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Der Ge

der einen

zu

stellen können.

über der Wasseroberfläche von den Pfeilern ge­halten worden wäre, so daß sie auch bei Stürmen eine große Sicherheit vor Uebcrflutungen geboten hätte. Es stand wohl noch nicht fest, ob diese 800 Meter tiefe 3nfcl an einigen Stellen des Atlantischen Ozeans fest auf den Meeresboden gestellt werden konnte, oder ob man fie durch ein Dojensystem hätte festmachen müssen.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt ,0tr. 61 vom 27. August enthält: Straßensperre. Straßensperre-Aufhebung. Verfassungs­eier 1929. Feldbereinigung Lich. Dienst­nachrichten.

erhoben. _ ,

# Södel, 28. Aug. Der hiesige Gesang­verein, Mitglied des Wetterauer Sängerbun­des, feiert im nächten Jahre das Fest seines 89jährigen Bestehens. Gleichzeitig begeht er dann seine 85jährige Fahnenjubelfeier. Es ist beab­sichtigt, eine neue Fahne anzuschaffen und das Wertungsbundessingen des Sängerbundes r übernehmen, ilnfer Gesangverein ist einer der

Wasser kriegt Balken!

Flughäfen auf offenem Meer. Wie die schwimmenden Inseln aussehen werden. Oie erste Insel schon im Bau. - Kostenpunkt: 6 Millionen Mark. - Geld von den General Motors.

Von Or. Siegfried Kurth.

schlossen hätten: dort sollte dann das Wasser­flugzeug in einem sicheren Hafen niedergehen ,, A toir0 oie können. Es war aber auch geplant, eine tief in betten Stilen den Ozean hinabtauchende Insel zu errichten, - - San«" I bie Konstrukteure stützten sich dabei auf die ^at-

fache, daß selbst tne stärksten Stürme mir die Wasseroberfläche aufpeitschen, während schon in einer Tiefe von 50 Meter die See ruhig ist. Pfei­ler von 800 Meter Höhe sollten in ihren oberen Teilen mit großen Luftkammern versehen wer­den, die sie schwimmfähig gemacht hätten: über Diese Stützen wollte man dann eine fest auf ihnen liegende Stahlfläche von 450 Meter Breite und 250 Meter Länge legen, die 12 Meter

Gemeinschaftsverbandes der Pilgermission für Hessen bekannt für das am nächsten Sonntag in Alsfeld stattfindende Jugend- und Posaunensest. Weiter teilte der Vorsitzende mit, dah die ver­tragsmäßig vereinbarte Hebergabe des neuen Postaebäudes an den Betrieb der Postverwaltung zum 1. Oktober d. I. nicht möglich sein wird infolge nicht rechtzeitiger Inangriffnahme der Montagearbeiten für das Selbstanschlußamt durch die Firma Siemens & Halske, die bis jetzt trotz mehrfacher dringender Mahnungen mit den Ar­beiten noch nicht begonnen habe. Die Stadt werde jedoch die Miete von dem vertragsmäßig vereinbarten Zeitpunkt ab beanspruchen, da der Neubau bis dahin von der Stadt ordnungsmäßig fertiggestellt sein werde, und die nicht rechtseitige Inbetriebnahme nicht auf ein Verschulden der städtischen Bauleitung zurückzufuhren sei.

H- Alsfeld, 28. Aug. Das unter Leitung von Oberreallehrer Dotter stehende Als - selber Iugenborchester trat nach län­gerer Pause am vergangenen Samstagabend mit einem Konzert wieder in die Oeffentttchtett. Es wurde diesmal einWiener Abend geboten nut den Weisen unserer großen Wiener Meister Johann Strauß, Ziehrer, Zeller, auch Mozart war vertreten mit dem entzückenden Menuett in ts- Dur. Herr stud. Ploch brachte zwei Soli für ! Violine von Fritz Kreisler zu Gehör, die außer­ordentlich lebhaften Beifall fanden. Sämtliche Darbietungen wurden in präziser Ausführung mit Schwung und feiner Empfindung gegeben. Welch großer Sympathie sich die junge Kunftler- schar in der Öffentlichkeit erfreut, geht aus der Tatsache hervor, dah das Konzert, das un kleinen I Saale desDeutschen Hauses" stattfand, so stark

Strafkammer Gießen.

Gießen, 27. Aug. In der Nacht oom 22. auf den 23. Januar 1929 wurden oerschiedenen Ein­wohnern von Haingrünbau Hühner und Gänse aus den Ställen gestohlen. Der Verdacht'der Täterschaft fiel alsbald auf einen jungen Mann aus der Um­gegend. Er gab bei feiner Festnahme zuerst an, er sei in der fraglichen Nacht in Hanau gewesen. Als ihm die Unrichtigkeit dieser Behauptung nach- gewiesen wurde, erklärte er, er habe die Nacht bei einer Familie in Niedergründau zugebracht: er leugnete, zu der Zeit der Diebstähle in Ham- grünbau gewesen zu sein. Auf Grund eines um­fangreichen Indizienbeweises erachtete ihn das Amtsgericht des schweren Rückfalldiebstahls für überführt und verurteilte ihn zu zwei Jahren Zuchthaus. Nach eingehender Beweisaufnahme kam auch die Strafkammer zu der Feststellung, daß der Angeklagte die Hühner und Ganse ge­stohlen habe und milderte lediglich mit Rücksicht auf seine Jugend die Strafe auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis.

Wegen Urkundenfälschung in zwei Fällen war der Bürgermeister eines Landstädtchens zu zwei­mal 150 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht hatte festgestellt, daß er im April 1929 auf einen Unterstützungsantrag eines Einwohners und auf einer Erinnerungskarte das Datum3. Ja­nuar" in31. Januar" geändert hatte, um die lange Zeit der Nichterledigung dieses Antrags durch ihn beim Kreisamt kurzer erscheinen zu lassen. Auch die Strafkammer hielt den Angeklagten trotz seines Leugnens für überführt, nahm aber zu seinen Gunsten eine fortgesetzte Handlung an und er­kannte demgemäß auf 200 Mark ©elöftrafe an Stelle eines Monats Gefängnis.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 23. Aug. Am letzten Himmelfahrt­tage machten ein Uhrmacher aus Frankfurt nebst seiner Begleiterin, sowie ein Fabrikant aus der Umgegend mit ihren Kraftfahrzeugen, einem Mo­torrad bzw. einem Lieferauto, Besuche in Klein- Linden bzw. Gießen. Letzterem eilte es offen­sichtlich, denn er überholte auf der Straßen zwi­schen Großen-Linden und Klein-Linden einige Radfahrer und dann auch den genannten Motor­radler, verstieß aber dabei erheblich gegen die Heberholungsvorschriften. Schon an den Rad­fahrern, die auf der äußersten rechten Seite der Fahrstraße eng nebeneinander ihre Fahrt nahmen, fuhr der ebenfalls rechts fahrende Auto­fahrer derart nahe vorüber, dah diese sofort ihrem Unwillen über das unvorschriftsmähige Ueberholen Ausdruck verliehen. Insbesondere wurden sie dadurch gefährdet, daß der Auto­

gen. Die guten Spätkartoffelaussichten haben bereits den Preisstand der Ferkel beein­flußt. Obwohl das Angebot an Jungtieren in letz­ter Zeil immer größer wird, sind die Preise ziemlich dieselben geblieben, da die verhältnismäßig guten Fettschweinpreise zur Mast reizen.

. s. Aus dem mittleren Ho rlos ftal. 28. Qlug. In den Wiesengründen unseres TalS hat allgemein die ©rummete rnte eingesetzt. Wo in den Riederungen an der Horloff die De- wässorung der Wiesen durchgeführt werden konnte, ist mit einer Mittelernte zu rechnen. Wo diese Möglichkeit nicht bestand, ist der Graswuchs jedoch äußerst spärlich. Infolge der sommerlichen Hitze dürfte die Ernte in wenigen Tagen beendet sein. Die Erdslöhplage dauert unvermin­dert weiter, so daß vom F rühkraut nun keine Erträge mehr zu erwarten sind. In­folgedessen sieht man Händler mit holsteinischem Weiß- und Rotkraut durch die Ortschaften fah­ren. Hier und da beabsichtigen die landwirtschaft­lichen Genossenschaften, auch spätes Kraut im Waggon schicken zu lassen, damit die Haushal­tungen ihren Bedarf an Sauerkraut einschneiden können.

Kreis Friedberg.

Die glatte ileberfliegung des Stillen Ozeans durch das LuftschiffGraf Zeppe­lin" hat den Bestrebuiwen, einen Luft­schnellverkehr über die Weltmeere zu or­ganisieren, einen neuen, mächtigen An­trieb gegeben. Ein finanzkräftiges ameri­kanisches Konsortium, zu dem auch die General Motors Co. gehört, steht im Be­griff, den regelmäßigen Flugverkehr über die Ozeane durch die Anlage schwimmen­der Flughäsen auf offenem Meer zu er­möglichen. f

Wirtschaft.

Umfang und Ertrag der deutschen Landwirtschaft.

Wie wird die neue Ernte? Diese Frage be­wegt nicht nur alle Landwirte xnb Volkswirt - schastler, sondern das ganze dei tjche Volk, denn chliehlich müssen wir ja davon leben. Das heißt, leben können wir nicht davon, auch wenn wir eine Rekordernte hereinhekämen, denn wir sind seit vielen Jahrzehnten auf Einfuhr ange­wiesen. Während noch im 18. Jahrhundert zwei Drittel der deutschen werktätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt waren, ist es heute nicht mehr die Hälfte. Zudem hat man uns durch den Versailler Vertrag den siebenten Teil unseres Grund und Bodens, nämlich 68 000 Quadratkilometer von 540 000 abgenommen, so daß Deutschland nur mehr 472 000 Quadrat­kilometer groß ist. Gleichzeitig aber muh dieses Land genau so viele Menschen, nämlich 46 Mil­lionen, ernähren wie das kaiserliche Deutschland im Jahre 1914. Rund 4,7 Millionen landwirt­schaftliche Betriebe bewirtschaften 28 Millionen Hektar.

An der Spitze steht das Ackerland mit 22 Millionen Aktar, dann folgen die Forsten mit 11,8 Millionen Hektar. Wiesen sind noch 5,2 Millionen vorhanden, Weideland 2,4 Millionen Hektar, ferner 517 000 Hektar Gar­tenland und 100 000 Hektar Weinberge. Moor, Oedland und Wege, Wasserstraßen usw. sind mit 3,77 Millionen Hektar, Haus und Hof mit 525 000 Hektar zu registrieren. Uns inter­essiert natürlich in erster Linie das Ackerland. Wie und womit es bebaut ist und was es ein­bringt, wollen wir wissen. Von den 28 Millionen Hektar, welche den 4,7 Millionen deutschen land­wirtschaftlichen Betrieben angehören, sind zuerst einmal 5,2 Millionen Hektar Wiesen. Die gleiche Fläche ist mit Winterroggen bepflanzt. Hafer folgt mit 3,6 Millionen Hektar. Kar­toffeln mit 3 Millionen Hektar, Klee mit 1,7 Millionen, Winterweizen mit 1,58 Mil­lionen, Gerste mit 1,45 Millionen Hektar. Zum Schluß folgen Sommerweizen mit 130C00 Hektar, und Sommerroggen mit 110 000 Hektar. Im ganzen sind 63,4 Prozent der ge­samten Fläche unseres Landes landwirtschaftlich irgendwie genutzt. Im Jahre 1900 waren es noch 64,8 Prozent. In den Gärten werden 1,7 Mil­lionen Hektar mit Hülsenfrüchten und 4.2 Millionen Hektar mit Gemüsen bepflanzt.

Die neue Ernte läßt sich natürlich nicht genau berechnen, well man die Schäden nicht kennt, die Hagel, Kälte. Frost. Regen usw. dem Getreide und den anderen Pflanzungen zugefügt haben. Immerhin weih man, dah heutzutage ganz er­heblich mehr geerntet wird als z. D. im Jahre 1923. Damals kamen herein 6,1 Millionen Ton­nen Hafer, im vorigen Jahre waren es 7 Mil­lionen Tonnen. Aehnlich verhalten sich die an­deren Ziffern (die Zahlen des Jahres 1923 er­scheinen in Klammern): Weizen 3,8 Mill. To. (2 9 Mill. To.). Gerste 2,9 Mill. To. (2,1 Mill. To.), Roggen 8,5 Mlll. To. (6,7 Mill. To.). Kar­toffeln 41,3 Mlll. To. (32,6 Mill. To.). Ferner wurden im vergangenen Jahre geerntet 8.7 Mill. To. Zuckerrüben, 22 Mill. To. Futter­rüben und 34,5 Mlll. To. Futterheu. Diese hier genannten Summen reichten nicht ganz aus. um unseren Bedarf zu decken. Unsere Ausfuhr anGetreide usw. ist so gering, das; I sie fast gar nicht ins Gewicht fällt. Dagegen * sammlung soll zum 30. September ü.J. einberujen

ten, ohne einen Platz zu erhalten. Das ^mzert wurde daher am Dienstagabend mit dem gleichen Programm wiederholt und erfreute sich wieder eines recht guten Besuches

Alsfeld, 28. August. Im nahen Drauerschwend war ein Landwirt beim Ein­fahren des Getreides. Während er auf dem hochbeladenen Wagen stand, gabelte der Knecht die Garben heraus. Plötzlich geriet die auf ge­laßene Frucht in Brand, und im Ru stand der ganze Wagen in Hellen Flammen. Dem Landwirt gelang es rechtzeitig abzuspringen. Die beiden eingespannten Pferde konnten nur mit größter Mühe befreit werden. Der Wagen brannte bis auf die Eisentelle nieder. Die Ursache des Brandes ist noch nicht aufgeklärt.

führer nach dem Ueberholen viel zu frühe sich wieder nach rechts wandte. Die Radfahrer nah­men sich vor, in ihm Auge zu behalten, und wurden auf diese Weise Augenzeugen des heule zur Verhandlung stehenden Autounsalls, denn der angeklagte Autoführer hat einige Minuten päter den erwähnten Motorradfahrer ganz auf dieselbe vorschriftswidrige Weise überholt. In diesem Falle streifte er aber das Motorrad, statt in gehörigem Abstand an ihm vorüberzusahren, o daß der Motorradsahrer und seine mit ihm ährende Begleiterin zu Fall tarnen und sich er­heblich verletzten. Beide wurden bewußlos: sie konnten deshalb über Einzelheiten bestimmte An­gaben nicht machen; desto genauere Auskunst wußten aber die Radfahrer zu geben. Darnach steht außer allem Zweifel, dah nur der Ange­klagte den Unfall veranlaßt hat und dessen Folgen tragen muß. Er erhielt wegen fahr­lässiger Körperverletzung und Verstoße gegen Vorschriften der Krastsahrzeuggesetzgebung eine Geldstrafe von 15 0 Mark.

Ein anderer Vorschlag von deutscher 1 ©eite wies im Jahre 1927 auf die großen konstrukt iven Schwierigkeiten solcher ' Ungetüme hin. Der Erfinder wollte die großen Ozeandampfer und Flugzeugmutterschiffe zu Zwi­schenstationen ausgestalten. Diese Schiffe können mit Flugbahnen von 320 Meter Länge und 40 Meter Breite versehen werden; bei Sturm wären sie von der Verankerung zu lösen und mit der Kraft eigener Maschinen gegen den Wellen­gang zu stellen. Rach dem deutschen Plan soll­ten fünf derartige Schiffe auf 6000 Kilometer Flugstrecke verteilt werden. Die Amerikaner wiederum wollten ähnlich den großen Flugzeug­mutterschiffen Pantons von 600 Meter Länge benützen. Aus derselben Zeit stammt das phantastische Projekt eines deutschen Majors, der besonderen Wert auf die Sicherheit des Ver­kehrs und die Rettungsmöglichkeiten notlandender Flugzeuge gelegt hat. Sein Plan, in je 50 Kilo­meter Entfernung Damtzfer aufzustellen, ist natür­lich finanziell völlig unmöglich. Er hatte sich em gigantisches Projekt ausgedacht, aus 21 euro­päischen und asiatischen Staaten für den europäi­schen Startplatz und aus Kanada, Mexiko und allen Teilen der Vereinigten Staaten für den amerikanischen Abflugshafen einen Zubringer­dienst zu organisieren, der aus allen Teilen der Alten und der Reuen Welt täglich genügend Fahrgäste herbeischaffen - sollte, um mit ttnen alle halbe Stunde ein Flugzeug zu füllen. Rach seiner Meinung hätte bei einer Fahrtdauer von nur 44 Stunden und einem Fahrpreis von sage und schreibe 600 Mark bald ein Massenverkehr einsehen müssen, der es rentabel machen sollte, schließlich Flugzeuge in Abständen von fünf Mi­nuten über den Ozean zu schicken! Es ist ver­ständlich, dah dieser Erfinder, der seine Plane immer wieder allen deutschen Fluggesellschaften vorgelegt hat, dort wenig Gehör fand.

Run haben die Amerikaner beschlossen, schon im Jahre 1930 die erste schwimmende Insel im Atlantik zu verankern. Der Plan, der zur Ausführung kommt, stammt von dem Ingenieur Armstrong aus Philadelphia. Es sollen in einer Entfernung von 600 Kilometer sechs oder sieben schwimmende Flughäfen an­gelegt werden. Ihr Preis wurde auf nur sechs Millionen Mark berechnet: wenn sie aber auch viel teurer wären, würde dies der unter* nehmimgslustigen amerikanischen Finanz gruppe kaum etwas ausmachen, da zu ihr auch die General Motors Co. gehört. Man hat die Aus­führbarkeit des Projektes zunächst in Binnen­sees an Modellen erprobt. Zur Zeit wird m Fishing Creek bei Philadelphia die erste Ver- suchsinsel gebaut, die später zwischen dem ame­rikanischen Kontinent und den Bermudas, 600 Kilometer vom Festland entfernt, verankert wer­den wird. Die künstlichen Inseln werden soweit südlich angelegt, dah Eisberge sie nicht mehr bedrohen. Zwischen den schwimmenden Flughafen die eine nutzbare Fläche von etwas über 20 000 Quadratmeter erhalten, will man im Ozean verankerte schwimmende Leuchttürme anlegen, die den Piloten den «Weg weisen, zwi­schen diesen Stationen sollen auherdem Motor­schiffe verkehren, um sofort Hilfe bei Unglücks- fällen zu bringen. Die Inseln werden von je 32 Säulen in einem Abstand von 30 Meter ge­tragen: jeder Pfeiler soll einen Durchmesser von 31/, Meter erhalten: er wird durch einen Luft­behälter von 9 Meter Höhe und 10 Meter Durch­messer schwimmend erhalten. Unter den Säulen befinden sich wagerechte flache Scheiben, die durch ihr Gewicht den Schwerpunkt der Insel in die . Tiefe verlegen. Da die Flughäfen ganz flach sind werden sie Wind und Wellen keinen An- . griffspunkt bieten und auch bei schwerem Wetter : ruhig liegen. Die künstlichen Inseln sollen an i einer Anzahl nahe beieinander liegender *So]en - befestigt werden, die ihrerseits mit drei im Kreis i verteilten Ankern und mit Drahtseilen von fünf . Kilometern Länge am Meeresgrund festgemacht werden. Wie ein Luftschiff am Ankermast, werden f sich die Inseln je nach der Windrichtung ein-

ältesten Vereine der Wetterau.

Kreis Büdingen.

# ® e 11 c n a u, 28. Aug. Dieser Tage fand im Kriegkschen Saale hier ein L i e d e r a b e n b statt, dessen Ertrag zum besten der inneren Aus­schmückung unserer in Renovierung befindlichen Dorfkirche bestimmt war. Es war für die -sehr zahlreich erschienenen Besucher em Genuß nicht alltäglicher Art, den Vorträgen von Frau Gutti Eymer--Böcker (Gesang) unter Mitwirkung von Frau Else Hedler-Pair an Frankfurt a. M. (Piano) zu lauschen, deren abwechselnde Vortragsfolge alle im Banne hielt. Reicher Beifall lohnte die kunstreichen Darbietungen. Pfarrer L a n d m a n n von hier dankte den bei­den Künstlerinnen namens der Kirchengemeinde für das selbstlose Arbeiten im Dienste einer guten Sache.

Kreis Scholten.

# Wölfersheim, 28. Aug.

mcinberat genehmigte in seiner letzten Sit­zung den neuen Voranschlag, der einen Steuerausschlag von 30 600 Mk. vorsieht. Von je 100 Mk. Steuerwerk sind zu zahlen: von Grund­stücken, Gebäuden und Bauplätzen 10 Pfennig, an Gewerbesteuer von Anlage- und Betriebs­kapital 80 Pf., vom Gewerbesteuerertrag 3,20 Mk., von landwirtschaftlich sowie gärtnerisch genutzten Grundstücken 34 Ps. An Sondergebäudesteuer werden von je 100 Mk. Grundwert 37,43 Pf.

Der große Träumer Iules Verne, dessen Sehergabe vieles noch als Utopie schilderte, was inzwischen Wirklichkeit geworden ist, hat in seinem RomanDie schwimmende Stadt" eine geheimnis­volle, mitten im Ozean schwimmende Ortschaft beschrieben, die den reichsten Männern als Er­holungsaufenthalt dienen sollte. Run Plants man, in absehbarer Zeit eine größere Anzahl künst­licher Inseln mitten in den Weltmeeren zu errichten freilich nicht als Luxuskurorte für Millionäre, denen Hawaii und andere paradiesisch gelegene Orte genügen, sondern zu dem Prak­tischeren Zweck, einen sicheren regelmäßigen Flugverkehr über den Ozean zu er­möglichen. Die erfolgreichen Flüge über den Atlantik riefen verfrüht die Hoffnung wach, dah ein regelmäßiger Flugverkehr von Kontinent zu Kontinent schon jetzt möglich sei, und auch die Weltreise desGraf ZePPe 1 in hat dazu geführt, dah man sich ernsthaft über die Or­ganisation ständiger transozeanischer Luftverbm- bungen unterhält. Dämpfend wirkt weniger die große Zahl der Flieger, die weniger Erfolg als Lindbergh, Chamberlin und Kohl hatten und ihr kühnes Unternehmen mit dem Leben bezahlen mußten, als eine Erwägung tech­nischer Art, die den Ron-stop-Flug über den Ozean, diese große sportliche Leistung auf jeöen Fall als wirtschaftlich unrentabel erscheinen laßt. Infolge der langen Flugstrecken sind nämlich Flugzeuge und Luftschiffe gezwungen, unöer- hältnismäßig große Mengen Be- j triebsstoff mitzunehmen, die das Gewicht der Ruhlast sehr beschränken und meist mehrfach schwerer sind. Ein Flugzeug, das auf einer Strecke von 400 Kilometer sechs Fahrgäste befördern kann und dafür 200 Kilogramm Betriebsstoff braucht, mutz für den Heberfeeflug von 4400 Kilometer 2200 Kilogramm Betriebsstoff mit­führen, also sich der Beförderungsmöglichkeit für ungefähr 30 Passagiere berauben.

Dadurch wird jede Rentabilität unmöglich.

I Schon vor mehreren Jahren erkannte man, daß es unbedingt notwendig ist, auch auf Ozeanflugen

v Gedern 28. Aug Aus Grund der Vor- Zwischenlandungen vorzunehmen und den

schläge der Prämiierungskommission für Hutwei- Brennstoff auf hoher See zu ergänzen. Das Ware

den sind vom Minister für Arbeit und Wirt- aber nur möglich, wenn schwimmende Inseln ge-

fdmft zehn oberhessischen Gemeinden Prämien schassen werden können. Erfinder aller Lander

für gute Pflege und Bewirtschaftung ihrer Hut- beschäftigen sich mit diesem Projekt, und nun

weiden anerkannt worden. Hierbei steht unsere gtfjen die Amerikaner ernstlich an den Bau

Stadt mit einer Prämie von 150 RM. an erster dieser Inseln. Wie sich in wenigen btefer

Stelle. Diese behördliche Anerkennung wurde tpian von der Htopie zur Wissenschaft und letzt

hier mit Befriedigung ausgenommen. Hnsere ,ur Wirklichkeit entwickelt hat, das ist eines der

neuerbaute Jugendherberge geht ihrer interessantesten und schönsten Kapitel menschlichen

Vollendung entgegen. Die inneren und äuße- Erfindungsgeistes. Im Jahre 1922 wurden der

ren Arbeiten werden mit Ablauf dieser Woche französischen Akademie Entwürfe für den Bau

fertig einer künstlichen Insel vorgelegt, die schon tn

Kreis Alsfeld. allen Einzelheiten durchgearbeitet waren und als

<**ftQIIölfifcun8a fft"zu ^richt^i sich "erstRlltte ^1927^5rnff^zösisch-belgische

ginn der^Sih^ung^wurde ^v^ Standes

rr 54 n i f nTiC^CDtQ wirklichen wollte? Zunächst sollte nur eine Insel

an Stelle des verstorbenen Mitgliedes Georg t <9 die nach dem Voranschlag zwi-

Lang HL vom Vorsitzenden in sein Amt ein Millionen Mark gekostet hätte,

geführt und verpflichtet. K*r Erhebung. der J$en Möglichkeiten wurden erwogen. Man

Filialsteuer für das Rechnungsiahr £e£<^ j Errichtung eines schwim- 1 9 28 wurde beschlossen, die Steuer.auf Docks, bestehend aus hohlen Stahl-

Grund der von dem betreffenden Gewerbetre f Mc in Hufeisenform aneinandergereiyt, benben zu Zahlenden endgültigem Gewerbesteuer 1 - ^itte einen schmalen Wasserraum emge-

für 1928 zur Erhebung gelangen soll. Zu den m Wirtschaftskonzessionsgesuch en des Bäckers und Konditors Hermann Gun drum und des Gastwirts Philipp S t r a u ch^ wird die Dedürfnisfrage bejaht, da es sich in tz- z" "" , lediglich um den Hebergang einer bereits be­stehenden Konzession handelt. Sür den Post- neubau wurden verschiedene Lieferungen, die freihändig erfolgt sind, genehmigt. Die Reu- herstellung des linken Bürgersteigs rm Zuge der gesamten A1 i c e st r a ß e bis zum Vreden ist notwendig geworden durch die von der Zoll­verwaltung im Bürgersteige vorgenommene Ver­legung eines Kabelkanals für die Fernsprechkabel nach dem neuen Postamt. Entsprechend dem Vor­schlag der Daukommission wurde beschlossen datz die Herstellung des Fußsteiges mit Basallstein- platten erfolgen sott. Der darüber vorgelegte Voranschlag von 9185 Mk. wurde genehmigt. Die Verlegung der Platten für diesen Dürgerftng und für den Posthof wurde der Firma H. Full­mer in Fulda übertragen. Ein weiterer Bor- anschlag übet die Befestigung eines Bürgersteiges mit Randsteinen in der Altenburger Straße m Höhe von 942 Mk. wird genehmigt und ber er- | forberliche Kredit bewilligt. Die Instandsetzung des Kamins im alten Elektrizitätswerk, der in seinem oberen Teil Risse aufweist, wird dem Karl Pflug in Hffhausen bei Fulda zu seinem Angebot in Höhe von 930 Mk. übertragen. Ein Gesuch des Volkskindergarten- Vereins um Bewilligung eines besonderen Zu­schusses für das Rechnungsjahr 1928, dessen Rech­nung mit einem Fehlbetrag abschlieht, wird zur Verhandlung in die nichtöffentliche Sitzung ver­wiesen. Verschiedene Rechnungen, soweit sieKre- bitüberfchreitungen ober freihänbige Vergebung von Arbeiten betreffen, würben genehmigt. Wetter wurde über einen Einspruch der Anlieger am Marktplatz wegen Heranziehung zu -den Bürgersteigkosten verhandelt. Der Einspruch wurde als unbegründet abgelehnt, da es sich im vorliegenden Falle um eine völlige Oleuanlage handelt, für welche die Anlieger nach den De- stimmungen des Ortsbaustatuts beitragspflichtig sind. Zu den gegenwärtig zur Ausführung ge­langenden K a n a 1 i s a t i o n s a r b e i t e n wurde beschlossen, noch die Teilstrecke Schnepfenhain bis Rittergasse durch den Forsthof nachträglich zu kanalisieren, da sich dies als zweckmäßig im Zu­sammenhang mit dem übrigen Kanalnetz erwies en hat. Der darüber vorgelegte Voranschlag über

1 "Utz.