Interesse ist. Aach öer Entscheidung des Reichsgerichts (3ur. Wochenschrift Heft 1, 1929) hat der Rotar ein folchÄ Zurückbehaltungsrecht in>o- weit nicht, als er es wegen Gebühren geltend machen will, die in anderen Geschäften entstanden sind, die er für den betreffenden Auftraggeber geführt hat. Das ergibt sich daraus, daß ein Zurückbehaltungsrecht nicht begründet wird, wenn kein innerlich zusammenhängendes einheitliches Lebensverhältnis vorliegt, aus dem die Klage- sorderung und die Gegenforderungen entstanden sind, weil auch zwischen beiden kein natürlicher wirtschaftlicher Zusammenhang besteht, derart, daß die Geltendmachung des einen Anspruchs ohne Rücksicht auf den anderen gegen Treu und Glauben verstoßen würde. Eine derartige gemeinschaftliche wirtschaftliche Grundlage der gegenseitigen Ansprüche der Parteien, die für die berechtigte Geltendmachung des Zurückbehaltungsrechts Voraussetzung ist. ist nach der Begründung des Reichsgerichts nicht schon deshalb anzuneh-- men, weil der Rotar seinen Klienten dauernd beraten hat: soweit die dem Rotar erteilten Aufträge nicht unter sich im wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, können auch die aus ihrer Ausführung erwachsenen Ansprüche nicht als auf gleicher wirtschaftlicher Grundlage entstanden an- «efeben werden.
Wer ist Handlungsgehilfe?
Diese Frage ist vor allem für die Kündigungsfristen von erheblicher Bedeutung, da den Handlungsgehilfen erheblich günstigere Kündigungsfristen zustehen als den Gewerbegehilfen: 3m allgemeinen ging bisher die Praxis der Gerichte dahin, für fast alle an die Kasse oder in Verkauf tätigen Angestellten die Handlungsgch lfeneigcn- schast anzunehmen. Eine kürzlich ergangene Entscheidung des Reichsarbeitsgerichts ist geeignet, diese bisherige Praxis einzufchränken. Wie nun in den von Steuersyndikus H. Will heraus- gegebenen ^Aktuellen Steuerfragen" mitgeteilt wird, handelt es sich hierbei um die Handlungs- gehilseneigenschaft einer Cintrittslartenverkäuferin in einem Kino. Das Reichsarbeitsgericht hat die vom Arbeits- und Landesarbeitsgericht angenommene Handlungsgchilfeneigenschaft verneint mit der Begründung, daß untergeordnete und rein mechanische Dienstleistungen und technische Verrichtungen nicht als Leistung kaufmännischer Dienste gewertet werden können. Kaufmännische Dienste seien nur solche, d ic gewisse kaufmännische Fähigkeiten und Kenntnisse, mindestens aber eine kaufmännische Hebung notwendig machen.
Wirtschaft.
Oie Kupferhauffe und ihre Folgen.
Das Internationale Kupserkartell, in dem Amerika ausschlaggebend ist. hat seit Monaten eine scharfe Preiserhöhungspvlitik betrieben. Soeben ist der Elektrolht-Kupferpreis um P/s Cent auf 233/8 Cents erhöht worden, ein Sprung, der in diesem Ausmaß bisher nicht vorgenommen worden ist und der darauf hindeutet, daß das Kartell seine Preiserhöhungspolitik noch in schärferer Art als bisher durchführen will. Die stürmische Aufwärtsbewegung der Kupfer p r e i s e hat dazu geführt, daß neuerdings auch Blei und Zink, die bisher von der Bewegung des roten Metalls nicht beeinflußt waren, spekulativ höher getrieben werden. Die Folge dieser Bewegungen gerade für die deutsche weiterverarbeitende Industrie äußert sich vor allem rein psychologisch in einer starken Beunruhigung, die anderseits ihre berechtigten Gründe hat. Man muß berücksichtigen, daß die Ausnutzung der Machtstellung am internationalen Kupfermarkt seitens der Amerikaner der gesamten europäischen verarbeitenden Industrie jede Kalkulationsgrundlage nimmt. Die Kupfervorräte der einzelnen Werke sind verschieden groß, im Durchschnitt aber außerordentlich gering. Die deutsche Clektrizitätsindustrie. die mehr als 50 Proz. des deutschen Kupferbedarfes ausmacht, ist finanziell so stark, wobei man auch ihre günstigen Aussichten zu berücksichtigen hat, daß sie höhere Kupferpreise zahlen kann. Andevs sieht es dagegen bei der Metallindustrie aus, und die auf der letzten Tagung des Reichsbundes der Deutschen Metallwarenindustrie gefaßte Entschließung, die gegen die ständigen Kupferpreiserhöhungen protestierte. beweist, welche Schwierigkeiten finanzieller Art bei manchem mittleren und kleineren Betrieben entstehen können, im Gegensatz zu den großen Konzernen. Der Elektrizitätsindustrie und auch teilweise der Metallhalbzeugindustrie ist es möglich, die Preissteigerungen für Metall durch St'igerung ihrer Preise auszugleichen, dies ist jedoch nicht für die genannten kleineren Betriebe und für zahlreiche
Großer Gchwindelmii Textilwaren
Schaden über 3/4 Millionen Mark. —
Frankfurt a. M.. 27. März. (TU. Draht- bericht.) Ein guter Fang gelang der hiesigen fiti- minalpolizei durch die Verhaftung eines Schwindlerpaares, das feit dem Jahre 1925 in verschiedenen Städten Textilfirmen, insbesondere solche in Sachsen und Thüringen um Maren im werte von schätzungsweise brei- viertel Millionen Mark geschädigt hat. Es handelt sich um den 1885 in Ehemnih geborenen Wilhelm Stahmann und die geschiedene Ehefrau Kolonie Dohmes gebotene Jan;, geboren 1900 in wc'lburg a. d. die Stahmann als seine Ehefrau ausgab.
Der Betrug wurde in der weise inszeniert, dah Stahmann in verschiedenen Stabten leere Zimmer mietete, die er mit neuen Möbeln ausstattete und in denen er dann „Textilgroh - handtungen" eröffnete. Er trat mit Textil- firmen in Verbindung, die ec zunächst zu kleineren Sendungen veranlaßte, um sich dann größere Posten schicken zu lassen. Die kleinen Sendungen wurden pünktlich bezahlt, roätj-
ülnternehmungen der Fertigwarenindustrie öer Fall. Zu bedenken ist ferner, dah die Verkaufspreise das Ergebnis äußerster Kalkulation darstellen, ein Erfordernis, welches gerade in der Zeit des Konjunkturrückgangs von der Fertigwarenindustrie unbedingt erfüllt werden muh. Leider sind die Aussichten für eine Stabilisierung des Kupferpreisniveaus sehr gering, da die Rachfrage am amerikanischen Kupfermarkt nach wie vor stark bleibt.
Reichsbank Ausweis vom 23. März.
Nach dem 'Ausweis der Reichsbank vom 23. März ist die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der vergangenen Bankwoche um 62,7 Millionen auf 1809,6 Millionen Mark zurück- gegangen. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 42,3 Millionen auf 1672,9 Mill. Mark, die Lombarddeftände um 15,4 Millionen auf 43,6 Mill. Mark abgenommen. Bestände an Reichsschatzwechseln sind nicht mehr vorhanden.
An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 141,0 Mill. Mk. aus dem Verkehr in die Kassen der Bank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Rentenbankscheinen um 8,2 Millionen auf 465,2 Mill. Mk. verringert. Dementsprechend und unter Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 1,7 Millionen Mark getilgt worden sind, hat sich der Bestand der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 50,1 Mill. Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 528.3 Millionen eine Zunahme um 79,7 Millionen Mark.
Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen insgesamt sind mit 2713,9 Mill. Mk.. also um etwa 0,7 Mill. Mk. niedriger ausgewiesen: im einzelnen haben die Goldbestände um 72 000 Mk. auf 2646,9 Mill. Mk. zugenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 799 000 Mk. auf 67,0 Mill. Ml. abgenvmmen. Die in der vorwöchigen Besprechung erwähnte, nach Reuhork bestimmte Goldsendung im Betrage von 36 Mill. Mk. war bis Schluß der Rechnungswoche noch nicht am Bestimmungsort eingetroffen und figuriert, daher noch bei den „Sonstigen Aktiven". Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 63,5 Prozent in der Vorwoche auf 65,6 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 65,2 Prozent auf 67,3 Prozent.
Kurseinbruch in Wallstreet.
Keuyork, 26. März, (wv.) Das Anziehen des Tagesgeldf atze s auf bis zu 20 v. h. führte im verlaufe der heutigen vörse zu einer Deroute. Die Surseinbuhen erreichten ein Ausmaß von biß zu 35 Dollar. Erft in den letzten Minuten konnten Jnterventionstäufe eine teilweise Erholung herbeiführen. 3m Zusammenhang mit der Bewegung in Wallstreet erfolgten auch an den Warenterminmärkten scharfe Preisrückgänge.
' Generalversammlungen der bayrischen Großkraftwerke. Die Generalversammlungen der Bayernwerk A.-G., München, der Mittleren Isar A.-G., München und der
Oie Täter in Frankfurt a. M. verhaftet, renb für die großen langfristige wechsel und vordatierte, aber nicht gedeckte Schecks geleistet wurden. Die waren wurden sofort, meistens nach Vertin, verschoben, während Stoh- mann seine Tätigkeit in eine andere Stadt verlegte.
Die Schwindler traten nicht nur unter verschiedenen Kamen auf, sondern ließen sogar ihre Firmen handelsgerichtlich eintragen. Die Ausweispapiere waren so geschickt gefatscht, dah Stohmann in München zwar kürzlich festgenommen, aber auf Grund feiner Ausweispapiere wieder entlasten wurde.
Interessant ist auch, dah das „Ehepaar", als ihm in Frankfurt a. M. 1928 ein Knabe geboren wurde, diesen unter dem Kamen Geyer in das Stan- deLamtsregister auf Grund der gefälschten Papiere einfragen lassen konnte. Stohmann ist wegen Betruges und Bigamie vorbestraft, aber wegen guter Führung vorzeitig entlassen worden. Er wurde von den Staatsanwaltschaften in Köln, Hamburg, Dresden, München, Stettin und Berlin gesucht.
Walchenseewerk A.-G., München fetzten die Dividende auf je 4 Proz. fest. Ferner wurde die Erhöhung des Arreenkapitals der Dayernwerk A.-G. von 6 auf 18 Mill. Mark durch Ausgabe von 6000 Stammaktien zu je 1000 Mk. Serie B und 6000 Stammaktien zu je 1000 Mk. Serie C genehmigt. Die neuen Aktien werden zum Renn- wert ausgegeben und sind dem bayerischen Staat anzubieten. Die Aktien Serie B nehmen ab 1. Oktober 1931, die Aktien Serie C ab 1. Oft. 1932 am Gewinn teil und sind zunächst mit 25 Proz. einzubezahlen. Das Grundkapital der Mittleren Isar A.-G. wird von 18 auf 27 Mill. Mark erhöht durch Ausgabe von 9000 Stammaktien zu je 1000 Mk. Serie B. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zum Rennwert. ®/9 der neuen Aktien sind dem bayerischen Staat, % der Deutschen Reichsbahngesellschaft anzubieten. Sie find zunächst mit 25 Proz. einzubezahlen und nehmen ob 1. Oktober 1930 am Gewinn teil.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 27. März. Tendenz freundlich. Trotz der st arten Äurseinbrüche und des sehr hohen Geldsatzes von 20 v. h. an der gestrigen Neuyorker Börse war die Stimmung zu Beginn des heutigen Marktes wieder freundlich. Die Kurssteigerungen wurden aus diesem Grunde jedoch etwas eingedämmt. In Spezialwerten konnte sich aber recht lebhaftes Geschäft entwickeln, da Auslandorders, hauptsächlich von Frankreich und Amerika, vorgelegen haben sollen. Auch die Spekulation und verschiedentlich das Privatpublikum beteiligte sich am Geschäft und nahm Deckungen vor. Dem sonst gefürchteten bevorstehenden Zahltag wurde keine Bedeutung beigemeffen, da wieder die st a r k e Beteiligung des Auslandes am Börsengeschäft ausschlaggebend war. Im Vordergründe standen bor allem Vereinigte Glanzstoff mit plus 18 v. S). Bei den übrigen Märkten kam die allgemeine Festigkeit bei der ersten Kursfestsetzung nicht zum Ausdruck, und gegenüber der gestrigen Abendbörse gingen die Gewinne kaum über 1 v. h. Am Elektromarkt waren Chadeaktien plus 4,50 Mark und Gesfürel plus 4,5 v. h. stärker bevorzugt. Bergmann plus 2,25 d. h. und Schuckert plus 1,5 v. h. konnten ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. Auch Kaliaktien waren weiter verlangt und zogen 1,5 v. h. an. Montanwerte uneinheitlich. Klöckner und Mannesmann vernachlässigt, nur Ilse Bergbau plus 4 v. 5). und Mansfelder plus 4,25 v. h. standen im Vordergründe bei lebhafter Nachfrage. Banken hatten kleines Geschäft, waren aber durchweg etwas höher. Von Schiffahrtswerten lagen Norddeutscher Lloyd 1,5 o. f). höher. Der Brandkatastrophe wurde kaum noch Beachtung geschenkt, da der entstandene Schaden voll gedeckt sein dürfte. I.-G.-Farben konnten sich der allgemeinen Aufwärtsbewegung mit plus 0,65 v. S). nur langsam anschließen. Autowerke auf Realisationen etwas abbröckelnd. Soenska nach den starken Kurseinbrüchen der letzten Tage etwas verlangt und gut behauptet. Am Zellstoffmarkt machte sich besonders für Zellstoff Aschaffenburg plus 5,5 v. j). regeres Interesse bemerkbar. Renten still, aber behauptet. Auch im Verlaufe fetzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Es traten erneute Erhöhungen bis zu 2,5 d. j). ein. Die Tendenz war fest. Vermehrtes Interesse bestand jetzt für die Werte des Cbemiemarktes. Farben konnten 4 d. S). gewinnen. Bei den übrigen Märkten waren die Erholungen geringer. Als sich jedoch Realisationsneigung bemerkbar machte, wurde die Kurs-
gestaliung schwankend. Verluste stellten sich nur in geringem Ausmaße ein, meist blieben aber die Kurse gehalten. Tagesgeld war mit 6,5 o.ch. angespannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2153, gegen Pfund 20,4650, gegen Paris 124,19, gegen Mailand 92,69, gegen Madrid 32,05, gegen Holland 12,11, London gegen Kabel 4,8575.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt. 27. März. (Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Der heutige Produktenmarkt verkehrte in flauer Haltung. Die schwächeren Auslandnotierungen drückten auf die Stimmung. Das Angebot war jedoch gering, die Rach- fräge blieb äußerst klein und Ilmsätze kamen nur wenig zustande. Weizen und Roggen, auch Roggenmehl waren angeboten und bis 0,25 Mk. niedriger. Von Futtermitteln Mais für Futterzwecke und Roggenkleie bis 0,25 Mk^ niedriger. Es wurden notiert: Weizen 23.75, Roggen 23.00 bis 23.25, Sommergerste 24.00, Hafer (inländ.) 24.25—24.50, Mais 23.25, Weizenmehl (süddeutsches Spezial 0) 33.00—33.75, Roggenmehl 30.25 bis 31.25, Weizenkleie 14.00, Roggenkleie 15.00 bis 15.25. Tendenz: flau.
Große Strafkammer Gießen.
* Gießen, 26. März. In mehrstündiger Sitzung wurde gegen den achtundzwanzigmal vorbestraften gewerbsmäßigen Betrüger E r n ft Reifschnsider aus Wolferborn verhandelt, der vom Schöffengericht Gießen zu drei Jahren Zuchthaus, 200 Mark Geldstrafe und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt worden war und dagegen Berufung eingelegt hatte. Er hatte bei zahlreichen Landwirten Vorgesprächen, sich zur Besorgung von Dienstpersonal aus seiner Heimat, oder aus dem Spessart oder der Rhön bereiterklärt und war mit dem Mietgeld und dem Reisekosten- Vorschuß verschwunden. Schön sei seine Handlungsweise ja nicht, meinte er, aber auch nicht strafbar: „wenn die Bauern in ihren dummen Köpfen ein unsicheres Rechtsgeschäft für ein sicheres ansähen", so sei das ihre Sache. Aber der Betrug lag gerade darin, daß er vollkommen unsichere und sogar aussichtslose Geschäfte als sicher hinzustellen verstand, daß er einen Leistungswillen und eine Erfüllungsgewihheit. die nicht vorhanden waren, vorsviegelte. um den Landwirten Geld aus der Tasche zu locken.
Die Strafkammer traf in allen wesentlichen Punkten die gleichen Feststellungen wie das Schöffengericht, billigte auch dessen rechtliche Würdigung und die "Gründe der Strafzumessung und wies die Berufung des darob höchst entrüsteten Angeklagten zurück.
Reisschneider hat erklärt, künftig seine Tätigkeit mindestens zweihundert Kilometer von Gießen verlegen zu wollen.
Büchertisch.
— Im Dämmer des Rim da. Sumatras Urwald und Urmensch. Don Geh. Regierungsrat Dr. Wilhelm Dolz, o. Professor an der Universität Leipzig. Mit Bildschmuck von Otto Kalina. 112 Seiten 8°. 4. Auflage. Ganzleinen 4 Mark. Verlag Ferdinand Hirt, Breslau, 1929. — 115 — „Urwald ist Lebensraum: in ihm ist die Menschheit ent- sproßen, so ist das früheste menschliche Werden mit ihm verknüpft. Man kann ihn nicht mit botanischen und zoologischen Namen erfaffen; der jungfräuliche Urwald, der Rimba des Malaiers, ist ein Erlebnis, um so großartiger auch dem Kulturmenschen, je länger man in seinem Banne aewesen, je tiefer man seine Macht empfunden. Quer durch den südsumatra- nischen Urwald führt das Büchlein: nicht Abenteuer will es schildern, wie Reisen in fernen Zonen sie mit sich bringen: den Urwald will es näherbringen, w a s er ist und was er dem Menschen ist." (Aus der Vorbemerkung des Verfassers.
— Der Hasen von Hamburg. 240 Seiten 8°. Mit 7 mehrfarbigen Plänen und Karten und 108 Bildern. Von Dr.-Ing. e. h. L. Wende muth und Dipl.-Ing. W. Böttcher. Herausgegeben von der Deputation für Handel, Schiffahrt und Gewerbe und der Baudeputation. Sektion für Strom- und Hafenbau. Meißner & Christiansen, Hamburg 1928. (130) — Das instruktive und mit gutem Bildermaterial illustrierte Werk behandelt in sieben Abschnitten die Grundlagen für die Entwicklung des Hafens, den Hafenplan, die Hafenbauwerke und maschinelle Ausrüstung, die Geschichte des Hafens (ein Kapitel, das zweckmäßig an die Spitze gestellt worden wäre), die Organisation des Hafenbetriebs, den Elbstrom von Hamburg bis zur Mündung, den Hafen von Cuxhaven und schließt mit statistischen Angaben (über Schiffs- und Warenverkehr usw.) ab. —
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuh 7,5 Prozent.
Datum
6% t)t. o. 192?
Dt. 2bti.-'2UnM.-Sd)ulB mü 6lu5 lo>.-Rech len
De4gl. ohne Auslos.-Rechie .
■7% Srantf. Hnp.-Bl. Goldps. un künübar bi-3 1932
*y2% Rhetnilche Hhp.-Bauk Stau. Goldps-
A.E.G. aba. BorkricgS-Obligatton. rüchahwar 1932
4% Schweiz. Bundesb^Anl..
■1% Oesterretchilche Goldrle..
4,20% Lestcrr. Silberne. . .
4% LeNerrctch. einheitl. Rle
4% Ungarische Goldrte.
4% Ungarische StaalSr. v. 1910
4’/.% desgt. von 1913
4% Ungarische ftronenrte.. .
4% Türk. Zollanleihc v. 1911
4% Türlijche Bagüadbahn-Anl.
Serie I ■ ■
4% desgl. Serie II ....
4% Rumänen converl. Otte. . . - 4 >4% Rumänen öolbanl. von 1913
Wg. Deuklche Eisenbahn . .
Hamburg-Amcrila Palet ... 8 Hamb.-Südam. Dampslch. . - 8 Sonja Dampjschiss ■ • • 1°
Norddeutscher Lloyd . ... b
-Allg. Deutsche Ereditaust. . . 10
Barmer Bankverein ... 1"
Berliner Handelsgesellsch. . 12
Commerz- und Privat-Bank 11
Taimst. u. Nationalbank 12
Teutiche Bank - 1°
DiSlonto-Gesellschast Ant.. . 10
Dresdner Bank ... 10
SMtteldcutlch» Creditbanl ... 9 Metallbau!...... . • • 6
..................V
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Berlin
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——
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Datum
A.E.G. . .......»
Bergmann...... 9
Elektr. Lieferungen..... 10 Licht und Kraft ..... 10 Fellen & Guilleaume. .... 6 Ges. s. Elektr. Unlent.. ... io Hamb. Elektr. Werte .... 10 Rhein. Elektr.
Schief. Elektr. ....... 10 Schuckert.......... 8
Siemens & Halske ..... 12 Transradio ....... S Lahmeyer LCo.. . . . . . 10
Buderus . . ....... 5
Deutsche Erdöl ....... 6 Essener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener . t Va 3- 1 Harpcner.......... 6 Hoesch Eisen. ...... ..8 Ilse Bergbau ........ 8 Klöcknerwerke ....... .7 LülluNeucssen. .......9 Mannesmann....... .8 ManSfcldcr...... 7
Lberschles. Eisenb. Bedarf. . . 5 Oderschles. Kokswerke.....6
Phönix Bergbau......5%
Rheinische Braunkohlen... 10 Rheiustahl ,f. N Jahr 4'/, Riebeck Montan......7/2
Bereinigte Stahlw. •••• '• f Otaoi Minen . . • . . 2 sb Kali AicherSIebeu ..... U Sali Westeregeln. ..... 1* Kaliwerk Salzdetfurth ... ld
I. G. tzarben-JndustrtL ... 1'2 Dynamit Nobel ....... 5 Schcideanstalt. ....... 9 Goldschmidt ........ 3 Rülgerswerke........ 6
Mctallgelellschaft. • • • • . 11
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Danknoten.
Frankfurt a 4)?. |
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Datum
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Phurpu yvizmann......"•
Heidelberger Cement .... 10 (Sement Karlstadt ...... 8 LZayß & Freitag......10
Schultheis Patzenhofer ... 15
Lstwerke.........12
Bec. Glanzstofs ...... 1?
Bemberg...... 11
ZeUstoss Waldhof.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Eharlottenburger Wasser . . .
Dessauer Gas....... . “
Daimler Motoren ...... 0
Demag . .......o
Adlerwerke Klever ...... 5
Ludw. Loewc . ...... 10
Nat. Automobil . ...... 0
Srenfieln 4 Koppel ..... 3
Leonhard Tietz . ...... 6
Bamag-Meauin ....... 0
Franks. Maschinen ...... 6
Gritzner ....... 11
Hepligenstaedt ...... .0
Lechwerke. ......... 3
Mainkrastwerke.......9
Nekarsulmer ......8
BeterS Union ........ 8
Gebr. Roeder ....... lu
Bolat 4 Haeffner ...... 8
Südd. Zucker ........ 8
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122,5
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61,75
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33
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Berlin. 26. Mär«
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Kuuruanntije Noten ..... belgische Noten ....... Dänische Noten ........ Englische Noten........
4,207
58,30
111,93
20,417
4,227
58,54 112.37 20,497
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a M.
Berlin 26- März
Geld
Brief
Franzusiicye Noten.....
16,495
16,555
Holländische 'Noien......
168,41
169,09
Italienische Noten......
22,19
22,27
Norwegische Noten......
112,03
112,47
Deutsch Ocstcrr,a 100 Kronen
59,18
59,42
Rumänische Noten......
2,495
2,515
Schwedische Noten......
112,18
112,62
Schweizer Noten .......
81,09
81,41
Spanische Noten.......
64,28
64.56
Tschechoslowakische Noten •.
12,445
12,505
Ungarische Noten . ....
73,22
73,52
Telegraphische Auszahlung.
26. TL.tt
27. Mär;
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
weid
Bnc'
Geld
Brie
Lm't.-Ron.
168,71
169.05
168,75
169.09
Bu-n.-Nirer
1,770
1,774
1,769
1.771
Brss.-Antw-
58,465
58,585
58,495
58,615
Christianiu.
112,28
112,50
112,31
112.53
Kov-'nhag.'u
112.20
112.42
112.21
112.43
Stockholm .
112,49
112,71
112.43
112.65
HclnngforS- Italien. . London. . .
10,592
22.05
10,612
22,09
10,59
22,06
10.61
22,10
20,439
20,479
20,44
20,48
Neuyork . .
4,2110
4.2190
4,2120
4,2200
Paris. . . .
16,465
16,505
16,46
16,50
Schweiz ..
81,04
81,20
81,02
81.18
Sva ieu.
64,18
64,30
63,72
63.84
Japan . . . Rio de Jan
1,883
1.887
1,874
1.878
0,498
0,500
0,4985
0,5005
Wien in D - Ccfl- abgesl
59,205
59,325
59,195
59,315
Prag . . .
12,475
12.495
12,468
12.488
Bel irad . -
7.395
7,409
7,397
7,411
Budapest. .
73,30
73,50
73,365
73,505
Pul arten
3,041
3.047
3,039
3.045
Lissabon .
18,85
18,89
18,88
18,92
Tanzig. . .
81.73
81,89
81.70
81,86
Konst ntin.
2.060
2.064
2,065
2,069
Athen. . .
5,45
5,46
5,465
5,475
Canada
4,196
4.204
4.191
4.199
Uru uat) -
4.266
4,274
4,286
4,294
Cairo . . •
20,96
21,00
20,96
21,99


