Der Zug 2444, der seither nur SonntagS verkehrte, ab Diederaula 8.61 Llhr, wird künftig täglich — Sonn- und Werktags — fahren, und zwar Hersfeld ob 7.47 älhr, Alsfeld an 9.26 Uhr.
Strecke Bad Salzschlirf—Niederaula.
Auf dieser Strecke wird die von Schlitz pe- wünschte Dachmittagsverbindung D i e- d e r a u l a—S ch l i tz im Sommer versuchsweise eingeführt werden, dagegen wu'de der ebenfalls von Schlitz gewünschte Pendelverkehr nachmittags zwischen Bad Salzschlirf und Schlitz abgelehnt.
Strecke Lauterbach—Gedern.
Als eine sehr begrüßenswerte Deuerung wurde auf Wunsch der Städte Alsfeld und Lauterbach die Einlegung eines Sonntags-Aus- flugs-Zuges in den Vogelsberg zugesagt, der in Lauterbach etwa um 8 Uhr nach Grebenhain-Crainfeld abgcht, im Anschluß an den um 7.25 Uhr in Alsfeld abgehenden Personenzug. Der Gegenzug trifft ungefähr um 6 Uhr abends in Lauterbach ein. Ferner soll der S p o r t z u g, 7.15 Uhr ab Frankfurt nach Hartmannshain, Sonntags bis Lauterbach durch- ce uhrt werden. Ankunft in Lauterbach 10.54 Uhr. Der Gegenzug trifft dann 22 Uhr in Frankfurt am Main ein.
Dach Beendigung der Konferenz folgten die Teilnehmer einer Einladung der Stadt Alsfeld zum Mittagessen in das städtische Hotel „Deutsches Haus".
Oberheffen.
Sänqertagung in Lollar.
I Lollar, 27. Februar. Wie bereits früher mit- gc.eät wuroe. |dU ücr oies/ayrigr Lieuertag des 1. Bezirks des Lahngaues im Hessischen Sängerbund am 5.Mai hier abgehalten werden. Am vorigen Sonntag fand nun hier eine gemeinsame Sitzung des G auborst a n d e s und des hiesigen Turn - und Gesangvereins, dem die Vorbereitung des Tages vom Dezirlssärg r ag übertragen worden ist. unter dem Vorsitz des 1. Gauvor.itzendcn. Emil Koch (Gießen), statt, um sich über die verschiedensten. den Dezirlsiiederiag betreffenden Fragen schlüssig zu werden. Vor allen Dingen handelte es sich darum, das geeignetste Lokal zu finden. Da zu dem Tage alle Vereine des Bezirks mit ihrer vollen Sängerzahl zu erwarten sind und nach dem am 1. Januar erfolgten Beitritt von fünf weiteren Vereinen der Bezirk nunmehr 15 Vereine zählt, darunter einige mit sehr hoher Mitgliederzahl, so ist mit einer Beteiligung von 600 bis 800 Sängern zu rechnen. Dachdcm der Gauvorstand und der Vorstand des vorbereitenden Vereins verschiedene in Betracht kommende Lokale besichtigt hatten, entschied man sich einstimmig für die Gastwirtschaft „Zum Schwanen", das älebungslokal des Vereins, da hier die beste Möglichkeit der Hinterbringung einer so großen Zahl von Sängern, sowie auch ganz besonders ein geeigneter Platz zur Aufstellung des Massenchors vorhanden ist. Der Beginn der Tagung wurde auf 1 älhr festgesetzt. Ein Festzug soll nicht stattfinden, wie die Veranstaltung überhaupt kein Fest im landläufigen Sinne sein soll, sondern . lei.iglich eine Sängcrzusa.nmcnkunft mit dem Zwecke gegenseitigen Däherkommens durch Pflege des Gesangs. Zeder Verein soll einen Chor eigner Wohl vortragen, der möglichst bald dem 2.Gau- vorsihenden und Dezirkslciter Eberle, hier, mit» zuteilen ist. Zum Schluß wird dann der ganze Bezirk die vorgefchricbenen Massenchöre: „Echen- kenbachs Dciterlied" und „Wo zum Himmel Eichen ragen" zum Vortrag bringen. Die übrige Ausgestaltung des Programms bleibt dem vorbereitenden Verein überlassen. Der 1. Gauvorsihende Koch machte anschließend noch einige geschäftliche Mitteilungen: u. a. bedauerte er, daß die Mel- . düngen zum Konzert des Lahngaues gelegentlich des Hessischen Sängcroundessestes in Darmstadt bis jetzt spärlich eingelaufen sind, und sprach die Erwartung aus, daß sich noch recht viele Vereine dazu melden.
Der hiesige Turn - und Gesangverein, dem die Vorbereitung des Liedertages übertragen
Schritte im Dunkeln.
Don Sigismund von Radeckl.
„Finnland" und „Dovember", diese zwei Worte ergeben eine bleigraue Totenstille, ein eintöniges Debelgetröpsel von Mil.iarden Fichtenbäumcn und den Goldklang von Gläsern mit Punsch, Marke Crderlund. Steig die Uferhöhe hinan, dreh dich um, und du bist im Bildet da liegen die grünen Krokodilrücken der Schären, und zwischen ihnen prustet Seine Wichtigkeit, der winzige weiße Dampfer, von Landungssteg zu Landungssteg. Aber die Stege sind leer, die Teerboote liegen umgekippt am Strande, und seine paar Fahrgäste wärmen sich am Maschinenraum und gucken, wie der Maschinist die öligen Hände immer wieder mit einem Wvllsehen abwischt. Doch in den roten Holzhäuschen, wo alles, sogar das Mädchrnhaar, wundervoll nach Teer duftet, da fitzen sie jetzt, trinken Kaffee, le,en Helsingin Sanomat oder selbst radikalere Blätter, und schauen sich die Fensterscheiben an. Diese Scheiben werden bald, wenn Schnee und 6onne kommen, in allen Farben erglitzern: üppige Tropenvegetationen aus Kristall werden in den rosigen Flammen dec Kä te funkeln. Aber jetzt stehen sie bloß voll grauer Regentropfen: sie zögern über das Glas, halten zitternd nah nebeneinander, geben sich die Hand mit einem Entschluß und rutschen dann pfeilsch. ell die Scheibe herunter. Dos geht so stundenlang. Kurz, es ist draußen nichts los.
älnd erst recht nichts da oben, wo der große Morastwald anfängt. Was soll man von ihm sagen? Sägereibesiher Taipale zum Beispiel sagt von ihm, daß er höchstens zu Brennholz und Zündhölzchen zu verwenden ist. Dr. Mikkelsen dagegen behauptet, daß sich der Wald von hier auS in ununterbrochener Linie bis zur Dering- straße hinzieht, und, setzt der Doktor ztznisch hinzu, „in genau derselben Qua.ität". Die Bauern wieder sagen gar nichts, sondern treiben einfach ihr Dieh in ihn hinein: möge es dort das ©einige Mischen Sumps und Wacholder heraus- rupfen! Vielleicht wäre dem noch hinzuzulügen. daß er einigermaßen melancholisch ist. Zeder einzelne dieser Bäume ist in Gedanken stehen- geblieben und starrt trübsinnig einer Tat nach, auf die er sich nicht mehr besinnen kann. Und auch er, der Wald, ist vom lieben Gott vergessen worden. So wartet ec seit Llrbeginn und läßt den Rebel leise von den Radeln tropfen.
ist, wurde im Fahre 1861 ursprünglich als Turnverein gegründet, widmete sich dann später aber ausschließlich der Pflege des Gesang:-. Zn seiner kürzlich sta tg:habten Hauptversammlung gab nach der Begrüßung und der üblichen Ehrung der im verflossenen Vereines ehr verstorbenen drei Mitglieder durch den 1. Vorsitzenden Philipp Har» dusch der 1.Schr.f.führcr Otto Wagner einen äleberblick über die Vereinstätigkeit im Zahre 1928. Es kann als ein arbeitsreiches bezeichnet werden. 53 Gesangstunden fanden statt. Bei den verschiedensten Gelegenheiten konnte der Verein, der unter der Leitung von Berufsschullehrer Eberle steht, Proben seines Könnens und Beweise bemerkenswerten Fortschrittes ablegen. Einen besonderen Erfolg für den Verein bedeutete die zweimalige Aufführung des Singspiels „Gloüentürmcrs Töchterlein". Es traten im verflossenen Jahre dem Verein 12 aktive und 16 passive Mitglieder bei, so daß die Witgkiederzahl zur Zeit beträgt: 8 Ehrenmitglieder, 41 aktive und 40 passive. Aus dem Kassenbericht ging hervor, daß der Verein im Zahre 1923 einen schönen älcberschuh erzielt hat. Der Vorsitzende sprach dem Vereinsrechncr, Albert Drescher, den Dank des Vereins für seine vorzügliche Rechnungsführung aus. Bei der nun folgenden Vor- standswahl wurde der seitherige Vorstand, mit Ausnahme des Rechners und des 2. Schriftführers, die eine Wiederwahl abgelehnt hatten, einstimmig wiedergewählt. Als Ersah für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder traten neu in den Vorstand ein Otto Schneider als Rechner und Walter Ruhl als 2. Schriftführer. Ferner wurden noch als Fahnenträger Otto R o r w i g und als Ersatzmann Ludwig Hettche h'.nzugewähtt. Es wurde einstimmig beschlossen, sich an dem Bundcsfest in Darmstadt zu beteiligen.
Landkreis Gietzen.
§ Daubringen, 27. Febr. Unter zahlreicher Beteiligung hiclc der hiesige Frauenverein sein diesjähriges W nterlränzchen in dem Saale der Kleinlinderschule ab. Beim Gesang einiger Lieder, Verlosung und amerikanischer Versteigerung, gutem Kaffee und vorzüglichem Kuchen verliefen die Stunden in frohem Zusammensein viel zu schnell. — Die Holzhauerarbeiten sind in unserer Gemeinde beendet. 3m ganzen wurden 450 Festmeter Holz geschlagen, das zum größten Telle als Bauholz Verwendung finden soll. Trotz der verhältnismäßig großen Zahl Arbeitsloser konnte der Holzhieb nur von einer Rotte Arbeiter getätigt werden. — Durch die Wiederiribetrieb- nahme des Steinbruches in unserer Gemarkung hat sich die Erwerbslosenziffer etwas gesenkt. — Die anhaltende strenge Kälte hat auch hier schweren Schaden angerichtet. Mehrfach ist die Wasserleitung eingefroren, sogar der Hauptstrang in einer Straße, so daß die Anwohner schon einige Zeit ohne Wasfer und genötigt sind, sich anderweitig mit dem unentbehrlichen Daß zu versorgen. Trotz Auftauver- suchen ist es bisher nicht gelungen, den Hauptwasserrohr a_f der genann.cn Straße wieder intakt zu bringen. Die Kälte ist sogar bis in die Keller gedrungen, wo die Leitungen eingefroren sind und teilweise an den Wintervorräten beträchtlicher Schaden angerichtet wurde. — Seit einiger Zeit tritt hier die Grippe sehr stark auf; es ist wohl kaum ein Haus, in dem nicht Grippekranke zu finden sind.
• Daubringen, 27. Febr. Dieser Tage hielt der hiesige Burschenklub „Sibelio" seine Generalversammlung ab, die sehr gut besucht war. Der erste Vorsitzende erstattete den Zahres- bericht. Dem Rechner wurde für seine mustergültige Kassenführung der Dank der Versammlung ausgep rochen. Die Vorstandswahl erfolgte durch Zuruf und ergab die Wiederwahl des alten Vorstandes. Dach Erledigung der üblichen Tagesordnung gab der erste Vorsitzende noch einen Bericht über die Gründung und Entwicklung des Vereins.
z Rödgen, 27. Febr. Unsere Wasserleitung ist nun an vielen Stellen so undicht geworden, daß nur noch zweimal am Tage, morgens zwischen 7 und 9 i' hr und nachmittags zwischen 5 und 6 äihr, Wasser ans der Leitung entnommen werden kann. Zn der übrigen Zeit bleibt die Leitung gesperrt. Dieser
Hebelfianb hat vielerlei ^Unbequemlichkeiten im Gefolge.
: Burkhardsfelden, 27. Febr. Die Grippeerkrankungen haben in unserer Gemeinde ihren Höhepunkt erreicht. Unter den Schulkindern nahmen oie ^r.ran.ungen in solchem Maße zu, daß die Schule geschlossen werden mußte. Mit Beginn dieser Woche konnte der Unterricht erst teilweise wieder ausgenommen werden.
+ Grünberg, 27. Febr. Zn der jüngsten Sitzung ued Gemeinde rats wurde das Kiefernholz Los I an die Holzhandlung Zonas Meyer, Darmstadt, vergeben. Bezüglich des Fichtenholzes wurde das von der hiesigen Holzschneiderei Haas & Co. vorliegende Angebot als nicht genügend erachtet, die Vergebung dieses Holzes
AM» AI miifftiwii MI! wurde daher zurückgestellt. Außerdem wurde ein Betrag von 150 Mk. bewilligt, der in Verbindung mit staatlichen Hilfsmaßnahmen der ärmeren Bevölkerung, die von der langen Kälte- Periode besonders schwer betroffen toirbi die Beschaffung von Brennstoffen ermöglichen soll. — Hier verstarb im Alter von 88 Zähren der älteste Bewohner unserer Stadt, Karl Hermann Z ö ck e L Der Verstorbene war in Turnerkreisen weit bekannt; et war Znhaber des Ehrenbriefes des Mittelrheinkreises der D. T. und Ehrenvorsitzender des hiesigen Turnvereins, zu dessen Gründern er zählte und den er fast 25 Zahre als erster Sprecher leitete. Die Erbauung einer Turnhalle im Zahre 1897 geschah hauptsächlich auf fein Betreil^.. Ebenso tätig wirkte er im hiesigen Verletz rsverein; hier ist die Schaffung der Anlagen im Brunnental und auf dem Hain fein Werk.
U Rodheim a. d. Horloff, 27. Febr. Die kirchliche Statistik unseres Kirchspiels, das aus Rodheim, S.einheim und Rabertshausen besteht, zeigte für das abgelaufene Jahr folgendes Bild: Die Zahl der Gottesdienste betrug 110, darunter 60 Haupt- und 30 Deben- gollcs.imfte (Detstunäcn). Der Gottesdienst wurde durchschnitllio) (umgerechnet auf die ZahrcSwoche) besucht von 99 Männern, 111 Frauen und 64 Kindern. Am hl. Abendmahl beteiligten sich 1267 Personen, etwa 157 Prozent der Erwachsenen (bei jährlich zweimaliger Abendmahlsfeicr). Die Gesamtsumme aller Gaben betrug 3159 Mk., worin 1780 Mk. freiwillige Spenden für die Kirchcnheizung cn halten sind. Daneben erhielten die Znnere Mission 42 Mk., die Aeußere Mission 104 Mk.. der Gustav-Adolf-Verein 43 Mk.. das El.sabethrnstift 139 Mk., das Krankenhaus Hungen (an Crntegaben) 46 Mk. Die Summe der gesammelten Kollekten ergab 142 Mk.
Kreis Alsfeld.
• Alsfeld, 27. Febr. Eine von Mitgliedern des Turnvcre'.ns und auS den Kreisen der Freunde und Gönner der deutschen Turnsache stark besuchte Versammlung beschädigte sich mit den ersten Vorbereitungen für das vom 20.—22. Zuli in unseren Mauern statlfindende T u r n f e st des Gaues Hessen deS Mittelrheinkreises. Den Ausführungen des Vorsitzenden Bender war zu entnehmen, daß an diesem Feste mit einer Besucherzahl von etwa 800 auswärtigen Wetturnern und -schwimmern und einer nach vielen Tausenden zählenden Menge von passiven Turnern. Turnfreunden und sonstigen Festgästen zu rechnen fein wird. Das Fest wird am Samstagmittag am Ma k platz eröffnet. Danach sollen stattfinden: Samstag nachmittag Gauschwimmen, abends Wettkämpfe der besten Geräteturner des Gaues. Sonntag vormittag Eir.zelgcrätewetturnen. nachmittags Masfensrei- übungen. Musterriegenturnen. Montag Sonderwettkämpfe im Volksturnen. Dem Turnverein Alsfeld steht ein für den Umfang dieser Veranstaltung hi.'reihender Festp'ah zur Verfügung mit zwei feststehenden außerordentlich großen Festhallen. die mehrere tausend Sitzplätze auf- weisen. Da weiterhin die geräumige Turnhalle direkt an den Festplah stößt, so sind jetzt schon auch im Falle weniger günstiger Witterung die
ersten Vorbedingungen für einen guten Verlauf des Festes gegeben. Die Versammlung nahm die Bildung der für die Vorbereitung erforderlichen Ausschüsse vor und beschloß ferner, mit dem Gauiest die Feier des 80jährigen Bestehens des Turnvereins Alsfeld (et wurde 1819 gegründet) zu begehen.
xp Dieder-Gemünden, 27. Febr. Bei der ch o l z o e r st e i g e r u n g aus den Waldungen des Freiherrl.ch Schenckschen Reviers wurden sehr hohe Preise erziell. Maßgebend hierfür dürften die reich- l ch erschienenen Kaufliebhaber aus Burg-Gemünden, Bleidenrod, Maulbach, Rülfenrod, Otterbach, Ehringshausen, Heimertshausen und N.'Gemünden einesteils fein, anderseits aber auch der Umstand, daß in den Haushaltungen infolge des strengen Winter" die Holz. Vorräte fast vollständig aufgebraucht sind. Bezahlt wurden für 4 Raummeter Buchenscheller durchschnittlich 55 Mark, Buchenknüppel 44 Mark, E.chen.
17. Sifbunflstafl 27. Rfbrnoi 1929
In der Bormittagsziebnng wurden Gewinne über 150 M. gezogen
2 »ttoinn« m IOOOO M 131685
6 »reinnt in 5000 W. 349822 351428 384948
18 c?en>inn» >u 3000 M. 22584 32596 116838
139003 193016 195128 220503 305510
18 »troinnf iu 2000 M. 1175 6588 130434 154202 231919 245396 274159 278839 375095
46 »fro’imf .u 1000 9R. 3736 21452 52209 57859 74583 78847 94890 98312 119566 135310 151389 153614 180300 208922 264537 270019 301302 316714 330345 331887 366195 373206 382035
100 ®rtpmnt iu ROO 4TL 10758 10770 14116 14175 17554 33896 35954 49995 65086 68121 66635 71868 72276 73966 74113 873.31 94761 107744 114342 116953 121952 123133 127859 142939
145548 152146 156708 167876 173545 178447
200.320 217315 218706 245068 263833 274799
274846 297439 300198 303894 305572 336641
339726 345600 353772 358499 364281 374402
374716 382920
242 e*tomnc .0 300 M 122 7266 9019 9141 20800 21655 23694 24816 26203 26887 27181 37647
39402 39699 41.376 41755 42149 43955 49.369
50510 62642 63787 64580 54661 51815 63260
641.34 78379 79080 80597 80947 86135 88800
89334 90718 95577 100'04 104661 106933 1093.31 123678 126292 128962 133973 134604 138787
140770 141535 142487 142656 142891 161541
161809 162150 168767 169C69 177419 179820
182956 185300 187568 190156 192240 201273
202594 210936 212145 221711 222747 224669
229797 230476 235207 237177 240363 252333
253423 254270 257168 258065 261.374 261895
261917 262883 265529 267296 2686'6 27'368
274475 274991 275268 281601 285708 287821
290459 290601 297278 305849 326821 326987
328528 329418 336983 337389 337809 34.3471
346059 353453 353602 356885 367973 372380
372599 375508 376964 379619 384155 395351
397306 397875 399936
Jo der XathmitiaflSAifbuna wurden Gewinne über 150 M gezogen
2 »«tehrae iu 26000 M. 286090
6 tfccwinnt xu 6000 M. 44214 182664 23341?
2 Gewinn« i* 3000 M. 359119
26 Gewinn, -u 2000 -IN 29286 101210 194614
206515 215849 334756 351001 354010 372186
383983 390202 396083 396775
20 ettotnn# -u 1000 Mi. 6494 7040 146539 170761 183384 211263 227088 279498 283885 398952
50 S-ft- np« iu 500 417 4124 12180 45834 65262 96388 97042 98352 12332' '24287 1388'2 142747 148665 '74898 175049 223035 224696 230846 243904 246130 248921 249986 253334 274679 298973 322056
172 ®«tp>nn« .u 300 <JB. 503 1799 12350 15893 17817 18690 26472 27562 29434 53847 65667 57551 69972 60436 64278 72485 75129 85879 92495 100932 107084 108097 108188 109498 114934
131812 138413 142083 142823 145496 152035
156782 161475 162016 165732 165812 166935
172057 177472 179511 179534 180729 181978
190727 1 SM 375 20.3760 204498 208075 215164
221940 22.3762 230542 230652 250256 251823
270712 2760.38 286187 2889.34 291051 294'45
306567 30H161 314575 316568 316591 320.392
321356 325472 3303.30 331967 343302 344566
347014 346221 351472 362210 374312 380753
383812 384248 387207 390827 393536 393541
398148
Gewianouszng
5. Klass, 32. Preußisch-Süddeolschtz (25«. Preuß.) Klassen-Lollerte
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Äuf jede gezogen, Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar se einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden
Ableitungen I und II
Zm Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu 500000 2 Gewinne zu 500000, 2 zu 300000, 2 zu 200000, 2 zu 50000t 4 111 25000. 32 ,u 10000, 62 <u 5000, 160 iu 3000, 326 zu 2000, 734 zu 1000, 19u4 zu 500, 5042 zu 300 Mk.
_Am grauesten aller Dovembertage war ich lässig in feine t efste Stille hrneingesch entert, ich dachte an alles und gar nichts — als plötzlich ein Auerhahn wie das Weltuntergangsgewitter auf flog. Der ganze Wald fuhr ordentlich zusammen. Zch sah den heraldischen Krummfchnabel durch den Debel abdampfen und merkte mir die Stelle an einem blitzbetroffcnen Baumstamm, der schwarzverkohlt in den Himmel ragte. Dun war ich bereits drei Stunden gegangen, eS wurde spät, und so nahm ich jetzt Richtung nach dem Meer, um schnell nach Haue zu kommen. Dach einer hallen Stunde — ich freute mich schon auf den gemütlichen Kaffee — traf ich wieder auf einen verkohlten, blitzgetroffenen Baumstamm. Da begriff ich mit einem metaphysischen Frösteln, daß ich im Kreis gelaufen war. Hnb weil eS immer dämmeriger wurde, beschloß ich, bis zum nächsten Fußpfad zu gehen und mich starrsinnig an den zu halten. Irgendwohin- würde er schon führen.
Allmählich sah ich den Pfad nur noch oben am Himmel als hellen Streifen zwischen den Daum- wipfeln, und er nahm kein Ende. Im Wald begannen die Dachtlaute, die schwer zu deuten sind, und jetzt war plötzlich die Dunkelheit hereingebrochen. Vollgeblakt von den schwarzen Atomen der Finsternis, hatte der Raum mich auf einmal verschluckt. Zch sah nichts mehr und konnte vor Dunkelheit auch nichts mehr hören. Zch roch nur noch feuchte Radeln und Sumpf.
Ich stellte fest, daß ich genau siebzehn Streichhölzer besaß. Um den Pfad, meine einzige Rettung, nicht zu verlieren, durfte ich also siebzehn- mal Licht machen — im übrigen aber muhte ich mich völlig auf den Tastsinn verlassen. Darum zog ich trotz der Kälte meine Stiefel aus und hielt die Arme weit, wie beim Blindekuhspiel, vorgestreckt. Doch bald merkte ich, daß ich wie ein Betrunkener zu taumeln anfing und auch schon den Weg verloren hatte, da mir feuchte Radelt atzen ins Gesicht fuhren. 3m kirschroten Schein des Streichholzes sah man vom ganzen Wald nichts als ein einziges hellgrünes Grasbüschelchen, daß voll von blitzenden Tropfen dastand. Das sah man — und sonst nur noch die Dunkelheit, die im Kreis herumstand und zitterige Fühler nach einem auSstreckte. Und jetzt, wo man sie sah, machte sie einem Angst. Wie ich so von Feuerschein zu Feuerschein taumelte, von Grasbüschelchen au Grasbüschelchen (daS stets wieder dasselbe, erste zu sein schien), begann eine Art Spiel. Das ganze Schimärengezücht im Wald hatte nämlich längst gemerkt, daß sich
hier einer verirrt hatte, war zusammengelaufen und ließ sich nichts von dem Schauspiel entgehen. Wenn ein Streichho.z anbrannte, schauten sie mich aus den Zweigen mit tausend glänzenden Augen an. Kaum stolperte ich aber nach dem Verlöschen hastig weiter, so fetzte sich auch schon die ganze Affenherde kichernd, hüpfend in Bewegung und begleitete mich von beiden Seiten oben durch die Bäume. Doch sowie ich ein Holz anbrannte, hielten sie wieder mäuschenstlll und starrten mich hockend aus den Zweigen an. Allmählich war da im Dunkeln eine ganze Menge zusammengekom- men.
Letzt flackerte mein letztes Streichholz. Zch ließ es bis auf die Finger brennen; dann verglomm es mit einem letzten glühenden Blick. Und nun war ich sozusagen allein. Doch ich schwankte mutig vorwärts inS Schwarze — wohin, wußte ich nicht mehr genau . . . Um nicht ganz einsam zu fein, hielt ich mir meine Uhr and Öhr und horchte auf ihr Ticken. Zch ging und ging und spürte den Wald in allen Adern. Er begann sich langsam meiner zu bemächtigen.
Plötzlich mente ich etwas, das mir jeden Blutstropfen erstarren ließ. Zch lauschte — kein Zweifel: hier im Dunkeln ging jemand neben mir! Auf abgefeimte Weise. Ging ich schneller — so ging auch er schneller, blieb ich mit einem Ruck stehen — so blieb auch er stehen (aber immer etwas zu spät). Was ist dabei, er hatte sich mir eben angeschlossen: Kameradschaft, weiter nichts! Mit einem Aechzen begann ich vorwärtszulaufen. Er hielt aber mit. Der Bursche da wartete bloß auf meine Ermattung, um sich bann mit einem Sprung über mich zu stürzen. Diese schweigende Uebereinfunft ertrug ich nicht länger. Zch schrie: „Wer ist ba?‘ - Zetzt standen wir beide. Mäuschenstille. — „Reden Sie, i-ch höre ja doch, wie Sie mir folgen!" (Zch sagte „Sie" zu ihm.) — Ec hielt feinen Charak- ter durch, er blieb still. Aber da hatte mich die fürchterliche eigene Stimme erschreckt. Ach, ich fing an zu rennen, ich riß auS, wie ein Hase hoppelte ich kreuz und quer...
ilnb jetzt hatte der Wald mich in seinen Fängen. Er riß. et stach, er zersetzte mich ohne Gnade. Zch fiel hin, sprang auf, fiel wieder, sprang wieder auf — und war plötzlich in einem scheußlichen nassen Dickicht gefangen. ES hielt mich in seinen Krallen, daß ich kein Glied rühren konnte. Der „Kamerad", dieses älnsag- bare, kroch keuchend heran. Zch gab'S auf. Macht mit mir, waS ihr wollt. Zch ließ mich wollüstig zu Boden sinken.
Hab daS merkwürdigste ist, daß ich genau in diesem Augenblick ein kleines goldenes Lichtchen sah. Dieser goldene Punkt gab mir sofort alle Kraft wieder und lieh den „Iemand" gleichgültig werden wie Spucke. Zch stürzte übet Gräben (mist dem Kinn voran), ich stolperte über Zäune, ich trampelte über weiche Beete auf den goldenen Punkt zu — wie ein berauschter Rachtfaltter.
Plötzlich stand ich vor einer kleinen Hütte. 3n der Stutze saßen vier hübsche Knaben in Hemden und sahen mich an. Sie hatten soeben gebadet und wärmten sich plaudernd am Ofen. Lachend führten sie mich zur nächsten Hütte, die Telephon hatte. 3ch war 35 Kilometer von Hause entfernt Man schickte mir Pferde nach. 3m Wagen dachte ich an elektrisches Licht und daran, daß die Herren hier zwei zielbewußte Parteien bilden: die „Toddy-Aelskande" und die „Grof-Entufiaster". An den Wald wollte ich nicht denken.
Lochschulnacbnchien.
Der durch die Emeritierung deS GehrimratL W. Busch an der Hniberiität Marburg erledigte Lehrstuhl der neueren Geschichte ist dem a. o. Professor Dr. Wilhelm Mommsen in Göttingen angeboren worden. — Der a. o. Professor für Chirurgie und Radiologie an der Frankfurter Universität, Dr. n ej. HanS Holfclder. ist zum o. Professor ebenda ernannt worden. — Der Ordinarius für römische- und bürgerliche« Recht an der Hniocrfität Freiburg i. D., Wolfgang Kunkel, hat einen Ruf nach Döttingen als Rach'olger Fritz Pringsheims erhallen. — Zum Rachfolger von Prof. Andreas Walthrr auf den Lehrstuhl der mittleren Geschichte an der Universität Göttingen ist der Heidelberger Privatdozrnt Dr. Percy Emst Schramm in Aussicht genommen. — Der durch bei Weggang des Professors W. Heubner nach Düf eldorf an der Universität Göttingen er.'ebigte Lehrstuhl der ^arma- kvlogie ist dem orceillichrn Professor *. med. et Phil. Zoseph Schüsller in Köln an^cboten worden. — Zur Wiederbesetzung des durch den Weggang von Prof. Erich Easpar ereilten Lehrstuhls der mlllle.en Geschichte an der Universität Königsberg ist ein Rus an Professor Dr. Friedrich Daethgen in Berlin ergangen.


