Ausgabe 
28.11.1929
 
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Dnicf und Verlag: vrühl'sche Univerfitütr-Buch- und Zteindnickerei v. Lange in Lietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7.

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Kraftwagen und Straßenbau.

^?^.rlin 28. Rov. (Priv.-Tel.) Die stürmische (snttoidlung des Kraftwagenverkehrs rückt immer wieder die Notwendigkeit des Nus - und Um- baus desbestehenden Straßennetzes in den Vordergrund des Interesses. Der Bedarf, der für den vorläufigen Ausbau errechnet wird, beziffert sich auf nahezu 4 Milliarden Mark, von denen rund 2,75 Milliarden auf den Ausbau der rund 55000 Kilometer umfassenden Län­der- und Provinzialstrahen, und 1,25 Milliarden Mark auf die übrigen Durch- ,angs st raßen, also Kreis- und Gemeinde* tropcn, entfallen. Zu diesen Kosten treten dann noch die Ausgaben für laufende Unter­haltung, die in 15 Jahren auf 3 Milliarden

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Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Berantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. fj.Ihgriot ; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.

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Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags.

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Tie Illustrierte Gießener Familienblätter

Heimat im Bild Die Scholle

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Paris, 28. Roo. (f)aoas.) 3m heeresausschuh brr Kammer berichtete firiegsminifier ITC a g i n o t über die Grenzbefestigungsarbeiten: Der Kriegsmini­ster war begleitet von dem Generalstabschef General D e b e n e y. Der Befestigungsplan sieht für die vor­derste Linie eine Art Vorposten netz (Unfer- stände für Maschinengewehre und Artillerie) vor, dahinter unterirdische Befestigungsan- lagen mit Unterständen -für Materialien und Re­serven. Abwehrpunkte, versehen mit allen not­wendigen Materialien, sollen in der zweiten Linie geschaffen und derart ausgerüstet werden, daß Gas­angriffe, Luftangriffe und Angriffe schwerer Artil­lerie daran abprallen. Endlich sollen mobile B e- f e st i g u n g s p a r k s , die zur Verstärkung der er­sten Maschinengewehrlinie bestimmt sind, möglichst nahe herangeführl werden. Zur Ausnutzung der be­reits bestehenden Verteidigungsorganisation sieht der

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Reorganisationsplan eine bessere Nutzbarma­chung der Sperrforts vor. General Debeney tritt für die Konzentration einer möglichst großen Anzahl verfügbarer Divisionen an der Grenze ein, um einem plötzlichen Angriff begegnen zu können. Die K o st e n für die Verteidigungsanlagen werden nach Maginots Ausführungen 3400 Mil­lionen Francs betragen. Die Arbeitszeit wird auf vier 3ahre veranschlagt. Die Organisation der in der ersten Linie liegenden Vorposten soll jedoch noch vor der Räumung der dritten Zone be­endet fein. 3n der Debatte forderte der sozialistische Abgeordnete Ren au del die sofortige Schaffung einer L u f t a n g r i f f s f l o t t e , um für alle Fälle Zu Beginn der Mobilmachung gerüstet zu fein. Zwei andere Abgeordnete betonten die Notwendigkeit, d i c strategischen Linien im Südosten zu vollenden.

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Kardorff fordert eine Arbeitsgemeinschaft der bürgerlichen Parteien.

gewisser Vorteil wäre, wenn der Verzicht polnischen Staates auf das Rückkaufrecht 12 000 Bauerngütern erreicht würde.

preußisch-thüringische Verwaltungsreform.

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Durch Bercmfachung derLtaalSverwallung zur Ersparnis.

Berlin, 27. Nov. (WB. Amtlich.) Zwischen der preußischen und der thüringischen Staatsregierung fanden heute vormittag im preußischen Staatsministerium in Berlin unter dem Borsitz des preußischen Ministerpräsidenten und in Anwesenheit der beteiligten preußischen und thüringi­schen Minister Verhandlungen statt über die Frage, wie durch Bildung von Berwaltungs- gemeinschafteu eine Vereinfachung der Staats­verwaltung unter besonderer Berücksichtigung von Ersparnis Möglichkeiten herbeigeführt wer­den könne. Es wurde festgestellt, daß es eine Reihe von Sachgebieten gibt, auf denen die Bildung solcher Verwaltungsgemeinschaften möglich ist und daß es wünschenswert sei, in gemeinsamer Arbeit ge­eignete Pläne aufzustellen. Den Regierungen sollen gemeinsame nähere Vorschläge unterbreitet werden.

Der Fall Lampet.

2? e e, 27. Rov. (WB.) Die wegen des Feme­mordes von Wackenau verhafteten Lampel und Schweninger sind gestern den Pächter­eßeleuten Hirsch und ihrer Tochter, die früher in Kohlhöhe wohnten, gegenübergestellt worden. Die Zeugen erkannten Lampel und Schweninger als die Offiziere wieder, die damals den Köhler von Kohlhöhe mitge­nommen haben. Lampel und Schweninger gaben zu, den Köhler von Kohlhöhe nach Ditters­dorf gebracht zu haben. Wie Köhler nach Wackenau gekommen ist, bleibt noch aufzuklären. Lampel und Schweninger b e st r e i t e n aber nach wie vor. daß die Abbeförderung des Köhlers von

Berlin 27. Rov. (WB.) Der Vizepräsident des Reichstages von Kardorff sprach in der Vereinigung für Handel und Industrie bei der Deutschen Dolkspartei in Berlin über die ferne­ren Bestrebungen der Partei. Er wies zunächst auf die z u n e h m en d eP a r te i m u d i g ke i t auf das Wachsen der Zahl der Richtwähler, auf die Parteizersplitterung und den Llnwillen, der in weiten Kreisen über die Haltung der bürger­lichen Wähler herrsche, hin. Einer geeinten Sozial­demokratischen Partei stände ein in etwa acht Parteien gespaltenes Bürgertum gegenüber. Er hob die Rachteile und Vorteile des proportionalen Wahlsystems hervor und be­tonte, daß das proportionale Wahlsystem bei der Rationalversammlung und bei den Reichs­tagswahlen die Mittclparteien gerettet habe. Der Redner kritisierte das in Deutschland geltende parlamentarische System und die Form der Kabinettsbildung. Die Stellung des Reichspräsidenten mühte, wenn nicht de lege, dann de facto gestärkt werden. Das Reich müsse ein festes, nicht jederzeit zu stür­zendes Kabinett erhalten; der Schwerpunkt mühte in die Präsidentenwahl verlegt werden. Dann wandte sich der Redner der politischen Aufgabe zu, die nach dem Voung-Plan zu erfüllen sei. Eine Reichs st euerreform eine Kommunalsteuerreform, eine R e i ch s re- form, eine Reform der sozialen Gesetzgebung mit dem Ziele der Vereinfachung, vor allem eine Reform der Arbeitslosen­versicherung ohne Erhöhung der Beiträge, die Zurückweisung des Eingriff es der öffentlichen Hand in die Privat­wirtschaft und die Wiederherstellung der Rentabilität der Landwirtschaft seien die Forderungen des Tages. Bei unver­meidlichen Differenzen herrsche in den bürger­lichen Parteien über diese Frage eine w e i t -

Kohlhöhe den Zweck gehabt habe, ihn bei­seite zu schaffen. Daß Köhler Spion war, konnte bisher nicht festgestellt werden, wohl aber steht fest, daß er wegen mehrerer Eigen­tumsdelikte mit Zuchthaus vorbestraft war und daß er zur zweiten Klasse des Soldaten st andes gehörte. Die Ermitt­lungen nehmen ihren Fortgang.

Der Volksentscheid am Goldenen Sonntag. Ein Protest des Neichsausschusses.

Berlin. 27.Rov. (WTB.) Das Präsi­dium des Reichsausschusses für das deutsche Volksbegehren erläßt eine Er­klärung. in der gegen die Absicht der Reichs­regierung. den Volksentscheid über das Frecheitsgcsetz auf den 22. Dezember zu legen, schärfster Einspruch erhoben wird. Es fei bisher Brauch gewesen, die Advents­und Weihnachtszeit von Wahl- und politischen Kämpfen freizuhalten. Durch die Festsetzung des Volksentscheides auf den Goldenen Sonntag werde auch die deutsche Geschäftswelt empfindlich geschä­digt. Eine Freigabe des zweiten Adventssonn- tages für den Verkauf würde diese Schädigung nicht beseitigen und nur für die gesamte An­gestelltenschaft die unnötige Einbuße eines wohl­verdienten Ruhetages bedeuten. Außenpolitische Grunde feien um so weniger angängig, als die Verschleppung der Verhandlungen durch unsere außenpolitischen Gegner die Beratung des (Zoung- Plancs im Reichstag gegen Ende Januar unmög­lich mache. Die Festlegung des Volksentscheides aus den Goldenen oder den Silbernen Advents­sonntag würde dem Sinn der Verfassung widersprechen, die für eine Abstimmung einen Sonn- oder Ruhetag vorschreibe. In der Erklärung wird verlangt, daß der Volksentscheid auf einen Sonntag nach dem 15 Ja­nuar festgesetzt wird

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gehende Liebereinstimmung; und theo­retisch betrachtet, scheine es verlockend, auf dieser Grundlage eine einheitliche große bür­gerliche Staatpartei zu gründen.

Das Gefühl der Parteitreue fei in Deutsch­land ganz besonders stark. Der heutige Zusam­menhalt der Partei sei ein sehr starker. Die Wähler fühlten sich mit der Partei verbunden, und wenn heute ein Aufruf zur Gründung einer großen bürgerlichen Staatspartei der Mitte er­gehen würde, so würde ein solcher Aufruf den Widerstand der in den Parteien or­ganisierten Elemente finden. Dies seien eben die politisch interessierten Clemente in Deutschland; nicht gegen die Parteien, sondern, wenn überhaupt, dann durch die Parteien könne das Problem gelöst werden. Cs sei falsch zu behaupten, man könne nie mit der Sozialdemo­kratie zusammenarbeiten; ebenso falsch sei es, zu behaupten, man könne nur mit ihr zusammen- §ehen. So wie die Dinge lägen, sei die Bil- ung einer Arbeitsgemeinschaft un­ter den stets bereiten und arbeitswilligen bür­gerlichen Parteien das Erfordernis des Tages und der Stunde. Diese Parteien könnten dann bei den Wahlen ein Kartell schließen unb mit gemeinsamer Front kämpfen, ähnlich wie dies die Rechtsparteien bei der Reichs­präsidentenwahl getan hätten. Die den Parteien zufließenden Gelder könnten gemeinsam verwaltet werden, und die Parteien könnten den Kampf nicht gegeneinander, sondern miteinander führen. Ob ein solches Kartell dann später zur Bildung einer großen Staatspartei führen könne sei abzuwarten. In allen Fällen würde das Zentrum als Partei selbstverständlich immer bestehen bleiben. Ein solch starker Block bürger­licher Parteien würde in Verbindung mit dem Zentrum in Preußen und im Reich einen maß- gebenden Einfluß haben.

Dasliquidierte deutsche Eigentum in England.

Bemühungen um einen Vergleich.

London. 27. Rov. (T.-Ll.) lieber den In- halt der Vorschläge in der Eigentumsfrage, die die britische Regierung der deutschen Regierung unterbreiten ließ, erfährt der Vertreter der Tele- graphen-llnion aus zuverlässiger Quelle, daß darin die bisher gemachten Vorbehalte hin­sichtlich des unliquibierten Eigentums fallengelaffcn werden. Die britische Re­gierung ist danach bereit, dieses Eigentum voll zurückzugeben, ohne länger eine Aus­nahme für die bereits in Angriff genommenen, unzureichend aufgeklärten und ähnlichen Fälle zu machen. Dagegen hält die britische Regie­rung in der Frage der Liquidations- Überschüsse unverändert an ihrem bisherigen Standpunkt fest. Die finanziellen Schwierigkei­ten, die einer Aenderung der ablehnenden Hal­tung Londons entgegenstehe.i, werden auf deutscher Seite nicht verkannt. Wie aus sicherer Quelle verlautet, bereitet man nun Vorschläge für einen Vergleich vor, der Deutschland wenig­stens eine teilweise Erfüllung feiner Forderun­gen sichern würde, ohne daß Snowden gezwun­gen wäre, die hierfür erforderlichen Mittel haus­haltsmäßig aufzubringen. Die britische Regie­rung hat stets den Grundsatz vertreten, daß sie von Deutschland nur soviel Reparatio­nen wünsche, als sie zur Deckung ihrer eigenen Verpflichtungen an Ame­rika brauche, Sinter dem FZoungplan ergäbe sich so bereits im ersten Jahr ein Heber- schuß von etwa einer Million Pfund, der sich ün Verlauf der Zeit steigern würde. Ein Bericht auf diese Summe würde, auf eine gewisse Reihe von Jahren verteilt, eine Teil- befriebigung der deutschen Ansprüche zulassen.

Snowden macht Schule.

Tatz beschlagnahmte Eigentum in Frankreich. e

Paris, 27. Rov. (WTB.) Im Kammeraus- schuß für Auswärtige Angelegenheiten fand «'ne Aussprache über die Rheinlandräumung statt. Cs wurde ein Unterausschuß ernannt, der iiic Bedingungen, unter denen die Räumung des cntmilitarifiertcn linken Rheinufers sich voll­ziehen wird, prüfen soll. Rach der Agentur Havas hätten die AuFchuhmitglieder, die hin­sichtlich der Rheinlandräumung Einwendungen erhoben, hauptsächlich betont, daß die Besetzung eine S ich e r he i t s g a r a n t ie für Frankreich gewesen sei. Man würde also ihrer Ansicht nach die Räumung ohne gewisse Garantien nicht vornehmen können. Ein Unterausschuß soll a n Ort undStelle einellntersuchung vor­nehmen und seine Schlußfolgerungen noch vor dem 4. Januar, also vor Eröffnung der zweiten Haager Konferenz, dem Kammerausschuß vor­legen. Der Ausschuß habe sich auch mit der Frage der Zurückerstattung beschlag­nahmten deutschen Besitzes beschäftigt, es seien mehrere Einzelfälle erwähnt worden, so der Fall der Bergwerke von Röchling und der Gebrüder Mannesmann. Man habe an die vom englischen Schahkanzler Snowden eingenom­mene Haltung erinnert. Der Ausschuß fei an­scheinend, ohne jedoch einen Beschluß gefaßt zu haben, der Ansicht gewesen, sich entspre­chend auch in Frankreich zu verhal- t e n. Der Abgeordnete Dubois sei beauftragt worden, demnächst einen ausführlichen Bericht vorzulegen.

Der Polenvertrag.

Ernste Bedenken im Auswärtigen Ausschuß.

Berlin, 28. Rov. (TU.) Im Auswärtigen Ausschuß wurden, wie am Mittwoch dieBoss. Ztg." berichtet, von Vertretern fast aller Par­teien, mit Ausnahme der Sozialdemokraten, leb- hafte Bedenken gegen den P 0 len - vertrag geltend gemacht. Dabei hätten die Redner der Deutschnationalen und des Zentrums insbesondere Zweifel daran geäußert, ob der polnische Staat die in dem Liguidationsabkommen übernommenen Verpflichtungen wirklich ge­nau einhalte und nicht Mittel suchen w.rde, auf dem Wege über die innere Gesetzgebung die eben gemachten Zugeständnisse an Deutschland wieder zu umgehen. Der deutsche Gesandte in Warschau. Ulrich Rauscher, habe auf Grund seiner Erfahrungen in Warschau demgegenüber die Auffassung vertreten, daß sich Polen an die einmal eingegangenen Verpflichtungen halten werde, da es selbst stark an der Durchführung des Vertrages interessiert fei. Vertreter anderer Parteien hätten Bedenken gegen die für Deutschland entstehenden erheblichen fi­nanziellen Belastungen geäußert. Die Ansprüche der deutschen Staatsbürger, deren Eigentum in Polen beschlagnahmt worden sei. Dürden jetzt noch auf etwa 300 Mill. Mk. ge­schäht, und es werde sich die Frage ergeben, sb Deutschland diese Entschädigung in vollem Umfange auszahlen oder durch Teilentschä- bigungen die Ansprüche abfinden solle. In leh- lerem Falle könne auch die Rotwendigkeit ent« sichen, daß solche Beschlüsse mit Zweidrittel- Hehrheit gefaßt werden müßten, weil sie in getoiffen Punkten der Reichsverfassung wider­sprachen, während bei einer vollen Entschädigung las Reich ungewöhnlich stark belastet beiden würde. Wan habe allerdings diesen De- rcnken gegenüber auch nicht verkannt, daß es ein

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im Eichener Dahnhos lt zum Gegenstand des rsuchrr geworden. Der >es größten Teiles des ubcren Zustand, ferner cheiten vorhanden, zur nöet man nur einen lern sind in dem Raume t mit Gepäck und Klei- in dem ganzen Darte­en befinden. Der Se­ng vffenstchende Tür tavtäumtn in den zu- , Dartesaaies herein- als angenchm. Durch 1 zahlreichen Reisenden 1 Warteraum verleidet, g möge schleunigst für Wände Sorge tragen, des Dartefaals 3. Kl.

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Die deutsche Gefahr.

Dreieinhalb Milliarden für die Instandsetzung der französischen Ostgrenze.

Jriedensverhandlungen zwischen Moskau und Mulden.

Moskau, 27. Nov. (Telegraphenagentur der Sowjetunion.) Tschau ghswehliang stellte in einem Telegramm an Litwinow den Antrag, die Lage an der Ostchinabahn, wie sie vor dem russisch- chinesifchen Konflikt bestand, vollständig wieder- herzustellen sowie den ehemaligen Direktor und den stellvertretenden Direktor der Ostchinobahn wieder in ihr Amt einzuseh'en. Volkskom­missar Litwinow antwortete ; u st i m m e n d und schlug die Entsendung von chinesischen Bevollmächtigten nach Chabarowsk vor, um die technische Durchführung der erwähnten Vorschläge mit Vertretern des Außenkommissariats und die Festsetzung des Termins und des Ortes für die Einberufung einer rufsisch.chlnesifchen Konferenz zu besprechen.

Der Gtatin-Kurs in Rußland.

Stalins Regiment in Sowjetruhland wird von Tag zu Tag schärfer. Wer nicht pariert, seht sich schwersten Verfolgungen aus. Aus dem Lande hören die Erschießungen von Bauern, die sich gegen die Moskauer Gewaltmaßnahmen aufleh­nen, überhaupt nicht mehr auf, in den Städten kommt die Tscheka einer Verschwörung nach der andern auf die Svur. Aber auch innerhalb der Beamtenschaft steht es nicht zum besten. Erst kürzlich ist in der Berliner Handelsvertretung gründlich aufgeräumt worden. Darüber hinaus hat die Tscheka eine ganze Reihe von Beauf­tragten in alle diplomatischen Vertretungen ent­sandt, um Personen, die den Stalin-Kurs miß- billigen, abzuhalftern. Auf diese Weise sind in den letzten Monaten auch zahlreiche Diplomaten an die frische Luft gesetzt worden. Wir denken vor allem an Herrn Bessedowski in Paris, dann an Herrn Tschitscherin, der gezwungen wurde, seinen Abschied einzureichen. Jetzt soll auch Krestinski, der Berliner Botschafter, auf der schwarzen Liste stehen. Schließlich darf nicht vergessen werden, daß neben Bucharin und Tomfki, zwei verdienten bolschewistischen Re­volutionären, der Präsident des Rates der Volks­kommissare, Rhkow, bei Stalin in Ungnabe ge­fallen ist und seines Amtes enthoben werden soll. Wenn Stalin in dieser Weise weiter regiert, wird er wohl über kurz oder lang auch die Getreuesten seiner Getreuen in Acht und Dann tun müssen.

Die Machtverschiebung in Moskau.

Berlin. 28. Rov. (Priv.-Tel.) Wie die -'S 3. meldet, wird die Llnterwerfung der Gruppe Bucharin - Ryk0w schon in nächster Zeit die lange erwarteten Verän­derungen in den höchsten Regie­rung s st e l l e n bringen. Das nach außen hin höchste Regierungsamt der Sowjetunion, der Vorsitz im Rate der Volkskommis- s a r e , wird von Rhkow niedergelegt werden und soll wieder mit der le. tcnden Gruppe in der kommunistischen Partei, dem Stalin-Kreis verbunden werden. Ob Stalin selbst das oberste Regierungsamt übernehmen und damit seinen alles beherrschenden Machtwillen auch nach außen hin bekunden wird kann aus persönlichen Gründen bezweifelt werden, und es gelte für wahrscheinlicher, daß Molotoff, der erste Gehilfe Stalins im Parteisekretariat, den Dor- sitz im Rat der Volkskommissare übernimmt. In gut unterrichteten Kreisen nenne man für diesen Posten auch den bisher politisch wenig hervor- getretenen Andrejew den Dorsi! enden des Rationalitätenrates, um Molotoff im Präsidium der Kommunistischen Internationale belassen zu können. Rhkow werde auf einen außenpoliti­schen Posten gestellt werden. In der D e r I i n e r Reise des stellvertretenden Außenlommissars K a r a ch a n und seinen Beratungen mit dem Botschafter Krestinski sieht das Blatt die Möglichkeit der Berufung Kristinfkis in tie Mos- kauer Zentrale und der Reubesehung des Berliner Postens.

Tschitscherin

läßt sich in Wiesbaden nieder.

Berlin, 27. Nov. Der stellvertretende Außen- fommiffar Karachan hatte in Wiesbaden eine längere Unterredung mit dem Außenkommissar Tsch11scherin. Der Auslandurlaub Tschitscherins wird vorläufig auf unbestimmte Zeit ver­längert werden. Tschitscherin wird noch m i n r b e ft e n 5 ein Jahr im Ausland bleiben. Er hat Wiesbaden zu feinem ständigen Wohnsitz im Ausland gewählt.

Kr. 279 Erstes Blatt 179. Jahrgang Donnerstag, 28. November 1929

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen