Ausgabe 
29.6.1929
 
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Probedoee und BroschüreRatschlage emea Arztoe" durch DEUTSCHE A.-G. FÜR NESTLE ERZEUGNISSE. BERLIN W 57

**VomSchulhausncubauindenEich- gärten. Die Arbeiten am Schulhausneubau in den Eichgärten sind in den letzten Monaten so weit gediehen, daß man gleichmäßig schon über das zweite Obergeschoß des ganzen Baues angelangt ist. Das imposante Gebäude ist im Gesamtbau aus dunklen (blauroten) Klinkern hergestellt, die Fenster- Pfeiler wurden in Hellen Gailschen Steinen aus- geführt, wodurch die Fassaden ungemein belebt wer- den. Der westliche Flügel (nach der Stadtscite zu) ist so weit gediehen, daß schon ein Teil der Dach- fonftruttion- angebracht werden konnte. Der Süd­flügel erhebt sich dagegen nochmals um eine Ge­schoßhöhe. Der ganze Bau dürfte noch während der Sommermonate unter Dach kommen. Die Bau­arbeiten werden von den Boufirmen Birkenstock & Schneider und M. Abermann ausgeführt. Gleichzeitig wird an dem Ausbau der Wolf- st r a ß e in der Richtung nach der StraßeIn den Eichgärten" zu gearbeitet, so daß dieser Straßen­teil auch noch im Laufe des Sommers fertiggestellt wird.

Das Einschlagen von Feuermel­dern scheint immer noch nicht aufhoren zu wollen. Während erst vor einiger Zeit ein hie­siger Student wegen Beschädigung eines Feuer­melders erheblich bestraft worden ist, hat die

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochcnmarkt Pfund: Kochbutter von 150 an; Butter 190 bis 200; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 30 bis 35; Weißkraut 30 bis 35;

Aus der provinzialhauptsiadt.

Gießen, den 29. Juni 1929.

Am Oorsbach.

War er nicht eigentlich der Mittelpunkt unserer Iugendzeit, der rieselnde Dach, der hinter unserm Garten vorbeifließt? 3a, er war es im Sommer, wenn wir barfuß in dem kühlen Wasser wateten, im Winter, wenn uns die blanken Schlittschuhe bis hinaus zum Teich trugen. Dei Fruhlings- stürmen, wenn das Wasser die Ufer überspülte und wir mit langen Stelzen hindurchmarschrerten, oder unsere Wassermühlen laufen ließen, immer und immer war er unser treuer Kamerad, daS Paradies unserer 3ugendtage.

Ging dann unsere Wanderung hinauf zum Wold, wo er unter hohen Buchen aus der Erde quillt und in munteren Sprüngen zum Tale ellt, links und rechts von uralten Weidenbüumen um­säumt, dann wußten wir nicht, was zuerst be­ginnen in der Fülle des Lebens. An kleinen, seichten Stellen, wo das Wasser zur Ruhe kommt, jagen in fröhlicher Llngebundenheit die Forellen, älnser Schatten fallt auf den Bachspiegel, husch! sind sie verschwunden. Aber wir Buben wußten sie schon zu fassen. Unter den Steinen, unter den eingelegten Holzbalken, gar manche haben wir da erhascht, trotz des Verbotes. Aber auch zap­pelnde Krebse fischten wir aus dem kühlen Raß. Vom Ufer her verirrten sich einzelne Heu­schrecken und hüpften ins Wasser. Bald waren sie von den Fischlein verspeist.

Wie oft hoben wir auf den alten Weiden- stümpfen gesessen, mit dem Messer in der Hand, um uns Pfeifen zu schneiden. Don oben sah der fliehende Doch noch viel schöner au« als wenn man am Ufer sitzt. Die fetten und wohlge­nährten Dlätter der Sumpfdotterblume, die einen Teil des Wassers bedeckten, wie glänzten sie so feucht! Daneben auf schlanken Stielen die Schwertlilien mit ihren goldenen Dlüten. Sum­mende 3nsekten überall. Ein lauter Plumps! ein Frosch sprang ins Wasser. Auf den Steinen in der Flut sitzt eine Dachstelze und wippt un­aufhörlich mit ihrem Schwänzchen. Sie läßt sich von uns Knaben nicht stören. Schwer duftet der Daldrian.

Cs waren herrliche Stunden, die wir am rau­schenden Dache verleben durften. Wir haben die Rester in den Düschen am Ufer fest gestellt, haben auf die Libellen 3agd gemacht, und wie oft haben wir unsere Sprungkünste versucht, um aufs andere Ufer zu gelangen. Und wie oft fiel man dabei ins Wasser! Die Schuhe und Strümpfe aus; zum Trocknen an die Sträucher gehängt, und dann hinein in das kühle Wasser!

Wenn aber erst eine Ringelnatter auf tauchte! Die Schreie der Kleinen, das wichtige Gesicht der Aclieren:Vielleicht war's doch eine Kreuz­otter?"

O du goldener Dach, all unsere 3ugendselig- keit nahmst du mit deinen Wellen mit dir und trugst sie hinaus ins Land. Und heute?

3ch war wieder einmal in meiner Heimat. 3m Walde ist es noch der alte liebe Geselle, aber in den Wiesen schlängelt er sich nicht mehr dahin, sondern in schnurgerader Linie durchschneidet er den Grund. Die Büsche und Weidenbäume sind alle verschwunden. Kahl und trostlos anzuschauen sind die Dochwiesen. Und im Dorfe selbst haben sie ihn links und rechts mit starken Betonmauern eingefaßt, damit er bei Frühlingswettern nicht in die Keller eindringen kann. Schade! Die Kin­der können nicht mehr mit Stelzen hinein, sie können kaum noch die kleinen Gründlinge fan­gen. Ueberall Ordnung und scharfe Grenzlftzien. Roch einmal: Schade!

Aber unsere 3ugend gibt so schnell nicht nach. 3m Walde fand ich sie. Da hatten sie aus Reisig und Erde einen breiten Damm gebaut und das Wasser hinübergeleitet in eine flache Mulde. Das war ja nun zwar kein Schwimmbad, aber bis zur Brust reichte es an den tiefen Stellen.

Ein munteres Bild: Da mitten im Wald die kleinen Kerle im Adamskostüm. Ob die Mütter alle damit einverstanden waren? Aber ich freute mich über die fröhlichen Wasserpantscher. Und wenn wir alle unsere Dorfbäche einsperren, die Buben finden doch einen Ausweg, sie wissen sich zu helfen. Und es ist gut so.

3ch saß noch lange im Duchenschatten an der Waldquelle und lauschte dem Murmeln des Was­sers. Roch klang cs wie einst in der 3ugenbzeit:

Du murmelst so. mein Dach, warum?

Du trägst seit alten Tagen ein seltsam Märchen mit dir um und mühst dich, es zu sagen; du eilst so sehr und läufst so sehr, als müßtest du im Land umher, man weiß nicht wen, drum fragen.

Mörcke.

älteren Ursprungs aus Privatbesitz Augefü^rf worden. Der Besuch der für Gießen und Umge­bung besonders interessanten Veranstaltung wird deshalb wiederholt empfohlen.

** Markusgemeinde. Arn morgigen Sonn­tag ab 15 Uhr hält die Markusgemeinde ihre Ge­meindeseier auf der Liebigshöhe ab. Ein reiches Programm mit Musik, Spiel und Gesang der Ju­gend, Reigen der Kinder verspricht einen schönen Nachmittag mit viel Freude für alle.

Eine Kundgebung gegen die Kriegsschuldlüge veranstalten die Stadt- ratsfraktionen der Deutschen Volkspartei, der Mittelstandsvereinigung, der Freien Vereinigung (Deutschnationale Vollspartei und Zentrum) und der Deutschen Demokratischen Partei am nächsten Mittwoch um 20.30 Uhr im (Safe Leib. Al- Redner wurde Universitätsprosessor Dr. R o - l o f f von der LandeSuniversität getoomum, der durch seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiete der Erforschung der Kriegsschuldlüge sich in Deutschland einen bekannten Ramen gemacht hat. Zu der Kundgebung ist die gesamte Ein­wohnerschaft eingeladen. Der Eintritt ist frei. Man beachte die heutige Anzeige.

** Vom Schützenfest. Die Vorbereitungen zu dem großen Schützenfest vom 6. bis 14. 3ull sind wie man uns berichtet bis auf Kleinig­keiten beendet. Das schon in großen Zügen einmal mitgeteilte Programm erfährt insofern eine kleine Aenderung, als der für Dienstag, 9.3uli, vor­gesehene Turn- und Sportabend in der Volks­halle auf Freitag verlegt worden ist, und am Dienstag der eigentlich für das Stadttheater engagierte Kuban-Kosakenchor in der Volkshalle fingen wird. DaS ursprünglich für Freitag ge­plante Orchesterkonzert fallt somit auS. Weiterhin ist jetzt festgelegt, daß der Gießener Schützen­verein das von Frankfurt kommende BundeS- banner am SamStag, 6.3uli, festlich mit Musik vom Bahnhof abholen wird. Der Verein mar­schiert 18.45 Llhr vom Cafö Leib durch Walltor- straße, Marktplatz, Schulstraße, Sonnenstrahe, Kreuzplatz, Seltersweg, Frankfurter Straße, Lie- bigstrahe zur Bahn, von dort 19.30 Uhr durch die Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Kreuzplah, Reuenweg, Reuen-Däue, Gartenstraße, Kaiser- allee zur Volkshalle, wo dann die feierliche Uebergabe des Banners durch den DundeSvor- fihenden Prof. Dr. Popp, Frankfurt a. M., an den Schützenverein Gießen ftattfinbet. Der Fe st - z u g am Sonntag, 7.3uli, vormittags, findet Aufstellung mit der Spitze in der Steinstrahe, Richtung Marburger Straße, Walltorstrahe, Kirchenplatz, Marktplatz, Schulstraße, Sonnen- strahe, Kreuzplah, Seltersweg, Westanlage, Bahnhofstraße, Alicenstraße, Ludwigstraße, Lud- wigsplatz, um den Ludwigsplah im Gegenzug durch Ludwigstraße, Dleichstrahe, Südanlage, Gartenstraße, Kaiserallee zum Festplatz, wo der Zug vom Protektor, Staatspräsidenten Dr. h. c. Adelung und dem Ehrenausschuh abgenommen wird. (3m übrigen verweisen wir auf die heutige Anzeige.) Die Eintrittspreise sind trotz der Fülle des Gebotenen äußerst gering und bewegen sich zwischen 30 Pf. und 1,20 Mark. Am günstigsten stehen sich Dauerkarteninhaber, die für die Dauer­karte, die au sämtlichen Veranstaltungen auf Festplah uno in der Festhalle zum Eintritt be­rechtigt, nur 5 Mark im Vorverkauf bezahlen. Zwei weitere Beikarten für Angehörige im Preise von 2 Mark können zu jeder Vollkarte gelöst werden. Der Vorverkauf beginnt heute in den kenntlich gemachten Verkaufsstellen.

** Die Sprech st unden des D b c r b ü r germcifters finden bis auf weiteres nur Diens­tags und Freitags von 11 bis 12 Uhr statt. Man beachte die heutige Bekanntmachung.

** Die neuen Preise für Elektrizität, die ab 1. Juli Gültigkeit haben, werden im heutigen Anzeigenteil von der Stadtverwaltung bekannt- gegeben.

" Ein Kochkursus der Aliceschule wird im heutigen Anzeigenteil angekündigt. In- teressenten seien auf die Anzeige hingewiesen.

** Straßensperrungen. Vom Oderhessi- scheu Automobil-Club (A. v. D.), Gießen wird niitge- teilt: Die Sperrung der Straße Gießen Reis­kirchen von Kilometer 7 bis 9,6 (Abzweigung Großen-Bufeck) ist ab 30. Juni a u f g e h ob e n. Da­gegen bleibt die. Sperrung der Strecke von Kilo­meter 9,6 bis Reiskirchen noch bestehen. Umleitung nach wie vor über LichGrünberg. Die Sper­rung der Ortsdurchfahrt Erbenhausen im Zuge der Straße HombergKirtorf ist ab 30. Juni auf- gehoben.

Polizei erneut einen Arbeiter F. QL abgesaht, der an drei Stellen der Stabt Feuermelder ein­geschlagen und die Feuerwehr mißbräuchlich alarmiert hat. Das Amtsgericht Gießen verur­teilte den Täter wegen Sachbeschädigung zu sechs Wochen Gefängnis. Diese 'Bestrafung mag zur Warnung dienen!

ee Gin Trauergeläute von den Türmen unserer evangelischen Kirchen fand gestern nach­mittag von 3 Ubr bis 3.15 älhr als Trauer­kundgebung aus Anlaß der zehnjährigen Wieder­kehr des Tages der älnterzeichnung des Ver­sailler Diktats statt.

Ein Vortrag über elektrisches Kochen fand auf Einladung des städtischen Elektrizitätswerkes und der PrometheuS-A.-G. am Mittwochabend in Heuchelheim statt. Vor einer zahlreichen Zuhörerschaft sprach dort Frau Dr. 3acvb von der Prometheus-A.-G. über die elektrisch beheizten Prometheus-Kochapparate und ihre vielfachen Vorteile für den Küchenoetrieb der Hausfrau. Die Vortragende betonte dabei den Ruhen der in diesen Apparaten neukon- ftruierten geschlossenen Hochleistungsplatte, bei der es nach verhältnismäßig geringem Strom­verbrauch zur Zubereitung der Speisen möglich ist, durch die in der geschlossenen Kochplatte aufgespeicherte Hitze bei Kleinschaltung oder bei völliger Aoschaltung des Stromes und fast un­begrenzter Haltbarkeit größte Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Die Vortragende bereitete nach der Beschreibung der neuen Kochapparate auf einem ein reichhaltiges Mahl, bestehend aus Grün- kernsuppe, Gulasch mit Kartoffeln, jungen Erbsen und Stachelbeerkompott; während sie in einem zweiten Apparat bzw. nach der Fertigstellung des ersten Essens unmittelbar anschließend in dem gleichen Apparat Rostbeef hersteUte, Fisch dünstete, Kuchen buk, Schmalzgebackenes bereitete, Marmelade kochte usw. Sämtliche Speisen wur­den in sehr kurzer Zeit und bei größtenteils kleingeschaltetem bzw. völlig ausgeschaltetem elek­trischem Strom genutzfertig hergesteUt und fan­den beim Herumreichen der Kostproben an die große Zuhörerschaft allgemein volle Anerken­nung. Die kochtechnischen Vorteile dieser Appa­rate, die der Hausfrau ein angenehmes Wirken in der Küche ermöglichen, waren nach allem, was man bei diesem Demonstrationsvortrag sah, überzeugend. Don der Rednerin wurde weiter betont, daß bei der Anschaffung dieser Appa- rate den Käufern weitgehendes Entgegenkommen zuteil werde, außerdem wurden noch einige andere elektrisch beheizte Haus- und Küchengeräte be­sprochen. Am Schlüsse des Vortrages wurde noch ein Film vorgeführt, der den wohlgelungenen und für die Sache der Rednerin erfolgreichen Abend gut abschloh.

** 9ungfUegergruppe Gießen. Am Donnerstag ist der Leiter der Segelfliegerschule auf der Wasserkuppe (Rhön), Herr S t a m e r, in Gie­ßen gewesen, um im Auftrage der Rhön-Rossitten- Gesellschaft das neue Segelflugzeug, an dem unsere Gießener Jungfliegergruppe seit 4 Monaten arbeitet, einer Baufestigkei'tsprüfung zu unterziehen. Diese Prüfung muß im Rohbau ausgeführt werden, ehe die Bespannung der Flügel und des Rumpfes er­folgt. Unsere Gießener Jungflieger hatten die Ge­nugtuung, von dem Prüfer die Anerkennung zu er- hallen, daß das Flugzeug den an Gleit- und Segel­flugzeuge gestellten Bedingungen entspricht.

Ein Fackelzug derBurschenschafter zu Ehren des Geh. Hofrats Professor Dr. Haupt, der heute seinen 75. Geburtstag begeht, findet heute abend statt. Der Abmarsch erfolgt um 9 Uhr ab Oswaldsgarten durch die Neustadt, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Seltersweg, Südanlage, Goethestraße, Ludwigstraße, Bismarckstraße bis zur Universitäts- bibliothek, zurück zur Liebigshöhe, wo ein Kommers zu Ehren des Jubilars ftattfinbet.

' Zum Oleibergfcft, das offensichtlich unter der besonderen Gunst des Wettergottes heute und morgen nachmittag und abend auf der Burg Gleiberg ftattfinbet, hat der Dramaturg unseres Stadttheaters, Dr. Karl Ritter, zwei Festzüge inszeniert. Diese Aufführungen auf der Burg Gleiberg bringen 10 Gruppen, die vom Bauerschen Gesangverein durch Chöre belebt werden. Die Instrumentalmusik bie­tet der Orchesterverein unter der Leitung von Curt V a r g e s , künstlerischer Beirat ist Karl Löffler, die historische Beratung erfolgte durch Dr. Walbrach. Heute nachmittag ist Volks­fest, heute und morgen abend große Burgbeleuch­tung. Zu dem Feste ist auch ein photographischer Wettbewerb unter den hiesigen Photographen ausgeschrieben worden, der zu einer Prämiierung der zehn besten photographischen Aufnahmen von dem Feste führen soll.

** Oberstes sischer Kunstverein. ES fei nochmals auf die derzeitige Gleiberg-Aus­stellung im Turmhaus am Drandplah hin­gewiesen, welche mit der heute und morgen stattfindenden 3ubiläumsfeier des Glei­berg-Vereins verbunden ist und bis Sonn­tag, 14. 3uli, dauert. Sie ist zu den üblichen Zeiten zugänglich. Seit Eröffnung der Aus­stellung sind dieser noch verschiedene Bilder

Spinat 20.bis 25; Römischkohl 15 bis 20; grüne Dohnen 35 bis 40; gelbe Dohnen 50 bis 60; Spargel 50 biS 90; Erbsen 25 biS 35; Misch­gemüse 10 bis 15; Tomaten 50 bis 100; Zwiebeln 10 bis 15; Rhabarber 10 bis 15; alte Kartoffeln 5,5, neue Kartoffeln 15 bis 20; ausl. Aepfel 45 biS 70; Dörrobst 35 bis 40; Kirschen 35 bis 50; Stachelbeeren 25 bis 30; Johannisbeeren 35 bis 40; Erdbeeren 60 bis 100; Honig 40 bis 50; junge Häyne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; das Stück: Tauben 70 bis 90; Eier 13; Dlumenkohl 30 bis 80; Salat 5 bis 10; Salat­gurken 25 bis 60; Einmachgurken 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 10 biS 15; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 15; das Dund: gelbe Rüben 10 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Radieschen 10 bis 15; der Schoppen: Walderd­beeren 60 bis 65; das Pfund: Abrikosen 50 bis 65 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 4,50 Mk.

Oer Matthias-Tempel.

Einer Anregung des Staatsrats Dr. Weber folgend, hat die Provinz Oberhessen wie schon kurz gemeldet zur Erinnerung an ihren allzu früh verstorbenen Provinzialdirektor Mat­thias, unter dessen Amtsführung die Vollen­dung des Lißberger Wasserkraftwerks fiel, ein Erinnerungszeichen errichten lassen, das sich oberhalb des Stauweihers im Hillers- bachtal zwischen Hirzenhain und Liß- ber g auf waldiger Anhöhe erhebt. Ein rnässiver, bollwerkartiger Unterbau von 5 Meter Durch­messer aus dem an Ort und Stelle gewachsenen (Basalt aufgebaut, bildet eine Plattform, die von einem Schutz- und Aussichtstempel ge­krönt wird, dessen Holzwerk aus den staatlichen Waldungen der Oberförsterei Konradsdorf stammt. Abgesehen von dem mächtigen, Vi Meter starken Mittelpfosten, der achttantig behauen ist, sind alle anderen Konstruktionstelle aus Ratur- Rundholz gezimmert. Als Dachdeckung wurde die einheimische Holzschindelung gewählt. Don der vor dem Dollwerk angelegten Terrasse führen beiderseits massive Steintreppen zur Tempel­plattform. Der Dildschmuck auf der eingelassenen Steinplatte in der Dorderwand des Unterbaues ist von Künstlerhand geschaffen und bringt zum Ausdruck, wie aus der Wasserkraft die elektrische Kraft gewonnen wird. Eine ebenfalls künst­lerisch ausgeführte kleine Bronzetafel auf der Rückseite deS eichenen Mittelpfostens enthält die Widmung der Provinz.

Die Arbeiten wurden nach dem Entwurf des Hochbauamts Büdingen unter dessen Leitung aus­geführt. Die Zufahrtstraße und die ZugangS- teege wurden von dem Forstamt Konradsdorf hergerichtet und mit Ruheplatz und Kochgelegen­heit für alte und junge Wanderer verbunden. Don dem Tempel genießt man eine schöne Aus­sicht durch den Duchenwald auf den Weiher.

Die feierliche Uebergabe des SrinnerungS- malS findet am 7. 3uli, Vr12 Uhr, statt, an der die Bevölkerung teilnehmen kann.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag. Glei­berg-Verein: Familienfeier auf Burg Gleiberg, ab 3 Uhr nachmittags. Ruder-Regatta des Süddeut­schen Ruderoerbandes e. V.: Vorrennen, 17 Uhr. Schützenverein Gießen: Außerordentliche General­versammlung. 8.30 Uhr, Schützenhaus. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Männer vor der Ehe", Du sollst nicht stehlen", Karpathen-Ballett (Tanz- Revue).

Tageskalender für Sonntag. Glei­berg-Verein: Volks- und Heimatfest auf Burg Glei­berg, 2 Uhr nachmittags. Ruder-Regatta: Haupt­rennen, 14 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Männer vor der Ehe",Du sollst nicht stehlen" und Karpathen-Ballett (Tanz-Revue).

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jrk der Wissenschaft jÄu geben. 3m 2a- ftr 'Eelvndere Beulen, wföcn Studenten- m versuch, die der rr Wahrheit teiltet kett zu verletzen me zu verbieten, die Wug in die Hand echte «Deutsch- ledcrherzusiellen. Vie "geachtet dessen auch ihrem Dillen jum knsdiktat Ausdruck

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