein Stündchen ist dir gegönnt. Dis ich dann später durch ein abscheuliches, schrilles Geklingel aus Schlaf und Träumen geweckt werde. Ich fahre in die Höhe, erst halb bei Bewußtsein, nur dem Triebe folgend, den Störenfried neben mir zur Ruhe zu bringen. Ich habe mir absichtlich einen Wecker g.kaust, der durch einen Schlag auf einen Knopf abgestellt wird. Denn dieser Schlag ist mir wie eine Genugtuung, eine Rache für die grausame Gewissenhaftigkeit, mit der ich tagtäglich so unsanft in die Wirklichkeit gerufen werde. Dann ist es wieder still um mich.
Aber mit der Ruhe ist es aus. Wohl bleiben nur noch einige Minuten bis zum Aufstehen. Aber es sind keine Augenblicke der Ruhe, sondern des Kampfes. Denn in meine G»danken hat sich der Befehl eingeklingelt: Auf st eh en! Lind mit gleicher Genauigkeit beginnt jeden Morgen ein Kampf zwischen diesem Befehl und dem Verlangen nach wohligem Faulenzen. Er endet jeden Morgen mit dem gleichen Ergebnis: mit dem Sieg des stillen Gegners neben mir. Mit einem ärgerlichen Blick auf diesen Quälgeist springe ich aus dem Bett und strafe ihn den Tag über mit Richtachtung. Dis zum Abend. Dis ich chn mit leisem Grollen wieder aufziehe, damit er mich am nächsten Morgen wieder plagen kann.
Aber einmal in der Woche zerschmilzt all mein Groll gegen den getreuen Plagegeist. Das ist, wenn ich Samstags abends in genießerischer Ruhe und Langsamkeit das Uhrwerk aufziehe, das Weckerwerk aber mit einem inneren Frohlocken übergehe.
Dann fühle ich eine gewisse Zärtlichkeit für den, der mir an sechs Morgen der Woche Schrecken, Greuel und Abscheu bedeutete. Denn wenn er mich nicht sechsmal so grausam gestört hätte, nie wüßte ich es so zu schätzen, daß er mich
— Tageskalender für Freitag. Stabt- iheater: „Die luftige Witwe", 19.15 bis 22.15 Uhr.— Bewegung für religiöse Erneuerung Die Christen- gemeinschast: Oesfentlicher Vortrag über das Thema „Geburt und Tod in der Anschauung", 20.15 Uhr, Universität, Hörsaal 41. — V. H. C.: Außerordentliche Hauptversammlung, 20.30 Uhr, bei Hopfeld. — Verband Deutsche Frauenkultur: Weihnachtsmesse, Caf6 Amend (Billardsaal). — Lichtspielhaus, Bahnhof- straße: „Die Zirkusprinzessin", auf der Bühne das russische Tänzerpaar Coeurs Iakowlieff. — Astoria- Lichtspiele: „Weib in der Wüste" und „Der geheimnisvolle Ozeanflug".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Samstag, 30. Ro- vember, um 15.45 Hhr findet zu kleinen Preisen eine Schülervorstellung des neueinftuöierten Werkes „Die Troerinnen" von Euripides (Rachdichtung von Werfel) statt. (Regie: Intendant Dr. Drasch.) Wie schon bekanntgegeben, wird hier als Reuerscheinung an unserem Theater ein Sprechchor von jungen Frauen als Hauptmitwir- kender in die Tragödienhandlung einbezogen. Es loird hier der jungen Generation Gelegenheit gegeben, einen Hauch des Geistes der antiken Tragödie der Dorläuferin und Lehrmeisterin unserer gesamten dramatischen Kunst zu spüren. — Am Sonntag, 1. Dezember, ist der Lichtbildervortrag von Max Geisenheyner über den Weltslug des Luftschiffes „Graf Zeppelin". Die Thea- lerabonnenten haben zu diesem Dortrag Ermäßigung.
Heute früh entschlief sanft nach langem, schweren Leiden unsere liebe Mutter und Großmutter
Frau Therese Dauster Wwe. leb. luch
nach gerade vollendetem 55. Lebensjahre.
In tiefer Trauer:
Auffassung des Bibelwortes hervor durch Strich- Zeichnungen von einer Ausdrucksfähigkeil, die ihresgleichen sucht. Der Redner wußte die Feinheiten dieser Darstellungen seiner Hörerschaft nahezubringen an Hand einer großen Anzahl von Lichtbildern. Darüber verging die Zeit, so daß der zweite TeU der Abendfeier wesentlich eingeschränkt werden mußte, bedauerlicherweise. Denn was Syndikus G a e d e in einer einzigen Vorlesung bot — vorgesehen waren Stücke aus sechs Werken — war von so packender Wirkung, daß sich wohl keiner der Anwesenden diesem Erlebnis entziehen konnte. Besser kann für das gute Buch wohl kaum geworben werden, als es hier geschehen ist. Die Feier war von angemessenen musikalischen Darbietungen umrahmt.
•• Fremdenvorstellung im Gießener Stadttheater. Man schreibt uns: Am nächsten Sonntag, 1. Dezember, führt das Etadt- theater als Fremdenvorstellung das neueste Werk von Georg Kaiser „Hellseherei" zum letzten Male auf. Das hochinteressante Gesellschaftsspiel war unter der Regie des Intendanten Dr. P r a f ch ein großer Erfolg. Cs wird hier dem Publikum im Rahmen einer Fremdenvorstellung einmal ein modernes Zeitstück voller Tempo ' und aktueller Problematik geboten. Maria Koch, Marianne Mewes, Hans Hais und Franz Arzdorf (als Hellseher) find in den Hauptrollen beschäftigt. (Beginn der Vorstellung 18 Uhr. Ermäßigte Preise.
^Berliner Sörfe.
Berlin, 29. Rov. (WTD. Funkspruch.) Im heutigen Frühverkehr ist eine Tendenz bei der bestehenden Geschäftslosigkeit noch nicht zu erkennen. Die gemeldeten verschiedenen kleinen Insolvenzen aus dem Reiche hält man für bedeutungslos, und glaubt nicht, daß sie an dem freundlichen Grundton, der feit einigen Tagen herrscht, etwas ändern können.
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— Eine Schach-Deranstaltung unter Mitwirkung des Schachmeisters S ä m i f ch findet am morgigen Samstagabend, veranstaltet vom Schach-Klub Gießen, im llniverfitätsrestaurant, Plocksstraße, statt. Es handelt sich dabei um Spiele ohne Ansehen des Brettes gegen sechs starke Spieler und um ein Simultanspiel. Schach- freunde seien auf die heutige Anzeige besonders hingewiesen.
— Familienabend der Lukasgemeinde. Der neubegründete Gemeindeverein der Lukasgemeinde, dessen Vorsitzender Juwelier Noll ist, wird am nächsten Sonntag um 20 Uhr im Lu- kassaal einen Familienabend veranstalten. Frl. Anni Dörr wird einen Vortrag über „Goethes Mutter" holten. Außerdem wird Musikalisches und Gesangliches dargeboten werden. (Siehe heutige Anzeige.)
— Die Deutsche Bau- uno Sied- lungsgemeinschaft Darmstadt, Ortsgruppe Gi eßen, veranstaltet am kommenden Sonntag, 14 Tlhr, im Cafe Leib einen öffentlichen Dortrag. Der Vorsteher der Genossenschaft, Herr Philipp, wird über Wohnungsbau mit zinsfreiem Kapital sprechen. Interessenten an Eigenheimen feien auf diesen Vortrag besonders aufmerksam gemacht. (Siehe heutige Anzeige.)
— Dom Verein der Freunde des humanistischenGymnasiums wird uns geschrieben: Der Vortrag des Herrn Professors Dr. Iacobsthal (Marburg) über „ Funde griechisch-italischer Kunst in Germanien und Gallien" mußte mit Rücksicht auf einen auf den gleichen Tag fallenden Vortrag über die „Troerinnen" des Euripides bekanntlich verlegt werden. Der Vortrag Prof. Dr. Iacobsthals findet nun am Montag, 2. Dezember, statt. Er versprichr aud> für Richtsachleute viel Anregung, zumal er von Lichtbildern begleitet ist. Fußt doch die Kunst aller Zeiten auf der Kunst der Griechen und Römer. (Siehe heutige Anzeige.)
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211. Don der Landes-Universität Gießen. Rach vorläufiger Feststellung beträgt die Zahl der Studierenden im laufenden Wintersemester 1730. Im Wintersemester 1928/29 betrug die Zahl der Studierenden 1562, im Sommersemester 1929 1750. — Der ordentliche Professor für Detcrinäranatomie an unserer Universität Dr. Wilhelm Schauder hat einen Ruf auf die freie Professur für Anatomie, Histologie und Embryologie an der Tierärztlichen Hochschule Berlin erhalten. — Dein Hilfsassist.nten am Psychologischen Institut Dr. Walter Ehren- st e i n wurde die venia legendi bei der Philosophischen Fakultät, II. Abteilung für das Fach der experimentellen Psychologie erteilt.
" Sitzung des Provinzialausschus- s e s. Am Samstag, 30. Rovember, vormittags
8.30 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaale des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Beschwerde der Reinhold Kölsch II. Eheleute in Beienheim gegen den Bescheid des Bezirks- wohnungskommisfars des Kreises Friedberg vom 11. Mai 1929 wegen Festsetzung des Enteignungspreises; 2. Gesuch des Bäckermeisters Gustav W e i s e n s e e in Friedberg um Erlaubnis zum Betriebe einer Kaffeewirtschaft im Hause Kaiserstraße 127 daselbst; 3. Klage des Christian Steuernagel in Bad-Rauheim, Lutherstrahe 3, gegen die Stadt Dad-Rauheim wegen Heranziehung zu Straßenbaukosten; 4. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes der Stadt Gießen gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Schotten wegen Erstattung von Fürsorgeaufwendungen für Georgine Mai aus Frankfurt a. M. 5. K age des Dczir s ü.forceverbandes Dieburg gegen den Bezirksfürsorgeverband Friedberg wegen Erstattung von Hnterstühungskosten für die Konrad Heuschkel Ehefrau aus Petterweil.
** Steuern bezahlen! Die Stadtkaffe mahnt in unserem heutigen Anzeigenteil die fälligen Steuern und Abgaben an. Wir weisen hieraus besonders hin.
** Aufgehobene Straßensperre. Die Sperrung der oberen Klinikstraße zwischen der Frankfurter Straße und der Goffkystraße ist wieder aufgehoben. Ebenso ist die Sperrung des Ludwigs- Platzes von Haus Nr. 2 bis Haus Nr. 5 jetzt wie- der fortgefallen.
•• D i e Biebertalbahn gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß vom kommenden Montag ab die Frühzüge je 5 Minuten früher verkehren. Die Interessenten seien auf die Anzeige besonders hingewiesen.
** Literaris,che Abendfeier. Vlad) dem guten Gelingen der vorjährigen Feier im Johannes- saal einer zum Buch eingestellten Hörerschaft gegenüber hatte die Buchhandlung der Pilgermission in Gießen darüber hinaus gestern abend einen breiteren Kreis aus den Reihen der Stadtmissionsgemeinde zu ihrer diesjährigen Veranstaltung im Saale der Stadtmission hinzugezogen. Daraus ergab sich von selbst die Abwandlung der Darbietungen nach Gemeinverständlichkeit hin. Im Vordergründe stand ein Lichtbildervortrag von H. Ga e d e, der als Syndikus der Vereinigung evangelischer Buchhändler Deutschlands besonders dazu berufen ist, dem Buch der evangelisd)en Weltanschauung das Wort zu reden. Es geschah gestern durch eine zwar volkstümliche, aber geist- und beziehungsreiche Einfüh- rung in die Schönheiten der Bilddarstellung einer neuen Rudolf-Schäfer-Bilder-Bibel. In ihr tritt der bekannte Künstler in wahrhaft deutsch-evangelischer
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