Ausgabe 
27.6.1929
 
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Angebot der (Saar.

vor.

Frankfurter Börse.

Berlin. 26- Juni

Frankfurt a.M. | Berlin

Sd)lu6-I 1 Uhr- KurS I Kurs

Schluß 1-Uht-

Suti Kurs

ed)lutt-IQlnfang. §urö I Kurs

26-6- I 27-e.

26-6- I 27.6.

27 6.

26.6.

27-6.

221,5

402,5

143

8

8,8

142 , 141,25

89,5

Phönix Bergbau.....

Rheinische Braunkohlen. -

124,4

116

165,5

335

335,25

336

V

188,75

280,5

111,4

125,5

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6 Va

io

193,5

222

158

220,5

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225

76,75

120,25

143,5

148,25

193,25

221,5

221

135 225,25 142.25

162,5

198

240,75 399,25

147,5

170

77

120,5

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137

220

111.5

133

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90

123,75

160

115.75

128,5

130,75

224,75

188,5

280,25 173,75 158,13

165

124

160,25

115,25

129

130,75 226,5

188,75

281 175,25 158,5 165,5

171

76,5

119,5

142,75

148

222

100

132

105,75

246,5

418

243,75

165

90,25

131

193,25

224

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135

226,75

154,5

198

242,75

400,5

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100,25

297

131,5

106

70,6

246

253,5

415

243,25

4,191

58,47

111,82 20,377

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

115

128,5

131

224,5

188,5

280

173,75

158,25

165

112,5

100

295

130

147

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70,5

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253

415,5

241,75

118

75,5

88,75 130,25

124,5

141,5

88

100,4

294,5

130

106

246

254

416

242,25

163

75

89

130,5

4,171

58,23

111,38

20,297

1.85

8,1

ManLselder......

£bctid)!e1. Eisenb. Bedarf. Oberschiei. Kottwerle. . .

Amerikanische Not« Belgische Not« . . . Darmche Not« . . » Englische Not«. .

1,9

8

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23,4

20,4

22,4 1,85

7,9

8

7,9

17,5

Schluß lAnsang- Kurs ! Kurs

4% . 8 . 8

10 . 8

10 10 u 11 12 10 10 10

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Datum

. . . . s . . . . v . . . io ... 10 . . . . 6 ... 10 ... 10 . . . . v ... 10 . . . . 8 ... 12 .... 8 ... 10

.... 5

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10 15

12 . 5 . 9 . 5 . 6

147,5 135,4

220 111,25 132,25 124,75 !

Nicbeck Montan.....

Bereinigte Stahl». . . .

Otavi Minen......

Kali Aschersleben - Kali aScilcrcgdn.....

Kaliwerk Salzdetfurth . .

I. G. Farbcn-Industrie . . Dynamit Nobel.....

Echcideanflalt......

Goldschmidt......

Rütgcrswerke......

Metallgcfellfchajt.....

87,25

50,9

10,25

85,75

79,5

90

99,75 1

2.5

1,8

23,3

............. Bergmann.....

(ilcttr. Lieferungen. . Licht und Kraft . . . fi-elten » Swlleaume. Gef. f. Elekir. Untern.. Hamb. 2lcl:r Bterke , Rhein. Elektr. . Schlei. Elektr. . . . Schuckert.....

Siemens 4 HalZkr . Trankrodio ....

Lahmeyer & To.. .

Buderus.....

Deutichc Erdöl . . Essener Steinkohle . Gelfenkirchener . . charvencr .....

Hoejch Eilen. . . . Ilse Bergbau . . . Klöckncrwerke . Kvln-9ieursien. . . Mannesmann - - -

RheinskM . . - f. % Jahr Wi

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

*W*V(5* ----- ----- < - 7,5 Prozent, Lombardzinsfutz 8,5 Prozent.

«llg. Deutsche Eisenbahn . Hamburg-Amerika Paket . Hamb.-Südam. Dompsjch.

Hansa Dampsschtzs ....

Nordd«tfcher Lloyd . . - ÜUlg. Deutsche Trrditanft. .

Barmer Bankverein . . .

Berliner handelSgefellfch. .

Lamm«,- und Prioat-Bank Darmst. u. Nottonalbank .

Deutsche 8anl .

Diskonto-Gesellschaft Ank..

Dresdner Bank . . - .

Mitteldeutsche Srebttbaid . vietallbank ......

«eichsbank.......

In diesem Zusammenhang erinnere, ich mich leb­haft eines Ausspruches des gerade in letzter Zeit vielgenannten Generaldirektors Dr. Bögler, der schon vor Jahren in einer Versammlung, der ich beiwohnen konnte, davor warnte, seiner Ansicht nach unnötige Kanäle zu bauen, um die englische Kohle zu verdrängen, und der damals die Ansicht aussprach, nur mit Gas könnten wir in den Häfen der Nordsee und in Berlin mit der frachtaunstigen englischen Kohle in Wettbewerb treten. Man mag diese Zukunftsmöglichkeit, die ich andeutete, für phantastisch halten oder nicht, es kann nicht abge- stritten werden, daß die Gasfernversorgung große Zukunftsmöglichkeiten in sich birgt, und es wäre für uns in Hessen eine Torheit, wenn wir die Gunst unserer geographischen Lage, die uns schon so manche Nachteile gebracht hat, aus irgendwelchen

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Angebot der Südwestdeutschen Gas A.-G. in Frankfurt am Main. Es ist zunächst an die Feststellung des Vor­standes der Hetoga zu erinnern, daß es nur aus schärfsten Druck hin überhaupt gelang, von Frank­furt an Stelle allgemeiner kommunalpolitischer Ausführungen ein bestimmtes Angebot zu erhal­ten. Als das Angebot schließlich eintraf, errech­net« sich der Preis pro Kubikmeter etwa 1,5 Pf. teuerer als der der Ruhr. Daran ändern auch meiner Ansicht nach alleErklärungsversuche der Frankfurter Gasgesellschaft nichts, der Unter­schied ist eben nicht aus der Welt zu schaffen. Aber nicht allein die Preisfrage ist es, die das Frankfurter Angebot auch für den Rlchtfachmann unannehmbar macht, Frankfurt verlangt näm­lich daß die Abnahme der Hekoga an einem Tag den 300. Teil der Jahresabnahme nicht übersteigt. Eine solche Bedingung einzugehen ist aber schlechterdings unmöglich, denn genau wie bei der Elektrizität werden auch bei der Gas­abnahme, besonders wenn sie in dem gewünschten Umfang gesteigert wird, Spihenbelastungen nicht zu umgehen fein. Wenn Gas zur Wohnraum- bcheizung einmal Verwendung findet, ist es so­gar unausbleiblich, daß an einzelnen sehr kalten Tagen ein um das Vielfache höherer Verbrauch erfolgt, als im Jahresdurchschnitt. Vom Frank­furter Standpunkt aus als vom Standpunkt eines Werks mit immerhin beschränkter Leistungsfähig­keit ist diese Vertragsbestimmung zwar verständ­lich, aber für Abnehmer unerträglich.

Angebot der 2Ruf?r.

Berlin, 27. Juni. Bis zum Bekanntwerden der Tatsache, daß die Bank von England heute ihren Diskontsatz unverändert ge­lassen hatte, konnte man vormittags eine etwas stärkere Zurückhaltung bei der Spekulation be­merken. Trotz der 100 Millionen Mark Gold- verluste in letzter Zeit konnte man sich in London für eine Diskonterhöhung nicht entscheiden, und es ist zu hoffen, daß das internationale Zu­sammenarbeiten der verschiedenen Danken einen anderen Weg als den einer Diskonterhöhung finden werde, zumal die Geldmarktlage inter­national sich eher zu erleichtern scheint. 2Iu$ bei uns rechnet man nach den Terminen mit rück­fälligen Sähen. Für den morgigen Zahltag wurde wohl auch rechtzeitig Vorsorge getroffen, doch zeigten die Sähe für Tages- und Monatsgeld kaum Veränderungen, nur Geld über älltimo war etwas stärker mit 8,5 bis 9,5 Prozent gesucht, wobei der katholische Feiertag am kommenden Samstag (Peter und Paul) Einfluß gehabt haben dürfte. Der Orderseingang bei den Danken war noch nicht sehr umfangreich, für Spezialwerte er­hielt sich aber Interesse. Für Montanwerte regten angeblich rheinische Käufe weiter an. Man konnte an diesem Markte besonders Vorprämienkäufe per Ultimo August und September beobachten. Aber auch Elcktrowerte und Farben hatten heute wieder etwas mehr vom Geschäft. Hier sprach man von Käufen einer Großbank, die sich bereits gestern in ihrem Monatsbericht als optimistisch gestimmt bewiesen hatte. Für Farben regte an­scheinend auch die Einigung in der Stickstoff­industrie an, die erst durch die Kommentare der Presse ins richtige Licht gerückt worden ist.

Frankfurter Getreidebörse.

F r a n k f u r t a. M., 27. Juni. Am Produkten­markt war das Geschäft sehr ruhig, doch wurden die wieder höheren Auslandnotierungen mit Be­friedigung aufgenommen, aber eine besondere Geschäftsbelebung trat infolge des heutigen Rebenmarktes nicht ein. Rur für Weizen und Roggen bestand etwas lebhafteres Interesse bet anziehendem Preise. Aber auch am Futterinitteb- marft war Mais für Futterzwecke etwas ge­fragter. Roggenmehl hatte eine weitere Aus­wärtsbewegung zu verzeichnen. Es wurden no­tiert' Weizen 24,25: Roggen 22,25; Sommergerste für Drauzwecke 23; inl. Hafer 22; Mais (gelb) für Futterzwecke 20,50 bis 20,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 30,50, Roggenmehl 29,50 bis 30,50; Weizenkleie 10; Roggenkleie 11,25 Mk. Tendenz: stetig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 27. Juni. Auftrieb: 141 Rinder, 1048 Kälber, 139 Schafe, 765 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 76 bis 79 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 75; geringe Kälber 60 bis 69. Schw eine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 79 bis 82; von etwa 160 bis 240 Pfund 81 bis 84; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 78 bis 81 Mk. Marktverlauf: Schweine mittel­mäßig, ausverkauft. Kälber und Schafe langsam, geräumt.

Motiven heraus nicht nützen könnten, oder nicht nutzen wollten. Für mich ist die Frage nicht die, ob die Gasfernversorgung von der Ruhr nach dem hes­sischen Gebiet tommt oder nicht, sondern ich glaube, daß es sich im jetzigen Augenblick nur darum han­delt, obHessen vonFrankfurt oder Frank­furt von Hessen demnächst Ruhrgas beziehen wird, denn wenn auch die Franksurter Gasgesell­schaft heute erklärt, sie verhandele nicht mit der Ruhrgas-A.-G., so heißt dies weder, daß sie in der Vergangenheit nicht verhandelt hat, noch daß sie in Zukunft nicht verhandeln wird. Sache der verant­wortlichen Instanzen ist es, sich durch keinerlei Ge­fühlsmomente irre machen zu lassen, sondern die Vorteile unserer Lage zu erkennen und danach zu handeln.

uen über Die csassernveriorgung um uiuu- hielt, Die Direktoren der städtischen Gaswerke in Hessen von dem Streikbeschluß der "Beleg» schäft verständigt wurden. Zugegeben wird, daß in der längeren Rohrleitung ein gewisses Ge­fahrenmoment liegt, das aber dadurch auf em Minimum reduziert wird, daß man das Mainzer Gaswerk als lebendige Reserve beibehalten und es so ausbauen will, daß es in der Lage ist, das gesamte benötigte Kommunalaas d h. das Gas der Privatverbraucher ausschließlich der In­dustrie, abzugeben. Das Gespenst eines Privat­monopols für Gas kann aber uns, die wir ge­wohnt sind, wirtschaftlich zu denken, nicht ver­anlassen, statt richtige falsche Entschlüsse zu fassen. Zunächst einmal glaube ich, daß es Wohl der ge­samten Verbraucherschaft, einerlei welchen poli­tischen Glaubens sie ist, doch lieber ist, billiges Gas von einer Privatfirma, als teures Gas von einem Kommunalbetrieb zu beziehen. Auch scheint es ziemlich belanglos, ob man die Kohle oder das Gas dem Ruhrkohlensyndikat abnimmt, und schließlich wird der Reichskohlenrat, der heute schon die Festsetzung der Kohlen- und des Kokspreises in der Hand hat, jede ungerechtfer­tigte Schädigung der Verbraucherschaft verhin­dern können und zu verhindern wissen. Zu allem Heber« mutz aber doch festgestellt werden, daß von einem Monopol gar nicht die Rede fern kann T»er, Ammoniak und Benzol sind, wie be­kannt, Produkte mit Weltmarktpreisen. Bei Koks spüren wir jetzt schon sehr unliebam die eng­lische Konkurrenz, und wenn die Ruhrgas A.-G. durch langfristige Verträge gebunden ist und verpflichtet wird, das Gas zu Preisen abzugeben, zu denen es die kommunale Konkurrenz zu liefern I nicht imstande ist, könnte selbst das Wort Mono­pol nicht schrecken.

Wenn man dazu bedenkt, daß im Ruhrgebiet Millionen von Kubikmeter Gas, das den edel­sten Brennstoff barstellt. den wir gegenwärtig haben, teilweise zur Kesselfeuerung benutzt wer­den obwohl man dort auf der Kohle sitzt und auch sonst nicht abzusehende Brennstoffe ver­wenden könnte und weitere Millionen von Kubikmeter Gas in die Luft gehen, dann ist es einfach vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus nicht zu verstehen, wenn man aus politischen I oder sonstigen Erwägungen einen angebotenen konkurrenzlos günstigen Vertrag ablehnt und sich anschickt, entweder bestehende Anlagen auszu- I bauen, oder neue zu errichten. Ich denke mir, daß die Gasfernversorgung ähnliche Wege geht, wie die Elektrizitätsversorgung Deutschlands. Wie man hier die bayerischen Wasserkräfte mit der Braunkohle des Rheins verbunden hat und wie man im Begriff ist, die Wasserkräfte in Vorarlberg und in Tirol auszubauen und für die beutfdje Industrie nutzbar zu machen, indem man ein weitmaschiges Retz von Hochspannungs­leitungen durch unser ganzes Vaterland legt, so glaube ich wird man auch einst dazu kommen, das Gas der Ruhr, des sächsischen und des oberschlesischen Kohlenbergbaues und wenn die Vergasung der Braunkohle nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch gelöst ist, auch dieses in miteinander verbundenen Bohrsträngen Ver­brauchsgebieten zuzuleiten und die kom­munalen Gaswerke als örtliche Stützpunkte zur Deckung des Spitzengasbedarfs zu benützen.

Rach den Berechnungen des Vorstandes der Hekoga ist das Angebot der Ruhr sowohl m der Preisfrage, als auch in allen anderen Vertrags­bestimmungen das günstigste. Die Ruhr erklärt sich nämlich bereit, auf ihre Kosten eine Leitung etwa von Gießen durch Oberhessen Hindus) bis an die Südgrenze Oberhesfens mit einer Stich­leitung nach Mainz zu bauen, das Mainzer Werk als lebendige Reserve beizu­behalten und auf jede direkte Gasabgabe im Versorgungsgebiet der Hekoga zu verzichten (die letztere Verpflichtung wollte die Frankfurter Gas­gesellschaft nur im beschränkten Umfange em» gehen). Im Falle man seitens der Hekoga Wert darauf legte, an dem Eigentum des Rohrnetzes beteiligt zu sein, war die Ruhr einverstanden, auch das zuzugestehen, und zwar zu Bedingungen, die das Gas für die Hekoga bei Abnahme von weniger als 80 Millionen Kubikmeter um einen kleinen Pfennigbruchteil verteuert, beim Ver. brauch über diese Menge hinaus aber einen weiteren Vorteil bedeutet hätte.

26 6.

87.5

50,9

10,25

76,25 I

119,13

133 | 135,25

142 143

(Selb

16,41

167,96

22,06

111,43

59,00

2,50

112,13

80,59

58,99

12,42

72,90

Wirtschaft.

ZniernationaleGtickstoffverständigung.

Die Verhandlungen des chilenischen Finanz­ministers Don Pablo Ramirez mit Vertre­tern der 2.-G.-F arbenindustrie A.-G. und der Imperial Chemical Industries Limited sind wie gestern schon kurz be­richtet zu einem befriedigenden Abschluß ge­kommen und haben zu einer Verständigung über ein enges Zusammenarbeiten in der Zu­kunft geführt, das eine bestmögliche Ver­sorgung der Landwirtschaft mit Stickstoff gewährleistet. Die Propaganda wird künftig nach vereinbarten Richtlinien erfolgen. Der Rotlage der Landwirtschaft ist durch eine weitere Ermäßigung der Verkaufs­preise Rechnung getragen worden, obwohl die Preise schon bisher weit unter Vorkriegshöhe lagen. Die getroffene Verständigung bezieht sich nicht auf die Vereinigten Staaten von Amerika.

3-Millionen-Dollar-Kredit der Ruhrchemie-A. -G. Die Ruhrchemie-A.-G. hat, wie aus Reuyork gefunkt wird, soeben die Verhandlungen über die Aufnahme eines sechs­jährigen Kredits von 3 Millionen Dollar zu 8 Prozent mit dem Reuhorker Bankhaus Dillon Read & Co. abgeschlossen, das hierbei mit einem deutschen Dankenkonsortium zusammenarbeitete, das sich aus dem A. Schaaffhausenschen Bank­verein. der Deutschen Bank, Simon Hirschland und A. Levy zusammenseht. Unter Einrechnung des dieser Tage abgeschlossenen Reichskredits von 210 Millionen Mark, wachsen die insgesamt von Dillon Read & Co. an Deutschland gewährten Anleihen und Kredite damit auf über 306 Mil­lionen Dollar an. Die Ruhrchemie-A.-G., die bekanntlich von 28 der bedeutendsten Eisen- und Kohlen-Unternehmungen des Ruhrbezirks unter Führung der Vereinigten Stahlwerke A.-G., der Harpener Bergbau-A.-G., der Friedrich Krupp A.-G. usw. zwecks Gewinnung von Stickstoff aus Koksofengas gegründet wurde, hatte bereits im Mai vorigen Jahres eine 4-Millionen-Dollar- Anleihe bei Dillon Read ausgenommen. Mit Hilfe des neuen Kredits soll die Kapazität der Anlagen auf 50 000 Tonnen Stickstoffprodukte, ober mehr als baS Doppelte der jetzigen Lei­stungsfähigkeit gebracht werden. Man hofft, diese Menge bereits im nächsten Jahr herzustellen.

* Bremer Vulkan Schiffbau und Ma- schinenfabrik, Vegesack. Die Gesellschaft schlägt nach 700 000 (600 000) Mark Abschreibungen die Verteilung einer Dividende von wieder 8 v. H.

Frankfurt a. M., 27. Juni. Tendenz freund­lich. Im Vormittagsverkehr war das Geschäft sehr ruhig, da Befürchtungen hinsichtlich einer Diskont­erhöhung der Bank von England austauchten. Die Spekulation verschanzte sich aber hinter einer gro­ßen Zurückhaltung und bekundete eher Abgabe­neigung. Als sich aber die Befürchtungen nicht be­wahrheiteten, schlug die Tendenz um, und bte Stimmung nahm ein freundlicheres Aus­sehen an. Die Spekulation schritt, da wieder eher günstige Nachrichten Vorlagen, zu weiteren Neucngagements, die aber kein größeres Ausmaß annahmen. Auch sollen vereinzelt Ausland- orders eingetroffen sein, die bedeutend gu ter Kaufneigung beitrugen, ferner wirkten der sehr feste Schluß der gestrigen Neuyorker Börse und verschie­dene Anzeichen einer Geldmarkterleichterung vor­teilhaft. Im Vordergründe standen wieder Montan- werte. Hier schritten rheinische Interessenten zu er­neuten Käufen. Rheinstahl konnten 2 o. H., die übrigen Papiere dieses Marktes bis zu 1,5 v. H. gewinnen. Phönix dagegen eher vernachlässigt und leicht abgeschwächt. Auch dem Kalimarkte wandte sich heute etwas vermehrtes Interesse zu. Der stark gesteigerte Kaliabsatz blieb nicht ohne Wirkung. Salz­detfurth gewannen 2,5 v.H. und Äschersleben 1v. H. Elektrowerte hatten zuerst nur geringes Geschäft

Französisch« 'Noten.....

Holländische Noken.....

Italienische Noten.....

Norwegische Noten.....

Deutsch-Oesierr, 4100 Kronen

Rumänisch« Noten.....

Schwedische Noten.....

Schweizer Noten......

Spanische Noten ......

Tschechoslowakische Noten .

Ungarische Noten......

Bries 16,47 168,64 22,14 111,87 59,24 2,52

112,57 80,91 59,23 12,48 73,20

'H. sicheren (frfnin v runb MhnnvLwtt

Äoferex

y', yrtnb der Koks, Teer, $eiuol ouptprobu^'uX1 ^>rten, jede Der. La6{! °uchK Teer, 5 .notwendigerweise Irisch machen.

wenn die Kohlen. n' wahrend die Koks. «r sogar nach unten l(fN 'm Bereich der e Vorgänge im Do- Pwie Mr um etwa - während die Stofs, ^arbeitenden Industrie m auch im einzelnen >e man will, der Koks- als Hauptprodukt Gas lind. Die Schwierigkeit ei Steigerung des Gas- 1 Umfang eine immer !e man in die Zwangs- i für den Gasverbrauch Koks zu ersticken, oder »en Kokspreis herabzu. noch ein Gesichts. 1 einer eigenen Kokerei Aaswerk muß für eine ungerichtet werden, und tefer Gas müssen not» sein, wenn die Kapazi- so nicht nur eine nicht igssähigkeit und dos zenbelostung die Regel chungskoslen ungünstig, r Leistungsfähigkeit, die } machen, muß - roc- zeit - verteuernd mir- hierfür wird aus einer ei, m man einer Groß- blfmter ®as benötigt, Meter bMr anbot, mn Wmetet. Äus m der Ansicht des Vor- i und die eigener* ig ablehnen.

irten, welche Möglichkeit am vorteilhaftesten i(L Angebote der Ferngas- ostdeutschen Gas L°S. MhrgasIl'^i^^' mansu mir tannen, ören kriegen.

t Da man fettens bet Konkurrenz bic Billigkeit dcs Ruhra.igcbots uub bic Vorteile der sonstigen Es kann wohl für jeben als selbstverständlich Vertragsbestimmungen nicht abstreiten konnte, angesehen werden, datz bei der Entscheidung über versuchte man auf andere Weise, die Ablehnung das Angebot der Saar die politischen Verh- ,.cg Angebots durchzudrücken. Man sprach von

nisse dieses Gebietes weitgehend zu berücksichtig r uer Streikgefahr im Ruhrgebiet, von der Ge- ind und der Wiedervereinigung des ©aargebie- fahr, die in ter langen Rohrleitung, d. h. in mit unserem großen Vaterland der Weg geebnet der großen Entfernung von Produktions- unb ©erben muh. Diese politischen Erwägungen im Verbiauchsstätte lag und malte schließlich das auten Sinne des Wortes dursten aber den Vor- Schreckgespenst eines Privatmonopols für Gas stand der Hekoga nicht hindern, zunächst den und Koks und sonstige Gasnebenprodukte an die Rechenstift in die Hand zu nehmen und die Preise Wand. Demgegenüber darf darauf hingewiesen und Bedingungen der Saar mit denen der an- werden, daß die Streikgefahr nicht nur un Ruyr- deren Werke zu vergleichen. Denn so sehr wir gebiet besteht, ja der Zufall wollte es bag an wünschen daß die Saar nicht erst im Jahre 1935, demselben Abend, an dem man in ter Uteriamm- sondern im Gegenteil schon in allernächster Zeit hing des Verbandes der Hessischen Kreise und wieder zu unserem Wirtschaftsgebiet gehört, so Provinzen über die Gasfernversorgung fub unter­kann man doch nicht an der Tatsache vorüber- > " " (ÄAÄmorf.

gehen, datz alsdann die Kohlenpreise der Saar, die heute wesentlich unter denen der Ruhr liegen sich diesen angleichen werden und un­gleichen müssen. Es ist deshalb zu befürchten, datz bas gegenwärtig an unb für sich günstige Saarangebot, das auf den jetzigen anormal nie­drigen Saar<ohknpreisen basiert, wesentlich ver­teuert wird, und man würde pflichtwidrig ge­handelt haben, wenn man diese zukünftige Ent­wicklung nicht in Rechnung gestellt hätte. So kam man bann sicher zum Leibwesen eines jeben, der sich mit dieser Materie befaßt hat, zu dem Ergebnis, daß das Angebot der Saar mit dem der Ruhr nicht konkurrieren könnte, wenn es nicht gelang, das Risiko der zu erwartenden Kohlenpreiserhöhung auf breitete Schultern zu legen. Mit Bedauern mutz festgestellt werden, datz zwar Reich unb Preutzen sich bei dem Vorstand der Hekoga sehr für die Interessen Der Saar einsehten, datz sie aber keineswegs gewillt waren, auch nur einen Teil des Risikos zu über­nehmen. Man kann es deshalb wohl bedauern, aber man mutz es billigen, datz der Vorstand der Hekoga bas Saarangebot ablehnte. (Rebendei darf bemerkt werden, datz in dem mit der Ruhr abzuschlietzenden Vertrag eine Bestimmung vor­gesehen ist, wonach diese sich verpflichtet, Saar­gas in entsprechender Menge aufzunehmen.)

kommen.

aufzuweisen, hoch wurde der Hantel, angeregt durch Siemens mit plus 3,5 v. H., etwas größer. Lech- werke, Licht & traft, AEG. lagen bis l o.H. höher. Autoioertc leicht gedrückt. Am Chemiemarkt war das Geschäft gut. Die Einigung in ter Stickstoftz- Industrie und die damit im Zusammenhang stehende Verbilligung der künstlichen Düngemittel hatte für diesen Markt recht reae Nachsrage zur Folge. Far- den eröffneten 1,5 o. H., Scheiteanstalt 2 v. H., Rut- qerswerkc 1,25 v. H. und Deutsche Erdöl 1 v. H. ester. Stärker angebeten waren Dagegen wieder Glanzstaffaktien mit minus 4 v. H. Banken hatten nur mäßiges Geschäft, jedoch traten auch hier Besse­rungen bis zu 3,25 v. H. ein. Gefragt waren noch Deutsche Linoleum mit plus 2 v. H. und die SHiff- ahrtsaktien, die jedoch nur geringfügig höher lagen. Renten still. Schutzgebiete weiter etwas höher. Ausländer unverändert. Nach Den ersten Kursen trat eine weitere Befestigung ein, Doch rourte Das Geschäft hiernach still, und Die Kurse gaben ihre weiteren Gewinne wieter her, doch wurde das Anfangsniveau kaum unterschritten. Nur Farben, Phönix, AEG. und Zellstoffwerte lagen um Bruchteile eines Prozentes unter Dem Eröff­nungsstand. Aber auch Gewinnmitnahmen spielten hier'eine gewisse Rolle. Die Tendenz blieb freund­lich. Am Geldmarkt war Der Satz für Tagesgeld mit 8 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt lag das Pfund international fest. Auch die Mark konnte wieder etwas anziehen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1942, gegen Pfund 20,3425, London gegen Kabel 4,18485, gegen Paris 123,96, gegen Mai­land 92,68, gegen Madrid 34,25, gegen Holland 12,0740.

Berliner Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch granfturt fl.ffll. | Berlin

Datum

6% Lt. Reichsanleihe v. 1927 . . DU vnI.-M>iöi>Schuld nut AuS

lo|.-8Hcd)tcn De-gi. ohne AuSlob-Recht« . . .

7% Frantz. Hyp.-Vt. Soidps. un- kündbar bis 1932. ------

<y,% Rheiniiche HyP^Bant Liqn.- (Soldps..........

S.E.G. aba. VortriegS-Obligation., rückzahlbar 1932 . . - - -

4% Schweiz. BandeSb^Ani.. . 4% Oestcrreichtzche Goldrte.. . - 4,20% Gelten. Silberne.....

4% Cefterreid). einheiti. Säe. . - 4% Ungariiche Goldrte......

4% Ungarijche SlaatSr. v. 1910 . 1/i% bergt, von 1913 . . . . .

4% Ungariiche Kronenrle.....

4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . .

4% Türkische BagdadbahnMnl., Serie I...........

4% deSgl. Serie N. ------ 4% Rumänen convert. Rte. . . - 4%% Rumänen ffloUxmLöoa 1913

Ü4 3- -i . . . e . . . b , . . . 8 , 7

, ... 9 . . . . e

ffranlsurt a.M. |

Schluß l-Uhr.

Kurz ! Kurs

Berlin

Lchluh-lAnsang Kur- | Kurs

Datum

26.6.

27.6.

26.6. |

27-6.

Philipp Holzmann......

Heidelberger Cement .... 10

Gement Karlstadt......»

Wahv 4 Freitag......1°

Schultheiß Patzenhofer ... 15

Cftroetfe.......

Bcr. ttzlanzstosl......18

Beinberg....... 14

Zellsloi! Waldhos.....12

ScllFroif Aschaffenburg . . . »

Charlottenburger Wchfer . - -

Dejiauer Gas........8

Daimler Motoren......0

Deutsche Maschinert-FabrU . . 0

Ablerwerle Klever......5

Ludw. Loewe..... w

Not. Automobil.......0

Orensietn & Koppel.....5

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Südd. Zucker........

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113

138

180

102

447

255

186.75

59

50,25

49

73

8,5

72,5

106,5

106,25

122

127

115

220

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209,75

59,5

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48,25

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28,25

93,25

277

48,4

71

74,5

122

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52

49,5

211

93,75

275,5

122,5

Berlin. 26. Juni ___ ____Geld Brief___

26. Juni

27. Juni

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brie,

Geld

Drte,

Lmst.-Nott.

168.35

168.66

168,30

168,64

Buc u. AireS

1,754

1,758

1,757

1.761

Brn-Antw.

58,205

58,325

58,215

58,335

Christiania.

111,67

111,89

111,69

141,91

Kopenhagen

111,67

111,89

111,66

111.88

Stockholm .

112,36

112,53

112,33

112,55

Helsingfors.

10,522

10,542

10,537

10,557

Italien. . .

21,94

21,93

21,935

21,975

London. . .

20,323

20,363

20,322

20,362

Network . .

4,187

4,195

4,192

4,200

Paris....

16,37

16,41

16,395

16,435

Schweiz . .

80,64

80.80

80,67

80,83

Spanien. .

59,29

59,41

59,26

59,38

yavmt . . . Rio de Jan-

1,837

1,841

1,841

1,845

0,496

0,498

0,496

0,498

Wien in D-- Oest. abgest.

58,59

59,07

58,945

59,065

fc::

12,426

12,446

12,418

12,438

7,371

7,385

7,365

7.379

Budapest. . Bulgarien.

73,09

3,027

73,23 3,033

73,08

3,027

73,22

3,033

Lissabon .

18,73

18,77

18,73

18,77

Danzig. . . Konstantin.

81,28

2,018

61,44

2,022

81,29

2,013

81,45

2,017

Achen. .

5,425

5,435

5,425

5,435

Canada .

4,152

4,160

4,157

4,165

UrufluaD.

4,026

4,034

4,036

4,044

Tatro . .

20,81?

20,875

20,845

20,885