Ausgabe 
29.4.1929
 
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Mrei- Vüdinge«.

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tten sich unversehens so angehauft, uno dazu größtenteils zerbrechlichen Inhalts.

Exzellenz von Biegeleben.

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c der bei Lchonau r

I feste Neuyorker Börse, neuer üptimisn Verhandlungen in Paris, die benihig! situation stimmen freundlicher. Kurse si

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> t>Q8 Devuh m ini Rtonlenfc wchr bekämpfte g Schlauchleitung: ach Seift sich 'stunden konnte!

Beneidenswert der Herr, der mich überholte inrb auf der stillen Straße immer einen Schritt Dar mir herging! Er hatte nur einen fabel­haften Strauß langgestielter Tulpen vor dem L'urm zu hüten, den er den Strauß natur- li«i> in weißbehandschuhten Händen hielt.

Da, ein Windstoß--und Hui flog mein

ominöses Zeitungspaket hinunter, vorwärts, dem $j trrn vor die Füße wirbelnd. Ein erschreckter Schrei (meinerseits), ein Stutzen (seinerseits), dann buche er sich zuvorkommend, um vorsichtig nnt

Warum halte ich nicht den Mut gehabt, den drohend aussehenden Frühlingssalatverkäufer um kime Tüte zu ersuchen! DaS Papier öffnete sich beim Anheben, und der Feldsalat flatterte heraus nur ein Rest verblieb, den ich mir beschämt aus m einen weihnachtlichen 2lufbau legen lief). Das übrige aber wirbelte fröhlich und unbefangen biS zur Haustür vor und unter meinen Süßen.

Sind Sie schon mal auf Salat gewandelt? Wie? lur auf Rosen? 3a, es macht eben jeder andere

Erfahrungen.

Jedenfalls legte ich meinen geretteten Früh.

zu hören. Man nimmt an, daß sich gegen Samstag Schluß allgemein Gewinne ergeben werden. Am De-

1 Ro Herbam.

brach in eh Hstraat ein Die 'traf, stand berc ' Flammen.!

Berliner Börse.

Berlin, 29. April. (WTB. Funkspnuch.) So-

stounlich wenig," meinte meine Tochter.Gar nicht erstaunlich," entgegnete ich,wenn du die Zusammenhänge kenntest. Denn auf dre kommt eäan. E. v.Massow.

mlbgenwinb« Sajl nicht gekläürr W -Mich schnell um drei lanbwit iit sämtlichen M >ei Personen tarnen itüi Großvieh wml ien retteten nur ft sehr hoch.

-ergchchossen.

und wünschen dürfen.

* Ruf trieb auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt: 67 Dullen, 283 Ochsen, 521 Kühe, 320 Färsen, 721 Kälber, 48 Schafe, 4667 Schweine.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

SO

reinigt VIM

- Ihre Messer/

eine Portion Fellrsalat, recht gewöhnlich in Ziitungspapier gewickelt. 3ch hatte erst Cin- p :uch gegen diese Verbindung körperlicher und geistiger Rahrung erheben wollen, aber der .Z-rühlingssalatverkäufer sah so drohend aus, daß ich keine Bemerkung wagte. Lind vorsichtig die ic^te Strecke meines Heimweges antrat. Mit nie» ->-rgeschlagenen Rügen, um dauernd das Gleich» ?^Dicht meiner Schätze kontrollieren zu können, vielleicht auch, um nicht spöttische Blicke wegen meiner Depacktheit auffangen zu müssen.

Hasen., _

» Reiskirchen, 29.April. Seinen 8o. Ge­burtstag begeht heute unser Mitbürger Samuel L ö w e n b e r g. Der alte Herr kann sich noch voller Gesundheit erfreuen.

i. Lich, 28. Rpril. Der hiesige Turnver­ein hielt dieser Tage seine Rprilmonatsver» sammlung bei Gastwirt Bogt ab. Rach kurzer Begrüßung durch den Leiter der Monatsver­sammlungen, Turner K. Bolz, wurde über die Gründung einer Handballab­teilung beraten. Da der Verein einen neuen Handball erhalten hat, will man zur endgültigen Rufstellung einer Mannschaft schreiten. Lieber den passenden Spielplatz sott mit dein Bürgermei­ster verhandelt werden. Als weiterer Punkt stand die Festsetzung der diesjährigen Früh - Wanderung der Turner und Turnerinnen auf der Tagesordnung. Man einigte sich auf den Himmelfahrtstag. _________________

FRANZ NEUMEIER

GIESS EN - SONNEN STR. 20

Abduktion der Leiche des plötzlich ver­storbenen 43 Jcchre alten Landwirts Karl Scheuermann dahier, hat ergeben, daß der bedauernswerte Mann beim Futterholen auf der Leiter von einem Gehirnschlag betroffen wurde, der seinen sofortigen Tod herbei» geführt hat.

Kreis Schotten.

f Ober-Seemen, 28. Rpril. Beim Heu­holen fiel die T o ch t e r des Landwirts Kneipp sehr unglücklich von der Scheuerleiter herunter auf die Tenne. Der von Gedern sofort ber bei geeilte Arzt stellte neben verschiedenen Wunden einen Oberschenkelbruch fest.

Preußen.

Maingau.

WSR. Höchst, 27. April. 3n den Höchster Farbwerken hat gestern eine Abstimmung der Belegschaft darüber stattgefunden, ob der 1. M a i als Feiertag gehalten werden soll oder nicht. Die Arbeiterschaft der Farbwerke, die über 8000 Mann beträgt, hat sich mit über­wiegender Mehrheit gegen den 1. Mai als Feiertag ausgesprochen. Die Farbwerke wer­den also im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben am 1. Mai voll arbeiten.

Zusammenstoß zwischen Reichs, bannet und Nationalsozialisten.

Frankfurt a. 2TL, 28. April. 3m Anschluß an einen Umzug des Reichsbanners kam es in der vergangenen Rächt an der Obermainbrücke zu einem blutigen Handgemenge mit Nationalsozialisten. Dabei wurde das Reichsbannermilglied koch durch einen Messerstich getötet. Außerdem wurden zwei weitere Reichs­bannerleute, sowie ein angeblicher Kommunist s ch w e r v e r l e h l. Als die Polizei eintraf, halten sich die Gruppen bereits aufgelöst, doch konnten noch vier Rationalsozialisten festgenom- m e n werden, die ebenfalls nicht unerhebliche Verletzungen an Kopf, Händen und Füßen da­vongetragen hallen. Die sofort aufgenommenen polizeilichen Vernehmungen, die die ganze Rächt und den heutigen Tag über andauerten, konnten die Frage noch nicht klären, auf wessen Seite die Schuld an den blutigen Vorgängen liegt. Gegen 2.15 Uhr entstand abermals eine Schlägerei am vörne- plah, die aber durch das schnelle Eingreifen der Polizei zu keinen schwereren Folgen führte.

Artistensturz von der Zirkuskuppel.

WSR. Frankfurt a. M-, 27. April. 3n dem zur Zeit hier gastierenden Zirkus Krone hat sich gestern abend während der Vorstellung ein schwerer Llnglücksfall zugetragen. Wäh­rend einer Trapeznummer riß eine Drahtseilverspannung und ein 23jäh- riger Artist stürzte aus beträchtlicher Höhe in die Manege. Des Publikums be­mächtigte sich eine große Aufregung, doch ver­hielt es sich mustergültig. Der Verunglückte wurde in das Krankenhaus gebracht, wo sofort eine Operation vorgenommen werden mußte. Die bei dem Sturz zerrissene Riere muhte ihm aus dem Körper entfernt werden. Außerdem ist die Leber gerissen, ein Oberarm ge­brochen und möglicherweise hat er auch einen Schädelbruch davongetragen. Das Befinden des Verunglückten ist außerordentlich ernst.

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nachmittags i ;wei Fingern das Paket aufzuheben. Ach!

cegterung.

Daten für DienStag, 30. April.

1632: der Feldherr Graf von Tilly in Ingolstadt qrftorben; 1777: der Mathematiker Karl Friedrich Muß in Braunschweig geboren; 1870: der Ope- r -ttenkomponist Franz Lehär zu Komorn in Ungarn unbaren; 1883: der Maler Eduard Monet in Paris «estorben (geboren 1832); 1895: der Dichter Gust. Zreytag in Wiesbaden gestorben (geboren 1816).

Bornotizen.

"BHbg.), wurde l [ von einem TeA

red) einen Revvm ein heiliger D o: Der Bettler und!'

weit bis jetzt zu erkennen ist, scheint die Stimmung im heutigen Vormittagsverkehr wieder zuversichllich zu sein. Die trotz der anhaltenden Geldoerteuerung feste Neuyorker Börse, neuer Optimismus über die " '' in Paris, die beruhigtere Devisen- ' " ,ind noch nicht

l Saubringen, 28. April. Heute nachmit­tag gegen 3 Llhr wurde die hiesige Feuer­wehr alarmiert. Schulbuben hatten das dürre Gras am Rande des dem Hofgut Hei- bertshausen gehörigen Fichtenschlages aw­gezündet. Starker Wind trieb das Feuer rasch zu dem dürren Llnterholz der mannshohen Bäumchen, die bald in Flamm en stan­den. Die Feuerwehr benutzte das Wasser der

unmittelbar vorbeifliehenden Lumda zum schnel­len Löschen des Feuers. 3ur Zeit zünden Erwachsene Raine und Hecken an, ohne oft das Feuer genügend zu bewachen. Leicht werden die Kinder dazu verführt, ebenfallsFeuerchen zu machen", die unter Llmständen großen Scha­den anrichten können. Man sollte doch beden­ken welcher Schaden durch das Abbrennen der Hecken und Rainen entsteht. Richt nur, daß man der in diesem Winter so sehr gelittenen Dogel- toelt die Ristgelegenheiten nimmt, das Feuer zer­stört auch die Rachzucht der Rebhühner und

** Groß-Raubtier-Schau und Cir­cus Willy Hagenbeck, Hamburg, eröffnete am Samstagabend auf dem Oswaldsgarten sein Gie­ßener Gastspiel mit einer ausverkauften und ab- wechslungsreichen Vorstellung, die lebhaften Beifall fand und ein verheißungsvolles Debüt für das be­kannte Unternehmen bedeutete. In der klassischen kleinen Zentralmanege rollte unter einer tüchtigen und umsichtigen Regie ein geschickt zusammengestell­tes, echt circensisches Programm ab, bei dem eigent­lich jede Nummer ein Treffer war, sodaß es schwer ist, aus der umfangreichen Dortragsfolge das Beste herauszugreifen. Man sah bemerkenswette

Rudolf Goll,Großstadtluft", beginnt um 19,30 Llhr. Spielleitung hat Karl D o l ck. Morgen, Dienstag, 30. April, verabschiedet sich Julius Baste als Cosme in CalderonsSame Kobold". Dieses klassische Lustspiel wird hiermit zum letzten­mal aufgeführt. Für die Mittwochvorstellung besteht reges Interesse, da das Frankfurter Reue Operettentheater sein letztes Gastspiel gibt. Es wird die lustige, erfolgreiche OperetteDie Her­zogin von Chikago" gegeben. Die Operette, die m Gießen sehr gefallen hat, ist als Abschieds- Operette besonders geeignet, da die Lieblinge des Gießener Publikums, wie Fels, Distel, Rador, Itter, Reul usw. mitwirken. Am Donnerstag, 2. Mai, 4. Tag des KammerspielzyklusSchau­spiel in der Oper" (Anna Dahr-Mildenberg).

Nchen Mögllchkeiten auf dem Gebiet der Dohmmgs- beschaftung vor uns liegen, welche trefflichen, ja entzückenden Lösungen bereits gesunden sind, aber auch welchen Riesenaufgaben wir gegenüberstehen angesichts der Tatsache, daß in Deutschland zur Zeit noch drei Millionen Wohnungen fehlen. Es ist ein Verdienst der Veranstalter, daß sie an dieses wich­tigste Problem unserer Tage mit eindrucksvollen, überzeugenden Bildern herangeführt haben.

löwen Charly. Auch das von Martini geleitete Fußballspiel der Hunde wurde gern gesehen. In drei großen Gruppen endlich führt Hagenbeck seine Großtier-Dressuren vor: Königstiger, ein pracht­voller Anblick; Elefanten, die aufs Wort gehorchen; und die sehr drolligen Bären. Dazwischen Zebras, Ponys und Affen. Natürlich fehlen auch die tradi­tionellen Clown-Intermezzi nicht, die immer noch ihrer Wirkung aufs Publikum sicher sind. In der Pause hat man Gelegenheit, Hagenbecks reichhal­tigen Tierpark zu besichtigen. Nach der Premiere am Samstag wird man dem Unternehmen auch für sein Gießener Gastspiel einen guten Erfolg prophezeien

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** Personalien. In den Ruhestand versetzt wurden die Lehrer Johannes S ch l a p p zu Staufen­berg (Kreis Gießen), Peter Huth zu Berstadt und . . .

sßhUipp Köhler zu Ottenberg (Kreis Büdingen), schwer ist, aus der umfangreichen Dortragsfolge das ferner der Gerichtsvollzieher bei dem Amtsgericht Beste herauszugreifen. Man sah bemerkenswette Laubach, Richard Robert Albert L o t h auf Nach- und häufig vom Konventionellen und Allzuoft- suchen mit Wirkung vom 1. August an. gesehenen erfreulich abweichende, rein artistische Dar-

* Dienstjubiläum. Der Schmied Theo- bietungen, saubere Dressurleistungen in schwierigen b o r Stein Löberstrahe 7, feiert am morgigen Kombinationsgruppen und ein außerordentlich ge- 30. April sein 25jähriges Dienstjubiläum beim pftegtes Raubtier- und Pferdematerial. Eine bril- hiesigen Gas- und Wasserwerk, nicht wie am (ante Leistung boten z. B. die zehn Niskabylen, die Samstag irrtümlich berichtet sein Derussjubi- (m Pyramidenbau und der freien Parterreakrobatik [äum. I Vorzügliches boten und wie Gummibälle durch die

** 3 ro e i Achtzigjährige. Am heutigen Manege flitzten. Eine sehr hübsche Nummer ist die Montag kann die Ehefrau Kath. Hardt, Hamm- Tsingtautruppe, die überaus geschickt mit Feuer und strafte 4, wohnhaft, ihren 80. Geburtstag begehen. Schwert arbeitet, an Zöpfen schaukelt und heimat- Die alte Dame ist leider schon seit längerer Zeit (id)e Kampfspiele vorführt, während das Braminoff- schwer erkrankt. Am morgigen Dienstag begeht Ballett mit Gesang und Tanz im Nationalkostüm Frau Sidilla Seibert Witwe, Am Nahrungsberg eine revuemäßige Note ins Programm bringt. Be- Nr. 30 wohnhaft, ihren 80. Geburtstag in bester kör- stechende Manegenattistik sah man von den zwei perlich'er und geistiger Frische. Edertys (Fußbalance), den beiden Roses (Matrosen-

''* Eine Nordo st-Versammlung findet spiele) und Mme. Jvone, die einen sehenswerten heute abend um 8.30 Uhr im Cafe Leib statt. Die Zahnkraftakt produziert. Hervorragendes leistet auf Versammlung, die von den Stadtratsmitgliedern N i ° dem Gebiete der hohen Schule die berühmte, nun kolaus, Haubach und Balzer im Anzeigen- schon 70jährige Schulreiterin Therese Renz nüt ihren teil unserer Samstagausgabe einberufen wurde, soll beiden bildschönen Vollblütern. Auch die sechs Car- der Aufklärung über die Bebauung und die Förde- dinals (Reiterspiele) und Fräulein Francoma auf rung der Interessen des Nordostviertels dienen. ungesatteltem Pferde fanden vielen Beifall. Emen

* D i e Bad» Rauheimer Theater- prächtigen Dressurakt zeigt Herr Huling mit dem s a i s o n wird am Donnerstag, 2. Mai, mit der drolligen und ungemein zuverlässig arbeitenden Sce- Aufführung der OperTiefland" unter der Lei- - tung des Generalmusikdirektors HeinzBon- garh eröffnet. Interessenten seien auf die heu­tige Anzeige besonders hingewiesen.

** Das Wiener I o h a n n - S t r a u ß - Or­chester wird am 11. Mai in der hiesigen Volkshalle ein einmaliges Gastkonzert geben. Das aus 40 Wie­ner Tonkünstlern bestehende Orchester wird von Jo­hann Strauß selbst dirigiert. Man beachte die Anzeige in unserer Samstagausgabe.

** Die Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen-Stadt gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß ihre Geschäftsräume am I.Mai für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben.

"Wiewohnen wirgesund und wrrt- > schäftlich? Ein interessanter Film über diese bedeutsame Frage der Wohnungskultur unserer I Zeit wurde gestern vormittag im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, einem zahlreichen Publikum vor- geführt. Der Film nahm seinen Ausgangspunkt von typischen Beispielen der üblen Mietskasernen in Berlin. Er erinnerte im Bild an die dumpfen. I engen und lichtlosen Wohnungen und Höfe in diesen Bauwerken und kennzeichnete sie treffend I mit dem Sah:Wo die Sonne nicht hinkommt, . erscheint der Arzt." Diesen Beispielen einer hoffentlich für immer überwundenen Bauweise stellten die Verfasser des Films die neuzeitliche, ganz auf den Genuß von Licht und Sonne ein­gerichtete Bauart in zahlreichen Bildern wir­kungsvoll gegenüber. Man konnte reizvolle und den Gartenstadtcharakter stark betonende Siedllin- gen aus einer ganzen Reihe von Städten hier im Bilde durchwandern. Lleberall erhielt man den Eindruck, daß in dieser Umgebung für die Volksgesundheit wertvolle Ergebnisse zu errei­chen sind und daß die Zufriedenheit im Menschen bei dieser Llmgebung sicherlich leichter zu ver­zeichnen sein wird, als in den engen Steinwüsten der Großstadt. Die rationelle Bauweise für der­artige Siedlungen wurde ferner in be-

merkenswerter Weise den Besuchern vor Augen geführt. Lleberaus fesselnd waren besonders die Aufnahmen aus der Großanlage im Frankfurter Meßgelände, in denen die Herstellung baufertiger , Einzelteile voxgefühtt wurde. Der bestimmende Zug in der modernen rationalisierten BauweiseJos von der Handarbeit, hin zum industrialisierten Ver­fahren trat hier eindrucksvoll entgegen. Es folg­ten Aufnahmen von Musterhäusern aus Worpswede mit überraschenden Leistungen in Raumverteilung und Raumkunst, in denen in der Raumgestaltung die letzten Möglichkeiten ausgenutzt werden. Beson­ders in der Einttchtung der Küche, ihrer Einord­nung in die übrigen Räume, ihrer geschickten Ver­bindung mit den anstoßenden Zimmern treten uns gute Lösungen entgegen. Die vollendetste Sojung tft dann das Einfamilienhaus mit Gatten, Planschbecken und Kinderspielplatz (man denkt an die Gartenstadt Rüppur bei Karlsruhe, die allerdings schon vor dem Kriege entstanden ist). Auch im Garten wird grobe Handarbeit durch bessere Methoden verdrängt: Erd- arbeiten mit dem Fräser, künstliche Berieselungs­anlagen u.a. Der Film hat gezeigt, welche unend-

Tageskalender für Montag. Stadt- f jeater:Großstadtluft", 19.30 bis 22 Uhr - Kauf­männischer Verein: Hauptversammlung, 8.30 Uhr, im Mereinshaus. Nordostverein: Versammlung zur Aufklärung über die geplante Bebauung des Nord­ostviertels, 8.30 Uhr. Deutscher Bund st" chnstlich- cioangelische Erziehung in Haus und Schule: Fa­milienabend, 8 Uhr, im Johannessaal Zirkus Hagenbeck: 3.30 und 8.15 Uhr. - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Es war". - Astor,a-Lichtfpiele: 'Jtintintin als Lebensretter".

Stadttheater Gießen. Aus Dem 'Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die 'heutige Jubiläums-- und Abschiedsvorstellung^onj

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^rim letzten Ängjtt^gsrest auf den Tisch des Hauses mit der ttn. Derfchiedc Bemerkung:Da haben wir den Salat!" ,^Er-

. Rm gestrigen Sonntag, 28. Rpril, konnte der

als bedungen o langjährige hessische Gesandte in Berlin, Frei- lchaoen beläuft f ktrr Maximilian von Biegeleben. sei­nen 7 0. Geburtstag begehen. Wirklicher Geheime Rat Dr.-Jng. h. c. Freiherr Maximilian von Biegeleben wurde am 28. April 1859 in Larmstadt als Sohn des ehemaligen Präsidenten d cs Hessischen Finanzministeriums geboren, er b csuchte dann das Gymnasium zu Darmstadt, studierte hierauf die Rechte an den ilniüerfitaten Söwen (Belgien), Leipzig, Heidelberg und Gie­ss en Rach Verwendung bei verschiedenen yef- silchen Behörden kam er 1889 in das Ministe­rium der Finanzen und rückte dann in schneller ftolgc bis zu hohen Staatsstellen auf. Im Jahve 1 906 wurde er zum Geheime Rat ernannt, am 1 Mai 1911 erfolgte seine Ernennung zum außer- ordenllichen Gesandten und bevollmächtigten Mi­nister am preußischen Hofe, am 25 Mai wurde er Geheimer Staatsrat, und am 25. Rovember 1913 erhielt er den Charakter als Wirklicher Ge­heimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz^ Am 1 . Mai 1927 trat er wegen der erreichten Dienst- «itersgrenze nach einem reich gesegneten und wrrdienstvollen Wirken für das Hessenland in tD?n Ruhestand. Herr von Biegeleben kann sich teer größten Wertschätzung in den weitesten Be- wölkerungskreisen Hessens erfreuen. Zu feinem B) Geburtstage übermittelte ihm der Reichs- l cnzler die he^lichsten Glückwünsche der Reichs-

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i't^ Aus der Provinzialhauptstadt, tnito Gießen, den 29. Rpril 1929.

i lci^'^T Da haben wir den Salat!

> Wir war ordentlich wechnachtlich zumut, gestern.

0 r täVc rci- Znstens wegen der Kälte, und zweitens, weil ich Ur m.it Paketen beladen war, wie ein Christkind. SMorboH i e hatten sich unversehens so angehäuft, und to tren dazu größtenteils zerbrechlichen Jnhatts

; 700 E .as, Eier und Törtchen für Kaffeebesuch. Oben- in

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