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Interesse ist. Aach öer Entscheidung des Reichs­gerichts (3ur. Wochenschrift Heft 1, 1929) hat der Rotar ein folchÄ Zurückbehaltungsrecht in>o- weit nicht, als er es wegen Gebühren geltend machen will, die in anderen Geschäften entstanden sind, die er für den betreffenden Auftraggeber geführt hat. Das ergibt sich daraus, daß ein Zurückbehaltungsrecht nicht begründet wird, wenn kein innerlich zusammenhängendes einheitliches Lebensverhältnis vorliegt, aus dem die Klage- sorderung und die Gegenforderungen entstanden sind, weil auch zwischen beiden kein natürlicher wirtschaftlicher Zusammenhang besteht, derart, daß die Geltendmachung des einen Anspruchs ohne Rücksicht auf den anderen gegen Treu und Glau­ben verstoßen würde. Eine derartige gemein­schaftliche wirtschaftliche Grundlage der gegen­seitigen Ansprüche der Parteien, die für die be­rechtigte Geltendmachung des Zurückbehaltungs­rechts Voraussetzung ist. ist nach der Begründung des Reichsgerichts nicht schon deshalb anzuneh-- men, weil der Rotar seinen Klienten dauernd beraten hat: soweit die dem Rotar erteilten Aufträge nicht unter sich im wirtschaftlichen Zu­sammenhang stehen, können auch die aus ihrer Ausführung erwachsenen Ansprüche nicht als auf gleicher wirtschaftlicher Grundlage entstanden an- «efeben werden.

Wer ist Handlungsgehilfe?

Diese Frage ist vor allem für die Kündigungs­fristen von erheblicher Bedeutung, da den Hand­lungsgehilfen erheblich günstigere Kündigungs­fristen zustehen als den Gewerbegehilfen: 3m allgemeinen ging bisher die Praxis der Gerichte dahin, für fast alle an die Kasse oder in Verkauf tätigen Angestellten die Handlungsgch lfeneigcn- schast anzunehmen. Eine kürzlich ergangene Ent­scheidung des Reichsarbeitsgerichts ist geeignet, diese bisherige Praxis einzufchränken. Wie nun in den von Steuersyndikus H. Will heraus- gegebenen ^Aktuellen Steuerfragen" mitgeteilt wird, handelt es sich hierbei um die Handlungs- gehilseneigenschaft einer Cintrittslartenverkäuferin in einem Kino. Das Reichsarbeitsgericht hat die vom Arbeits- und Landesarbeitsgericht angenom­mene Handlungsgchilfeneigenschaft verneint mit der Begründung, daß untergeordnete und rein mechanische Dienstleistungen und technische Ver­richtungen nicht als Leistung kaufmännischer Dienste gewertet werden können. Kaufmännische Dienste seien nur solche, d ic gewisse kaufmännische Fähigkeiten und Kenntnisse, mindestens aber eine kaufmännische Hebung notwendig machen.

Wirtschaft.

Oie Kupferhauffe und ihre Folgen.

Das Internationale Kupserkartell, in dem Amerika ausschlaggebend ist. hat seit Monaten eine scharfe Preiserhöhungspvlitik betrieben. Soeben ist der Elektrolht-Kupferpreis um P/s Cent auf 233/8 Cents erhöht worden, ein Sprung, der in diesem Ausmaß bisher nicht vorgenommen worden ist und der darauf hindeutet, daß das Kartell seine Preiserhöhungspolitik noch in schär­ferer Art als bisher durchführen will. Die stür­mische Aufwärtsbewegung der Kup­fer p r e i s e hat dazu geführt, daß neuerdings auch Blei und Zink, die bisher von der Be­wegung des roten Metalls nicht beeinflußt waren, spekulativ höher getrieben werden. Die Folge dieser Bewegungen gerade für die deutsche weiter­verarbeitende Industrie äußert sich vor allem rein psychologisch in einer starken Beunruhigung, die anderseits ihre berechtigten Gründe hat. Man muß berücksichtigen, daß die Ausnutzung der Machtstellung am internationalen Kupfermarkt seitens der Amerikaner der gesamten europäi­schen verarbeitenden Industrie jede Kalkulations­grundlage nimmt. Die Kupfervorräte der einzel­nen Werke sind verschieden groß, im Durchschnitt aber außerordentlich gering. Die deutsche Clektrizitätsindustrie. die mehr als 50 Proz. des deutschen Kupferbedarfes ausmacht, ist finanziell so stark, wobei man auch ihre gün­stigen Aussichten zu berücksichtigen hat, daß sie höhere Kupferpreise zahlen kann. Andevs sieht es dagegen bei der Metallindustrie aus, und die auf der letzten Tagung des Reichs­bundes der Deutschen Metallwarenindustrie ge­faßte Entschließung, die gegen die ständigen Kupferpreiserhöhungen protestierte. beweist, welche Schwierigkeiten finanzieller Art bei man­chem mittleren und kleineren Betrieben entstehen können, im Gegensatz zu den großen Konzernen. Der Elektrizitätsindustrie und auch teilweise der Metallhalbzeugindustrie ist es möglich, die Preis­steigerungen für Metall durch St'igerung ihrer Preise auszugleichen, dies ist jedoch nicht für die genannten kleineren Betriebe und für zahlreiche

Großer Gchwindelmii Textilwaren

Schaden über 3/4 Millionen Mark.

Frankfurt a. M.. 27. März. (TU. Draht- bericht.) Ein guter Fang gelang der hiesigen fiti- minalpolizei durch die Verhaftung eines Schwindlerpaares, das feit dem Jahre 1925 in verschiedenen Städten Textilfirmen, insbesondere solche in Sachsen und Thüringen um Maren im werte von schätzungsweise brei- viertel Millionen Mark geschädigt hat. Es handelt sich um den 1885 in Ehemnih geborenen Wilhelm Stahmann und die ge­schiedene Ehefrau Kolonie Dohmes gebotene Jan;, geboren 1900 in wc'lburg a. d. die Stah­mann als seine Ehefrau ausgab.

Der Betrug wurde in der weise inszeniert, dah Stahmann in verschiedenen Stabten leere Zim­mer mietete, die er mit neuen Möbeln aus­stattete und in denen er dannTextilgroh - handtungen" eröffnete. Er trat mit Textil- firmen in Verbindung, die ec zunächst zu kleineren Sendungen veranlaßte, um sich dann größere Posten schicken zu lassen. Die kleinen Sen­dungen wurden pünktlich bezahlt, roätj-

ülnternehmungen der Fertigwarenindustrie öer Fall. Zu bedenken ist ferner, dah die Verkaufs­preise das Ergebnis äußerster Kalkulation dar­stellen, ein Erfordernis, welches gerade in der Zeit des Konjunkturrückgangs von der Fertig­warenindustrie unbedingt erfüllt werden muh. Leider sind die Aussichten für eine Stabilisie­rung des Kupferpreisniveaus sehr gering, da die Rachfrage am amerikanischen Kupfermarkt nach wie vor stark bleibt.

Reichsbank Ausweis vom 23. März.

Nach dem 'Ausweis der Reichsbank vom 23. März ist die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der vergangenen Bankwoche um 62,7 Millionen auf 1809,6 Millionen Mark zurück- gegangen. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 42,3 Millionen auf 1672,9 Mill. Mark, die Lombarddeftände um 15,4 Millionen auf 43,6 Mill. Mark abgenommen. Be­stände an Reichsschatzwechseln sind nicht mehr vor­handen.

An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zu­sammen sind 141,0 Mill. Mk. aus dem Verkehr in die Kassen der Bank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Rentenbankscheinen um 8,2 Mil­lionen auf 465,2 Mill. Mk. verringert. Dementspre­chend und unter Berücksichtigung, daß in der Be­richtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 1,7 Mil­lionen Mark getilgt worden sind, hat sich der Be­stand der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 50,1 Mill. Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 528.3 Millionen eine Zunahme um 79,7 Mil­lionen Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen insgesamt sind mit 2713,9 Mill. Mk.. also um etwa 0,7 Mill. Mk. niedriger ausgewiesen: im einzelnen haben die Goldbestände um 72 000 Mk. auf 2646,9 Mill. Mk. zugenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 799 000 Mk. auf 67,0 Mill. Ml. abgenvmmen. Die in der vorwöchigen Besprechung erwähnte, nach Reuhork bestimmte Goldsendung im Betrage von 36 Mill. Mk. war bis Schluß der Rechnungs­woche noch nicht am Bestimmungsort eingetroffen und figuriert, daher noch bei denSonstigen Aktiven". Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 63,5 Prozent in der Vorwoche auf 65,6 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 65,2 Prozent auf 67,3 Prozent.

Kurseinbruch in Wallstreet.

Keuyork, 26. März, (wv.) Das Anziehen des Tagesgeldf atze s auf bis zu 20 v. h. führte im verlaufe der heutigen vörse zu einer Deroute. Die Surseinbuhen erreichten ein Ausmaß von biß zu 35 Dollar. Erft in den letzten Minuten konnten Jnterventionstäufe eine teilweise Erholung herbeiführen. 3m Zusammenhang mit der Bewegung in Wallstreet erfolgten auch an den Warenterminmärkten scharfe Preisrück­gänge.

' Generalversammlungen der bay­rischen Großkraftwerke. Die General­versammlungen der Bayernwerk A.-G., München, der Mittleren Isar A.-G., München und der

Oie Täter in Frankfurt a. M. verhaftet, renb für die großen langfristige wechsel und vordatierte, aber nicht gedeckte Schecks geleistet wurden. Die waren wurden sofort, mei­stens nach Vertin, verschoben, während Stoh- mann seine Tätigkeit in eine andere Stadt ver­legte.

Die Schwindler traten nicht nur unter verschie­denen Kamen auf, sondern ließen sogar ihre Fir­men handelsgerichtlich eintragen. Die Ausweispapiere waren so geschickt gefatscht, dah Stohmann in München zwar kürzlich festgenom­men, aber auf Grund feiner Ausweispapiere wie­der entlasten wurde.

Interessant ist auch, dah dasEhepaar", als ihm in Frankfurt a. M. 1928 ein Knabe geboren wurde, diesen unter dem Kamen Geyer in das Stan- deLamtsregister auf Grund der gefälschten Papiere einfragen lassen konnte. Stohmann ist wegen Be­truges und Bigamie vorbestraft, aber wegen guter Führung vorzeitig entlassen worden. Er wurde von den Staatsanwaltschaften in Köln, Hamburg, Dres­den, München, Stettin und Berlin gesucht.

Walchenseewerk A.-G., München fetzten die Di­vidende auf je 4 Proz. fest. Ferner wurde die Erhöhung des Arreenkapitals der Dayernwerk A.-G. von 6 auf 18 Mill. Mark durch Ausgabe von 6000 Stammaktien zu je 1000 Mk. Serie B und 6000 Stammaktien zu je 1000 Mk. Serie C genehmigt. Die neuen Aktien werden zum Renn- wert ausgegeben und sind dem bayerischen Staat anzubieten. Die Aktien Serie B nehmen ab 1. Oktober 1931, die Aktien Serie C ab 1. Oft. 1932 am Gewinn teil und sind zunächst mit 25 Proz. einzubezahlen. Das Grundkapital der Mittleren Isar A.-G. wird von 18 auf 27 Mill. Mark erhöht durch Ausgabe von 9000 Stamm­aktien zu je 1000 Mk. Serie B. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zum Rennwert. ®/9 der neuen Aktien sind dem bayerischen Staat, % der Deutschen Reichsbahngesellschaft anzubieten. Sie find zunächst mit 25 Proz. einzubezahlen und nehmen ob 1. Oktober 1930 am Gewinn teil.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 27. März. Tendenz freundlich. Trotz der st arten Äurseinbrüche und des sehr hohen Geldsatzes von 20 v. h. an der gestrigen Neuyorker Börse war die Stimmung zu Beginn des heutigen Marktes wieder freundlich. Die Kurssteigerungen wurden aus diesem Grunde jedoch etwas eingedämmt. In Spezialwerten konnte sich aber recht lebhaftes Geschäft entwickeln, da Auslandorders, hauptsächlich von Frankreich und Amerika, vorgelegen haben sollen. Auch die Spekula­tion und verschiedentlich das Privatpublikum betei­ligte sich am Geschäft und nahm Deckungen vor. Dem sonst gefürchteten bevorstehenden Zahltag wurde keine Bedeutung beigemeffen, da wieder die st a r k e Beteiligung des Auslandes am Bör­sengeschäft ausschlaggebend war. Im Vorder­gründe standen bor allem Vereinigte Glanzstoff mit plus 18 v. S). Bei den übrigen Märkten kam die allgemeine Festigkeit bei der ersten Kursfestsetzung nicht zum Ausdruck, und gegenüber der gestrigen Abendbörse gingen die Gewinne kaum über 1 v. h. Am Elektromarkt waren Chadeaktien plus 4,50 Mark und Gesfürel plus 4,5 v. h. stärker bevorzugt. Berg­mann plus 2,25 d. h. und Schuckert plus 1,5 v. h. konnten ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. Auch Kaliaktien waren weiter verlangt und zogen 1,5 v. h. an. Montanwerte uneinheitlich. Klöckner und Man­nesmann vernachlässigt, nur Ilse Bergbau plus 4 v. 5). und Mansfelder plus 4,25 v. h. standen im Vordergründe bei lebhafter Nachfrage. Banken hatten kleines Geschäft, waren aber durchweg etwas höher. Von Schiffahrtswerten lagen Norddeutscher Lloyd 1,5 o. f). höher. Der Brandkatastrophe wurde kaum noch Beachtung geschenkt, da der entstandene Schaden voll gedeckt sein dürfte. I.-G.-Farben konnten sich der allgemeinen Aufwärtsbewegung mit plus 0,65 v. S). nur langsam anschließen. Autowerke auf Reali­sationen etwas abbröckelnd. Soenska nach den starken Kurseinbrüchen der letzten Tage etwas verlangt und gut behauptet. Am Zellstoffmarkt machte sich beson­ders für Zellstoff Aschaffenburg plus 5,5 v. j). regeres Interesse bemerkbar. Renten still, aber behauptet. Auch im Verlaufe fetzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Es traten erneute Erhöhungen bis zu 2,5 d. j). ein. Die Tendenz war fest. Vermehrtes Interesse be­stand jetzt für die Werte des Cbemiemarktes. Farben konnten 4 d. S). gewinnen. Bei den übrigen Märkten waren die Erholungen geringer. Als sich jedoch Reali­sationsneigung bemerkbar machte, wurde die Kurs-

gestaliung schwankend. Verluste stellten sich nur in geringem Ausmaße ein, meist blieben aber die Kurse gehalten. Tagesgeld war mit 6,5 o.ch. angespannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2153, gegen Pfund 20,4650, gegen Paris 124,19, gegen Mailand 92,69, gegen Madrid 32,05, gegen Holland 12,11, London gegen Kabel 4,8575.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt. 27. März. (Drahtbericht des Gießener Anzeigers".) Der heutige Produkten­markt verkehrte in flauer Haltung. Die schwä­cheren Auslandnotierungen drückten auf die Stim­mung. Das Angebot war jedoch gering, die Rach- fräge blieb äußerst klein und Ilmsätze kamen nur wenig zustande. Weizen und Roggen, auch Rog­genmehl waren angeboten und bis 0,25 Mk. nie­driger. Von Futtermitteln Mais für Futter­zwecke und Roggenkleie bis 0,25 Mk^ niedriger. Es wurden notiert: Weizen 23.75, Roggen 23.00 bis 23.25, Sommergerste 24.00, Hafer (inländ.) 24.2524.50, Mais 23.25, Weizenmehl (süddeut­sches Spezial 0) 33.0033.75, Roggenmehl 30.25 bis 31.25, Weizenkleie 14.00, Roggenkleie 15.00 bis 15.25. Tendenz: flau.

Große Strafkammer Gießen.

* Gießen, 26. März. In mehrstündiger Sitzung wurde gegen den achtundzwanzigmal vor­bestraften gewerbsmäßigen Betrüger E r n ft Reifschnsider aus Wolferborn verhandelt, der vom Schöffengericht Gießen zu drei Jah­ren Zuchthaus, 200 Mark Geldstrafe und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt worden war und dagegen Berufung eingelegt hatte. Er hatte bei zahlreichen Landwirten Vor­gesprächen, sich zur Besorgung von Dienst­personal aus seiner Heimat, oder aus dem Spessart oder der Rhön bereiterklärt und war mit dem Mietgeld und dem Reisekosten- Vorschuß verschwunden. Schön sei seine Handlungsweise ja nicht, meinte er, aber auch nicht strafbar:wenn die Bauern in ihren dum­men Köpfen ein unsicheres Rechtsgeschäft für ein sicheres ansähen", so sei das ihre Sache. Aber der Betrug lag gerade darin, daß er vollkommen unsichere und sogar aussichtslose Geschäfte als sicher hinzustellen verstand, daß er einen Lei­stungswillen und eine Erfüllungsgewihheit. die nicht vorhanden waren, vorsviegelte. um den Landwirten Geld aus der Tasche zu locken.

Die Strafkammer traf in allen wesentlichen Punkten die gleichen Feststellungen wie das Schöffengericht, billigte auch dessen rechtliche Wür­digung und die "Gründe der Strafzumessung und wies die Berufung des darob höchst ent­rüsteten Angeklagten zurück.

Reisschneider hat erklärt, künftig seine Tätig­keit mindestens zweihundert Kilo­meter von Gießen verlegen zu wollen.

Büchertisch.

Im Dämmer des Rim da. Sumatras Urwald und Urmensch. Don Geh. Regierungsrat Dr. Wilhelm Dolz, o. Professor an der Universi­tät Leipzig. Mit Bildschmuck von Otto Kalina. 112 Seiten 8°. 4. Auflage. Ganzleinen 4 Mark. Ver­lag Ferdinand Hirt, Breslau, 1929. 115Ur­wald ist Lebensraum: in ihm ist die Menschheit ent- sproßen, so ist das früheste menschliche Werden mit ihm verknüpft. Man kann ihn nicht mit botanischen und zoologischen Namen erfaffen; der jungfräuliche Urwald, der Rimba des Malaiers, ist ein Erlebnis, um so großartiger auch dem Kulturmenschen, je länger man in seinem Banne aewesen, je tiefer man seine Macht empfunden. Quer durch den südsumatra- nischen Urwald führt das Büchlein: nicht Abenteuer will es schildern, wie Reisen in fernen Zonen sie mit sich bringen: den Urwald will es näherbringen, w a s er ist und was er dem Menschen ist." (Aus der Vorbemerkung des Verfassers.

Der Hasen von Hamburg. 240 Sei­ten 8°. Mit 7 mehrfarbigen Plänen und Kar­ten und 108 Bildern. Von Dr.-Ing. e. h. L. Wende muth und Dipl.-Ing. W. Böttcher. Herausgegeben von der Deputation für Handel, Schiffahrt und Gewerbe und der Baudeputation. Sektion für Strom- und Hafenbau. Meißner & Christiansen, Hamburg 1928. (130) Das in­struktive und mit gutem Bildermaterial illu­strierte Werk behandelt in sieben Abschnitten die Grundlagen für die Entwicklung des Hafens, den Hafenplan, die Hafenbauwerke und maschinelle Ausrüstung, die Geschichte des Hafens (ein Ka­pitel, das zweckmäßig an die Spitze gestellt wor­den wäre), die Organisation des Hafenbetriebs, den Elbstrom von Hamburg bis zur Mündung, den Hafen von Cuxhaven und schließt mit sta­tistischen Angaben (über Schiffs- und Waren­verkehr usw.) ab.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuh 7,5 Prozent.

Datum

6% t)t. o. 192?

Dt. 2bti.-'2UnM.-Sd)ulB 6lu5 lo>.-Rech len

De4gl. ohne Auslos.-Rechie .

7% Srantf. Hnp.-Bl. Goldps. un künübar bi-3 1932

*y2% Rhetnilche Hhp.-Bauk Stau. Goldps-

A.E.G. aba. BorkricgS-Obligatton. rüchahwar 1932

4% Schweiz. Bundesb^Anl..

1% Oesterretchilche Goldrle..

4,20% Lestcrr. Silberne. . .

4% LeNerrctch. einheitl. Rle

4% Ungarische Goldrte.

4% Ungarische StaalSr. v. 1910

4/.% desgt. von 1913

4% Ungarische ftronenrte.. .

4% Türk. Zollanleihc v. 1911

4% Türlijche Bagüadbahn-Anl.

Serie I

4% desgl. Serie II ....

4% Rumänen converl. Otte. . . - 4 >4% Rumänen öolbanl. von 1913

Wg. Deuklche Eisenbahn . .

Hamburg-Amcrila Palet ... 8 Hamb.-Südam. Dampslch. . - 8 Sonja Dampjschiss 1°

Norddeutscher Lloyd . ... b

-Allg. Deutsche Ereditaust. . . 10

Barmer Bankverein ... 1"

Berliner Handelsgesellsch. . 12

Commerz- und Privat-Bank 11

Taimst. u. Nationalbank 12

Teutiche Bank - 1°

DiSlonto-Gesellschast Ant.. . 10

Dresdner Bank ... 10

SMtteldcutlch» Creditbanl ... 9 Metallbau!...... . 6

..................V

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Berlin

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Kurs

Kurs

Kurs

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26-3.

27-3.

26.3.

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-

81,75

89,25

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2

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141,75

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142,5

144

144

228,5

230,75

201,5

201,25

201

201,25

288

285,5

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289,0

177,5

177,5

176,75

177,25

167,25

167,25

158

173,25

172,75

172,5

172,75

139

138

139,25

137,9

324

320,5

322

Datum

A.E.G. . .......»

Bergmann...... 9

Elektr. Lieferungen..... 10 Licht und Kraft ..... 10 Fellen & Guilleaume. .... 6 Ges. s. Elektr. Unlent.. ... io Hamb. Elektr. Werte .... 10 Rhein. Elektr.

Schief. Elektr. ....... 10 Schuckert.......... 8

Siemens & Halske ..... 12 Transradio ....... S Lahmeyer LCo.. . . . . . 10

Buderus . . ....... 5

Deutsche Erdöl ....... 6 Essener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener . t Va 3- 1 Harpcner.......... 6 Hoesch Eisen. ...... ..8 Ilse Bergbau ........ 8 Klöcknerwerke ....... .7 LülluNeucssen. .......9 Mannesmann....... .8 ManSfcldcr...... 7

Lberschles. Eisenb. Bedarf. . . 5 Oderschles. Kokswerke.....6

Phönix Bergbau......5%

Rheinische Braunkohlen... 10 Rheiustahl ,f. N Jahr 4'/, Riebeck Montan......7/2

Bereinigte Stahlw. ' f Otaoi Minen . . . . 2 sb Kali AicherSIebeu ..... U Sali Westeregeln. ..... 1* Kaliwerk Salzdetfurth ... ld

I. G. tzarben-JndustrtL ... 1'2 Dynamit Nobel ....... 5 Schcideanstalt. ....... 9 Goldschmidt ........ 3 Rülgerswerke........ 6

Mctallgelellschaft. . 11

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Berlin

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Schluß» lAnfang-

Kurs

ft ute

Kurs

Kurs

26-3.

27.3.

26.3.

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178,5

180,75

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174,5

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227,75

230

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174

175,75

223,75

223,5

221,75

222,75

145

146

145,5

147

239

243.5

239,5

243,75

I

149,75

150,5

172

171,5

171,5

219.25

220,75

242

243,5

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244

404

404,5

402,4

404,75

-

161,25

162.75

173

170,75

177

78

78

77,25

77,6

125,5

124

125

-

127

128

130,5

130,65

131

137

137

137,5

122,5

123,6

223

227

222,5

225

105,5

104,75

104

104,75

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123,75

116,5

114,75

114

115

135

139,75

135,75

140

88

-

107,5

108,6

94

93,5

304,75

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303,5

306

126

126

124,75

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148

146

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-

91,9

92,13

71.75

71,75

72

241,5

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236.25

241,75

244,75

246

242,9

246

364,5

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366

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256,5

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172.5

90,5

90,5

92

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94,25

95.4

Danknoten.

Frankfurt a 4)?. |

Berlin

Schluß- Kurs

1-Uhr- Kur«

Schluß "Anfang

Kurs Kars

Datum

26.3.

27.3.

26.3.

27 3.

Phurpu yvizmann......"

Heidelberger Cement .... 10 (Sement Karlstadt ...... 8 LZayß & Freitag......10

Schultheis Patzenhofer ... 15

Lstwerke.........12

Bec. Glanzstofs ...... 1?

Bemberg...... 11

ZeUstoss Waldhof.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Eharlottenburger Wasser . . .

Dessauer Gas....... .

Daimler Motoren ...... 0

Demag . .......o

Adlerwerke Klever ...... 5

Ludw. Loewc . ...... 10

Nat. Automobil . ...... 0

Srenfieln 4 Koppel ..... 3

Leonhard Tietz . ...... 6

Bamag-Meauin ....... 0

Franks. Maschinen ...... 6

Gritzner ....... 11

Hepligenstaedt ...... .0

Lechwerke. ......... 3

Mainkrastwerke.......9

Nekarsulmer ......8

BeterS Union ........ 8

Gebr. Roeder ....... lu

Bolat 4 Haeffner ...... 8

Südd. Zucker ........ 8

129 146 176

131

-

442

271,75 192

62

60

I

64

89,5

72 116 117

22 106,75

213 149,75

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267,25

189 122.75 222.9

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54.5

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292

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250,25

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273,5

197

122,5

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33

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Berlin. 26. Mär«

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Kuuruanntije Noten ..... belgische Noten ....... Dänische Noten ........ Englische Noten........

4,207

58,30

111,93

20,417

4,227

58,54 112.37 20,497

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a M.

Berlin 26- März

Geld

Brief

Franzusiicye Noten.....

16,495

16,555

Holländische 'Noien......

168,41

169,09

Italienische Noten......

22,19

22,27

Norwegische Noten......

112,03

112,47

Deutsch Ocstcrr,a 100 Kronen

59,18

59,42

Rumänische Noten......

2,495

2,515

Schwedische Noten......

112,18

112,62

Schweizer Noten .......

81,09

81,41

Spanische Noten.......

64,28

64.56

Tschechoslowakische Noten.

12,445

12,505

Ungarische Noten . ....

73,22

73,52

Telegraphische Auszahlung.

26. TL.tt

27. Mär;

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

weid

Bnc'

Geld

Brie

Lm't.-Ron.

168,71

169.05

168,75

169.09

Bu-n.-Nirer

1,770

1,774

1,769

1.771

Brss.-Antw-

58,465

58,585

58,495

58,615

Christianiu.

112,28

112,50

112,31

112.53

Kov-'nhag.'u

112.20

112.42

112.21

112.43

Stockholm .

112,49

112,71

112.43

112.65

HclnngforS- Italien. . London. . .

10,592

22.05

10,612

22,09

10,59

22,06

10.61

22,10

20,439

20,479

20,44

20,48

Neuyork . .

4,2110

4.2190

4,2120

4,2200

Paris. . . .

16,465

16,505

16,46

16,50

Schweiz ..

81,04

81,20

81,02

81.18

Sva ieu.

64,18

64,30

63,72

63.84

Japan . . . Rio de Jan

1,883

1.887

1,874

1.878

0,498

0,500

0,4985

0,5005

Wien in D - Ccfl- abgesl

59,205

59,325

59,195

59,315

Prag . . .

12,475

12.495

12,468

12.488

Bel irad . -

7.395

7,409

7,397

7,411

Budapest. .

73,30

73,50

73,365

73,505

Pul arten

3,041

3.047

3,039

3.045

Lissabon .

18,85

18,89

18,88

18,92

Tanzig. . .

81.73

81,89

81.70

81,86

Konst ntin.

2.060

2.064

2,065

2,069

Athen. . .

5,45

5,46

5,465

5,475

Canada

4,196

4.204

4.191

4.199

Uru uat) -

4.266

4,274

4,286

4,294

Cairo . .

20,96

21,00

20,96

21,99