Ausgabe 
27.8.1929
 
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Dienstag, 27. August 1929

179. Jahrgang

Nr. 200 Erstes Blatt

England lehnt wiederum ah

Sie Eifenbchnkaiastrophe bei Dürrn

Die amtliche Darstellung. - Eine Umleitung zu schnell durchfahren.

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diese Regelung ihm denEwigkeitszustand, wie er dem Locarnovertrag anhafte, auch für die Kontrollfrage garantieren würde. Das Matt fügt hinzu: Wenn die deutsche Dele­gation mit der Zu st im m ung zu einer der­artigen Kontrolle zurückkehren sollte, sei der Sturz der Reichsregierung sicher. Die weiteren innerpolitischcn Folgen wären unabsehbar.

Was will Frankreich?

zweierlei Meinung innerhalb der französischen Delegation int Haag. Paris, 27. Aug. (WTB. Funkspruch.) Der Be­richterstatter desEcho de Paris" im Haag berichtet, es sei gar kein Geheimnis, daß innerhalb der französischen Delegation sich zwei Ten-

Er scheint täglich,außer Sonntags und Feiertags.

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Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich fürPoluik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; siir den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. ,

Haager Korrespondent desDaily Herald" er­klärt, die Lage sei kritisch, wenn auch noch nicht hoffnungslos. Immerhin sei klar, das; der letzte Abschnitt der Konferenz er­reicht sei. Der Korrespondent erklärt noch u. a.: Die schriftliche Antwort Snowdens von gestern nachmittag war unmißverständlich. Was das von Deutschland geforderte Zugeständnis be­trifft, so ist Snowden wiederholt nahegelegt wor­den, Großbritannien solle sich an einem ge - meinsainenDruck aus Deutschland be­teiligen. Der Schahkanzler hat aber klar und deutlich erwidert, daß die britische Regierung keinen Vorteil auf Kosten Deutsch­lands wünsche. Die britische Delegation hat die finanziellen und wirtschaftlichen Folgen, die ein Abbruch der Konferenz für Deutschland haben würde, bereits in Erwägung gezogen, und wenn es dazu kommen sollte, dann wird sich zeigen, daß Snowden bereit ist, bezüglich der deutschen Zahlungen eine Politik Voranschlägen, die mit sei­nem nüchternen und strengen Gerechtigkeitsgefühl übereinstimmt.

Wichtige deutsche Richtigstellungen. Kein schriftliches britisches Riiumnngsan- gebot. Keine vorbehaltloseAnnahmc des Young-Plans durch Deutschland.

Haag, 26.Aug. (Tettm.) Zu dem in der Presse erörterten angeblichen Brief Hendersons an die übrigen Mächte, der die Bekanntgabe der englischen Räumungsdaten enthal­ten habe, wird von maßgebender Seile festgestellt, daß ein derartiger Bries bisher nicht in die Hände der deutschen Abordnung ge­langt sei. Bisher hätten lediglich private Unterredungen stattgefunden, in denen der englische Außenminister den bekannten englischen Standpunkt dargelegt habe, daß die Räumung in kürze unter allen Umständen erfolgen

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haag, 26. Aug. (TU.) Schahkanzler Snowden hat aus die ihm heute vormittag überreichte Rote bereits geantwortet. Man versichert, daß er in seinem Antwortschreiben die Vorschläge nicht als ausreichend zur Befriedigung der eng­lischen Forderung bezeichnet und daß er sie deshalb nicht für annehmbar hält. Gleich nach der Ueberreichung der englischen Antwortnote auf das Angebot der vier Gläubigcrmächte hat eine Z u - sammenkunft zwischen Briand.Jaspar, Pirelli und Adatschi stattgesunden, in der die englische Antwortnote eingehend durchberaten wurde. Im Auftrag der vier Mächte hatten sodann Jaspar und Adatschi mehrere Unterredungen mit Snowden. Adatschi erklärte, nunmehr müsse Snowden den vier Mächten die endgültigen englischen Forderun­gen und das letzte Wort Englands Mit­teilen. Snowden wies darauf hin, daß die englische Abordnung keineswegs einen Abbruch der Konferenz erstrebe. England wolle nach wie vor, daß man aus der Grundlage der englischen Forde­rungen zu einer Einigung gelange. Die Unterredun­gen mit Snowden sollen einen äußer st stürmi- schen Eharakter gelrag- haben.

3m Anschluß an diese Besprechungen hat Cou- cheur folgende Mitteilung ausgegeben: Die vier Gläubigermächte seien ihrerseits bereit, alles zu tun, um einen Zusammenbruch der Konferenz zu ver­hüten, jedoch seien sie entschlossen, einer Zer­störung des Zoungp'anes mit allen Kräften enlgegenzutreten. Ls müsse fest­gestellt werden, daß Deutschland weit­gehende Anstrengungen gemacht habe, um eine Einigung zwischen den Mächten herbeizu- sühren. Deutschland sei jedoch ebenso wie die vier Gläubigermächte daran interessiert, daß die Struktur des Doungplanes nicht zer­stört werde. Die vier Gläubigermächte würden keine neue Initiative ergreifen und Eng- land keinweiteresneuesAngebot machen. Sie würden abwarten.

Der Eindruck der stürmischen Besprechungen zwi­schen Snowden und den Vertretern der vier Gläu- bigermächle geht zunächst dahin, daß einAbbruch wenig wahrscheinlich erscheint, und daß die Verhandlungen weiter fortgesetzt werden. Jedoch ist ohne Zweifel eine neue Verschär­fung der Lage eingelreten insbesondere durch die Tatsache, daß die vier Gläubigermächte jetzt kein neues Angebot mehr an England machen wollen.

Die britische Antwort.

Haag, 26. Aug. (WM) Die englische Delega­tion gab gegen 20 IHjr eine formulierte Er­klärung ab. Hierin wird festgestellt, daß Eng­land zur Ausgleichung der Verluste die ihm der Voung-Plan auferlegen wolle, je 48 Millio­nen Mark auf die Dauer von 37 wah­ren verlangt habe. Es seien daraufhin zunächst 216 Millionen, also 45 Prozent der Summe, von den übrigen Gläubigermächten angeboten worden. Am 22. August sei die britische Dele­gation mündlich davon verständigt worden, daß ihr ein Angebot im Werte von 28,6 Millionen, also knapp 60 Prozent der geforderten Summe, überreicht werden solle. Dieses Angebot sei nunmehr in dem heute erhaltenen Memo­randum über die umstrittenen finanziellen Fra-

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-er Dotschasierkonferenz.

Der Ausbau der Strecke Köln-Düren-Aachcn verboten.

Berlin, 27. Aug. (Priv.-Tel.) Die furcht­bare Eisenbahnkatastrophe bei Düren, die 13 To­desopfer gefordert hat, hat an und für sich ihre Ursache darin, daß der Lokomotivführer ent­gegen der ausdrücklichen Anweisung die m Aus­besserung befindliche Gleisstelle im Höchsttempo überfahren hat. Inwieweit dies den Tatsachen entspricht wird die kommende Untersuchung zu ergeben haben. Aber es besteht noch ein anderer Grund, ein viel furchtbarerer Grund, der gerade im gegenwärtigen Augenblick in seinem ganzen Umfange aufgezeigt werden muh. und dec die Katastrophe bei Düren noch tragischer macht. Be­kanntlich hat die B o t sch a f te r k o n f er e n z Ende Mai 1922 in der damaligen Entwafsnungs- note, die Poincare unterzeichnet hat, den von Deutschland beabsichtigten v i e r g l e i s i g e n Ausbau der Strecke Köln Düren Aachen verboten, und ihn nur zwischen Düren und Aachen gestattet. Deutschland war mit dieser Forderung ausgetreten, da aus wirt­schaftlichen und vor allem aus verkehrs- technischen Gründen der zweiglei­sige Zu st and der Strecke nicht mehr länger gerechtfertigt Werken konnte. In­zwischen ist der Verkehr auf dieser Strecke, die die Hauptverbindungslinie vom Westen nach dem Osten darstellt, noch stärker geworden. Aus diesem Grunde ist auch der Ab Nutzung s- koeffizient größer, so daß die Be­triebssicherheit von Tag zu Tag ge­ring e r wird. All diese Einwande hat dre Bot- schafterkonferenz damals als lächerlich jurud- gewiesen, obwohl sie sich bei obzettiver Rach­prüfung doch hätte davon überzeugen müssen, daß der Zustand auch nicht einen Tag länger als tragbar angesehen werden kann. Mit aller Bestimmtheit bestand die Votschafterkonserenz ;e- doch auf der Ausführung dieses Verbotes.zu dem noch eine ganze Reihe weiterer Verbote kamen, die unser deutsches Gilenbahnneh ^We­sten in die größte Gefahr gebracht haben. Man glaubte aber, daß die Bahnen st r a t e g i s ch e n Zwecken dienen sollten, eine Begründung hin­ter der sich allerdings ein ganz anderer Plan versteckte, nämlich die Abdrosselung des rheinischen Verkehrswesens von Deutschland. Wäre damals der viergleisige Ausbau Lieser Strecke gestattet worden, dann hätte nach menschlichem Ermessen niemals eine so furchtbare Eisenbahnkatastrohe bei Duren sich ereignen können. Die Opfer find zumeist Ausländer, Franzosen und Polen, und auch deutscherseits kann dieser Verlust nur auf das tiefste bedauert werden. Aber gerade deshalb hat Deutschland alle Veranlassung, vor alter Welt darauf hinzuweisen, wo d i e e i g ent - lich en Gründe liegen, die zu rec Rata- . strophe geführt haben, und die doch un Grunde

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neswegs, wie dort behauptet werde, ab 1. September außerordentlich ernst. Es seien keine Vorkehrungen für den Ueber­gänz vom Dawes- zum Po u n g p l a n getroffen worden. Im Gegenteil seien die Dawes­zahlungen im Haushaltsplan voll für die nächste Zeit eingesetzt worden, so daß auch die Ab­lehnung des Vvungplanes keine Schwie­rigkeiten für den Reichshaushalt herbeiführen würde. Der deutsche Antrag, ein Uebergangsstadium zu schaffen, falls derVoung- plan vorläufig abgelehnt würde, sei aus­schließlich aus politischen Erwä­gungen unternommen worden.

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gen niedergelegt worden.

Mit Bezug auf die ungeschützten Annui­täten führt die englische Erklärung aus, daß nach dem Spa-Schlüssel England 120 Millionen jährlich davon erhalten müßte, während ihm jetzt nur 60 Millionen geboten wurden. Die anderen Gläubigermächte erklärten zwar, daß die 28,6 Millionen jährlicher Zahlungen unter ihrer Garantie einem entsprechend höheren Anteil an der ungeschützten Annuität gleichwertig angesehen werden müßten, der dann auf 88,6 Millionen an« wachse, aber es gebe dabei zwei bedeutungsvolle Vorbehalte: Deutschland müßte einer Aenderung der Bestimmungen des Poungplanes mit Bezug auf die Beträge dec ungeschützten An­nuität zustimmen, damit die Summen für die Verzinsung und Tilgung der Dawesanleihe in ihrer Durchschnittshöhe gesichert werden, was keine zu­sätzliche Belastung für Deutschland bedeute, rooju aber eine Zustimmung Deutschlands bisher nicht vorliege; und zweitens müßten die übrigen Re­gierungen, die bei diesen Angeboten nicht beteiligt find, sich mit 10 Millionen aus der ungeschützten Annuität begnügen, während sie nach dem Spa-Schlüssel 54 Millionen zu beanspruchen hat­ten Die britische Delegation hat, so schließt die Er­klärung, geantwortet, daß das Angebot unan­gemessen sei.

Aach der Ablehnung Snowdens.

Verworrene Lage.

London, 27. Aug. (Reuter. Funkspruch.) Die Lage war gestern abend verworrener denn jemals seit Beginn der Konferenz. Riemand weih ge­nau, ob Snowdens erneute Ablehnung den. e: - gültigen Zusammenbruch der Konferenz bedeutet oder nicht. Zweifellos wird versucht werden, den Schahkanzler in eine schiefe La g c zu bringen und ihm die Verantwortung für einen Zusammenbruch der Konferenz aufzuladen. Der

Metzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitüts-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7.

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3/ i« mufmaft- I gig. Rus diesem Grunde sind die Arbeiten des

lenkungsweiche in Buir. D'es 'st >nutmah ^^stenausschuffes auch zunächst eingestellt lich in erster Linie auf mangelhafte ver- toDr^en Weiterführung ohne Klärung

siöndigung des Cotomotioperfonals öer Räumungsfrage von deutscher Seite als zurückzuführen. Die Untersuchung ist im Gange. Das zwecklos angesehen wird.

beteiligte Personal war nicht übermüdet. Die Aus- DieD. A. Z." berichtet auf Grund von Mit­räumungsarbeiten sind sehr schwierig. Eingleisiger teilungen von deutscher Seite aus.dem Haag Betrieb wird voraussichtlich im Lause des 27. August folgende ergänzende Einzelheiten: Die Delegation ueirieo rouu uu ' > > hurrfwiobpn- habe den von den Iurlsten ausgearbeiteten Kon-

wieder aufgenommen Bis dahin wird durchgehen ^^llvorschlag a b g e l e h n t, und zwar in erster der Verkehr durch Umleitung, Lokalverkehr durch ginjc auf Forderung Dr.Wirths. Run- Pendelzüge und durch Poftautobusse zwischen Duren mc^r Iiegcjn neuer Vorschlag, für den und Buir aufrechterhalten. fcie Verantwortung in erster Linie der Refsort-

Wie wir von unterrichteter Seite ergänzend er- Minister Dr Wirch trage .^ber den Inhalt fob.cn, werden an der --nsaMlle Umdauarbctten Aes^«s^nch.et Wc

vorgenommen, so daß die Zuge aus das Gegengle^ 6 bcn Locarnovertrag davon gesprochen, daß umgeleitet werden müssen. Wie üblich, war dem ' - -- -

Zugführer und dem Lokomotivführer auf dem Bahnhof Düren von dem Fahrdienstleiter ein sog. Vorsichtsbefehl gegen Quit­tung ausgehändigt worden, in dem auf die Umleitung des Zuges an der Baustelle hinge­wiesen worden ist. Außerdem war auch ein be­sonderes Ueberholungssignal ausge­stellt worden, das auf eine zu passierende weiche hinwies. Der Lokomotivführer hatte mit einer neuen Lokomotive in Aachen den Zug übernommen, war also er ft ungefähr zwei Stunden im Dienst, wie sich nachträglich herausgestellt hat, befindet sich der Lokomotivführer Rord- haus aus Hamm i.w. ebenfalls nicht unter den Toten, sondern unter den Schwerverletzten.

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nur einer fanatischen Zerstörungswut gegenüber H a a g, 26. Aug. (211.) Der den Machten vor- Dcutschland entsvrungcn sind. Es wäre inter- liegende Entwurf über eine Vergleichskommisfion essant zu erfahren, ob die Votschafterkonserenz \m Rheinland, der als der Fromageot-Gaus- auch heute noch die deutschen Argumente als Entwurf bezeichnet wird, soll ein kurzes Schrift- lächerlich hinzustellen wagt. Gerade deshalb er- stück von nur einer Schreiömaschlnenseite fern, cheint es zweckmäßig, jetzt sofort mit dieser Der Entwurf dürfte die bisher in den deutsch- Fraae an sie heranzutreten. belgischen und ' deutsch-französischen Schieds-

° gerichtsverträgen des Locarnovertrages vorge-

066* Emmöisuna. sehenen Ausgleichskommissionen ausrechterhalten v » und ebenso wie bisher die Möglichkeit einer An-

köln, 26. Aug. (WB.) Weber das Eisenbahn- rrch'img des Völkerbundsrates in Streitfällen ge- unalück bei Buir wird folgende amtliche Mel- währleisten. Auf deutscher Seite wird die An- duua ausgegeben: D 23 sollte als erster Zug am sicht vertreten, daß der Entwurf der in dem be- 25 Auaust im Bahnhof Buir wegen Brüden- kannten Briefwechsel zwischen Katz und Dr. Wirth m h « H P 1 in Buir-5oinDorf in bas Heber- vertretenen Auffassung, die Schiedskpmmisfion des Umbaues n Bu.r-So ndorj n. " <20^0^0920 habe keinerlei De fug-

holungsgleis geleite t werden. Bei der uiffe in berent militarifiertenZone, tentung fand die Entgleisung statt. Lokomotive da- Diese Auffassung sei jedoch stark

hinter Post- sowie Packwagen und fünf V-Zug- umstritten. Die von der deutschen Abordnung wagen stürzten um und wurden teilweise inein- angestrebte Lösung versuche diesen Streit praktisch

anöerqeidiobcn. hierbei wurden der P a ck - zu umgehen. Von Bedeutung sei, daß auch nach meister die D i c n ft f r a u und 12 Re i- der Reuregelung Deutschland die volle Freiheit k nh» ripinfpf in krankenbäusern befinden sich I habe, in Streitfällen den Volkerbundsrat und Zugführer. Aerztliche Hilfe war sofort in reich- Ian?) ^ür Vergleichskommisfion vorgesehen, lichem Maße zur Stelle, ebenso Samariter unö handele sich vielmehr um die Auf rech terhal- hilfsrnannschasien. Die Alarmierung und heran- tung deutsch-französischen und deutsch-bel-

führung der Hilfszüge von Düren, Köln-Deuherfeld, gischen Schiedsgerichtskommission.

Köln-Betriebsbahnhof und Aachen erfolgte in der Man macht jedoch auf deutscher Seite dre end- ooraefdiriebenen Zeil. Die Ursache der Entgleisung gültige Entscheidung in dieser tfra^e von der P ,u ichnc'lea Durchiahren der Ab - | Scheidung 6er Raumungslr^ge abhSn.

werde. Eine schriftliche Mitteilung dieses Stand­punktes sei von englischer Seite ursprünglich be­absichtigt gewesen, jedoch nicht erfolgt, da man aus englischer Seite bei der gegenwärtigen Lage der Konferenz eine gemeinsame Aktion Englands, Belgiens und Frankreichs zur sofortigen Räumung für notwendig hatte.

Die Räumungsfrage wird voraussichtlich am Dienstagmittag von den vier interessierten Mäch­ten weiter erörtert werden. Ob es in dieser Sitzung tischen Räumungstermine kommen wird, sieht noch verlangt Äerössentlrchung des pariser "L dir vielfach verbrel.e.ev Avffaffvn. die An- Sachverstänbigenmemorandums. 7r^°:sE?de7-1s-'°e"r7°!i.°''wVd 7on Ät'fe

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Poungplan von Deutschland nur ange- u t sch n a t i o n a l e n Rcichstagsfrak- nommen werden könne, wenn die Fragen der ^on an Delegation im Haag einen Brief

Rheinlandräumung und der Vergleichs- gerichtet, in dem er von neuem das Verlangen komm iss ion in deutschem Sinne ent- nach Veröffentlichung jenes Memo­schi e b e n und wenn die innerhalb des Poung- r a n d u m s erhebt, das d i e ö e u ts ch en Sach- ulanes noch offenen Fragen, wie das Schicksal v e r st ä n d i g e n vor dem Abschluß des Pariser tor Ti rLhn unb Reichsbank end- Planes an die Reichsregierung gesandt haben, der Reichsbahn und Ke\ d) 5 ö a n r en gautsche Volk habe im jetzigen Zeitpunkt em

gültig getl ar t sein rourbem -^vder letzten Anrecht darauf, genau zu erfahren, wie die Erklärung Dr. Strefemanns in der Sechs-Atach.e- Sachverständigen in Paris zu der lleberzeugung Konferenz sei keineswegs zum Ausdruck ge- gekommen feien, daß die übc.r das Zweite bracht worden, daß Deutschland bereits vor- Angebot hinausgreifeKden Forde- b e h a 111 o 5 den Voungplan angenom- rungen der Alliierten wirtschaftlich hnhr nicht vertretbar seien und nur unter

, . , neuen politischen Instruktionen an-

nßllf genommen werden könnten. Graf Westarp

beruft sich darauf, daß sein Wunsch nach Ver- Endlich emc Erklärung über dre Zusammen- öffentlichung dieses Gutachtens, der im Reichstag bänae von Äonnqplan und Kafsenlage. von verschiedenen Sei.en Unterstützung fand, Haag, 26 Aug. (TU) ?ig^t anerkannt^worden^sei! Außer diesem

Dr. Hilferding erklärte vor P^^Ertretrrn an9&ie Dier au| öer Konferenz weilenden Minister gegemiber Angriffen Berliner Blattes die geri4)teten Schreiben hat nach derDAZ." Graf die Kassenlage des Reiches ser kei | ^e|tar^ einc Stellungnahme seiner Fraktion nach Dem Haag übermittelt, die an der Delegation starke Kritik übt.

Nie Kontrollfrage.

DieBergleichskommiffion EinBorschlag Dr. Wirths.